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Zu wenig Zeit

von Isaria
OneshotDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Agron Nasir
15.06.2019
15.06.2019
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Jetzt waren sie schon gute zwei Monate hier im Tempel zugange. Die Tage waren lang und jede Stunde war ausgefüllt mit den verschiedensten Pflichten, die ihnen von Spartacus übertragen worden waren.

Unter den wachsamen Augen von Lucius fand ein Unterricht im Umgang mit Pfeil und Bogen statt. Dafür mussten ständig neue Bögen und viele Pfeile hergestellt werden. Allein schon diese Aufgabe erwies sich als zeitaufwändig aber die dafür vorgesehenen Männer und Frauen wechselten sich untereinander ab, wer Unterricht nahm und wer die benötigten Waffen herstellte.

Andere wiederum waren bemüht das schadhafte Dach des Tempels zu erneuern, während wieder andere am Bau des Fluchttunnels mitwirkten.

Außerdem musste der Tempel bewacht, die Männer und Frauen für den Kampf mit dem Schwert ausgebildet werden und natürlich mussten auch stets die Lebensmittelvorräte aufgefüllt werden, wie es durch Jagd oder kleinerer Überfälle auf römische Kleintransporte oder das Sammeln von Beeren, Früchten und Pilzen im Wald geschah.

Jeder Tag war schlichtweg ausgefüllt und obwohl es dadurch kaum Zeit gab sich zu langweilen, fühlte sich Agron an fast jedem Tag ziemlich einsam und zu wenig beachtet.

Besser gesagt ein wenig zu sehr im Stich gelassen von der einen Person mit der er am liebsten jede Minute des Tages verbringen wollte.

Und das war Nasir. Seit der junge Syrer seinen Verband nicht mehr benötigte und sich nicht mehr zu schonen brauchte, war der junge Mann tagtäglich überall zu finden außer in seiner Nähe und somit außerhalb seiner Arme, die ihn liebevoll halten und an seine Brust drücken wollten.

Nur gelegentlich zu den Mittagsmahlzeiten saßen sie nebeneinander und konnten Blicke und Worte wechseln.

Innerlich stöhnte Agron ungehalten und manchmal verfluchte er sogar Spartacus, da er wohl dafür sorgte, dass er und Nasir kaum eine Minute des Tages miteinander verbringen konnten. Jeder ging der ihm übertragenen Tätigkeit nach, von der sie nur ab und zu kurz Blickkontakt aufnehmen konnten, aber nur, wenn sie sich beide im Tempel und dessen Hof aufhielten.

Nur am Abend wenn die Sonne hinter dem Horizont versank, hatten sie Zeit für sich selbst und den anderen.

Doch sie waren oft so erschöpft, dass sie nur noch eng umschlungen nach einigen geteilten Zärtlichkeiten einschliefen und Agron nur noch denken konnte.

`Viel zu wenig Zeit, um sie mit meinem Herz zu teilen. Kaum Gelegenheit ihm meine Gefühle zu zeigen oder auch nur richtig zu offenbaren.`
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