[Good Omens] Seven Seas of Rhye

GeschichteFantasy, Freundschaft / P18
Anthony J. Crowley Beelzebub Dagon Erzengel Gabriel Erziraphael OC (Own Character)
14.06.2019
30.06.2020
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30.06.2020 2.001
 
Oops, da bin ich wieder mit meiner ach so uninteressanten Story. Kein Ehepaar und kein erotisches Techtelmechtel(*) , wenn man nur das Oberflächliche betrachtet. Viel Spaß bei dieser langweilen, öden und äußerst unaufgeregten Story über einen schlecht getroffenen Crowley und einem charakterlich ganz und gar nicht zu erkennbaren Aziraphale.


(ohne *) Zum besseren Verständnis sagt Wikipedia: In Karl Friedrich Wilhelm Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon von 1876 wird die Redensart „Das is a Techt’lmecht’l“ als eine „Verabredung von zwei oder mehreren Personen über die Durchführung irgendeiner Handlung, auch ein auf gegenseitigen Vortheil berechnetes, andern nachtheiliges Uebereinkommen“ beschrieben.

>>Übereinkommen<< also doch ein Techtelmechtel von Aziraphale und Crowley, oder?


………………………………………..!


 It’s late  by Queen(I hope, it’s not too late!)


Da saß nun ein Dämon unbeachtet von den um ihn herum streunenden Menschen. Im Moment beachtete ihn gerade niemand, nicht einmal Kasdeya, die als gnadenlose Jägerin, eine Maus nach der anderen ins Jenseits beförderte. Eine Nachtigall, eine Amsel und drei Tauben, darunter eine strahlendweiße, legte sie Crowley in bester Katzenmanier zu Füßen. Er lobte sie auch brav, aber bei dem Weißen Gefieder bekam er regelrecht ein schlechtes Gewissen, soweit ein Dämon ein schlechtes Gewissen bekommen kann.

‚Weiße Flügel… ach Aziraphale, du verkörperte Sturheit von einem Engel!‘

Dieser dumme Bote Gottes konnte einfach nicht aus seinem dem Kopf fallen. Aziraphale, mit seiner Art ständig alles ins Lot bringen zu müssen. Was sollte denn an ein kleines bisschen Chaos schon verkehrt sein? Er stiftete Unruhe und der Engel bog es dann wieder zurecht, verdammt, so war es doch schon seit 6000 Jahren! * Seit ihrer Existenz herrschte auf der Erde doch Chaos, dafür wurde gesorgt und wenn es jetzt ein kleines bisschen heftiger wurde, na und, schließlich war es auch nicht das erste Mal, dass es so war.

*Das war Crowleys Ansicht, die offiziell-inoffizielle Vereinbarung mit dem Engel bestand so circa seit dem Jahre 1020, um ein paar Jahrzehnte früher oder später sei dahin gestellt, war auch nicht so wichtig.


Warum also sollten sich nicht alle ein wenig amüsieren, jede Seite auf die eigene Art und Weise oder auch zusammen. Das war doch sowas von egal. Jeder sollte mal auf seine Kosten kommen und er nicht um seine eigene Existenz.

Diese extrem lästigen Aufträge der Hölle hingegen hingen drohend wie ein Damoklesschwert über ihn. Ein von Satan höchst selbst verdammter Dämon zu sein war wie gefallener Engel, ums vielfache multipliziert mit den dunkelsten Flüchen des innersten Kreises der Hölle, zur unendlichen Potenz gebracht mit dem tiefsten Schlund der dunkelsten Materie.

Nein, auf diesen Umstand hatte Crowley im Augenblick kein Ansinnen. Und so betrachtete er tief im Gedanken Kasdeya, die sich gerade ein kleines schwarzes Eichhörnchen vornahm und es sich genüsslich selbst einverleibte, nachdem Crowley sich geweigert hatte auch nur eines ihrer Geschenke anzunehmen und zu verspeisen. Eingebildeter Kriecher, brummte sie nach bester Katzenmanier bei der Taube vor sich hin.

Vielleicht, so einer seiner vielen Gedanken war doch die Möglichkeit mit dem sturen Engel dann doch wieder zusammen zu arbeiten. Es hatte in der Vergangenheit funktioniert, vor einem Jahr war diese unprofessionelle Zusammenarbeit sehr erfolgreich und warum sollte es nicht auch jetzt erneut erfolgreich sein.

„Gsss…“, brummte, nein, zischelte er nun gedankenverloren vor sich hin und stupste die tote weiße Taube an. Sicherlich könnte er diese mit einem Schnipp zurück ins Leben befördern, aber wozu? Er war ein Dämon und spendete nicht Leben, sondern machte anderen das Leben schwer. Und damit hatte er ja auch schon angefangen… Aziraphale brauchte dann doch nur noch hergehen und nach einiger Zeit alles wieder in die richtige Ordnung zurück bringen, keine allzu schwere Aufgabe, wenn man dessen Möglichkeiten und Mittel dazu kennt.  Ihm selbst würde dann auch die eine oder andere Abwechslung gut passen.

„Crowley…?“

Eine wohlvertraute Stimme schnitt seine vielleicht-finsteren Gedankenspiele freundlich und bestimmt ab, darauf war der Dämon mit Sicherheit nicht gefasst.

„Args… Engel, verflucht sei dein…“, ups, verfluchen ja, aber doch nicht seinen Engel! „Entschuldigung!“

„Ngh…“ Okay, so stur war der Engel dann doch nicht, möglicherweise…

„…hast du schon etwas in Sachen Weltuntergang unternommen?“, na so unschuldig konnte nur Aziraphale fragen… ob er schon etwas unternommen hätte… sah er denn aus wie ein Grillhähnchen auf dem Tisch Satans, bereit sich zerlegen zu lassen?

„Yep…“, war seine erste Reaktion, versucht, dem Engel seine eigentliche Stimmung nicht weiter anmerken zu lassen,  „aber ich hab da einen Plan… einen un-berühmten Plan!“ **

**Mal abgesehen von den vielen, mit Sicherheit auch mehr oder weniger großartigen Plänen der Menschheitsgeschichte, gab es Gottes Großen Plan und den unerfindlichen oder den unsagbaren Plan, jetzt entstand aus den unsagbaren Tiefen von Crowleys Gedanken der un-berühmte Plan, nicht zu verwechseln mit dem Famous Plan, aber der wird von anderen in einer anderen Geschichte erzählt.


„Plan?“, Aziraphale kannte viele Pläne, aber ein un-berühmter Plan war auch dem Engel völlig neu. Er setzte sich neben dem Rothaarigen und betrachtete verwundert die toten Tiere zu seinen Füßen. Diesen Umstand konnte der (immer noch) Vertreter Gottes auf Erden nicht einfach so hin-nehmen und nahm sich jedes Tierchen einzeln vor.

„Ganz einfach, MEIN un-berühmter Plan ist folgender, Ich zerstöre die Siegel und du sorgst dafür, dass mit der originalen Schriftrolle alles wieder repariert wird!“, mit einem gelangweiltem Zischen quittierte er so nebenbei Aziraphales heilsames Tun, verstehen wollte er es aber nicht.

„Hast du mir zugehört, Engel?“, den Eindruck hatte der Dämon offensichtlich nicht.

„Reparieren… klar! Das geht aber nicht!“, zufrieden betrachtete er all die kleinen Wesen, wie sie sich emsig aus dem Staub machten und nun war nur noch die weiße Taube übrig.

„Warum? Hast du irgendwelche Befürchtungen? Was soll dir denn schon passieren? Oder ist es mal wieder irgendein moralisches Argument, wenn jeder sich mal etwas gönnt und Spaß hat.“

Kasdeya leckte sich derweil genüsslich die Pfoten und schnürte mit einem tiefen Schurren zu dem ungewöhnlichem Pärchen auf der Bank.

„Also ich für meinen Teil weiß ja nicht, was am Leid anderer spaßig sein soll, ahm…“, Aziraphale beobachtete die feuerrote Katze, die sich nun auf Crowleys Beinen gemütlich machte, mit äußerster Skepsis. Er kannte sie irgendwo her, eine unangenehme Situation, soweit er sich erinnern konnte.

„Ich meine, diese meine Schriftrolle des Johannes ist… weg, verschwunden… unauffindbar!“, und bevor dieses Kätzchen die arme Taube auch noch rupfte, hauchte er ihr noch schnell Leben ein und ließ sie davonfliegen.

„Wie bitte?“, Crowley meinte ein kleines Déjà-vu zu erleben, schon wieder etwas… abhanden gekommen?

„JA, verdammt, jemand hat sie mir vermutlich geklaut! Und wo das gute Stück jetzt ist, weiß ich nicht!“ das war aber im Moment gar nicht so wichtig, viel mehr diese Katze auf Crowleys Oberschenkeln. Genau DA gehörte die nicht hin und erst recht nicht Sie als Dämonin, Aziraphale bemerkte das gewisse Funkeln in ihren Augen beim ersten Anblick.

Crowley entging die ‚leicht‘ gereizte Tonlage in der Stimme seines Engel mit Nichten und kraulte Kasdeya auch noch am Kopf. „Na, dann frag doch den Heiligen Antonius von Padua. Toni soll doch ein Meister im Auffinden verlorener Gegenstände sein!“ oh, das Schmunzeln wollte sich der Dämon erst gar nicht verkneifen… und Kasdeya nicht ihr lautes tiefzufriedenes Gurren.

„Meinst du wirklich Antonius könnte mir da helfen?“, nein wirklich, der heilige Antonius, warum war er da nicht selbst drauf gekommen? Aber Augenblick mal, war da nicht noch etwas? „Moment, kannst du‘s denn nicht, Anthony?

„Nah, Ich doch nicht, ich finde andere… Dinge! Weiß ich’s…? Das war ein Witz…“, mit einem Mal grinste er nicht mehr und wünschte sich einen kräftigen Schluck von irgendwas, Hauptsache es war Alkohol. Sein un-berühmter Plan war mit dem Verschwinden der Rolle auch im Nebel der Unsagbarkeit verschwunden, was dem Dämon mit Sicherheit nicht gefallen musste. Kam doch wieder der Gedanke hervor gerochen von der gegrillten Schlange auf dem Tisch des Herrschers aller Unterwelten. Nicht sehr vielversprechend…

Immer noch mit großen Argwohn betrachtete er das Kätzchen auf Crowleys Schoß. Im Moment sah sie relativ friedfertig aus, aber das mochte ja alles Täuschung sein und… in der Regel kannte er die allermeisten Arten der teuflischen List. Sie war leicht durchschaubar und barg auch in der Regel ihr Misslingen in sich. Aber mit Sicherheit war es in seinem Fall keiner der Teuflischen, die für das Verschwinden der Schriftrolle verantwortlich waren. Es gab keinerlei Spuren, es war… perfekt!

Zu Perfekt, denn Crowleys Plan hätte durchaus funktionieren können, wenn… beide Seiten hätten sich messen können, es hätte einen Gewinner gegeben und… am Ende wäre alles von ihm, Aziraphale, dem ehemaligen Wächter des Osttores und, ebenso ehemaligen Inhaber des Flammenschwertes, beendet worden. Eigentlich wäre dieser Plan die perfekte Umsetzung ihrer Übereinkunft gewesen. Eigentlich… so war Crowley wahrscheinlich gezwungen seine Aufgaben zu erfüllen… verflucht noch eins! Es musste etwas geschehen um… Crowley zu… war es denn das richtige Wort? …um Crowley zu erlösen. ***

***Wie erlöst man einen Dämonen von einem Fluch? Im besten Fall würde sich die verdammte Seele eines einfachen Ersatzdämons in Luft und Wohlgefallen auflösen und er wäre somit erlöst. Im Falle von Crowley wäre das vermutlich nicht ganz so einfach, er war bedeutend mehr, als nur ein Engel, der gefallenen ist, das war es ja auch. Crowley ist nicht einmal gefallen. Und dann noch seine Möglichkeiten immer wieder in den Himmel zu gelangen? Er als Schlange hatte Zutritt zum Garten Eden?


„Wirst du jetzt trotzdem das nächste Siegel brechen? Ich denke du solltest es damit nicht so eilig haben. Den nötigen Spaß kannst du ja immer noch haben.“, nein, gutheißen konnte er das auch in Zukunft nicht, doch davon abhalten würde er auch keinen können, am wenigsten vielleicht Crowley.

„Natürlich werde ich jetzt das nächste Siegel brechen, denn ich habe kein Lust darauf gegrillt zu werden. Du kannst dich hoffentlich noch daran erinnern?“

Bei diesen Worten fauchte Kasdeya, gegrillte Schlange, iiih-gitt! und verwandelte sich an Ort und Stelle zurück in ihre menschliche Gestalt. An Ort und Stelle! Was jetzt dem Engel nicht unbedingt gefallen musste und Crowley zwar nicht abgeneigt davon war, aber wenigstens so etwas wie Abneigung vorab, sagen wir, er bemühte sich darum.

Zum Teu… ahm, beim ehemaligen Lichtträger, wer ist das?“

Nicht nur, dass sie sich so ungeniert hier verwandelte, das war unbedeutend, nein sie nahm Crowley in Anspruch, seinen Crowley! Er, und nur er hatte den alleinigen Vorzug auf diesen Dämon. Oh, wie egoistisch sich das anhörte.

„Wir kennen uns doch… ich bin das rote Kätzchen, dem du bei Magdalen begegnet bist, du hättest dir fast den kleinen Zeh an ihrer Arbeitsstätte, ich meine Bettstatt angeschlagen!“, mit einem eleganten Sprung befreite sie Crowley sowohl von ihrem Gewicht, als auch von seiner Brille **** und streckte dem Engel freudig ihre Hand entgegen.

****Ob es jetzt wirklich der Sprung, der die Brille zu Boden beförderte oder wohl eher die Erkenntnis, dass Aziraphale selbst bei Maria Magdalena war, würde bis in aller Ewigkeit Crowleys Geheimnis bleiben. Das war die Angelegenheit des Engels, so versuchte sich der Dämon Das ab jetzt einzureden. (Crowley selbst hatte zu der Zeit keinen Erfolg bei MM)


„Ahm… ja, hallo!“, ziemlich verlegen erwiderte der Engel ihren Gruß, das war es also!. Noch ein Dämon in seiner Nähe und er war freundlich zu diesem. Aber das sollte ihm ja eigentlich egal sein, er hatte ja schon mit den Sphären gebrochen, so ein wenig.

„Bitte geh noch nicht, Crowley! Es hat doch noch Zeit, ob heute oder morgen, vielleicht erst auch in einem Jahr. Gib mir doch bitte die Gelegenheit die Rolle zu finden, recht viele Möglichkeiten gibt es ja nicht, wo sie sein könnte und irgendwie hatte Agnes davon auch schon gewusst!“

Crowley zischte, Crowley rieb sich seine wunderschönen Schlangenaugen und… er zischte noch einmal, vermutlich wegen Maria Magdalena, kurz MM.

„Was zum Himmel hattest du mit MM zu schaffen? Wohltätige Absichten? Oder Was?“

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Oh man, ist das jetzt auch wirklich wichtig! Oder streitet sich hier ein altes Ehepaar um längst (im wahrsten Sinne des Wortes!) vergangene Zeiten und Geschehnisse.


Mal sehen, vielleicht schreibe ich demnächst hier auch weiter… wenn ein paar Leute Interesse daran haben!


(Der Dank gilt besonders The Whovian für das Review… ich bin wieder da!)
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