Sister

GeschichteAllgemein / P16
Damon Salvatore Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
20.06.2019
26.03.2020
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Das Zusammentreffen mit Elena und Caroline legte irgendwie eine düstere Stimmung über den Rest des Tages. Es regte mich einfach auf, alleine schon Elenas Auftreten. Zum kotzen. Dennoch hatten wir noch unseren Spaß. Wir hatten uns Twilight angesehen und uns über die glitzer-Vampierchen lustig gemacht. Wenn wir schon bei lachhaften Vampirchen sind, Niklaus ignorierte mich aus irgendeinem Grund. Er führte sich auf wie ein kleines Kind. Er hatte kein Recht auf mich sauer zu sein, schließlich war ich nicht diejenige,  die ihm um dreihundert Jahre seines Lebens beraubt hat.

Am nächsten Tag saßen er, Rebekah und ich gemeinsam im Wohnzimmer, welches mittlerweile wieder hergerichtet war. Wir unterhielten uns über Belanglose Dinge,  was hieß ich redete mit Rebekah und ihm, er nur mit Bekah, mich ignorierend.

"Wo bleibt Kol? Er sollte schon lange wieder hier sein.", regte Nik sich auf. "Vielleicht weiß er was gut für ihn ist und hält sich von unserem hinterhältigen Bruder fern.", lächelte ich falsch und ging aus dem Raum. Nicht wegen Niklaus, mir war einfach langweilig also beschloss ich Heute nochmal ins Mystic Grill zu gehen, in der Hoffnung diesesmal keinem Doppelgänger zu begegnen.

Ich schnappte mir meine Sachen und nur ungefähr fünf Minuten später betrat ich besagte Bar. Und dort traute ich meinen Augen kaum. An der Theke saß kein geringerer als mein kleiner Bruder. Lächelnd ging ich auf ihn zu und ließ mich schließlich auf dem Hocker neben ihm nieder.

"Es ist ein Uhr mittags und du bist schon am trinken. Was ist nur aus dir geworden Brüderchen?", lachte ich. Erschrocken blickte er mich an. "Livy", hauchte er und zog mich in eine Umarmung, so als könnte ich jeden Moment wieder verschwinden. Lachend erwiderte ich die Umarmung.
"Solltest du nicht eigentlich tot sein?", fragte er grinsend nachdem wir uns lösten. "Ich konnte dich doch nicht alleine lassen. Irgendjemand muss ja auf dich aufpassen."
"Ich meine es ernst. Wie kannst du Leben?", lachte er. "Unser kranker, paranoider und psychisch gestörter Bruder hielt es wohl für nötig mir einen Doch in das Herz zu jagen und euch zu erzählen ich wäre gestorben.", erklärte ich schulterzuckend.
"Eigentlich sollte ich überrascht sein", schnaubte er.
"Ich war es. An diesem Tag in Spanien. Seine Geschwister zu erdolchen ist eine Sache, ihren Tod vorzutäuschen eine andere."
Ich merkte wie sich ein Kloß in meinem Hals bildete und schluckte ihn sofort runter.

"Er hätte diesen Dolch niemals rausgezogen. Er hat mir gesagt, dass er das alles nur tat um euch zu beschützen und er hatte recht. Das ist das schlimmste."

"Wovon redest du Livy?"

"Nik hatte recht. Ich habe euch alle in Gefahr gebracht und das mehr als einmal. Deshalb kann ich ihm nicht wirklich sauer sein, obwohl ich ihm geschworen habe, dass er dafür leiden würde. Ich kann ihm nicht böse sein, weil ich das Selbe getan hätte." Meine Stimme war mittlerweile so dünn, dass Kol mich vermutlich ohne sein Vampirgehör nicht verstanden hätte.

"Das heißt du willst ihm einfach so vergeben? Er hat dich praktisch getötet. Wir dachten du wärst tot."
Kol wirkte zornig. Er konnte einfach nicht verstehen wieso ich so handelte wie ich es tat. "Ich vergebe ihm nicht. Das habe ich so nie gesagt, Kol. Ich meine bloß, dass ich seine Beweggründe verstehe."

"Ich verstehe es aber nicht!" Er schlug mit der Hand auf die Theke, weshalb sich einige Leute zu uns umdrehten. "Er hat uns Jahrhunderte angelogen. Hat uns Trauer vorgespielt. Wenn Rebekah dich vermisst hat, dann hat er sie getröstet. Klaus hat all diese Dinge getan obwohl er genau wusste, dass du noch lebst. Elijah hat sich Vorwürfe gemacht. Gesagt, dass er dich hätte retten können. Ich habe mir Vorwürfe gemacht." All diese Dinge so ausgesprochen zu hören tat weh.

"Kol, du hast nie etwas falsches gemacht. Wieso solltest du dir Vorwürfe machen?"

"Weil du meinetwegen so warst. Es war meine Idee dich so aufzumuntern."

"Du wolltest mir nur helfen. Außerdem lebe ich ja noch." Ich schenkte ihm mein schönstes Lächeln. Er schien nicht grade beeindruckt.
"Ach komm schon Kol. Ich möchte eigentlich garnicht darüber nachdenken und wäre dir außerdem wirklich dankbar wenn du in dieser Hinsicht nicht mit Nik redest. Ich kläre das mit ihm. Alleine.", stellte ich klar. Mein Zwilling seufzte bloß. "Wenn es das ist was du möchtest."
"Das ist es. Also erzähl, wie hast du die letzten Jahrhunderte erlebt?"

Eine Stunde später saßen wir nochimmer an der Bar, mittlerweile hatten wir beide auch ordentlich getrunken, nicht dass es uns was ausmachen würde. Immerhin waren wir Vampire und somit ziemlich trinkfest. Kol hatte mir viel über eine Stadt names New Orleans erzählt. Offenbar ließen sich meine Geschwister dort für einige Zeit nieder.
"Wie kommt es eigentlich, dass du nach Klaus' Nase tanzt? Du lässt dir doch sonst nichts sagen.", wollte ich dann wissen.
"Ich tanze nach niemandes Nase, das weißt du Schwesterchen. Ich hätte diese Sachen niemals gemacht wen  ich nicht auch meinen eigenen Nutzen daraus gezogen hätte", antwortete er grinsend und ich erwiderte es amüsiert. "Du scheinst dich kein Stück verändert zu haben. Wir sollten trotzdem zurück, bevor Nik noch auf die Idee kommt einen Suchtrupp loszuschicken."
"Na dann. Lass uns nach gehen.", er bezahlte die Drinks und stand auf. Doch anstatt, dass ich auch aufstehen würde, sprang ich auf seinen Rücken, sodass er mich jetzt Huckepack tragen musste. So wie früher, da musste er mich auch immer tragen wenn ich keine Lust zum laufen hatte. "Sieht so aus als hättest du dich ebenfalls kein bisschen verändert. Wirst du eigentlich jemals erwachsen?", seufzte er, doch ich schüttelte den Kopf.
"Ich fürchte nicht.''