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Die Kenway, die Assassinen jagte

GeschichteAllgemein / P18
Haytham Kenway OC (Own Character) Shay Patrick Cormac
11.06.2019
24.10.2019
3
6.161
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I


Das kleine Mädchen saß grübelnd über einem Stapel Papier, welchen sie sich genommen hatte, als sie von ihrem Vater auf das Zimmer geschickt wurde. Es war spät Abends und eigentlich sollte sie schlafen, aber die Ereignisse des Tages nagten an ihr und ließen sie nicht zur Ruhe kommen. Da saß sie nun und nahm den kleinen Stift neben sich in die Hand, bereit irgendwas auf diese Papiere nieder zu bringen, aber ehe der Stift das Papier berühren konnte stutzte sie. Was genau wollte sie denn darauf malen? Hatte sie sich die ganze Zeit den Kopf zermartert, so hatte sie leider noch immer keine Antwort darauf gefunden. Niedergeschlagen legte sie den Stift wieder zur Seite, hopste vom Stuhl und klettere auf das Gästebett. Mit einem langen Gähnen begleitet vergrub sie sich unter der großen, weichen Decke und versuchte zu schlafen, es würde ihr nichts bringen sich den Kopf zu zerbrechen, wenn dabei ohne hin nichts heraus kam.



II


Sie saß auf dem großen Bett ihrer Mutter, in ihren kleinen Händchen ein Buch. Sie blickte verwundert auf, als ihre Mutter ins Zimmer kam. „Mutter, ich nahm an du würdest erst morgen wieder heim kommen.“ Sie war nicht abgeneigt davon ihre Mutter wieder bei sich zu haben, aber etwas im Blick ihrer Mutter machte sie stutzig. „Mein Engel, egal was jetzt passiert, verspricht mir weg zu laufen. Lauf einfach so lange und soweit weg wie du kannst, schau nicht zurück und bleib nicht stehen.“ Ihre sonst so sanfte Stimme, war nun fest und gleichzeitig hallte Panik mit. Das Kind sah ihre Mutter verwundert an. Die weichen, fröhlichen Gesichtszüge waren verloschen und Angst lag auf ihrem Gesicht. „Mutter, warum sollte ich weg laufen, ich bin doch hier bei dir zu Hause?“ Neugierig legte sie das Buch beiseite und rutschte vom Bett. „Ach mein Engel, du erinnerst dich an den Namen deines Vaters?“ Die Frage wirkte sehr zusammenhangslos und verwirrte das kleine Mädchen nur noch mehr. „Ja, Haytham. Haytham Kenway ist sein Name, wieso fragst du Mutter? Was ist los?“ Nun wurde auch das Mädchen panisch, ihre Mutter hatte ihr oft von jenem Mann erzählt, das er ein Templer war und sie wegen ihrer Beziehung zu ihm in Ungnade bei ihrem Vater geraten sei. „Sei ein gutes Mädchen und suche ihn auf, wenn du weit genug entfernt bist. Mit etwas Glück triffst du auf jemanden der ihn kennt und weiß wo er ist.“ Sie nahm ihre Tochter in den Arm, ihre Smaragd grünen Augen richtete sie nach draußen, durch das Fenster konnte sie die sich versammelnden Assassinen sehen. „Mutter, ich verstehe noch immer nicht, warum willst du das ich zu Vater gehe?“ Sie konnte nicht ahnen was passieren würde, hätte nicht daran gedacht, dass ihr Großvater zu solch einer Gräueltaten bereit war, die sich in wenigen Minuten zutragen würde. Als die Tür zu dem kleinen Raum wieder mals auf ging weiteten sich die kleinen blaugrauen Augen voller Furcht, ihr Großvater, hoch gebaut, braun gebrannt und mit einer ungebändigten blonden Mähne auf dem Kopf stand da und packte sich seine Tochter an dem Zopf, in welchem sie ihre blonden Haare versuchte zu bändigen. Ein weitere Mann trat zu dem kleinen Mädchen und packte sie am Arm. Zusammen wurden sie nach draußen auf den großen Hinterhof des Gebäudes gebracht. Geblendet von der starken Sonnenreflektion der weißen Wolken kniff das kleine Mädchen ihre Augen zu, stolperte hinter dem zweiten Mann her. Sie kannte ihn nicht, aber eigentlich kannte sie kaum jemanden der in dem großen Gebäude lebte und arbeitete, nur ihre Mutter, ihre Großeltern und ihren Zwilling. Als sie einen Schlag ins Gesicht bekam öffnete sie schlagartig die Augen und starrte ihrer Mutter entgegen, welche über einem Baumstumpf hockte, mit ihren Händen auf den Rücken gebunden und mit eisernem Blick. Lauf! Lauf weg! Das war das einzige das ihr in dem Moment durch den Kopf schoss, als das Schwert ihres Großvaters den Hals ihrer Mutter durch trennte. Lauf! Du bist die nächste! Doch sosehr sie auch weg laufen wollte, ihre kleinen Beinchen waren wie versteinert. „Bringt mir die Templerbrut!“ Die rauchige und tiefe Stimme ihres Großvaters war der Anstoß für ihre Beinchen sie endlich von diesem Ort weg zu bringen. So schnell ihre Beine sie tragen konnten, rannte sie zum Haus, durchquerte es und gelangte auf die Straße. Zwar bekam sie von vielen Menschen verwunderte Blicke, dennoch lief sie weiter, lief ohne darüber nach zu denken die Straßen entlang die fort führten. Ohne einen Blick zurück, ohne einen einzigen Gedanken an etwas zu verlieren zwang sie ihre Beine dazu weiter zu laufen, auch als diese bereits schmerzlich brannten, sie ignorierte es. Sie hatte einiges an Strecke bereits zurück gelegt als sie über einen Stein stolperte und sich der Länge nach auf die Straße legte. Jetzt taten nicht nur ihre Beine weh, nein auch ihr Gesicht und ihre Handflächen hatten ein paar Schrammen davon getragen. Panisch versuchte sie sich wieder auf zu richten und bis auf die Knie konnte sie sich aufrappeln, doch für mehr fehlte die Kraft. Sie versuchte zittrig auf zustehen, doch ihre Beine streikten und sie fiel wieder auf ihre Knie zurück. Die heran nahende Kutsche nahm sie in ihrem Versuch auf zu stehen nicht wahr und der Kutscher schien sie nicht zu sehen, denn er zügelte nicht das Tempo. Erst in dem Moment, in dem zwei Arme sie packten und von der Straße zerrten, erkannte das kleine Mädchen die Gefahr. Panisch strampelte sie in den Armen des Unbekannten, ehe dieser sie los ließ. „Ich tue dir schon nichts.“ Seine Stimme war angenehm und vornehm, etwas das ihre Ohren nur sehr selten vernahmen, sie drehte sich zu ihrem Retter. Es war ein Britischer Gentleman, da war sie sich sicher, seine Kleidung war Vornehm und seine Gesichtszüge zeugten von Wissen. „Wo sind deine Eltern?“ Er fragte sie drängend, so als hätte er noch etwas wichtiges zutun. Doch das kleine Kind konnte nur weinen, als sie sich endlich mit der Tragödie, die sie eben miterlebt hatte, beschäftigen konnte. „Meine Mutter ist tot.“ Brachte das kleine Kind wimmert hervor. „Und dein Vater? Wo ist er?“ Er nahm sie auf den Arm, versuchte sie zu beruhigen, während er sie zu seiner Kutsche trug. „Weiß ich nicht. Er ist eine viel reisende Person.“ Sie schluchzte noch immer. „Nun gut. Wie heißt du denn?“ Er deutete seinem Kutscher die Tür zu öffnen. „Luscinia Victoria.“ Der Mann musste schmunzeln. „Mein Name ist Haytham, es freut mich Deine Bekanntschaft zu machen, kleine Luscinia. “ Sie blickte ihm mit großen Augen entgegen. „Kenway?“ Ihre Stimme, klang als würde ihr ganzes Leben von seiner Antwort abhängen. „Ja, Haytham Kenway, woher kennst du meinen Namen?“ Er setzte sie in die Kutsche und setzte sich mit skeptischem Blick ihr gegenüber. „Meine Mutter sagte ich solle euch auf suchen, kurz bevor sie starb.“ Haytham blickte sie weiterhin skeptisch an. „Wie hieß sie?“ Lucy legte ihren Kopf schief. „Victoria Liberte.“ Sie konnte sich nicht daran erinnern ob ihre Mutter einen zweit Namen hatte, aber was sie wusste ist, dass man es ihr nie erlaubte sich auch mit Liberte vorzustellen. „Sie ist, pardon, war deine Mutter? Wie alt bist du?“ Haytham atmete tief durch, tatsächlich kannte er diese Frau, diese Assassine, besser als er vielleicht zugeben würde. „Ich bin sechs Jahre alt Sir, ich werde sieben dieses Jahr noch.“ Sie versuchte zu lächeln, aber sie war einfach noch zu traurig, zu verstört, als das sie nun richtig lächeln konnte. Haytham seufzte kurz ehe er wieder begann sie aus zu fragen. „Und dein Vater? Kennst du ihn?“ Bei ihrem verwunderten Blick hätte er es sich mit Sicherheit selber beantworten können. Die Zeit, ihr Alter, es kam verdammt gut hin. „Ihr Sir, ihr seid mein Vater.“ Haytham biss sich etwas auf die Lippe, konnte es denn wirklich sein, hat er-. Er schüttelte seinen Kopf, jetzt hatte er wichtigeres zu tun als sich zu wundern. „Hat sie dir viel von mir erzählt?“ Er hob sie herüber zu sich und setzte sie auf seinen Schoß. „Sie hat mir immer von euch erzählt,
wahrscheinlich hatte sie immer damit gerechnet das etwas passiert. Sie sagte mir auch das ihr Templer seid.“ Die Worte verließen den kleinen Mund ohne Punkt und Kommata. Haytham musste etwas schmunzeln, hatte ihre Mutter tatsächlich erwähnt das er Templer war? Und du bist eine Assassine?“ Seine Frage schien Lucy entweder wütend zu machen oder zu enttäuschen. „Nein Sir, nein ich bin Templerbrut.“ Ihrer Stimme hallte eine gewisse Kälte und Hass mit. „Nein, Ich war die Kenway der Familie. Ich durfte nie das Haus verlassen, keine Freunde haben und bloß nicht mit den Assassinen sprechen. Ich war das Böse.“ Sie blickte ihrem Vater voller Trauer entgegen. „Bin ich für euch nur Assassinenbrut?“ Haytham betrachtete sie verwundert, dann wuschelte er ihr allerdings durch die Haare. „Nein Lucy, du bist meine Tochter.“ Er musste zu geben das sie ihm sehr ähnlich sah, die schwarzen Haare, die gräulich blauen Augen. Wie er sie beobachtete viel ihm auf das sie vom Charakter ebenso nach ihm kommen musste, sie redete zwar wie ein Wasserfall mit ihm, aber an sich zeigte sie doch die Anzeichen eines schüchternen und zur Zeit verängstigt Mädchen. Als das Gespräch zwischen Vater und Tochter zum erliegen kam, bog der Kutscher auf eine ziemlich verlassene Nebenstraße ab. Er setzte ab und stieg zu den beiden Kenway in die Kutsche. „Guten Tag Master Haytham. Wer ist unser kleiner Gast?“ Der Mann schien gut gelaunt. „Guten Tag Holden.“ Haytham nickte seinem Kutscher zu, dabei deutete er Luscinia sich vorzustellen. „Guten Tag Sir, mein Name ist Lucy.“ Sie blickte zu erst mit großen Augen ihrem Vater entgegen, ehe sie ein „Kenway“ nachfügte. Holdens verwunderter Blick entging beiden nicht. „Eine Kenway? Ich nahm nicht an ihr seid Vater, Master Kenway.“ Es platze ihm heraus. „Bis jetzt ahnte ich es auch nicht Holden.“ Der Kutscher nickte, dann blickte er Lucy an, sie klammerte sich nun an Haythams Arme und wirkte angespannt. „Keine Sorge kleine Kenway, ich bin ein Freund eures Vaters.“ Holden tippte sich lächelnd an den Hut, dann sah er Haytham an, etwas besorgtes in seiner Stimme. „Sir, das Kind wirkt sehr verstört. Zumal eine Tochter sie angreifbar machen könnte.“ „Dem bin ich mir bewusst Holden, dennoch wird Lucy bei mir bleiben. Ich bin nun der einzige den sie hat und ich will nicht das sie wie ich einst alleine von einem Freund oder schlimmer einem Fremden aufgezogen wird.“ Lucys Augen wurden groß bei den Worten ihres Vaters. „Keine Sorge Lucy, dir wird nichts passieren, dafür sorge ich persönlich.“ Er legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Nun, dann nehme ich an sollten wir das kleine Kind schnellstmöglich nach Hause bringen. Werdet ihr Master Birch in Kenntnis setzen?“ Holden betrachtete Lucy nochmal, sie schien nicht nur verängstigt sondern auch sehr skeptisch. Hatte er sich etwas zu Schulden kommen lassen, in dieser kurzen Zeit, wohl kaum. „Es wäre das beste wenn er erst einmal nichts weiß, wie sagtet ihr einst, ich enthalte ihm ein paar Informationen? Es könnte gefährlich für Lucy werden, wenn er von ihr weiß. Immerhin war ihre Mutter Assassine.“ Holden hob eine Augenbraue. „Eine Assassine? „Ja meine Mutter war Assassine. Ich bin es nicht.“ Lucy antwortete ihm, allerdings brachte das nun noch eine Frage auf. „Was ist mit deiner Mutter, nicht das sie dich noch sucht.“ Holden war verwirrt, allerdings antwortete ihm Haytham. „Tod, wer auch immer hat sie umgebracht, Lucy konnte fliehen.“ Das leise „Großvater“ von Lucy ließ beide Männer stutzen. „Könntest du das nochmal wiederholen?“ Haytham blickte runter zu Lucy, welche sich noch mehr an seinen Arm klammerte. „Es war mein Großvater.“ Ihr Stimme zitterte wie sie selber, als sie an jene Szenerie dachte. Holden blickte ihr verstört entgegen. „Dein Großvater? Weshalb sollte ein Vater seine Tochter töten?“ Er schüttelte unverständlich den Kopf. „Sie hatte eine Beziehung zu einem Templer, wurde von ihm schwanger und weigerte sich mich zu töten.Lucy biss die Zähne so stark zusammen, dass man ihr ansehen konnte das es ihr weh tat. Haytham drückte seine Tochter etwas stärker an sich, vielleicht weil er hoffte das sie so aufhören könnte auf ihre Zähne zu beißen, aber am ehesten tat er dies um ihr zu zeigen das sie Sicher ist. „Krankhafte Fanatiker, nehme ich an Holden. Wärst du nun so freundlich uns nach Hause zu bringen. Wir müssen es nicht darauf an legen.“ Haytham scheuchte Holden quasi aus der Kutsche zurück auf den Bock. Lucy saß noch immer zitternd und klammernd auf seinem Schoß, als die Kutsche sich wieder in Bewegung setzte. „Du brauchst keine Angst haben Lucy, ich lasse nicht zu das dir etwas passiert.“ Er lächelte sie schwach an, ehe er sie neben sich setzte. Ehe er noch etwas tun konnte, kuschelte sie sich auch bereits an seinen linken Arm und schien zu entspannen, zumindest schien ihre Atmung sich zu regulieren und sie begann damit nicht mehr zu zittern. Er machte es sich selber etwas bequem und beobachtete das kleine Mädchen zu seiner linken, während Holden zum Queen Anns Square fuhr.






I


Es dauerte nicht lange, da lag sie wie erschlagen im Bett, dennoch rollte sie sich unruhig durchs Bett. Sie rollte sich durchs Bett, als würde sie etwas entkommen wollen. Je später es wurde, desto mehr rollte sie sich durchs Bett und desto verschwitzter wurde sie. Sie begann zu weinen und zu schreien, als Haytham zu ihr ins Zimmer kam. „Lucy, sh Lucy alles ist gut.“ Er versuchte sie zu wecken, was auch immer sie träumte es musste ihr einen heiden Schrecken einflössen. Mit einem unterdrücktem Schrei wachte das kleine Mädchen auf. Verschlafen rieb sie sich die Augen und blickte ihren Vater an. Ihre Atmung war schnell und man konnte beinahe ihr kleines Herz im Brustkorb pochen sehen. Haytham setzte sich zu ihr und nahm sie in den Arm. „Alles ist gut Lucy.“ Er strich ihr über den Kopf, musste dabei unweigerlich etwas lächeln, so hätte er bis jetzt niemals daran geglaubt jemals ein kleines Kind beruhigen zu müssen. Nicht nachdem er im Schwarzwald dem Jungen einen Todesschrecken eingejagt hatte. „Vater, ich hab Angst.“ Sie klammerte sich zitternd an Haytham. „Ich weiß Lucy, aber ich habe dir versprochen dich zu beschützen und ich halte meine Versprechen.“ Sie zitterte noch immer wie Espenlaub. „Würde es dir etwas bringen bei mir zu schlafen?“ Haytham hob Lucy auf den Arm. „Ich weiß nicht.“ Sie kuschelte sich an ihn, ob sie es nun wusste oder nicht, wollen tat sie es auf jeden Fall. Haytham stand mit Lucy auf dem Arm auf und begab sich wieder in sein Zimmer. Er legte Lucy behutsam auf die linke Seite des Bettes und rollte sich dann auf der anderen Seite selber unter eine Decke. Im Halbschlaf bekam er noch mit wie sich Lucy an ihn an kuschelte und ein leises „Danke“ flüsterte. Die kleine würde er mit seinem Leben verteidigen, dem war er sich sicher, sie war alles an Familie die er zur Zeit hatte und für sie galt das selbe.



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Ich entschuldige mich hier sehr für Szenen die nicht ganz zu den Charakteren passen. Ich gebe mein bestes. Zudem versuche ich Forsaken, Rogue und Assassins Creed 3 treu zu bleiben soweit ich kann. Natürlich muss ich da Sachen dehnen und drücken, aber ich hoffe ihr könnt es mir verzeihen und könnt dennoch diese Geschichte genießen.

Liebe Grüße
Lucy Kenway
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