I'm strong enough

GeschichteDrama, Familie / P18
Felicity Smoak John "Dig" Diggle Moira Queen OC (Own Character) Oliver Queen Thea Queen
10.06.2019
26.03.2020
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Plötzlich wurde die kalte Luft von einem warmen Strudel erhitzt. Durch diesen Strudel waren Selena und Tommy gekommen. Sie hatte Tommy fest im Griff.
„Wenn du einen Menschen in die Finsternis gleiten sehen willst, dann muss nicht dieser Mensch selbst sterben, sondern die große Liebe“, mit diesen Worten knackte Tommy sein Nacken. Absolute Leere machte sich in mir breit. Mein Herz pochte bis zu den Ohren. Alles lief auf Zeitlupe.
„Nein!“, es dauerte bis ich verstanden hatte, dass dies nicht meine Stimme sondern die von Oliver war. Er wollte auf die schwarzhaarige Frau im violetten Kleid zugehen, doch diese ließ Tommy nur wie einen Sack Mehl fallen und war verschwunden. Wie angewurzelt stand ich da und konnte mich nicht rühren. Selena hatte Tommy getötet. Er war einfach nicht mehr da. Der Schmerz breitete sich in mir aus.
Ein Windstoß fegte durch mein Gesicht und Barry stand vor mir.
„Oliver was…?“, fing Barry an und sah zur Leiche. Umgehend kniete er sich zu Tommy und tastete nach dem Puls. Oliver war genauso geschockt wie ich.
„Sie brachte ihn einfach um", murmelte er, doch dann veränderte sich alles. Zähneknirschend schlug er auf eine Scheibe ein und schrie seine Wut heraus. Jetzt waren auch Cisco und Caitlin angekommen und beobachten den Ausbruch.
„Bring Anna in deine Stadt und beschütze sie", Oliver sah Barry eindringlich an. Zunächst musterte Barry Oliver und seine verletzte Hand, doch dann nickte er ihm zu. Mit einem Mal stand er vor mir.
„Ich bringe dich hier weg", erklärte er mir kurz, dann ging alles super schnell.
In einer Einrichtung fand ich mich auf einem provisorischen Krankenbett wieder. Als mein Verstand einigermaßen wieder funktionierte, realisierte ich, dass ich in S.T.A.R. Labs war, dem Gebäude wo der Partikelbeschleuniger explodiert war. Damals suchte Barry den waren Mörder seiner Mutter. Mein letzter stand war, dass sich Harrison Wells als Eobard Thawne entpuppte. Seitdem war der Kontakt eher eingeschränkter gewesen. Wir hatten viele eigene Dinge zu klären.
„Ich hole Cisco und Caitlin ab. Iris und Joe werden nach dir sehen“, erklärte Barry mir und lächelte halbherzig. Ein Luftstrom verriet mir, dass er gegangen war. Und dann kamen Iris und Joe in den Raum. Iris lächelte mir zu, während Joe nicht so recht wusste was er machen sollte.
„Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen“, lächelte Iris mir zu.  Was sollte ich ihr sagen? Selena hat Tommy vor meinen Augen getötet. Nichts würde mehr wie vorher sein. Und jetzt hatte Oli mich auch noch gezwungen aus meiner Stadt zu verschwinden. Plötzlich kam ein ernst reinblickender Harrison Wells rein. Das konnte nicht sein! Barry meinte er wäre gestorben!
Ich sprang auf, verlor mein Gleichgewicht und viel zu Boden. Meine Hand ging an die wunde Stelle am Rücken und als ich sie betrachtete, klebte Blut an ihr. Genau in dem Moment kamen Cisco und Caitlin durch Barry zurück. Barry kniete sich zu mir und half mir vorsichtig auf.
„Er ist ein anderer Harrison Wells. Von einer anderen Erde“, raunte er mir zu, als er meinem Blick folgte. Vorsichtig setzte er mich wieder in das Bett hinein, da begann Caitlin meine Wunde zu versorgen. In der Zeit war ich nicht ein einziges Mal zusammengezuckt. Joe und Iris waren mit Barry rausgegangen. Cisco und Harrison wollten etwas bauen um einen Mann Namens Zoom aufzuhalten. Caitlin zog mein kaputtes Oberteil wieder runter.
„Ich hole dir frische Sachen. Bin gleich wieder da", sie lächelte mir zu, dann ging sie und ich war allein. Obwohl ich lange genug geschlafen hatte, merkte ich, wie all das an mir zerrte. Ich war sehr müde, doch ich wollte nicht schlafen. Wenige Minuten später war Caitlin mit ein paar Sachen zurück.
„Wir haben leider nur die S.T.A.R. Labs Klamotten hier. Besser als die Lumpen. Komm ich helfe dir, damit die Wunde nicht wieder aufgeht“, sie griff nach meinen Armen und zog mich hoch. In einem Spiegel konnte ich mich kurz betrachten, ehe Caitlin mir das alte Oberteil auszog und das neue anzog. Meine Augen waren wieder vollkommen normal gewesen.
„So das hätten wir doch schon gut hinbekommen“, vorsichtig setzte Caitlin mich wieder hin. Sie war so liebevoll… Tommy war so liebevoll gewesen, vor allem in der Gefangenschaft. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Erst als auch die Hose gewechselt war, bemerkte Caitlin meine Tränen und den starren Blick.
„Du bist hier sicher… Wir können Tommy nicht zurückholen, aber wir können bestimmt helfen Selena aufzuhalten“, ihr Blick ging zu Barry rüber, der umgehend wieder rein kam. Er kniete sich vor mir hin und nahm meine Hände in seine.
„Du bist nicht allein. Wenn du reden möchtest sind wir für dich da. Vielleicht ruhst du dich etwas aus und schläfst ein bisschen. Ich bleibe hier und passe auf dich auf. Keiner kann dir hier etwas antun“, seine Stimme war so sanft, dass sie mein zerstörtes Inneres zu berühren schien. Irgendwie legte ich mich seitlich hin, doch statt die Augen zu schließen starrte ich Barry nur an. An Schlaf konnte ich gerade nicht denken. Barry sah auch mich an, dann nickte er knapp und etwas piekte in meine Schulter. Halb drehte ich mich um, sah Caitlin in die Augen und dann war ich weg.
Ich fand mich in meiner damaligen Schule wieder. Ein leichter Wind wehte mir durch die Haare, da ich draußen auf dem Schulhof stand. In meiner Hand war ein kleiner Kakao. Meine drei Mitschüler unterhielten sich, als es plötzlich knallte. Wieder diese hirnlosen Menschen die Saftpäckchen zum Knallen brachten. Doch plötzlich stürmte eine Mitschülerin verheult auf uns zu. Mit verweinten Augen erklärte sie uns, dass es einen Mann gäbe, der mit Waffen schießen würde. Vorerst glaubte ich ihr nicht, da sie so oft schon gelogen hatte. Doch die anderen wollten ihr unbedingt helfen und meinten, dass wir in der Mädchentoilette sicher seien, da er ein Mann ist und nicht reinkommen dürfe. Als wir gerade losrennen wollten, fiel ein weiterer Schuss. Ich drehte mich um und sah die Schüler der Schule rennen. Ungewiss ob sie mich umrennen würden oder nicht, rannte auch ich los. Von Der Toilette konnten wir die Panik beobachten bis uns ein Lehrer rausholte und in die benachbarte Schule brachte. Dort verging eine sehr lange Zeit, bis sich die Situation beruhigt hatte und Eltern uns abholten. Ein gerade erwachsener Mann wollte aufgrund seines Leids durch Mobbing mit der Schule abrechnen. Und wir waren die ewig geprägten Opfer dieses Amoklaufs geworden.
Ich spürte langsam wie ich wieder an die Oberfläche glitt, denn mir war bewusst geworden, dass ich geschlafen hatte, als plötzlich eine Stimme in meinem Kopf fuhr.
„Ich habe deine Mauer, die dich vor deinen Erinnerungen abschirmen soll, gebrochen. Ab jetzt wirst du einen anderen Kampf führen“, hallte Selenas Stimme. Ich versuchte nach ihr zu greifen.
„Anna, bitte wach auf…“, fiepte Barry und meine Sicht hellte sich auf, bis ich ihn vor mir sah. Meine Hand drückte seine Kehle zusammen. Sobald ich wieder Herr meines Körpers war, ließ ich los. Ich war aufgestanden und hatte ihn gegen eine Wand gedrückt. Total geschockt sah ich Barry an, ging ein paar Schritte zurück und lief dann raus. So etwas hatte ich niemals gewollt! Menschen verletzten kam für mich nicht in Frage! Niemals!
„Anna, bitte bleib hier!“, rief Barry mir hinterher. Eigentlich wusste ich, dass es keinen Sinn ergab vor ihm wegzulaufen, dennoch wollte ich nicht halt. Ihm jetzt in die Augen zu sehen würde mich innerlich nur noch mehr aufwühlen. So tief in Gedanken versunken rannte ich mit voller Wucht in Cisco rein.
„Es ehrt mich eine hübsche Frau in den Armen zu halten, aber es tut dennoch weh", Cisco hielt mich fest und grinste mich an. Barry stand direkt bei uns. Jetzt saß ich fest.
„Anna, ist alles in Ordnung? Was hat dich so aufgewühlt, dass du mich gewürgt hast?“, er stand noch hinter mir, aber die Sorge in seiner Stimme war beinahe zu fühlen. Sie überrannte mein inneres Chaos und wühlte mich mehr auf. Cisco sah mich währenddessen mit riesengroßen Augen an und ließ mich los.
„Selena war bei mir“, murmelte ich und sah zu Boden. Röte schoss in mir hoch. Wie konnte Selena nur so Überhand gewonnen haben?
„Ich habe niemanden gesehen“, Barry klang, als wäre er in Gedanken versunken.
„Sie war in meinem Kopf. Dort hat sie eine mentale Mauer gebrochen und etwas hat sich in mir verändert. Diese Mauer hat etwas in mir freigesetzt. Das hätte niemals passieren dürfen“, erklärte ich. Zur Bestätigung tobte das Chaos weiter.
„Wieso glaubst du es gab eine Veränderung? Du hattest vermutlich nur Angst und hast im Schlaf eben so brutal reagiert“, mutmaßte Barry. Ich zog den Pullover hoch, sodass er auf meinen Rücken sehen konnte.
„Wie ist das möglich? Nichts an dir hat gezeigt, dass du eine starke Selbstheilung besitzt“, Barry trat hinter mir hervor.
„Welche Art  von Mauer hat sie gebrochen?“, Barry sah mich eindringlich an. Ich seufzte. Von Anfang an wollte er mir helfen. Vielleicht war die bessere Methode einfach offen zu sein, bevor Selena noch mehr anrichten konnte.
„Über jahrelanges Selbsttraining habe ich eine mentale Mauer in mir aufgebaut, die schreckliche Erinnerungen soweit eindämmen kann, dass zwar Bilder hindurch kommen können, aber keinen Schaden anrichten. Sie können mich nicht mehr traumatisieren. Bis heute. Jetzt ist sie gebrochen und ich kenne den Ausmaß nicht“, mein Blick traf seinen wieder. Und meine Augen wurden riesig, als eine schwarz gekleidete Person hinter den beiden stand mit einer Waffe in der Hand. Ich sah in das Gesicht der dritten Person und mir wurde sofort bewusst, was es war. Meine eigene Angst.
Sofort drehte Barry sich um und folgte meinem ängstlichen Blick. Dann sah er mich wieder an, weil er niemanden sehen konnte.
„Ich muss hier weg, bevor ich noch jemanden ernsthaft verletze", ich schloss meine Augen und wollte an ihnen vorbei gehen, doch Barry hielt mich davon ab. Blitzschnell hatte er mich gepackt und wieder zurück zu dem Krankenzimmer gebracht.
„Du wirst niemanden verletzen. Das ist nie deine Art gewesen. Lass Caitlin dir helfen und dann trainiere ich dich, so wie Oliver es gewollt hätte. Was auch immer sein mag, wir sind hier um zu helfen“ , mit diesen Worten verebbte  mein inneres, wütendes Chaos und Ruhe kehrte ein. Jetzt war ich wieder Herr meines Körpers.
„Nur wie schließt man nicht sichtbare Wunden?“, ich sah ihn an und er schien zu überlegen, was er passendes antworten konnte. Dann seufzte Barry und sah mich entschuldigend an.
„Wir werden es herausfinden“, sicherte Barry mir zu. Ich setze mich wieder auf das provisorische Bett.
„Soll ich dir etwas zu Essen besorgen?“, fragte Barry nach einer kurzen Pause. Wie aufs Wort meldete sich mein Magen. Dann fingen wir beide an zu lachen.
„Etwas asiatisches Essen wäre nett“, ich schmunzelte. So frei und gelöst habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Barry nickte und rannte los. In der Zeit stand ich wieder auf und lief ein bisschen umher. Manches hier bei S.T.A.R. Labs wirkte sehr klinisch. Vermutlich weil es ein Labor war und eben nicht ein zu Hause. Was Olli und die anderen wohl gerade taten? Vermutlich hatten sie Tommys Leiche weggebracht und organisierten ein Begräbnis. Ich konnte noch alles genau vor meinen Augen sehen. Wieso jetzt, wo wir doch alle in Sicherheit gewesen sind?
„Ist alles in Ordnung?“, holte Barry mich aus den Gedanken. Er schaute mich sehr traurig an, erst da bemerkte ich, dass ich weinte. Langsam schüttelte ich den Kopf. Jetzt wo meine Mauer weg war, da waren die Gefühle stärker und ungehemmter. Barry stellte das Essen ab und nahm mich in die Arme. Eine ganze Weile schluchzte ich vor mich hin, bis Cisco und Caitlin zu uns stießen. Sofort fuhren wir auseinander.
„Wir riechen gutes Essen“, grinste Cisco und Caitlin verpasste ihm einen kräftigen Seitenhieb. Dann sah er mich an und schluckte den Satz wieder runter den er sagen wollte.
„Es wird dich eine sehr lange Zeit beschäftigen. Dich werden Fragen quälen, ob du es nicht hättest verhindern können oder ob du ihn nicht hättest mehr an dich binden müssen. Aber so oft diese Fragen auch aufkommen werden, musst du wissen, dass es nicht deine Schuld ist. Denn egal wie sehr du es versucht hättest, sie hätte einen anderen Weg gefunden“, Caitlin kam auf mich zu und nahm mich in ihre Arme.
„Du kannst jederzeit mit mir reden. Aber ich werde auch mein bestes geben, damit du dich stärker fühlst und diese Schwäche die du gerade in dir fühlst als Stärke nutzen kannst“, ihre Stimme war sehr dicht an meinem Ohr. Ihre Fürsorge war Balsam für mein Herz.
Und schon meldete sich mein Magen erneut. Gemeinsam lachten wir über die Situation, nahmen uns Essen und aßen gemeinsam, als auch Iris und Joe zu uns stießen zusammen mit einem neuen Typen und Harrison.
„Oh, wie ich sehe haben wir eine Besucherin. Freut mich. Ich bin Jay Garrick", stellte sich der Mann vor und nahm wie die anderen etwas zu Essen. Irgendetwas kam mir verdächtig an ihm vor, doch ich konnte nicht sagen, was es war.
„Mein Name ist Annabell Queen“, stellte ich mich schließlich auch vor. Meine Nackenhaare stellten sich auf.
Plötzlich zerstörte ein lauter Alarm die Ruhe. Auf den Monitoren, die gerade angingen um ein Bild zu zeigen, war eine schwarzhaarige Frau mit violetten Kleid. Selena.
„Wir müssen Anna beschützen!“, scharrte Barry seine Freunde zusammen. Doch ich wollte nicht beschützt werden. Ich wollte der Frau in die Augen sehen, die meinen Freund umgebracht hatte. Während alle anderen vertieft waren die Lage zu klären, schlich ich mich raus. Es wunderte mich sogar sehr, dass ich ohne weiteres bis Selena vordringen konnte. Doch dann stand Flash vor mir.
„Bitte geh wieder rein", bat er mich und versperrte mir den Weg.
„An deiner Stelle würde ich es mir überlegen“, meinte Selena und plötzlich krümmte Flash sich vor Schmerzen.
„Lass ihn in Ruhe! Er hat dir nichts getan! Ich bleibe hier", rief ich ihr zu. Barry, der bereits am Boden lag, atmete wieder regelmäßiger und entspannter ein und aus. Ich kniete mich zu ihm und nahm seine Hand. Er sollte sich nicht allein fühlen.
„Was willst du?“, keifte ich sie wütend an. Im Hintergrund hörte ich Schritte und als ich mich umdrehte, sah ich die anderen auf uns zu kommen. Die freie Hand hielt ich instinktiv in die Höhe, wodurch die Tür zuging und nicht wieder auf. Die anderen hämmerten wie wild, doch ich wandte mich Selena wieder zu.
„Du sollst meine Waffe werden. Ich habe dich erschaffen! Du gehörst mir!“, ihr Lächeln auf den Lippen wurde immer boshafter und breiter.
„Ich gehöre niemandem. Und eine Waffe werde ich auch nicht sein", ich stand auf und ging auf Selena zu. Sie schaute mir direkt in die Augen.
„Wenn du nicht mir gehörst, so soll auch kein anderer die Chance bekommen“, ihre Hände gingen nach vorne, wodurch ich im hohen Bogen durch die Luft geschleudert wurde. Die Glastüren zerspringen und ich landete inmitten von Barrys Freunden. Ohne auf die anderen zu achten, stand ich wieder auf. Leichte Schmerzreize durchzuckten meinen Körper, doch es war mir in dem Moment egal. Ich stürmte auf Selena zu und wollte sie schlagen, da fand ich mich plötzlich an der Betonwand wieder. Erneut hatte Selena mich durch die Luft geschleudert.
„Einst war ich eine Göttin, doch dann bin ich gefallen, weil ich Lucifer retten wollte. Von einer Göttin wurde ich zu einem Engel degradiert und als ich nicht aufhören konnte, ließ Vater mich fallen. Glaubst du wirklich daran einen Erzengel mit bloßer Körperkraft schlagen zu können?“, sie sah auf Barry herab und lachte. Plötzlich wandte er sich vor Schmerzen wieder hin und her. Was sollte ich bloß machen? Wie sollte ich es nur unterbinden können? Ich sah in meine Hände. Vielleicht war allein mein Wille der Schlüssel. Ich streckte meine Hände nach vorne und dachte daran Selena durch die Luft zu werfen, doch es passierte nichts. Ich dachte an Barry und sein Leid, an das Leid, was ich wegen ihr durchstehen musste und plötzlich flog Selena durch die Luft. Sie landete auf dem Boden, wo das Gestein sie fesselte. In mir übernahm die Wut und die Dunkelheit. Die Dunkelheit und Angst die einst hinter meiner mentalen Mauer lagen. In meiner Hand glitt eine Metallstange. Ich holte nach hinten weg aus, um die mittlerweile  unter mir liegende Selena zu schlagen.
„Das bist nicht du Anna. Soweit würdest du niemals gehen. Du hast sie zu Boden gebracht, dass reicht. Diese Art von Gewalt ist keine Lösung. Lass uns ihr auf eine gerechte Art und Weise eine Strafe geben. Wenn du sie jetzt verprügelst wirst du etwas von dem guten in dir verlieren“, Barry seine Worte berührten mein Inneres. Ich ließ die Stange fallen und auch die Dunkelheit zog sich wieder zurück.
„Tja, hättest du nur gehandelt. Dann wäre Tommys Tod gerächt worden. Wer weiß ob ihm nicht noch welche folgen? Dann würdest du dir wünschen diese Seite von dir die Oberhand genommen zu haben!“, mit diesen Worten befreite sich Selena, schlug mir heftig in den Magen und jagte mich durch die nächste Scheibe. Ich konnte sehen, wie Flash sie aufhalten wollte, doch da war sie verschwunden. Schritte kamen auf mich zu, doch bevor ich jemanden erkennen konnte war ich bewusstlos geworden.