Ecken und Kanten

GeschichteRomanze / P18
Maka Albarn Soul Eater
18.06.2019
25.07.2019
4
1748
 
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Ich saß im Wohnzimmer und las ein Buch, als ich hörte wie sich der Schlüssel im Schloss umdrehte. Es war Soul. Wir hatten seit unserem Streit am vorherigen Tag nicht mehr gesprochen. Er warf seine Jacke auf den Küchentisch und verschwand mit einer laut zuknallenden Tür in seinem Zimmer. Diese Mischung aus passiver und aktiver Aggressivität war selbst mir an ihm fremd. Dass wir stritten war nichts unnormales, so ist das nun mal wenn zwei Menschen zusammen wohnen und den ganzen Tag zusammen verbringen, aber diesmal war es irgendwie anders. Und dieses anders regte mich auf. Wie angestochen entbrannte die Wut in mir, als ich die Tür zuknallen hörte. Ich stand auf, schmiss mein Buch auf den kleinen Tisch im Wohnzimmer und schritt stampfend auf seine Tür zu. Vor ihr bleib ich stehen, ein wenig Angst überkam mich, aber ich ignorierte sie und riss die Tür auf. Soul lag in seinem Bett und starrte an die Decke. Keine Regung als ich das Zimmer betrat. >Kannst du mir mal erklären was mit dir los ist?!< Immer noch keine Regung. >Ich rede mit dir!< Ich stampfte auf sein Bett zu und er sah mich an. Er sah mir tief in die Augen und für einen Moment war mir, als würde ich Tränen in seinen Augen sehen. Er stöhnte genervt und setzte sich auf. >Was willst du jetzt von mir hören, Maka?< Seine Stimme war ruhig und entspannt. >Ich will wissen was dein Problem ist.<
>Du bist mein Problem Maka.< Verwirrt sah ich ihn an. Dann entbrannte die Wut in ihm. >Man sollte meinen, dass jemand der so streberhaft ist wie du, klug genug ist, um das offensichtliche selbst zu bemerken. Verdammt Maka, ich bin es so  leid und du weißt noch nicht einmal worum es eigentlich geht!< Meine Verwirrung wuchs immer weiter und ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil ich meinen Partner offensichtlich verletzt habe. >Es tut mir leid.< stotterte ich. >Entschuldige dich nicht, wenn du nicht weißt wofür.<
>Tut mir leid.< Er sah mich an, nicht wütend, irgendwie wehleidig. >Selbst wenn du mich aufregst kann ich nicht richtig wütend auf dich sein< Er kam auf mich zu, so dicht, dass ich seinen Atem auf meiner Nase spüren konnte. Er legte eine Hand auf meine Wange und strich mit seinem Daumen darüber. Seine Augen füllten sich mit Tränen, dann ließ er von mir ab und verließ die Wohnung. Ich blieb zurück in seinem Zimmer und ließ mich auf sein Bett fallen. Eine Weile lag ich da und wartete, bis ich einschlief.