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Die Göttin und der Adler

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Ezio Auditore da Firenze Niccolò Machiavelli
12.06.2019
23.06.2019
5
7.364
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12.06.2019 765
 
Es war ein schwüler Tag in Rom. Ezio war auf den Dächern unterwegs und behielt das Treiben unter ihm im Auge. Es schien ein ganz normaler Tag zu sein. Die Leute waren vergnügt am Einkaufen. Hier und Da lachten ein paar Frauen über den neusten Tratsch oder sie beschwerten sich über ihre Ehemänner.

Doch plötzlich geriet Trubel in die Menschen. Die Stadtwache verfolgte einen Dieb. Geschickt schlängelte er sich durch die Massen. Er blickte kurz nach hinten um zu sehen wie weit die Wachen entfernt waren. Zu seinem Glück hatte er einen recht großen Abstand zu den Wachen.Jedoch fiel er über ein paar Apfelkisten, die Äpfel rollten über den ganzen Fußweg. Ein paar streunender Kinder nutzen die Gelegenheit und sammelten sich ein paar von den Äpfeln auf. Der Händler schimpfte aufgebracht, doch bevor er sich den Übeltäter schnappen konnte, stand der Dieb auch schon wieder auf den Füßen und wich den Fängen vom Händler geschickt aus.

Der Dieb blickte erneut hinter sich, nur um jetzt entsetzt festzustellen, das die Wachen bereits sehr nahe waren, zu nah. Ängstlich suchte er nach einer Lösung, er drehte sich einmal halb um die eigene Achse, bis er eine junge Frau erblickte, die gerade dabei war die verstreuten Äpfel zurück in die Kiste zu packen. Nach ihren Kleidern zu urteilen kam sie aus gutem Hause. Der Dieb packte sie grob am Arm und zehrte sie auf die Füße. Sie schrie erschrocken auf. Der Dieb hielt sie wie einen Schild vor sich. Er zückte einen Dolch und hielt diesen an ihren Hals. „Keinen Schritt weiter!“, brüllte er, die Wachen stellten sich im Halbkreis um den Dieb und seine Geisel.

Ezio der alles mitbekommen hatte, konnte nicht länger zusehen. Leichtfüßig kletterte er von den Dächern, leise wie eine Katze kam er auf dem Boden auf. Er schlängelte sich unbemerkt durch die Menschenmasse um näher an den Dieb zu kommen. Als er nah genug war, warf er eine Rauchbombe. Im Schutze des dichten Rauches schlug Ezio dem Mann mit seinem gepanzerten Handschuh ins Gesicht. Dieser fiel sofort zu Boden. Ezio ging zu der jungen Damen, er nahm sie an die Hand. „Keine Sorge Signorina*, ich führe euch aus dem Rauch.“ erklärte er ihr mit beruhigender Stimme, sie versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. Seine Worte zeigten Wirkung, sie ließ sich von ihrem fremden Retter aus dem Rauch führen.

„Garzie* Signor*.“, lächelte sie Ezio freundlich an, als sie endlich wieder klar sehen konnte. „Nichts zu danken Madonna.“, Ezio gab ihr einen sanften Handkuss, so wie es sich für einen Edelmann gebührte. Verlegen lächelte die junge Dame. „Darf ich fragen, wie mein Retter heißt?“, Doch bevor Ezio antworten konnte, richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf die Wachen, die gerade dabei waren den Dieb gefangen zu nehmen. Das war Ezios Gelegenheit wieder zu verschwinden. Die junge Frau drehte sich wieder zu ihrem Retter um, doch erstarb augenblicklich ihr Lächeln, als sie sah das er verschwunden war. Enttäuscht blickte sie sich um, um ihn unter den Menschen zu finden, doch es war als wäre er vom Erdboden verschluckt worden.

Nie wäre sie auf den Gedanken gekommen nach oben auf die Dächer zu schauen. Dort stand Ezio und blickte erneut auf die Menschen, wie sich die Masse löste. Es gab schließlich nichts mehr zu sehen. Als Ezio selber gerade gehen wollte hörte er wie jemand den Namen „Diana“ rief. Erneut ging sein Blick nach unten zu der jungen Frau,die gerade von einer anderen Frau umarmt wurde. Ezio vermutete das es die Mutter von der jungen Frau war, sie sahen sich sehr ähnlich. „Es geht mit gut. Mir kam jemand zu Hilfe.“, beruhigte sie die Frau. Sie lächelte ihr aufmunternd zu, als die Umarmung gelöst wurde. „Von jetzt an werden dich 2 Wachen begleiten, wenn du wieder auf den Markt gehst.“, sagte die ältere Frau im strengen Ton.

„Nein, bitte nicht. Es ist doch nichts passiert.“, flehte die junge Frau. „Da gibt es keine Diskussion Diana. Komm lass uns nach Hause gehen“, sagte sie und nahm ihre Tochter an die Hand und verschwand in einer Gasse.  Gerade als Ezio nun zum zweiten Mal gehen wurde, wurde er wieder aufgehalten. Dieses Mal jedoch von einem Rekruten. „Signor Ezio, Machiavelli verlangt nach euch.“ Ezio konnte sich einen tiefen Seufzer nicht nehmen. „Ist gut, ich komme gleich.“, der Rekrut verneigte sich kurz und verschwand über die Dächer. Ezio blieb noch eine Weile reglos stehen und blickte runter auf den Weg den die beiden Frauen gegangen sind. Er seufzte ein weiteres Mal ehe auch er sich nun endlich auf den Weg zum Assassinenversteck machte.

*Signorina – Fräulein
*Grazie – Danke
*Signor – Herr
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