Jeder Anfang ist schwer - A german Romione-Lovestory

GeschichteRomanze, Familie / P18
Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
10.06.2019
01.09.2019
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So verstrichen nun die nächsten Wochen und es wurde schon Oktober im Jahr 2006. Hermine musste einige Abstriche in Sachen Arbeit machen und arbeitete oft wieder von Zuhause aus, um sich und ihrem Ungeborenen die benötigte Ruhe zu gönnen. Ron jedoch ging weiterhin bei seinem Bruder im Geschäft arbeiten und versuchte so gut es ging zeitig nach Hause zu kommen und bei Hermine zu sein. Er hatte ständig Angst um sie, dass Hermine wieder vorzeitige Wehen bekam wie in der ersten Schwangerschaft bei Rose oder sie ihn zu spät Bescheid sagte, wenn etwas wäre.
Eines Morgens, draußen war es schon kälter, wollte Hermine gerade das Frühstück zubereiten. Doch als sie die Küche betrat, stand noch überall Geschirr herum und auch Schuhe lagen unordentlich im Flur herum, natürlich waren es Ron seine, sowie auch seine Jacke, die nicht am Haken hing, sondern unbeachtet am Boden lag. Hermine war schon früh am Morgen mehr als bedient, als sie das Chaos sah und wusste, dass es Ron sein Verschulden war. Er hatte sich am Abend zuvor noch Essen gemacht, weil er dieses Mal sich nach der Arbeit noch mit Harry im "Tropfenden Kessel" traf und spät nach Hause kam und Hermine zu erledigt war, um irgendetwas Essbares zu zaubern, da Rose auch gerade eine sehr anhängliche Phase durchlitt und ständig Hermines Aufmerksamkeit benötigte. Hermine seufzte schwer, als sie mit ihrem Zauberstab die Jacke heraufschweben lassen wollte, diese aber sich nur ein Stück bewegte und nichts weiter geschah. Hermine sah empört auf ihren Zauberstab in ihrer Hand und dachte, dass sie vielleicht Ron seinen gegriffen hätte, aber so war es nicht. Sie probierte es nochmals, doch wieder geschah nicht mehr, als dass die Jacke sich ein Stück bewegte. Hermine ließ ihren Arm sinken und sah nun etwas schockiert zur Jacke. Schlussendlich bückte sie sich mit ihrem Babybauch und hob sie auf. Sie hing sie an den Haken und in dem Moment kam Ron mit Rose auf dem Arm die Treppe herunter. Er lächelte sie glücklich an und ahnte nichts von Hermines Missstimmung.

*Ron*
Guten Morgen, Liebling.

Er wollte ihr einen Kuss auf die Wange geben, doch Hermine sah ihn mit gerunzelter Stirn sauer an, wandte sich ab und lief einfach ohne ein Wort in die Küche. Ron wunderte sich und ging ihr nach.

*Ron*
Hermine? Alles okay?
*Hermine sarkastisch*
Bestens...

Sie knallte unsanft eine Müslischüssel in das Spülbecken, sowie auch einige Teller und Gläser, die zum Glück bei der Wucht nicht zersprangen. Sie fing an das Geschirr per Hand zu spülen. Ron setzte Rose in ihren Hochstuhl an dem Tisch.

*Ron*
Mine, was ist los?
*Hermine sauer*
Nichts, siehst du doch... Alles bestens, Ron!
*Ron*
Hermine!

Ron war verwundert, dass Hermine so schlecht drauf war und dachte nach, ob er Fehler gemacht hatte, doch ihm fiel nichts sofort ein. Hermine drehte sich dann zu ihm um und funkelte ihn sauer an.

*Hermine sauer*
Warum Ron... Warum muss man seine alten Teller einfach stehen lassen... Oder warum lässt man seine Socken NEBEN dem Wäschekorb liegen oder vielleicht kannst du mir erklären, warum deine Lederjacke heute morgen auf dem Boden im Flur einfach so lag oder weshalb es dir so schwer fällt das hier alles aufzuräumen, Ronald? Sag es mir! Warum? Und jetzt sag mir nicht, dass du keine Zeit hattest... Denn die hattest du ja oder muss ich dich daran erinnern, wie du deinen Zauberstab benutzen kannst? Ich drehe hier durch...

Hermine schmiss den nassen Abwaschlappen in das Spülbecken und Ron erkannte sofort den Ernst der Lage, obwohl er im selben Moment darüber nachdachte irgendetwas zu sagen. Er entschied sich jedoch dafür nichts zu sagen. Stattdessen ging er schnell auf Hermine zu, nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie mitten auf den Mund. Hermine war so überrascht von seiner Reaktion, dass sie ihre Augen kurzzeitig aufriss und sich kurz gegen den Kuss entspannte. Doch dann stieß sie ihn von sich und sah ihn empört an.

*Hermine sauer*
Ronald Weasley!!! Ich bin sauer auf dich und du küsst mich?

Ron lächelte sie nun schief an und rieb sich etwas beschämt den Nacken.

*Ron*
Ähm... Ich hätte gedacht, dass es dich vielleicht beruhigt...

Als sie ihn nun so dastehen sah und wie er sie etwas schief angrinste, verlor sie wieder fast ihren Verstand. Wie schafft er es immer wieder mich so um den Finger zu wickeln? Und immer dieses Lächeln..., dachte Hermine kurz nach und versuchte ihr Grinsen zu vertuschen, indem sie sich auf die Unterlippe biss.

*Ron*
Komm schon, Mine... Es tut mir ja leid. Ich wollte dich nicht wütend machen...

Ron machte einen Schmollmund und ging wieder auf Hermine zu. Er hatte nur ein weißes Achselhemd und seine Boxershort an, wodurch man seinen gutgebauten, Auror-trainierten Körper sah. Hermine hielt ihn mit ihrer Hand an seiner Brust auf.

*Hermine*
Oh komm mir bloß nicht mit diesem Blick, Ronald... Ich bin sauer... Immer noch, okay?
*Ron grinsend*
Sehr sauer?

Hermine blickte in seine strahlend blaue Augen und biss sicher wieder auf ihre Unterlippe, um ihr Grinsen zu verstecken.

*Ron grinsend*
Komm schon, Minchen. Ich tu alles für dich, alles!
*Hermine*
Oh also jetzt kommst du mit der Minchen-Tour, ja?

Ron nickte nur und ging nun weiter auf sie zu, dabei lächelte er weiter vor sich hin.

*Hermine*
Versprich mir, dass du in Zukunft alles sofort wegräumst ohne, dass ich dich ständig daran erinnern muss.

Ron streichelte nun über Hermines Babybauch und gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Wange. Im Hintergrund spielte Rose mit ihrer Trinklerntasse, die sie immer wieder auf den Tisch haute.

*Ron*
Jawoll, Madame...

Hermine konnte nun nicht mehr anders, als Ron sie weiter in den Arm nahm und weitere Küsse auf ihrer Wange verteilte.

*Hermine grinsend*
Du bist wirklich unmöglich, Ron.
*Ron grinsend*
Und?

Hermine sah Ron an und musste bei seinem Lächeln noch mehr grinsen.

*Hermine grinsend*
Und verdammt süß und charmant...

Sie küsste ihn nun auf den Mund und Ron lächelte kurz gegen ihre Lippen, wobei er seine Arme um ihre Taille schlang. Doch während sie sich küssten, fing nun Rose an immer lauter mit ihrer Tasse auf den Tisch zu klopfen.

*Rose*
Mumy, Mumy!!!

Hermine seufze nun und Ron und sie lösten sich voneinander und wandten sich ihrer Tochter zu.

*Hermine*
Okay okay, Rosie, jetzt bist du dran.

Ron bereitete nun das Frühstück vor und Hermine schwang ihren Zauberstab aus Reflex, wie sie es immer tat, wenn sie etwas brauchte, doch nichts geschah, außer, dass die Milch, die sie haben wollte von der Theke auf den Boden fiel und mit einem "platsch" die Milch sich auf dem Boden verteilte.

*Hermine*
Oh verdammt...
*Ron*
Nicht fluchen, Liebling...
*Hermine*
Halt den Mund, Ron!

Ron ließ die Pfütze Milch mit einem Schwung seines Zauberstabs verschwinden. Hermine war nun den Tränen nah und sammelte die Verpackung vom Boden auf.

*Ron*
Nicht doch, Schatz, lass mich das machen...

Er bückte sich nun und sammelte den Rest auf.

*Ron*
wie ist es passiert?

Er stand auf und machte den Rest in den Mülleimer.

*Hermine*
Ich habe heute morgen schon versucht deine Sachen mit meinem Zauberstab hinzuhängen... Doch nichts ging. Sie bewegte sich kurz über den Boden... Das wars... Oh Merlin, Ron, meine magischen Kräfte schwinden doch nicht etwa, oder?

Ron dachte kurz nach. Hermines Augen füllten sich nun mit Tränen und Ron nahm sie in seine Arme.

*Ron*
Hey, Liebling... Deine magischen Kräfte schwinden doch nicht einfach. Du bist die größte Hexe unseres Zeitalters, unserer Geschichte...
*Hermine schniefend*
Es ist die Schwangerschaft, Ron.

Ron hörte mit seinen Streicheleinheiten über ihren Rücken abrupt auf und sah sie dann an.

*Ron*
Wie meinst du das?
*Hermine*
Ich habe sowas gelesen... Dass es Hexen gibt, die während ihrer voranschreitender Schwangerschaft ihre magischen Kräfte verlieren. Einige bekamen sie wieder, einige jedoch nie wieder...

Über Hermines Wange kullerten nun dicke Tränen.

*Ron*
Mine, Liebling, du wirst deine magischen Kräfte nicht für immer verlieren. Wirklich nicht!
*Hermine schniefend*
Und was ist... Was ist wenn doch?
*Ron*
Hermine, nein, das wirst du nicht okay?

Er drückte Hermine an sich und gab ihr einen Kuss auf den Kopf.

*Ron*
Was hälst du davon, wenn wir nach dem Frühstück mal ins St. Mungo flohen und das mal überprüfen lassen? Es muss ja nichts gravierendes bedeuten.
*Hermine mit Tränen*
Ich weiß nicht... Meinst du?
*Ron*
Ja, natürlich. Damit müssten die Heiler sich ja auch auskennen, oder? Und wenn nicht sagst du ihnen einfach, dass du über so etwas gelesen hast und zeigst ihnen noch ein paar Studien darüber, dann wissen sie ganz sicher bescheid.

Er lächelte Hermine nun an und strich ihr einige Tränen liebevoll von der Wange. Hermine schniefte nochmals und lächelte auch etwas.

*Rose*
DADDY! Milch Milch

Rose streckte ihre Tasse ihnen entgegen und sah sie mit ihren großen Kulleraugen und ihren leuchtend-orangen Weasley-Haaren an. Hermine und Ron mussten lächeln. Ron nahm ihr die Tasse ab und ließ eine neue Packung Milch aus dem Schrank heranschweben, die sich über der Tasse von Rose ergoss und auf den Esstisch schwebte. Rose nahm kichernd ihre Tasse Milch in ihre kleinen Fäuste und trank reichlich daraus. Hermine und Ron frühstückten dann in Ruhe mit ihrer Tochter und Ron hoffte tief in seinem Inneren, dass es seiner Hermine gut ging und der plötzliche Verlust ihrer magischen Fähigkeiten nur eine vorübergehende Begleiterscheinung ihrer Schwangerschaft war.
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