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Kollegen, Freundschaft und Liebe

Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Andrea Herrera Maya Bishop Robert Sullivan Ryan Tanner
10.06.2019
10.06.2019
1
9.637
 
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Okay, eigentlich war dieser Oneshot mal etwas ganz anderes, denn er ist aus zwei meiner Ideen entstanden.
Da waren einmal zwei Geschichten die ich irgendwie umsetzen wollte, doch nun ist das dabei rum gekommen und vielleicht gefällt euch das ja, wenn ihr diesem Fandom und vor allem diesem Pairing zugeneigt seid.




Vor ab, es ist definitiv Spoiler-Alarm gegeben,da ich meist die Serien nur auf Englisch sehe, habe ich natürlich Vorsprung, im Gegensatz zu denen, die nur auf Deutsch schauen.
Einiges was in diesem Oneshot hier vorkommt passiert wirklich, den Rest hat sich mein kleines verworrenes Gehirn ausgedacht .
Zudem muss ich gestehen, das ich Andy bei Maya für diese kleine Geschichte ausquartiert habe und ihr eine eigene neue Wohnung verpasst habe.
Zur kleinen Anmerkung, diese Story schließt direkt ans Ende der 8 Folge, der 2 Staffel an.

Also, viel Spaß und lasst mich eure Meinung wissen :)




Andy Herrera wusste nicht mehr was sie noch denken sollte, sie war verwirrt.
Sullivan war nicht zu ihrer Verleihung gekommen, was sie natürlich verstand, aber das hieß nicht das es sie nicht nerven durfte, denn sie hatte  gehofft das er es trotzdem irgendwie schaffen würde.

Dann hatte sie ihre Rede nicht halten können, weil sie diese Tapferkeitsmedaille eigentlich gar nicht wollte und den gesamten Trubel um sie überhaupt nicht verstand.
Ihr hatte natürlich die Rede ihres Vaters gefallen, aber das war auch schon alles gewesen.
Er hatte mit so viel Stolz über sie gesprochen das sie einfach nur froh war das sie den besten Vater der Welt hatte und dennoch hatte es sie nicht dazu bringen können ihre Rede zu halten, die Bilder des Unfalls hatten sie eingeholt und erstarren lassen und dann war sie einfach geflüchtet.

Sie war völlig im Chaos mit ihren Gedanken und das nur wegen eines Unfalls, der bereits Monate zurück lag.
Monate in denen Sullivan in der Wache nicht anwesend war , ihr Vater dafür aber umso mehr da er seinen Posten so lange übernommen hatte.
Natürlich besuchte sie Sullivan, immerhin hatten sie gemeinsam diesen Unfall überstanden, sich gemeinsam Halt gegeben, wenn auch nur recht Oberflächlich, bis Sullivan von seiner verstorbenen Frau gesprochen hatte.
Wie gerne sie Rollschuh gelaufen war und wie sehr sie ihm fehlte.
Er war definitiv kein Mensch der sich jedem einfach so öffnete, aber Andy hatte dies dringend gebraucht um nicht einzuschlafen und er selbst auch.
Und nun fehlte ihr der Captain irgendwie.

Und nun befand sie sich auf ihrer eigenen Party , die recht gut lief, ihr aber völlig gegen den Strich ging.
Zu allem Überfluss hatte sie auch noch zu viel getrunken, war genervt und dann landete sie auch noch mit Ryan im Bett, was völlig daneben war, wenn sie genau darüber nachdachte.
Als Andy dann auch noch Maya in die Arme lief, die sie auf ihre Interaktion mit Ryan direkt abklatschte, war ihr das doch recht unangenehm.
Klar war der Sex wie immer gut gewesen, aber ihre Geschichte mit Ryan war eine verzwickte und deshalb hätte das allein schon nicht mehr passieren dürfen.
Ihr betrunkenes Gehirn hatte das wohl anders gesehen und nun stand sie im Flur .
Ihr war nach wie vor nicht zum feiern zu Mute und als es Klingelte, war sie froh kurz entkommen zu können, nur um einen grinsenden Sullivan mit einer Flasche Champagner und seinem Gehstock vor zu finden.
Er hatte es also doch irgendwie geschafft und sie war froh ihn zu sehen.
Sie lächelte ihn sofort erfreut an und bat ihn herein, nachdem er die peinliche Vorstellnummer von Tanner hinter sich gebracht hatte.
Tanner interessierte ihn nicht, er war wegen Andy dort und nicht wegen eines Polizisten, der offensichtlich reges Interesse an seinem Lieutenant hatte.
Sofort merkte Robert wie er angeschaut wurde und normalerweise störte ihn das auch nicht, aber jetzt wo er sich so langsam zu Öffnen versuchte, macht es ihm schon etwas aus, das er nicht gemocht, sondern nur Akzeptiert und weniger Respektiert wurde.
Auch Andy bekam die Blicke ihrer Kollegen und Freunde mit, war sichtlich Irritiert wegen ihres Verhaltens, doch als sie Sullivan ansah und dieser lächelte, war ihr alles andere Egal.
„Auf einen Neuanfang.“ sprach Sullivan und meinte dies auch so, genauso wie Andy ihre Erwiderung ernst meinte.
Sie war froh noch einmal von vorn mit dem Captain anfangen zu können, nichts stand mehr zwischen ihnen, geblieben war der Respekt und die Zuneigung, die sie so langsam füreinander empfanden.
Sie Stieß also mit Sullivan auf ihre neue Wohnung, ihre Tapferkeitsmedaille und einen Neuanfang an, die anderen dabei völlig vergessend, was natürlich nicht jedem gefiel.
Besonders Ryan nicht.

Je länger sich Andy ihren Captain ansah, desto mehr musste sie sich eingestehen das er ein verdammt gut aussehender Mann war, besonders wenn er lachte und auch wenn sie sich für diese Gedanken gerne Ohrfeigen würde, tat es der Wahrheit nun mal keinen Abbruch, auch wenn das ihr eigenes Chaos nur noch mehr verschlimmerte.
Ihr Captain sah nicht nur gut aus, er war sogar ein toller Mann.
Ein sehr interessanter Mann sogar.
Er brachte sie zum Lachen, sprach mit ihr wenn ihn etwas bewegte , oder sie schwiegen einfach gemeinsam, wenn ihnen danach war.
Jedenfalls war das bisher so bei ihren Besuchen im Krankenhaus gewesen.

Ziemlich schnell vereinnahmten Andys Kollegen und Freunde sie wieder und ließen Sullivan zurück, was ihm Grundsätzlich nichts ausmachte, schließlich kam er bisher gut alleine zurecht, doch das seine Kollegen so sehr gegen ihn waren, kratze schon etwas an ihm.
Nicht zu Letzt , da er ja hoffte selbst ein besseres Verhältnis zu seinen Kollegen aufbauen zu können.
Er ließ sich also in der Küche nieder, sein Bein zu belasten tat immer noch weh und er hasste es seine Schwächen so offen zu präsentieren, doch er war für Herrera hier und er freute sich sie wieder zu sehen, nachdem er schon nicht bei der Verleihung der Tapferkeitsmedaille dabei sein konnte und sie beinah eine Woche lange nicht zu Besuch kam, da sie so sehr in der Wache eingespannt war.
Irgendwie fehlte ihre Gesellschaft ihm , auch wenn er nicht genau sagen konnte warum.

Eigentlich sollte er schon bald zurück im Krankenhaus sein und sich weiter schonen, viel Lust hatte er dazu allerdings nicht.
Er hatte ja kaum Gelegenheit gehabt sich mit Andy zu unterhalten und das wurmte ihn.
Er wollte noch nicht gehen und so schrieb er schnell ein paar Nachrichten an die Menschen die wissen mussten wo er sich aufhielt und das er später kommen würde, als die abgesprochene Stunde die ihm gegeben worden war, bevor er sein Handy wieder weg steckte und Andy zusah, wie sie gerade mit ihrem Vater tanzte.
Er musste lächeln, es war ein schöner Anblick sie so entspannt zu sehen .
Sein Lieutenant war gegen ihren Vater gelehnt, der sie führte, während sie nur ihre Augen geschlossen hielt und es beinah schien, als ließe sie sich im Takt der Musik wiegen.
Er selbst musste so langsam zur Toilette, Champagner bekam seiner Blase nicht wirklich und da er aufgrund seines Beines länger brauchen würde, ging er vorsichtig zum Badezimmer und erleichterte sich.

Nachdem Tanz mit ihrem Vater war Andy doch eigentlich ziemlich froh das ihre Kollegen sich so langsam auf dem Weg machten, doch sie war schon recht Traurig als sie auch sah das Sullivan nicht mehr da war und sich nicht einmal verabschiedet hatte.
Gerade schloss sie ihre Wohnungstür , sie hatte ihren letzten Gast und beste Freundin Maya gerade zur Tür gebracht und lehnte sich kurz gegen diese, ehe sie sich auf in ihre Küche machte um den angefallenen Müll zu beseitigen, als sie von einem warmen Lächeln begrüßt wurde, was auch ihr Lächeln zurück brachte.
„Hey...“ sagte Sullivan sanft und sah sie mit leuchtenden Augen an.
„Hey.....“ erwiderte sie ebenso sanft und ging ein paar Schritte auf ihn zu.
„Ich dachte Sie seien schon gegangen, was machen Sie noch hier ?“ wollte sie von ihm wissen, auch wenn sie Insgeheim froh war, das er doch nicht gegangen war ohne sich zu verabschieden.
„Ohne mich zu verabschieden?
Ich bin kein Unmensch....“ er holte kurz tief Luft, eher er fortfuhr.
„...Ich dachte ich könnte dir etwas Helfen hier aufzuräumen, ich war nur gerade schnell zur Toilette, als wohl alle gegangen sind.“ erklärte er seine Abwesenheit , die ihr wohl etwas zu schaffen gemacht hatte.
Hatte sie wirklich geglaubt er würde einfach gehen, ohne Tschüss zu sagen?
Nein das war definitiv nicht er und irgendwie schien sie erleichtert darüber zu sein, das er doch noch da war.

„Dir?“ fragte sie etwas ungläubig und er merkte das sie nicht wusste worauf er hinaus wollte,jedenfalls nicht ganz, immerhin hatte er seine selbst gezogene Grenze gerade überschritten.
Und das zum allerersten mal, das hatte er vorher noch nie getan .
Regeln und Grenzen waren ihm wichtig, doch diese Frau hatte etwas an sich, das es wert war seine eigenen Prinzipien über Bord zu werfen.
„Nope, meine Wohnung ist eigentlich ziemlich Sauber, ich meinte schon Deine.“ betonte er das letzte Wort um ihr Klar zu machen worauf er hinaus wollte und lachte Kehlig auf , was ihr einen warmen Schauer über den Rücken laufen ließ.
-Oh man, wie komme ich aus der Nummer nur wieder raus, wenn allein sein Lachen mich schon nicht kalt lässt.- dachte Andy kurz.
„Sie wissen genau was ich meine.“ stimmte sie in sein Lachen mit ein , seines war einfach ansteckend.
„Andy..“ dehnte er ihren Namen etwas, während plötzlich Bilder in ihren Kopf schossen, Bilder von ihrem Unfall, der auch sie in Angst und Verzweiflung versetzt hatte.
Eine leblose Shannon, die Kette die sie ihr umgelegt hatte, nachdem sie gestorben war.
Sullivans Beine die eingeklemmt unter dem Armaturenbrett waren, seine schmerzen.
Ihr Versuch den beiden irgendwie zu Helfen, nur um ihre Patientin doch noch zu verlieren.
„...wir sollten an einem Punkt angekommen sein, an dem es beinah normal sein sollte, das wir unsere Vornamen benutzen und zum Du übergehen.“ die so plötzlich aufgekommenen Bilder verschwanden augenblicklich beim Klang seiner Stimme.
Er vernichtete sie und holte sie in hier und jetzt zurück.
-Jap, er hat definitiv eine bestimmte Wirkung auf mich.- seufzte sie und sah Robert erwartungsvoll an.
„Also?“ lächelte sie, nahm ihr Glas von vorher und befüllte es erneut mit dem Champagner den ihr Captain mitgebracht hatte .
Sie trank einen schluck und stellte erneut fest das er ziemlich gut war.
Der Mann hatte auch noch Geschmack.
„Also was?“ er wirkte ziemlich gelassen auf sie, auch wen seine Augen fast schon etwas anderes verrieten, irgendwie sahen sie leicht nervös aus.
„Was machst du noch hier?
Solltest du nicht schon längst wieder im Bett sein und dich weiter schonen, anstatt mir anzubieten , mir beim Aufräumen zu helfen, was ich natürlich nicht zulassen werde.
Wer trinken kann, der kann auch Arbeiten.
Das gilt allerdings nur für mich.“ lachte sie, trank einen weiteren Schluck und stellte das Glas wieder ab.
Sie war erstaunt wie einfach der Wechsel zum Du war und wie seltsam richtig es sich anfühlte.
„Ich wollte dich sehen, mit dir reden , mich bei dir bedanken.“ sprach er weiter gelassen, trank ebenfalls einen Schluck aus seinem Glas und hoffte das der Alkohol ihm vielleicht etwas mehr von dem Mut mitgab, den er sonst jeden Tag unter Beweis stellte.
„Wofür bedanken?“ sie war etwas verwirrt, sie hatte doch gar nichts getan, außer ihn zu Besuchen so oft es eben ging und für ihn da zu sein, immerhin machten Freunde das doch, oder?
„Du weißt genau wofür.
Du hast mir das Leben und meine Beine gerettet.
Ohne dich wäre ich mit Sicherheit heute nicht hier und auch wenn ich Spüre das du die Tapferkeitsmedaille eher weniger wolltest, so hast du sie dir verdient.
Ich wäre nur gern dabei gewesen, ich habe gehört das du deine Rede nicht halten konntest, vielleicht hätte es dir ja geholfen wenn ich da gewesen wäre, vielleicht aber auch nicht, wer weiß das schon.
Aber du hast diese Medaille trotzdem verdient, wenn nicht du, wer denn dann?
Du hast da draußen einen außerordentlichen Job gemacht und das allein, ich war dir absolut keine Hilfe, ich habe mich eher noch über deine Anweisung hinweggesetzt, wohl wissend was passieren könnte, aber du bist bei mir geblieben, hast mich im Krankenhaus besucht obwohl du das nicht musstest.
Du bist an meiner Seite geblieben und dafür danke ich dir.“ Andy war gerührt von seinen Worten, auch wenn ihre Taten für sie selbstverständlich waren, ja sogar ihr Job während des Einsatzes.
Und dennoch berührten seine Worte sie zutiefst.
„Dafür brauchst du dich nicht zu bedanken und das weißt du auch.“
„Ich hatte eine scheiß Angst da draußen , Andy...“ die Emotionen die in seiner Stimme mitschwangen ließen sie nicht Kalt, im Gegenteil, sie wusste genau wovon er da sprach, immerhin sah es nicht gut für sie aus, ihre Patientin war gestorben und Andy hatte beinahe nicht mehr daran geglaubt das man sie noch finden würde.
„Ich auch glaub mir, ich auch, aber wir haben es geschafft.
Sie haben uns noch rechtzeitig gefunden, vor allem für dich, du brauchtest dringend ein Krankenhaus.“ gab nun Andy zu, auch wenn das eines der Dinge war, die ihr selbst nicht leicht fielen.
Gerade als Frau wollte sie so wenig Schwäche wie möglich zeigen.
„Ja das stimmt, aber das meinte ich nicht.
Als du den Abhang hinauf geklettert bist habe ich gehört wie du abgerutscht bist und dir selbst immer wieder gesagt hast, „Steh auf.“
Ich hätte dir so gern geholfen, aber ich konnte nicht und dann kamst du auch schon wieder.
Mein Gott du hast so getan als ob nicht´s gewesen wäre, aber es hat mir Angst gemacht.
Wenn ich dich auch noch verliere, dann bin ich nichts mehr, wir haben doch gerade erst angefangen Freunde zu sein.
Wir lernen uns doch gerade erst kennen und ohne dich wäre es nichts mehr das Selbe und das nach der kurzen Zeit.“ gestand er sichtlich mitgenommen, was ehrlich gesagt beide ziemlich überraschte.
„Robert...“ versuchte sie passende Worte zu finden, die der Situation angemessen waren.
Robert hingegen bemerkte wie sein Herz auf einmal schneller schlug, beim Klang seines Namens aus ihrem Mund, es war so ungewohnt und doch fühlte es sich so richtig an.
„Andy...du bist seit langem die erste Person die ich wirklich wieder an mich heran gelassen habe.
Dir von meiner Frau zu erzählen, selbst unter diesen Umständen tat wirklich gut und ich habe das bisher nicht getan, ich konnte es einfach nicht, weil es noch immer so sehr weh tut an sie zu denken.
Aber mit dir ist es so viel einfacher, ich habe das Gefühl das wir immer besser miteinander auskommen und das freut mich wirklich.“ das sie allerdings mehr als nur miteinander auskamen, merkten beide aber sehr wohl.
„Warum wärst du ohne mich nichts?
Du bist jemand und das auch ohne mich.
Du warst auch vorher schon jemand, du bist ein interessanter und toller Mensch, rede dir nichts anderes ein.“ lächelte sie sanft und beruhigend.
„Weil ich durch dich endlich wieder etwas fühle.
Du bringst mich dazu etwas zu fühlen, und ich glaube ich fühle auch etwas für dich .
Ob das nur unsere Freundschaft ist oder etwas anderes kann ich dir nicht sagen, denn ich habe es mir lange verboten überhaupt noch etwas zu fühlen , aber ich weiß es ist da.
Ich weiß ich sollte das eigentlich nicht sagen, gerade da du und Tanner liiert seid, ich älter bin als du und obendrein auch noch dein Captain, aber es tut einfach so verdammt gut, es endlich aussprechen zu können.“ er sah kurz auf den Boden, versuchte das Klopfen in seinem Brustkorb zu ignorieren und atmete ruhig durch.
„Ryan und ich sind nicht...“
„Du brauchst dich nicht zu erklären, es geht mich ja auch gar nichts an.“ unterbrach er ihren Erklärungsversuch sofort.
Es stimmte, sie war ihm keine Rechenschaft schuldig.
Er war immerhin nur ihr Captain und ein Freund, nicht mehr und nicht weniger.
Das jedenfalls versuchte er sich fieberhaft einzureden.

Andy rutschte in seine Nähe, bis ihre Beine, die seinen berührten und dann nahm sie seine Hand in ihre.
„Das stimmt, Grundsätzlich bin ich dir keine Rechenschaft schuldig, aber wir sind Freunde und Freunde erzählen sich nun mal beinah alles.“ sie stieß ihn liebevoll mit der Hüfte an und erntete ein erneutes Lächeln seiner Seits.
Sie konnte schon sagen das sie sein Lächeln liebte und sich auch gerne in seinen Augen verlor , wenn diese so glänzten, wie sie es gerade taten.
Als sich eine Strähne aus Andy´s Haaren löste und sich lästig vor ihren Augen aufhielt, wollte sie diese gerade zurück streichen, als Robert ihr dies abnahm und die Strähne zurück an ihren Platz strich.
Seine Hand jedoch blieb in ihrem Gesicht und legte sich sanft auf ihre Wange.
Von dieser Berührung so überwältigt schmiegte sich Andy in seine warme Hand und genoss diese kleine Zärtlichkeit.
„Du bist eine verdammt schöne Frau Andrea Herrera.“ wisperte Robert ehrfürchtig und strich mit seinem Daumen sanft über ihre Wange.
Andy hatte keine Ahnung was sie darauf erwidern sollte, sie war einfach sprachlos und dazu noch gefangen im Glanz seiner Augen.
Für Roberts Geschmack war es eindeutig zu ruhig und Andy eindeutig selbst zu lange still, obwohl in Wirklichkeit nur wenige Sekunden verstrichen waren.
„Andy , sag etwas...irgendwas.“ forderte er sie auf, er konnte mit dieser Stille einfach nicht umgehen.
„Küss mich.“ flüsterte sie nach nach wenigen Momenten und Robert dachte sich verhört zu haben.
„Wie bitte?“ fragte er daher etwas ungläubig nach.
„Küss mich .“ wiederholte sie sanft und umschloss seine Hand , die immer noch auf ihrer Wange lag, mit ihrer.
Robert nahm all seinen Mut zusammen, legte seine andere an auf ihre Hüfte und zog sie an sich heran.
Er wollte diesen Kuss das spürte er und als er sich zu ihr herunter lehnte, legte er seine Lippen vorsichtig neben ihre und küsste ihren Mundwinkel.
„Ein anderes mal Andy, wenn wir beide nichts getrunken haben, keiner von uns beiden verletzt ist und wir uns im Klaren darüber sind was wir wollen.“ flüsterte er neben ihrem Ohr und gab ihr auch dort einen leichten Kuss.

Andy würde lügen wenn sie sagte das sie nicht enttäuscht war, aber er hatte recht.
Sie hatte getrunken, er war nach wie vor verletzt und sie hatte kaum zwei Stunden vorher noch mit ihrem Ex geschlafen.
Das Chaos war perfekt.
„Du hast recht, wie immer.
Vielleicht sollte ich jetzt ins Bett gehen, du kannst gern hier übernachten, wenn du willst.
Meine Couch ist ziemlich bequem , aber ich würde dir natürlich mein Bett überlassen.“ Robert seufzte, das alles nahm einen anderen Verlauf als er sich dies ausgemalt hatte, aber was hatte er auch gedacht?
So konnte das nicht funktionieren, Andy war in ….in einer was auch immer mit Tanner und Robert musste sich eingestehen das er Andy eigentlich nur für sich haben wollte und es schien alles darauf hinaus zu laufen das er sich gerade verliebte.
In eine Frau die er kaum kannte, die seine Freundin war, seine Kollegin und wesentlich Jünger war als er selbst.
„Schon gut, ich finde den Weg schon zurück ins Krankenhaus, ich muss zum Glück nicht mehr all zu lange dort bleiben und bin diesen dämlichen Stock hier auch bald los.
Gute Nacht, Andrea.
Wir sehen uns.“ lächelte er noch einmal Zaghaft, ehe er von ihr abließ und aufstand.
Gerade als er ihre Wohnungstür öffnete, drehte er sich noch einmal um und sah sie ebenfalls lächeln.
„Manchmal hasse ich es recht zu haben, das macht nicht immer Spaß.“
Vielleicht waren sie ja doch weiterhin auf einem guten Weg und mussten wirklich erst einmal heraus finden was sie wollten, damit drehte er sich um und ging.
Andy schloss kurz ihre Augen, holte einmal tief Luft, ehe sie ins Schlafzimmer ging und sich Müde in ihr Bett fallen ließ, um ihre Wohnung konnte sie sich auch noch morgen kümmern.


Das wenige Zeit später das Chaos erst recht die Oberhand übernahm, traf alle beteiligte völlig unerwartet.
Andy und der Captain schlichen wochenlang umeinander her, sie aßen gemeinsam, sie trainierten gemeinsam, was beide ziemlich heiß werden ließ und das lag nicht nur an ihrem Training.
Robert schielte immer wieder auf ihre Lippen und ihre wundervollen Kurven, gut er war auch nur ein Mann und diese Frau machte ihn verrückt.
Sie weckte Dinge in ihm, die er glaubte verloren zu haben.
Sie gingen gemeinsam etwas trinken nach der Arbeit und Robert erwärmte seine Kollegen für sich, half ihnen wenn er konnte und hatte sogar dafür gesorgt das Maya nicht wechseln musste.
Seine Kollegen akzeptierten und respektieren ihn endlich, nahmen ihn als die Person wahr die er war und nicht nur als ihren Vorgesetzten.
Sie wurden so langsam zu einer Familie, eine Familie die sich half.
Und dann traf etwas ein das er nicht hatte kommen sehen.
Luke, sein bester Freund starb, nachdem er gerade die Liebe seines Lebens kennen und lieben gelernt hatte.
Als Ripley starb, brach für Sullivan erneut die Welt zusammen, er hatte soviel Zeit mit seinem Freund verpasst und das nur weil er es nicht schaffte über seinen Schatten zu springen und seinem Freund klar zu machen, das er eben noch genau dieser war, sein Freund.
Sein bester Freund.

Nach der Beerdigung und dem Abend in der Bar und nachdem Maya , Andy die Augen geöffnet hatte, das sie wirklich etwas für Robert empfand und dies wohl auf Gegenseitigkeit beruhte, sah sie ihn an und erkannte das er sie erneut genau im Blick hatte.
Seine Blicke waren ihr schon öfter aufgefallen, wo sie war, war auch er.
Er lächelte sie meist nur an und ging dann seines Weges, doch in der Bar musterte er sie genau.
Sie war erneut für ihn da gewesen, hatte vor versammelter Mannschaft seine Hand gehalten, ihn beruhigt und ihm einfach den nötigen Halt gegeben, den er so dringend brauchte.
Als beinahe alle gegangen waren, wollte auch Andy sich auf den Heimweg machen, als ihr Handy vibrierte.
Sie nahm das Gerät zur Hand und erblickte eine eingegangene SMS von Sullivan.
„Kommst du noch mit zu mir?“ sie lächelte und sie wollte nicht allein sein und ihm schien es genauso zu gehen.
„Komm mit zu mir, ich wohne näher dran , habe guten Wein und ein offenes Ohr.“ tippte sie schnell, schickte die SMS ab und sah ihn weiterhin lächelnd an.
Als auch sie sein grinsen sah und das er noch etwas tippte, wartete sie beinahe ungeduldig auf seine Antwort.
„Willst du mich bestechen?“ sie lachte kurz auf und tippte erneut etwas.
„Bist du denn bestechlich?“ kaum abgesendet, bekam sie auch schon eine SMS zurück.
„Ich warte draußen auf dich, bis gleich.“

Schweigend liefen sie nebeneinander her, der Weg zu ihrer Wohnung war nicht weit und als sie sich hin und wieder leicht anstießen mussten beide lachen.
„Du wolltest nicht alleine sein, eh?“durchbrach sie die Stille und stieß ihn erneut Freundschaftlich an.
„So offensichtlich?“ wollte er wissen, denn inzwischen konnte sie ihn ziemlich gut lesen.
„Für mich schon, aber ich wollte auch nicht alleine sein.
Wofür sind Freunde denn da?“ grinste sie schelmisch , ehe sie noch etwas zu Ergänzen hatte.
„Du kannst auch gerne bei mir schlafen.
Meine Couch ist nach wie vor sehr bequem , allerdings bin ich gern bereit mein kuscheliges Bett für eine Nacht an dich abzutreten.“ er musste lachen, wie so oft wenn er in ihrer Nähe war, denn eigentlich schaffte sie es immer ihn zum Lachen zu bringen.
„Danke Andy...“ kurz dachte er an ihre erste Begegnung in ihrer Wohnung, er hatte diesen Kuss wirklich gewollt, aber sie waren beide nicht bereit für diesen Schritt gewesen.
Er blieb stehen und da sie nicht damit gerechnet hatte, lief sie in ihn hinein und stolperte, wurde jedoch direkt von zwei starken Armen in Empfang genommen.
Robert hielt sie einen Moment an sich gedrückt, ehe er von ihr abließ und sie wieder ansah.
„...Danke das wir Freunde sind, das du meine Freundin bist.“ versuchte er sich irgendwie klar auszudrücken und merkte das sich etwas in ihm zusammen zog, beim Gedanken daran nur befreundet zu sein mit dieser Frau.
Doch wenn das alles war, was er bekam, dann nahm er dies Dankend an.
„Dafür bin ich da.“ gab sie zu, war jedoch dem selben Gefühl wie Robert unterlegen.

Schweigend liefen sie weiter, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach, bis sie an ihrer Wohnung angekommen waren.
Diesmal war es keine unangenehme stillte gewesen, denn inzwischen hatten sie gelernt, das sie nicht zu Reden brauchten um den anderen zu verstehen.
„Vielleicht sollte ich doch nach Hause gehen.“ lächelte Robert unsicher, der auf einmal von Zweifeln geplagt wurde.
„Komm mit rein, es ist schon Spät und ich will nicht das dir etwas passiert.“
„Ich bin schon groß Andrea, ich kann auf mich aufpassen.“ entgegnete er ihr und musste erneut grinsen, als er ihren Gesichtsausdruck sah.
„Ach was, das ist mir beinahe entgangen.
Los komm.“ befahl sie schon fast und er folgte ihr in die Wohnung, blieb allerdings unschlüssig im Eingangsbereich stehen.
„Steh da nicht so rum, setz dich lieber und ich hole uns etwas Wein, oder willst du lieber ein Bier?“ sie hatte zwar keine Ahnung warum sie ihn unbedingt da behalten wollte, aber sie war gern in seiner Gegenwart.
„Wein ist ok, wenn du hast hätte ich gern einen weißen.“
„Kommt sofort.“ lächelte sie und verschwand beinahe fluchtartig in die Küche, in welcher sie sich erst einmal an ihrem Tresen anlehnte, die Augen schloss und tief durchatmete.
Sie stieß sich ab, holte die Weingläser aus ihrem Schrank und öffnete die Weißweinflasche, von der sie wusste das sie ihr am besten schmecken würde.
Voll bepackt begab sie sich zu Sullivan, der ihr erst einmal die Flasche abnahm, damit Andy in ruhe die Gläser abstellen konnte.
Als alles auf dem Tisch platziert war, sah Andy die Flasche gespannt an, als würde sie jeden Moment explodieren und wieder einmal breitete sich Stille aus , doch dieses mal war es wie ein zäher Kaugummi den man über sie gespannt hatte.
Robert traute sich ebenso wenig Andy anzusehen, wie umgekehrt.
Er war von der Situation eingeschüchtert, weil er einfach keine Ahnung hatte, was ihn erwartete.
Was er erwarten sollte, oder gar erwarten durfte.
Gleiches traf auch irgendwie auf Andy zu, denn obwohl sie als Freunde gut waren, so merkten beide immer wieder das da mehr war.
„Ich schenke uns dann mal ein....“ sprach Andy leise, Angst davor zu Laut zu sprechen und seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Gerade als sie zur Flasche greifen wollte, war da eine andere Hand die schneller agiert hatte.
„Ich mach das schon.“ entgegnete ihr Robert und fühlte ihre Hand auf seiner, während sie sich ansahen und in eine Art Starre verfielen.
Bis sie plötzlich beide laut loslachten und der Situation wieder Herr wurden.
„Wir sind schon ziemlich Chaotisch.“ lachte Andy weiter, die Flasche nun doch an sich nehmend und schenkte ihnen beiden ein.
„Das Gefühl hab ich auch.“ bestätigte Sullivan und schüttelte lachend seinen Kopf.
„Es tut mir echt leid wegen Ripley.“ flüsterte Andy bedächtig, sich mal wieder klar werdend, das es doch alles ziemlich schnell enden konnte, ohne das man selbst davon etwas mitbekam.
Schnell gab sie ihm sein Glas, ließ ihres jedoch auf dem Tisch stehen und nahm dafür seine freie Hand in ihre.
„Mir auch.
Er war gerade erst Glücklich geworden mit Hughes und wir näherten uns auch wieder an.
Hätte ich meinen Ärger nur eher beseitigen können, dann hätte ich auch mehr Zeit mit ihm gehabt.“
„Hey, nein nein nein, so darfst du nicht denken.
Er wusste genau was er an dir hatte.“ sprach Andy sanft auf ihn ein und strich dabei mit ihrem Daumen über seinen Handrücken um ihn zu beruhigen.
„Was hatte er denn schon an mir?
Ich war nicht für ihn da, ja wir kamen ja gerade mal so miteinander aus.“ er sah auf sein Glas in seiner Hand und drehte es langsam hin und her.
„Wenn du erst einmal jemanden an dich heran lässt, dann bist du ein verdammt guter Freund und zuhörer...“lächelte sie ihm ehrlich entgegen, als er seinen Kopf leicht hob und sie Skeptisch ansah.
„....ich meine das Ernst!“ grinste sie verlegen, ehe sie fortfuhr.
„Du bist ein großartiger Mensch der einen schweren Verlust erlitten hat, der erst einmal wieder zu sich selbst finden musste ehe er sich anderen anvertrauen und anderen stellen konnte.
Wenn du lachst, dann steht alles um dich herum still, du öffnest dich anderen , gehst auf deine Kollegen ein , ja du isst sogar inzwischen hin und wieder mit uns.
„Nur mit dir Andy, mit Luke war das eher verkrampft, wir konnten kaum miteinander sprechen, außer das er mir von Hughes erzählt hat, gut viel eher habe ich es mitbekommen, da sie beide zur gleichen Zeit erkältet waren, aber er hat es mir erzählt.
Aber sprechen kann ich anscheinend nur noch mit dir.
Dir ist es gelungen mich aus meinem Loch zu befreien und mir meine Augen zu öffnen, die ich willig vor der Welt verschlossen habe .
Wäre ich früher darauf eingegangen, dann hätte ich vielleicht auch noch mal meine Freundschaft zu Luke kitten können, denn trotz allem was passierte ist...war er mein Freund.“
„Siehst du und genau das wusste er auch.
Hättet ihr mehr Zeit gehabt, hätte Ripley sie gehabt, und da bin ich mir sehr sicher, dann wärst du als sein bester Freund auch sein Trauzeuge auf seiner Hochzeit gewesen.
Aber deine Zweifel und deine „Was Wäre Wenns“ bringen dich einfach nicht weiter.
Du brauchtest Zeit zum Heilen und konntest nur einen Schritt nach dem anderen gehen.
Was da mit dem Chief passiert ist konnte keiner kommen sehen und auch du nicht und erst recht nicht wie es Endet.
Was zählt ist doch, das du dich verabschieden konntest und ihr euren Frieden gefunden habt.“ sie strich weiter mit ihrem Daumen über seine Hand und er merkte wir gut er sich in ihrer Gegenwart fallen lassen konnte.
Er fühlte sich vollkommen, auch wenn seine Welt gerade erst erneut einen Tiefschlag ertragen musste.
„Wie machst du das?“ wollte er wissen, denn er hatte keine Ahnung wie ein einzelner Mensch soviel Einfühlungsvermögen und Weitsicht haben konnte wie Andy.
„Wie mache ich was ?“ fragte sie sichtlich nervös.
„Mir die Ängste zu nehmen, mir meine Fehler zu verzeihen, mir zu zeigen das ich gar nicht der Typ bin, der ich in den letzten Jahre gezeigt habe, egal wem ich in den Jahren gegenüber getreten bin.“wollte er wissen, denn er wusste selbst nicht wie sie das anstellte, das er sich so wohl bei ihr fühlte, so geborgen und sicher wie schon lange nicht mehr.
„Nun, du warst offensichtlich nicht du selbst, ich kannte dich in dieser Zeit vielleicht nicht, aber ich wünschte ich hätte es , wenn auch nur um dich anzuschreien und dir Paroli zu bieten.“ dabei mussten sie beide Lachen, als sie sich daran erinnerten wie Andy ihre beste Freundin verteidigt hatte und Robert in seine Schranken verwies.
„Ich war an dem Tag ziemlich beeindruckt von dir, denn noch nie hat es jemand gewagt so mit mir zu reden wie du es getan hast und das auch noch vor versammelter Mannschaft, das hätte sich allein nur meine Frau gewagt und jetzt du.“ gab Sullivan zu und bemerkte wie er sein grinsen einfach nicht einstellen konnte.
„Was meinst du was ich für einen Schiss hatte, als du mich in dein Büro gerufen hast.
Ich dachte wirklich du feuerst mich.“
„Niemals, Andy und ich hatte diesen verbalen Arschritt verdammt nötig.
Ich habe nicht mal auf den Chief gehört, doch du hast dich mit einem so unglaublichen Feuer für Bishop eingesetzt, das es mich Sprachlos gemacht hat.
Ich sah dich an und wusste du hast recht und du weißt inzwischen das ich kein Mensch bin, der sich einfach jedem öffnet, doch mit dir scheint das so einfach zu sein.
Wo warst du nur all die Zeit?“ ihre Augen verlinkten sich miteinander, während sie der Berührung einfach nicht entsagen konnten.
„Schon immer hier.
Und hätte ich dich damals schon gekannt, dann hätte ich dich mit einem gehörigen Arschtritt hier her zurück befördert, da kannst du dir sicher sein.“lachte sie erneut auf , unterbrach den Blickkontakt allerdings nicht.
„Danke Andy, für alles!“ seine Augen nahmen einen ebenso dankbaren Ausdruck an, wie seine Worte es verlauten ließen und als sie erwiderte das sie gerne für ihn da war, lächelte er sanft.
„Auf Ripley?“ fragte sie, nahm ihr Glas und Stieß mit ihm auf ihren Chief an.
„Auf Luke.“ sprach er leise und gemeinsamen nahmen sie einen Schluck des Weines zu sich, ehe sie die Gläser zurück auf den Tisch stellten.
Die ganze Zeit blieben ihre Hände verbunden miteinander, bis sie sich dazu entschlossen hatten ins Bett zu gehen .
Robert nahm selbstverständlich die Couch, bei all der Gastfreundlichkeit und liebevollen Art die Andy ihm entgegen brachte, konnte er ihr unmöglich das Bett streitig machen, auch wenn sie vehement versucht hatte mit ihm zu diskutieren, schlussendlich hatte er sie mit ihren eigenen Argumenten überzeugen.
Sie gab sich geschlagen und verabschiedete sich , während Robert noch lange auf den Fleck starrte, an dem sie eben noch gestanden hatte.
Er schüttelte den Kopf, legte sich hin und versuchte zu Schlafen.
Die Frau die unweit von ihm entfernt wohl schon eingeschlafen war, machte ihn verrückt.
Diese Anziehungskraft war ja beinahe zum greifen und beide waren sich sicher das der andere das selbe empfand.


Am nächsten morgen, nach dem sie endlich ein paar Stunden Schlaf gefunden hatten, war Andy direkt duschen gegangen.
Sie musste dringend den Kopf frei bekommen und Duschen half ihr immer sehr dabei.
Und gerade als sie fertig war und ihr Badezimmer verlassen wollte, bemerkte sie das sie keine Wechselklamotten mitgenommen hatte und sie wollte auf gar keinen Fall in ihre alten Klamotten rein .
Dummerweise hing ihr Bademantel in ihrem Schlafzimmer, den hatte sie dort am vorherigen Morgen vergessen.
Also schnappte sie sich ein Handtuch und wickelte es sich um ihren Körper und sie hoffte inständig das Sullivan noch schlief, also öffnete sie dir Tür und wollte nachsehen.
Doch gerade als sie ihren Kopf aus der Tür streckte, stand eben Robert genau vor ihr und lächelte sie an.
Roberts Augen hafteten sofort auf ihrem Körper, als sie das Badezimmer komplett verließ.
Ihre Haut schimmerte unter den Wasserperlen, die ihren noch sehr nassen Haaren entglitten.
Ihre Beine wunderschön und so unendlich lang wirkend, obwohl sie selbst nicht wirklich groß war.
Ihre Körper war perfekt, ihr auftreten war umwerfend und ihre Augen konnten dir entweder all ihre Liebe entgegen bringen oder dich allein mit ihrem Ausdruck strafen.
„Wow...“ gerade als es ihm raus rutschte, bemerkte er seinen Fehler und sah beschämt zu Boden.
Er hatte sie mal wieder abgecheckt, und er wusste das er dies in letzter Zeit einfach viel zu oft tat.
„Ich...ehm...ich geh mir schnell etwas anziehen.“ stammelte sie drauf los und zeigte auf die Tür.
„Geh du ruhig duschen...“sprach sie während sie in ihr Schlafzimmer gehen wollte, doch Robert hielt sie auf.
„Ich gehe zu Hause duschen, ich sollte vielleicht jetzt auch gehen.“
„Oh Okay, vielleicht willst du vorher noch einen Kaffee?“ sie wollte noch nicht das er ging, auch wenn sie lieber Angezogen vor ihm stand.
„Eigentlich sehr gerne, aber ich muss mich auch noch fertig machen und wir sehen uns ohne hin später auf Arbeit.“ zwinkerte Roberte und lächelte dabei.
„Gut, aber komm besser nicht zu Spät, unser Captain kann ziemlich bissig werden.“ lachte Andy nun, den Umstand beinahe vergessend das sie eigentlich ziemlich Nackt war.
„Hunde die Bellen, beißen nicht, das solltest du wissen Andrea.“
„Schade eigentlich..“ flüsterte sie kaum hörbar, doch Sullivan hatte es genau verstanden.
„Bis später Herrera.“
„Bis später Sullivan.“ und damit war er verschwunden und Andy fiel dämlich grinsend auf ihr Bett.

Als sie zu dem Einsatz in LA aufgebrochen waren hatte Andy ein ungutes Gefühl.
Das Feuer war mächtig und sie waren nur eine kleine Gruppe die versuchten die Lage in den Griff zu bekommen.
Alles lief beinahe wie in Zeitlupe ab, als Andy sich nach einem erbittertem Kampf durch die Flammen, mit Sullivan im Pool wiederfand der sie gerade noch so retten konnte.
Er griff nach ihr, versuchte sie zu Beruhigen und zwang sie ihn anzusehen und alles was Zählte waren seine Augen.
Er gab ihr die Kraft die sie brauchte um die Luft weiter an zu halten, die sich aus ihren Lungen pressen wollte.
Als die Flammen über den Pool zogen und ihre Kraft demonstrierten, zwang er sie erneut nur auf ihn zu achten und sie beruhigte sich.
Die Flammen zogen vorbei und sie tauchten erleichtert wieder auf, sich einen Weg in die Freiheit suchend und als sie diesen gefunden hatten, hörten sie den Einsatzwagen und konnten aus den Flammen fliehen.
Es war vorbei und sie konnten nach Hause.
Das Feuer hatte alles verschlungen was sich ihm in den Weg gestellt hatte , doch die Einsatzkräfte kämpften weiterhin um die Oberhand und gewannen endlich.

Zurück in Seattle waren Sullivan und Andy die letzten noch anwesenden in der Wache.
Sie sahen sich kurz an, überlegten was sie sagen wollten , nachdem sie wieder einmal eine sehr intensive Erfahrung geteilt hatten.
„Du weißt, das der Pool unsere zweite nah tot Erfahrung war.“ leitete Sullivan das Gespräch ein, während Andy seufzte.
Und wie sie das wusste.
„Hey, ich wollte nur erklären...“ doch weiter kam er nicht, Andy fuhr ihm dazwischen.
„Ich wollte dir auch was sagen.“ brachte sie hastig hervor, sie hatte Angst ihren Mut zu verlieren, jetzt oder nie galt es.
„Okay, du zuerst.“ gab er ihr den Vortritt, doch Andy verließ der Mut und sie wollte ihm das Wort überlassen.
„Ja...was...“ er strauchelte, er wollte etwas sagen doch alles was er raus brachte war- „Was willst du?“ Andy sah ihm in die Augen, ihr Herz klopfte ihr bis zum Hals und da erkannte sie das alles was sie wollte ,Robert war.
Die Worte blieben jedoch aus und stattdessen zeigte sie ihm was sie wollte.
Sie griff nach seinem Gesicht und zog es zu sich herunter, legte ihre Lippen gierig auf seine und war erleichtert das er diesen Kuss genauso stürmisch erwiderte , wie sie ihn begonnen hatte.
Ihre Hände legten sich um seine Hals, während Robert sie mit seinen Händen noch näher heran zog.
Er drückte sie gegen den Einsatzwagen, gab sich der Leidenschaft hin, dem Feuer das sie in ihm auslöste und fuhr mit seiner Zunge über ihre Lippen.
Bereitwillig öffnete sie ihre und gewährte ihm den Einlass, spürte wie seine Zunge zärtlich die ihre umschmeichelte und seufzte in den Kuss hinein.
Wieder bewegten sie sich und fanden sich im Durchgang zu seinem Büro wieder.
Lachend lösten sie sich von einander, sahen sich kurz an, ehe sie in seinem Büro angekommen waren und Robert an seinem Regal lehnte, Andy an sich heran zog und ihr noch einmal kurz in die Augen sah.
Er erkannte das brennen in ihren Augen, die Leidenschaft, die Gier die sie trieb und legte seine Hände auf ihren Körper.
Liebevoll fuhr er ihre Seiten hinab, fuhr mit einer Hand über ihren wunderschönen Po, ehe er sie schnell ihres Gürtels entledigte.
Küssend wieder mit Andy vereinigt ,stolperten sie in seinen Ruheraum, den Kontakt zu ihren Lippen niemals unterbrechend, bis sie ihn ausziehen wollte und er selbst sein Shirt über seinen Kopf zog und es unachtsam in irgendeine Ecke schmiss.
Andy fuhr erregt seine Bauchmuskeln nach und dachte sofort daran das sie dieses Bild nie wieder los werden konnte.
Er war verdammt heiß.
Sie drängte ihn auf sein Bett und kletterte direkt über ihn, küsste ihn erneut, ehe ihr Verstand einsetzte.
„Warte kurz, ich schließe nur die Tür ab.“ lächelte sie und stand auf.
Ungläubig sah Robert ihr nach, sein Bein schmerzte seit dem Einsatz in LA immer wieder und jetzt verlor er so langsam wieder das Gefühl in ihm.
Er wusste nicht was er tun sollte, wie sollte er das mit Andy genießen , wenn sein Bein taub war?
Wie sollte er ihr erklären, das er das nicht konnte?
Andy bekam davon nichts mit, sie hielt kurz inne und schloss dann die Tür ab, bereit dazu weiter zu gehen mit Robert, endlich ihren angestauten Gefühlen luft zu machen.
Als sie zurück zu ihm ging, sah sie sofort das etwas nicht stimmte, seine Augen verrieten ihn.
„Ist alles in Ordnung?“ wollte sie daher wissen und sah wie Robert von seinem Bein zu ihr sah .
„Andy, ich...“er wollte ihr die Wahrheit sagen, wollte erklären das er wieder das Gefühl in seinem Bein verlor und die Angst ihn übermannte, doch die Worte blieben in seinem Hals stecken, stattdessen tat er etwas sehr dummes.
„Ich denke es wäre das beste wenn du ...“ eine Welle des Schmerzes durchzog seinen Körper und sein Bein war nicht das Einzige das ein taubes Gefühl in ihm hinterließ.
„Geh.“ forderte er sie auf , atmete schwer und sah sie einfach nur noch eindringlich an.
„Oh....eh...“ sie wusste nicht was los war, haderte mit sich und sah ihn verletzt an.
„Okay..“ brachte sie nur noch heraus , sah ihn niedergeschlagen an und ging.
Das ertrug sie einfach nicht.

Robert merkte das er Mist gebaut hatte, er hatte gar kein Gefühl mehr in seinem Bein sodass er drauf schlug, einmal , zweimal... er war hin und her gerissen und dabei wollte er sie nicht gehen lassen.
Er hatte es vermasselt, er hatte es genau in ihren Augen gesehen, den Schmerz, das zurückgewiesen werden, sie verstand es nicht und Robert hatte sie verloren.
Andrea Herrera war nicht irgendwer und er hatte sie einfach gehen lassen, ohne ihr zu sagen was sie ihm bedeutete und das nur weil er sich von der Panik übermannen ließ, anstatt die Wahrheit zu sagen.



Nachdem Andy die Station verlassen hatte, fühlte sie sich einfach nur noch zurückgewiesen , schmutzig, ausgelaugt und war verletzt.
Natürlich wusste sie, das Sullivan nicht einfach war und sich sehr ungern öffnete, doch das er sie einfach wegschickte , tat weh.
Sie hatte doch gespürt das er sie genauso sehr wollte, wie sie ihn.
Erst durch Maya hatte sie bemerkt das Sullivan vielleicht an mehr als nur einer Freundschaft Interesse hatte und auch erst da hatte sie sich mit ihren Gefühlen und Gedanken auseinander gesetzt.
Er war ein gut aussehender Mann , war witzig und es fiel ihr leicht sich ihm gegenüber zu öffnen.
Er hörte ihr zu, nahm ihren Rat an und nahm sie allen voran ernst und das genoss sie einfach sehr.
Lange hatte sie nicht mehr das Empfunden ,was sie für Robert empfand, zuletzt hatte sie geglaubt das Tanner dieser eine jemand für sie sein konnte, vor allem nachdem sie den Brief aus ihrer Vergangenheit gefunden hatte.
Doch mit Sullivan war das eine ganz andere Sache, mit ihm war sie auf Augenhöhe, mit ihm verstand sie sich auf einer ganz anderen Ebene, von der nicht einmal sie wusste, dass das möglich war.
Sie straffte ihre Haltung und ging einfach davon.
Wenn er sie nicht wollte, dann würden die kommenden Wochen ziemlich Merkwürdig werden, das wusste sie, aber sie schaffte das, so wie bisher alles in ihrem Leben.
Nur eben allein.

Andy wurde aus ihren Gedanken gerissen als ihr Handy klingelte, seufzend nahm sie das Gerät in die Hand und erkannte das Sullivan am anderen Ende der Leitung wohl darauf wartete das sie abnahm.
Sie haderte kurz mit sich, ehe sie ihn wegdrückte und ihr Handy ausschaltete.
Er wollte sie bestimmt nur zurück holen um ihr zu sagen was für ein Fehler ihr Aufeinandertreffen war, doch das ging nicht.
Sie wollte und konnte gerade nicht mit ihm Sprechen, er hatte sie verletzt und nun lief sie den ganzen Weg nach Hause, sie hatte nicht einmal daran gedacht ihr Auto mitzunehmen, ihr blieb noch einige Zeit nach zu denken.
Sich Gedanken über einen Mann zu machen, in den sie sich verliebt hatte und der sie nicht wollte.
Das Chaos war wirklich perfekt.



Am Abend machte Andy es sich bequem auf ihrer Couch , ein Glas Rotwein in der Hand, eine gemütliche Decke über ihre Beine und leise Musik im Hintergrund laufen.
Vielleicht war das alles ja auch gut so, alleine war sie eh besser dran.
Sie ersparte sich die Heimlichkeiten, sie hätten so oder so keine offene Beziehung führen können.
Er war immerhin ihr Vorgesetzter und als diesen würde sie ihn weiterhin respektieren.
Sie schaffte das, sie konnte das, sie war stark.
Aber sie wollte einfach nicht mehr über ihren Captain nachdenken, immerhin hatte er ihr mit seiner Zurückweisung klar gemacht das er ihre Nähe nicht wollte.
Als Freunde waren sie gut gewesen, dabei hätten sie es beide belassen sollen.
Es wäre definitiv besser gewesen und nun da sie wusste was sich unter seinem Shirt verbarg, konnte sie an nichts anderes mehr denken, als an seine starke Brust, seinen definierten Bauch und diesem Afertshave, wie konnte man nur so gut riechen?
Er hatte sie einfach in seinen Bann gezogen, um so mehr tat es weh jetzt allein in ihrer Wohnung sitzen, anstatt in seinen Armen und den Nachwehen eines Orgasmus zu erliegen.
Natürlich wollte sie ihn nicht nur rein Körperlich, sie musste sich eingestehen das er mehr war als nur ihr Kollege, ihr Vorgesetzter, ihr Freund.
Sie hatte sich verliebt ohne es selbst mitbekommen zu haben und wieder einmal hatten es die anderen vor ihr gemerkt.
Gut, ihrer beste Freundin hatte es bemerkt und sie hatte sich darauf eingelassen genauer hin zu sehen.
Ein großer Fehler, dachte sie Bitter und trank noch einen Schluck von ihrem Wein, ehe sie Feststellte dass das Glas leer war.
Sie zuckte mit den Schultern, nahm sich die Flasche und trank einfach direkt aus dieser.
Sie würde ohnehin leer werden, wozu also noch weiter ein Glas benutzen.

Je mehr sie getrunken hatte, desto trauriger wurde sie.
Vielleicht war Glück ja nichts was jedem widerfuhr, denn anscheinend schien es sie zu meiden.
Es gab wohl Dinge die nur anderen vorbehalten waren.
So wie Jack und Maya, sie hatten sich gefunden und es schien zu funktionieren.
Auf der Beerdigung von Ripley hatte sie erkannt, dass das Leben zu kurz war, als das sie ihre Freundschaft wegen einer Lüge verlieren wollte.
Natürlich war sie verletzt gewesen, das keiner der beiden es für nötig gehalten hatte ihr auch nur irgendetwas zu sagen, aber sie war froh wenn es ihre Freunde waren.
Sie hatten es verdient Glücklich zu sein.
Seufzend stellte sie die halbleere Flasche auf den Tisch und war gerade dabei ins Bett zu gehen, als es klingelte.
Augen rollend ging sie zur Tür und schaute durch den Spion, nur um einen nervös dreinschauenden Sullivan vor ihrer Tür zu sehen.
„Gehen Sie weg Sullivan, ich will alleine sein.“ fuhr sie die verschlossene Tür an und musste sich zusammen reißen nicht zu Lallen, der Wein hatte doch ganz schön reingehauen.
„Andy bitte.“ flehte er, er wollte seinen Fehler wieder gut machen und da sie ihr Handy ausgeschaltet hatte, blieb ihm nichts anderes übrig, als sie selbst aufzusuchen, nachdem er im Krankenhaus gewesen war und man ihm erklärt hatte das er sich nur einen Nerv eingeklemmt hatte, den man schnell wieder lösen konnte, sodass er weiterhin gehen konnte.
„Ich sagte Sie sollen gehen, ich habe ihre Zurückweisung schon verstanden.
Sie brauchen keine Angst haben, davon wird niemand erfahren, ihr Job ist nicht in Gefahr.“ fuhr sie ihn erneut an, er sollte einfach nur verschwinden.
Merkte er denn nicht das er das Ganze für sie nur noch schlimmer machte?
„Es tut mir leid....“ hallte es durch ihre Wohnungstür, als er wohl merkte das sie nicht im Begriff war die Tür zu öffnen.
„Mir auch.“ sprach sie beinah zu leise, als das er sie verstehen konnte, doch er hatte sie gehört.
„Bitte lass mich rein, ich kann dir das Erklären.“ sie wollte nicht, sie wollte ihn nicht sehen, dennoch öffnete sie die Tür und sah ihn an.
Sein Kopf war gesenkt, sein Blick auf seine Schuhe gerichtet und in der Hand hielt er seinen Gehstock.
Doch sie wollte darauf nicht eingehen, stattdessen straffte sie ihre Haltung und sah ihn einfach nur an.
„Was wollen Sie?“ das sie diese Anrede benutzte war eigentlich nur reiner Selbstschutz.
Wenn sie sich nicht mit Vornamen ansprachen, dann blieben sie wenigstens auf Distanz, jedenfalls redete sie sich das ein.
Robert hob seinen Kopf und stellte mit schmerzen im Herzen fest, das sie geweint hatte.
Sie selbst schien das gar nicht bemerkt zu haben, anderenfalls hätte sie sich ihm niemals so gezeigt, das wusste er genau.
Erst jetzt wurde ihm richtig bewusste was er da angerichtet hatte.
„Darf ich reinkommen?“ fragte er vorsichtig nach und hoffte das sie ihm die Chance geben würde sich zu erklären.
„Nein dürfen Sie nicht und ich fände es besser wenn Sie mir mit dem selben Respekt entgegnen, den ich Ihnen zu teil werden lasse.“ entgegnete sie beinah monoton.
Definitiv Selbstschutz.
„Ob du willst oder nicht, wir reden jetzt, ich habe es Satt mich zu verstecken.“ und damit drängte er sich an seiner Kollegin vorbei und ging ins Wohnzimmer, wo er die Flasche Wein auf dem Tisch stehen sah.
„Es ist mir Egal was Sie wollen, das hier ist meine Wohnung und Sie haben kein Recht hier zu sein.“ fuhr sie ihn bissig an, ehe sie verstummte und leiser hinterher warf, „Du hast mir deutlich zu verstehen gegeben, dass das Ganze ein Fehler war.“ erschlagen von ihren Emotionen setzte sie sich auf die Couch und trank noch einen Schluck von dem Wein, bis hier die Flasche weggerissen wurde.
„Tu das nicht, du hast es nicht nötig dich zu betrinken und das nur wegen etwas das ich nicht so gemeint habe wie ich es gesagt habe.“
„Es geht Sie verdammt noch mal nichts an.
Sie haben keine Ahnung warum ich Trinke, vielleicht Trinke ich ja immer.“ Robert setzte sich ihr gegenüber und stellte die Flasche außerhalb ihrer Reichweite wieder ab.
„Jetzt hör doch mal auf mit diesem Scheiß und hör mir zu.
Ich will mich bei dir Entschuldigen und dir erklären warum ich so reagiert habe.
Es war ein Fehler, ich habe einen Fehler gemacht als ich dich weg geschickt habe und das wurde mir sofort klar als du mein Büro verlassen hast.
Ich wollte dir nachgehen, doch ich konnte nicht.“ gab Sullivan zu, dessen Herz sich zusammen zog, als er die Tränen in Andy´s Augen sah.
„Warum hast du mich weggeschickt, wenn du es gar nicht wolltest?“ die verschiedensten Szenarien schossen durch ihren Kopf, aber sie kam einfach nicht drauf, woran es gelegen haben könnte, wenn nicht an ihr selbst.
„Bitte hör mich erst einmal an, bevor du selbst etwas dazu sagst, okay?“ sie nickte, lehnte sich zurück und beobachtete ihr gegenüber , während Robert noch einmal tief Luft holte, ehe er zu Erzählen begann.
„Als wir uns kennenlernten, wollte ich eigentlich nur ein guter Captain sein, ich hatte niemals vor mich auch nur mit irgendeinem von euch anzufreunden.
Nicht weil ihr schlechte Menschen seid, ich es aber einfach nicht konnte.
Nach dem tot meiner Frau habe ich mich einfach nur noch auf meine Arbeit konzentriert und alles andere ausgeschlossen.
So war ich sicher, aber auch ziemlich alleine und dann warst da plötzlich du.“ lächelte er und wischte ihr liebevoll die Tränen weg, die ihre Augen verlassen hatten.
„Du hast mich heraus gefordert, mich von Anfang an in den Wahnsinn getrieben und mir Paroli geboten.
Du hast deine Kollegen verteidigt, hast dich mir in den Weg gestellt und dann versucht mich besser kennen zu lernen, trotz meines Verhaltens.
Du hast einfach nicht aufgegeben und nach unserem Unfall wusste ich bereits das du jemand besonderes bist und das hast du auch jedes mal unter Beweis gestellt.
Als du mich das erste mal im Krankenhaus besuchen kamst, war das ziemlich merkwürdig für mich, denn ich wusste nicht ob du das nur macht weil wir zusammen in diesem Krankenwagen saßen oder weil du ...ich weiß einfach nicht wie ich das beschreiben soll, aber ich habe mich gefreut.
Als du dann wiederkamst und mir etwas zu Lesen mitgebracht hast, einfach an meinem Bett gesessen hast und mit mir geredet hast, verwirrte mich das noch mehr.
Bis auf Luke warst du die Einzige die mich besuchen kam und das fühlte sich gut an.
Du bist an meiner Seite geblieben, hast mir durch meine Reha geholfen und bist mir eine gute Freundin geworden.
Als ich nicht zu deiner Verleihung kommen konnte, nervte mich das schon ziemlich .
Ich wollte dabei sein, wollte bei dir sein und genauso für dich da sein, wie du es für mich getan hast.
An dem Abend in deiner Wohnung hätte ich dich gern geküsst, aber ich merkte das du noch in einer verzwickten Beziehung zu Tanner standest und ich wollte dir die Möglichkeit bieten zu sehen was du wirklich willst.
Das ich da bereits nur an dich denken konnte machte es nur noch schlimmer.
So oft es ging versuchte ich in deiner Nähe zu sein und war überwältigt wie einfach es für mich war mit dir zu reden.
Als Luke dann starb hat es mich beinahe umgehauen, doch du bist geblieben.
Du hast mir gezeigt das ich das durchstehen kann, während du für deine Freundin da warst, die gerade ihren Partner verloren hatte und als wir dann nach LA gefahren sind und das Feuer einfach immer mächtiger wurde, da habe ich Angst bekommen.
Ich hatte versucht Schutz für uns zu finden, doch ich war nicht in der Lage diese dämliche Tür einzutreten.
Ich konnte dich einfach nicht beschützen und mein Bein schmerzte wieder.
Als wir uns dann in den Pool gerettet haben, hätte ich nichts lieber getan als dich zu Küssen.
Mir wurde klar dass das Leben einfach viel zu kurz war , doch auch da hatte ich wieder Angst.
Vor und nach meiner Frau gab es noch nie eine andere Frau in meinem Leben.
Niemals....“Andy´s Augen nahmen einen sanfteren Ausdruck an, sie verstand so langsam was er ihr sagen wollte.
„Um ehrlich zu sein bist du die zweite Frau die ich jemals geküsst habe und auch das hat mir Angst gemacht.
Du bist Jünger als ich, du bist mein Lieutenant und ich hatte Angst eine Grenze zu überschreiten, die ich schon längst hinter mir gelassen hatte, das wurde mir klar als ich dich gehen ließ.
Ich habe mich in dich verliebt und wusste damit einfach nicht umzugehen.
Du bist unglaublich Andy, so unfassbar schön und selbstsicher und ich leide immer noch unter diesem Unfall, lasse mich von einem Schmerz leiten, der noch immer in meinen Bein sitzt und ich weiß einfach nicht was ich machen soll.
Als du mich geküsst hast konnte ich mein Glück kaum fassen, du hast mich so wahnsinnig gemacht und ich wollte nichts mehr als deinen Körper zu erkunden, dich zu Lieben und nicht mehr gehen zu lassen, doch als du aufgestanden bist um die Tür zu schließen, habe ich mein Bein nicht mehr gespürt und mich einfach nicht mehr ein gekriegt.
Ich spürte Panik und dann habe ich das dümmste getan, das ich nur tun konnte.
Ich habe dich weggeschickt und damit verletzt und das tut mir verdammt leid.
Du bist nicht irgendjemand für mich, ganz im Gegenteil.
Ich liebe dich Andy, ich liebe dich und ich will dass das funktioniert zwischen uns, ich will das du mich auch willst und es tut mir leid das ich so ein Arsch war.“ gab er schlussendlich zu, seine Gefühle übermannten ihn und er hoffte nur irgendwie die richtigen Worte gefunden zu haben.
Er wollte und konnte sie nicht auch noch verlieren.
Wenn sie ihn nicht wollte, dann verstand er es, sein Herz würde gebrochen sein, doch er verstand es und hoffte weiterhin mit ihr zusammen arbeiten zu können, solange er sie nicht auch noch verlor.
Andy war von seinem Geständnis so überwältigt, das ihr erneut die Tränen kamen.
Noch nie hatte ihr jemand solch ein Liebesgeständnis gemacht und nun verstand sie ihn.
Angst konnte vieles in uns auslösen und auch das wir falsche Entscheidungen trafen.
Trotz der Tränen musste sie lächeln und nahm eine seiner Hände in ihre.
„Du liebst mich also?“ nickend bestätigte er sie und lächelte ebenfalls vorsichtig.
„Verzeihst du mir?“ sein Herz schlug schneller, er wusste noch immer nicht ob er die richtigen Worte gefunden hatte.
„Unter einer Bedingung.“ sie sah ihn gespielt ernst an und sah wie sich eine Augenbraue hob, seine Frage stand ihm ins Gesicht geschrieben.
„Die wäre ?“
„Schick mich nicht wieder einfach weg , sondern rede mit mir wenn dich etwas beschäftigt.
Und nun komm her.“ er lachte, eigentlich waren das ja zwei Bedingungen, aber er beließ es dabei und ließ sich von ihr auf sich drauf ziehen.
„Es tut mir so leid Andy...“ flüsterte er gegen ihre Lippen, eher er sie vorsichtig mit seinen verschloss.
Ihr Kuss war nicht wie der vorherige, er war ruhiger, weniger Impulsive, doch nicht weniger schön.
Und als sie sich voneinander lösten, drückte Andy ihn etwas von sich, stand auf und führte ihn in ihr Schlafzimmer.
Dort angekommen legte sie sich aufs Bett und überließ Robert die Führung.
Dieser war schnell über ihr und küsste sie erneut.
Er konnte noch immer nicht glauben das er hier bei ihr war, doch sie unter sich zu spüren, zu fühlen wie sie sich langsam an ihm rieb, trieb ihn in den Wahnsinn.
Seine Lippen wanderten ihren Hals entlang, küssten jeden noch so kleinen Millimeter ihrer Haut, was sie zum Stöhnen brachte.
Als er dies hörte, merkte er schnell wie seine Hose enger wurde und er sich nicht mehr beherrschen konnte.
Er öffnete ihre Hose und zog sie ihr schnell aus, gefolgt von seinem Shirt und seiner eigenen, ehe er sich neben sie ins Bett legte und sie auf sich zog.


Nachdem sie beide ihren Höhepunkt erreicht hatten, lag Andy auf seiner Brust und strich mit ihren Fingern über seinen Oberkörper.
Ihre Atmung normalisierte sich so langsam wieder und sie lächelte Glücklich vor sich hin.
Robert hielt sie einfach nur fest und wusste er würde sie nie wieder gehen lassen, nicht noch einmal.
„Ich liebe dich auch.“ flüsterte Andy gegen seine Brust.
Eine Hand legte sich unter ihr Kinn und zwang sie zu ihm hinauf zu schauen, seine Augen glänzten und sie beugte sich zu ihm um ihm einen weiteren Kuss zu geben, ehe sie sich wieder auf seine Brust legte und seine wärme genoss.
Sie liebte ihn wirklich und um den Rest der ihnen noch bevorstand , konnten sie sich auch noch morgen Gedanken machen.
Was zählte war das sie jetzt hier waren, das sie sich liebten und nicht noch mehr Zeit verschwendeten, als sie es ohnehin schon getan hatten.
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