Jeder Anfang ist schwer - A german Romione-Lovestory

GeschichteRomanze, Familie / P18
Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
10.06.2019
19.08.2019
80
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Am späten Nachmittag an diesem Tag trafen sich Ron und Hermine bei Rons Familie im Fuchsbau, um ihre Tochter von dort abzuholen. Ron war schon seit einer halben Stunde im Fuchsbau, als Hermine per Flohpulver im Kamin des Wohnzimmers erschien. Niemand war dort zu sehen, sondern die ihr bekannten Stimmen der Weasleys drangen aus der Küche zu ihr hinüber ins Wohnzimmer. Sie hörte aufgeregtes Gerede und fragte sich, ob die Diskussion über sie und den Artikel in der "Hexenwoche" war oder doch eher das letzte Quidditchspiel, das sie wieder einmal alle bis ins kleinste Detail besprachen. Als Hermine am Flur ankam, kamen ihr eine lachende Victoire und Teddy entgegen gerannt. Hermine wich gerade noch zur Seite, als beide lachend an ihr vorbei rannten und die Treppen hoch rannten.

*Victoire lachend*
Hallo Tante Mine.
*Teddy lachend*
Hallo Tante Mine.

Und somit verschwanden beide nach oben und eine Tür im obersten Stock knallte zu. Hermine musste schmunzeln und dachte an sich, Ron und Harry früher zurück. Eigentlich dachte sie eher an Ron und sich, als sie alleine mit Ron die letzten Ferientage verbrachte und sie eher angereist war, als Harry. Wie Ron ihr mit einer komisch aussehenden Kröte hinterher rannte und sie vor ihm schreiend flüchtete oder beide Stunden auf dem Dach des Fuchsbaus verbrachten. Entweder schweigend oder in kleinere Unterhaltungen vertieft, während sie dem Sonnenuntergang zusahen. Irgendwie herrschte schon immer eine komische Spannung zwischen beiden und jetzt als Hermine darüber noch näher nachdachte, fiel es ihr umso mehr auf. Sie schmunzelte vor sich hin und schüttelte unbewusst ihren Kopf und ihr Blick fiel auf ihren kleinen Babybauch. Sie strich darüber und schmunzelte noch mehr. Sie dachte nun, dass es eigentlich so offensichtlich war und doch alles so uneindeutig für sie beide war, weil sie unerfahrene Teenager waren und irgendwie keine Ahnung von Liebe hatten. Und nun hielt sie ihre Hand auf den Babybauch und konnte es kaum fassen, dass sie beide bis hier hin kamen und sich alles so wundervoll und wunderschön anfühlte. Dann trat ein großer Rothaariger vor sie. Hermine wurde aus ihre Gedanken gerissen und sie blickte zu ihm auf. Sie fing an zu grinsen und Ron begrüßte seine Frau mit einem liebevollen Kuss mitten auf ihre Lippen. Hermine schloss kurzzeitig ihre Augen und genoss den kleinen Moment der Zweisamkeit mit ihm. Sie seufzte leise und als Ron sich von ihr löste, lächelte er sie breit an.

*Ron*
Warum kommst du denn nicht in die Küche, Liebling?
*Hermine grinsend*
Oh, ich hab nur...

Sie sah kurz zu den schiefen Treppenstufen des Fuchsbaus und dann wieder zu ihrem Mann.

*Hermine grinsend*
Nicht wichtig.
*Ron grinsend*
Hat es was mit mir zutun?

Hermine schmunzelte vor sich hin und nickte.

*Hermine*
Hast du mal darüber nachgedacht, wie wir hier alleine unsere Zeit verbracht hatten? Ohne Harry? Als wir naja, noch nicht wirklich von unseren Gefühlen zueinander wussten?

Ron runzelte seine Stirn, unsicher worauf seine Frau hinaus wollte.

*Ron*
Mh nein, nicht wirklich. Ich meine... Ich habe oft an dich gedacht und innerlich gehofft, dass du etwas eher Zeit hast, um anzureisen bevor Harry kommt...

Er sah sie etwas schüchtern an und Hermine fand sein Geständnis unglaublich süß. Sie strahlte ihn an.

*Hermine*
Ron... Das hast du mir nie gesagt...
*Ron*
Bist du verrückt? Natürlich habe ich dir das nicht gesagt. Ich war 14 und ich hatte überhaupt keine Ahnung, warum ich das insgeheim so sehr hoffte.

Hermine lächelte und gab ihm einen Kuss. Sie umschlang seinen Körper mit ihren Armen und drückte ihren Kopf an seinen Oberkörper. Ron tat ihrer Geste gleich und legte beide Arme um ihre schlanke Gestalt.

*Hermine*
Und genau das meinte ich... Irgendwie war es schon immer komisch zwischen uns oder? Ich habe mich in Harrys Gegenwart nie so gefühlt, nur bei dir bin ich nervös geworden...

Ron gluckste darüber und Hermine sah zu ihm auf.

*Ron*
Hermine Granger nervös... Nun hör aber auf. ICH war immer nervös und habe Sachen von mir gegeben. Manchmal hätte ich mich selbst dafür ohrfeigen können, aber...
*Hermine*
Aber du bist irgendwann erwachsen und reifer geworden. Ich weiß zwar nicht genau wann das passiert war, aber irgendwann warst du auf einmal einfühlsam und so ein Gentlemen.

Ron dachte zurück und wusste ab wann er das wurde. Als er das Buch "Zwölf narrensichere Methoden, Hexen zu bezaubern" von seinen Brüdern geschenkt bekam und ab da an richtig wusste, wie man mit einem weinenden oder traurigen Mädchen umging. Er wurde leicht rot bei der Erinnerung und räusperte sich. Das Buch hatte er völlig vergessen und mittlerweile müsste es schon seit Ewigkeiten unter der Matratze seines alten Bettes in seinem alten Zimmer verstauben. Er rieb sich etwas nervös am Nacken.

*Ron*
Ähm... Ich weiß nicht. Irgendwann war ich wohl wirklich reifer geworden, denke ich.

Hermine schöpfte keinen Verdacht bei seiner Geste und lächelte immer noch. Sie küsste ihn auf die Wange. Ron war ein Stein vom Herzen gefallen, dass er Hermine keine weiteren Erklärungen abgeben musste und sie nichts von so einem Buch ahnte.

*Hermine*
Lass uns in die Küche würde ich sagen...
*Ron*
Ich will dich nur warnen. Mum war völlig aus dem Häuschen wegen der Hexenwoche und auch alle anderen sind so stolz auf dich. Das haben sie in der letzten halben Stunde bestimmt tausend Mal erwähnt.

Hermine nahm Rons Hand und ging mit ihm ohne ein weiteres Wort in die Küche. Eine kleine tappsende Rose kam Hermine sofort entgegen gelaufen.

*Molly*
Hermine, schön, dass du es geschafft hast.

Hermine bückte sich und breitete ihre Arme aus, um Rose mit offenen Armen zu empfangen und sie fest in eine Umarmung zu schließen. Rose quietschte vor Freude.

*Rose*
Mumy, Mumy!
*Hermine*
Hey mein Spatz...

Sie nahm das Kleinkind auf ihren Arm und stand auf. Hermine gab ihr einen Kuss auf die Wange und Rons Blick drückte so viel Stolz und Glückseligkeit aus, als er seine beiden Mädchen so zusammen sah. Er lächelte glücklich und legte einen Arm um Hermines Hüfte. Doch ehe er sich versehen konnte, wurde Hermine schon von einer überaus glücklichen Molly in die Arme geschlossen.

*Molly*
Oh Liebes, dein Artikel ist so wundervoll... Ich bin so stolz auf dich! So unglaublich stolz...
*Hermine*
Danke Molly. Das bedeutet mir viel. Danke!

Molly löste sich von ihrer Schwiegertochter und strahlte sie an.

*Molly grinsend*
Hach schön! Komm Liebes, setz dich... Setz dich. Was magst du trinken? Auf was habt ihr zwei Lust? Wasser? Kürbissaft? Himbeersaft? Ich hab auch selbstgemachten Eistee, wenn du magst.
*Hermine*
Oh Molly, mach dir doch keine Umstände wegen mir bitte.
*Molly*
Nicht doch, nicht doch...
*Ron*
Ich hätte gern Eistee, Mum.
*Molly*
Oh die Kanne steht da drüben, mein Spatz.

Ron seufzte.

*Ron*
Du fragtest doch, was wir beide gerne hätten... Warum muss ich sie mir jetzt selbst...
*Molly*
Oh Ron, ich meinte doch Hermine und das Baby.
*Ron*
Oh...

Einige Lacher waren von den anderen am Tisch zu hören und Rons Ohrenspitzen waren etwas rot geworden. Hermine lächelte und streichelte Ron liebevoll über die Wange, bevor er zur Theke ging und sich die Kanne Eistee nahm. Molly hatte in der Zeit Hermine ein Glas mit Kürbissaft gefüllt und ihr gegeben. Hermine setzte sich nun auf den freien Stuhl.

*George*
Hermine, wie war deine Verhandlung?
*Hermine*
Oh lieb, dass du fragst...

Ron fühlte sich kurz vor den Kopf gestoßen und hätte sich selbst treten können, dass er daran nicht mehr gedacht hatte. Hermine nahm einen großen Schluck von ihrem Kürbissaft bevor sie dann sprach. Ron setzte sich neben seine Frau und Rose kletterte von Hermines Schoß auf Ron seinen. Ron nahm seine Tochter liebevoll auf seinen Schoß und strich ihr einige, wilde Haarsträhnen nach hinten.

*Hermine*
Es war erfolgreich. Zwei neue Gesetze treten ab nächsten Monat in Kraft...
*Ron*
Das war ja nicht anders zu erwarten von unserer Hermine oder?
*Harry*
Allerdings.
*Hermine grinsend*
Naja, es waren fünf Stunden nötig um alles genau zu erläutern...
*Arthur*
Einige vom Zaubergamot sprachen in höchsten Tönen von dir, Hermine.
*Ginny grinsend*
Und meine beste Freundin ist in der "Hexenwoche"...

Hermine war der ganze Wirbel fast schon unangenehm, trotzdem lächelte sie bei allen Komplimenten mit denen die Weasleys sie überhäuften. Hermine versuchte dann nach einiger Zeit das Thema zu wechseln.

*Hermine*
Molly, wie lief es denn mit Rose? War alles okay?
*Molly*
Oh natürlich. Sie ist fabelhaft und so ein liebes Mädchen.

Hermine lächelte glücklich darüber, dass es Rose so gut gefiel bei ihrer Großmutter die meiste Zeit des Tages zu verbringen. Sie sah zu ihrer Tochter, die mittlerweile wieder auf dem Küchenboden mit James und Fred spielte.

*Harry*
Hermine? Sag mal... Warum war eigentlich Draco bei dir heute im Büro mit Kingsley zusammen? War etwas?

Ron verpasste das sofort wieder ein flaues Gefühl im Magen, als nun Harry das Gespräch ansprach. Er hatte das mit Draco schon wieder fast ganz vergessen und nicht mehr daran gedacht. Hermine sah wieder auf zu Harry und dann zu Ron und bemerkte, dass alle Blicke auf ihr ruhten.

*George*
Der Malfoy war bei dir im Büro?
*Hermine*
Er heißt Draco und ja, war er.

Hermines Gesichtszüge wurden angespannter und es sah fast aus, als würden Tränen in ihren Augen schimmern.

*Hermine*
Ich weiß nicht, ob ich das euch sagen sollte... Eigentlich habe ich...
*Harry*
Ach komm, ich sehe Draco genauso wie du täglich im Ministerium. Und ich bin leitender Auror

Hermine verdrehte die Augen. Ron jedoch grinste nun über Harrys Bemerkung.

*Ron*
Damit hat er dich, Mine... Nun erzähl, was wollte der Schleimer von dir?

Hermine sah nun etwas angesäuert zu Ron.

*Hermine*
Lass diese Bemerkungen, Ron. Er war vielleicht nicht ganz korrekt beim letzten Mal...
*Ron*
Nicht ganz korrekt? Er hat mich beschuldigt, dass ich daran Schuld sei, dass sein dämlicher Vater...
*Molly*
Ronald, denk an deine Sprache, junger Mann!

Ron wurde nun sauer und spielte nervös an der Schlaufe der Wickeltasche von Rose, die neben ihm stand.

*Ron sauer*
Ist mir egal... Er hat mich dafür beschuldigt, Hermine und mich einen Idioten genannt...
*Hermine*
Sorry, das ist ja wohl kein Argument oder? Du nennst ihn ständig so.
*Ron sauer*
Bitte was?

Hermine und Ron funkelten sich nun sauer an und Harry hätte sich dafür schlagen können, dass er scheinbar nun an dem Streit Schuld war.

*Hermine sauer*
Ja, du nennst ihn doch ständig Idiot oder machst dich über ihn lustig. Er ist schlimmer dran als wir alle...
*Ron sauer*
War ja klar, dass du auf seiner Seite wieder bist.

Hermine sah ihn empört an und Ron hätte sich nun wieder selbst ohrfeigen können, dass er seine Eifersucht wieder siegen ließ anstatt vorher nachzudenken.

*Hermine empört*
Ich bin nicht auf SEINER Seite, Ron...

George stand auf und nahm die Kinder mit ins Wohnzimmer, um Hermine und Ron in Ruhe zu lassen. Auch Arthur und Angelina verließen mit Bill und Fleur den Raum. Nur noch Harry und Ginny saßen noch am Tisch. Molly kümmerte sich um das Abendessen.

*Hermine empört*
Ich bin auf gar keiner Seite, Ron. Er fühlt sich wirklich schlecht, wegen dem letzten Mal... Er war sauer, weil sein Vater nun tot ist. Natürlich hatte er einen Schuldigen gesucht und da du ein Auror in dem Verfahren warst, hat er dich ausgesucht. Er versuchte es mir zu erklären... Es geht ihm wirklich nicht gut.

Ron stand nun wütend auf.

*Ron sauer*
Das muss ich mir nicht antun... Sorry... Ich... ACH!

Und Ron verließ die Küche wütend und ging hinaus in den Garten. Er vergrub beide Hände in seinen Hosentaschen und trat den Dreck zur Seite, der auf dem Boden lag und eine Staubwolke hinterließ. Er war so sehr sauer darüber, dass Hermine Draco Malfoy in Schutz nahm. Er konnte es sich nicht erklären, aber immer, wenn sie ihn oder auch damals Viktor Krum erwähnte, wäre Ron am Liebsten an die Decke gegangen und wenn sie ihn dann auch noch verteidigte und Rons Meinung nach ihm vorzog, sah Ron nur noch rot. Er fühlt sich unverstanden und völlig nebensächlich, dabei wusste er tief im Inneren, dass er das niemals für Hermine war. Dennoch verspürte er den Schmerz der Eifersucht in sich aufkommen und den blanken Hass gegenüber Draco. Ihm war es egal, wie schlecht es ihm ginge oder was er alles durchmachen musste. Immerhin hatte auch Hermine in der Schulzeit einiges über sich ergehen lassen müssen und sich von Draco beschimpfen und beleidigen lassen oder auch Harry hatte viel durchmachen müssen und diesem Idioten, wie Ron dachte, machte es nie etwas aus. Er trat einen Stein mit Wut weg und dieser flog in hohen Bogen. Plötzlich hörte er einen Schrei von drinnen und wie jemand panisch Rons Namen rief. Ron zuckte kurzzeitig zusammen und kam wieder zu sich. Es waren Hermines Schreie und seine Mum, wie sie Ron rief. Ron sprintete in das Haus und sah, wie Hermine vor Schmerzen am Boden hockte und sich am Bauch fasste.

*Molly*
Sie wollte aufstehen und bekam plötzlich Schmerzen...

Ron rannte zu Hermine und bückte sich zu ihr auf den Boden. Sie weinte und sah Ron mit angstverzerrtem Gesicht an. Ron nahm sie in seine Arme und redete beruhigende Worte auf sie ein. Harry schickte einen Patronus ins St. Mungo und kurze Zeit später tauchten zwei Heiler auf. Ron hielt Hermine bei sich im Arm, die noch immer am Boden hockte und weinte. Ron schossen alle möglichen Gedanken durch den Kopf, als Hermine von den Heilern behandelt wurde. Er bekam nichts von allem mit und antwortete wie automatisiert. Ron gab sich die Schuld... Schuld daran, dass er Hermine so aufgeregt hatte, dass sie wegen ihm Schmerzen bekam, weil er sie aufgeregt hatte. Ihm schossen Tränen in die Augen, die begannen seine Wangen hinunter zu laufen. Er stand auf, als die Heiler Hermine auf eine schwebende Trage legten und mit ihr hinausgingen.

*Hermine weinend*
Ron... RON!

Ron blinzelte seine Tränen weg und rannte an Hermines Seite. Es brach ihm fast wieder so sehr das Herz, als er seinen Namen aus ihrem Mund schreien hörte, wie damals im Malfoy Anwesen. Nein, Ron... Denk an Hermine, nicht an Malfoy. Denk an Hermine! Sie braucht dich!, dachte Ron sofort und nahm Hermines Hand in seine. Die Heiler sagten etwas zu ihm, aber er bekam es nicht wirklich mit. Er stand völlig neben sich und hätte gewünscht sich nie über etwas mit Hermine gestritten zu haben. Er hatte Angst um das Ungeborene und um Hermine. Er ging mit den Heilern, nachdem Molly ihm versicherte, dass Rose, die von allem nichts mitbekam, in den besten Händen wäre und er sich keine Sorgen machen soll. Sie apparierten mit Hermine ins St. Mungo und als sie auf der Station ankamen, musste Ron vor dem Behandlungsraum warten... Er lehnte mit dem Rücken gegen die Wand und rutschte sie hinunter. Ron wischte über sein Gesicht und raufte seine Hände in seine Haare und wieder flossen unaufhörlich die Tränen über seine Wangen. Er hoffte so sehr, dass es Hermine und dem Baby... ihrem und seinem Baby gut ging...
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