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The Act of an Apocalypse: War

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 Slash
Abaddon Krieg Ruin Samael Vulgrim
10.06.2019
17.07.2019
4
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10.06.2019 850
 
Die sanften Morgenstrahlen streichelten mein Gesicht, während der fahrende Bus meine Körper behutsam hin und her wog. Die laute Musik auf meinen Ohren schnitt mich von meiner Umwelt ab und ich konnte mich voll und ganz meinen Gedanken widmen. Innerlich stellte ich mich schon auf einen weiteren Schultag ein, der mich nur langweilen und Stunden von meinem Wochenende fernhalten würde.

Wäre mir mein erwünschtes Psychologiestudium nicht wichtig, dann würde ich mir auch nicht die Qualen dieses Abiturs antun. Obwohl meine G9 fast vorbei war fiel es mir dennoch schwer mich noch ein halbes Jahr lang in die bekannten Räume zu quälen, und noch mehr Stoff, den ich für mein Studium niemals brauchen werde, in den Kopf hämmern zu müssen. Aber manchmal muss man halt in den sauren Apfel beißen...

Nachdem mich mein Bus zu meinem Zielort transportiert hatte, lief ich die Straßen entlang Richtung Gymnasium. Nur der Fakt, dass sie von dem Licht der sanften Morgensonne durchflutet wurden und mich diese anzulachen schien, lies mich ein etwas positives Bild von meinem heutigen Tag haben. Ich war nicht pessimistisch, gewiss nicht. Aber nur der Gedanke an all diese reichen Schweine an meiner Schule, die sich sogar was auf dem Geld ihrer Eltern einbilden, verderben mir halt einfach meine Laune. Kaum konnte ich diesen Gedanken zuende denken, stand ich auch schon vor meinem Schultor und schritt durch dieses hindurch, gerade pünktlich zum klingeln wie sich herausstellte.

So quälte ich mich den Tag über durch zwei Stunden Erziehungswissenschaften, einer Stunde Englisch, einer Stunde Biologie und zwei Stunden Mathematik. Obwohl ich gut mit einigen, nicht eingebildeten Mitschülern auskam, störte es mich doch schon sehr nicht meinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. Wie sehr sehnte ich mich doch gerade im großen Wald, der unmittelbar neben meiner Stadt liegt, unter den Bäumen zu sitzen um mich in meinen Geschichten, Poesien, Philosophien, Musik und Zeichnungen zu verlieren. Ich war schon immer etwas eigen und bevorzugte meine Ruhe, bis auf wenige Menschen die ich an mich ran ließ.

So saß ich nun im Mathematikunterricht, tief in meinen Gedanken verloren, über mein Leben philosophierend. Nur die Zeiger der Uhr vor mir holten mich in die Realität zurück und innerlich wurde ich schon unruhig, da ich den Schulschluss nicht mehr die letzten Fünf Minuten abwarten konnte. Langsam schob ich meine Sachen Teil für Teil in meine Schultasche und das kribbeln in meinen Füßen, dieses gefängnisgleiche Gebäude zu verlassen, nahm stetig zu.

Sofort bei den ersten zwei Glockenschlägen erhob ich mich von meinem Platz und verließ den Raum, sowie etliche andere Schüler dies auch taten. Sogar noch bevor der Lehrer uns verabschieden konnten. Noch auf dem Weg nach draußen kramte ich Handy und Kopfhörer raus und schlug einen einsamen Trampelpfad in unmittelbarer Nähe zur Schule ein, der mich direkt zum Wald führen sollte.

Für solche Tage, an denen ich direkt von der Schule aus zum Wald wollte, hatte ich immer meine Sachen dabei. So schritt ich nun mit der Musik auf den Ohren den Trampelpfad entlang, der sich immer dichter mit Bäumen zu zog und mich zunehmend in ihre Schatten lullte.

Ich kam bewusst vom Weg ab, überwand Baumstämme und große Steine und ließ mich an meinem Lieblingsplatz nieder. Ein kleiner Fluss zog sich leise durch den Wald und auf einem relativ flachen und großen Stein bot sich eine hervorragende Sitzmöglichkeit, von der ich aus den kleinen, moosbewachsenen Abhang zum Fluss beobachten konnte. Hier sollte ich nun einige Stunden verbringen in denen ich schreiben, zeichnen und philosophieren würde.
Leider kam es nicht zu den vielen Stunden die ich hier verbringen wollte...

Nach gefühlten zwei Stunden zog ein Knall durch den ganzen Wald, gefolgt von einem mächtigen Beben. Ich wagte es nicht vom Stein aufzustehen aus Angst mich durch das Beben auf dem Boden wiederzufinden. Doch es wurde selbst nach Minuten nicht besser und neben weiteren Knallgeräuschen und Beben vernahm ich nun auch einen gewaltigen Tumult aus der Stadt. Ich raffte mich auf, tat mein bestes um dem Beben zu wiederstehen und rannte Richtung Stadt. Meine Gegenstände ließ ich hinter mir und überquerte die Baumstämme von zuvor mit viel mehr Mühen.

Nach gefühlten Ewigkeiten erreichte ich den Stadtrand und mir bot sich ein schockierendes Bild.
Meteoriten fallen vom Himmel und aus den Kratern erheben sich Kreaturen die sowohl auf allen Vieren, mit Flügeln und auch auf zwei Beinen unterwegs sind. Aber auch Krieger in goldenen Rüstungen und weißen Flügeln waren vertreten und beide kämpften bitterlich gegeneinander.

In meinem Schock bemerkte ich eine dieser Kreaturen nicht, die sich mir langsam und bedrohlich auf allen Vieren nähert. Noch bevor es mich angreifen konnte, schlug ein weiterer Meteorit in meiner unmittelbaren Nähe ein. Dieser hatte allerdings eine viel größere Wucht als die anderen und schickte mich und das Kreatur durch die Druckwelle weit fliegen. So weit, das ich hart gegen ein leerstehendes Auto krachte.

Meine Sicht wurde immer schwammiger und dunkler, da der Aufprall auch meinen Kopf betroffen hatte, wie ich es durch das dumpfe Dröhnen spürte. Und mit der letzten Sicht die mir blieb erkannte ich durch den Rauch aus dem Krater steigend eine Person von gewaltiger Größe und roter Rüstung, bewaffnet mit einem großen Zweihänder...
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