Kang und Kodos – Zwei Aliens in Not

GeschichteSchmerz/Trost, Sci-Fi / P6
11.06.2019
15.06.2019
3
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Hi und Hallo, willkommen, schön dass ihr vorbeischaut. :-) Besonders an die Simpsons-Fans, die sich hoffentlich gut an Kang und Kodos erinnern, da sie nicht so oft zu sehen sind.
Für diejenigen, die aber nicht so bewandert sind im Simpsons-Universum, hier eine wichtige Erläuterung:
Kang und Kodos sind eigentlich Bestandteil der „Treehouse of Horror“ Simpsons-Serie, auch als Halloween-Special bekannt. Diese hat nichts mit den eigentlichen Simpsons-Folgen oder deren Verlauf zu tun und sind auch in sich geschlossene Folgen, die keinen Einfluss auf die Serie haben. Es sind nur Halloween-Specials. In dieser Geschichte aber spielen die beiden in der normalen Serie mit. Es kommt also weder zu grausigen Szenen, noch zum Tod von Charakteren bzw. Hauptcharakteren oder zu Welt-Eroberungsversuchen.

Falls jemand Fragen hat oder etwas unklar ist, einfach eine Nachricht an mich schreiben. ;-)

Okay, will euch jetzt nicht länger mit Erläuterungen aufhalten. Hier Szene eins:




1. Das kaputte Navi



[Irgendwo im Universum, kein Mensch weiß wo]


„Ha, ha, ha, ha, ha.“
„Wieso lachst du so dämlich?“
Ernüchtert schloss Kang seinen großen mit spitzen Zähnen besetzten Mund. „Ich lache wann es mir Spaß macht, okay?“
Seine Zwillings-Alien-Schwester Kodos gab sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden. „Normalerweise lachen wir immer zusammen, wenn was los ist.“
„Es ist ja auch was los“, verteidigte sich ihr Bruder und deutete mit einer seiner Tentakeln nach draußen durch das Fenster ihres Raumschiffs.
„Das dort ist der Planet Xanter. Wenn wir unsere Sache gut machen, wird er in wenigen Momenten unser sein. Ha, ha, ha, ha, ha…“
Er hielt inne, als er merkte, dass seine Schwester nicht mitlachte.
„Äh, ich widerspreche dir nur ungern“, meinte sie nachdenklich. „Aber das kann unmöglich Xanter sein.“
„Was redest du da für einen Unsinn?“ Beleidigt verschränkte Kang seine vorderen Arme. „Unser Navigationsgerät sagt, dass wir direkt vor Xanter parken. Folglich sind wir also in Xanter.“
„Der Planet sieht aber anders aus als auf dem Steckbrief“, gab seine Schwester zu bedenken, die wie er dieselbe Stimme hatte, weshalb es schwer war die beiden auseinander zu halten.
„Und wo sollen wir sonst sein?“, fragte Kang miesgelaunt. „Wenn es sagt, wir sind vor Xanter, dann sind wir auch in Xanter. Wo denn sonst?“
Grübelnd und misstrauisch beugte sich Kodos zur Armatur runter und beäugte die Navi-Anzeige. Ihr einziges großes Auge wanderte zum Planeten, dann wieder auf die Anzeige.
Schließlich erhob sie sich und haute mit voller Wucht auf den Navi-Kasten. Ein knisterndes Geräusch entkam dem Elektro-Gerät, funkte ein paar Mal, und nach einigem Flimmern standen nur wüste Buchstaben auf der Anzeige.
„Na Klasse!“, fluchte Kang. „Jetzt hast du es kaputt gemacht!“
„Ich glaube eher es war vorher schon kaputt. Außerdem entspricht die Pfadbeschreibung am Bildschirm nicht mit der Xanter-Route überein.“
„Was verstehst du schon von Navigationstechnik? Das ist mal wieder typisch. Weibliche Gehirne und ihre Technik. Ich frage mich wirklich, warum ich dich immer mit mir mitschleppe?“
Seine Schwester wedelte genervt mit ihren grünen Tentakel-Armen und wollte gerade zu einem Protest ansetzen, als wie aus heiterem Himmel, oder Weltraum, eine schauerlich laute Sirene ertönte.
„Na toll“, meinte Kang sarkastisch. „Du hast nicht zufällig wieder irgendetwas angelassen und dieses hat dann Feuer gefangen? Wär ja wieder mal typisch.“
Doch seiner Schwester Kodos war diesmal nicht nach Sarkasmus zumute. „Äh, ich glaube eher, das ist die Alarmglocke für die Tür.“
„Hast du etwa die Tür aufgelassen? Heißt das, wir sind den ganzen Flug über mit offener Luke geflogen?“
„Nein, viel schlimmer.“
Kodos deutete auf eine der Türen im Raum. „Wir haben Besuch ohne Anmeldung.“
„Ja, wie denn, was denn?“
Kang wusste nicht mehr was er sagen sollte. Rasch hoben sie ihre Tentakelarme als mehrere Waffen mit einem lauten Klicken auf sie gerichtet wurden. Im Türrahmen standen mehrere bläuliche Wesen in schimmernd silbernen Anzügen.
„Sie sind unerlaubt in feindliches Territorium eingedrungen“, rief einer von ihnen mit schrill-blechender Stimme.
„Das kann doch gar nicht sein“, meinte Kang verwirrt und sein Alien-Gehirn arbeitete auf Hochtouren. „Planet Xanter hat doch gar keine Außenverteidigung.“
„Das ist das Sperrgebiet von Zzang“, beantwortete der Fremde seine Grübelei.
Bei dem Namen wurden die grünen krakenaussehenden Alien-Geschwister bleich vor Entsetzen. Kangs Blick wanderte wütend zu seiner Schwester rüber. „Na toll, schlimmer hätte es nicht kommen können. Das ist das letzte Mal, dass ich dich auf einen Flug mitnehme.“
„Es wird euer letzter sein“, kommentierte der Soldaten-Anführer finster. „Nehmt sie fest!“
Sofort stürmten sämtliche Bewaffnete auf sie los. Kodos Auge wanderte nach unten, wo ein Knopf installiert war.
„Im Notfall drücken.“
Beherzt drückte sie drauf und sofort öffnete sich unter ihnen eine schleusenartige Falltür. Beide fielen durch eine Röhre und landeten unsanft eine Etage tiefer von ihrem Raumschiff.
„Und was jetzt?“, fragte Kodos.
„Das fragst ausgerechnet du?“, tadelte sie Kang. „Du hast uns doch in diese Lage gebracht!“
„Was kann ich dafür, wenn das Navi kaputt war?“
Ein lautes Krachen ließ beide zusammenfahren.
„Darüber streiten wir später!“
Mit diesen Worten flitzte Kang den Gang runter. „Jetzt müssen wir erst mal sehen, dass wir von hier wegkommen. Diese Zzanger verstehen noch weniger Spaß als wir.“
„Das muss ausgerechnet derjenige sagen, der in Weltraumkunde immer durchgefallen ist…“
„Halt den Mund! Das müssen die jetzt nicht auch noch wissen. Und außerdem habe ich schon einen Plan.“
Damit öffnete Kang eine weitere Tür. Schnell huschten sie rein und verriegelten sie von innen.
„Das ist nicht dein Ernst, oder?“
Fassungslos starrte seine Schwester in den Raum.
„Warum nicht?“
„Der alte Teleporter? Der ist doch kaputt! Und selbst wenn er funktioniert, es kann nur einer von uns da rein, sonst verschmelzen wir zu einem doppelköpfigen Wesen. Iiii! Es stört mich schon, wenn ich dich ungeklebt in meiner Nähe habe.“
„Jetzt halt den Mund!“
Damit setzte sich Kang an den Computer und tippte auf die Tasten.
„Geben Sie ein Ziel ein“, las er auf der Anzeige.
„Rigel 7“, rief Kodos den Namen ihres Heimatplaneten als an der Tür lautes Klopfen zu hören war.
Kang zögerte nicht lange und gab „Rigel“ ein.
„Verflixt!“, fluchte er und haute auf einer der Tasten. „Die 7-Taste hängt.“
„Sie hängt? Sie hängt!? Wie kann sie hängen? Du hast nur linke Arme!“
Sie stieß ihren Bruder beiseite und versuchte es jetzt selber, doch auch bei ihr konnte sie keine „7“ auf die Anzeige-Tafel bekommen.
Das Poltern an der Tür wurde inzwischen lauter.
„Na schön“, meinte Kang möglichst ruhig. „Dann eben ein anderes Ziel.“
Kodos strich sich nervös über ihren Glashelm. „Wie wärs mit Höhnen?“
„Nach Höhnen? Nach Höhnen können wir nicht“, bemerkte Kang trocken.
„Wieso das jetzt nicht?“
„Ich hab da mal die Tochter des Senators geküsst. Seitdem hab ich da lebenslang Planet-betret-Verbot.“
„Lousna?“
„Zu bissige Gesellschaft.“
„Vulkan?“
„Zu viele bekannte Verwandte.“
Ein lauter Knall zerriss die Luft. Die Alien-Geschwister waren wie erstarrt, als die Zzang-Soldaten einmarschierten. Automatisch zückten die beiden grünen Aliens jetzt auch ihre Waffen.
„Kodos“, begann Kang rührselig. „Falls wir das hier überleben sollten… dann bringe ich dich um!!“
Der plötzliche Feuerhagel zwang beide dazu auseinander zu springen. Kodos landete in einer Ecke des Raumes, während Kang hinter dem Teleporter fiel.
Im Nu war das reinste Kosmo-Waffen-Feuergefecht ausgebrochen. Doch auch eine Alien-Waffe wurde irgendwann mal leer.
Bei Kodos zeige sich die Ladehemmung als erstes.
„Oh, nein, bitte nicht jetzt.“
Verzweifelt haute sie auf den Auslöser. Doch im nächsten Moment wurde sie von zwei Gegengeschossen nach hinten geschleudert.
Kang inzwischen war zur Verteidigung auf dem Teleporter gesprungen und feuerte von dort seine Waffe weiter ab. Ein paar der Zzang-Soldaten versuchten an den Teleporter hochzuklettern, doch Kang wehrte sie sofort mit seinen langen Fang-Armen ab. Dabei trat einer der Alien-Soldaten auf die Tastatur. Der Computer reagierte und gab das gewünschte Ziel ein.
In diesem Moment gab auch Kangs Waffe den Geist auf.
„Verdammt, verflixt, verflucht!“
„KANG!“
Kang wandte sich erschrocken um, als er seine Schwester unbewaffnet von den Zzang-Soldaten umzingelt sah.
„Gebt den Widerstand auf und ergebt euch!“, blecherte eine andere Stimme.
Doch „Aufgeben“ war für Kang ein Fremdwort. Stattdessen rutschte er an der Decke hoch und krallte sich mit den Kraken-Armen mehrere der feindlichen Soldaten, schleuderte sie durch die Luft und warfen ihre Mitkameraden um.
„Vernichtet ihn sofort!“
Kang reagierte schnell. Zumindest im Verteidigungsunterricht war er nicht durchgefallen. Er ließ sich von der Decke fallen und landete mit voller Wucht auf einen Haufen Soldaten. Schnell schnappte er sich eine der fremden Waffen und zielte auf die blauen Aliens, die seine Schwester inzwischen mehrfach verkettet hatten und diese nun wie ein Fisch hilflos darin zappelte.
„Lasst sie in Ruhe und verschwindet!“, keifte er.
Der Zzang-Hauptmann musste einsehen, dass er stärkeres Geschütz ausfahren musste. Dieses ließ nicht lange auf sich warten. Denn nur kurze Zeit später erschienen weitere blaue Soldaten mit einer schweren Torpedoartigen Kanone.
Kangs Auge weitere sich ernüchtert.
„FEUER!“
Kodos‘s entsetzter Schrei ging im lauten Knall unter. Die Waffe war zwar stark, dennoch zum Glück nicht so extrem, dass sie die Raumschiffwände zerstören konnte. Doch das machte Kangs Lage auch nicht besser. In noch letzter Sekunde konnte er der Wucht des Geschosses haarscharf ausweichen, knallte jedoch stattdessen gegen den Teleporter. Taumelnd musste das grüne Alien sich hinsetzen.
„Hä?“
Plötzlich umblitzte ihn ein grelles Licht.
„Teleportation wird eingeleitet“, ertönte eine Computerstimme.
„Was? Hey, Mome…“
Ein megahelles Blitzlicht und Kodos konnte nur einen leeren Platz vorfinden.
„Kang?“
Doch von ihrem Bruder war keine Spur mehr zu sehen. Nur eine blinkende Anzeige mit den Buchstaben „Erde“.

Kang wusste nicht wie ihm geschah. Kaum war er im Lichtgewitter verschwunden, wurde er in rasender Geschwindigkeit durch leeren Raum geschleudert. Um ihn herum blitzten Millionen Sterne.
„Der Teleporter funktioniert wirklich nicht gut“, schoss es ihm durch den Kopf. Normalerweise verliefen solche Reisen viel sanfter. Doch dieser Transport war abnormal. Im schlimmsten Fall würde er auf sein Zielort aufschlagen und zerschmettern.
„WAAAHHHHHHH!!!!!!!“
Irgendetwas kam mit rasender Geschwindigkeit auf ihn zu… Es war zuerst rund und wurde immer größer… Das letzte was er noch sah, war ein Hausdach…
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