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[Good Omens] Seven Seas of Rhye

GeschichteFantasy, Freundschaft / P18 / Gen
Anthony J. Crowley Beelzebub Erzengel Gabriel Erziraphael Hastur OC (Own Character)
14.06.2019
31.03.2021
32
56.714
14
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14.06.2019 1.593
 
Der Titel dieser Story Seven Seas of Rhye, so wie die nachfolgenden Titel der Kapitel sind allesamt Song-Titel der britischen Rockband Queen (so war es ursprünglich vorgesehen, doch in der Richtung wird diese Story zu umfangreich und ich hab mich dazu entschieden, dass von allen möglichen Interpreten und Bands Songs zu hören sein werden.)

Der Song Seven Seas of Rhye wurde von Freddie Mercury geschrieben.


Diese Story basiert auf der Fantasy Komödie von Terry Pratchett und Neil Gaiman,

Good Omens

++++++


Auf den Tag genau jährte sich das verhinderte Ende der Welt, Die Apokalypse. Ein so unheimlich katastrophal klingendes Wort und genau das blieb es auch, ein Wort. Sie wurde einmal kurz umgedreht, abgewandt und löst sich samt Satan in dünner Luft auf. Doch irgendetwas hing immer noch hinter diesem Vorhang aus… zusammengeschusterten Intrigen, Versprechungen und einer vorgetäuschten Zusammenarbeit von Himmel und den Unterirdischen.

Beelzebub saß grübeln auf einem Irgendwas aus Haut und Knochen und pflückte sich eine Fliege nach der anderen aus der Luft und biss ihnen die Köpfe ab und spuckte diese Hastur ins Gesicht wobei die Kröte auf seinem Kopf versuchte die enthaupteten Körper zu schnappen, erSie kam zu keinem Ergebnis… worüber grübelte erSie noch einmal?

Crowley, diese verdammte Schlange, hatte alles von vornherein vermasselt…Wie kann man auch den Sohn des Allerersten verlieren? Lord Beelzebub konnte und wollte das nicht verstehen. Überhaupt und vor allem wie kann man so lange Zeit unter den potenziellen Verdammten und Verdammtenanwärtern leben?...und dann war da noch zu schlechter Letzt die Sache mit dem Weihwasser. Schon allein bei diesem Gedanken drehte sich seineIhre Haut von innen nach außen und wieder zurück.

Mit Sicherheit hätten sie den Kampf gewonnen… ErSie schrie in einem äußerst schrillen Ton auf und in China fiel nicht nur ein Sack Reis um. Eine Glocke, eine sehr besondere Glocke in einer nicht unbekannten Stadt versetzte sich aus Furcht in Schwingungen und versuchte irgendjemanden in ihrer Heimat zu warnen.

##

Aziraphale ging, wie jeden Morgen in den Parks der Stadt spazieren und jeden Tag suchte er einen anderen Ort auf, um sich ein wenig die Beine zu vertreten, nicht dass er das nötig gehabt hätte, er fand sich in seiner menschlich wirkenden Hülle äußerst wohl. Sie war… das perfekte Gefäß von Harmonie und… nein, Anmut war dann doch nicht der richtige Ausdruck… Harmonie war völlig in Ordnung.

Fast schon jede Bank in den Parks dieser Stadt war ihm so vertraut, oft saß er dort allein und betrachtete diese Menschenkinder, die sich manchmal ziemlich ungebührlich verhielten.

Doch in letzter Zeit vermisste er diese etwas anderen Gespräche mit dem Dämon Crowley, er machte sich ziemlich rar seit ihrem Dinner im Ritz und der Gemeinsamen Aufarbeitung der Ereignisse… sein Gegenpart ließ damals irgendeine merkwürdige Bemerkung über eine Nachtigall los…und über einen noch größeren Kampf gegen die Menschheit.

Gut, jetzt war ein Jahr im Vergleich zu seiner Existenz auf der Erde nur ein Wimpernschlag, aber… es hing seitdem ein kaum erkennbarer Schleier in der gesamten Sphäre, wie eine schmierig-braune Patina legte der sich auf allem, was auf dieser Welt kreuchte und fleuchte. Keiner der armen Seelen um ihn herum bemerkte das. Der gottverdammte… der Allmächtige möge mir verzeihen, Dämon hatte recht!

Das war das große Durchatmen, um dann erneut auszuholen. Der Engel blickte sich um… die Welt war im Grunde wie immer, die allermeisten liefen umher wie Datenzombies, gebückt, mit den Augen auf ihrem Bildschirm am Mobiltelefon… Aziraphale kam im Moment nicht drum herum zwei der modernen Untoten zusammen stoßen zu lassen und ein kleines Wunder geschah… sie sahen sich in den Augen und redeten plötzlich wieder miteinander! Ein echtes Miniwunder…

Zufrieden schritt er gemächlich weiter, träumte ein wenig von einer Welt, in der die gesamte Menschheit in völliger Harmonie und im Einklang mit allen anderen Kreaturen lebte,… eine wunderschöne Welt! Der unzeitliche Glockenschlag, der ihm wohlbekannten Great Bell, schlug vehement auf dieses Traumgespinnst ein und holten den Engel wieder in die reale Welt.

„Benjamin… was ist?“, ab und zu redete er mit den Glocken, insbesondere mit Ben… er heilte damals seinen erneuten Riss und segnete ihn. Für ihn hatten auch die Glocken eine gewisse Art von Seele. *

*Und sie hatten einen eigenen Willen, Aziraphale war über Bens 17 Tonnen nicht erfreut, die 17 hatte für ihn einen dämonischen Schatten, doch Ben wollte es so… der Engel überzeugte ihn letzten Endes schließlich doch, dass zwei Mal die göttliche Ziffer besser waren.


Doch in diesem Augenblick rief diese Glocke Alarm, es war irgendetwas im Gange oder war zumindest im Begriff in Gang zu kommen. Noch mulmiger wurde es ihm, als eine Ente ganz in seiner Nähe urplötzlich zusammenbrach und… starb. Einfach so… ‚Niemand, grummelte er in seinen Gedanken, ‚…niemand starb einfach so in seiner hell erleuchteten Gegenwart! Hell erleuchtet… ein wenig gedimmt war seine göttliche Aura schon, aber… trotzdem!

Er hob den toten Vogel hoch und… jetzt hätte der immer noch Gesandte Gottes einen laut schimpfenden Erpel erwartet, doch das arme Tier blieb… tot! Das erste Mal in seinen jetzt schon über 6000 Jahren. Er stieß ein hochbesorgtes „OHHH!“ aus. Das war alles andere als friedvoll und harmonisch…

##

Closed!


Er beließ das Schild an seinem Laden auf geschlossen, seine Engelssinne täuschten ihn offenbar nicht, irgendetwas war im Begriff… anzufangen? Oder war etwas nur noch nicht ganz zu Ende und hat nur so ein Jahr lang gebraucht, um Luft zu holen.

Vielleicht hätte jetzt Agnes Bescheid gewusst… aber gnädiger Weise waren ihre Weissagungen mit der Absage der Apokalypse zu Ende… vielleicht… vielleicht… etwas sehr indisponiert flatterte der Himmelsbote durch seinen Buchladen. All diese Bücher über diverse zukünftige Ereignisse waren schlicht weg nutzlos.

Die Rätselverse des Nostradamus waren nur noch so verworren, dass nicht einmal mehr er selbst in der Lage war dieses Kauderwelsch zu entschlüsseln, Ottwell Binns‘ Aufzeichnungen waren doch eher Science-Fiction, als Prophezeiungen, vielleicht meinte auch sein Verleger er könnte mit seinem Namen Ward Lock Eindruck schinden…Mother Shipton war ihm zu unpräzise… und nur auf London bezogen. Das große verheerende Feuer von 1666 konnte sie so gerade noch sehen, vielleicht wegen der interessanten Kombination der Zahlen, aber was ging es ihm an, dass im Jahre 1999 der letzte Nachfahre irgend eines Earls, ohne Nachkommen verstarb und auch noch, weil er damit beschäftigt war Straßenlöcher in Blackburn, Lancashire zu zählen…**

**Der Ordnungshalber, es waren um die 4000 und der werte Nachfahre wurde bei dieser Tätigkeit von einem Bentley überfahren. Fahrzeug inklusive Fahrer verschwanden auf Nimmerwiedersehen.


Sollte er Crowley anrufen? Vielleicht… (schon wieder ein vielleicht) wusste der Dämon mit seinen dunklen Fähigkeiten etwas mehr.

„Hmmm…“, der Engel schnaubte verhältnismäßig laut und zog nun irgendein unbestimmtes Buch heraus, eigentlich ziemlich blindlings, denn gezielt und er erwischte…

Die geprüfte und vom Vatikan bestätigte erste Übersetzung der… Bibel… Altes Testament (Bonus, ein Handschriftlicher Abdruck von der Offenbarung des Johannes…in Auszügen)

„Und Das soll mir nun helfen?“, rief er etwas gefrustet gen Himmel. „Natürlich… Nicht! Aziraphale!“ eine im besten Zwirn gekleidete Gestalt löste sich aus dem Schatten heraus und schritt erhaben auf ihn zu… der Mann war auch nicht allein.

Der andere war im schlichten Weiß, schlank und groß. Dessen lange schwarze Locken lagen wie sanfte Wellen auf seinen Schultern und der Engel, den Aziraphale sehr gut kannte, trug schwer an etwas, das der himmlische Buchhändler lieber nicht in seiner Nähe gehabt hätte, so die Bemerkung seines Magens.

„Nett von dir, den Laden gleich zu schließen, das nenne ich Gastfreundschaft!“, Gabriel grinste mit seinem unvergleichlichen Charme und ohne Worte bat er seinen Begleiter sein offenbar sehr wertvolles Mitbringsel auf einem kleinen runden Tischchen abzulegen.

„Ohh bitte, bitte, gern geschehen, Gabriel…“, übernervös spielte der Engel mit seinen Fingern. „Schön dich wieder zu sehen und Xathanael… was verschafft mir denn die Ehre deiner… Gegenwart?“, sein Lächeln war so offensichtlich gekünstelt, aber der gezwungene Gastgeber versuchte höflich zu bleiben, was ihm äußerst schwer fiel. Denn wenn Xathanael, der Strafengel, mit von der Partie war, dann konnte Das nichts Gutes für ihn bedeuten. Aber Strafe hielt oder her, eigentlich wurde ‚er‘ doch schon zur Rechenschaft gezogen.

Aber VIELLEICHT… ist Gabriel oder ein anderer der himmlischen Schar dahinter gekommen, dass nicht er selbst im Höllenfeuer stand. Wenn ja… dann sah es ziemlich schlecht, sogar verdammt schlecht für ihn aus.

„Raphael, mein alter Kampfgefährte… wie geht es dir denn… wie ich sehe, hast du dein Schwert wieder hergeben müssen… wie schade.“, der schwarzhaarige Engel klopfte sachte auf das ominöse Päckchen… Paket.

„Aziraphale… bitte! Und ja, ich hielt es für besser das Schwert wieder herzugeben, außerdem sind Bücher eine viel mächtigere… Waffe!“, nicht dass er eine nötig gehabt hätte.

Diese beiden Vertreter der Höchsten Autorität lächelten sich nur gönnerhaft an, Aziraphale war das schon längst zuwider und ihm wäre es nur recht gewesen, wenn sie sich so schnell wie möglich aus dem Staub gemacht hätten.

„Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen… mein Lieber, wir haben ein Geschenk für Dich gefunden… ein Buch!“, säuselte Gabriel mit dem heiligen Klang seiner Stimme und… wieder nur mit einem Kopfnicken übergab er das Wort an der schwarzhaarigen Schlanken.

„Ein besonderes Buch… und dir obliegt es darauf aufzupassen! Und weil das eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe ist… werde ich dir dabei helfen und als… Assistent dienen.“

Aufpassen…? Helfen…? Dienen…? Verdammt… und nun fluchte Aziraphale wirklich, denn das konnte er am wenigsten brauchen… einen Aufpasser und nichts anderes war Xathanael offensichtlich.

VER-DAMMT!

Und was war das für ein Buch? Etwas verschwommen konnte er auf dem ledernen Einband eine sehr alte Schrift in Gold erkennen… und das wollte er auf keinen Fall wahrhaben… alles, nur DAS nicht!

ܫܰܒܥܳܐܛܰܒܥܳܐ


Und ihm wurde bitter kalt!
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