Gewitter und ihre Folgen

GeschichteSchmerz/Trost / P12
Adrien Agreste / Chat Noir Marinette Dupain-Cheng / Ladybug
18.06.2019
14.02.2020
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Nun zierte wieder ein Lächeln ihre Lippen, während sie Adrien fest entschlossen ansah, als er etwas verwirrt in ihre blauen leuchtenden Augen sah.
Für eine Sekunde erinnerte sie ihn an Marinette bevor er mit etwas verwirrtem Blick leicht nickte, was sie anscheinend als Startschuss sah und ihn packte um sich dann mit ihm davon zu schwingen.

Seit guten fünf Minuten schwang sie sich schon mit Adrien im Arm durch die Stadt, während ihr Blick sich immer wieder zu dem traurigen Blondschopf wandte.
Leise entwich Ladybug ein seufzen und sie wandte ihren Blick erneut von ihm ab, als sie darüber nachdachte wie sie eigentlich in diese Situation geraten war.
Gestern, nachdem sie dieses aufwühlende Treffen mit ihrem Partner hatte, schrieb Adrien ihr, dass er gerne mit ihr ausgehen würde.
Das schlimme, er schrieb dass er das schon lang tun wollte, aber das ihm immer irgendwie der Mut dazu fehlte.
Sie fragte sich immer wieder wie lang er sie dass schon fragen wollte, dies lies ihr einfach keine Ruhe.
Doch würde es einfach nichts an ihrer Antwort ändern können, auch wenn es ihr innerlich weh tat.
Adrien musste den selben Schmerz durchleiden wie sie und sie fühlte sich unendlich schlecht weil sie wusste, dass sie dafür verantwortlich war.
Als sie heute Morgen dann vor ihm gestanden hatte und die Angst in seinen grünen Augen sah, wurde ihr schlecht.
Schuldbewusst hatte sie in seine angstvollen Augen gesehen, während sie sah dass er es schon wusste.
Aber es ihm dann noch zu sagen brach ihr das Herz.
Ihm so weh zu tun war schrecklich gewesen.
Adrien so zu sehen tat ihr im Herzen weh, während sie sich wünschte, dass er niemals diese Gefühle für sie gefunden hätte.
Sie schienen beide in der gleichen Situation zu sein und Marinette wusste, dass diesen Schmerz nichts zu lindern vermochte.
Vielleicht war sie ihm deswegen als Ladybug gefolgt?
Sie wollte ihn nicht mit seinem Schmerz allein lassen.
Chat Noir hatte sie damit allein gelassen.
Doch dieser wusste ja nicht einmal etwas von ihren Gefühlen die sie für ihn hegte, wo sie es doch erst gestern endlich verstanden hatte.
Aber Marinette hatte sich damals nicht getraut Adrien ihre Gefühle zu gestehen und bei Chat Noir hatte es erst recht keinen Sinn, denn dieser liebte ja nun eine Andere.
Ihre Gefühlswelt stand eindeutig Kopf, während sie mit Adrien im Arm über die Dächer der Stadt sprang und irgendwann dann anhielt.
Sie konnte ihm seinen Schmerz einfach nicht nehmen.
Marinette würde seine Gefühle nicht erwidern können, es tat weh, denn sie selbst war noch zu sehr gefangen von alldem.
Als sie dann eine neue Richtung einschlug, spürte sie den verwirrten Blick von Adrien auf sich ruhen.
Ladybug hatte sich entschlossen ihn mit zum Eiffelturm zu nehmen, wo sie erst gestern Nacht das Herz gebrochen bekommen hatte ohne das ihr Partner überhaupt davon gewusst hatte.
Nachdem sie endlich mit Adrien am Eiffelturm ankam, lies sie ihn hinter sich stehen und ging zur selben Stelle an der sie schon gestern stand.
Gestern, als sie innerlich zerbrochen war.
Vielleicht könnte sie ein einziges mal ihre Maske fallen lassen und ihm ehrlich erklären was sie ihm als Marinette nicht sagen konnte?
Dass war leider keine Option.
Wieso sie genau hier her kam wusste sie einfach nicht, bevor sie sich nun umdrehte zu ihm und nach vorne ans Geländer an ihm vorbei ging.
Erneut schien sich der Himmel vor ihr zuzuziehen.

„Immer wenn die Wolken sich verdunkeln und es beginnt zu Regnen, immer dann wenn es beginnt zu blitzen. Dann ist dass so als würden die Probleme ganz klein werden und man kann die Schönheit dessen sehen was der Himmel zeigt. Gewitter sind wundervoll, auch wenn viele sie nicht mögen. Ich mag sie.“

Die Worte hatte sie mit Tränen in den Augen gesprochen, während Ladybug mit dem Rücken zu Adrien stand.
Verzweifelt versuchte sie zu verhindern, dass die Tränen überhand gewinnen würden.
Sie sah erst auf, als sie wahr nahm dass auf einmal Adrien neben ihr stand und die ersten Tropfen in ihr Gesicht fielen.

„Das ist wahr, gestern dachte ich das es mir Glück bringen würde. Heute bringt es mein Herz dazu, noch mehr zu schmerzen.“

Leise hat Adrien diese Worte gesprochen während sein Blick in die Ferne ging und Ladybug ihn nun anstarrte.
Auch ihr Herz zog sich bei diesem Anblick zusammen, wieso musste dass alles nur so kommen?
Hätten sie sich nicht etwas früher finden können?
Nun wandte auch sie wieder den Blick ab in die Ferne und sah sich an wie die Wolken immer dunkler wurden, während der Wind sie immer weiter über den Himmel schob.
Eine ganze Weile herrschte nun schweigen zwischen ihnen, bevor sie sich dann mit einem mal beide in die Augen sahen.
Sie sahen sich gegenseitig die Traurigkeit an, aber wussten das sie dem anderen nicht helfen konnten.
Gebrochene Herzen tun nun einmal weh.
Als mit einem mal die Wolken komplett leuchteten und keine drei Sekunden später das ohrenbetäubende Donnern einsetzte, zuckten beide kurz zusammen bevor sie dann wieder den Blick in den Himmel richteten.
Und der nächste Blitz bereits den verdunkelten Himmel erhellte.

„Wunderschön.“

Leise gesprochene Worte.
Wieder traf blau auf grün und dann schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen, als sie merkten dass sie das selbe gleichzeitig sagten.
Aber es stimmte ja, es sah wunderschön aus wenn man es betrachtete.
Nach kurzen schon waren beide ziemlich durchnässt, während sie sich noch immer fest ansahen. Irgendwas war da zwischen ihnen beiden.
Verband sie dieser Moment denn so sehr?
Ladybug fragte sich wieso ihr nie aufgefallen war, dass der Blonde mit den nassen Haaren ihrem blonden Kater unwahrscheinlich ähnlich sah.
Ihr Herz schlug mit einem mal etwas schneller, als sie schnell den Blick wieder in den Himmel richtete.
Sie bildete sich das ganze ja doch nur ein.

Doch auch Adrien sah noch einen Moment lang Ladybug nachdenklich an, bevor auch er wieder den Blick in den Himmel richtete.
Sie war heute ganz anders als er sie sonst kannte, sie zeigte ihm Seiten an sich, die er wohl nie als Chat Noir zu sehen bekommen würde.
Aber wie er es auch drehte, sie erinnerte ihn unwahrscheinlich an Marinette, die blauen Augen besonders, wieso war ihm das nur früher niemals aufgefallen?
Als er mit klopfendem Herzen wieder in den Himmel sah, hoffte er dennoch stumm das dieses Gewitter allen Schmerz einfach aus seinem Herzen spülen könnte.
Aber das war wohl nicht möglich, leider.
Ladybug sagte das es ihr genau wie ihm erging, dass auch ihr das Herz gebrochen wurde und er war schuld daran, schuld an ihrem Schmerz.
Und dann hatte sie ihn auch noch an den Ort ihres Schmerzes gebracht, ob sie dass bewusst getan hatte?
Immerhin hatte er ihr weh getan, er war derjenige in den sie verliebt war.
Und mit einem Mal war es ihm fast schon egal, er wollte sich entschuldigen, es ihr erklären und versuchen ihren Schmerz zu lindern irgendwie...
Doch dann seufzte er tief und sah sie wieder an von der Seite und erkannte ihre Tränen, wie hätte er es wissen sollen was er mit seinen Worten angerichtet hatte?
Natürlich konnte er es ihr nicht sagen, es war ihr Wunsch und egal ob er ihr das Herz gebrochen hatte, so respektierte er ihren Wunsch ihre Identitäten Geheim zu halten noch immer.
Es gab einfach keine Lösung für ihr Problem.
Er liebte Marinette und konnte es nicht ändern, er konnte auch ihr Herz nicht heilen und sie nicht seines.
Sie konnten nur hoffen das irgendwann dieser Schmerz nachlassen würde.
So sah er voller Schmerz im Herzen und voller Schuld wieder in den Himmel, was blieb ihm auch anderes?

Sie hatte bemerkt das er sie wieder angesehen hatte und dann doch seinen Blick nach einer Weile wieder abwandte.
Ob er ihre Tränen bemerkt hatte?
Sie hoffte es nicht, aber selbst wenn, verhindern konnte sie es nicht.
Der Schmerz in ihrem Herzen war gerade wieder so stark gewesen dass sie es nicht verhindern konnte, aber auch die Schuld belastete sie sehr.
Es war ihre Schuld dass er litt, nur weil sie sich Hals über Kopf doch noch in diesen dummen Kater verlieben musste.
Als sie nun ihn ansah, sah sie eindeutig auch den Schmerz der nun ihm ins Gesicht geschrieben stand, so standen sie nun also hier?
Beide mit gebrochenem Herzen, unfähig etwas daran zu ändern, sie konnte ja noch nicht einmal ihm helfen, dabei hatte es Adrien mehr als verdient glücklich zu sein.



Als sie einige Stunden später auf ihrem Balkon stand und bereits wieder vollkommen durchnässt war dachte, sie an den Mittag mit Adrien zurück.
Nachdem sie beide schweigend dem Gewitter zu gesehen hatten ziemlich lange schweigend, bat der blonde sie, ihn nach Hause zu bringen.
Sie hatte genickt und ihn heim gebracht, ihr Herz tat weh als er sie so schmerzvoll ansah und sie wusste das sie es wenn nur schlimmer anstatt besser gemacht hatte.
Doch im jetzt und hier lies sie einfach los.
Marinette weinte all den Kummer heraus und wenn es Donnerte schluchzte sie auf.
Den ganzen Tag schon war es nur am Regnen und immer wieder zogen Gewitter über Paris, zumindest konnte man so ihre Tränen nicht sehen.
Schon vor einer Weile sank sie einfach auf die Knie und hatte einfach keine Kraft mehr.
Tikki lies sie schon die ganze Zeit in Ruhe, so konnte sie aber dennoch den besorgten Blick von ihr des öfteren in ihrem Rücken spüren.
Hätte sie es doch nur geahnt was Adrien fühlte...
Es tat so weh dass sie nun die Schuld daran trug, ihm so weh getan zu haben wie Chat Noir ihr am Tag zuvor.

„Marinette? Du wirst dich noch erkälten, willst du nicht rein kommen?“

Tikki war hinter ihr aufgetaucht, leise sprach sie besorgt die Worte aus und richtete sie an Marinette und doch zögerte sie zu antworten.
Doch schließlich stand sie auf und schaute Tikki traurig lächelnd an, ihr Herz tat so furchtbar weh und auch ihre kleine Freundin konnte ihr nicht helfen.

„Vielleicht lenkt mich eine Runde durch die Stadt ab“

Marinette murmelte leise die Worte und ihr Kwami sah noch immer nur sehr besorgt an, jedoch nickte sie einfach nur.
Sie sprach die Worte die sie zu Ladybug machten und kurz darauf stand sie verwandelt da, schnell verdrängte sie die Tränen und nahm ihr Jojo in die Hand.
Ja, als Ladybug war sie stärker als Marinette und konnte es besser ertragen.
Schnell warf sie ihr Jojo los und schwang sich kurz darauf auch schon durch die Stadt, auf dem Weg zum Eiffelturm.
Immer wieder zog es sie dorthin wo der Schmerz begann.
Als sie dann dieses mal ganz oben auf der Spitze ankam, war sie dieses mal jedoch nicht allein, was ihr sofort als sie die grünen Augen erblickte ein Stich im Herzen versetzte.
Wie sollte sie das nur ertragen?
Ihr Herz schmerzte noch immer wegen Adrien weil sie ihn so verletzt hatte und auf der anderen Seite nagte auch an ihr der Liebeskummer, den sie dem Blonden beschert hatte.
Als Chat Noir sie ansah konnte sie Traurigkeit in den grünen Augen erkennen und fragte sich sofort warum, direkt war sie besorgt.
Oder hatte er irgendwie davon erfahren was sie für ihn fühlte?

„Hallo M'Lady.“

Die Worte von Chat Noir waren leise und seine Stimme belegt, wieso brachte sie allen nur Unglück die ihr wichtig waren?
Dann wendet er den Blick ab und schaut in den Himmel, ihr Herz beginnt verräterisch schneller zu schlagen, auch wenn sie es gerade jetzt nicht will.
Ihre Beine treiben sie automatisch nach vorne und so steht sie kurz darauf auch schon vor dem schwarzen Kater.
Tief atmet Ladybug ein bevor sie dann zu sprechen beginnt.

„Was ist los Kätzchen, hat es dir die Sprache verschlagen?“

Der Versuch spielerisch ein Gespräch in Gang zu bringen, hätte nicht mehr schief gehen können, seine Augen treffen wieder die ihren und sofort fühlt sie sich schlecht deswegen.
Dann mit einem mal scheinen seine Augen sie zu verschlingen, als er sie komplett mustert und dann dazu übergeht sie anzustarren.

„Wir sind Helden richtig Ladybug? Es darf niemand erfahren wer wir wirklich sind, nicht einmal wir, das hast du doch gesagt oder?“

Sie war erstarrt als er zu sprechen begonnen hatte, seine Worte waren voller ernst und auch von Schmerz durchzogen, sie konnte ihn in dieser Sekunde einfach nicht einordnen, er war so anders als sonst immer.
Doch schnell hatte sie sich zusammen gerissen und sie Schultern gestrafft.

„Ja. Es dient zu unserem Schutz, das weißt du doch.“

Schwach kamen die Worte über ihre Lippen, als sie mit einem mal begann sich unwohl zu fühlen, sie wünschte sich das sie einmal nicht die Starke sein müsste, einmal nur auch Schwäche zeigen könnte und dem nachgeben könnte was in ihrem Herzen war.
Doch Sie war Ladybug und als Ladybug war es doch ihre Pflicht stark zu sein und alle zu beschützen.
Das Lächeln von Chat Noir wirkte in diesem Moment schmerzlich verzerrt und als er sie dann wieder ansah kamen ihr fast die Tränen, als ihr immer und immer wieder die Worte von ihm durch den Kopf gingen, das er ein anderes Mädchen liebte...
Als sie sich umdrehte und seinem Blick entfloh, wirbelte er sie mit einem mal herum, erschrocken sah sie in seine grünen Augen die sie einfach nur anstarrten.
Seine Hände hatte er fest in ihrem Oberarme gekrallt und hielt sie einfach nur fest, seine Augen starrten sie einfach nur, an kurz bevor er seine Augen für eine Sekunde schloss und sie wieder fest ansah.

„Chat Noir was..?“

Doch bevor sie auch nur zu ende gesprochen hatte, da lagen schon zwei kühle Lippen auf ihren.
Vor Schreck erstarrte sie in der ersten Sekunde, bevor es in ihrem Kopf ankam dass er sie gerade küsste.
Dann begann ihr Herz drei mal so schnell zu schlagen und ohne es zu wollen, schloss sie die Augen und begann zögerlich seinen Kuss zu erwidern.
Doch dann hörte sie wieder seine Worte, wie er ihr voller Glück erzählte dass er sich verliebt hatte und in dieser Sekunde zerbrach etwas in ihr und sie stieß ihn von sich weg.

„Wieso?“

Dieses eine Wort kam ihr einfach über die Lippen, so voller Verzweiflung, er liebte doch eine andere!
Wie konnte Chat Noir sie so einfach küssen wenn es doch ein anderes Mädchen gab, ein Mädchen das er liebte, während er nichts mehr für sie empfand.
Ohne es zu wollen, begannen die Tränen wie von selbst zu laufen, während ihre Finger sich auf ihre Lippen legten.
Ihr Herz schlug noch immer schnell und sie versuchte vergeben zu Atem zu kommen.

„Es tut mir leid.“

Das war das einzige was dem Kater über Lippen kam, bevor er seinen Stab in seine Hände nahm und schon gehen wollte, doch sie starrte ihn nur ungläubig an.
Er wollte nach diesem Kuss jetzt einfach verschwinden, ohne eine Erklärung?

„Bitte vergiss diesen Kuss einfach, ich weiß nicht was in mich gefahren ist Ladybug. Ich werde nun besser nach Hause gehen, wir sehen uns bei dem nächsten Akuma. Bitte nimm es mir nicht all zu übel.“

Seine leisen Worte taten ihr im Herzen weh doch nickte sie einfach nur, zu mehr war sie heute einfach nicht mehr fähig.
Sie musste den Schmerz und all den Kummer herunter schlucken, sie waren Helden und durften auch niemals mehr werden, denn das würde alle in Gefahr bringen.
So musste Ladybug ihre Gefühle hinter ihrer Maske verstecken und hoffen, dass sie niemals jemand unter ihre Maske sehen würde.

„Schon okay Chat, wir sehen uns.“

Wie sie es geschafft hatte, die Worte auszusprechen ohne das ihre Stimme weg brach wusste sie nicht, aber sie hatte es geschafft.
Dieser Tag würde sie wohl noch lange verfolgen, aber es war besser wenn sie ihn tief in ihrem Herzen weg schloss und nicht all zu viel mehr darüber nachdachte.
Sie konnte nichts an dieser Situation ändern und es war wie es war, sie hatte allein nur die Chance in Zukunft etwas vorsichtiger zu sein was ihre Gefühle anging.
Doch zögerte Chat Noir noch kurz bevor er ging.

Traurig sah er Ladybug an.
Es tat in seinem Herzen weh wie sehr sie zu leiden schien unter den Gefühlen zu ihm, das hatte er gemerkt, als sie erneut vor ihm gestanden hatte.
Als sie ihn gegen Mittag nach Hause gebracht hatte, da hat sie noch gelächelt, aber er kannte seine Lady besser mittlerweile, so erkannte er dass dieses Lächeln nicht ihre Augen erreicht hatte.
Vielleicht hatte es ihn dann heute Abend deswegen aus diesem Grund wieder hier her getrieben?
Doch dachte Chat Noir nicht daran das er erneut auf Ladybug treffen würde, doch irgendwas in ihm war da gewesen als sie so vor ihm gestanden hatte.
Die traurigen blauen Augen hatten ihn erneut an die von Marinette erinnert, als sie ihm heute Morgen das Herz gebrochen hatte.
Er hatte erneut die Geheimhaltung ihrer Identitäten zum Thema gemacht und dennoch wünschte er sich dieses eine mal, dass er mit jemandem darüber reden könnte.
Und so wenigstens Ladybug erklären zu können, wieso er ihre Gefühle nicht erwidern konnte, was daran war nun besser?
Ja es beschützt sie beide, aber es verletzte auch, wo war da also noch der Sinn darin?
Und als sich Ladybug von ihm weg drehte so voller Schmerz, da brannte etwas in ihm durch, er verlor seine gut ausgebaute Kontrolle einen Moment und drehte sie wieder zu sich.
Er hatte seine Lippen fest auf die ihren Gedrückt und im selben Moment begann sein Herz schneller zu schlagen und er wollte nicht mehr aufhören sie zu küssen, nicht mehr dieses Gefühl los lassen.
Im selben Moment aber sah er sie vor sich stehen, Marinette und es war als hätte man ihm einen Eimer Eiswasser über geschüttet.
So schnell wie die Gefühle über ihn kamen, so schnell wiederum waren sie auch schon verschwunden gewesen.
Sein Herz zersprang erneut in tausend Teile, was tat er nur hier, er liebte doch Marinette?
Als sie jedoch kurz seinen Kuss erwiderte da stieß sie ihn auch schon von sich, bevor er sich lösen konnte, es war wohl besser so.
Dann hatte sie ihn so voller Verzweiflung gefragt wieso und er wusste einfach keine Antwort darauf und hatte sich nur entschuldigt.
Chat Noir bat sie auch noch darum dass sie es vergessen sollte, er hoffte einfach das es wohl das beste war, so hatte er es doch nur schlimmer gemacht, ihren Schmerz verschlimmert.
Es tat ihm so unendlich leid ihr erneut so weh getan zu haben .
Er wollte einfach nur noch hier weg, weg laufen vor all den Problem und sich in seinem Bett vor der Welt verstecken und den Schmerz heraus weinen.
Aber Chat Noir hoffte darauf das Ladybug ihm irgendwann verzeihen konnte, er wollte ihr niemals weh tun.
Ladybug sagte es sei schon okay, doch nichts war okay gewesen daran, er zögerte zu gehen, er sah die Tränen obwohl es regnete
Er wollte nicht gehen, sie nicht allein lassen mit dem Schmerz den er verursacht hatte, doch würde er es nur schlimmer machen wenn er blieb.
Schnell schloss er fest die Augen und spannte seinen ganzen Körper an, drückte sein Krallen fest in seine Hände bevor er dann wieder locker lies, die Augen öffnete und schnell seinen Stab ausfuhr und ohne sich ein weiteres mal umzudrehen verschwand.
Und es zerbrach ihn innerlich zu gehen und doch gab es keinen anderen weg, er hoffte sie würde ihm irgendwann vergeben können.



In Ladybug herrschte nur noch Chaos, alles stand Kopf und ihr Herz drohte von all dem Schmerz der in ihm war erdrückt zu werden.
Noch mehr Tränen fanden den Weg ins freie und sie wünschte sich für einen Moment ganz weit weg, für eine Sekunde nur in eine heile Welt ohne Schmerz, in der sie glücklich sein dürfte.

„Chat... ich liebe dich. Es tut mir leid dass ich dich liebe, erst jetzt wo du jemand anderen gefunden hast.“

Leise hatte sie die Worte ausgesprochen und sie atmete tief ein, ja es tat ihr unsagbar weh dass sie erst jetzt bemerkte, dass sie ihn auch liebte, jetzt wo es schon zu spät war und doch musste es weiter gehen.
Da nahm ihr Jojo wieder in die Hand, dass hier sollte nicht sein und sie musste wieder ihre Stärke finden.
Chat Noir und sie waren Partner, Freunde und da war kein Platz für Liebe und deswegen muss sie ihn aufgeben, auch wenn es furchtbar weh tat.
Aber sie war Ladybug und sie war stark, bisher hatte sie jeden Gegner nieder gezwungen und sie würde auch das hier überstehen.
So schwang sie sich heim, trotz all den Schwüren in denen sie sich schwor Chat los zu lassen, spürte sie noch immer seine Lippen auf den ihren.
Tief in ihrem Herzen vergraben unter der Maske stand da Marinette unter ihrer Maske und sah traurig dem Jungen nach, den sie liebte und der sie vorhin geküsst hatte.
Doch eine Heldin denkt nicht mit dem Herzen, sie benutzt ihren Kopf und dieser sagte ihr das sie das richtige tat, als sie sich zuhause in ihr Bett legte und müde ihre geschwollenen Augen schloss und beschloss dass morgen ein neuer Tag kam.
Ein neuer Tag voller Freude und sie wusste sie würde keine Träne mehr zu lassen und wieder stark bleiben und das Mädchen sein das jeder kannte, auch wenn sie eine Weile unter ihrer Maske vielleicht noch diesen Schmerz spürte.
Als der Donner wieder lauter wurde und ab und an der Himmel hell leuchtete, hatte das schon etwas beruhigendes an sich und sanft glitt sie unter lautem Donner begleitet in den Schlaf, auf das der neue Tag besser werden würde.
Ob mit oder ohne Maske, sie würde immer stark sein müssen und genau das würde sie tun.
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