Liebe kennt keine Grenzen ConnorxOc/ConnorxFem.Reader [Neue Kurzgeschichten/OS Sammlung]

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Amanda Connor Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK900
12.06.2019
12.06.2019
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So liebe Deviant-Connor Fans. :-D
Hiermit melde ich mich mit einer neuen, Kurzgeschichten/OS Sammlung zu DBH mit dem RK800 alias Connor wieder. Vielleicht, werde ich in dieser Sammlung nicht immer so auf das Spiel achten, also vom originalen etwas abweichen. Auch werden hier meistens Kurzgeschichten mit meiner eigenen OC erscheinen aber hin und wieder, werden es auch wieder kleine xReader Storys werden. So wie ich manchmal wahrscheinlich, auch ein paar Ministorys hochladen werde, wo ich aus der Sicht von unserem Lieben (vielleicht aber auch nicht immer ;-P) Connor schreibe. Aber seht selbst und habt wie immer viel Spaß. ;-D

Eure Connor-4-Ever

Ich verdiene hiermit kein Geld und ich leihe mir die Figuren nur aus.
Und ein großes Dankeschön an das DBH Team, David Cage, Bryan Dechard … und und und, die das Spiel so großartig gemacht haben und zu so vielen Ideen angeregt haben.

Aber auch ein extra großes Lob an Bryan Dechard, ohne deine großartige und einzigartige schauspielerische Leistung, des Androiden Connor, wäre das alles hier (was das gesammte Fandom von DBH betrifft) gar nicht erst zustande gekommen. Wir ❤ dich! :3

Connor Army los! xD


~*~


Es ist viertel nach acht am Abend, als ich bemerke, das ich wohl während der Arbeit eingenickt war. Gähnend Strecke ich mich und hebe entspannt meine Arme in die Luft. Heute war eh nichts Besonderes gewesen, die meisten sind anscheinend schon auf dem Heimweg, weshalb es wohl niemand mehr interessiert, dass ich während der Arbeit eingeschlafen war. Auch der Captain ist längst nicht mehr in seinem Büro, bemerke ich als ich Richtung Bürotür Blicke. Irgendwie ist das komisch, normalerweise ging hier immer die Post ab, am Donnerstagabend. Erst jetzt realisiere ich, dass ich anscheinend sogar bereits ganz alleine hier im Polizeipräsidium sitze. Nicht einmal den Androiden, der hier immer die Böden reinigt, wenn alle außer Haus sind, kann ich irgendwo entdecken. Nicht das es mich stört, wenn ich mal alleine bin, aber irgendwie macht sich schon so etwas wie Furcht in meinem inneren breit. Wenn alle anderen Weg waren, warum soll ich dann noch hier herumsitzen und dass, Mutterseelen allein? Also schnappe ich mir meine Tasche, stecke meine letzte Akte hinein, die ich noch bearbeiten muss, greife nach dem Autoschlüssel und stehe auf. Kurz bevor ich an der Tür ankomme, fällt meine Tasche zu Boden. Ich habe den Reißverschluss nicht zugemacht, weshalb nun alles auf dem Boden liegt.

Mein Mascara rollt einige Millimeter von mir weg und die Blätter aus der Akte sind ebenfalls etwas herausgerutscht. „Verfluchter Mist", fluche ich und Räume die Sachen wieder in meine Tasche. „Detektiv Anderson? Was machen Sie da, ist alles in Ordnung?", erschreckt mich eine tiefe mir, all zu gut bekannte Stimme. Erschrocken wende ich mich der Person zu, die hinter mir steht und fragend auf mich herunterblickt. „Oh Connor. Du bist es. Du hast mich erschreckt. Ich dachte, nur ich bin noch hier!", sage ich und Räume weiter meine Tasche ein. Ich will gerade nach dem Mascara greifen, jedoch hat sich der Android bereits zu mir, auf den Boden gekniet und hebt mir, den Stift ähnlichen Gegenstand hin. „Danke Connor. Das ist lieb von dir!", bedanke ich mich und sehe wie der Android mir zunickt. „Selbstverständlich Detektiv." Fragend Blicke ich ihn an. Anscheinend bin ich doch nicht mehr ganz alleine hier gewesen. „Was machst du eigentlich noch hier? Musst du über Nacht nicht zurück zu CyberLife?", will ich wissen worauf der Android ein weiteres Mal bejahend nickt. „Ja normalerweise schon, da sie aber noch hier waren, während alle anderen gegangen sind, dachte ich mir, ich warte, bis sie wieder ansprechbar sind, um sie dann nach Hause zu begleiten. Falls das kein Problem für sie ist?", fragt er mit schief gelegtem Kopf, worauf ich anfange zu lächeln. „Klar doch, sehr gerne Connor. Du weißt ja, ich bin nicht wie Hank. Ich freue mich immer, wenn du mir Gesellschaft leistest." Erwidere ich, worauf ich auch von Connor ein Lächeln geschenkt bekomme. Es kommt mir zwar nicht ehrlich vor, da ich weiß, dass dies nur eine Reaktion aus seinem Sozialmodul ist, aber gibt mir dieses lächeln trotzdem ein gutes Gefühl.

Also begleitet mich der Android zu meinem Wagen und öffnet mir die Beifahrertür – ich bin ohnehin immer noch viel zu müde um selbst nach Hause zu fahren. „Wie lange habe ich den geschlafen? Und wieso habe ich keine Standpauke von Fowler deswegen bekommen?", frage ich den RK800. Normalerweise schlafe ich nicht mitten während der Arbeitszeit ein. Heute war aber auch wirklich ein merkwürdiger Tag. „Das könnte daran liegen, dass heute ein Footballspiel im Fernsehen lief. Die Detroit Lions gegen die New York Giants. Aber nachdem die Detroit Lions eins zu sechs verloren haben, sind alle enttäuscht nach Hause gefahren." Dann fiel es mir wieder ein. Jetzt weiß ich wieder warum ich eingeschlafen war. Wenn ein bedeutendes Footballspiel im Fernsehen lief, dann konnte man davon ausgehen, dass an diesem Abend nicht viele Verbrechen begangen wurden. Sogar die kriminellen, legten an solchen Tagen eine Pause ein und fieberten fleißig mit ... was aber nicht für mich gilt, ich stand noch nie so auf Football, was wohl auch ein Grund dafür gewesen war, mich für ein Nickerchen zu entscheiden. Während alle anderen sich in den Pausenraum und in Fowlers Büro versammelt hatten, um sich dort gemeinsam das Spiel anzusehen. Meinen Kopf lehne ich an der Kopflehne an und schließe meine Augen. Connor sitzt neben mir und starrt konzentriert auf die Straße.

Doch nach wenigen Minuten stoppt der Wagen und habe ich das Gefühl, dass zwei braune Augen mich nun ebenfalls konzentriert zu mustern scheinen. Ich ziehe kurz meine Augenbrauen zusammen und öffne meine Augen. Meinen Kopf drehe ich zur Seite und erschrecke plötzlich leicht. Die Augen des Androiden sind tatsächlich auf mich gerichtet und sehe ich, wie das Licht seiner LED an der Schläfe rot rotiert. Zuerst zögere ich, brauche ein paar Sekunden, bis ich meine Stimme wieder finde. Irgendwie ist mir diese Situation unangenehm, fast schon furchteinflößend. Ehrlich gesagt, habe ich mich in Connors Gegenwart noch nie zuvor so gefühlt – ihn als unheimlich empfunden. Irgendetwas stimmt nicht mit dem Androiden, dieser Tag wurde echt immer schräger, wünsche ich mir, in dem Augenblick er wäre schon längst vorbei ...
„Co ... Connor? Ist ... ist alles in Ordnung mit dir?", frage ich woraufhin ich, aber zunächst keine Antwort bekomme. Jedoch lehne ich meinen Oberkörper etwas zurück, da mir der Android plötzlich näher kommt. Seine LED rotiert immer noch, scheint aber in ein dunkleres rot überzugehen. Der Android kommt näher und näher, solange bis ich mit dem Rücken gegen die Autotür lehne und sofort hinausfallen würde, würde sie jetzt jemand öffnen.

Diese ganze Situation wird von Mal zu Mal verstörender, Connors Blick eindringlicher. Er scheint aber irgendwie nicht wirklich da zu sein. Als wäre er in einer Art Trance. Ich schüttele fragend meinen Kopf, vielleicht stimmt irgendetwas nicht mit seinem System? »Können Androiden eigentlich einen Kurzschluss bekommen?«, frage ich mich, erschrecke aber plötzlich ein weiteres Mal. Die Hand des RK800 legt sich auf meinen Oberschenkel, sie fühlt sich schwer an, so als drücke er mich herunter. Langsam muss ich versuchen, mich irgendwie aus dieser Situation herausmanövrieren, ihn dazu bringen wieder den Abstand zwischen uns zu vergrößern. „Connor hör auf damit! Du ... du machst mir Angst, hörst du? ... CONNOR!", erhebe ich meine Stimme, worauf die LED langsam gelb und dann wieder blau wird. Connor blinzelt mit den Augen, als würde er gerade aus seiner Trance erwachen. Mein Herzschlag, der so fest in meiner Brust schlägt, als wolle er meinen Brustkorb sprengen, wird ebenfalls wieder langsam-gleichmäßiger. „Detektiv Anderson? Was ist passiert, warum, fahren wir nicht mehr?", will der Android plötzlich von mir wissen und ich sehe ihn skeptisch an, er scheint wirklich nicht zu wissen, was hier gerade eben geschehen war. „Weil du hier angehalten hast Connor ... ist auch wirklich alles in Ordnung mit dir? Das hier war nämlich gerade ziemlich unheimlich, du hast mir Angst gemacht. Liegt vielleicht irgendeine Störung in deinem System vor?", frage ich, worauf seine LED ein weiteres Mal rot aufleuchtet. Aber diesmal scheint er nur eine Prüfung seines Systems durchzuführen.

„Nein meine System Analyse weist keinerlei Störungen oder Beschädigungen in meinem System auf. Was genau ist den passiert, womit ich Ihnen Angst gemacht habe?", will er wissen worauf ich, aber kurz zögere, um die Worte zu finden, die es ihm am besten erklären könnten. „Nun ja, du hast dich zu mir rüber, gebeugt und mich so merkwürdig angestarrt. Dabei hat deine LED Leuchte, rot geleuchtet. Dann bist du immer näher gekommen und hast deine Hand auf mein Bein gelegt. Du hast auf gar nichts mehr reagiert, du hast mich nur angestarrt. Es ›muss‹ irgendetwas in deinem System nicht in Ordnung sein, bist du dir sicher, dass alles okay ist?", frage ich nochmal nach, doch der Android scheint überzeugt zu sein, dass kein Fehler in irgendeiner Weise in seinem System besteht. „Nein, es scheint alles intakt zu sein. Ich weiß nicht, was mein Verhalten zu bedeuten hat. Jedenfalls tut es mir leid, wenn ich Ihnen Angst gemacht habe Detektiv." Entschuldigt er sich worauf ich ihm ein unsicheres Nicken schenke. „Ist schon gut Connor, ich möchte jetzt einfach nur nach Hause und hoffe, dass dies nicht nochmal passiert okay?", der Android nickt mir daraufhin, ebenfalls zu und startet den Motor. Während der restlichen Fahrt, halte ich etwas Abstand von dem Androiden. Doch der RK800 fährt mich nach Hause und verhält sich genauso wie immer. „Gute Nacht Detektiv. Schlafen sie gut, ich werde mir ein Taxi rufen, dass mich zurück zum CyberLife Tower fährt." Sagt er und ich bedanke mich. Stecke den Schlüssel ins Loch und verschwinde in meiner Wohnung. Kurz lehne ich mich gegen die Tür, den Kopf ebenfalls gegen das harte Holz angelehnt und frage mich, ob es Connor auch wirklich gut geht, ob wirklich alles mit seinem System in Ordnung ist? Eins weiß ich aber genau, diesen schrägen Augenblick werde ich nicht wieder so schnell vergessen ...

~*~


Am nächsten Morgen herrscht wieder reges Treiben im DPD. Auch Connor ist bereits anwesend und sitzt an seinem Schreibtisch, direkt gegenüber des Tisches, der meinem Onkel gehört. Natürlich ist dieser wieder einmal nirgendwo zu sehen, weshalb ich davon ausgehe, dass er sich erstmal seinen Kater vom Vorabend vor der Arbeit ausschlafen muss. Ich selbst gehe an meinen Platz, versuche nicht zu Connor zu blicken, der mich bereits gesehen hat und zusieht, wie ich mich an meinen Platz setze. „Guten Morgen Detektiv. Wie geht es Ihnen heute, haben sie gut geschlafen?", fragt er mich freundlich und mit einem lächeln, dass seine Lippen ziert, doch schenke ich ihm nur einen kurzen flüchtigen Blick, ehe ich etwas nervös meinen Blick auf den Monitor vor mir richte. „Morgen Connor. Ja danke, ich hab geschlafen wie ein Baby." Antworte ich dann nur und hole die Akte von gestern aus meiner Tasche, die ich vor dem Schlafengehen, noch zu Ende bearbeitet habe. Sehe ich kurz noch einmal zu dem Androiden, der etwas nachdenklich auf mich wirkt. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, er sieht sogar ein klein wenig traurig aus.

Vielleicht habe ich mich ihm gegenüber etwas unhöflich Verhalten, da ich normalerweise immer sehr freundlich zu Connor bin und ihm eigentlich immer zulächele, wenn er mich begrüßt. Sehe ich, wie seine LED gelb leuchtet, was mir ein schlechtes Gewissen beschert. Ich habe natürlich nichts gegen ihn, im Gegenteil, spüre ich ihm gegenüber eigentlich viel mehr als nur eine Freundschaft unter Kollegen. Natürlich weiß ich, dass Gefühle für einen Androiden nur reine Zeitverschwendung sind, weswegen ich es ihm wahrscheinlich auch niemals sagen könnte, aber der gestrige Abend war einfach zu schräg gewesen, dass ich mich ihm gegenüber so wie sonst Verhalten könnte. Jedoch schien er wirklich keine Ahnung mehr von dem zu haben, was er gestern in meinem Wagen getan hatte. Also ist es womöglich doch besser, wenn ich mich so wie sonst ihm gegenüber Verhalte. Also versuche ich das Geschehene von gestern einfach zu vergessen und fange ein Gespräch mit dem Androiden an. „Und wie geht es dir Connor? Ich hoffe, du bist gestern gut und ohne Komplikationen beim Tower angekommen?", frage ich und ringe mir ein freundschaftliches Lächeln ab. Auch der RK800 lächelt wieder, was mir doch schon wieder ein gutes Gefühl beschert. Ich kann einfach nie lange wütend auf Connor sein. Erst recht nicht, wenn er seinen unbewusst, liebevollen Hundeblick aufsetzt.

Wenn mein Onkel von meinen Gedanken und Gefühlen, gegenüber dem RK800 Wind bekommen würde, würde er mich wahrscheinlich für total Geistesgestört abstempeln. Aber kann ich nichts gegen diese Gefühle für Connor Unternehmen und auch wenn er es wüsste, würde er mir wahrscheinlich sofort klar machen, in was für Wahnvorstellungen ich mich da verrannt habe. Androiden konnten einfach keine romantischen Gefühle für Menschen entwickelt. Sie waren Maschinen, geschaffen um den Menschen zu dienen, nicht um sie zu lieben. Eine Tatsache, die mich traurig macht, aber ich trotzdem zu akzeptieren geschafft habe. Der RK800 lächelt immer noch und fängt an auf meine Frage zu antworten, dabei bemerke ich, wie meine blicke regelrecht an seinen Lippen haften, während er spricht. „Ja die Fahrt ist ohne Probleme vonstattengegangen, der Taxifahrer war sogar sehr Freundlich zu mir. Was ich eigentlich nur von Ihnen kenne Detektiv." Sagt er und zaubert auch mir ein neues Lächeln ins Gesicht. „Das freut mich Connor. Und klar natürlich bin ich nett zu dir, warum auch nicht? Du bist höflich und immer zuvorkommend. Hilfsbereit, loyal und eigentlich ziemlich umgänglich, wenn man sich erst mal an dich gewöhnt hat. Ein Grund warum ich Hank nicht verstehe. Ich wäre froh, jemanden wie dich als Partner zu haben und nicht diesen Idioten von Gavin Reed." Gebe ich zu und setze ein angenervtes Gesicht auf, was ich immer tue, wenn ich an Gavin denken muss.

Und ja, genau richtig gehört. Gavin Reed ist mein Partner im DPD! Fowler hat wohl ein Faible dafür, Leute zusammenzustecken, die eindeutig nicht miteinander Harmonieren? Aber nun gut, will ich mich nicht über Gavin beschweren, schließlich ist er es nicht wirklich Wert und ist jeder Moment, in dem er weder anwesend ist, noch in deinem Kopf herumspukt, ein ziemlich erholsamer Augenblick. Jedoch habe ich anscheinend vergessen, dass er heute ein wenig später als sonst kommt. Mein Blick auf meine Uhr verrät mir jedoch, dass er bald schon hier auftauchen wird. Dennoch denke ich nicht mehr an ihn und setze ein etwas schüchternen Gesichtsausdruck auf. „Nur das, was gestern im Auto passiert ist, war etwas ... nun ja, etwas merkwürdig", gestehe ich, winke es aber gleich wieder mit einem lächeln ab. „Aber es ist ja nichts passiert, also lassen wir das, ja? Wie gesagt, ich verbringe gerne Zeit mit dir!", der Android schaut mich dankend an, was ich mit freundlich hochgezogenen Mundwinkel erwidere. Jedoch wird die freundliche Stimmung zwischen dem RK800 und mir unterbrochen, als sich Gavin zu uns gesellt und wohl nicht verstehen kann, wie ich Sympathie für den Androiden empfinden kann. Genauso wie ich nicht verstehe, wie man so einen Hass gegenüber Androiden haben kann – abgesehen davon, dass sie uns unserer Arbeitsplätze streitig machen. Aber Gavin und ich haben unsere Jobs nicht verloren, weswegen ich nicht verstehe, warum man ständig bei Connor, darauf herumtrampeln muss? Schließlich ist dies auch nicht seine Schuld ...

„Ich glaube es einfach nicht? Wieso bist du so nett zu diesem Schrotthaufen? Der und seines gleichen, werden noch dafür sorgen, dass wir unsere Jobs verlieren und nicht mehr als Polizisten Arbeiten dürfen und du behandelst dieses Stück Plastikmüll auch noch wie einen von uns." Wut steigt in mir auf, warum muss er auch immer gleich so zynisch sein und unverschämt werden? Halte ich diese ganze Sache, von wegen Androiden wollen uns irgendwann versklaven, sowieso nur für eine reine Verschwörungstheorie. Gavin sollte nicht immer alles glauben, was irgendwelche Verschwörungstheoretiker meinen in die Welt setzen zu müssen. Wer wusste schon, vielleicht würden sie die Welt auch irgendwann einmal zu einem besseren Ort machen? ... nur leider scheinen viele, solch Ansichten wie die von Gavin, miteinander zu teilen, anstatt mal zu versuchen, die Medaille auch von der anderen Seite zu betrachten. „Es muss ja nicht jeder son Arsch sein wie du und Androiden hassen. Soweit ich weiß, hat Connor noch nicht dafür gesorgt, dass wir unsere Arbeit verlieren, also krieg dich wieder ein Gavin!", sage ich ernst und ernte einen wütenden Blick von Gavin, der aber kein Wort mehr dazu abgibt, sondern Platz an seinem Tisch nimmt. Er weiß ganz genau, dass er mit mir nicht weiter darüber zu diskutieren braucht. Dann sehe ich rüber zu Connor, der mir wieder dankend zunickt, irgendwie habe ich das Gefühl, dass derartige Sticheleien auch dem RK800 nicht ganz so egal sind. Doch ehe ich etwas zu ihm sagen kann, ruft Fowler plötzlich nach Gavin und mir, worauf wir in sein Büro gehen ...

~*~


„Hey Connor gute Nachrichten. Ich werde in den nächsten Wochen mit dir und Hank zusammenarbeiten. Gavin ist, wegen eines Vorfalls, für einige Zeit beurlaubt worden, weswegen ich jetzt dir und Hank dabei helfen soll Abweichler Fälle zu untersuchen!", erzähle ich dem RK800 mit breitem grinsen im Gesicht und setze mich ihm gegenüber an Hanks Tisch. Der Android sieht mich aber zuerst nur stumm an. Weshalb ich mich frage, warum er sich nicht mit mir darüber freut. Fällt mir aber gleich wieder ein, dass er so etwas wie Freude ja überhaupt nicht empfinden kann. „Was für ein Vorfall ist den passiert, weshalb sie Detektiv Reed beurlaubt haben?", will er stattdessen wissen, worauf ich etwas zurückhaltender werde. „Ach immer dasselbe. Bei einem unserer Fälle, bei dem er sich wiedermal nicht ordnungsgemäß Verhalten hat. Nicht der Rede wert du kennst ihn doch. Wer nicht hören will, muss eben fühlen. Ich habe es ihm schon öfter gesagt, aber ...", ich unterbreche meine eigenen Worte, da ich keine Lust darauf habe über Gavins Unzulänglichkeiten zu reden. „Egal darum musst du dich nicht kümmern. Und jetzt sag schon, ist das etwa keine gute Nachricht?", frage ich mit einem lächeln, beuge mich leicht nach vorne und berühre kurz seine Hand. „Ja eine sehr gute Nachricht!", antwortet er nur, zieht seine Hand jedoch weg und tippt irgendetwas in den Computer ein. Was hat er auf einmal? „Connor?", frage ich, aber er scheint zu sehr in seiner Arbeit versunken zu sein und würdigt mir keines Blickes mehr. Auch scheint unserer Konversation plötzlich beendet zu sein. Mit dem Blick auf meiner Hand ziehe ich diese wieder zu mir zurück und stehe auf. Sehe nochmal runter zu Connor und gehe dann aber, ohne noch etwas zu erwidern, Verständnislos auf meinen Platz.

Etwas enttäuscht über Connors plötzliche Reaktion, setze ich mich hin und warte, bis Onkel Hank hier auftaucht, der sich um fünf Minuten verspätet und hoffe, wenigstens er zeigt so etwas wie Freude über unsere zukünftige Zusammenarbeit. Doch als dieser endlich kommt, sehe ich schon seinen mies gelaunten Gesichtsausdruck, der nicht wirklich gutes verheißt. Connor sieht den alten Tunichtgut ebenfalls und erhebt sich sofort, um seinen neuen Partner freundlich zu begrüßen. Doch wie immer würdigt Hank ihm keinen Blick und höre ich sogar, wie er leise vor sich hin brummt. Er wirkt wie immer gereizt, was verspricht, dass dieser Tag wieder mehr als anstrengend verlaufen wird und das wohl auch Hank bestimmt kein großes Interesse daran hat, mit mir zusammenzuarbeiten. Weshalb ich jetzt nicht wirklich Bock darauf habe, ihn sofort damit zu behelligen. Doch auf Connor scheint wieder mal, verlass zu sein. „Lieutenant Anderson, ihre Nichte wird wohl ab sofort unsere neue Partnerin", sagt er und ich sehe ihn dankend an – natürlich sarkastisch. „Ja aber nur für einige Wochen, bis Gavin wieder arbeiten darf." füge ich daraufhin gleich hinzu und sehe, wie Hank zu mir aufsieht. Zuerst kann ich seinen Blick nicht deuten, doch zucke ich kurz erschrocken zusammen, als Hank plötzlich aufsteht und auf mich zukommt. Sein Blick deutet auf nichts hin, was mich leicht Abstand zu ihm nehmen lässt. „Ähm Hank?", frage ich leicht verunsichert und zieht er mich aber plötzlich in seine Arme. „Danke (Y/N), danke!", etwas perplex ziehe ich meine Augenbrauen zusammen, solch eine Reaktion hätte ich nicht von ihm erwartet. „Wofür?", frage ich etwas verwundert, doch drückt Hank mich wieder etwas von sich weg und sieht grinsend auf mich herab. „Weil du dich jetzt mit ihm herumschlagen musst. Jetzt kann er dir mal ein bisschen auf die Nerven gehen und glaub mir, das wird er bestimmt!", antwortet er und lässt mich wieder los.Mit verständnislosem Blick, sehe ich ihm hinterher, als er zu seinem Platz marschiert und sich seinen Mantel wieder überzieht, den er vorhin gerade noch über seinen Stuhl gehängt hat.

Er wollte jetzt doch nicht wieder verschwinden, oder? Beobachte ich ihn fassungslos und sehe zu Connor, der ebenfalls fragend zu seiner Partner blickt. „Ähm Hank? Was, was machst du. Du gehst jetzt doch nicht wieder, oder?", will ich wissen, worauf ich ein bejahendes nicken seinerseits ernte. „Oh doch, das werde ich. Ihr beide seid klug und gerissen, ihr schafft das auch ohne mich. Denkst du etwa, ich nutze die Gelegenheit nicht aus, um etwas Abstand von diesem Plastikpenner zu nehmen?", sagt er und zwinkert uns beiden zu. Das glaub ich jetzt einfach nicht. Das kann nicht sein ernst sein? „Aber Lieutenant. Fowler hat gesagt ...", wirft sich nun auch Connor mit ein, kommt jedoch nicht dazu seinen Satz zu Ende zu bringen. „Machts gut, wir sehen uns. Hoffentlich erst wieder in einem anderen Leben." Höre ich ihn den letzten Satz grimmig vor sich hinmurmeln und sehe zu, wie er sich einfach so aus dem Staub macht. Ich verstehe einfach nicht, wie man sich anderen so gegenüber Verhalten kann. Wie immer war es viel wichtiger sich in irgendeine Bar zu setzen und sich mit Alkohol zuzudröhnen, als sich seiner Arbeit zu widmen und das nur, weil man eine Abneigung gegen künstliche Intelligenzen verspürte. Verständnislos seufze ich und schüttele fassungslos meinen Kopf, die Hände in meine Hüften gestemmt. „So Connor. Sieht so aus als ...", sage ich daraufhin an den Androiden gewandt, dieser jedoch schon auf dem Weg nach draußen ist und ich bemerke, dass er den Dienstwagen Schlüssel mitgenommen hat. Ich verstehe einfach nicht, was plötzlich los mit dem RK800 ist. So merkwürdig hat er sich, abgesehen von gestern Abend, noch nie mir oder überhaupt einem Menschen gegenüber Verhalten. Mache ich mir immer mehr Sorgen darum, ob irgendetwas mit seinem System nicht in Ordnung ist. Irgendwie überfällt mich der schlechte Gedanke, es könnte wieder genau dasselbe wie gestern passieren, wenn ich mit ihm im Wagen sitze.

Ich greife nach meiner Jacke und meiner Tasche und begebe mich ebenfalls zum Dienstwagen, wo Connor mit monotoner Miene, die er starr vor sich hinrichtet, bereits auf mich wartet. Er sitzt auf dem Beifahrersitz, was bedeutet, dass ›ich‹ wohl zu den Tatorten fahren soll. Ich setze mich in den Wagen, sehe, dass der Schlüssel schon steckt und schaue neben mir zu Connor, der immer noch stumm vor sich hin starrt. Mir gefällt sein Verhalten nicht. Ich will wissen und vor allem verstehen, was plötzlich los mit dem Androiden ist. Seit ich ihm gesagt habe, dass wir für einige Wochen zusammenarbeiten werden, verhält er sich richtig merkwürdig, was so aussieht, als würde ihm diese Tatsache nicht gefallen. Wollte er womöglich nicht, mit mir zusammenarbeiten? Leicht drehe ich meinen Oberkörper der Beifahrerseite zu. Lehne meinen Rücken gegen die Tür und sehe den RK800 mit leicht zusammengekniffenen Augen eindringlich an. Starre ihn sogar schon fast regelrecht an – immer noch keine Reaktion. „Okay das reicht jetzt Connor, hörst du!", wird mein Ton nun etwas strenger als sonst, was den Androiden nun endlich zu mir blicken lässt. „Was ist los mit dir? Du verhältst dich seit gestern verdammt merkwürdig ... gestern dieser merkwürdige Vorfall in meinem Wagen, wo du mir den Schreck meines Lebens eingejagt hast und dann heute Morgen, als wäre nichts geschehen unterhältst du dich normal mit mir und jetzt nachdem ich dir gesagt habe, dass wir nun für einige Wochen Partner sein werden, ignorierst du mich plötzlich und benimmst dich wie ein bockiges kleines Kind. Also sag schon Android, was hast du? Gefällt es dir nicht, dass du mit mir zusammenarbeiten musst?", will ich Antwort von ihm, doch der RK800 hebt seine Augenbrauen und legt seinen Kopf etwas schräg. „Tut mir leid Detektiv, ich wollte nicht das sie diesen Eindruck bekommen. Mal abgesehen davon, bin ich nicht dafür programmiert, um gefallen an Dingen, Situationen oder Menschen zu finden. Ich habe keine Emotionen Detektiv. Tut mir leid, dass ihnen diese Tatsache nicht gefällt, aber so ist es nun mal!", ist seine Antwort darauf und ich schüttele meinen Kopf. Hätte diese Aussage nicht noch monotoner und emotionsloser über seine Lippen kommen können? Enttäuscht seufze ich, bin ich mir sicher, dass diese Antwort des Androiden, die einzige bleiben wird. Aber nun gut, auch wenn ich mit der Antwort des RK800 nicht zufrieden bin, habe ich wohl keine andere Wahl als die Sache wiedereinmal so stehenzulassen und zu akzeptieren, dass er dennoch recht mit seinen Worten hat. Also starte ich den Motor und fahre los.
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