Once upon a time

GeschichteDrama, Familie / P18
Elijah Mikaelson Esther Mikaelson Mikael Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
10.06.2019
14.02.2020
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"Herein.“, rief sie und Rebekah betrat das Zimmer.
Innerlich verdrehte sie die Augen.
Aus ihrer einst besten Freundin war ein richtiges Biest geworden.
„Was willst du?“, fragte Johanna bissig.
„Nik schickt mich.“
Jetzt verdrehte sie sichtbar die Augen.
„Bist du jetzt sein Laufbursche? Oder ist er sich zu fein mit seiner Gefangenen in einem Raum zu sein?“
Rebekahs Augen verengten sich zu Schlitzen und sie erwiderte wütend: „Ich bin nicht sein Laufbursche und du bist auch nicht seine Gefangene sondern seine Verlobte!“
„Kommt auf dasselbe raus.“, murmelte Johanna leise und wandte sich wieder Rebekah zu.
„Also gut, was will er?“
„Ich soll dich daran erinnern, dass bald die Trauung beginnt.“
„Wow und dafür braucht er dich? Hat er etwa Angst, dass seine Angestellten es nicht schaffen, mir so eine Nachricht zu überbringen?“
Rebekahs Haltung versteifte sich.
„Jetzt hör mir mal zu.“, zischte sie, „Während du dich fröhlich in der Welt umher bewegt hast, durfte ich in den letzten 800 Jahren seine krankhafte Suche nach dir aushalten. Er hat nicht einen Tag aufgehört nach dir zu suchen. Und wenn du mich fragst, war genau das der Grund, wieso er so grausam geworden ist.“
„Ach dann ist es also meine Schuld, dass dein Bruder nicht fähig ist zu akzeptieren, wenn jemand ihn verlässt?“, zischte Johanna ebenfalls wütend zurück.
„Tja, wenn du nicht dem kleinen, unschuldigen Kind gefolgt wärst, hätte er dich auch nicht gefunden.“, erwiderte Rebekah hinterhältig lächelnd.
„Dein Pech, wenn du deine Menschlichkeit abgestellt hättest, wäre dir so etwas nicht passiert.“, fügte sie noch hinzu.
„Damit ich so werde wie du? Oder wie er? Niemals!“, rief Johanna aufgebracht.
„Sag nicht immer er! ER wird in wenigen Stunden erneut dein Ehemann sein!“
Genüsslich beobachtete sie, wie Johanna bei dem Wort Ehemann zusammenzuckte.
„Was ist nur aus dir geworden?“, fragte Johanna traurig, was Rebekahs Wut nur noch steigerte.
„Was soll das? Du solltest verdammt nochmal dankbar sein, dass Nik dich nicht verstoßen oder umgebracht hat!“
„Dankbar? Du erwartest, dass ich dankbar bin? Dankbar für was? Dankbar, dass ich den Rest meiner Ewigkeit mit dem personifizierten Bösen verbringen darf? Dankbar, dass ich den Rest meiner Ewigkeit von diesem Monstrum gefangen gehalten werde?“
Rebekah ballte die Hände zu Fäusten, doch bevor der Streit eskalieren konnte, erschien Elijah an der Tür.
„Rebekah? Gehst du bitte schon mal nach unten? Ich rede noch kurz mit Johanna.“
Johanna einen letzten wütenden Blick zu werfend, ging Rebekah die Treppen hinunter.
Johanna wandte ihren Kopf, auch wenn sie wusste, dass es Elijah gegenüber unhöflich war, wieder dem Fenster zu.
„Johanna…“, begann dieser zu sprechen, doch sie unterbrach ihn.
„Nein Elijah.“, erwiderte sie wutentbrannt.
Er sagte nichts sondern nahm sie in seine Arme und murmelte beruhigende Worte und Sätze, sodass sie sich wieder entspannte.
Sie bedankte sich, er nickte und verließ den Raum.
Johanna begab sich zum Spiegel und setzt sich erneut auf den Stuhl, versuchend ihre Atmung ruhig zu halten.
Sie hatte noch einen langen Tag vor sich.

„Daja! Schön, dich nach all der langen Zeit wiederzusehen! Wie lange ist es denn schon her? 150 Jahre?“
„Sehr lustig, Klaus. Du weißt genau wie ich, dass wir uns erst vor wenigen Tagen gesehen haben, um alles zu besprechen.“
„Also...“, begann er und bot ihr mit einer Handbewegung an, sich an den Tisch zu setzen. „Was hast du herausgefunden?“
Sie ließ sich auf dem Stuhl nieder, seufzte und sah ihn prüfend an.
„Es gibt einen Spruch, der das, was du dir wünschst, möglich macht. Allerdings ist er nicht nur schwierig, sondern auch durchaus gefährlich.“
„Das heißt?“
„Der Spruch heißt „coniunctum aeternum“, oder auch „für immer verbunden“. Es ist ein Blutzauber. Das heißt, ich brauche dein Blut und ihr Blut.“
„Das lässt sich einrichten. Was brauchst du sonst noch?“
„Ich kann das Blut von euch Beiden mischen und den Zauber sprechen, aber ihr müsst es aus freiem Willen trinken.“
Klaus fluchte.
Freiwillig würde sie es nie trinken.
„Was ist mit…“
„Manipulieren? Vergiss es, entweder sie trinkt es aus freien Stücken oder es funktioniert nicht.“
Wütend schlug er mit der Faust auf den Tisch. Jetzt hatte er schon einen Weg, aber konnte ihn trotzdem nicht nutzen.
Er beschloss sich zu besänftigen und wandte sich wieder Daja zu.
„Angenommen, sie trinkt es aus freien Stücken. Was bewirkt dieser Zauber?“
„Ihr seid verbunden.“
„Heißt das, ich spüre, was sie spürt oder dass ich denke, was sie denkt…“
„Nein. Ich habe dir schon mal gesagt, diese Magie benutze ich nicht. Die einzige Magie, die der genannte Zauber beinhaltet, ist die Kraft, einander wiederzufinden.“
„Also wenn sie flieht, finde ich sie quasi wieder?“
„Ja, egal wo sie ist, du brauchst nur dein Blut und den Spruch einer Hexe. Dann kannst du sofort herausfinden, wo sie sich aufhält.“
„Perfekt.“, flüsterte er und seine Augen funkelten.
„Klaus, ich führe diesen Zauber nur aus, weil ich dir einen Gefallen schuldig bin. Danach bin ich weg. Du verstehst das doch sicherlich?“
„Ja, das tue ich.“
„Nun gut, dann gib mir das Blut.“
Klaus gab ihr eine Phiole, in der sich eine beträchtliche Menge an Blut befand.
Daja zog die Augenbrauen hoch.
„So viel hat sie dir freiwillig gegeben?“
Er zuckte mit den Schultern.
„Ihr Genick war gebrochen, also konnte sie schlecht etwas dagegen sagen. Ist es eigentlich egal, wie viel Blut sie davon trinkt?“
„Es reichen wenige Tropfen. Aber es muss freiwillig sein.“
„Ich habe da bereits eine Idee…“, sagte er mit glänzenden Augen.
„Also, dann gib mir jetzt ihr Blut, einen Kelch und dein eigenes, am besten direkt aus dem Arm.“, erwiderte sie bestimmend.
Klaus gab ihr die gewünschten Gegenstände, zog ein Messer hervor und schnitt sich in den Arm, sodass Blut in den Kelch floss.
Daja murmelte einige Worte und ehe man sich versah, begannen die beiden Substanzen im Kelch sich zu vermischen und zu blubbern.
Es sah schon beinah gespenstisch aus.
Plötzlich riss sie die Augen auf, atmete tief aus und sagte: „Es ist vollendet.“
Misstrauisch sah Klaus sie an.
„Sollte ich herausfinden, dass hinter all dem nur eine Fälschung steckt, werde ich dich jagen und umbringen, das ist dir doch bewusst, nicht wahr?“
Daja nickte und erwiderte zynisch: „Es würde mich wundern, wenn du das nicht tun würdest. Aber ich halte mich an meine Versprechen. Wir sind quitt, Klaus. Leb wohl.“
Sie erhob sich und war gerade auf dem Weg hinauszugehen, als sie ihm entgegenrief: „Du solltest dich beeilen. Wenn sie den Trank innerhalb der nächsten zwei Stunden nicht zu sich nimmt, ist er nutzlos!“
Daja schloss die Tür und ließ einen grübelnden Klaus zurück.
Auch wenn ein Teil von ihm dachte, dass es besser wäre, wenn jemand anderes Johanna den Trank brachte, er würde es selbst tun.
Wer weiß, was sonst passieren konnte.
Er verließ den Raum und stieg die Treppe hinauf zu ihrem Zimmer.
Davor stehend, klopfte er an und trat hinein.
Sie sah wunderschön aus.
Noch schöner als damals.
Er war froh, dass er dieses Kleid für sie hatte besorgen können.
Es stand ihr ausgezeichnet.
Manchmal war es gar nicht so falsch, eine Schwester zu haben, die Kleider aussuchen konnte, auch wenn er Rebekah hatte versprechen müssen, Johanna nie zu erzählen, dass sie das Kleid ausgesucht hatte.
Er verstand zwar nicht was das Problem bei der Sache war, aber jedem das seine.
Noch während er das Zimmer betrat, sah sie ihn an.
Ihre Augen weiteten sich vor Schreck, doch einen Moment später hatten sie sich zu Schlitzen verengt, welche ihn wütend anstarrten.
„Was willst du?“, knurrte sie.
„Ich bringe dir etwas Blut, da es auf der Feier kein Tierblut geben wird. Trink es oder trink es nicht.“
„Nie im Leben trinke ich das! Wer weiß, welches Blut da drin ist! Vermutlich ist es vergiftet!“
„Du glaubst mir nicht? Bitte, dann zeig ich dir eben, dass es nicht vergiftet ist!“, erwiderte er und trank einen großen Schluck daraus, woraufhin er angewidert das Gesicht verzog.
„Wie kannst du dieses ekelige Tierblut nur trinken.“, murmelte er und stellte den Kelch hin.
Misstrauisch blickte sie ihn an, beschloss dann jedoch, ebenfalls einen Schluck davon zu nehmen, da sie unfassbar durstig war.
Es schmeckte gar nicht so ekelig, wie er getan hatte. Nein, der Geschmack war sogar ausgezeichnet.
„Was für ein Tier ist das?“, fragte sie ihn vorsichtig, nachdem sie den Becher geleert hatte.
„Huhn und Ente.“, log er eiligst, sich selbst fragend, wie er auf so eine dämliche Antwort kommen konnte.
„Danke.“, erwiderte sie kalt und wandte sich wieder dem Spiegel zu.
Er blickte sie noch einen Moment an.
„Ist was?“, fragte sie säuerlich.
„Du siehst wunderschön aus.“, antwortete er leise.
Dann drehte er sich auf dem Absatz um und ging hinaus.

Er hatte es geschafft. Sie hatte tatsächlich freiwillig das Blut getrunken.
Endlich würde er sie für immer und ewig bei sich haben können.
Klaus war sich ziemlich sicher, dass die Hexe nicht gelogen hatte.
Und zu ihrem eigenen Schutze, wagte er zu hoffen, dass sie ihm die Wahrheit gesagt hatte.
Er sah auf die Uhr und merkte erfreut, dass die Trauung in weniger als einer Stunde beginnen würde.
Er ging noch einmal im Kopf durch, was alles geplant gewesen war und was er davon erledigt hatte, als er seinen Bruder erblickte.
„Elijah!“, rief er gutgelaunt und sein Bruder sah ihn an.
„Niklaus. Ob du dich freust, muss ich wohl nicht fragen.“
Klaus, überrascht wegen Elijahs kühlem Tonfall, sah ihn fragend an.
„Wieso so kalt, Bruder?“
„Warst du bei Johanna?“, sagte Elijah wütend.
„Ja, wieso?“
„Dann weißt du ja, wieso.“
„Elijah, hör auf in Rätseln zu sprechen und sag was los ist.“, erwiderte Klaus wütend.
„Ich sage dir, was los ist. Die Kleine ist richtig sauer! Ich kann verstehen, dass du sie bei dir haben willst, aber wieso zwingst du sie zu all dem? Ich habe es dir schon mal gesagt, Niklaus. Du solltest ihre Liebe nicht erzwingen! Ich habe versucht sie zu beruhigen, aber das war kaum möglich.“
Klaus fing an vor Wut zu zittern.
„Ich zwinge sie zu gar nichts. Ich habe ihr die Wahl gelassen.“
„Die Wahl gelassen? Niklaus, du hast sie gezwungen, zwischen einer Heirat mit dir oder dem Tod ihrer Familie zu wählen. Du hast doch selbst gesehen, wie sehr die zwei ihr am Herzen liegen. Leben sie überhaupt noch oder hast du sie schon sterben lassen?“
„Natürlich leben sie noch! Ich halte meine Versprechen. Sobald sie ja gesagt hat, kriegen diese zwei Verräter ihr Blut.“
„Und was dann? Lässt du sie bei uns wohnen?“
Klaus lachte höhnisch.
„Damit sie zusammen Fluchtpläne schmieden? Nein, definitiv nicht. Sie kann sie heute Abend noch sehen, aber dann werde ich die Beiden zurück in ihr Dorf bringen lassen.“
„Du hast Johanna im Kerker gesagt, dass sie die Beiden besuchen darf.“
„Darf sie ja auch. Solange sie mich nicht verärgert oder mich in sonstiger Art und Weise demütigt.“
Elijah schüttelte den Kopf.
Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt.
Die einzige Hoffnung, die er haben konnte, war die, dass Johanna sich auf Niklaus einlassen würde. Vielleicht war dies der Weg, wie aus ihm wieder der liebe Junge werden konnte, der er einst gewesen war.
Klaus stapfte wütend an ihm vorbei.
Niemand hatte das Recht, ihn so zu behandeln, geschweige denn, ihm so etwas zu unterstellen.
Er hielt sich immer an sein Wort.
Und wenn er etwas versprach, dann geschah es auch.
Er sah erneut auf die Uhr und bemerkte, dass es nun nur noch 50 Minuten waren.
Schnell eilte er in sein Schlafzimmer und zog sich um, den schönsten Tag seiner Ewigkeit im Blick habend.

Viel zu schnell war die Zeit vergangen, als es an Johannas Tür klopfte und Elijah eintrat.
Sie sah ihn fragend an und er sagte: „Ich soll dich zum Altar führen. Natürlich nur, wenn du möchtest.“
„Ich habe sowieso keine Wahl, also von daher…Hauptsache es ist schnell vorbei, nicht wahr?“
Elijah sagte nichts, hielt ihr einfach nur seinen Arm hin.
Sie hakte sich ein und zusammen gingen sie schweigend die Treppe hinunter.
Die Trauung würde in dem kleineren Saal stattfinden, der größere war für die Feier eingerichtet worden.
Johanna musste zugeben, dass Klaus oder wer auch immer für die Dekoration zuständig war, sich sehr viel Mühe gegeben hatte.
Überall hingen Blumen und sonstiges, welche das Anwesen in einen angenehmen Duft und Anblick hüllte.
Am Ende der Treppe angekommen, gingen sie noch die wenigen Schritte zum Traualtar, wo Elijah sie Niklaus übergab.
Elijah gab ihr einen Kuss auf die Wange und murmelte: „Alles wird wieder gut.“
Er entfernte sich und nahm neben seiner Schwester Platz, welche seine Hand nahm und ihn leicht bedrückt ansah.
Anscheinend war ihre Wut auf Johanna ein wenig zurückgegangen.
Der Pfarrer begann zu sprechen und alle wandten sich der Zeremonie zu.
„Wir haben uns heute hier versammelt, um die Eheschließung zwischen Johanna Jacobson und Niklaus Mikaelson zu bezeugen. Niklaus Mikaelson, wollt ihr die ihr anwesende Johanna Jacobson zu eurer rechtmäßigen Ehefrau nehmen, sie lieben und ehren, bis in alle Ewigkeit?“
„Ja, ich will.“, sagte Klaus und ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
„Johanna Jacobson, möchtet ihr den hier anwesenden Niklaus Mikaelson zu eurem rechtmäßigen Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren, bis in alle Ewigkeit?“
„Ja, ich muss.“, antwortete sie wütend.
„Wie bitte?“, fragte der Pfarrer höflich.
„Sie hat sich versprochen. Sie meinte ja, ich will, nicht wahr, Love?“, sagte Klaus ebenfalls wütend.
„Ich meinte, ja, ich muss.“, entgegnete Johanna noch wütender.
„Du spielst mit dem Leben deiner Freunde. Oder glaubst du ich lüge? Soll ich es dir beweisen?“, erwiderte er eiskalt.
Johanna biss sich auf die Unterlippe.
Sie wusste, dass er ihre Freunde eiskalt umbringen würde.
Sie atmete tief ein und sagte: „Ja, ich will.“
„Wenn noch jemand Einwände hat, so möge er sich nun erheben.“
Johanna blickte in die Menge und schaute verzweifelt zu Elijah und Rebekah, welche jedoch schwiegen.
„Nun streift euch die Ringe hinüber.“
Langsam und vorsichtig strich Klaus ihr den Ring über den Finger, ihn noch einen Moment festhaltend.
Johanna nahm den seinigen und ohne zu zögern, rammte sie ihm den Ring über den Finger, so dass er bei einem normalen Menschen gebrochen wäre.
In ihrem Blick lag Wut und Abscheu, in dem von Klaus Glück und Liebe.
„Dann erkläre ich euch hiermit zu Mann und Frau. Ihr könnt die Braut nun küssen.“
Johanna stellte sich schon auf einen Kuss wie den damaligen ein, doch überraschenderweise gab er ihr einen sanften Kuss auf ihre Lippen.
Er entfernte sich von ihrem Gesicht und sie konnte einen überraschten Blick nicht vermeiden.
Klaus nahm ihre Hand in die seinige und wollte sie gerade in den nächsten Saal führen, als sie ihn am Handgelenk packte und sagte:
„Du hast es versprochen.“
„Ich weiß, Love.“
Er nickte einem der Männer zu und die Tür öffnete sich.
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