In einem anderen Leben...

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Clarke Griffin Lexa
10.06.2019
01.12.2019
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„Willst du darüber reden?“ fragte mich Raven die auf meine Hand deutend zu mir kam. Sie hatte zwei Gläser Wein dabei und reichte mir eins. Ich nickte zum dank „Ich habe es heute Abend ganz schön vermasselt oder?“ „Naja was da zwischen dir und Clarke vorgefallen ist, weis ich nicht aber Anja ist ziemlich sauer. Ich habe versucht mit ihr zu reden, aber du kennst sie ja sie spricht nicht gerne über ihre Gefühle.“ sagte Raven mit trauriger Stimmung. „Du weist das ich nie wirkliches Interesse an Anja hatte, Raven. Ich hatte es ihr immer gesagt das es für mich nur eine Frau geben wird auf die ich warte.“ „Ich weiß, aber nach dem was damals zwischen euch gelaufen ist, hatte sie Hoffnung das du mit ihr verschwinden würdest nach dem heutigen Abend. Sie hat sich die Anzeichen zwischen dir und Clarke nicht eingestanden. Ich denke da neulich in Clarkes Zimmer eines von deinen Tops gesehen zu haben.“ sagte sie mit einem verschmitzten lächeln. Ich lächelte über die Erinnerung an die gemeinsame Zeit mit Clarke. „Ja das Stimmt, ich hoffe nur ich habe das heute nicht auch noch versaut. Raven was mache ich jetzt nur?“ „Beweg deinen Hintern zieh dich um und geh zu ihnen und kläre das. Es ist nichts was man mit einem guten Gespräch wieder hin bekommen kann oder?“ Ich nickte und überlegte welcher der Frauen ich zuerst besänftigen würde. „Geh zuerst zu Anja, Clarke lässt sich von Indra in die Sicherheit des Anwesens einführen.“ „Natürlich lässt sie sich alles zeigen.“ sagte ich im Bewusstsein das Clarke versuchte sich abzulenken. Ich ging mit Raven zusammen zurück die mir gutmütig auf die Schulter klopfte. Einige Minuten Später stand ich in bequemer Kleidung in meinem Badezimmer und sah auf meine blutigen offenen Fingerknöchel. Ich war schlecht darin meine Wunden selbst zu versorgen, aber Clarke hatte mir ihr erste Hilfe Set ins Badezimmer gelegt. Daher war ich diesmal besser vorbereitet. Der Verband könnte besser aussehen aber es erfüllte seinen Zweck. Ich ging die Treppe hinunter um zu den Fluren hinter dem Wohnzimmer zu gelangen. Dabei lief ich direkt Indra mit Clarke in die Arme und versteifte mich augenblicklich. Clarke ignorierte mich und lies sich von Indra die Räumlichkeiten zeigen, erst jetzt viel mir auf das ich selbst es versäumt hatte Clarke durch ihr Anwesen zu führen. Für mich gab es nur sie und ihre Sicherheit, in der Hoffnung das sie sich gegen den Zirkel entschied, hatte ich einfach nicht daran gedacht. Ich drehe mich von Clarke weg und ging weiter in den hinteren Teil des Hauses um zu Anjas Zimmer zu gelangen. Als ich vor der Tür stand, war ich mir nicht mehr sicher ob ich nicht lieber mit Clarke gesprochen hätte. Ich klopfte an ihre Tür, doch wie zu erwarten war kam keine Antwort. „Anja mach auf!“ sagte ich bestimmt in der Hoffnung das es was brachte. „Als hätte ich eine Wahl, Heda!“ flog mir durch die Tür entgegen. Ich lies den Kopf kurz hängen und öffnete dann die Tür. Anja stand auf ihren Boxsack einschlagend im Zimmer. „Na schlägst du mental auf mich ein?“ fragte ich sie um die Stimmung aufzulockern. „Wenn ich könnte würdest du die abbekommen.“ Ich konnte ihre Wut verstehen und gab ihr die Chance es an mir auszulassen. Ich stellte mich direkt zwischen sie und dem Boxsack. „Geh mir aus dem Weg, Heda.“ sagte sie bissig. „Anja, bitte ich weiß ich habe dich gedemütigt im Ritual, das tut mir Leid.“ Ja, das hast du Lexa! Du hattest bei dem Ritual nichts zu suchen, du hast gesagt du würdest uns dann verlassen und wir könnten endlich Frei sein und ohne den Zirkel weiterleben.“  Ich holte tief Luft „Ich weis was ich gesagt hatte, es tut mir leid Anja. Ich dachte ich könnte sie verlassen aber ich kann es nicht. Ich weis das du dir was anderes erhofft hattest.“ „Was anderes? Hast du deiner geliebten Clarke von uns erzählt? Hast du ihr gesagt das ich in all den Jahren immer wieder dein Notnagel war?“ fragte sie mich und kam mir sehr nahe. „Nein, sie weis nichts davon Anja, ich wusste nicht ob du hier beim Zirkel bleiben möchtest falls sie es übernimmt“ versuchte ich meine Beweggründe zu erklären. „Tu nicht so als hättest du es für mich getan! Du machst dir doch nur Sorgen um deine heiß geliebte Clarke.“ „Hör jetzt auf  mit dem Mist, kannst du meine Entschuldigung nicht einfach akzeptieren und mir verzeihen?“ Anja beruhigte sich ein wenig während ich auf meine Antwort wartete. „Ich weiß nicht ob ich euch beide auf Dauer ertragen kann, das wird die Zeit zeigen. Ich mein ist ja nicht so das es zwischen euch schon wieder heiß her geht....“ Sie konnte in meinem Blick sehen das es anders war als sie dachte. „Das ist jetzt nicht dein ernst, sag mir das du sie nicht schon wieder Flachgelegt hast. Du hast über all die Jahre gar nichts begriffen. Du weist genau das Heda und Wanheda keine Gefühle füreinander haben dürfen, das bring nur Chaos. Der Anführer hat alleine zu sein, denn nur so ist er Stark war schon immer ein Gesetz unseres Zirkels. Kannst du dich nicht einmal daran halten? Geht das nicht, Lexa? Dadurch hast du euch wieder Angreifbar gemacht, hoffe nur das die Hexenmeister der Icenation und die anderen Clans nichts davon mitbekommen ansonsten seit ihr wieder im Arsch. Komm dann ja nicht angelaufen um wieder alles zum besseren zu drehen. Ich schwöre dir noch einmal helfe ich dir nicht dabei.“  Ihre Ansprache hatte gesessen, ich wusste jetzt wo Anja stand. „Ist soweit es geht zwischen uns wieder alles in Ordnung?“ fragte ich sie in der Hoffnung ihren beistand trotz allem nicht zu verlieren. Sie schüttelte mit dem Kopf „Das ist alles so..., was soll ich sagen Lexa? Ich bleibe solange ich kann und es für dich gut ist, mehr kann ich dir nicht versprechen.“ Ich verstand ihre Sicht der Dinge und verabschiedete mich vorerst von ihr. Das Gespräch mit Anja war so Intensiv gewesen, das mir bald der Kopf platzte. Ich lief bis in die Küche, doch es schienen alle bereits ins Bett gegangen zu sein,  und holte mir eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. Ich öffnete einen der Hängeschränke und nahm eine kleine Dose mit Kopfschmerztabletten heraus und nahm eine ein. Bald würde die Sonne aufgehen, Ich versuchte die Ereignisse dieser Nacht zu erfassen, doch mein verstand war am Ende seiner Kräfte. Als ich an Clarkes Zimmertür vorbei kam legte ich eine Hand an die Tür, doch ich lies sie sinken und betrat mein Zimmer. Doch was ich hier vorfand hätte ich nicht erwartet....


Clarkes Sicht

Ihre Worte trafen mich unvorbereitet, nie hätte ich damit gerechnet das sie mich verlassen würde. Ich verstand nicht warum sie das in Betracht gezogen hatte und warum sie wegen Anja nicht ehrlich zu mir war?  Ich ging zurück ins Haus und überlegte was ich jetzt tun sollte. Alleine in mein Zimmer zu gehen war unvorstellbar, mein Blick fiel auf Indra und da kam mir eine Idee. „Indra! Ich weiß es ist spät aber könntest du mir eine Einführung ins Sicherheitssystem des Hauses geben?“ „Natürlich Wanheda, wie du möchtest.“ antwortete Indra und führte mich in einen kleinen Raum ohne Fenster. In diesem Raum standen viele Bildschirme, auf denen man das gesamte Anwesen sehen konnte. „Auf dem gesamten Gelände gibt es Kameras, auch in allen Räumen des Hauses. So kann man im Falle eines Angriffes, die Eindringlinge schneller ausmachen. Der Zaun der um das gesamte Anwesen führt steht unter Strom. Auf dem Computer da in der Ecke behalten wir die Hexenmeister im Auge. In der ganzen Stadt gibt es Zirkelschwestern der Nightbloods die ebenfalls alles Melden was sie für wichtig erachten.“ Ich sah mich in dem Raum um „Gibt es in jedem Zimmer des Hauses Kameras?“ „ So ist es, aber die in unseren Privaträumen sind nicht offen zugänglich dafür benötigt man einen speziellen Code. Wenn du wünscht kannst du einen neuen Code für diese Kameras vergeben und selbst auf sie zugreifen. Es ist deine Entscheidung.“ „ Ok. Indra wir geben einen neuen Code ein  und schalten die Kameras dann ab. Jede von uns sollte ein wenig Privatsphäre haben.“ „Es geht nicht um Privatsphäre Wanheda, hier geht es um deine Sicherheit.“ „Tu es Indra.“ sagte ich bestimmt.. Sie nickte und gab mir das Ziffernfeld zum ändern des Codes frei. Ich tippte einen neuen Code ein und drückte dann auf abschalten. Indra führte mich durchs gesamte Haus. Sie zeigte mir die Wege zu ihrem sowie Anjas und Ravens Zimmer. Es gab eine große Bibliothek in denen es nicht nur Bücher zum Nightblood Zirkel gab und auch eine Art Krankenzimmer war vorhanden. Ich war beeindruckt das wir für die Lebensrettung alles da hatten und nicht zwangsläufig in ein Krankenhaus mussten. Es gab sogar einen Zirkelarzt namens Niko, den man im schlimmsten fall rufen konnte. Das Trainingslager des Hauses lies auch keine Wünsche übrig, es gab sogar ein Schwimmbecken. Als Indra mir alles gezeigt hatte gingen wir zurück Richtung Küche. Als ich Lexa kommen sah, unterhielt ich mich ganz bewusst  über die Räumlichkeiten, auf keinen Fall wollte ich jetzt mit ihr reden. Sie lief an uns vorbei, in die Richtung von Anjas Zimmer wie ich jetzt wusste. Ich entließ Indra und machte mich auf dem Weg nach oben. Als ich an meiner Tür ankam sah ich das Lexas Tür nicht richtig geschlossen war. Das Zimmer betretend stieß ich an eine kleine Reisetasche. Meine Wut übermannte mich ich trat gegen ihre Tasche und lies sie durch den Raum fliegen. Die Sachen die Lexa eingepackt hatte flogen durch ihr Zimmer. Einige Zettel die aus der Tasche fielen erkannte ich wieder, ich hatte sie gezeichnet. Es waren meine Zeichnungen, die die ich gezeichnet hatte nachdem ich damals Lexa gerettet hatte. Verwirrung machte sich bei mir breit, wenn sie mich verlassen wollte warum hatte sie die Bilder eingepackt? Ich setzte mich auf ihr Sofa und betrachtete die Zeichnungen, es flammten kurze Bilder aus unserer Vergangenheit auf. Ich musste endlich die ganze Geschichte kennen, Lexa musste mir den Rest erzählen ob sie wollte oder nicht.

Ich lief in ihrem Zimmer auf und ab und wartete auf sie. Nach einiger Zeit setzte ich mich aufs Bett und betrachtete meine Zeichnungen bis meine Augen schwer wurden und ich gegen meinen Willen einschlief.
Lexas Sicht

Ich betrat mein Zimmer und sah den Inhalt meiner Tasche auf dem Boden verstreut. Stirnrunzelnd sah ich mich um und konnte mir vorstellen was geschehen war. Clarke hatte ihrer Wut freien Lauf gelassen. Durch mein Zimmer gehend, hob ich die Kleidungsstücke und die Tasche auf und lege alles auf den Tisch. Mir viel erst jetzt auf das ich nicht alleine war, Clarke war auf meinem Bett eingeschlafen. Ich stand einfach nur da und sah sie an. Meine Gedanken versuchten diesen Abend zu begreifen, wir hatten uns geliebt, sie wurde zur Wanheda dann stieß ich Anja vor den Kopf und schaffte es auch noch Clarke zu verletzen. Es war soviel geschehen das ich wohl später einiges zu erklären hatte, ich war fest entschlossen ihr die Antworten zu geben die sie haben wollte.Da sie sauer auf mich war setzte ich mich auf mein Sofa und wartete darauf das sie aufwachte.

Mein Nacken schmerzte als ich meine Augen aufschlug, ich sah auf die Uhr an der Wand es war bereits Mittag. Als ich in mein Bett sah war Clarke nicht mehr da, sie musste bereits aufgestanden und gegangen sein. Die Zeichnungen lagen auf dem Tisch, ich zog mir frische Sachen an und ging nach unten zu den Anderen. Es herrschte bereits viel Trubel, viele Zirkelschwestern waren bereits eingetroffen um bei den letzten Vorbereitungen zu helfen. Es gab auf dem Anwesen einen Festsaal den wir dafür nutzen. Ich konnte weder Anja noch Indra unter den ganzen Leuten ausmachen und lief ziellos durchs Haus bis ich Raven in die arme lief. „Na Heda, bereit für heute Abend?“ fragte sie mich lächelnd bevor sie noch einigen Schwestern aufgaben der Vorbereitung übertrug. „Geht so. hast du Clarke gesehen? Oder Anja?“ „Nein habe ich nicht, ich dachte Clarke wäre bei dir wie sonst auch!?“  Ich schüttelte nur mir dem Kopf und sie klopfte mir auf die Schulter „Wird schon werden, wenn die ganze Anspannung von heute überstanden ist.“ sagte sie und lies mich stehen. Als ich einige Zeit umtriebig durchs Anwesen lief, ging ich in mein Zimmer zurück um mich für den Abend fertig zu machen. Meine Zimmertür öffnete sich und ich hoffte Inständig das es Clarke war, doch als ich mich umdrehte stand Anja vor mir. Ihre Hände ansehend lief ich auf sie zu, „Ist das Blut Anja was ist passiert?“ fragte ich sie als mir ein schauer über den Rücken lief. Sie begann zu lächeln „Ich wusste das du es nicht gut sein lassen konntest....“ „Was hast du getan?“ fragte ich mit einem flauen Gefühl ihm Magen. „Du hättest sie niemals verlassen, er wusste es.“ Anja machte mir das erste mal in meinem Leben Angst. In mir keimte Panik auf, ich nahm sie an den Schultern doch Anja schlug mich weg „Du wirst diesmal nicht den gleichen Fehler machen. Wanheda wird niemals unser Oberhaupt werden. Sie hätte niemals entstehen dürfen, Jake und Bellamy werden dir helfen die einzige Heda zu werden. So ist es dir vorherbestimmt du wirst herrschen und jetzt hast du auch keine Wahl mehr.“ „Was für ein Schwachsinn redest du da? Jake war der Hexenmeister der mir damals dabei half Clarke zu retten und Blake kannst du nicht leiden, willst du dich wirklich auf ihre Seite schlagen? Du kannst nicht einfach die Nightbloods verlassen und der Icenation vertrauen.“ „Ich kann und du wirst es auch, es ist der einzig richtige Weg.“  „Anja wessen Blut ist das?“ fragte ich mit zittriger Stimme. „Du weist von wem es ist!“ sagte sie und lächelte mir zufrieden ins Gesicht. Ich rannte los und drängte mich an ihr vorbei. Ich spürte einen kurzen stich in meinem Nacken bevor um mich herum alle schwarz wurde.
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