Liebe ist nicht nur ein Wort , Teil 1 (Überarbeitet)

von PL Dent
GeschichteFamilie, Fantasy / P18
Draco Malfoy Gabrielle Delacour Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character)
13.06.2019
16.10.2019
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Freitag, 4. Dezember 1994


Sie hätten verschlafen, wenn Blinky nicht um Acht Uhr nach ihnen geschaut hätte.
So beeilten sie sich und konnten in der schon weihnachtlich geschmückten Großen Halle noch gemeinsam mit den Schülern und Lehrern Frühstücken.

Neben dem Rednerpult stand eine riesige Fußbodenvase mit Kirschzweigen.
Harry wurde mehrfach gefragt was das zu bedeuten hatte, aber er wusste es auch nicht.

Auch Hermine war überfragt.

Als es Harry zu bunt wurde rief er Dobby und erkundigte sich bei ihm.
„Da wird der Master wohl Hansy fragen müssen. Der ist ganz aus dem Häuschen, das es den Schülern gestern so gut geschmeckt hat und kein Krümmel übrig geblieben ist.
Er ist in der Nacht noch nach Deutschland zu seinen Verwandten gereist und hat von dort die Kirschzweige und die Vase mit gebracht.“

Auf einen Fingerschnipp von ihm erschien der leicht Müde, aber doch übers ganze Gesicht strahlende Hansy und erklärte die Barbarazweige Tradition.

Entgegen jedem normale verhalten eines Hauselfen flüsterte er Harry noch eine weitere Überraschung ins Ohr, für die er seine Hilfe brauchen würde.

Von seinem eigen Handeln überrascht, wollte er sich dann selbst bestrafen.

Harry der dieses Verhalten zu genüge von Dobby kannte verbot es ihm aber ausdrücklich, mit einem geheimnisvollen lächeln.

oOoOo


Professor Mc Gonagall ging um Viertel vor Neun den angekündigten Besuch am Eingangstor abholen.

Für die Mitglieder des Schulausschusses hatten die Hauselfen einen extra Tisch aufgestellt.
Kannen mit Tee und Kaffee lagen unter einem Wärmezauber und auch Kaltgetränke unter einem Kältezauber standen darauf bereit.

Professor Mc Gonagall führte Mrs. Jenkins, Albert Runcorn, Katie Leung, Bob Ogden und Mrs Chang zum Tisch und begrüßte sie nochmal offiziell auf Schloss Hogwarts.
Dann sagte sie: „Lord Potter würden sie bitte den weiteren Ablauf übernehmen?“

Harry seufzte, erhob sich dann aber und ging ans Rednerpult.

„Auch ich heiße sie herzlich willkommen und Danke für ihr Interesse.
Bevor wir jetzt beginnen können, möchte ich sie aber bitten sich die Menükarte des heutigen Tages anzusehen und ihre Wahl zu treffen, damit die Hauselfen alles nach Wunsch vorbereiten können.“

Ein raunen ging durch die kleine Gruppe, als man die Veränderung der Mahlzeiten sah.

Mrs. Jenkins fragte: „Wollen sie das beibehalten, Lord Potter.
Ich habe von diesen Gerichten zwar schon gehört, aber probiert habe ich sie noch nicht.
Schmeckt das Überhaupt.“

Jetzt waren es die Schüler die Unruhig wurden.

Harry: „Mrs. Jenkins, wenn ich richtig informiert bin?“

Diese nickte.

„Ich habe mich zuletzt mit den Hauselfen aus der Küche unterhalten.
Der Berg Essensreste, den die Hauselfen für gewöhnlich entsorgen müssen, hat sich in dieser Woche halbiert und wir hoffen auf eine einstellige Wegwerfquote zu kommen.
Gestern Nachmittag, nach einem Überraschungsessen, fanden die Hauselfen nur noch blanke Teller vor.
Können sie sich an so ein Ereignis erinnern?“

Allgemeines Kopfschütteln.

„Dann treffen sie doch die Wahl zwischen Menü 2 und 3 .
Von mir aus als alternative auch der Salatteller, der erfreut sich auch wachsender Begeisterung.

Grundlage für jede Pizza ist ein dünner Teig aus Mehl, Hefe, Wasser, etwas Salz und Olivenöl. Auf dem Teig wird nach dem er ausgerollt wurde , dünn Tomatensoße mit Oregano verteilt.
Die Pizza von Menü 2 wird mit Schinken, Salami und frischen Pilzen belegt und mit geriebenem Käse bestreut.
Die andere Pizza wird mit gedünsteten Spinatblättern belegt und als Käse wird Gorgonzola verteilt. Also alles natürliche Zutaten.
Probieren sie es aus.
Hungrig werden sie uns nicht verlassen müssen.
Die Hauselfen sind für alle Eventualitäten gerüstet.“

Die Mitglieder trafen ihre Wahl und endlich konnte es Los gehen.


Da es von Gruppe eins nichts Neues zu berichten gab, übernahm die Vertretungslehrerin für Pflege Magischer Geschöpfe Professor Wilhelmina Raue-Pritsche die Vorstellung der Ergebnissen von Projektgruppe 2.
Die Professorin zählte dabei auf welche Freizeit- und Sportmöglichkeiten bei der Gruppe in die engere Wahl gekommen waren.
Dann zog sie ein Fazit :
„Bei der Vielzahl an erwünschten Sportmöglichkeiten in geschlossenen Räumen, erscheint uns der Neubau einer dreifach Turnhalle mit angrenzenden Umkleiden und Duschen am Sinnvollsten zu sein.
Geräteräume inklusive.
Ein Hallenbecken um 25 Meter Bahnen zu schwimmen sollte auch nicht fehlen.
Für den Außenbereich stellte sich die Gruppe vor, den Quidditch Platz auch für andere Rasensportarten zu öffnen.“

Das sorgte für Unruhe bei den Qudditch Spielern, die ihre Trainingsmöglichkeiten in Gefahr sahen.
Harry beruhigte die Gemüter aber wieder, in dem er sagte, das man dafür schon eine Lösung finden würde.

Dann stellte Madam Pomfrey das Projekt der 3 Gruppe vor. Hier waren besonders die Schüler, die noch keine Ahnung von der Materie hatten mucksmäuschenstill.

Madam Pomfrey holte erst mal weiter aus.
Sie erzählte davon, das die Muggel durch Fluggeräte in der Lage waren, Menschen und Sachen in den Weltraum zu transportieren. Sogar schon auf dem Mond gelandet waren.

Die meisten schüttelten ungläubig die Köpfe.

Dann erzählte sie von Satelliten, die die Welt umrunden. Bilder von der Erdoberfläche machen und Signale von einer Region der Erde weiterleiteten in eine andere Region. Die Geschwindigkeit der Übertragung der Bilder und Signale zur Erde zog die Schüler in den Bann.

Dann ging es um die Umsetzung und den Nutzen für das Schloss.
Hier übergab Madam Pomfrey aber wieder an Harry.

Harry sagte: „ Bevor ich euch allen erkläre was ihr euch unter Computer und Internet vorstellen könnt, muss ich etwas grundsätzliches loswerden.
Unsere Magie ist Gift für jede Datenverarbeitung, die wir als Signal aus dem Weltraum erhalten bzw. auch zurück schicken. Deshalb müssen hier die geplanten Computerräume mit speziellen Materialien gegen Fremdstrahlung geschützt werden und in den Räumen darf auch nicht gezaubert werden. Tut ihr das doch, bricht die ganze Übertragungstechnik zusammen und muss Mühsam wieder aufgebaut werden.
Ihr werdet es Hassen, wenn das passieren sollte.

Nun zu den Computern, der sogenannten Hardware.
Vereinfacht gesagt, schaut ihr nur auf einen Bilderrahmen, den man Bildschirm nennt.
Auf ihm seht ihr alles, was ihr über ein Hilfsteil an Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen eingebt.
Dann habt ihr noch einen Zeiger zur Verfügung mit dem ihr an jede X-beliebige Stelle auf den Bildschirm gelangen könnt. Das Ding nennt man Maus.
Dazu gehört noch ein Kasten, in dem die Seele des ganzen steckt. Dieser braucht uns jetzt aber nicht weiter zu interessieren.
Von dem Kasten, der mit vielen weiteren Kästen verbunden ist, geht ein mehrfach isolierter Metalldraht zur Empfangs-/ Sendestation in einem magisch fixierten Ballon, der knapp über den Sicherheitszaubern schwebt.
So sind wir trotzdem weiter geschützt, können aber mit der ganzen Welt uns unterhalten.
Parvati und Patma Patil könnten sich so mit ihren Verwandten in Indien unterhalten, als ob sie sich über den Tisch Briefe hin und her schieben.
Nichts anderes bedeutet es eine E-mail zu verschicken, von der Draco gesprochen hat.

Das ist aber noch nicht alles. Ich habe ja schon gesagt, das ihr alle Informationen abrufen könnt, die zur Verfügung gestellt werden.
Zur Zeit aber nur die Informationen der Muggel.

Das können Wetterdaten oder auch Geschichtsdaten sein.
Informationen über Länder, Pflanzen und Tiere.
Kochrezepte, wen das interessiert, oder die Neuste Mode.

Einkaufen im Internet wird auch ein immer größerer Markt bei den Muggeln.
Diese sehen sich auf dem Bildschirm an, was es in London oder irgendwo anders zu kaufen gibt. Informationen über das Produkt stehen daneben. Wenn es gefällt, wird es per Mausklick bestellt. Meistens schon am nächsten Tag wird ihnen dann der gewünschte Gegenstand an eine Wunschadresse geliefert.

Für uns Zauberer und Hexen gibt es diese Möglichkeit noch nicht, es sei denn sie haben Kontakte in die Muggelwelt. Deshalb werde ich später mal mit den Kobolden sprechen. Die arbeiten ja schon mit Harrods zusammen. Vielleicht können die ja etwas arrangieren.

Hermine und ich werden die Gehälter von zwei Zauberern übernehmen, die Informatik bei den Muggeln studiert haben. Sie werden interessierten Lehrern und Schülern, die Neues kennen lernen wollen, einweisen und alles weitere zeigen und erklären.

Das Internet bietet euch dann aber auch die Möglichkeit ein Fernstudium zu beginnen wie von Luna angesprochen.
Hermine , Ginny und ich wollen diese Möglichkeit auch nutzen und ich weiß von mindestens einem Schüler, der das auch machen möchte.

Ihr könntet so jetzt schon parallel per Fernstudium ein Muggelabi machen und anschließend Muggelfächer wie Informatik studieren.
Die Muggel haben aber noch viel mehr Berufsfelder zur Auswahl.
Berufsfelder, die den Einen oder Anderen von euch auch begeistern könnten.

Allen die die Muggel belächeln, rate ich genauer hinzusehen.
Macht eure eigenen Erfahrungen und plappert nicht nach, was euch vorgesagt wird.

So jetzt haben wir Halb Elf und auch die Hälfte der Projekte abgeklappert. Wir machen jetzt eine kleine Pause von einer halben Stunde.

Die Hauselfen werden …
Sorry, servieren gerade Obst und Erfrischungsgetränke.

Nach dem Mittagessen werden dann Fragen beantwortet.“

Albert Runcorn und Bob Ogden ließen sich von der Ankündigung aber nicht aufhalten, gingen auf Harry zu und warfen ihm Stimmungsmache gegen das Ministerium vor.

Der war vollkommen überrascht und fragte nach, wie sie denn darauf kämen.

Bob Ogden meinte: „Das liegt doch auf der Hand.
Das Ministerium wird ihr Vorhaben stoppen und dann haben wir es mit Dutzenden von Beschwerdebriefen zu tun, weil sie den Schülern und Lehrern falsche Hoffnungen gemacht haben.“

Harry musste über die Engstirnigkeit schmunzeln:
„Mr. Ogden.
Das Projekt wird von mir und meiner zweiten Frau Hermine finanziert und allen im Schloss kostenlos zur Verfügung gestellt.
Wir sind ja wie sie Wissen sollten die Eigentümer des Schlosses.

Die Möglichkeit den Computer und das Internets zu nutzen sind ein Angebot und es richtet sich an alle Schüler und Lehrer. Wer es nutzen möchte tut dies auf freiwilliger Basis und sie werden damit ja nicht sich alleine überlassen.

Wir verstoßen nicht gegen die Geheimhaltung,
gefährden keine Schüler und
alles geschieht Freiwillig.

Also, es gibt keinen mir ersichtlichen Grund, weswegen uns das Ministerium das verbieten könnte.“

Mr. Ogdens Mund öffnete und schloss sich wie bei einem Fisch, der auf Land gezogen wurde.

Er und Mr. Runcorn setzten sich und grübelten.
So schnell wollten sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.


Nach der Pause ging dann Hermine ans Rednerpult.

Zuerst ging sie die Regelunterrichtsfächer in Alphabetischer Reihenfolge durch.
Dabei nahm sie kein Blatt vor den Mund und sagte ihre Meinung.

Professor Binns bekam von ihr die Schulnote M (Mies) und Professor Trelawney sogar ein S (Schrecklich).

Es gab nur wenige Schüler, die sie für ihre Ehrlichkeit beschimpften.
Die betroffenen Professoren reagierten unterschiedlich.

Während Professor Binns ankündigte seine Stelle zur Verfügung zu stellen sobald ein Nachfolger gefunden wäre, ging Professor Trelawney zu den Mitgliedern des Schulausschusses und sagte ihnen absolut Wirre den baldigen Tod voraus.

Madam Pomfrey brachte sie deshalb mit sanfter Gewalt auf die Krankenstation und nahm Blutproben, die sie zu Analyse Zwecken ans Mungos Krankenhaus weiter leitete. Sie war seit der Geschichte mit Dumbeldor skeptischer geworden und ging lieber auf Nummer sicher.

Da die Professorin auch auf der Krankenstation keine Ruhe gab, gab sie ihr ein starkes Schlafmittel. Nachdem Madam Pomfrey sicher war, das die Professorin schlief, ging sie wieder zurück in die Große Halle.
Sie hatte die angedachten, Neuen Schulfächer verpasst.

Hermine hatte sie als Arbeitsgemeinschaft, in Kurzform AG, bezeichnet, die man testen und bei Bewährung in den Regelstundenplan aufnehmen könnte.
Fremdsprachen, Heimatkunde, Sport und Rechnen würden Abiturvorbereitungen erleichtern, wenn Schüler ein Studium bei den Muggeln anstrebten.
Hauswirtschaft, Erste Hilfe , Recht , Duellieren und Etikette erhöhten den Fächerchanon auf 24.

Lob und Spot hielten sich die Waage über die Neuen Fächer.

Heftiger wurde diskutiert über den Vorschlag Verteidigung gegen die Dunklen Künste wieder abzuschaffen und das ursprüngliche Fach Dunkle Künste dafür wieder aufzunehmen.

In den anderen Zauberschulen war es immer noch ein Regelschulfach und das gab allen zu Denken.