In einem anderen Leben...

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Clarke Griffin Lexa
10.06.2019
01.12.2019
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„Bald bin Ich Zuhause“ hallte der Gedanke durch meinen Kopf. Ich sitze in einer alten Kutsche. Es schneit und ich friere. Hätte mich der Brief nicht erreicht wäre ich in diesem Winter nicht zurückgekehrt. Jedoch war die Nachricht so merkwürdig gewesen das es mir keine Ruhe ließ. „ Du musst kommen etwas ist geschehen“ mehr nicht. Ich bin mir sicher das es die Handschrift meiner Schwester war. Obwohl der Brief gar nicht nach ihr Klang. Ich werde in der alten Kutsche von Seite zur Seite gewirbelt, der Weg zu unserem Haus ist vereist. Das macht das fahren nicht angenehmer. Doch ich kannte den Weg genau, gleich müsste man das Haus meiner Eltern sehen. Ich musste nicht mehr lange warten da war es, eine große weiße Villa. Der angrenzende Garten sah früher wunderschön aus, überall Blumen und Bäume die die Villa mit Bunten Farben umspielte. Was mache ich hier nur?,dachte ich als die Kutsche vor der Tür hielt ich ging die Treppe zur Haupttür empor und fragte mich warum niemand zusehen war. Als ich damals hier fort ging gab es immer reges Treiben auf dem Anwesen. Kinder spielten im Garten und die Frauen und Männer waren immer unterwegs um alles in Ordnung zu bringen. Als ich aus der Kutsche ausstieg und mich umsah, überkam mich ein ungutes Gefühl mein Magen verkrampfte sich. Ich sah mich um und lief in Richtung der großen Eingangstür, ich sah zu den Fenstern hinauf doch die Fensterläden waren geschlossen. Meine Gedanken kreisten um den Brief, es wirkte alles verlassen. Was soll ich hier? Wo sind sie alle? Ich ging zur  Tür und versuchte den Türklopfer zu benutzen aber er war vereist, der wurde seit Tagen nicht mehr benutzt. Ich klopfte und wartete auf eine Reaktion doch es war nichts zu hören. Ich griff nach dem Türknauf und versuchte die Tür zu öffnen sie war so festgefroren das ich mehrer Minuten daran rütteln musste bis sie sich bewegte. Als die Tür einen Spalt geöffnet war, lehnte ich mein Gewicht dagegen um sie weiter zu öffnen. Als die Tür weit genug offen war schlüpfte ich durch den Spalt und stand in meinem Elternhaus.  Es war dunkel, fast schwarz vor Augen waren die Räume nur zu erahnen. Ich ging ins Wohnzimmer und öffnete das Fenster um Licht herein zu lassen. Meine Augen mussten sich kurz daran gewöhnen, doch das was ich sah beunruhigte mich mehr als gedacht. Die Möbel waren abgedeckt die Feuer im Kamin sind erloschen, sie scheinen einfach ausgegangen zu sein. Es lag eine Staubschicht auf dem Kamin der mir zeigte das hier in letzter Zeit nichts bewegt wurde. Ich gehe weiter ins Esszimmer das am Wohnzimmer abgrenzt, öffne auch hier ein Fenster um zu sehen das der Tisch eingedeckt ist, als ob gleich alle beieinander sitzen und essen würden. Das einzige was nicht stimmte war das Spinnennetz das sich über das Geschirr zog. Wie lange war hier schon keiner mehr ? Wo sind sie alle? Dachte ich, es sah nicht so aus als wäre in letzter Zeit jemand hier gewesen. Diese Stille war kaum zu ertragen, keine Schritte, keine Musik, kein Gelächter, einfach eine schneidende beängstigende Stille. „Hallo“ rief ich in die Kälte des Hauses doch es kam keine Antwort. Nicht das ich eine erwartet hätte, so wie es hier aussieht. Ich geh zur Treppe und steige die Stufen langsam hinauf, hier gab es zwar ein Fenster, jedoch war es zugenagelt worden, ich konnte es nicht öffnen.  Ich ging weiter nach oben und lauschte, doch auch hier war es toten still. Ich ging nach links zu mein ehemaliges Zimmer. Ich öffnete die Tür und mir stieß ein stickiger Geruch in die Nase. Schnell ging ich vertrauten Schrittes Richtung Fenster um es zu öffnen um Licht und Luft herein zu lassen. Ich atmete kurz die frische Luft ein und betrachtete den Ausblick. Es war malerisch mit all dem Schnee auf den Bäumen und auf den Bergen die am Horizont zu sehen waren. Ich saugte das Bild in mich auf, ehe ich mich wieder in den Raum drehte. Hier wurde nichts abgedeckt, alles lag noch genauso wie ich es damals verlassen hatte meine Bücher lagen auf dem Tisch. Mein Bett war gemacht . Meine Fingerspitzen fuhren über die Möbel die alle mit kleinen Schnitzereien verziert waren. Ich Male die Schnörkel nach und sehe mir alles genau an. Meine Schmuckschachtel lag neben meiner Bürste. Merkwürdig ich hatte das doch damals mitgenommen, da bin ich mir sehr sicher. Ich verlasse kopfschüttelnd den Raum und gehe weiter zum Zimmer meiner Schwester. Als ich die Tür öffnete war alles schwarz es war gar nichts zusehen. Es riecht anders in diesem Raum als im Rest des Hauses. Irgendwie nach Rauch. Ich gehe vorsichtig Richtung Fenster die Arme nach vorn ausgestreckt um nicht gegen etwas zu laufen. Nach ein paar Minuten komme ich am Fenster an,  es ist ein Brett vor dem Fenster genagelt, doch mit etwas Geduld und viel ziehen und zerren gibt es nach und ich kann das Fenster öffnen. Als sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten sah ich auf meine Hände, sie waren schwarz. Ich drehte mich langsam um, doch als ich das Zimmer sah wusste ich was der Geruch und meine schwarzen Hände zu bedeuten hatten. Mir stockte der Atem, mein Mund blieb offen stehen als meine Augen durch das Zimmer schweiften und ich versuchte zu erfassen was  ich hier gerade sehe. Der Kleiderschrank war zerfallen und die Türen verschwunden, das Himmelbett war nicht mehr zu erkennen lediglich der obere Rahmen lag auf dem Boden auf einem Haufen Asche. Es hatte gebrannt das Zimmer meiner Schwester ist komplett ausgebrannt ich ging zum Kamin, doch dieser war noch intakt genauso wie der Boden davor. Dieser war nicht der Auslöser des Feuers gewesen. Mein Magen zog sich immer mehr zusammen und mein Herz fing  an zu rasen. Was zum Teufel ist hier passiert, wo ist meine Familie?  Ein kleiner Anflug von Panik machte sich in mir breit. Ich rannte aus dem Zimmer und ging durch jedes einzelne Zimmer meiner Familie öffnete die Fenster und sah nach ob jemand hier war. Nur eins war noch übrig das Schlafzimmer meiner Eltern, ich öffnete es langsam doch was ich hier sah hätte ich im leben nicht erwartet. Alle Zimmer waren leer, die Möbel abgedeckt.  Bei dem Anblick wurde mir schlecht die Fenster standen offen das man sofort sah das etwas grausames hier geschehen ist. Ich starrte auf das Bett danach an die Wände und auf dem Boden, alles war voll mit Blut es gab Spritzer an der Wand und an der Decke, auf dem Bett und am Boden  waren es große Blutlache. Das war soviel Blut, ich wusste gar nicht das Menschen so viel Blut haben.  Ich taumelte rückwärts aus dem Zimmer, mir war so schwindlig. Ich wollte einfach nur hier raus. Als ich in Gedanken versunken durch den Flur rannte und an der Treppe ankam viel mir eine gestallt auf die gerade die Treppe unten verlassen hatte. Ich schrie ihr nach „ Hey, warte!! Ich habe dich gesehen ich weis das du da bist!“ ich rannte die Treppe runter, rutschte einige Stufen ab und konnte mich gerade noch am Geländer festhalten. „ Bitte, Warte!!  Kannst du mir sagen was hier passiert ist?“ ich kam unten an doch von der Gestallt war nichts mehr zu sehen. Hatte ich sie mir nur eingebildet?  Da polterte es in der Küche, mein Herz schlug mir bis zum Hals ich ging in Richtung der Küche und öffnete sachte die Tür. Da Stand die Gestallt, eine Frau in einem weißen langen Kleid. Als sich unsere Augen trafen konnte ich Smaragdgrüne Augen sehen. Ich musterte sie und brachte kein Wort heraus. Ein länglich schmales Gesicht mit grünen Augen und leicht geöffneten vollen Lippen starrte mich an. Sie hatte lange braune Haare die sie zum Teil geflochten hatte der Rest lag offen auf ihren Schultern.  Ich war unfähig etwas zu sagen ich starrte sie einfach an bis sie sich etwas bewegte. Doch sie sagte nicht ein Wort sondern erwiderte meinen Blick. „Du hast mich ziemlich erschreckt.“ brachte ich endlich die Worte über meine Lippen ohne den Blick von ihr abzuwenden. Ich sah das sie mich ganz genau beobachtete, also blieb ich genau da stehen wo ich war. „ Kannst du mir sagen wer du bist?“ doch ich bekam keine Antwort. „ Verstehst du mich?“ in Erwartung auch jetzt keine Reaktion zu erhalten nickte sie. Das brachte mich zum lächeln. „ Ok, also meine Familie wohnt hier. Meine Schwester hat mir geschrieben das ich nach Hause kommen soll, doch niemand ist hier außer du. Also ich bin Clarke. Nennst du mir deinen Namen?“ ich sah sie hoffnungsvoll an. Sie atmete tief durch sah mir dann wieder in die Augen und sagte „Lexa“.

In dem Moment öffne ich meine Augen, und starre an die Decke.
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