Ist das das Ende?

von Jassy-22
GeschichteAllgemein / P16
Conan Edogawa Gin und Wodka "Männer in Schwarz" Heiji Hattori Kaito Kid / Kaito Kuroba Ran Mori Shinichi Kudo
12.06.2019
07.11.2019
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Langsam öffnete Conan die Augen. Er starrte an die Decke. Heute war der 4. Mai. Es war sein Geburtstag. Und noch schlimmer: es war auch Shinichis Geburstag. Ran hatte die vergangenen Tage immer wieder versucht ihn zu erreichen. Und wenn Conan den traurigen Blick nicht mehr ertragen hatte, dann war Shinichi ans Telefon gegangen. Doch stets war das einzige Gesprächsthema immer nur der Geburtstag gewesen. Dabei brachte es Shinichi einfach nicht mehr fertig Ran zu enttäuschen. Denn er musste ihr jedes Mal absagen. Er konnte nicht kommen. Er konnte keine Zeit mit ihr verbringen. Er konnte sie nicht in seine Arme schließen. Er konnte ihr nicht in ihre wunderbaren Augen sehen und sich darin verlieren. Er konnte ihr nicht seine Gefühle gestehen.  Alles was er wollte war durch die Tatsache, dass er in einem Kinderkörper gefangen war, unmöglich geworden. Alles was er sich zu diesem Geburtstag wünschte, war Zeit mit Ran zu verbringen. Nicht als der kleine Conan, sonder als Shinichi. Er wollte ihr endlich seine Liebe gestehen. Er wollte ehrlich zu ihr sein. Er wollte sie nicht mehr verletzen müssen. Denn das hatte sie nicht verdient. Sie war der wunderbarste Mensch, den er je gekannt hatte. Und sie muste nun endlich das bekommen was sie verdient hatte: die Wahrheit.
"Conan! Komm runter. Das Frühstück ist fertig!"
Conan stöhnte. Er konnte nicht mehr in dieses gequälte Gesicht sehen. Aber ihm blieb keine andere Wahl. Wenn er ihr als Shinichi schon keine Freude bereiten konnte, dann musste er wenigstens als Conan sein Bestes geben um Ran glücklich zu machen. Also schwang er sich aus dem Bett und trapte die Treppe nach unten. Ran hatte wie immer ein wunderbares Frühstück zu bereitet. Und auf dem Tisch stand schon sein Geschenk. Er musste lächeln, denn er wusste bereits was drinnen war. Ran hatte nämlich Shinichi nach seiner Meinung gefragt. Shinichi hatte Ran einen neuen Krimi empfohlen. Und weil Ran sich immer noch auf Shinichi verließ, hatte sie natürlich eben dieses Buch besorgt.
"Wow Ran, das sieht wahnsinnig gut aus."
Ran stand am Herd und drehte sich mit einem bezaubernden Lächeln auf den Lippen zu ihm um. Ihre Augen glänzten, sie hatte geweint. Gestern Abend hatte Shinichi Ran per SMS mitgeteilt, dass sie sich heute nicht treffen konnten. Er wollte sie anrufen, doch er hätte es nicht ertragen sie am Telefon weinen zu hören. Es war schlimm genug sie am nächsten Tag so sehen zu müssen.
"Danke Conan, das bedeutet mir viel dass du das sagst."
Ran näherte sich Conan und ging in die Knie. Nun waren sie auf Augenhöhe. Ran versuchte das herzlichste Lächeln auf zusetzten, dass ihr gebrochenes Herz erlaubte.
"Alles Gute zum Geburtstag Conan".
Ran schloss Conan in ihre Arme. In diesem Moment fühlte er sich unglaublich unwohl. Er merkte, dass Ran versuchte stark zu sein, doch es gelang ihr nicht. Sie begann zu weinen. Sie weinte leise und kaum merklich. Aber Conan kannte sie einfach zu gut. Er wusste, dass sie diese Situation mit Shinichi nicht mehr länger ertragen konnte. Er wollte und konnte sie nicht mehr in dieser Situation lassen.
Plötzlich klingelte sein Handy und riss ihn aus seinen Gedanken. Ran hatte ihn noch nicht losgelassen und so konnte er nicht an sein Handy ran.
"Ran, darf ich bitte schnell rangehen?"
"Natürlich! Tut mir leid, Conan." Ran ließ Conan los und lächelte ihn an. Die Tränen hatten einen leichten Glanz in ihrem Gesicht hinterlassen.  Der Anblick brach Conan das Herz. Doch er versuchte zu lächeln.
Ran ging wieder an den Herd, an dem gerade etwas ein einer Pfanne bruzelte. Conan schaute Ran kurz hinterher, bevor er sein Handy aus der Hosentasche fischte.
Der Name "Ai" blinkte auf dem Bildschrim auf.
"Hallo? Ai?"
"Na, Kudo. Herzlichen Glückwunsch."
Conan drehte sich weg um sicher zu gehen, dass Ran nicht zufällig etwas hören würde.
"Dein Geburtstag ist jedoch nicht der Grund wieso ich anrufe. Ich habe gute Neuigkeiten."
"Ja?"
Conan versuchte sich in der Gegenwart Rans ruhig zu verhalten oder er war sichtlich nervös vor dem was Ai gleich sagen würde.
"Komm vorbei, ich denke ich habe ein Gegenmittel. Wenigstens für ein paar Stunden."
Conan traute seinen Ohren nicht. Hatte Ai das wirklich geschafft? Ein Gegenmittel? Und das an seinem Geburtstag. Konnte er wenigstens etwas von dem was er Ran angetran hatte wieder gut machen? Er musste jedoch ruhig bleiben, damit Ran keinen Verdacht schöpfte.
"Danke, ja, ich komme sofort."
Conan klappte das Handy zu und steckte es wieder weg.
"Du Ran, Professor Agasa und die Detective Boys wollen heute einen Ausflug mit mir machen. Weißt schon, als Geburtstagsgeschenk. Ist das ok?"
"Aber natürlich Conan, viel Spaß. Aber meld dich bitte mal ja?"
Ran stand mit dem Rücken zu Conan und er wusste auch warum. Er hatte wieder ihr Herz gebrochen. Diesmal jedoch als Conan. Conan lief zu Ran und umarmte ihre Beine.
"Danke Ran, du bist die Beste." Dann ließ er sie los. Und rannte in sein Zimmer hoch um sich schnell umzuziehen. Währenddessen lies Ran den Kopf hängen. Sowohl Shinichi als auch Conan hatten sie heute versetzt. Aber dann konnte sie wenigstens die Wohnung aufräumen und vielleicht etwas Zeit mit Sonoko verbringen. Tränen bahnten sich erneut den Weg über ihr Gesicht. Doch diesmal würde sie nicht weinen. Sie wollte einfach nur glücklich sein. Also schüttelte sie den Kopf in der Hoffnung so auch die Tränen und die Traurigkeit wegschütteln zu können. Doch so einfach war dies leider nicht.
In der Zwischenzeit hatte Conan sich umgezogen, schnappte sich sein Skateboard und machte sich auf den Weg zum Haus von Professor Agasa. Ein Strahlen lag auf seinem Gesicht. Konnte es wahr sein? Ein Gegenmittel? Auch wenn es nur ein paar Stunden hielt, dann war es das beste Geburtstagsgeschenk, dass er jemals erhielt. Er konnte es kaum erwarten endlich beim Professor angekommen zu sein. Ein paar Minuten und Schmerzen später und er würde endlich Ran als Shinichi gegenüber treten können. Er würde endlich das tun was er schon immer tun wollte und schon früher hätte tun sollen. Er würde ihr seine Liebe gestehen. Es war an der Zeit. Es konnte nicht mehr warten. Und irgendein Gefühl bestärkte ihn unglaublich in dieser Tatsache. Es musste heute noch geschehen.
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