Spiel der schwarzen Magie

von clara97
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald Newt Scamander Porpentina "Tina" Goldstein Queenie Goldstein Theseus Scamander
10.06.2019
13.11.2019
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Hallo,

hier ist nun der Anfang  von meiner Fortsetzung zu "Schwere Zeiten". Ich denke, man kann die Geschichte auch lesen, wenn man "Schwere Zeiten" nicht kennt, jedoch gibt es einige Hintergrundinformationen im ersten Teil die hilfreich sein werden!
Ich würde mich sehr über anregende Reviews freuen und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
Eure
clara97

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Tina folgte dem leicht geschwungenen und gepflasterten Weg zwischen den Gräbern, eines recht großen Friedhofs. Sie schritt langsam am Rande der Grasnarbe entlang und ließ ihren Blick über die Namen der verstorbenen gleiten.

Das Zwitschern der Vögel beruhigte sie und das leichte Rascheln der wunderschön grünen Blätter untermalten eine leichte Brise, welche durch ihr Haar strich. Selten fanden ihre Füße den Weg auf einen Muggelfriedhof. Jetzt lächelte sie einem jüngerem Muggelpärchen zu, welches sie passierte, ehe sie an einer Gabelung abbog. Der schmale Pfad, den sie betrat war von einer Allee aus Magnolienbäumen, die in voller Blüte standen, gesäumt. Zu beiden Seiten waren Gräber, gepflegt teils verwittert.

Fünf Tage waren seid der Beerdigung von Hannah Scamander vergangen und fast vier Wochen, seid Grindelwald den Minister getötet und sie fast alle vernichtet hätte. Es war ein trauriger Abschied gewesen, wenn auch er zumindest nur ihr Mut machte. Ein Verwandter der Scamanders hatte eine schöne Rede gehalten und viele wunderbare Winkel von Hannahs Charakter offenbart. Ein paar erinnerten sie nur zu gut an ihre Söhne. An Newt. Sie hätte sie liebend gerne besser kennengelernt.

Sie kam dem Grab von Hannah näher, welches im Schatten einer großen Eiche lag. Einen Moment blieb sie stehen und beobachtete zwei Männer. Offenbar verabschiedeten sie sich, den nach einer langen Umarmung, ging der ihr Unbekannte davon. Newt Scamander, der zweite Mann, stand nun allein vor dem Grab, welches immer noch von Blumen geschmückt war. Er trug seinen dunkelgrauen Mantel und über seinen abgestellten Koffer schlang sich sein gelbgrauer Schal.

„Newt?!“, begrüßte sie ihn sanft, während sie sich ihm näherte.

Er wandte sich ihr zu und lächelte. Keiner von beiden musste groß zögern, um den anderen in den Arm zu schließen. Es mochte doch ein unschöner Anlass sein, um sich anzunähern, aber eben dieser Anlass half ihnen. So konnten sie sich gegenseitig unterstützen und helfen. Newt legte einen Arm um ihre Schultern, sodass sie ihren Kopf an seiner Schulter anlehnen konnte.

„Wer war der Mann?“, fragte sie.
Newt zögerte. Sein Blick fiel weiter auf das Grab seiner Mutter.
„Mein Vater!“, antwortete er kurz.

Sie wollte etwas antworten, merkte aber, dass Newt einen tiefen Schluchzer unterdrückte. Mit seiner freien Hand wischte er sich Tränen aus seinen Augen. Der Schmerz, den er und sein Bruder Theseus tragen mussten, schwappte auf sie über. Sie spürte die Trauer in Newt und wie sehr auch versuchte diese vor ihr zu verbergen, oder vor anderen, er würde es nie schaffen. Denn schlussendlich würde es in ihm hervorbrechen, wenn sie ihm Zeit gab.

Die Umstände machten es zu schwer zu begreifen zu komplex zum Verarbeiten. Es war alles einfach nur zum Heulen. Sie schluckte schwer und biss sich auf die Lippen.

„Ich werde länger bleiben. Noch ein paar Wochen.“, sagte sie dann.

„Danke!“, flüsterte Newt, bevor dieser sie ganz in den Arm Schloss und ihren Kopf mit einer Hand an sich drückte.
Sie spürte seinen zittrigen Atem in ihren Haaren und die erste Träne, die sich auf ihrem Kopf absetzte. Einer ihrer Arme war unter Newts Mantel gerutscht, aber jetzt wollte sie ihn nur umarmen und ihm die Einsamkeit, die Trauer nehmen.

„Es wird alles zerbrechen, wenn wir ihn nicht aufhalten!“, meinte Newt verweint. „Ich möchte dich nicht verlieren. Er – hat mir schon meine Mum genommen.“

Tina löste sich leicht und auch ihr schimmerten Tränen in den Augen, ein verzweifeltes und liebevolles Lächeln auf ihren schmalen Lippen.

„Du wirst mich nicht verlieren, denn ich weiß, dass jeder der es versuchen will erst an dir vorbeimuss.“

Newt entkam ein lächeln und wie sie sich weiter gegenseitig in ihre Augen sahen, kamen sie sich langsam näher. Newts Bauch kribbelte. Es schien die Trauer zu verscheuchen und erfüllte ihn mit einer angenehmen Wärme. Niemals zu vor hatte er so eine Zuneigung für Tina gespürt. Ihre Warme Hand lag immer noch auf seinem Rücken, unter dem Mantel. Die Hand war warm und sandte diese über seinen Rücken aus. Ihre Stirn berührte die seine. Sein Herz hämmerte vor einer angenehmen Nervosität.

Irgendwie hatte sich seine Hand hoch zu ihrer Schulter gearbeitet, bevor sie sich zaghaft und langsam mit den Lippen berührten.
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