Ein heißer Sommer

von MeraJuna
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Anthony J. Crowley Erziraphael
20.06.2019
22.06.2020
92
120.263
66
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20.06.2019 1.457
 
Hallo,
dies ist mein erster Versuch einer Fanfiction. Ich finde die beiden als Paring einfach unglaublich gut und dann kam mir die Idee für diese kleine Geschichte. Ich hoffe sie gefällt euch. Da es wie gesagt meine erste ist freue ich mich über Feedback. Nun aber zur Geschichte...

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Die Apokalypse hatte nicht stattgefunden und der Sommer hatte Einzug in London erhalten. Eine heiße Schwüle lag über der Stadt und wer nicht arbeiten musste lag faul im Schatten.
Erziraphael nahm sich nicht die Zeit faul im Schatten zu liegen. Er war zwar ein Engel, liebte die Sonne und bekam eh keinen Sonnenbrand, also die perfekten Voraussetzungen für ein Bad in der Sonne. Jedoch hatte er eine andere Mission die ihn durch London scheuchte. Diese Mission hieß Crowley.
Seit Tagen hatte er den Dämon weder gesehen noch erreichen können. Natürlich war es nicht ungewöhnlich das sie sich längere Zeiten mal nicht sahen und wird sprechen bei längeren Zeiten manchmal von ganzen Jahrzehnten, doch nach der verhinderten Apokalypse hatte sich einiges verändert. Der Engel und der Dämon trafen sich sehr oft zum Essen, einen Abend im Buchladen mit Wein oder auf einen Tee.
Es schien als hätte sich etwas verändert, etwas zwischen den beiden Ungleichen, welcher sie sich aber selbst nicht wirklich bewusst waren oder in Crowleys Fall nicht eingestehen wollten. Keiner von beiden konnte benennen es genau es war, was sie fühlten aber es brachte sie näher zusammen.
Die Mission Crowley scheuchte Erziraphael durch das brütend heiße London. Die Wärme ließ auch den Engel nicht kalt, sein Gesicht ähnelte einem gekochten Hummer und der Schweiß ran ihm über das Gesicht. Aufgrund der Temperaturen trug er eine leichte Sandfarbene Leinenhose und ein farblich passendes, luftiges Hemd. Aus der Tasche seiner Hose zog er ein Stofftaschentuch um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen.
Er war auf dem Weg in eines der gehobenen Viertel Londons. Sein Ziel war ein großer Moderner Betonklotz in dem Crowley residierte. Den Engel hatte es bis jetzt nicht allzu oft in Crowleys Apartment verschlagen, doch trotzdem kannte er die Adresse.
Erziraphael erreichte den Eingang des Wohnkomplexes. Erneut wischte er sich den Schweiß von der Stirn und drückte den Knopf mit der Aufschrift A. J. Crowley. Wie er schon fast erwartet hatte passierte nichts, nach einer angemessenen Zeit drückte er erneut. Nichts geschah. Ein leichter Hauch von Sorge schlich sich in die Gedanken des blonden, sie hatten so viel unternommen in letzter Zeit und nun auf einmal schien der Dämon wie vom Boden verschluckt. In Erziraphaels Gedanken stand vom Boden verschluckt eher für von der Hölle entführt. Nach den jüngsten Ereignissen hofften sie beide zwar in Ruhe gelassen zu werden, doch der Hölle konnte man nie trauen.
Der Engel machte sich wirklich Sorgen um seinen Freund. Normal sah er es als sehr unhöflich an bei anderen Leuten einfach unangekündigt zu erscheinen, doch die Gedanken die er sich machte, setzten die Gebote der Höflichkeit ausnahmsweise außer Kraft. Mithilfe eines kleinen Wunders öffnete sich die schwere Eingangstür und Erzirapahel schlüpfte in das Treppenhaus. Er befand sich in einem angenehm kühlen komplett mit Beton ausgekleideten Treppenhaus. Da der blonde durch die Wärme jedoch komplett aus der Puste war und erschöpft, nahm er den Fahrstuhl an der gegenüberliegenden Wand. Er fuhr in den obersten Stock und klopfte an der schwarzen Tür, die zum Apartment des Dämons führte. Er klopfte erneut noch etwas lauter und rief: „Crowley?! Bist du anwesend?“ Keine Reaktion.
Erziraphael wurde nervös. Er hatte draußen vor der Tür Crowleys heißgeliebten Bentley stehen sehen. Der Dämon würde nie ohne den Bentley irgendwo hin fahren und plötzlich in den Urlaub zu fahren passte auch nicht zu ihm. Generell zu verreisen war nicht so Crowleys Ding.
All diese Gedanken schwirrten im Kopf des Engels herum als er vor der verschlossenen Tür stand und ihn schließlich einen Entschluss fassen ließen. Wie bereits die Eingangstür schwang nun auch Crowleys Haustür wie durch ein Wunder auf.
Der blonde trat ein und rief erneut den Namen des Dämons, wieder keine Reaktion. Langsam ging er durch den langen Flur. Zu seiner Linken die Küche. Sie war komplett in Schwarz und Hochglanz gehalten und vermutlich war sie noch niemals benutzt worden. Kein Crowley war in dem Raum zu finden. Erzirapahel lief weiter durch die komplette Wohnung aber weder im äußerst stilvollen Badezimmer, noch auf dem Weg in Crowleys Arbeitszimmer oder in seinem Wohnzimmer konnte er den Dämon finden. Gedanken verloren gab er den verängstigten Pflanzen etwas Wasser. Die Hitze schien ihnen nicht gut zu bekommen und er wollte sie bewahren vor dem Schicksal welches sie sicher ereilen würde, wen Crowley die hängenden Blätter entdecken würde.
In einem Raum war der Engel noch nicht gewesen, aus gutem Grund, es war Crowleys Schlafzimmer. In Erzirapahels Augen war das Schlafzimmer etwas sehr privates und er wollte diese nur im äußersten Notfall und nur sehr wiederstreben betreten. Da dieser Fall nun aber eingetreten war musste er wohl oder übel über diese Grenze steigen.
Das Schlafzimmer des Dämons war sehr dunkel gehalten. In der Mitte stand ein großzügiges King Size Bett. Bezogen mit Schwarzen Satin Lacken die an den Rändern geschmückt waren mit Silbernen Kordeln. Die Laken sahen zerwühlt aus als hätte Crowley das Bett vor kurzer Zeit noch genutzt. Über dem Bett war eine große Lampe angebracht. Sie war überspannt von einem von Leinen Stoff und sorgte so für ein angenehm warmes indirektes Licht. Links führte ein Durchgang zu Crowleys begehbarem Kleiderschrank. Das Zimmer entsprach ganz Crowleys Stil wenig Schnick Schnack und in dunkle Farben gehalten.
Bei dem Anblick des Bettes verspürte Erziraphael einen leichten Anflug von Wärme und ein Ziehen im unteren Teil seines Bauches. Er konnte sich dieses Gefühl nicht erklären, in den tausenden Jahren seiner Existenz hatte er noch nie ein ähnliches Gefühl verspürt. Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Eine der schwarzen Gardinen, die vermutlich die Fenster verbargen, wehte auf einmal hoch. Verwundert ging der Engel zum Fenster um die Gardine zur Seite zu schieben und das Fenster zu schließen. Zu seiner noch größeren Verwunderung sah er hinter dem Fenster eine Stahlkonstruktion. Eine Treppe führte vom Fenster hoch auf das Dach des Hauses.
Erziraphael war verwundert, Crowley hatte nie erwähnt das seine Wohnung über eine Dachterrasse oder ähnliches verfüge. Nun gut sie hatten sich auch nie wirklich über diese Thema unterhalten. Neugierig stieg der blonde aus dem Fenster. Er schritt die Stufen hoch zum Dach. Das erste was in seinen Blick viel als er auf Höhe des Daches ankam, war ein großzügiger Jacuzzi. Die großzügige Terrasse war umlaufen von einem getönten Glasgeländer. In der Mitte befand sich ein sich ein luxuriös angelegter Pool und dahinter Crowley.
Als Erziraphael Crowley entdeckte passierten mehrere Dinge auf einmal. Sein Atem beschleunigte sich, er wurde im Gesicht noch röter als er eh schon war, eine Wärme ausgehend von seinem privatesten Bereich des Körpers breitete sich in seinem Körper aus, er begann zu stottern und ihm vielen fast die Augen aus.
Auf einer liege beim Pool, in der prallen Sonne, lag Crowley, komplett nackt. Er lag auf dem Bauch, die Arme unter dem Kopf verschränkt, den Blick von Erziraphael abgewendet. Der Engel, vom Anblick vollkommen überrumpelt, stotterte: „ Crowley….Ich..Ich…. du hast nicht geantwortet….es tut mir leid….WARUM BIST DU NACKT???“ die letzten Worte schrie er förmlich bevor die Treppe runter stolperte und die Flucht ergriff. Parallel setzte sich ein etwas überraschter Crowley auf seiner Liege auf, wollte etwas zum überrumpelten Engel sagen, doch es war schon zu spät. Der blond hatte Hals über Kopf die Flucht ergriffen.
Mit einem Fluch sprang Crowley auf die Beine und rannte ihm hinter her. Er sprintete wie Gott ihn schuf die Treppe runter und rief mehr Mals den Namen des Engels sah diesen noch hoch rot um einen Ecke laufen, doch an seiner Haustür gab Crowley auf, da nicht ganz London seinen Körper komplett unbekleidet sehen sollte.
Einige Stunden später saß Erziraphael in seinem Buchladen. Er stand immer noch unter Schock und wusste nicht mit dem erlebten umzugehen. Er hatte Crowley in einem sehr intimen Moment überrascht, was ihm äußerst unangenehm war. Dazu kam noch dieses seltsame Gefühl, welches er verspürt hatte beim Anblick des nackten wohlgeformten Körpers, des Dämons. Er war hochgewachsen und schlank, leicht gebräunt und einen Hinter den Erzirapahel zu gerne nur berühren würde, um zu sehen ob er wirklich so fest war wie er aussah. Als er sich bei diesem Gedanken ertappte versuchte er schnellst möglich seine Gedanken wieder auf das Problem zu lenken wie er nun mit dieser Situation umgehen sollte.
Er war unsicher. Sollte er so weiter leben mit Crowley als wäre nichts gewesen? Oder doch lieber den Dämon darauf ansprechen. In Gedanken versunken rührte er seinen Tee um, als er plötzlich die Glocke der Tür hörte. Hatte er nicht abgeschlossen? Er versuchte sich zu erinnern.
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