Deine Beziehung ist einzigartig

OneshotRomanze, Freundschaft / P18
Ibiki Morino Izumo Kamizuki Kakashi Hatake Maito Gai OC (Own Character) Yamato (Tenzo)
11.06.2019
11.09.2019
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Dann plötzlich brach Yasumi in verlegenes Gekicher aus, sodass nun alle Augen auf sie gerichtet waren. „Darui hat damit wohl eher Probleme als ich.“, brabbelte sie zwischen ihren Lachern und sie merkte, wie die ungläubigen Blicke ihrer Freundinnen sie bereits musterten. Klang das etwa so unglaubwürdig?
„Als ob...“, flüsterte Kameko nur leise zu sich selbst und auch Himeko zog skeptisch eine Augenbraue hinauf.

Die Mädchen wurden unterbrochen, als dann erneut die knapp bekleidete Kellnerin an den Tisch trat und das bereits leer gefutterte Geschirr abräumte und die Karte für die Nachspeisen reichte. Von Eis und Pudding bis hin zu Kuchen und Plätzchen – die Auswahl ließ jedes Schlemmerherz höher schlagen.

Und während Jurina bereits grübelnd durch die Speisen blätterte, seufzte Yasumi und ließ geschlagen die Schultern hängen: „Okay, okay. Ehrlich gesagt ist das sogar ziemlich oft der Grund für unsere Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten.“
Es war ihr peinlich, dies zuzugeben, wollte sie doch schließlich die starke Frau sein, aber sie wollte eben auch nicht schon wieder mit dem Lügen anfangen, so wie zu Beginn des Mädchenabends. Das war einfach nicht sie. Also konnte sie auch getrost von ihrem letzten Besuch in Kumogakure berichten.


Mit klopfendem Herzen stand Yasumi vor der riesigen, hölzernen Tür. Es trennten sie also nur wenige Schritte vom Raikage - und natürlich von ihm! Endlich, wie lange war das letzte Treffen nur schon wieder her?
Die hübsche Kunoichi wusste, dass Darui sich auch im Büro befand, hatte sie schließlich nicht umsonst um diese Botenmission gebeten, die eigentlich für jemand völlig anderen bestimmt war. Was hatte sie nur nach Ausreden und Erklärungen beim Hokage suchen müssen, einfach nur um bei ihm sein zu können!
Doch als sie für einen Augenblick bereits seine angenehme Stimme aus dem Büro vernehmen konnte, rutschte ihr das Herz in die Hose. So aufgeregt war sie ja schon lange nicht mehr. Ob man ihr dies anmerkte? Würde der Raikage Verdacht schöpfen?

Sie warf einen letzten Blick herüber zu Mabui, welche ihr zunickte und daraufhin traten die beiden jungen Frauen ein. Wie auf Knopfdruck wandert ihr Blick herüber zu Darui, wessen Gesichtsausdruck überraschter nicht sein könnte und ein breites Lächeln zeichnete sich auch auf ihren eigenen Lippen ab.

Doch die eigentliche Besprechung verlief ruhig, Yasumi bemühte sich darum bloß nicht zu aufgekratzt zu wirken, auch wenn sich ihre Gedanken die ganze Zeit über nur um eins drehten.
Wenn sie an den bevorstehenden Abend mit Darui dachte, spürte sie schon jetzt seinen warmen Atem ganz nah an ihrem Gesicht und immer wieder wanderte ihr Blick heimlich herüber zu ihm, nur um festzustellen, dass er sie ebenso nicht aus den Augen lassen konnte.

„Wirst du die Nacht hier verbringen, Yasumi?“, holte der Raikage sie plötzlich aus ihren Gedanken und verlegen stammelte die Angesprochene sich ihre Antwort zurecht: „Ja, ich werde eine Nacht bleiben, um mich von der langen Reise zu erholen. Einen Schlafplatz werde ich schon finden, keine Sorge.“ Aus dem Augenwinkel erkannte sie Daruis verschmitztes Grinsen und eilig verabschiedete sie sich dann, verließ das Büro und seufzte laut, als sie niemand mehr hören konnte.

Sie atmete ein paar Mal tief durch und gerade, als sie ihren Weg durch den Flur fortsetzen wollte, spürte sie zwei kräftige Arme um ihre schmalen Schultern, welche sie sanft aber bestimmt festhielten.

„Warum hast du nichts von der Mission erzählt?“, hörte sie Daruis ruhige Stimme. Sie blieb einige Augenblicke still stehen, genoß seine Nähe.
„Ich wollte dich eben überraschen. Ist mir geglückt, hm?“
Als der Jonin seine Arme jedoch sinken ließ, sie sich umdrehte und sah, wie er sich verlegen am Hinterkopf kratzte, stutzte Yasumi verwundert: „Was ist?“
„Wie sag ich das jetzt nur... Ich freu' mich wirklich dich zu sehen. Aber ich hab heute noch so unendlich viele Dinge zu erledigen und ehrlich gesagt habe ich abends schon Omoi zugesagt, also... Aber ich sage ab, wenn du...“

Ein ungutes Gefühl machte sich in Yasumis Magengegend breit. Natürlich hätte sie damit rechnen müssen, immerhin kam sie einfach unangemeldet zu Besuch, doch trotzdem enttäuschte sie seine Absage zutiefst. Freute er sich denn gar nicht?  
Völlig sinnlose Fragen machten der jungen Kunoichi zu schaffen und mit einem schnippigen „Nein!“, bedeutete sie ihrem Freund, zu seiner Verabredung zu gehen. Sie erschrak sich selber über ihre patzige Tonart, doch sie konnte sich nicht bremsen.
Und bevor sie noch weitere, zynische Bemerkungen von sich gab, drückte sie ihm einen kurzen Kuss auf die Wange, hielt ihre Hand auf und merkte an: „Ist ja meine eigene Schuld. Ich warte dann bei dir zu Hause, okay?“
Nur zögerlich nickte Darui, spürte er schließlich die Unzufriedenheit seiner Freundin, doch mit einem „Ich bin gegen Neun da.“, legte er die Schlüssel in ihre offene Hand.


Und da lag sie nun, allein und verlassen im riesigen Doppelbett seiner Wohnung. 23 Uhr Abends und weit und breit keine Spur von ihm.

Grummelnd und mit miesepetriger Laune, die sich von Minute zu Minute verschlechterte, drehte sie sich von einer Seite auf die andere, wusste inzwischen nicht einmal mehr auf wen sie sauer sein sollte. Sie selbst hätte sich ja immerhin anmelden können, doch er? Er hielt sich nicht einmal an sein Versprechen.

Die Wut kochte nur so in ihr, und als sie schließlich die Eingangstür hörte und Darui wenige Augenblicke später endlich im Schlafzimmer stand, drehte sie ihm den Rücken zu, während er entschuldigend nuschelte: „Tut mir Leid, dass es später geworden ist.“
„Ist in Ordnung.“, giftete Yasumi kurz angebunden zurück, „Ich will jetzt schlafen.“
Sie spürte, wie er sich zu ihr auf das Bett setzte und bestimmt nach ihrem Handgelenk griff: „Ist wirklich alles in Ordnung?“
Doch seine Freundin zuckte nur mit den Schultern, beabsichtigte nicht weiter, mit ihm zu reden und blieb still.

Der Jonin seufzte. Auch er verstand, wie es ihr ging, doch was sollte er tun? Es dauerte einige eindringliche  Nachfragen seinerseits, ehe sie schließlich widerwillig gestand: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir den Abend nicht zusammen verbringen konnten. Wir sehen uns so selten und dann hast du natürlich genau heute was vor.“
Als sie erneut merkte, wie schroff sie dabei wirkte, fügte sie mit leiser Stimme an: „Ich mein, ich verstehe schon dass du Pläne hattest, da du ja nichts von meinem Besuch wusstest, aber trotzdem.“
„Wieso ziehst du nicht einfach hierher? Dann haben wir das Problem nicht mehr.“, warf Darui dann plötzlich ohne Vorwarnung ein und verwundert zog Yasumi eine Augenbraue hinauf.  Das Thema hatten sie doch bereits beim letzten Treffen gehabt! Einfach so Konoha verlassen – für ihn? Nein, dafür waren sie einfach noch zu frisch zusammen.
„Okay, entschuldige. Ja ich weiß, du bist noch nicht bereit dazu.“, Darui ließ den Kopf hängen, entschuldigte sich abermals bei der jungen Frau, doch die seufzte nur: „Mir tut's auch Leid.“
Es fiel ihr unglaublich schwer, diese Worte über ihre Lippen zu bringen, waren Entschuldigungen schließlich überhaupt nicht ihre Stärke. Beschwichtigend griff sie nach seiner Hand: „Ich will eigentlich nicht so eine anhängliche Freundin sein, aber irgendwie fällt mir diese elendig lange Zeit ohne dich einfach furchtbar schwer.“
Darui nickte zustimmend, auch für ihn war es alles andere als leicht, und Yasumi fuhr fort: „Lass uns aufhören zu streiten und die Zeit anders nutzen.“

Mit einem frechen Grinsen zog sie ihn dichter an sich heran, doch eine letzte Bemerkung konnte er sich, trotz breitem Lächeln, nicht verkneifen: „Du fängst doch immer an zu streiten, nicht ich... Okay, 'tschuldige!“


„Und? Kannst du dir  vorstellen, irgendwann mal umzuziehen?“, fragte Himeko neugierig und Yasumi zuckte mit den Schultern: „Keine Ahnung, um ehrlich zu sein. Vielleicht zieht er ja auch her?“
„Als rechte Hand vom Raikage? Wohl eher kaum.“, meinte Asuka ehrlich.

Inzwischen wurde der Nachtisch für die Mädchen bereitgestellt. Jeder schnappte sich seine Speise und begeistert jauchzte Himeko, als sie ihren Eisbecher voller Vanille- und Erdbeerkugeln, garniert mit ordentlich Sahne und Streuseln, im Empfang nahm. Die Farben entzückten sie sehr und auch Yoko freute sich überaus auf ihren Schokoladenpudding.

Yasumi nickte: „Hast wahrscheinlich Recht. Naja, spätestens wenn es ernst wird und Kinder unterwegs sind, werde ich wohl nicht drum rum kommen. Oh man, daran will ich noch gar nicht denken! Apropos Kinder...“ Sie machte eine kurze Pause um einen Bissen ihres Kuchens zu genießen, ehe sie Jurina mit dem Ellbogen anstupste und fortfuhr: „Wollen du und Yamato irgendwann Eltern werden und ist vielleicht schon etwas in Planung?“
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