Ein heißer Sommer

von MeraJuna
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Anthony J. Crowley Erziraphael
20.06.2019
21.09.2020
97
126.676
68
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22.06.2019 1.370
 
Vielen vielen Dank für die ganzen Favo Einträge und die Empfehlungen ich freue mich ganz ganz doll  darüber, gerade weil es meiner erste Geschichte ist. Besonders danken möchte ich Leagim, YumeKahoko und Werfwolflink für die Reviews ich freue mich mega darüber ;) jetzt soll es aber weiter gehen...
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Crowley ging unruhig in seinem Arbeitszimmer auf und ab. Er versuchte krampfhaft einen klaren Gedanken zu fassen und zu dem Kern seines Problems vorzudringen. Sein Problem war sehr vielfältig und er war sich auch nicht ganz sicher was genau denn nun sein Problem sei. Das Hauptproblem, so war er sich sicher, war nicht zu wissen was das Problem war. Er versuchte damit anzufangen zu sondieren wie genau alles angefangen hatte. Erziraphael kannte er nun schon seit tausenden von Jahren doch seit der nicht stattfindenden Apokalypse hatte sich etwas verändert.
Sie waren Freunde geworden vor so langer Zeit. Aus zwei Seelen von gegnerischen Seiten die eigentlich gegeneinander arbeiten sollten, sind in all der Zeit durch einige Abmachungen Freunde geworden. So gut so schön dachte sich der Dämon aber irgendetwas hatte sich verändert zwischen ihnen. Er hatte das Bedürfnis Erziraphael möglichst nah zu sein, viel Zeit mit ihm zu verbringen und das verunsicherte ihn. Er mochte ihn und sie waren gute Freunde aber warum hatte er dann auf einmal diese merkwürdigen Gefühle. Solche Gefühle waren menschlich und er war kein Mensch, er war ein Dämon.
Was sich Crowley jedoch nicht eingestehen wollte war ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit das er in der Nähe des Engels empfand. Vielleicht war da auch ein Kribbeln in tieferen Gegenden, das er sich jedoch ebenso wenig eingestehen wollte. Er wählte denn in seinen Augen einfachsten Weg, Vermeidung. Für ein paar Tage, vielleicht auch Wochen würde er sich zurückziehen und darüber nachdenken wie er mit der Situation umgehen sollte. Er und der Engel hatten sich gelegentlich Jahrzehnte nicht gesehen da würden ein paar Tage auch kein Problem darstellen.
Crowley nutzte die Tage um seinen Bentley auszufahren, neues Unheil zu stiften in dem er den Selfie-Stick erfand und somit der Menschheit eine neue Möglichkeit brachte ihren Narzissmus auszuleben. (Auch wenn es beruflich nicht mehr seine Aufgabe war, so reizte es ihn doch und lenkte ihn ab etwas Unheil zu stiften, es lag nun mal in seiner Natur ). Außerdem schlief er lange und viel. Unterdessen erhielt der Sommer Einzug in London.
Der Dämon liebte die Wärme. Seine Schlangen-Natur führte dazu, dass er sich besonders wohlfühlte wenn die Sonne auf ihn schien. Da er der Meinung war das die Erfindung des Selfies Sticks  genug Arbeit für einige Zeit war, wollte er die Vorzüge seiner luxuriösen Wohnung und der Sonne nutzen. Crowleys Loft verfügte über eine großzügige Dachterrasse samt Jacuzzi und Pool. Ab und zu nutzte er den beheizten Jacuzzi, den Pool eher seltener. Die Terrasse war von den umliegenden Gebäuden nicht einsehbar so konnte der Dämon tun und lassen was er für richtig hielt. Und in diesem Moment hielt er es für richtig sich für eine perfekte bräune komplett unbekleidet in der Sonne zu räkeln. Sein Ziel war es nicht dunkelbraun zu werden er wollte nur ein bisschen seinen Teint auffrischen und die Wärme der Sonne genießen. Da er sehr viel Wert auf sein Äußeres legte, sollte die Bräune makellos und ohne Lücken sein. Außerdem konnte es ihm ja eh egal sein weil keiner ihn sehen konnte.
Gerade hatte er sich auf den Bauch gedreht damit die Rückseite seines Körpers dieselbe Zuwendung erhalten sollte, als er eine Stimme hörte. Das Erste Wort das der Dämon vernahm war sein Name. Völlig verdutzt sah er auf und sah nichts. Er schaute gegen die Sonne und für die makellose Bräune im Gesicht hatte er die Sonnenbrille abgesetzt. Die Stimme stammelte weiter „Ich…Ich….du hast nicht geantwortet….es tut mir leid…“ Nun konnte er die Stimme zuordnen, es war der Engel, der wie auch immer in seine Wohnung gekommen war.  Crowley wollte gerade einen derben Fluch ausstoßen als das stammeln je zu einem Schrei anschwoll und ihn fragte warum er nackt sei. Total überrumpelt setzte er sich auf sah kurz verdattert dem flüchtenden Engel hinter her und nach einem Moment des Schreckens rannte er ihm fluchend nach. Er polterte in Windeseile die Treppe herunter, flog förmlich durch sein Schlafzimmer und sah an der Ecke tatsächlich noch den Blonden wie dieser durch die Haustür flüchtetet. Crowley rief ihm noch etwas nach, musste jedoch selbst aufgrund seiner Nacktheit an der Tür stoppen. Im Eifer des Gefechtes vergaß er sich einfach Klamotten am Körper erscheinen zu lassen.  
Er schlug mit Kraft die Haustür zu und ging in seinem wiegenden, schlängelnden Gang den Flur entlang. Auf seinem Weg schnauzte Crowley seine Pflanzen an was sie denn so glotzen würden (Natürlich wusste er das die Pflanzen ihn nicht wirklich anschauten, aber ihm war danach etwas anzuschnauzen). Der Dämon war komplett durcheinander. Der Engel schien ihn gesucht zu haben nur weil er ein paar Tage sich nicht gemeldet hatte, es waren doch nur ein paar Tage gewesen, sollte er sich nicht so anstellen. Trotzdem Verspürte Crowley ein ungewohnten Stich von Schuld. Er hatte Erziraphael nicht wehtun wollen, er hatte einfach nicht erwartet, dass der Engel so reagieren würde. Aber das Gefühl von Schuld war im fremd er konnte nicht damit umgehen. Dazu mischte sich in seiner Gedankenwelt das der blonde ihn komplett nackt gesehen hatte. Nicht, dass es ihn groß stören würde, aber es war seltsam und auf eine Weise erregend zu gleich. Er wollte nicht das es ihm gefiel das der andere ihn so gesehen hatte, aber da war diese Gefühl das sich ausbreitete von seiner Körpermitte.
Crowley entschied das eine kühle Dusche ihm hoffentlich auch einen kühlen Kopf verschaffen würde. Sein ganzes Badezimmer war in edlen schwarzen Marmor gekleidet. In der großzügigen Dusche hätten locker fünf Personen bequem Platz gehabt. Die Dusche war ausgestattet mit einen Regendusche, mehreren Brausen an den Seiten und Lautsprecher unter der Decke. Der Dämon stieg unter die Dusche drehte das kühle Wasser auf und nahm sich ein teures Duschgel. Es handelt sich um eine exklusive Marke und es roch herb nach Leder und Zedernholz.
Während er seinen Körper einseifte, fand Erziraphael wieder den Weg in seine Gedanken. Seine Reaktion auf den nackten Dämon und wie der Engel vielleicht auch hätte reagieren können. Vollkommen unbewusst, in Gedanken versunken, nahm der Crowley seine bereits erregte Männlichkeit in die Hand. Langsam begann er seine Hand auf und ab zu bewegen. Eine Hand stützte er an der Wand ab, das kühle Wasser prasselte auf seinen Rücken. Immer schneller bewegte er die Hand seinen Schaft hinauf. Seine Gedanken erregten ihn immer mehr, was wäre gewesen hätte Erzirapahel nicht die Flucht ergriffen …was hätte vielleicht noch passieren können? Mit einem erstickten Stöhnen kam Crowley. Er brauchte einige Momente um die Wellen des Orgasmus über sich ergehen zu lassen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. „Was zum Himmel?“  fluchte der Dämon. Was hatte er gerade gemacht? Er befriedigte sich nie selbst. Natürlich hatte er in all den Jahren seiner Existenz es einige Male versucht aber nie wirklich Gefallen daran gefunden.  Es war etwas Menschliches und so überwältigend fand er das Gefühl nie. Bis auf dieses Mal. So intensiv hatte er noch nie einen Orgasmus erlebt. Doch dieser wurde durch Gedanken an den Engel ausgelöst. Was war los mit ihm? Er empfand den blonden doch nicht als anziehend, wie hatten sich diese Gedankenbilder nur in seinen Kopf geschlichen? War er vielleicht krank? Irgendwas schien auf jeden Fall nicht mit ihm zu stimmen. Vielleicht waren es auch noch Nachwirkungen der Apokalypse, wer wusste das schon genau.
Einige Stunden später, in denen er das Erlebnis unter der Dusche verdrängend zu versuchte, fasste er einen Entschluss. Er musste mit Erzirapahel sprechen. Er war sein einziger Freund und auch wenn er ein Dämon war, so wollte er doch den Engel nicht als seinen Freund verlieren. Ganz neben bei könnte er vielleicht auch noch rausfinden was genau für Gefühle ihn plagten wenn er dem Engel  gegenüberstand, diesmal jedoch voll bekleidet um ja kein erneutes Risiko einzugehen.
Der Dämon ging aus dem Haus, stieg in seinen heißgeliebten  Bentley und fuhr deutlich schneller als es erlaubt war in Richtung Soho. Es war Zeit mit dem Engel zu reden.
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