In einem anderen Leben...

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Clarke Griffin Lexa
10.06.2019
01.12.2019
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Ich wurde durch sanftes Streicheln über meinen Rücken geweckt und wand mich einige male, ehe ich die Augen öffnete. Sie saß hinter mir und lächelte mich an. „Wenn du zur Arbeit möchtest, sollten wir langsam aufstehen.“ sprach Lexa sanft zu mir. Ich dachte kurz darüber nach „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das wir den ganzen Tag hier ungestört verbringen?“ „ Ich denke nicht sehr gut, irgendwas ist immer.“  sagte sie mit einem Augenrollen. In dem Moment wo ich noch etwas sagen wollte klopfte es an der Tür. Lexa und ich sahen uns erschrocken an, Lexa stand auf und deutete mir ins Badezimmer zu gehen. Ich nickte und verschwand, es klopfte ein weiteres mal an der Tür „Einen Moment!“ sagte Lexa Richtung Tür, sie lies noch schnell mein Kleid verschwinden, das verräterisch auf dem Boden lag. Ich konnte aus dem Badezimmer Anjas Stimme hören, als Lexa die Tür öffnete. „Lexa wir müssen uns unterhalten! Ich weiß nicht was Clarke dir erzählt hat wegen letzter Nacht, aber lass mich das erklären.“ Lexa sah sie fragend an „Ich weiß nicht wovon du redest Anja. Clarke hat gar nichts gesagt, aber du machst mich neugierig!“  mehr konnte ich nicht hören, da sie jetzt deutlich leiser sprachen. Nach einigen Minuten stand Lexa in der Tür zum Badezimmer und sah mich fragend an? „Hast du mir von gestern Abend noch irgendwas zu erzählen?“ „Das kommt darauf an was Anja dir bereits erzählt hat.“ sagte ich Schulter zuckernd. „Sie hat nichts mehr gesagt nachdem ich nicht wusste wovon sie sprach.“ „Dann lassen wir es doch dabei, es war nicht so wichtig Lexa, das verspreche ich dir.“ sagte ich und legte meine Hand auf ihre Wange. „Meinst du der Weg in mein Zimmer ist jetzt frei? Ich denke ansonsten hätten wir da was zu erklären.“  Lexa lächelte auf meine Frage „Ich werde nachsehen. Wann willst du los zur Uni ?“ fragte sie als sie den Flur für begehbar erklärte. „In einer Stunde unten?“ Sie nickte und ich gab ihr noch schnell einen Kuss auf die Wange ehe ich in mein Zimmer verschwand.



Lexas Sicht

Ich stand noch kurz im Flur und sah ihr nach wie sie ihr Kleid in der Hand mein Shirt tragend ihr Zimmer betrat und hinter der Tür verschwand. Ich schloss meine Tür und legte meine Hand auf die Stelle wo sie mich gerade geküsst hatte. ‚Ich war schwach!‘ dachte ich als ich das Bett machte und alle Beweise verschwinden lies, das Clarke hier geschlafen hatte.‘  In diesem Haus etwas geheim zu halten war gar nicht so einfach, da musste  man nicht noch Spuren hinterlassen.‘ Sie sagte in einer Stunde treffen wir uns wieder, das gab mir noch genug Zeit eine kleine Runde laufen zu gehen. Ich zog mir schnell Sportkleidung an und meine Laufschuhe und prompt war ich auf dem Weg nach unten. In der Küche nahm ich mir eine Wasserflasche und lief  zum Ausgang. Als ich zwanzig Minuten später wieder das Haus betrat, standen bereits Anja, Raven und Clarke in der Küche. Clarke hatte mich bemerkt und schenkte mir ein Lächeln als ich die Treppe hinauf lief um zu duschen. Mit geflochtenen Haaren und einem Handtuch bekleidet kam ich aus dem Badezimmer. Ich entschied mich für eine Jeans und ein Top das dem von letzter Nacht ähnelte. Ich sah auf die Uhr und hatte noch 10 Minuten. Ich griff nach meiner Tasche und ging zu den anderen runter. Clarke war bereits im Eingangsbereich und sah mich von oben bis unten an als ich die Treppe runter kam. Ihre Blicke entlockten mir ein Lächeln, „Bist du bereit?“ fragte ich sie leise und sie nickte. „Hey wartet auf mich. Nehmt ihr mich mit?“ fragte Raven die bereits ihre Sachen dabei hatte.  Am liebsten wäre ich alleine mit Clarke gefahren, aber der Wagen startete zu dritt.  In der Uni angekommen verlief der Tag sehr ruhig. Clarke gab ihre Kurse, Mittags trafen wir uns zum Essen und ich beobachtete den Flur . Als wir nachmittags zurück fuhren, stand auch im Anwesen nichts weiter an. Wir schauten zusammen einen Film und Clarke  arbeitete nebenbei an den Vorbereitungen für ihr Seminar. Ich saß neben ihr auf dem Sofa, unsere Knie berührten sich.
Aber mehr Zuneigung teilten wir vor den Anderen nicht.  Nach dem ersten Film verabschiedeten sich Anja und Raven. Clarke war so in ihre Arbeit vertieft das sie gar nicht mit bekam das ich einen neuen angemacht hatte. Erst als sie ihre Sachen weglegte fiel es ihr auf. Sie runzelte die Stirn und lehnte sich entspannt an die Couch. Als ich einige Minuten später zu ihr sah, waren ihre Augen geschlossen. Mein Blick lag den Rest des Filmes  bei ihr , ich bekam nur den Abspann mit.  Ich schaltete den Fernseher ab  und versuchte sie zu wecken. Ich strich ihr übers Gesicht und den Oberschenkel aber sie reagierte nicht. Ich hob sie  in meine Arme und trug sie hoch zu ihrem Zimmer. Ich öffnete die Tür und ging auf ihr Bett zu. Sie bewegte sich nicht als ich sie ablegte, eine Haarsträhne war ihr ins Gesicht gefallen. Ich strich sie aus dem Gesicht und drehte mich zur Tür um. „Wo willst du hin?“ fragte sie mich. Ich zuckte zusammen, „Ich wollte in mein Zimmer gehen.“ sagte ich verwundert darüber das sie wach war. Sie rutschte auf die hintere Seite des Bettes und machte mir so den Weg frei. 'Liebe ist schwäche' hallte es durch meinen Kopf, doch mein Herz hatte längst das Ruder übernommen. Ehe ich dagegen ankämpfen konnte hatte ich das Licht ausgeschaltet und lag neben ihr im Bett. Clarke nahm ihre Decke und legte sie über uns beide, sie rutschte so nah an mich heran das ich ihren ganzen Körper an meinem Rücken spürte. Sie legte einen Arm um mich und fand meine Hand, unsere Finger verschränkten sich miteinander. Ihr Herzschlag an meinem Rücken führte mich in einen tiefen schlaf.

Die nächsten Tage verliefen ruhig, es spielte sich eine gewissen Routine ein. Ich begleitete Clarke zur Arbeit und den Rest der Zeit verbrachten wir überwiegend im Anwesen. Einmal hatte ich sie in ihre Wohnung begleitet, um nach dem rechten zu sehen. Meine Angst das sie nicht zurück zum Anwesen kommt war unbegründet. Ich versuchte das Einheitsfest und die damit bevorstehende Entscheidung zu verdrängen. Clarke sprach es ebenfalls nicht an, vielleicht würde sie sich für den richtigen Weg entscheiden und sich daraus hallten.
„Hast du dein Kleid schon rausgesucht?“ fragte mich Raven, als sie die Küche betrat. „Nein, es hängt im Schrank. ist ja nicht so als wäre es unser erstes Fest.“ sagte ich bedrückt über das Thema. „ Aber vielleicht unser letztes...“ sagte sie grinsend bis sie meinen ernsten Blick sah. „Ihr habt noch nicht weiter darüber geredet oder? Kennst du Clarkes Entscheidung?“ „Nein Raven, ich hoffe das sie sich dagegen entscheidet, aber gefragt habe ich sie nicht.“ sagte ich gereizt und stand vom Stuhl auf. „Wäre aber angebracht...“ sagte Anja plötzlich hinter mir „Schließlich braucht sie auch passende Kleidung und sollte in die Bräuche eingeführt werden.“ „ Wann soll denn ihr Ernennungsritual stattfinden?“ warf Raven in den Raum.  Ich drehte mich weg und wollte die Küche verlassen. „Wenn es nach mir geht garnicht.“ schnauzte ich die beiden an. „Was ist denn Los“ fragte Clarke die gerade die Treppe herunter kam. „Nichts lass uns was unternehmen.“ sagte ich schnell und wollte sie von den beiden wegführen. „ Das hast du nicht zu entscheiden Lexa, sondern sie!“ schrie mich Anja an. Ich schloss kurz die Augen und sah Clarke an. Mein Blick flehte sie an, doch ich sah das ich keine Chance hatte. Ich lies leicht den Kopf hängen und stellte mich mit dem Rücken an die Wand. „Es geht um das Einheitsfest oder?“ frage Clarke die beiden. Raven sah mich kurz fragend an, doch ich blickte starr und kalt zurück, sie wandte sich Clarke zu und antwortete. „Du hast Recht, Clarke. Es ging um deine Entscheidung bezüglich Wanheda...“ Ich versuche meine Fassung zu bewahren. Ich hatte Angst vor ihrer Entscheidung und Betete das sie es nicht tat. Sie sah mich an, ich schüttelte den Kopf als ich ihre Augen sah, ich konnte sehen was sie vor hatte. „Clarke bitte....“ begann ich doch sie hob ihre Hand und brachte mich zum schweigen. Meine Augen begannen zu brennen, ich versuchte die Tränen zu unterdrücken doch ich merkte wie sie über mich herein brachen. Ich verlies so schnell ich konnte die Situation und lief in den Garten.

Clarkes Sicht

Ich sah ihr nach, ich hatte ihre Tränen gesehen. Ich fühlte einen schmerz in meiner Brust den ich noch nie gespürt hatte. „Ich tue es!“ sagte ich  im wissen das es keinen Weg zurück gab. „ Ihr müsst mir nur sagen was ich machen muss.“ sagte Clarke an die beiden gewannt. „ Es ist ein Blutschwur gewesen, der uns an deine Kräfte band, eigentlich geht es nicht darum dir deine Kräfte wieder zu geben... sondern das du sie uns nimmst.“ sagte Anja. Ich verstand nicht was sie meinte was sie in meinem Blick sah. „Es passiert bei Mondschein, wir versammeln uns alle draußen im Garten und du setzt einen Schnitt in unsere Handflächen und mischt sie erneut mit deinem Blut. So gibst du uns frei mit den Worten: Dein Kampf ist vorüber! Wenn das getan ist dann könnten wir gehen, aber du kannst uns auch bitten in deinem Gefolge zu bleiben als Berater, Freundin oder was auch immer du möchtest. Du bist dann Wanheda und jede Zirkelschwester wird dir folgen...“ Ich lies ihre Worte sacken und nickte. „Wenn ich das tue, dann gehe ich zum Einheitsfest und erfülle meine Pflicht.“ sie nickten mir zu. „Werde ich mich nach dem Ritual, an alles von früher erinnern können?“ fragte ich aus Interesse. „Die Erinnerungen sind alle in deinem Kopf Clarke, aber diese wurden nicht von dem Schwur zurück gehalten sondern von dem Hexenmeister. Dieser der Lexa damals bei dem ganzen geholfen hatte, verstehst du?“ Ich verstand was Anja meinte, auch wenn ich den Verdacht hatte das es nicht unbedingt der Hexenmeister war, der meine Erinnerungen blockierte. „Ok, lasst uns das heute Abend machen. In zweit Tagen ist das Einheitsfest, dann habe ich noch morgen Zeit um mich daran zu gewöhnen.“ sagte ich lächelnd um meine Unsicherheit zu überspielen. „Sagt ihr Indra Bescheid?“ fragte ich die beiden, sie nickten zustimmend. „Wir werden dir deine Kleider für heute Abend und für das Einheitsfest zum Zimmer bringen.“ sagte Raven. „Danke, ich werde dann mal Lexa informieren..“ und verlies die Küche Richtung Eingangstür, aus der Lexa verschwunden war.
Als ich durch die Tür trat konnte ich die Hand vor Augen nicht sehen. Es regnete Unerbittlich vom Himmel, ich konnte spüren das es Lexa war. Ich ging durch den Regen, weiter in Richtung des Gartens, doch der regen wurde immer dichter. Ich konnte ihre Nähe spüren doch sie war nirgends zu sehen. Eine Erinnerung an Leyla kam mir in den Sinn, Sie zeigte mir wie ich das Wetter kontrollieren konnte, ich breitete die Arme aus und konzentrierte mich darauf, den Regen zu beenden. Es dauerte einen Moment, bis sich etwas tat, aber es wurde weniger bis es nur noch nieselte. Ich lies meinen Blick schweifen, bis ich sie auf der Terrasse sah. Sie stand in die Ferne blickend da und war komplett durchnässt. Ich ging langsam auf sie zu und dachte darüber nach wie ich es ihr sagen sollte, doch sie riss mich aus meinen Gedanken. „Lass mich alleine, Clarke! Ich will es nicht hören!“ sagte sie ohne mich anzusehen. „Lexa bitte... lass uns das klären.“ „Du hast dich entschieden, was gibt es da noch zu besprechen?“ sie warf mir einen eisigen Blick zu. „Bitte mach das nicht...“ ich ging auf sie zu und wollte ihre Hand greifen, doch sie zog sie weg. „ Du hast alles dafür getan, du hast alles getan um mich zu retten. Lass mich euch jetzt helfen.“ versuchte ich zu ihr durchzudringen.
„Das stimmt nicht, ich habe damals einen Fehler korrigiert. Ich kam meiner Aufgabe nicht nach und deshalb bist du gestorben. Ich habe nur alles getan um dich zu retten, wie es meine Aufgabe war. Ich verstehe es, dass du zur Wanheda wirst, wenigstens ist meine Aufgabe danach erledigt.“ sie sah mich durchweg an, doch in ihren Augen und ihrer Stimme gab es nicht eine Regung. Es schien ihr egal zu sein, ich war geschockt über ihre Worte und fragte mich wo ihre wärme geblieben war. Ich wusste das sie noch in ihr war, doch sie zeigte sie mir nicht mehr. Mein Herz zog sich zusammen, doch ich hatte keine Wahl. Ich biss mir auf die Lippen doch ich musste es tun „Wie du willst... Anja und Raven informieren bereits Indra. Wir bringen es heute Abend noch hinter uns.“ sagte ich ernst und sah sie an. Als sie meine Worte gehört hatte, drehte sie sich um und ich konnte sehen das ihre Maske fiel, ihre Augen weiteten sich und sie trat einige Schritte auf mich zu „Ist das dein ernst?“ Ich konnte sehen wie sie nach den richtigen Worten suchte. „Bitte Clarke, das kann doch noch warten. Überlege es dir nochmal genau, du weißt nicht was es dich alles gekostet hat beim letzten mal.“ Sie flehte mich an doch ich wusste ich konnte nicht zurück und sie wusste es auch. Ich schüttelte mit dem Kopf „Es tut mir Leid, wir machen es heute Abend.“ Sie sah zu Boden, griff unter ihre Jacke und holte eine Messer hervor, ich erkannte es sofort. Sie hatte es mir in der Vergangenheit gegeben. „Hier das wirst du brauchen, viel Spaß dabei heute Abend. Wir sehen uns dann, wenn es vorbei ist.“ „Wie wenn es vorbei ist? Bist du nicht dabei heute Abend?“ fragte ich sie irritiert  „Siehst du, es gibt einiges was du nicht weißt und die anderen auch nicht. Unsere Seelen sind  verbunden Clarke, nur so konnte ich dich retten. Ich musste dein Leben an meines binden, das zu lösen ist etwas komplizierter als dieser Blutschwur, um den es heute Abend geht.“ klärte sie mich auf, drehte sich um und wollte mich einfach stehen lassen. „Wie meinst du das?“ fragte ich sie doch sie reagierte nicht. „Lass mich hier nicht einfach so stehen! Lexa ! Erkläre es mir.“ schrie ich sie fast an und stellte mich ihr in den Weg. Sie blieb stehen und sah mich sauer an „Kläre heute das mit den anderen. Werde Wanheda, den Rest klären wir morgen.“ Sie versuchte sich an mir vorbei zu drängen, doch in mir herrschte das Chaos.
Ich griff nach ihrer Hand drehte sie zu mir um legte meine Hand in ihren Nacken und zog sie zu mir. Unsere Lippen berührten sich und ich konnte spüren wie Lexa sich entspannte. Es war ein heftiger und leidenschaftlicher Kuss, meine Zunge strich über ihr Lippen und sie lies mich herein. Ich drehte meinen Kopf auf die rechte Seite, um sie noch intensiverer schmecken zu können. Sie versuchte sich zurück zu ziehen, doch ich lies sie nicht los.
Sie nahm mich in die Arme in dem Moment wickelte ich meine Beine um ihre Hüften. Unsere Blicke trafen sich voller Sehnsucht, sie öffnete ihre Lippen, als sie sich mit mir Bewegte. Sie ging mit mir im Arm zum Geländer am Ende der Terrasse setzte mich ab und begann meinen Hals zu küssen. Ich stöhnte über die Wärme, die sie durch ihre Berührungen auf meinem Körper verteilte. Meine Hände glitten über ihren Rücken und fanden einen Weg unter ihre nasse Kleidung. Ihre Hände streiften ebenfalls über meinen Oberkörper, sie schob mein Oberteil nach oben und  begann meine Brüste zu streifen. Ich begann zu stöhnen und griff in ihre Haare. Plötzlich versuchte sie ich von mir zu lösen, ich lies ihre Haare los und sie trat einige Schritte zurück. Ich konnte sehen wie sie sich innerlich von mir zurück zog. „ Tu das nicht Lexa. Alles ist gut.“ flüsterte ich und versuchte sie bei mir zu behalten. Sie sah mich mit einem mir fremden Blick an, einerseits flehend und andererseits mit einer Traurigkeit die ich noch nie gesehen hatte. Sie nickte und hob mich vom Geländer runter, an meiner Hand zog sie mich zum hinteren Teil des Hauses.
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