When your wish comes true.. - Wenn sich dein Traum erfüllt...

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P12
Abarai Renji Aizen Sousuke Inoue Orihime Kuchiki Rukia Kurosaki Ichigo OC (Own Character)
19.06.2019
19.06.2019
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Hallo, ich melde mich wieder zurück. Keine Sorge meine andere Story über 5D´s geht natürlich auch noch weiter ;)
Das hier ist mein neues Projekt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen ;)

Mir gehören nicht die Charaktere aus Bleach. Mir gehört nur die Hauptprotagonistin May Tanaka. Alle anderen gehören dem Mangaka Tite Kubo.
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WTF, wo bin ich denn da nur wieder reingeraten, wie ist denn das passiert! Ich will verdammt noch mal wieder nach Hause, dachte sich May Tanaka als sie plötzlich das riesige Ding vor sich sah, dass gerade versuchte ihr näher zu kommen um sie zu verschlingen. Sie rannte so schnell sie konnte und schrie aus voller Seele, doch die herbeigeeilten Passanten konnten das riesige Ding einfach nicht sehen. Sie sahen nur ein etwa sechszehnjähriges Mädchen mit blonden gesträhnten langen Haaren, offenbar vor dem Nichts davonlaufend und wie wild um Hilfe schreiend. Sie rannte und rannte, doch plötzlich gaben ihre Beine nach und sie fand sich auf dem Boden wieder. Ihr Herz raste, wie ein jämmerliches Kind saß sie auf dem Asphalt und versuchte sich zu beruhigen. Sie schaute sich um, konnte aber den Hollow nicht mehr sehen. `Puh Glück gehabt´, dachte sie. Auf einmal gab es einen riesigen Knall und es zerbrach vor ihr eine Mauer. Die Steine flogen durch die Gegend und landeten geräuschvoll neben ihr. Sie musste ihren Kopf einziehen um nicht getroffen zu werden. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck als sie erkannte, dass es doch nicht so einfach wäre dieses Monster los zu werden...

Einen Tag vorher:

Beschissener hätte es gar nicht mehr für sie laufen können. Fast dreißig, ohne Job und sie lebte immer noch bei ihrer Mutter. Die Zukunft versprach nicht besser zu werden, wenn sie die aktuelle Politik und das Weltgeschehen sah. Sie hatte es auch aufgegeben die Nachrichten weiterzuverfolgen, denn das frustrierte sie nur noch mehr. Ihre Gesamtstimmung war ohnehin sowieso depressiv und sie musste aufpassen nicht wieder in einen Strudel hineinzugeraten, aus dem sie dieses Mal vielleicht nicht ohne Hilfe wieder herauskommen würde. Den einzigen Lichtblick, den sie hatte, war die begrenzte Zeit mit ihrem Freund und ihren Freundinnen, wenn sie sich trafen. Ansonsten beinhaltete ihr Alltag außer Bewerbungen schreiben, ein paar Mal die Woche ins Fitnessstudio gehen und danach ihre Lieblingsserien weitersuchten, nicht besonders viel. Sie konnte sich auch nicht wirklich aufraffen etwas anderes zu unternehmen. Dafür fehlte ihr schlicht weg die Motivation und die Energie. Ihre liebevolle Familie betrachtete diese Entwicklung mit Sorge. Denn obwohl sie ihre Mutter jeden Tag sah, sprach sie nur noch das nötigste mit ihr, ansonsten kapselte sie sich immer weiter ab und verlor sich in der Welt der Anime, Serien und Bücher. Seit dem Tag an dem sie damals ihre Freundin Shion Tachibana kennenlernte, gehörten Mangas und Animes einfach dazu. Sie zeigten ihr gerade in Zeiten, in denen nicht alles so rosig lief, dass man sich in andere Welten flüchten und so abschalten konnte vom Alltag. Eines Abends als sie wieder einmal ihrer Anime Sucht frönte, hatte sie wieder einmal den Wunsch, selbst ein Teil der Handlung zu sein. Einfach diesem tristen Alltag entfliehen und Abenteuer erleben. Mit diesen Gedanken schaltete sie den Fernseher aus und zog sich die Decke über den Kopf. Zu diesem Zeitpunkt ahnte sie noch nicht, dass ihr Wunsch bald in Erfüllung gehen würde.

In dieser Nacht träumte sie total verrückte Sachen. Unteranderem auch ihren immer wiederkehrenden Traum von einem seltsamen runden Stein, der eher einer Murmel glich und den sie aus einer Vitrine kannte. Im Traum stand sie vor ihr, öffnete sie und nahm den seltsamen blauen Murmel Stein in die Hand. Sie drehte, wendete und betrachtet ihn von allen Seiten. Im Tageslicht glänzte er so richtig schön azurfarben.

`Wie das Meer, dachte sie als sie ihn so betrachtete. Sie seufzte ´Ach ja, das Meer... wie gerne wäre sie jetzt wieder im Sommerurlaub´.
Sie war so in Gedanken versunkten, dass sie nicht merkte, wie sich ihr jemand von hinten nährte. Erst als die Person zu sprechen begann, schaute sie sich erschrocken um.
„Ach mein Kind, was hast du denn da wieder ausgegraben?“
Ihre Anspannung ließ nach und sie beruhigte sich wieder. Bei dem Gedanken an das Wort Kind verdrehte sie die Augen. Sie war schon lange kein Kind mehr, seit dieser verhängnisvollen Nacht, musste sie sich eingestehen, dass sich nun einiges für sie ändern würde und die Zeit reif wäre erwachsen zu werden. Seit dieser Nacht, hatte sie sich verändert, ob zum Guten oder Schlechten wusste sie nicht. Jedoch merkte sie, dass vieles nicht mehr so war wie früher. Meist verdrängte sie dieses Ereignis erfolgreich und die dazugehörigen Emotionen, die sie damals fühlte. Sie hatte gelernt damit umzugehen und auch nicht mehr darüber zu reden. Es war für alle Beteiligten besser so. Sie wusste sowieso, dass es ihrer Mutter nur weh tun würde. Sie sah ihre Blicke, wenn sie doch mal dieses Thema ansprach und es tat ihr weh sie so zu sehen, deshalb tat sie so als würde sie sie ignorieren. Und ihre Oma war bei diesem Thema ebenfalls keine Hilfe, sie war eher froh, dass dieses Thema ein für alle Mal erledigt war und man nicht mehr darüber sprach.

„Oh man Oma hast du mich gerade erschreckt! Ich dachte schon da steht n Monster hinter mir, dass mich fressen will“, sie lachte dabei um möglichst einen unbeschwerten Eindruck zu hinterlassen und zu zeigen, dass es ihr gut ging. „Was hast du denn da mein Kind?“ „Ach, schau das hier“, und zeigte ihr lächelnd die Steinmurmel. „Ah, ich erinnere mich an sie, die hast du doch in deiner Schulzeit auf dem Nachhauseweg gefunden oder?“ „Ja damals war ich in der dritten Klasse und ich fand sie so schön, dass ich sie einfach mitnehmen musste.“ In Gedanken dachte sie an die unbeschwerten, schönen Tage mit ihren Freundinnen. „Ich erinnere mich, seit dem Tag hattest du sie als Talisman immer dabei, bis du ihn mir eines Tages gabst mit den Worten „Hier, bewahre du ihn für mich auf, ich brauch ihn nicht mehr, es ist Zeit erwachsen zu werden, und ich ihn hier in diese Vitrine legte.“ Sie überlegte und tippte mit ihrem Finger gegen die Stirn, war das nicht kurz bevor...“

Sie fiel ihrer Oma ins Wort, „Ja genau... ich dachte einfach, hier kann ich ihn mir immer anschauen und mich an die schönen Zeiten aus meiner Schulzeit erinnern, ich hätte ihn doch sonst vermutlich irgendwann verloren...“,Sie dreht sich mit traurigen Augen weg von ihr, denn immer wenn jemand dieses Ereignis erwähnte, auch wenn schon ein paar Jahre vergangen waren, versetzte ihr dies jedes Mal einen Stich. Zu schockierend und zu heftig waren die Gefühle und Erinnerungen an jenem Abend und die Zeit danach. Sie wollte es einfach nur vergessen, doch dieser Tag war für immer in ihr Gedächtnis gebrannt.

Ihre Oma holte sie wieder aus ihren Gedanken. „Naja vielleicht hättest du deinen Talisman, doch lieber behalten sollen, weißt du, so etwas Wertvolles gibt man nicht her und wie du weißt, hat er mir nicht unbedingt Glück gebracht. Aber dir war er immer wichtig, ich möchte, dass du ihn wieder zurücknimmst. Aber sei vorsichtig damit, ich habe das Gefühl, dass das keine normale Murmel ist, schon damals als du sie mit nach Hause brachtest hatte ich ein komisches Gefühl in ihrer Gegenwart.“ Erneut verdrehte May die Augen und musste lachen, ihre Großmutter war sehr gläubig und ging wann immer es sich einrichten ließ zusammen mit ihrer Tochter in die Kirche. „Ach Oma, macht dir keine Sorgen, wie du weißt bin ich kein Kind mehr und kann auf mich selbst aufpassen.“ „Ach das weiß ich doch, May. Ich mach mir eben meine Gedanken, schließlich bist du bei mir aufgewachsen und eben auch mein Ein und Alles.“ Ihre Oma schaute sie wissend an. „Ich weiß doch was du in letzter Zeit durchmachst und dass du dich von allem abkapselst, denkst du etwa das merke ich nicht. Ich möchte nur eines und zwar pass auf dich auf. Seit deinem Autounfall im letzten Jahr mach ich mir eben immer Sorgen um dich...“

Erschrocken fuhr sie hoch und fasste sich an die Brust. Ihr Herz raste wie wild. Sie tastete um sich herum, doch alles was sie zu fassen bekam, war ihre Matratze. `Puh, es war nur ein Traum. Ein sehr realer Traum, aber eben nur ein Traum. Trotzdem muss ich vorsichtig sein, sonst machen sie sich nur wieder zu viele Sorgen, das kann ich aktuell nicht gebrauchen.´ Noch ganz durcheinander und nicht richtig wach, griff sie nach ihrem Smartphone. Als sich ihre Augen an die Helligkeit, des Displays gewöhnt hatten, setzte sie sich auf und schaute auf die Uhrzeit. Es war erst sechs Uhr morgens. `Toll dann hab ich gerade mal drei Stunden geschlafen.´ Leicht angesäuert öffnete sie Facebook und scrollte sich durch die Meldungen, nahm ihr Kissen, die zweite Decke und lehnte sich mit Kissen im Nacken an die Wand ihres Bettes. Ein langer Artikel erweckte ihre Aufmerksamkeit und sie begann zu lesen. Sie las immer wieder die gleiche Zeile doch die Buchstaben ergaben keinen Sinn. Denn während sie versuchte zu lesen, dachte sie immer wieder über den Traum nach und was er bedeuten könnte. Sie beschloss ihre Oma zu besuchen um es herauszufinden. Nach einer Weile merkte sie, dass ihr die Augen zufielen, doch bevor sie zurück in die Welt der Träume ging, öffnete sie die Pokémon Go App um zu schauen ob sich nicht ein interessantes Pokémon in ihrer Nähe befand um es zu fangen.

Es war eine kurze Nacht, denn gerade als sie richtig eingeschlafen war, wurde sie von ihrem Freund mit einer Guten Morgen WhatsApp Nachricht geweckt. Genervt zog sie sich die Decke über den Kopf und versuchte das lästige Klingelgeräusch auszublenden. Sie freute sich ja sehr, dass er ihr jeden Morgen bevor er zur Arbeit ging, schrieb aber insgeheim verfluchte sie sich, dass sie die Night Shift Zeiten wieder nicht verlängert hatte. `Grrr das muss ich heute unbedingt ändern ...´aber sie wusste, bis sie aufstehen würde, hätte sie das längst schon wieder vergessen. Überhaupt fiel ihr das Aufstehen in letzter Zeit noch schwerer als sonst. Sie hatte das Gefühl in der falschen Zeit zu leben und in ihrer Studentenphase stecken geblieben zu sein, denn in dieser Zeit hatte sie oft die Nacht zum Tag gemacht und in den Semesterferien teilweise die halben Tage verpennt. Wie auch sonst hätte sie die ganzen Projektarbeiten meistern können, die in den jeweiligen Semestern gefordert geworden waren. Überhaupt war sie sehr stolz auf ihren Studienabschluss. Sie war die erste in der gesamten Familie, die je studiert hatte. Dennoch sah sie es ein, dass sie nach ihrem Studium noch etwas Solides brauchte und absolvierte zusätzlich noch eine Ausbildung, die sie ebenfalls nach einem Betriebswechsel und viel Ärger sowie Scherereien, ausgelöst durch ihren ersten Betrieb, trotzdem mit guten Noten bestand. Wenn sie schon damals gewusst hätte, was sie in diesem Betrieb erwartete, dann hätte sie sich wohl für eine andere Firma entschieden. Doch jetzt suchte sie und suchte, und geriet immer wieder an Psychopathen oder Arschlöcher als Chefs. Das auch noch ein Grund, war weshalb sie zwar verzweifelt, aber immer noch wählerisch war, was die Firmen betraf.

Sie störte sich selbst an diesem Langschäfter Verhalten nicht sonderlich, da sie ja aktuell keine Verpflichtungen hatte. Jedoch ihr Freund fand das gar nicht gut, denn er ist Frühaufsteher und hatte unter der Woche einen geregelten Arbeitsalltag. Wenn sie sich am Wochenende sahen, nannte er sie immer Schlafmütze und hielt ihr eine Standpauke, dass sie doch versuchen solle, früher wach zu werden, damit sie mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Sie versuchte es auch wirklich, weil sie ihn ja liebte aber vor zehn Uhr, war es einfach unmöglich sie wach zu bekommen. Das war auch einer der Gründe, weshalb er mit ihr öfter mal stritt. Es gab eine Zeit, da war sie kurz davor mit ihm Schluss zu machen, doch irgendwie hatte sie gemerkt, dass sie ohne ihn nicht glücklich werden würde, seither hat sich ihre Beziehung wieder gebessert auch wenn die gleichen Gründe für die Streitereien sich nicht geändert hatten, so merkte man doch, dass beide wollten, dass die Beziehung funktioniert. Auch wenn ihr ihre zweite Hälfte in letzter Zeit ein wenig auf den Zeiger ging. Um aber diese Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen, müsste sie mit ihm offen reden, was sie nicht konnte. Woher sollte sie auch, ihre Kindheit war dank ihrem Vater nicht gerade rosig gewesen. Nach außen wurde sie von ihm über den Klee gelobt, doch daheim war sie ein Nichtsnutz und wurde von ihm auch so behandelt. Sie war, wenn er zu viel getrunken hatte immer das rote Tuch und auch in Teenagejahren wurde das Verhältnis nicht gerade besser.

Mit der Decke über dem Kopf drehte sie sich zur Seite und versuchte nochmals krampfhaft ihre Augen zu schließen und sich zum Schlafen zu zwingen, doch es half nichts. Dank dem Dauerbeschuss an WhatsApp Nachrichten war sie nun wieder wach und sie wusste, dass sie spätestens um 20 Uhr kurzzeitig auf dem Sofa einschlafen würde, was ihre Animesuchterei um mindestens eine Stunde schmälern würde. Müde und mit trockenen brennenden Augen, richtete sie sich auf, nahm ihre Smartwatch vom Ladegerät und machte sich wieder mit Kissen und zweiter Decke bequem, öffnete ihre Fanfiction App und begann zu lesen. Sie hatten noch nicht vor, ihrem Freund zu schreiben, dass sie schon wach war, ansonsten würde sie wieder nur Nachrichten bekommen und könnte nicht weiterlesen. Sie war gerade so vertieft in die Geschichte, als ihre Zimmertüre auf ging und ihre Mutter sie wecken wollte. „Hey May Zeit zum Auf.. nanu du bist ja schon wach, wie kommt denn das? Normalerweise muss ich fünfmal oder so kommen, bis du endlich aufstehst“. „Ach weißt du Akio hat mir wie immer geschrieben aber ich hab vergessen, das Handy leise zu machen und davon bin ich nun mal aufgewacht, antwortete sie ihrer Mutter lächelnd. „Na dann, kannst du dich ja auch gleich anziehen und weiter Bewerbungen schreiben. Magst du wie immer deinen Tee?, fragte ihr Mutter beim Hinausgehen und ließ die Tür einen Spalt offen. May verdrehte ihre Augen, wenn sie wieder an das nervige bewerben dachte. „jaja, mach ich schon... Ja ich hätte sehr gerne wieder meinen Tee, Danke Ma.“ Und wendete sich wieder ihrer Handylektüre zu.
Nachdem sie es endlich aus dem Bett geschafft und sich angezogen hatte, es war mittlerweile fast 12 Uhr mittags, machte sie sich daran lustlos und genervt Bewerbungen zu schreiben. `Für was mach ich das überhaupt noch... ich pass doch eh nirgends rein, weil jeder denkt ich sei eine Rebellin und lasse mir von niemandem etwas sagen. Dabei möchte ich doch nur arbeiten... einfach einen Job, der mir Spaß macht und in einer Firma, in der es zur Abwechslung mal keine Psycho Chefs gibt.` Schon bei dem Gedanken an das letzte Arbeitsfiasko, kam ihr das Würgen. Letztes Jahr hatte sie, so dachte sie zumindest, das große Los gezogen und arbeitete für eine Firma, zu der auch ihr abgeschlossenes Studium passte. Doch sehr schnell stellte sich heraus, dass es alles andere als ihr Wunschberuf und Traumarbeitgeber war, ihr Chef hatte von Personalführung keine Ahnung und mobbte sie auch immer häufiger nach ihrem Autounfall. Letzen September konnte sie nicht mehr anders und zog die Reißleine. Ihr ging es körperlich, bedingt durch die Nachwirkungen des Unfalls und auch psychisch, durch die ständigen Mobbingattacken ziemlich schlecht. Seither suchte sie wieder nach einer Arbeitsstelle, die zu ihrem Ausbildungsberuf besser passte.

Nachdem sie mit ihren täglichen Aufgaben fertig war, machte sie sich auf den Weg zu ihrer Großmutter. Denn sie wollte unbedingt herausfinden, weshalb sie ausgerechnet jetzt diesen Traum gehabt hatte. Auf dem Weg dorthin überlegte sie: ´Ich erinnere mich noch gut an diesen Murmelstein, den ich damals gefunden habe. Auch daran, dass Oma wollte, dass ich ihn in die Vitrine lege und an ihren skeptischen Blick bezüglich des Steins, erinnere ich mich auch. Aber was wiederum nicht passt, ist die Tatsache, dass ich diesen Murmelstein nie als Talisman genutzt habe, das ist doch irgendwie sehr komisch´. Der Weg zur ihrer Großmutter war nicht lang, da das Haus ihrer Mutter mit dem ihrer Oma durch einen Durchgang verbunden war. Ihr Vater wollte zwar damals als die Hälfte des Hauses ihrer Eltern neugebaut wurde, den Durchgang zuschütten lassen, doch die Großmutter setzte sich durch und so konnte sowohl sie als auch May oder ihre Mutter sich jederzeit unangemeldet gegenseitig besuchen. So schlich sie sich also die knarzenden Treppenstufen hinauf, öffnete leise die Tür zum Esszimmer und schlich sich auf Zehenspitzen ins Wohnzimmer nebenan. Sie wusste zwar, dass ihre Großmutter nachmittags gerne ein Nickerchen machte, doch man wusste nie so genau ob und wann sie es beenden würde. Weshalb sie diesen Aufwand auf sich nahm? Sie hatte keine Lust, dass sich das Gespräch im Traum auch bewahrheitete. Darauf konnte sie gut und gerne verzichten. Sie hatte auch so schon wegen ihres Verhaltens ein schlechtes Gewissen.
Das Wohnzimmer ihrer Großmutter war nicht gerade klein und dennoch sah man es den Möbeln an, dass dieser Raum sehr selten genutzt wurde. In einem großen Bücherregal standen verstaubte Bücher, die May gerne als Kind gelesen hatte. Auf dem kleinen Glastisch stand immer noch ein Bild von ihr, dass sie und ihre Oma bei ihrer Bachelor Abschlussfeier zeigte.
`Ach ja, ich erinnere mich, meine Ma und auch Oma, waren so stolz auf mich, dass ich den Abschluss geschafft habe und mir meinen Traum erfüllen konnte. Ja damals... vor fünf Jahren, da war die Welt noch eine andere... ´Sie drehte dem Foto den Rücken zu und ging auf die Vitrine hinter der Tür zu. Vor ihr setzte sie sich in die Hocke und suchte mit den Augen nach dem Stein, weswegen sie eigentlich gekommen war. Es dauerte nicht lange, dann fand sie ihn. Er sah noch genauso aus wie sie ihn in Erinnerung hatte und im Traum vor sich sah. Sie schob die Glasschiebetüre auf und wollte den Stein in die Hand nehmen, doch als ihn berührte, reagierte der Stein ganz kurz und leuchte komisch auf. Sie wunderte sich zwar kurz aber dachte das sie sich das nur eingebildete hätte und umschloss mit ihren Fingern den Stein, packte ihn in ihre Hosentasche, stand auf und schlich sich auf Zehenspitzen wieder davon. ´Das hat ja gut geklappt, puh und keine Sekunde zu früh, sowie sich die Schritte auf der Treppe angehört haben.´

Zurück im heimischen Wohnzimmer, fasste sie sich in die Hosentasche und holte den Stein wieder hervor. Sie trat zum Fenster und betrachtet ihn rund herum. Er schimmerte zwar im Licht des Tages aber ansonsten gab es nichts Auffälliges. Er hatte eine schöne blaue Musterung von ineinanderfließenden Blautönen, war rund wie eine Murmel und kalt wie eine Art Edelstein. Sie machte noch ein Foto davon und schickte das Bild ihrer Freundin, mit dem Text, „hey weißt du noch wie wir den gefunden haben?“ danach steckte sie ihn wieder in die Hosentasche und grübelte weiter, warum sie diesen Stein überhaupt mitgenommen hatte. Der Nachmittag zog sich hin, gedankenverloren lümmelte May auf dem Sofa herum und überlegte sich, was sie als Nächstes machen sollte. Sie ging in PoGo aber auch dort gab es nichts für sie zu tun. Ihre Arenen waren voll und verteidigen musste sie sie auch nicht, denn um diese Jahreszeit zog es nur die Stammspieler nach draußen, zu denen sie ebenfalls gehörte. Die anderen Warmduscher Spieler würden sich erst wieder im Frühling zeigen. Nach einer Weile ging sie aus der App raus, legte das Handy weg, nahm ihr iPad und fing an ihre anderen Fanfictions weiterzulesen.

Als sie ein paar Stunden gelesen und mit ihrem Freund telefoniert hatte, schaltete sie den Fernseher sowie ihren Laptop ein und suchtete weiter ihre Animes. Gerade als es einmal wieder spannend wurde, seufze sie und sprach vor sich hin wie gerne sie doch jetzt wirklich Teil dieser Story wäre und wünschte sich, es möge doch ein Tor auf gehen und sie einfach in die gerade laufende Szene ziehen. Plötzlich wurde sie von einem hellen blauen Licht geblendet, das aus ihrer Hosentasche kam. Als hätte der Stein, den sie immer noch bei sich trug, nur darauf gewartet ihre Worte zu hören, wurde das Leuchten immer heller, sodass ihr keine Wahl blieb, als den Stein raus zu holen und in die Hände zunehmen. Sie wurde so sehr von diesem blauen Licht geblendet, dass sie die Augen schließen musste. Doch zuvor tastete sie sich noch an ihr Handy heran, das neben ihr lag und schob es in die Hosentasche. Als sie ihre Augen öffnete schwebte der Stein vor ihrem Gesicht und machte ein unheimliches Geräusch. Sie sah, mit großen Augen, wie sich hinter dem Stein ein Art Tor öffnete und sie spürte wie sie von unsichtbaren Kräften hineingezogen wurde. Sie schrie, sprang über die Sofalehne, rannte Richtung Küche und versuchte sich vor dem seltsamen Stein in Sicherheit zu bringen, doch half alles nichts, der Stein und das Tor verfolgten sie und saugten sie schließlich ein. Zurück blieb ein ganz normales Wohnzimmer in der Stille der Nacht. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ihre Sachen verschwanden mit ihr und die Zeit auf der Erde wurde deutlich verlangsamt.
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Ich hoffe euch hat das erste Kapitel gefallen. =) Diese Story ist mir sehr wichtig, da sie auch autobiographisch ist. Es steckt also auch mein Herzblut daran, ich hoffe das hat man beim Lesen gemerkt. Wenn es euch gefallen hat, dann lasst mir doch einen kurzem Kommentar da.

Liebe Grüße und bis bald eure Sunnysakura ;)
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