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Ende gut, alles gut?

von Jassy-22
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Chiaki Nagoya Hijiri Shikaido Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
19.06.2019
26.07.2021
19
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26.01.2021 1.392
 
Langsam schlenderten Maron und Miyako durch die Straßen von Momokuri. Nachdem Miyako bei Maron aufgetaucht war, entschieden sich die Beiden dazu etwas frische Luft zu schnappen.
Sie hatten immerhin viel zu reden.
Maron fühlte sich erst unwohl bei dem Gedanken daran ohne Chiaki in der Stadt spazieren zu gehen.
Immerhin war Yamato immer noch auf freiem Fuß und konnte jederzeit zu schlagen.
Miyako hatte ihre Sorgen bemerkt und Maron direkt darauf angesprochen. Immerhin hatte sie sich geschworen ab sofort wieder die beste Freundin für Maron zu sein, die sie verdient hatte:
Miyako war geschockt von Marons Erzählungen. Sie fühlte sich zugleich wütend und schuldig.
Wütend sowohl auf Yamato als auch auf sich selbst, da sie nicht da gewesen war, um Maron zu beschützen. Genau so wenig, wusste sie, dass Maron und Chiaki im Krankenhaus aufgrund Yamatos Angriff behandelt wurden. Sie hatte das Gefühl als beste Freundin versagt zu haben. Innerhalb kürzester Zeit war so viel in Marons Leben passiert und Miyako war kein Teil davon gewesen.
Aber sie schwor sich alles wieder hinzubiegen.

„Also zwischen Chiaki und dir ist es jetzt aus?“
Maron seufzte verzweifelt.
Es schien als sei die Frage nur mit einem „ja“ oder „nein“ zu beantworten, doch in Wahrheit war die Antwort weitaus komplizierter.
„Wenn ich ehrlich bin, glaube ich das schon.“, sprach Maron in trauriger Stimme.
Erst ein paar Stunden waren seitdem Gespräch mit Chiaki vergangen und die Worte, die gewechselt wurden, spukten immer noch in Marons Kopf umher.
„Ich verstehe es nicht, Maron.“
„Na, dann sind wir wohl schon zu zweit.“
„Du hast Chiaki um nichts Außergewöhnliches gebeten. Er soll doch nur ehrlich zu dir sein. Das kann doch nicht zu viel verlangt sein.“
Das hatte sich Maron auch zuerst gedacht. Aber vielleicht war es doch zu viel, was sie von Chiaki verlangt hatte.
„Er hat schon so viel für mich getan. Auch als Sindbad hat er immer wieder sein Leben für mich beziehungsweise Jeanne aufs Leben gesetzt. Vielleicht hat ihn diese Forderung verletzt.“
„Maron, komm‘ schon.  Das kann ich mir nicht vorstellen. Chiaki liebt dich. Das sieht doch ein Blinder.“
„Was willst du damit sagen?“
„Ich denke, dass Chiaki etwas verheimlicht.“
„Meinst du?“
„Na klar! Das sagt mir mein Polizistinnensinn.“
Unweigerlich musste Maron etwas kichern.
Ob sie sich auf Miyakos Polizistentalent verlassen konnte?
„Ich habe keine Ahnung, was ich davon halten soll, Miyako. Ich glaube, mehr als abzuwarten, bleibt mir nicht übrig.“
„Überlass das ruhig mir. Ich finde das bestimmt raus und rette eure Beziehung.“
Mit strahlenden Augen und einem Lächeln auf dem Gesicht blickte Miyako ihre beste Freundin aufmunternd an.
Obwohl Maron nur noch wenig Hoffnung in sich hegte, wollte sie Miyako nicht enttäuschen.
„Alles klar, Inspektorin Todaiji.“
Spielerisch zwinkerte Maron Miyako an.

Nachdem sie ein paar Minuten schweigend am Ufer entlang gegangen waren, ergriff Miyako erneut das Wort.
„Und es würde dir nichts ausmachen, dass Kind von Chiaki und dieser Yashiro großzuziehen?“
„Weißt du, ich habe darüber sehr lange nachgedacht.“
Maron machte eine kurze Sprechpause und richtete ihre Augen auf das weite Meer.
„Aber nein, es würde mir nichts ausmachen. Irgendwie habe ich mich schon darauf gefreut. Es würde ja nicht bedeuten, dass Chiaki und ich nicht selbst vielleicht irgendwann mal Kinder haben könnten. Aber, weißt du, ich liebe Chiaki. Und das Kind ist ein Teil seines Lebens und dann ist es auch ein Teil meines beziehungsweise unseres gemeinsamen Lebens.“
Während Maron sprach lauschte Miyako aufmerksam jedem einzelnen Wort.
„Auch das Kind kann nichts für seine Mutter. Und ich würde alles dafür tun, um Chiaki zu unterstützen.“
Einen kurzen Moment war Miyako sprachlos.
„Wow Maron. Ich bewundere dich. Du gehst so erwachsen mit der Situation um. Chiaki weiß gar nicht was er verpasst. Aber ich denke, das wird ihm sehr schnell bewusstwerden.“
Zu gerne hätte Maron den Worten ihrer besten Freundin Glauben geschenkt, doch sie war sich nicht so sicher, ob das mit Chiaki noch eine Zukunft hatte.
„Aber genug von mir.“, versuchte Maron nun das Thema zu wechseln.
„Erzähl mal, wie kam das mit Hijiri zustande?“
Ein leichter rosa Schimmer legte sich auf Miyakos Wangen als sie sich an die Anfänge ihrer ersten angeblichen Beziehung zurück erinnerte.
„Naja, nach dem Kampf den Chiaki und du ausgetragen habt, sind wir doch alle wieder nach Hause zurück gegangen. Ich konnte abends nicht schlafen, irgendwie war alles etwas viel für mich. Ich wollte erst bei dir klingeln und mit dir reden, aber ich dachte mir, vielleicht ist Chiaki gerade da und ihr bekommt das endlich hin und da wollte ich nicht stören.“
Während Miyako den Gesprächsfaden aufgenommen hatte, steuerten die Beiden wieder Richtung Innenstadt.
„Also bin ich noch etwas an die frische Luft. Ans Meer, genauso wie du.“
Miyakos Augen strahlten bei dieser Erinnerung.
„Ich weiß endlich warum du das machst, Maron. Es hat eine solch beruhigende Wirkung. Plötzlich wird einem bewusst, dass man selbst und die Probleme, die man hat, winzig sind, im Vergleich zu dieser unglaublich großen, weiten und faszinierenden Welt.“
Marons Miene hellte sich auf und sie lächelte Miyako an. Sie war froh, dass Miyako verstanden hatte, was Maron an diesem Ausblick so faszinierte.
Aber sie wollte Miyako in ihrer Erzählung nicht unterbrechen, also schwieg sie.
„Ich stand da, den Blick auf die Wellen gerichtet. Und auf einmal war er da. Herr Shikaido.“

Inzwischen waren die Mädchen wieder in der Innenstadt angekommen und das Treiben um sie herum wurde geschäftiger. Das hielt Miyako jedoch nicht davon ab, weiter zu reden.

„Ich weiß nicht warum, vielleicht war es der Zauber des Augenblicks, aber ich fand ihn so unglaublich attraktiv und ich wollte, dass er mich auch wahrnahm.“

Der rosa Schimmer, der zu Beginn auf Miyakos Wangen gelegen hatte, hatte sich nun dunkelrot verfärbt. Auch Maron bemerkte, dass ihrer Freundin das Gespräch wohl etwas unangenehm war.

„Miyako, wenn du nicht darüber ist alles in Ordnung.“, sprach Maron mit einem sanften Lächeln und drückte dabei vorsichtig Miyakos Oberarm.
Miyako schüttelte den Kopf.
„Nein, schon gut. Es ist nur, ich habe noch nie darüber gesprochen. Aber es tut gut mich dir anzuvertrauen.“
Nach einer kurzen Pause sprach Miyako weiter.
„Er hat mich angesprochen und wir sind danach ein Stück zusammen spazieren gegangen. Er hat mir alles über sich erzählt, und auch über Noyn und Jeanne.“

Kleine Tränen bildeten sich in ihren Augen.
„So wie er von dir oder auch von Jeanne gesprochen hat, hätte mir klar sein müssen, dass sein Herz in Wirklichkeit dir gehört.“
„Miyako…“
„Ist schon gut, Maron. Du konntest es ja nicht wissen.“
„Wie geht’s dir damit, also dass du und Hijiri kein Paar mehr seid?“
„Ich weiß nicht, ob wir wirklich jemals ein Paar waren. Ich denke nicht, dass er mich geliebt hat, zumindest hat er es nie gesagt. Aber er hat mir mein Fehlverhalten dir gegenüber aufgezeigt. Und dafür bin ich dankbar.“
Miyako hakte sich bei ihrer besten Freundin unter und drückte sie leicht an sich.
„Und ich werde die beste Freundin sein, die jemals jemand hatte. Versprochen.“

Währenddessen versuchte Chiaki in Access Anwesenheit seine verletzte Schulter so gut wie möglich zu trainieren.
Heute Abend würde er wieder als Sindbad, der Dieb, unterwegs sein. Und eine Verletzung konnte er nicht gebrauchen.
Obwohl Miyako über ihn als Sindbad Bescheid wusste, so waren aber die anderen Polizisten, die auf diesen Fall angesetzt werden würden, nicht eingeweiht. Und niemand würde ihn einfach so ziehen lassen, auch wenn es dem Wohle der Bevölkerung dienen sollte.
Schließlich stahl er.
Und, was neu war, in letzter Konsequenz würde er seine Opfer töten.
Mit diesem Gedanken hatte er sich noch nicht angefreundet. Und das würde er vermutlich auch niemals können.

„Also Access, spuck’s aus.“
„Was denn?“
„Na, wer ist mein erstes Ziel?“
„Chiaki…ich…“
„Nun druck doch nicht so herum. Du warst lange Zeit weg. Meinst du ich weiß nicht, was du da getan hast.“
Access wirkte bedrückt. Irgendetwas an diesem Auftrag schien ihn zu stören, was auch Chiaki langsam bemerkte.
„Access, wer ist es?“
„Es ist…“

Maron war gerade aus der Dusche gekommen, als sie bemerkte, dass es an ihrer Tür klopfte. Sie wickelte sich schnell ein Handtuch um und warf einen Blick durch den Spion.
„Miyako, was ist los?“, sprach Maron als sie die Tür öffnete.
Augenblicklich stürmte die Miyako in die Wohnung. In ihrer Hand einen Zettel.
„Chiakis Geheimnis. Ich weiß es.“
„Wie…ich verstehe nicht.“
Wortlos überreichte Miyako Maron den Zettel in ihrer Hand.
Was darauf stand verschlug Maron die Sprache.
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