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Just a word

OneshotHumor, Familie / P6 / Gen
Magneto / Eric Lehnsherr Quicksilver / Pietro Maximoff
10.06.2019
10.06.2019
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Immer wieder und wieder frage ich mich, wie ich überhaupt auf diese selten dämliche Idee gekommen bin, während Freddie Mercurys Stimme fröhlich seine Killer Queen ins Ohr singt. An meiner Unterlippe knabbernd, starre ich auf das Wasser und versuche nicht nervös im Kreis zu laufen. Hätte ich mir jemanden mitnehmen sollen? Ich weiß, dass ich das hier alleine tun muss. Es geht immerhin um meine Familie. Bereits vor Jahren hätte ich es tun müssen. Doch war ich immer zu feige. Was, wenn ich ihm nicht reiche? Nicht das bin, was er sich erhofft hat? Es gab Zeiten, das stand die Polizei alle paar Tage vor der Tür. Ich habe die Schule abgebrochen , okay um genau zu sein bin ich geflogen. Ich habe keinen Abschluss und sonst auch nicht viel erreicht in meinem Leben. Es gibt Dinge, auf welche ich nicht stolz bin. Es war schon cool aber manches war einfach unnötig. Damit meine ich nicht den Einbruch ins Pentagon, der wirklich mega geil. Die geklauten Spielautomaten waren es auch wert, genau wie das Essen. Oder den Lehrern die Schnürsenkel zusammen zu binden und Leute mit einem Stift zu verschönern. Es geht mir nur darum, dass ich nie richtige Freunde hatte, weil ich sie alle schnell los geworden bin. Doch warum sollte ich mich verstellen? Entweder mag man mich wie ich bin, oder man lässt es.
Jetzt jedoch ist es anders. Wäre ich zu all diesen Leuten damals anders gewesen, wer wie? Sie hätten mich sogar mögen können. Selbst, als Mutant. Jetzt jedoch, ist das mein einzigster Lichtblick. Ich bin ein Mutant, dass dürfte für ihn ein Pluspunkt sein. Immerhin haben wir uns dadurch kennen gelernt, selbst wenn sie viele Worte gefallen sind. Ich nehme es ihm nicht übel, immerhin weiß er es noch nicht. Ob ich jetzt wirklich den Mut dazu habe? Keine Ahnung. Ab und zu mag er ein Arschloch vom feinsten sein, doch ist er kein schlechter Mensch, oder Mutant. Sobald man weiß, was seine Beweggründe sind, ist es verständlich. Der Professor wird schon wissen, warum er ihn so schätzt.
Eine kleine Insel schiebt sich in mein Sichtfeld und ich scharre leicht nervös mit dem Fuß über den Boden, des alten Holzschiffes. Normalerweise, kann es mir nicht schnell genug gehen, doch je näher wir der Insel kommen, desto mehr überlege ich, einfach umzukehren.
“Reiß dich zusammen!“, mahne ich mich selbst und atme durch. Im schlimmsten Fall geht es schief. Doch habe ich dann endlich Gewissheit. Charles weiß darüber Bescheid, was hier vor sich geht. Sollte ich schnell verschwinden wollen, dann kann ich auf ihn zählen. Hätte ich gefragt, so wäre er vermutlich mit gekommen. Ob das gut ausgegangen wäre? Nun, dass ist der Grund, warum ich nicht gefragt habe. Das hier muss ich alleine tun.
Tief durchatmend beobachte ich, die sich nährende, dicht bewachsene Insel. Eine Insel voller Mutanten, soweit ich weiß. Sie haben dort ihre Zuflucht gefunden, ihr zu Hause, ihre Familie. Er hat es für sie und mit ihnen erbauten. Damit sie dort sicher leben können. Ob er bereits weiß, dass sie die alte Möhre nährt? Ob er weiß, dass ich dabei bin sein komplettes Leben zu versauen? Vielleicht auch besser aber ich bezweifel es. Ich hätte es ihm immerhin früher sagen können. Aber für jemanden der so schnell ist wie ich, bin ich immer ziemlich spät dran. Meine Gedanken schweifen zu der ersten Begegnung mit ihm. Erneut kommt mir der Gedanke, wie ich nur so blöd sein konnte.
“Die sagen du kannst Metall kontrollieren. Meine Mum kannte auch mal jemanden, der das konnte!“, äffe ich mich selbst nach. Warum habe ich das nicht früher kapiert? Gut, ich war ein Kind und ziemlich naiv. Doch ist es für mich nur eine Ausrede. Ich hätte es längst hinter mir haben können!

Meine silbernen Turnschuhe versinken in dem weichen Sandboden unter meinen Füßen, während das kleine Holzboot wendet und langsam davon schippert. Scheinbar hält sich hier niemand lange auf. Jetzt bin ich auf mich gestellt. Nur ich und Freddie, der kraftvoll Hammer to Fall in mein Ohr singt. Die Melodie pfeifend mache ich mich auf den Weg durch die dichten Bäume und Büsche. Relativ schnell taucht jedoch eine große Lichtung vor mir auf. Mit großen Augen überblicke ich kurz alles, ehe ich mich langsam Richtung der metallenen Behausungen gehe. Fast augenblicklich werden alle auf mich aufmerksam und ich fühle mich wie auf einem silbernen Teller. Oder besser wie ein Reh an der Wasserstelle, umgeben von Raubtieren. Sollte ich einen kurzen Sprint einlegen um ihnen zu zeigen, dass ich einer von ihnen bin? Oder auf den Überraschungseffekt setzen? Ich könnte auch gleich nach ihm rufen so unter dem Motto: `Jo Dad! Deine Leute wollen mich gerade fressen, oder so!
Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Beim Versuch nicht zu lachen, verschlucke ich mich jedoch fast an meinem Kaugummi und muss versuchen mich nicht zu übergeben, beim Versuch den Husten zu unterdrücken, klasse Auftritt. Ein bärtiger Muskelprotz kommt auf mich zu und starrt mich dabei an, als wäre ich ein lästiges Insekt. Dabei bewegt er sich so langsam, dass ich kurz davor bin die Augen genervt zu verdrehen. Bis er bei mir ist nutze ich die Zeit um die Kopfhörer raus zu nehmen und die Musik zu pausieren. Es ist einfach nicht mein Tempo.
„Was willst du hier?“, knurrt er mich dunkel an. Wenigstens passt die Stimme zu seinem Körper. Leicht animalisches Knurren und tief. Bei einer höhreren Stimme hätte ich ihn sehr wahrscheinlich ausgelacht.
“Ach, ich mache nur Urlaub!“, grinse ich ihm entgegen. Anscheinend die falsche Antwort, denn sein Gesichtsausdruck verfinstert sich und seine Augenbrauen kollidieren fast miteinander. Auch die Anderen treten langsam näher und mustern mich, wirklich wie Frischfleisch. Seltsame Leute. Im Vergleich zu denen in der Schule schon richtig gruselig. Apocalypse hat mir das Bein gebrochen, ich glaub ich weiß wovon ich rede. Vermutlich ist es auch dieser Umstand, dass ich keine Angst vor ihm habe. Schlimmer, als ein gebrochnes Bein wird das hier nicht. Der Kerl ist definitiv nicht in der Lage mit mir mit zu halten.
“Gibt es hier ein Passwort, oder so?“, frage ich nach. Langsam verschränke ich die Arme und sehe dem Kerl in die Augen. Gleichzeitig kommt mir ein Gedanke, was wenn er nicht da ist? Etwas das ich in meinem Plan nicht bedacht habe. Hätte ich vorher anrufen sollen? Er hat bestimmt kein Telefon hier. Geschweige den kann hier wen erreichen. Mitten im... naja nichts.  
“Ganz schön große Klappe für einen Burschen für dich!“, knurrt er mir erneut entgegen. Ob das Knurren beabsichtigt ist? Oder redet er einfach nur wirklich so? Seine Hand ballt sich zur Faust, während er auch mich runter sieht. Der Wind dreht leicht und schlägt mir den Geruch des Kerls entgegen. Kurz rümpfe ich die Nase. Duschen sollte er auch mal. Scheinbar bemerkt er es und die Muskeln in seinem Oberarm spannen sich an. Es beeindruckt mich herzlich wenig. Selbst, wenn er zuschlägt. Er würde sich nur selber treffen.
„Hey, ich will keinen Ärger! Ich mache wirklich nur einen kurzen Urlaub hier.“, versuche ich es auf die höffliche Art. Doch anscheinend spreche ich chinesisch Rückwärts.
“Menschen haben hier nichts zu suchen! Hau lieber ab bevor ich dir die Knochen breche!“, droht er mir. Scheinbar sehe ich in meinem Pink Floyd Oberteil, der silbern Lederjacke mit passenden Schuhen und Hose alles andere, als wie ein Agent aus. Ich könnte aber auch Undercover sein. Alleine, ohne Waffen, die ER vermutlich schon entdeckt hätte. Wo wir schon bei ihm sind. Wo steckt er? Sollte er mich schon bemerkt haben, dann hätte er mich wenigstens erkennen können. Immerhin haben wir zusammen gekämpft und sind uns in der Schule über den Weg gelaufen. Auch war er dabei, als ich den Anzug zum ersten Mal getragen habe. Allem voran habe ich ihn aus dem Pentagon geholt. Oder war ich so unwichtig? Langweilig, nur ein Mutant der schnell ist.
“Hey! Ich will wirklich keine Probleme machen. Ich bin nur hier weil, ... ich nun mal hier bin!“, antworte ich ihm. Es gibt hier nur einer Person, der ich sagen kann warum ich hier bin und die ist entweder nicht hier oder hält mich nicht für würdig mir seine Zeit zu opfern. Beides wäre enttäuschend.
“Dann hau endlich ab! Dich will hier keiner!“, spuckt er mir förmlich entgegen. Fast sofort spannt sich die Luft zum zerreißen an.
“Dich doch auch nicht!“, murmel ich für mich und verdrehe dabei die Augen. Dummerweise scheint er doch besser zu hören, als ich angenommen habe und so spannen sich die Muskeln des Kerls an und er holt aus. Spöttisch grinsend nehme ich mir einen Moment um dabei zuzusehen, wie sich sein Gesicht zu einer peinlichen Grimasse verzieht, während er scheinbar hoffnungsvoll in meine Richtung schlägt. Auf dem halben Weg ändere ich die Richtung und stelle mich neben ihn. Gleich darauf verpasst er sich selbst eine Ohrfeige und fällt mit einem geschocktem Gesichtsausdruck zu Boden. Sofort versucht er aufzustehen und fällt erneut über seine verknoteten Schnürsenkel.
„Ich mach dich fertig du kleiner Pisser!“, grunzt er wütend und versucht erneut aufzustehen. Hinter mir setzten sich weitere der Mutanten in Bewegung. Jetzt würde es wohl ärger geben! Motiviert lasse ich meine Fingerknöchel knacken und...
“Schluss jetzt!“, tönt eine mir nur zu bekannte Stimme. Mit ausgestreckten Armen und komplett in schwarz kommt er zu uns geschwebt. Jeder weicht automatisch zurück vor ihm und somit auch von mir fort.
“Erik, dieser kleine...!“, fängt der Muskelprotz wieder an.
“Ich sagte Schluss!“, wiederholt er und sofort ist Ruhe eingekehrt. Leicht nervös schlucke ich und mustere ihn kurz. Er sieht ein wenig müde und erschöpft aus aber ansonsten so wie ich ihn in Erinnerung habe.
„Was willst du hier?“, fragt er mich. Die Stimme erstaunlich ruhig und abwartend. Seine stahlgrauen Augen lasse mich nicht aus dem Blick.
“Ich... wollte nur mit dir reden.“, antworte ich ihm. Der große Kerl steht mittlerweile wieder auf den Beinen und hält sich die angeschwollene Wange. Intelligenz scheint nicht seine Fähigkeit zu sein. Viel mehr die Kraft. Uninteressant. Kraft gegen Geschick und Schnelligkeit. Ich bin klar im Vorteil. Doch zieht er ohne ein Wort zu sagen ab. Frech grinse ich und winke ihm noch.
„Da gehört Eis drauf!“, grinse ich. Ein grinsen das breiter wird, als er mich wütend anfunkelt. Auch entgeht mir das belustigte Kopf schütteln von Erik nicht.
“Na komm, wir gehen rein. Dann kannst du mir erzählen, was du hier machst.“, lockt er mich und verschwindet in die Richtung aus der er gekommen ist. Einen gewissen Abstand einhaltend folge ich ihm brav. Jedoch steigt meine Nervosität mit jedem Schritt. Jetzt wird es also ernst.
In seiner Unterkunft angekommen sehe ich mich innerhalb weniger Sekunden um und bleibe vor einem Bild stehen. Es zeigt eine Frau und ein Kind, die Augen der Kleinen erinnern mich an die seinen. Habe ich etwa noch eine Schwester.
“Stell das hin! Tee?“, murrt er und bietet mir im gleichen Atemzug einen Tee an. Das erste was mein Vater mir jemals angeboten hat, ist also Tee.
“Ja bitte!“, antworte ich nur, ohne vom Bild aufzusehen. Zu fasziniert bin ich davon. Wo sind sie? Oder hat er sie auch sitzen lassen? So viel Fragen die ich habe.
“Meine Frau und meine Tochter. Sie sind beide tot. Menschen haben sie getötet, nachdem sie herausgefunden haben wer ich bin.“, überrascht drehe ich mich um. Das war es also, der Grund warum er sich Apocalypse angeschlossen hat. Warum er glaubt keine Familie mehr zu haben. Doch viel mehr schockt mich die Tatsache, dass ich eine Halbschwester hatte und sie ermordet wurde.
“Das tut mir leid.“, meine ich aufrichtig und stelle das Bild zurück an seinen Platz. Versuche zu verstehen, was das hier bedeutet. Sie war immerhin meine Schwester.
“Du hast sie ja nicht getötet. Doch ist das jetzt unwichtig, es betrifft dich ja nicht. Setz dich und dann erzähl mir mal, was du hier machst.“, fordert er mich auf und ich setze mich ihm gegenüber. Nehme dankend meine Tasse Tee entgegen und sehe ihn über den Rand der Tasse an.
“Hat Charles dich geschickt?“, fragt er sofort.
“Nein. Ich bin hier... auf eigene Faust.“, nehme ich ihm gleich den Wind aus den Segeln. Er soll nicht denken, dass der Prof mich geschickt hat. Das hier ist etwas rein persönliches. Es ist vermutlich auch besser, dass ich es ihm in seinem Gebiet sage. Hier dürfte er sich wohler fühlen, als in der Schule. Doch mich macht es erheblich nervöser. Läuft es schief hat er etliche Mutanten hinter sich, die mich hier verjagen können. Die Angst, er könne mich nicht wollen, wächst mit jeder Sekunde. Was, wenn ich ihm nicht reiche?
“Okay. Erzähl, was los ist.“, fordert er mich auf und mustert mich neugierig und gleichzeitig interessiert. Seine Augen scheinen meine mittlerweile so zu durchbohren, dass ich wegsehen muss. Langsam stelle ich die Tasse auf den Tisch und fahre mir nervös durch die Haare. Es ist schwerer, als gedacht.
“Was hast du getan? Hast du jemanden getötet?“, fragt er. Es scheint für ihn eine normale Frage zu sein.
“Ich wünschte es wäre so einfach...“, hauche ich leise.
“Komm, ich muss noch einiges erledigen.“, drängt er nun leicht und seine Stimme wird bohrender. So, als hätte ich etwas verdammt schlimmes getan.
“Naja, also... ich weiß nicht wie ich es sagen soll.“, fange ich an. Beschließe jedoch auf Ravens Worte zurück zu kommen. „Du hast mehr Familie, als du denkst. Erinnerst du dich noch an die Sache mit Apokalypse?“, frage ich ihn.
“Ja, natürlich,“, sagt er und sieht mich skeptisch an.
“Ich habe damals gesagt ich wäre wegen meiner Familie da.“, rede ich weiter. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals.
“Ja, ich weiß. Bist du deshalb hier? Um mit mir über Apocalypse zu reden? Oder soll ich dir bei was helfen?“, fragt er weiter.
“Ja... Nein.... Ich... Die Sache ist die, du bist m-mein Vater.“, sage ich es endlich und mustere ihn ängstlich. Er starrt mich nur perplex an, als könne er meine Worte gar nicht begreifen bevor sich etwas wütendes in seinen Blick schleicht.
“Willst du mich verarschen?“, fragt er. Seine Stimme zeigt deutlich, dass er glaubt ich scherze. Zudem klingt er sehr... sauer.
„Meine leibliche Mutter heißt Magda. Das ist alles was ich weiß. Sie hatte dunkles Haar und muss wunderschön gewesen sein. Ich weiß nicht ob sie noch lebt. Sie hat uns wegeben und so sind wir bei den Maximoff´s aufgewachsen. Vermutlich würdest du Wanda interessanter finden. Sie ist meine Zwillingsschwester. Zwölf Minuten jünger, als ich. Ihre Fähigkeiten sind beeindruckend. Im Gegensatz zu mir. Ich bin nur ein Loser, der mal ein ganzes Kühlregal leer geräumt hat und von der Schule geflogen ist. Ich geb dir die Adresse, falls du sie wenigstens kennenlernen willst.“, ist alles was ich sage bevor ich aufstehe und Richtung Tür gehe. Er sitzt immer noch wie erschlagen dort und start an den Punkt wo ich bis ebend gesessen habe. Bis Hank mit dem Black Bird hier sein könnte habe ich  noch einiges an Zeit tot zu schlagen, da kann ich mich in aller Ruhe umsehen, zumal Charles nicht reagiert. Vermutlich sind sie gerade essen oder so. Draußen angekommen stecke ich die Hände in die Taschen und sehe auf den Boden ehe ich los laufe. Das ist ja echt super gelaufen. Es mag schwer zu glauben sein und doch habe ich so sehr gehofft, dass er mich verstehen könnte. Er ist nicht der einzigste für den es schwer zu verstehen ist. Oder hat er Angst? Denn genau die habe ich auch. Das ist auch der Grund warum ich einfach gegangen bin. Feige verschwunden bin. Ich will, dass er es weiß. Doch gleichzeitig sehe ich mich danach ihn kennen lernen zu dürfen. Als Sohn und nicht als irgendjemand. Ich hatte nie einen Vater. Mein Adoptivvater war immer nur arbeiten, bis meine Mutter ihn rausgeworfen hat. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Frustriert trete ich gegen einen Stein.
“Peter!“, ertönt hinter mir eine Stimme die mich sofort stehen bleiben lässt. Langsam drehe ich mich um und sehe überrascht zu Erik.
“Nina. Deine kleine Schwester hieß Nina. Die Frau Bild, dass ist Magda. Deine Mutter.“, erklärt er mir und sieht mich nervös an. Kommt ein paar Schritte auf mich zu und streckt leicht eine Hand in meine Richtung.
„Bitte komm wieder rein. Peter, bitte.“, bittet er mich angespannt und nervös. Mit einem Nicken gebe ich mich geschlagen und gehe zu ihm zurück. Vorsichtig legt er seine Hand an meine Schulter und führt mich ins Innere seiner Behausung, direkt zu dem Bild, welches er mich reicht. Jetzt mustere ich die Frau neugieriger. Das ist also meine Mutter.
“Sie hübsch. Wanda sieht ihr sehr ähnlich, außer die Augen. Die hat sie von dir.“, erzähle ich ihm vorsichtig.
“Dafür hast du die deiner Mutter.“, lächelt er schwach. „Du hast sogar das gleiche leuchten in ihnen.“, fügt er hinzu was mich schwach lächeln lässt. Langsam wende ich mich von dem Bild ab und laufe langsam umher. Ich dachte es würde leichter werde, doch hat es alles nur verrückter gemacht.
“Die Augen sind auch alles, was ich von ihr habe. Meine Haare, sie waren mal so wie deine. Jedenfalls bis das mit der Koffeinüberdossis angefangen hat. Da ist es silbern geworden. Ich mag es, es sieht cool aus.“, erzähle ich ihm ein wenig.
“Warum hast du es mir nicht früher gesagt, also das ich dein Vater bin?“, stellt er die Frage die ich vermeiden wollte.
“Als ich dich aus dem Pentagon geholt habe, da habe ich es noch nicht gewusst. Sie hat es mir erst danach gesagt. Dann hab ich nach dir gesucht aber du hast dich zu gut versteckt. Die Sache mit und nach Apocalypse, ich hab mich einfach nicht getraut. Der große Magneto, ich bin ein nichts im Vergleich zu dir. Deshalb bin ich auch in der Schule und gehe auf Missionen, trainiere. Damit du stolz auf mich bist, wenn ich es dir sage.“, antworte ich ihm. Er streicht sich leicht durch die Haare und sieht mir dann direkt in die Augen.
“Du bist mein Sohn, wie kann ich nicht stolz auf dich sein?“, fragt er mich ehrlich und aufrichtig. Meine Augen weiten sich überrascht und auch steht mein Mund leicht offen. Er ist wirklich stolz auf mich? Mein Blick muss wohl Bände gesprochen haben.
“Allein dein Mut hier her zu kommen und mit mir zu reden ist beindruckend. Deine Kräfte auch und doch würde ich dich auch ohne sie lieben und stolz auf dich sein. Du hast mir vorhin nur einen ordentlichen Schrecken eingejagt, weil es nie für möglich gehalten habe Kinder haben.“, fährt er fort und nimmt mich dann in den Arm. Sofort erwidere diese und erlaube mir selbst diesen Moment zu genießen. Diesen Moment, auf den ich schon so lange gewartet habe.
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