Die Abenteuer der Familie Griffin in der Wildnis

von SilEn
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18 Slash
Clarke Griffin Dr. Abigail "Abby" Griffin Lexa
10.06.2019
19.11.2019
37
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Indra Trikru beobachtete Lexa ganz genau und bemerkte dabei, wie sich ihre Schülerin immer wieder die Hand aufs Herz presste. Den Menschen zu verlieren, den man tief im Herzen liebte, war niemals leicht. Sie hoffte von ganzem Herzen, dass Lexa und Clarke sich wiederfinden würden. Doch bis es soweit sein würde, musste sie sich bestmöglich um Lexa kümmern.
„Da wir beide nicht wissen, wo sich Clarke momentan befindet, müssen wir versuchen ruhig zu bleiben und abzuwarten. Du wirst ganz bestimmt von ihr hören, sobald es ihr möglich ist. Denn genau so wie du Clarke immer angesehen hast, so hat sie dich auch angesehen. Du hast an dem Tag endlich deine Gefühle für sie zulassen können. Falls Clarke es bis zu deinem Kuss noch nicht geschafft hatte, sich ihrer Gefühle gewahr zu werden, dann aber spätestens während diesem Kuss.
Und damit du in nächster Zeit nicht in weitere sinnlose Streitereien mit Spiegeln gerätst, kommst du heute Nachmittag zu mir nach Hause und ich werde anfangen dir Unterricht im Kickboxen zu erteilen. Dann hast du zumindest ein Ventil für deine Gefühle, dass sich nicht durch selbstzerstörendes Verhalten auszeichnet. Ich erwarte dich um 16 Uhr. Pünktlich und mit Sportzeug.“

„Sie denken also, dass ich nur durchhalten muss, bis Clarke sich meldet? Wie lange wird das dauern? Was meinen Sie?“ Fragend sah Lexa Indra in die dunklen Augen und hoffte dort eine zufriedenstellende Antwort zu finden. Aber die fand sie nicht. Und so schnell wie der winzige Funke Hoffnung aufgetaucht war, so schnell verschwand er auch wieder und hinterließ nichts als Leere in ihr.
Schließlich nickte sie zustimmend. Es würde bestimmt nicht allzu lange dauern, bis Clarke eine Möglichkeit fand, sich bei Lexa zu melden. Schließlich war Clarke die intelligenteste Frau, der Lexa je begegnet war. Und sie war treu. Und ehrlich und liebevoll und ganz sicher die schönste Frau, die Lexa je gesehen hatte. Urplötzlich schlichen sich Bilder in Lexas Geist, an die sie in dem Moment lieber nicht gedacht hätte.
Clarke, die in ihrem dunkelblauen Badeanzug aus dem Schwimmbecken im Schwimmbad stieg. Und ohne ihren Badeanzug, nur wenige Minuten später unter der Dusche, um sich das salzhaltige Wasser aus dem Solebad vom Körper zu waschen. Lexas schwarzer Badeanzug, der im hohen Bogen durch den Duschraum flog und genau auf dem Badeanzug ihrer besten Freundin landete.
Clarkes eingeseifter Körper, der komplett bebte, als sie über einen Witz von Lexa gelacht hatte. Lexa versuchte krampfhaft sich den Witz zurück ins Gedächtnis zu rufen, doch stattdessen sah sie nur Clarkes makellosen nackten Körper vor sich. Ihre Brüste, die bei dem Witz auf und ab wippten, die perfekte Haut, die sich über den gesamten Körper zog. Mehrere Muttermale in verschiedenen Größen, die sich wie Blickmagnete auf Clarkes Körper verteilten.
Die kleinen Füße, die gerade mal Schuhgröße 38 brauchten, glatte, kräftige Unterschenkel, die in weiche, weibliche Oberschenkel übergingen und schließlich… NEIN! Lexa schüttelte sich kraftvoll um diese Bilder aus ihren Gedanken zu vertreiben. Sie hatte kein Recht so über Clarke zu denken. Zumindest nicht, bis sie die Chance hatte mit ihr darüber zu sprechen.
Es war eine Sache, den Körper seiner besten Freundin zu sehen, aber den Körper der Frau zu betrachten, die man begehrte, war etwas ganz anderes. Mühsam zerrte sie ihre Gedanken wieder zu dem zurück, was ihre Lehrerin gesagt hatte. Sie wollte Lexa wirklich im Kickboxen unterrichten? Lexa wusste nicht einmal, dass Mrs Trikru solch einen Sport beherrschte.
Aber sie stimmte mit ihrer Lehrerin darin überein, dass sportliche Betätigung in jedem Fall besser wäre, als sich selbst zu verletzen. Wie sollte sie Clarke sonst jemals die Narben erklären, ohne dass diese sich selbst die Schuld daran geben würde? Denn das würde die Blonde garantiert tun. Sie würde sich für alles verantwortlich fühlen, was mit Lexa geschehen würde, weil sie nicht mehr da war.
Kickboxen schien da sogar eine ganz besonders gute Idee zu sein. Und wieder schlichen sich Bilder vor Lexas inneres Auge. Lexas Körper, der durch den Sport von schlank zu muskulös geworden war. Und Clarke, die jeden einzelnen dieser neuen Muskel bewundernd mit ihren Fingern nachzeichnete.

„Weißt du Lexa, es ist gut, dass du an Clarke denkst“, vernahm sie die Stimme ihrer Lehrerin wie durch Nebel. „Allerdings musst du  unbedingt lernen, dass du dir manchmal bewusst die Zeit nehmen solltest, um deine Gedanken über Clarke freizulassen. Dann fällt es dir nämlich leichter, diese Gedanken zu unterdrücken, wenn deine Aufmerksamkeit woanders erfordert wird.
Ich nehme mal an, Mister Pike ist nicht besonders erfreut darüber, dass du jetzt auch noch so lange seinem Unterricht ferngeblieben bist. Natürlich ist das ganz allein meine Schuld, weil ich dich gerufen habe, aber dir würde er das sowieso nicht glauben. Ich kläre das gleich mit ihm und wir sehen uns dann pünktlich um 16 Uhr bei mir.
Das Training wird ziemlich hart werden und dir einiges abverlangen. Richte dich schon mal auf Muskelkater im ganzen Körper ein. Du wirst dich in den nächsten Tagen kaum bewegen können und dir wird alles weh tun. Also geh jetzt nach Hause und lass jeden Gedanken an Clarke zu, der dir kommt. Genieße es in vollen Zügen, denn nach unserem Training wirst du ganz andere Sorgen haben.“

Deutlich langsamer als sonst verarbeitete Lexas Gehirn die Worte ihrer Lehrerin. Schließlich stolperte sie darüber, dass sie JEDEN Gedanken an Clarke zulassen und es genießen sollte. Unweigerlich spürte sie Hitze in sich aufsteigen, die garantiert für eine sehr deutliche Rotfärbung ihres Gesichtes sorgen würde. Augenblicklich sah sie wieder Clarke an ihrem Nachmittag im Schwimmbad vor sich.
Wieder genau in dem Moment, als die Blonde mit leuchtenden Augen wie in Zeitlupe aus dem Schwimmbecken stieg. Sie wusste genau, dass ihr diese Erinnerung Clarke in ihrer vollen Pracht zeigen würde. Und diese Bilder sollte sie bewusst zulassen? Alleine beim Gedanken daran spürte sie bereits wie ihr gesamter Körper anfing zu kribbeln, als würden Millionen Ameisen eine Tanzveranstaltung auf ihrer Haut abhalten.
Doch nicht nur auf der Haut spürte sie dieses Kribbeln. Tief in ihrem Inneren spürte sie wie sich ein Druck aufbaute, der ihr einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagte. Und je mehr dieser Druck zunahm umso unruhiger wurde Lexa. Sie schaffte es gerade noch ein leises „danke“ hervorzustolpern, ehe sie fluchtartig den Klassenraum verließ.
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