Weltenspringer 2

von Rich1905
GeschichteAbenteuer, Drama / P16
15.06.2019
23.11.2019
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Hi,


Dies hier ist ein Vorschlag von Nesi00. Freundlicherweise hat sie mir ihre Figuren für diese Geschichte ausgliehen .  Ich habe mich mit Shervon von der Seite Animexx beraten und zusammen haben wir diese Geschichte ausgedacht.  Ich hoffe, ich werde dir Nesi00 gerecht und gebe Gottschalk so wieder wie du es möchtest.  Und natürlich nehme ich mit ein paar Freiheiten heraus.



Herzlichen Gruß


Rich1905

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Die Erde im Jahre 2040


Thomas Gottschalk war auf der Flucht.  Er konnte es selbst noch nicht glauben. Er raste mit dem Auto nach Köln.  Wieso wusste er nicht genau.  Mit eine Hand berühte er die Kette, die ihm seine Vorfahren hinterlassen hatten.  Irgendwie flüsterte ihm die Kette zu :  Fahr nach Köln, dort wirst du die Antworten finden die du suchst.

Doom.  Dieser Name ging ihm wieder durch den Kopf und die Szenen seiner letzten Show hinter ließen ihm eine Gänsehaut.

Thomas hatte wie immer seine Show ab gezogen, hatte seine Gäste freundlich begrüßt und  die Spieler durch die Show geführt, doch dann kam der Angriff wie aus dem nichts.  Doom und Light zwei mächtige Teufel in Menschengestalt führten den Angriff an und hatten Menschen in Dämonen  verwandelt, dann ging alles sehr schnell. Erst die Schreie und schließlich das Blut. Nur mit knapper Not war Thomas entkommen.


Von Prinzip war er unsterblich, denn vor er Jahren hatte er eine Wette verloren und als Wetteinsatz musste er sich etwas spritzen lassen.  Was ist war, das wusste Gottschalk nicht.  Es spielte auch keine Rolle, denn der Arzt hatte festgestellt, das er nicht sterben kann. Nur fünf Jahre später brach der Krieg der Dämon aus und Doom jagte Gottschalk.


Er bog von der Autobahn ab und fuhr Richtung Innenstadt.  Hier war er richtig, das sagte ihm sein Instinkt.  Er war der Sucher, wie sein Vater und dessen Vater vor ihm.  Die Kette die er trug würde ihn zum Auserwählten führen, aber bis heute Abend war nichts gestehen.  Er hielt in einer Parkbucht und stieg aus.  Er stand vor der Stadtbibliothek.  Die Kette leuchete hell auf. Hier ganz in der Nähe musste der Auserwählten  sein.


Obwohl es schon spät war hatte die Bilbiothek noch offen.  Nur einzelne Menschen waren noch da.  Drei von ihnen standen an der Kasse und wollten ihre Bücher bezahlen. Thomas ging nach hinten und schaute sich um.  Sein Blick ging über die Buchrücken.  Viele Bücher kannte er.  Sie handelten von schwarze oder weiße Magier und auch von seinem Schicksal als Sucher.



Ein Buch fiel ihm sofort auf.  Es hatte keinen Namen und war in schwarz gebunden.  Thomas nahm es heraus und blätterte es durch.  Die Seiten waren leer.  Kein Autor, kein Inhaltverzeichnis oder Kapitel.  Da stutze er.  In der Mitte des Buches war eine Seite beschrieben und die Worte brannten sich in seine Netzhaut.


Er las folgendes :   "Erst wenn Kette und Schwert zusammen finden, kann das Siegel gebrochen  und der Engel vielleicht befreit werden. Nur dann wird dem Auserwälten und dem Sucher vielleicht möglich sein das Böse zu besiegen."  


Thomas runzelte die Stirn.  In all seinen Büchern war keine Rede von einen Engel.  Klar von den Auserwählten und das sie bstimmte Fähigkeiten haben. Aber Engel ?  Er schüttelte den Kopf. Auf der letzen Seite stand ein weiterer Vers.  Noch merkwürdiger als der erster.


"Wenn er ein Portal öffnet wird ihm eine neue Welt bekannt werden. Also finden wir es heraus und so sage ich :  Öffne dich, Portal !  Lass ihn durch. Auf das er sein Ziel findet und das Böse endlich besiegen kann.  In meinen Namen gestatte ich das du kommen darst und das böse draußen bleibt."  Unter diesem Vers stand sogar ein Name.  Mit zusammen gekniffen Augen laß Thomas den Namen  Seth Eckstein.


Dieser Name sagte Thomas gar nichts.  Auf einmal hörte er ein Schrei von der Tür.  Er sah auf.  Dort standen Doom und sein Bruder Light.  Irgendwie hatten sie ihn gefunden.  Verdammter Mist. Er musste hieraus.  "Gottschalk du bist tot.  Jetzt bist du dran."  schrie Doom voller Zorn. Thomas eilte zu der Hintertür und hoffte das sie offen war.  Er rannte durch die ganze Bibliothek, das schwarze Buch unter seinen Arm geklemmt.


"Du kannst uns nicht entkommen. Wir werden dich bekommen und dann bist du tot."  schrie Light.  Sie verwandelte die Menschen in Dämonen und befahlen ihnen den Sucher zu finden und zu töten.  Thomas erreichte die Hintertür schwer keuchten, nur um fest zu stellen, das sie ab geschlossen war.


Er saß in der Falle.  Was jetzt ?  Er konnte nicht mehr zurück, denn hinter  ihm waren Doom und Light. Er dachte fieberhaft nach. Es fiel ihm keine Lösung ein.  Aus reiner Verzweiflung blätterte das Buch noch einmal durch. Es war seine letzte Hoffnung. Das musste er beim ersten Mal übersehen haben : Am Ende des letzten Vers schien eine Gebrauchtanweisung zu stehen.



Er fand in seiner Manteltasche einen Filzschreiber und damit malte er nach der Anweisung im Buch ein runder Kreis auf die Tür.  Dann zitterte er den letzten Vers noch einmal. Zuerst passierte gar nichts und Schweiß brach ihm aus. Dann versuchte es noch einmal mit lauterer und klarer Stimme. Da passierte es :  In dem Kreis erstand ein fünfzackiger Stern. Ein Pentagramm.  Dieses drehte sich immer schneller bis schließlich eine Öffnung da war.


"Ein Portal." dachte Gottschalk. Er schaute sich um. Seine Gegner waren jetzt ganz nah, er hatte keine Wahl. Er musste springen, also sprang er.  Hinter ihm schloss sich das Portal wieder.


Doom schrie vor Wut.  Wieder war dieser Feigling entkommen.  "Wie konnte das gestehen ?  Wir waren so dicht dran."  Light schaute sich die Tür genau an.  "Ist dir nichts aufgefallen ?"  fragte er.  Doom runzelte die Stirn.  "Was meinst du ?"       "Ich meine, das der Sucher in ein Pentagramm gesprungen ist und das bedeutet er hat schwarze Magie benutzt."   Doom lachte auf.  "Und wenn er das getan hat, können wir ihn folgen.  Gut gemacht, Bruder. Schon bald  wird er tot sein."    Beide lachten laut.


Die Welt der Magier, 2020

Er fiel und fiel.  Thomas Gottschalk dachte zuerst er würde nirgendwo   ankommen. Aber auf einmal war die Reise zu Ende. Er stand vor einem weiterem Portal, das wusste er. Doch dieses war geschlossen.  Er runzelte die Stirn.  Was sollte er jetzt tun ?  Er klopfte die Wände ab.  Nichts außergewöhnliches.  Dann hörte er direkt vor ihm etwas hohles. Das musste der Ausgang sein.  


Er klopfte noch einmal.  Nichts geschah, dann hörte er eine Frauenstimme : " Diese Leitung ist belegt.  Versuchen Sie es später noch einmal."  Was ?  Gottschalk glaubte sich verhört zu haben.  Wieder klopfte er an die Wand.  Wieder die Stimme : " Diese Leitung ist belegt.  Versuchen Sie es später noch einmal."   Er schüttelte unglaublich den Kopf.  Er wartete fünf Minuten, dann versuchte er es erneuert.


Eine andere Frauenstimme antwortete ihm : "Wir sind gleich für sie da.  Haben Sie einen Moment Geduld bitte.  Vielen Dank, das sie diese Nummer gewählt haben. " Die ganze Sache erinnerte Gottschalk an einer Telefonhotline.  Da wurde man auch ständig hingehalten.


Nach zehn weitere Minuten öffnete sich endlich das Portal und Gottschalk landete sanft in einer Couch.  Hinter ihm schloss sich das Portal wieder.  Er  schaute sich um. Es handelte sich anscheint um eine normale Wohnung : Ein Fernseher, ein Tisch davor und ein Sessel.  Jetzt erst entdeckte Gottschalk den anderen Mann im Raum.  Dieser trug komplett schwarz und sogar die Sonnenbrille auf seine Nase hatten schwarze Gläser.



Auf seinen Schädel war kein Haar zu sehen.  Er trug eine Glatze, wie ein Bowlingkugel.  "Guten Tag, Herr Gottschalk. Schön das wir uns endlich treffen.  Ich habe auf sie schon gewartet."  sagte der Mann freundlich.   "Wer sind Sie ? Und wo bin ich gelandet ?"  fragte Gottschalk.  Er sah, das sein weiterer Mann den Raum betrat. Auch dieser trug schwarz und hatte seine langen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden.


"Oh, wie unhöflich von mir.   Ich heiße Seth Eckstein. Ich bin der Wächter von Zeit und Raum.  Das ist mein Assistent Benjamin Arnsteiner."   "Ich habe ihren Namen in diesem Buch gefunden." sagte Gottschalk und legte seinen Gastgeber das schwarze Buch vor.  Eckstein nickte.  "Ich weiß.  Ich habe diese Ausgabe in jedem Universum ausgelegt.  Sie müssen wissen, das die Erde mehre Tausende Mal gibt und ich wusste nicht in welcher sie der Sucher sind."  


Von dieser Antwort schwirrte Gottschalk der Kopf.  "Wie reisen Sie eigentlich durch die Zeit ?"   "Mit schwarze Magie.  In diese Welt gibt's vier Milliarden schwarze Magier, das nur zu Grundinformation."   Gottschalk war sprachlos.  Er dachte immer, das alle schwarze Magier böse waren.  Jetzt schien es so, das diese Annahme falsch war.  Eckstein schien seine Gedanken zu lesen.


"Oh,  das böse ist schwer zu erkennen.  Und der Grad zwischen gut und böse ist schmal.   Hier, in dieser Welt  herrschen die Magier.  Es gibt zwei Orden. Der westliche Orden wird von Xavi kontrolliert und der Östliche von Nakashima.  Markus und seine Brüdern sitzen auf den Thron der Welt.  Wir leben alle ewig und solange wir da sind wird es Frieden geben.  Kommen wir zum Thema.  Warum sind sie genau hier ?  Ich weiß schließlich auch nicht alles und daher bitte ich um eine Erklärung."


"Kann ich ein Schluck Wasser bekommen ?"  fragte Gottschalk.  Eckstein nickte.  "Ben, ein Glas Wasser für unser Freund."    Gottschalk nahm ein Schluck Wasser .  "Ich bin auf der Suche nach dem Auserwählten.  Meine Kette wird ihn finden.  Ich brauche ihre Hilfe."  Eckstein nickte.  "Verstehe.  Ben, würdest du Rick anrufen. Er muss hier von erfahren."  Arnsteiner nickte und verließ den Raum um zu telefonieren.


"Noch eins.  Doom und Light sind hinter mir her.  Ich schätze es wird nicht lang dauern bis sie mich gefunden haben."  sagte Gottschalk und leerte das Glas.  "Doom und Light ?"  fragte Eckstein.  "Zwei mächtige Teufel, die mich töten wollen."      "Verstehe."


"Meister ?"    "Was ist ?"  fragte Eckstein.  "Sir Rick Steele ist am Telefon. Er möchte mit ihnen reden."  Arnsteiner überreichte Eckstein das Telefon.  "Eckstein."  meldete er sich.  "Ja, natürlich.  Ich vermute das wir bald Besuch bekommen.  Ja, ist klar."  Eckstein beendete das Telefonat.  Nun, Herr Gottschalk wir sollten ihren Auserwählten suchen. Meinen Sie nicht?"


"Wir müssen uns beeilen. Die Zeit drängt. Schon bald werden die Brüder hier auftauchen. Haben sie eine Idee, wie wir ihn  finden sollen ?"  Eckstein dachte nach.  "Machen Sie sich keine Sorgen was die Teufel betrifft.  Der Orden bereitet sich schon darauf vor.  "Nun, da ihre Kette den Auserwählten finden wird, werden wir diese Macht auf die ganze Welt verteilen.  Folgen Sie mir bitte in meinem Büro."  


Gottschalk folgte Eckstein in ein großes Büro.  Ein etwa fünf Meter großer Tisch beherrschte den Raum.  Darauf lagen zig tausende Papiere verteilt.   Eckstein holte aus dem Schrank eine Weltkarte heraus und legte sie auf den Schreibtisch.  Die Papiere die ihm im Weg lagen flogen einfach auf den Boden.   "Die Kette bitte !"  sagte Eckstein und streckte die Hand aus.  Gottschalk zögerte einen Fremden seine Kette zu geben. Eckstein schien das zu spüren und seufzte.


"Hören Sie Herr Gottschalk.  Ich mag ihre Show "Wetten, dass … ? nicht besonderes.  Aber wenn Sie ihren Auserwählten finden wollen, dann müssen Sie uns vertrauen. Wir sind die Guten. Wenn ihre Teufel diese Welt betritt wird sich der Orden ihnen entgegen stellen. Auch wenn sie unterliegen werden, sie werden nicht aufgeben. "  Nur mit Widerwillen übergab Gottschalk die Kette.


Eckstein sprach ein Spruch auf Latein und ließ die Kette wie ein Pendel über die Karte schweben.  Zuerst passierte nichts.  Dann auf einmal leuchtete die Kette auf.  Gottschalk beugte sich über die Karte und sah, das die Kette über die Stadt Chicago schwebte.  "Wie es aussieht müssen wir dort hin.  Wann geht der nächste Flug nach Chicago ?"  Eckstein lachte auf.  "Sie haben anscheint nichts begriffen.  Ich werde ein Portal auf machen und springen wir dort hin .  Arnsteiner wird hier die Stellung halten."


Gottschalk hatte dabei ein schlechtes Gefühl.   Er nickte schwach und wünschte sich, sie würden doch ein Flugzeug nehmen.  Aber andererseits hatten  sie keine Zeit dafür.   Eckstein machte eine Handbewegung und das Portal öffnete sich.   "Folgen Sie mir."   Gottschalk sah zur Arnsteiner, dieser nickte.   "Viel Erfolg.  Sie werden es brauchen."  Er konnte nur nicken.



Chicago,  USA


Sie standen  auf einer Straße , kein Auto oder Mensch war in der Nähe.   "Wie machen wir weiter ?"  fragte Gottschalk.  Ohne ein Wort betrat Eckstein eine Telefonzelle.  Er nahm das Telefonbauch heraus und kam zurück  Mit seine Magie brachte er es zum Fliegen.  "Würden Sie bitte ihre Kette darüber halten.  So können wir vielleicht ihren Mann finden."  Mal eine gute Idee.


Nichts geschah.   "Seltsam."  murmelte Eckstein.  Gottschalk nickte.  Kurz darauf waren sie mit dem Buch durch und die Kette hatte nicht geleuchtet.   "Wie es aussieht müssen wir die ganze Stadt ab suchen. Schließlich hat die Kette uns hierher geführt."     "Aber die Zeit haben wir nicht.  Doom und Light sind mir dicht auf den Fersen.  Wenn sie hier eintreffen werden sie alles in Chaos stürzten."


"Das ist mir wohl bewusst.  Aber wir haben keine Wahl.  Wir sollten zur Tat schreiten und weniger labbern.  Kommen Sie.  Wir müssen Haus für Haus überprüfen."    Sie suchten sich ein Hotel und checkten ein.  Eckstein besorgte eine Stadtkarte und teilte die Stadt in vier Bereiche auf.  Gottschalk bestellte beim Zimmerservice etwas zu Essen.   "Gott, ich sterbe vor Hunger."  


Kurz darauf brachte eine junge Frau ihr Essen.  Gottschalk nahm es entgegen und gab dem Mädchen ein Trinkgeld.  "Haben Sie auch Hunger ?"  fragte er.  "Ich habe seit knapp hundert Jahren nichts mehr zu mir genommen. "  Beinahe verschluckte sich Gottschalk an einem Stück Fleisch.   "Was haben sie gerade gesagt  ?"    "Oh, habe ich das vergessen zu erwähnen.  Die schwarze Magier sind alle unsterblich.  Wir brauchen nichts zu Essen und wir brauchen keinen Schlaf."


Das musste Gottschalk erstmal verdauen.   "Ich schlage vor, wir fangen mit dem oberen Stadtviertel an.  Die nächsten Tagen finden wir ihren Mann bestimmt."  Eckstein zeigte auf die Karte.  Gottschalk nickte.   "Wir sollten uns ranhalten. "  



Die ersten Tage hatten sie keinen Erfolg.  Sie gingen an jedem Haus vorbei, die Kette leuchtete nicht einmal auf. Erst am vierten Tag geschah das Wunder. Sie hatten ihr Ziel gefunden.  "Wir müssen nah dran sein."  sagte Eckstein.  Sie sahen sich um.   Eine vierspurige Fahrbahn ging durch die Stadt und Häuser standen auf beiden Seiten.  Am der Ende der Straße lag ein Friedhof und genau vor dem standen sie gerade.  



Sie betraten den Friedhof durch einen hohen Metallzaun.  Bäume standen überall herum und es schien ein friedlicher Ort zu sein. Sie lasen die Namen auf den Gräber und die Kette leuchtete extrem hell bei einem bestimmten Grab auf.  Sie blieben stehen.    Auf dem Grab stand  :   Mildred  Franks,  1910 -  1946.  Liebende Ehefrau und geliebte Mutter.


Eckstein lachte und bekam sich nur schwer wieder in den Griff.  Aus Gottschalks Gesicht wich die ganze Farbe.  Das konnte doch nicht wahr sein ?   Seine Auserwählte war tot und das schon fast seit siebzig Jahre.  


"Was jetzt ?  Die Kette weist auf diese Frau."  aus Gottschalks Stimme sprach die  Verzweiflung.   "Immer mit der  Ruhe, mein Freund.  Für jedes Problem gibt es eine Lösung."    "Und die wäre ?"   Nun war Gottschalk echt neugierig.    "Wir reisen in die Vergangenheit und treffen dort ihre Auserwählte.  Gar kein Problem."   "In die Vergangenheit ?"  fragte Gottschalk skeptisch.  



"Das mache ich nicht zum ersten Mal.  Seien Sie beruhigt. Wir werden schon an kommen."   Wieder einmal öffnete Eckstein ein Portal.   "Nach ihnen."  



Chicago 1933


Sie kamen in eine andere Welt an.  Gottschalk konnte es immer noch glauben.  Er würde erst in siebzehn Jahren geboren werden und jetzt stand er hier auf einer Straße voller Menschen.  Da musste man ja verrückt werden.   "Ich vermute es ist ihre erste  Zeitreise.  Glauben sie mir man gewönnt sich dran."   sagte Eckstein hinter ihm.  "Ich dächte niemals gedacht,  das ich hier Ende. Gott, das glaubt mir kein Mensch."  


Wieder lachte Eckstein.   "Wohl war, wohl war. Kommen sie.  Suchen wir Mildred Franks.  Sie müsste jetzt leben und dreiundzwanzig Jahre alt sein.  Also im besten Alter."  


Wieder suchten sie die Stadt ab.  An einem Reihenhaus leuchtete die Kette auf.   "Ich schätze wir sind da.  Folgen sie mir."  Eckstein tritt zu Tür und klopfte an.  Ein kleiner Junge von fünf Jahren öffnete ihnen die Tür.    "Hallo mein Kleiner.  Wohnt hier eine Mildred Franks ?"  fragte Eckstein den Jungen.  Dieser nickte bestätigten.  "Mom, du hast Besuch."  

Eine junge hübsche Frau kam zu Tür.  Sie hatte braune Haare und ihre grüne Augen schauten die Besucher misstrauisch an.   "Was kann ich für sie tun ?"   "Sie sind Mildred Franks ?" fragte Eckstein.  Die Frau nickte.  "Ja, ich bin Mildred Franks.  Wer sind  sie ?"   "Können wir reinkommen ?  Wir haben an sie ein wichtiges Anliegen."  sagte Eckstein freundlich.


"Ich weiß nicht.  Kann ich ihre Namen erfahren ?"    "Wie unhöflich von mir.   Ich heiße Seth Eckstein und das ist mein Freund Thomas Gottschalk.  Wir wollen ihnen nichts böses. Wir möchten uns nur mit ihnen unterhalten."   Mildred Franks dachte lange darüber nach. Die   Minuten verstrichen.  "Gut, kommen sie rein. Aber sie können nicht lang bleiben. Mein Mann kommt bald nach Hause."


"Das passt ja super.  Vielen Dank, Miss."  Sie betraten die Wohnung und schließlich das Wohnzimmer.  Dort saß der kleiner Junge zusammen mit einem Mädchen.  Beide waren im gleichen Alter und schienen Zwillinge zu sein.   "Geht auf eurer Zimmer.  Eure Mutter muss sich mit ihren Gästen unterhalten."  sagte Mildred zu den Kindern.  Nur unter Protest verließen die Kinder das Wohnzimmer.  


"Bitte setzen Sie sich.  Kann ich ihnen etwas anbieten ?"  fragte sie höflich.   "Machen Sie sich keine Umstände.  Wir wollen nur mit ihnen reden."  sagte Eckstein.  Sie setzen sich auf eine Couch.  Eckstein spürte auf einmal etwas.  Er betrachtete die Frau genau.  Da entdeckte  er zwei Ringe an den Händen der Frau.  Der eine war ein deutlich der Ehering, aber er interessierte sich für den anderen Ring.   Dieser bestand aus Gold und in der Mitte glänzte ein roter Rubin.


"Darf ich fragen, woher Sie diesen Ring haben ?"  fragte Eckstein. Wieder spürte er etwas.  Es war schwer zu benennen.  Es fühlte sich Göttlich an.  "  Der Ring gehörte mein Großvater.  Wieso fragen Sie ?"   "Er fühlt sich besonderes an.  Herr Gottschalk, wären Sie bitte zur gütig unsere Gastgeberin über ihr Schicksal aufzuklären."  Dann erzählte der Moderator.  


Die Erklärung dauerte fast eine viertel Stunde.  Eckstein sah, wie die Kette glühte, dann sah etwas neues.  Auch der Ring schien zu glühen.  Das war interessant.  Nachdem Gottschalk ihr alles gesagt hatte schwiegen alle.  Man konnte sehen, das die Frau ihnen kein Wort glaubte und das überraschte Eckstein auch nicht.


"Wenn Sie genau hin sehen werden sie fest stellen, das ihr Ring und die Kette meines  Freundes aufleuchten.  Egal ob sie uns glauben oder nicht.  Dieses Leuchten ihrs Rings sollte sie zum nachdenken bringen."  sagte Eckstein.  Er sah, wie die junge Frau ihren Ring ansah.  Der rote Rubin leuchtete hell auf.   "Was ist hier los ?"  Ihre Stimme zitterte leicht.  Dann, aus dem nichts erschien aus dem Ring ein Pfeil.  Dieser zeigte nach Norden.


Mildred riss vor Überraschung die Augen auf.   "Was geht hier vor ?  Was haben Sie gemacht ?"     "Nichts.  Wie es aussieht regiert der Ring auf die Kette.  Wir sollten den Pfeil folgen.  Mal sehen wo er uns hinführt."  sagte Eckstein und stand von der Couch auf.  "Engelskräfte." dachte er und nickte.  Das war die Antwort auf seine Frage..  Dieser Ring besaß Engelskräfte.


"Ich kann doch meine Kinder nicht alleine lassen. "  sagte Mildred verunsichert.  "Fragen Sie eine Nachbarin  und ihr Mann kommt ja auch bald zurück."  Sie nickte und telefonierte mit  der Frau von  gegenüber.  Sie erfand eine lahme Ausrede und verließ mit Eckstein und Gottschalk ihrer Wohnung.

Sie folgten dem Pfeil.  Erst zeigte er nach Norden und dann nach Osten.  Nach fünf Meilen durch die Stadt standen sie vor dem Stadtmuseum.   "Das wird ja immer interessanter."  bemerkte Eckstein.  Das Museum hatte noch offen und so betraten sie das Gebäude.  

Sie bezahlten das Geld für den Eintritt. Der Pfeil führte sie den Bereich für das Mittelalter.  Dort standen einige Rüstungen herum und einige Schwerter hingen von der Decke.  Der Pfeil zeigte auf eins der Schwerter.  Sie traten näher ran und begutachten das Schwert genau.


"Miss Franks würden Sie uns die Ehre machen und das Schwert  anzufassen. Schließlich war es ihr Ring, der uns hierher geführt hat."  flüsterte Eckstein. Die junge Frau zögerte. Sie konnte doch nicht so einfach ein sehr altes Schwert an fassen. Das war bestimmt verboten.  "Bitte, Mildred. Die Zeit drängt."  sagte Eckstein. Gottschalk schwieg und hielt aus schau nach dem Personal des Museums.

Vorsichtig berührte sie das Schwert.  Dabei prallten der Ring und das Schwert zusammen.  Ein helles Licht glühte auf.  Mildred schrie auf. Eckstein konnte spüren wie ein Siegel brach, dann war es vorbei.  Mildred stand da in einer silbern Rüstung. In ihrer Hand das Schwert.  Unter der Schulterblätter  waren ihr weiße Flügel gewachsen.  Gottschalk bekam den Mund nicht mehr zu.

"Erstaunlich."  sagte Eckstein.   "Wer seid ihr ?"    "Ich bin der Erzengel Tyrael. Vor fünf Jahren habe ich versucht mit dieser Frau einen Pakt einzugehen.  Doch ich habe das ohne die Erlaubnis meines Vaters getan.  Darauf wurde ich bestrafft, aber mein Vater ist gnädig.  Er gab mir die Chance eines Tages, das ich meine Kräfte dazu benutzen könnte, das böse auf zuhalten. Und wie es aussieht ist der Tag gekommen.  Wer seid ihr ?"

"Ich bin Seth Eckstein und das hier ist der Sucher Thomas Gottschalk. Wir kommen aus der Zukunft, denn in unsere Zeit ist Mildred schon sehr lange tot. Das Böse hat einen Namen :  Doom und Light.  Sie müssen auf gehalten werden."   Der Engel nickte.  "Gut,  ich werde diese Frau erlauben, das sie meine Kräfte ausleiht, damit kann sie das Böse vielleicht besiegen. Denn mir ist es nicht gestattet auf Erden zu wandeln. Nur die Menschen dürfen das. Und so gehe ich mit diese Frau einen Pakt ein."  


Der Engel verschwand und Mildred tauchte wieder auf. Immer noch trug sie die Rüstung des Engels.  "Was ist passiert ?"  fragte Mildred verunsichert.  "Das erklären wir später, Miss.  Jetzt sollten wir hier verschwinden. Würden Sie bitte  den Ring mit  dem Schwert berühren."  sagte Eckstein.  Sie schaute ihn verwirrt an.  "Da kommt jemand."  warnte Gottschalk.  "Bitte Mildred. Tun Sie einfach was ich sage."   Immer noch verwirrt tat Mildred was ihr empfohlen wurde.



Sobald der Ring das Schwert berührte verschwand die Rüstung und auch die Flügel.  "Dachte ich mir.  Geben Sie mir das Schwert."  sagte Eckstein und hielt die Hand auf.  Erleichtert überreichte Mildred es Eckstein.   "Thomas, ich werde mit dem Schwert springen.  Wären Sie so freundlich unsere Auserwählte nach Hause zu bringen. Ich werde dort auf euch warten."  Thomas nickte.  Eckstein öffnete ein Portal und sprang.


"Was. wo … ? " fragte Mildred. Sie war von der ganzen Situation überfordert.   "Ich habe ihnen noch geklärt, das wir aus der Zukunft stammen. Kommen Sie, Zeit nach Hause zu gehen."  sagte Gottschalk und führte die Frau aus dem Museum.


Ray Franks kam früh nach Hause.  Er hatte ein Scheißtag gehabt, weil er sich mal wieder mit seinem Vorarbeiter angelegt hatte.  "Mildred, Schatz ich bin zur Hause."  Er runzelte die Stirn, denn er bekam zuerst keine Antwort.  "Sam, was machts du denn hier ?  Wo ist meine Frau ?"  wollte er wissen.  "Sie ist mit zwei Fremden weggegangen. Ich glaube, das sie bald wieder da sein müsste."  Rays Adern schien zu platzen.  Was fällt der blöden Kuh ein ?  


"Was ? Ist sie denn verrückt geworden ?  Ich schufte mir den ganzen Tag den Buckel krumm und sie geht mit zwei fremden Männer weg !"  schrie er wütend.  "Pst, die Kinder schlafen. Schrei nicht so rum."  "Sag mir nicht was ich zu tun habe.  Nicht  in meine Wohnung."  Auf einmal stand ein fremder Mann in der Wohnung. In seine Hand trug er ein Schwert.


"Wer sind  Sie ?"  fragte Ray. Inzwischen kochte er vor Wut.  "Ich heiße Seth Eckstein und ich komme aus der Zukunft. Sie müssen der Ehemann sein. Schön das wir uns endlich treffen. Wir haben viel zu bereden."  Wie es schien prallte die Wut an den anderen Mann einfach ab.  Zehn Minuten später betraten Mildred und Thomas die Wohnung.  Die Stimmung war inzwischen auf den Tiefpunkt gesunken.  Eckstein hatte in dieser Zeit Ray und Sam über alles auf geklärt und natürlich glaubten sie ihm kein Wort.


"Gut, das ihr hier seit.  Mildred, zeigen Sie ihren Mann ihre neuen Fähigkeiten."  forderte Eckstein sie auf und gab ihr das Schwert zurück. Ihre Hände zitterten, als Ring und Schwert sich berührten.  Sam war sprachlos.  Auch Ray brauchte einen Moment um seine Sprache wieder zu finden.  "Wir haben keine Zeit für die komplette Erklärung.  Was klar ist das : Mildred muss mit uns in die Zukunft kommen und die Teufel besiegen.  Das ist ihre Bestimmung. " erklärte Eckstein.

"Du gehst nirgendwo hin, als in die Küche. Dort am Herd ist dein Platz."  sagte Ray. Eckstein verdrehte die Augen.  Irgendwie hatte er das Gefühl im Mittelalter zu sein.  Ohne auf ihren Mann zur achten sah sie Eckstein direkt an.  "Ich kann meine Kinder doch nicht verlassen."   Er nickte.  "Ein gutes Argument, aber Sie werden in dreizehn Jahren wieso sterben und werden ihre Kinder nicht auf wachsen sehen."

Das musste sie erstmal verdauen.  Sie setzte sich auf ein Sofa. Gottschalk setzte sich zu ihr und flüsterte ihr gut zu.  Sam verließ den Raum und sah nach den Kinder.  Rays Wut hatte sich in Zorn verwandelt.  "Sie bleibt hier.  Sie muss unsere Kinder erziehen und sich um den Haushalt kümmern."    "Sie ist ein freier Mensch und muss daher gar nichts."  sagte Eckstein.


"Was mischen  Sie sich da ein.  Sie sind ein Fremder und daher verlange ich das Sie mein Haus sofort verlassen."    "Ich werde gehen." endschied Mildred mit fester Stimme. Ray explodierte. Ohne zu zögern rammte er seine Faust in ihren Unterleib , doch die neuen Kräfte schützen sie. Ray starrte sie verblüfft  an   "Wer Frauen schlägt ist ein Feigling." stellte Eckstein fest und schlug Ray hart auf die Nase.  Diese brach und Blut floss.


Jetzt wendete sich Ray Eckstein zu.  Wieder versuchte Ray Eckstein zu schlagen, doch die schwarze Magie schützen ihn.  "Was sind Sie ?"  fragte Ray.  Der Zorn war wie weg geblasen.   "Auf jeden Fall kein Mensch.  Hören Sie gut zu, denn ich werde mich nicht wiederholen : Ihre Frau wird in dreizehn Jahre sterben. Die Gründe sind egal.  Ihnen muss klar sein, dass ihre Frau kein normaler Mensch mehr ist und wo anderes gebraucht wird. Zwei mächtige Teufel werden kommen und Mildred wird sich ihnen stellen, dass ist ihr Schicksal."


"Ich werde mich von meinen kleinen verabschieden."  sagte Mildred. Sie war den Tränen nah.   "Tun Sie das."  sagte Eckstein und öffnete das Portal.  "Thomas gehen Sie bitte doch schon einmal vor und berichten Sie Arnsteiner alles was vorgefallen ist."  Gottschalk nickte


Die Welt der Magier


Als Gottschalk aus dem Portal kletterte empfing ihn Arnsteiner.   "Habt ihr Erfolg gehabt ?"    Gottschalk nickte.  "Sie werden gleich nach kommen."    "Gut, bitte folgen Sie mir. Wir haben Besuch."  Gottschalk nickte.  Im Wohnzimmer saßen drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein konnten.  Der eine, war ein kleiner Japaner. Der zweite ein kleiner Mann mit einem großen Sombrero auf den Kopf.  Die dritte Person war eine große Frau.


"Ich darf vorstellen."  sagte Arnsteiner.   "Das sind Nakashima, Xavi  Führer des Ordens.  Die Frau heißt Linda Stevens . Sie führt die Allianz an. Sie arbeitet gleichzeitig für Markus Steele, denn die Allianz wurde von dessen Familie gegründet.  Meine Herren meine Dame, das hier ist Thomas Gottschalk, der Sucher aus einer anderen Welt."  Hände wurden geschüttelt.



"Wann glauben sie,  werden die beiden Teufel hier auf tauchen ?"  fragte Linda.  Gottschalk zuckte mit den Schultern.  "Keine Ahnung.  Ich wundere mich eher wieso das sie nicht längst hier aufgetaucht sind."    "Wir möchten von ihnen alles wissen.  Ganz besonderes was die beiden Teufel drauf haben."   In diesen Moment tauchten Eckstein und Mildred aus dem Portal auf.  Wieder begann eine Vorstellungsrunde.  



"Bitte setzen sie sich doch. "  sagte Eckstein.  Alle nahmen Platz und Gottschalk begann zu reden.  Er  sah wie Mildred heimlich weinte. Sie holte aus ihrem Kleid ein Taschentuch und putze sich damit die Nase ab.  Er konnte nicht ahnen, wie schwer alles für die junge Frau war.  Schließlich hatte sie gerade ihre Kinder alleine gelassen.  Er räusperte sich.


"Diese Kette, die ich trage wurde mir vererbt.  Schon mein Großvater war der Sucher und bekämpfte das Böse, aber bis dahin hatte es keinen Namen.  Erst vor eine Weile bekam es einen :  Doom und sein Bruder Light.  Sie haben meine Welt angriffen und verwandeln Menschen in Dämonen.  Sie sind sehr stark und haben Kenntnisse von schwarze Magie.  Nur der Auserwählte kann sie besiegen.  Von Prinzip haben sie keinen Körper, können aber einen annehmen."


Nakashima, der Japaner runzelte die Stirn.    "Kann man Sie mit Luzifer in unserer Welt vergleichen ?"   Das war eine gute Frage fand Gottschalk.   "Ich denke schon.  In ihren Zorn legen Sie alles in Schutt und Arsche."   "Das bedeutet, das wir wahrscheinlich keine große Chance gegen sie haben.  Die Dunkelheit besiegt man am besten mit dem Licht. Also mit Engelskräften." sagte Eckstein und sein Blick ging zur Mildred.



"Das Problem ist, das Mildred keine Ahnung vom Schwertkampf hat und einen Ausbilder braucht.  Sie muss schnell lernen, denn unsere Zeit wird knapp."  "Ich werde Sie ausbilden."  sagte Linda.  Eckstein nickte.  Eine gute Wahl.   "Aber das ist nicht alles.  Sie braucht auch eine Ausbildung in Magie und die werde ich vornehmen."  sagte Nakashima.  Er lernte schon seit achtzig Jahren Schüler in Magie aus.  Eine bessere Wahl gab es nicht.



"Zeigen Sie uns ihre Rüstung."   sagte Xavi leise. Wieder immer lächelte er.  Mildred nickte und ihr Ring berührte das Schwert.  Sofort verwandelte sie sich.  Xavi lächelte noch breiter.   "Beeindruckend."  sagte Linda leise.   "So was habe ich noch nicht gesehen."  sagte Arnsteiner.  Nakashima nickte nur.  "Wir sollten sofort mit dem Training anfangen.  Habt ihr einen sicheren und ruhigen Platz ?"  fragte Eckstein in die Runde.


Xavi nickte.  "Wir haben ein sicheres Haus in Potsdam, dort ist auch ein kleines Waldgebiet, wo wir in Ruhe arbeiten können."  Eckstein nickte.   "Das sollte gehen.  Miss Franks, wir müssen uns wohl verabschieden. Denn meine Aufgabe ist getan."   Er gab der jungen Frau die Hand.   "Keine Sorge, Sie sind unter Freunden."  beruhigte er die Frau.  Sie nickte schwach.

Zusammen verließen sie das Haus. Auf der Straße standen zwei Audis A4. Mildred schaute sich verwirrt um. Sie sah Menschen in seltsamen Kleidern und diese starrten in ein Gerät in ihren Händen.

"Uns muss klar sein, dass Mildred aus der Vergangenheit kommt und das hier für sie zuviel sein könnte." sagte Nakashima. Gottschalk nickte. " Ich kümmere mich drum. Schließlich bin ich für sie verantwortlich."

In diesem Moment kam ein junger Mann des Weges und  schaute sich interessiert die Gruppe an. Da entdeckte er Mildred in ihrem Kleid aus dem Jahr 1933.

"Ich dachte Halloween wäre schon vorbei."

Keiner beachtete ihn und Gottschalk half Mildred beim einsteigen. Der junge Mann zuckte mit den Schultern und ging weiter seines Weges.

"Willkommen im Jahr 2020." sagte Linda zu Mildred. Während Linda fuhr saßen Gottschalk und sie auf den Rücksitz. Im zweiten Wagen waren Nakashima und Xavi.

Verwirrt und verängstigt schaute Mildred aus dem Fenster. Alles wirkte auf sie neu, als würde sie diese Welt gar nicht kennen.

Eine weitere Träne rollte ihre Wange herunter.
Vorsichtig und liebevoll nahm Gottschalk ihre Hand. "Ich kann nicht einmal nach voll ziehen wie sie sich gerade fühlen. Trotzdem danke das sie hier sind."

Die junge Frau lächelte schwach. "Glauben sie an Schicksal ?"  Gottschalk lachte auf. "Ich bin der Sucher und das ist mein Schicksal:  Ich muss gegen das Böse kämpfen. Ob ich möchte oder nicht. Wieso haben sie sich eigentlich entschieden mit uns zu kommen? Die Antwort würde mich brennen interessieren."

Schnell fuhren die Autos durch Berlin. Die Nacht glitt nur an ihnen vorbei. Mildred schwieg gefühlt eine Ewigkeit und Gottschalk dachte, sie würde gar nicht mehr antworten.

"Erzengel Tyrael hat mir die Möglichkeit gegeben ihnen zu helfen. Da ich wieso nicht mehr lange zu leben hatte schien mir der Preis angemessen zu sein. Jetzt bin ich wie sie unsterblich und meine Kräfte des Lichts werden noch wachsen."


"Sie sind unsterblich?" hakte er nach. "Wir alle. Egal ob schwarz oder weiß. Der Preis ist die Unsterblichkeit." antwortete Linda von vorne.


"Ich dachte immer die schwarze Magie sei böse."  sagte Gottschalk und strich mit einer Hand durch seine Haare. Er hatte echt eine Dusche nötig.

Linda lachte. "Es gibt immer eine Menge grau Töne dazwischen. Haben sie schon einmal etwas von Schlauer Wiesel gehört?"

Gottschalk schüttelte den Kopf.  "Ich schon." sagte zur seiner Überraschung Mildred. "Dann erzählen Sie doch unseren Freund von ihm."

Mildred nickte. "Er stammte aus einer der reichsten Familien der Welt. Soweit ich gelesen habe war er so eine Art Dämonjäger. Überall tat er nur gutes."

"Das stimmt teilweise. Er war unser aller Ursprung. Im Jahr 1928 ging er einen Pakt mit einem Dämon ein. So verbreitete sich die schwarze Magie auf der Welt."

"Moment mal. " sagte Gottschalk dazwischen. "Habe ich gerade richtig gehört ?"  "Das haben sie, aber Schlauer Wiesel war vor dem Pakt ein Schamane der Indianer. Er besaß starke weiße Magie in sich und diese bewahrte ihn böse zu werden. Er behielt seine gute Seele."
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