Wenn ich fliegen könnte...

von Sasunox
GeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Deidara Itachi Uchiha Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
05.06.2019
11.10.2020
69
227.838
26
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24.09.2020 2.274
 
Und weiter :)
Ich finds grad ein bisschen sad :/
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66. Prioritäten

Obito legte mit gemischten Gefühlen auf. Itachi war tatsächlich seine letzte Hoffnung gewesen. Er hatte bereits mit allen gesprochen, die Nagato kannte.

Fakt war, sein Freund wurde seit vorgestern Abend vermisst. Laut Nagatos Mutter, war er im Teehaus aushelfen gewesen und nicht zurückgekommen. Hashirama würde heute schließlich die Polizei hinzuziehen, wie dieser ihm mittgeteilt hatte.

Obito fuhr sich gestresst durch sein Haar. Er machte sich wirklich Sorgen um Nagato. Sein Freund würde niemals einfach abhauen und allen Kummer bereiten…

Und wenn ihm wirklich etwas zugestoßen ist...aber das kann nicht sein, Mito hat mir erzählt das sie bereits sämtliche Krankenhäuser angerufen hat.

Es blieb fast nur noch die Möglichkeit, das Nagato in eine Straftat hineingeraten war. Er war schließlich spurlos verschwunden… außerdem wusste Obito, dass er  stets den Weg durch das Nagoya Viertel nahm…

Obito konnte sich leider gut vorstellen, dass solche Dinge dort an der Tagesordnung standen und niemand es wirklich mitbeka-

Er unterbrach seine Gedanken abrupt. Ihm war grade eingefallen, wer ihm vielleicht weiterhelfen konnte. Es gab nur eine einzige Person, die mit Sicherheit einen guten Überblick in der Unterwelt von Konohagakure besaß….

Obito zögerte keine Sekunde mehr, griff nach seiner Jacke und dem Autoschlüssel, um sich schnellstens auf den Weg zu machen…



Schließlich stand er etwas unschlüssig vor der Türe, zu der man ihn mittlerweile geleitet hatte.

„S-Sie können jetzt reingehen. Ich habe ihn informiert.“ riss der silberhaarige Türsteher, namens Hidan ihn aus seinen Gedanken.

Obito nickte knapp, bevor er in die Privaträume von Orochimaru eintrat. Damit waren für ihn immerhin, unliebsame Erinnerungen verknüpft…



„Guten Tag. Es ist mir eine Freude, Obito-sama…“

„Lassen sie das.“ zischte Obito verärgert.

Orochimaru hob beschwichtigend die Hände. „Entschuldige, aber…ist dem nicht so?“

„Woher wissen sie das?“

Der Ältere legte den Kopf ein wenig schief. „Nun ja…sieh mal, da Pain nun der offizielle Leiter der Organisation ist und nicht mehr, nur der Stellvertreter von Toneri, …erschließt sich mir der Umstand, dass die Nachfolge an dich ging und du ihn als Aushängeschild benutzt. Andernfalls wäre ich wohl, an seiner Stelle… “ er lächelte überlegen.

Obito verengte die Augen. Stimmt…das hatte ich vergessen…wenn es anders gekommen wäre, hätte Orochimaru nun größeren Einfluss. Er stockte. Das passt ihm sicher wenig…ob er-….

„Hast du irgendwem davon erzählt?!“ jede Höflichkeit ablegend, funkelte er den anderen an.

„Wem sollte ich schon davon erzählen? Und vor allem…weshalb?“

„Antworte mir! hast du irgendwen angeheuert, um mich aus dem Weg zu räumen?! Hast du irgendwas mit Nag-…!“

„Stop!“ Orochimaru hob erneut die Hände, doch diesmal wirkte er dabei deutlich ernster. „An dieser Stelle muss ich dich wirklich unterbrechen, mein Lieber…um nichts in der Welt, lege ich mich freiwillig mit den Otsutsuki an. Außerdem würde mir Suigetsu den Kopf abreißen, wenn ich Sasukes Familie auch nur noch ein Haar krümme…“

Obito beäugte ihn nachdenklich. Er scheint nicht zu lügen, aber... so unbedacht zu handeln, wäre auch nicht seine Art…er muss nicht direkt etwas damit zu tun haben…

Orochimaru musterte den Jüngeren indes. „Ist…irgendetwas vorgefallen?“

Obito zögerte.

„Du bist doch sicher nicht hergekommen, um mir völlig haltlose Dinge vorzuwerfen oder?“ fragte er skeptisch.

„Nein…“ Obito seufzte. „Ein Freu-…mein Freund, wird vermisst…seit vorgestern. Ich hatte gehofft…du wüsstest vielleicht etwas darüber…“

„Na, du bist mir ja einer…erst verdächtigst du mich und dann willst du meine Hilfe…“ Orochimaru schüttelte ein wenig gespielt, theatralisch den Kopf.

„Kann man mir kaum verübeln, sowie ich dich kennengelernt habe…“

„Zugegeben…“ Orochimaru grinste leicht.

„Kannst du mir dazu Informationen beschaffen oder nicht?“ fragte Obito nachdrücklich.

Orochimaru nickte. „Kann ich…aber das dauert eine Weile…vielleicht solltest du in der Zeit das größte Informationsnetzwerk aufsuchen, das du kennst und was dir zufällig auch gehört.“

Obito sah ein wenig verwirrt aus.

„Also ehrlich…dir gehört eine ganze Organisation, die fast überall ihre Finger im Spiel hat. Sollte dein Freund sich bereits nicht mehr in der Stadt befinden, wäre es klüger weitreichend Informationen zu sammeln.“

„Du hast recht…ich sollte wohl nach Otogakure fahren…“ überlegte Obito laut. „Du meldest dich sofort bei mir, wenn du etwas weißt“

„Sicher.“

Orochimaru konnte grade so antworten, da war sein Besucher auch schon durch die Türe.

„Diese ungeduldigen jungen Leute…“ schüttelte er den Kopf, bevor er sein Smartphone zog und darauf herumtippte…



Obito stolperte schon fast aus dem Club, weil er so in Eile war und ging schnurstracks zu seinem Wagen. Ich muss schnellsten mit meinem Großvater und Pain sprechen…

„W-Warten sie mal!“

Obito wollte grade in sein Auto steigen, als jemand aus dem Club auf ihn zugelaufen kam. Es war Hidan…

„Was willst du?“ Obito wirkte unterkühlt, da er losfahren wollte und ohnehin nicht viel von den Leuten hielt, die hier arbeiteten.

Hidan verneigte sich leicht. „Also ich…weiß nicht ob es richtig ist…aber, ich sollte ihnen etwas sagen.“ er schien nicht recht zu wissen, wie er mit Obito umgehen sollte und sah ihn kaum an.

„Rede. Ich bin in Eile.“

„Ja, natürlich…also, wenn ich es richtig verstanden habe, geht es um Nagato oder?“

Er hatte sofort Obitos Aufmerksamkeit. „Was weißt du?“

„Ich habe gesehen, wie er hier in der Nähe von zwei Typen in die Mangel genommen wurde…keine Ahnung, wer die waren…aber, er ist dann mit denen gegangen…“ erzählte Hidan.

„Freiwillig?“ Obito konnte das kaum glauben.

Hidan schnaubte. „Jeder geht freiwillig mit dir, wenn du ihm ne Knarre in den Rücken hältst.“

Obito schluckte leicht. Er hatte es fast befürchtet…Nagato steckte richtig in der Klemme …aber wer-

„Warum sagst du das jetzt mir und nicht Orochimaru? Er wollte mir sowieso mitteilen, wenn er etwas weiß.“

„Jaaa…das habe ich auch gedacht, aber…als ich ihm erzählt habe, was ich gesehen habe, hat er erstmal irgendwen angerufen und…“ Hidan zauderte. „…ich will echt keinen Ärger, ich bin noch nicht lange dabei…und bei Pain, habe ich auch noch nicht wirklich gute Karten…“

Obito verstand und musterte den anderen ein wenig überlegen. Hidan konnte kaum wissen, dass er grade mit dem richtigen sprach, wenn er sich besser in Akatsuki eingliedern wollte…

„Sag mir, was du weißt. Ich bin immerhin ein Otsutsuki und kann ein gutes Wort bei Pain einlegen.“

Hidan nickte. „Orochimaru hat so einen Typ angerufen, den er…äh…Mamosha-…ne…Manroshu-…Momoshiki…ja, das war es. So hat er ihn genannt. Ich hab leider nichts von dem Gespräch an sich mitbekommen, aber dieser andere Kerl hat sich wohl bei Orochimaru bedankt…wofür auch immer.“

Obitos Augen weiteten sich abrupt. Okay…ich muss wirklich unbedingt nach Otogakure…, wenn die beiden- …, wenn sie jetzt zusammen arbeiten…-

„Ich danke dir.“ Obito nickte Hidan zu. Er schien nachdenklich, doch entschied schnell. „Steig ein.“

„Was!?“

„Ich muss nach Otogakure. Du bist mein Augenzeuge.“

„A…aber-“ Hidan wirkte ungewohnt zögerlich.

„Dir passiert mehr, wenn du hierbleibst und Orochimaru erfährt, was du mir erzählt hast.“

Das hatte gesessen.

Hidan stieg sofort in sein Auto und die beiden fuhren los…



Obitos Gedanken fanden keine Ruhe mehr. Nagato ist also tatsächlich verschleppt worden…meinetwegen? Natürlich! Momoshiki hasst mich…und Orochimaru ist sauer, wegen der Nachfolge…Verdammt! Wenn ihm wegen mir, etwas zustößt….

Hidan warf dem Fahrer des Wagens immer mal wieder einen Blick zu, wusste offenbar jedoch nicht was er sagen sollte oder durfte…

„Obito-sama…ist Nagato…äh, Nagato-sama ein sehr wichtiger Freund…für euch?“ Hidan kniff schon innerlich die Augen zusammen, weil er fürchtete etwas Falsches zu sagen. Pain hatte ihn neulich auf dem Bankett so malträtiert, das er diesen Leuten gegenüber vollkommen unsicher war. Und dabei war er eigentlich, das reinste Großmaul…

Obito war etwas überrascht das sein Beifahrer plötzlich sprach, doch er nahm es ihm keineswegs krumm.

„Er ist mein Partner.“

Hidan stockte kurz, sammelte sich jedoch schnell wieder. Ihm…ging es also auch so? ....

„Wart ihr zuvor einfach nur gut befreundet und habt es dann…naja, gemerkt?“

Obito warf dem anderen einen musternden Blick zu. „Nein, so war das nicht…wir haben uns vorher gar nicht gekannt.“ er lächelte willkürlich. „Aber plötzlich kam es zu dieser peinlichen Situation…“ Obito lachte leicht. „…dabei konnten wir uns nicht mal leiden…aber irgendwann, haben wir geredet und versucht, den anderen zu verstehen.“

Hidan hörte ihm schweigend zu.

„Naja, letztlich sind wir immer noch sehr verschieden, aber…ich will nicht mehr ohne ihn sein…“ Obito wirkte traurig, dass blieb auch seinem Beifahrer nicht verborgen.

„Verzeiht mir…ich hätte euch nicht so nah treten dürfen…“

„Ach, mach dir keinen Kopf.“ winkte Obito ab.

Hidan war wirklich überrascht. Er ist gar nicht…wie die anderen bei Akatsuki…oder den Otsutsuki…er ist so…entspannt. Und dass trotz der Situation….



Nach einer Weile, die Obito viel zu lange erschien, kamen sie schließlich beim Anwesen von Toneri Otsutsuki an.

Obito schritt haltlos auf die Eingangspforte zu, ohne jegliche Bedenken.

„Halt!“

Ein Wachposten beäugte ihn kritisch und ebenso Hidan, neben ihm.

„Wer seid ihr?“

„Ich bin Obito Uchiha. Enkel des Toneri Otsutsuki. Lasst mich eintreten.“ kühl und bestimmt, antwortete Obito dem Wächter.

„Mir wurde euer Besuch nicht berichtet. Verzeiht, aber das muss ich abklären.“ Der Wächter hinter dem Tor, verschwand eine Weile ins Innere des Anwesens.

Schließlich kehrte er zurück. Jedoch nicht alleine…

„Obito-sama...“ Pain kam erstaunt auf ihn zu und auch Hidan, nahm er fragend in Augenschein.

„Entschuldigt, den Überfall. Es ist wichtig. Ich muss mit meinem Großvater sprechen.“ erklärte Obito sich.

Pain schüttelte sofort den Kopf. „Nicht doch. Wir sollten stets auf euer erscheinen vorbereitet sein. Verzeiht das durcheinander.“ er öffnete unverzüglich das Tor. „Folgt mir.“

Obito und Hidan folgten Pain in das große Anwesen, durch die vielen Gänge und schließlich bis zur Türe des Empfangsaals.

„Ihr dürft natürlich jederzeit zu Toneri-sama.“ verkündete Pain erhaben und schaute eher missbilligend zu Hidan.

Doch Obito suchte den Blick des Akatsuki Leaders. „Pain. Wir haben keine Zeit für sowas. Es ist wirklich wichtig. Und Hidan, hat wichtige Informationen. Ich brauche eure Hilfe.“

Pain registrierte das Obito nicht der Sinn, nach Rangordnungen oder Regeln stand. Er war völlig aufgewühlt…

„Kommt rein.“

Er kümmerte sich nicht mehr um Statuten und winkte sie hinter sich her, während er die Türe öffnete.

Toneri, der auf seinem üblichen Stuhl saß, weil Pain meinte das es Besucher gab, schaute nun etwas perplex drein.

„Pain…sag mir doch, wenn mein Enkel zu Besuch kommt.“  er wirkte etwas schmollend und erhob sich sofort, um näher bei den anderen zu sein.

„Es ist leider kein…erfreulicher Besuch…“ stellte Obito klar. Er haderte nicht lange und schilderte seinem Großvater und Pain die Umstände. Auch Hidan ließ er gleich zu Wort kommen und er erzählte auch, von der wohl bestehenden Verbindung zwischen Orochimaru und Momoshiki.



„Das darf doch nicht wahr sein…“ Pain schien Fassungslos. „…soweit geht er?“

Toneri hingegen schien schweigsamer. „Bist…du sicher damit?“

Obito verengte die Augen. „Warum sollte er lügen?!“ er deutete auf Hidan.

Toneri schnaubte. „Macht. Ansehen. Prestige…ich bin alt genug, um jeden Grund zu kennen, sich in den Mittelpunkt zu stellen.“

„Sowas würde ich nie-“ Hidan schwieg wieder. Laut Pain, sollte er niemals ungehörig mit einem dieser Otsutsuki reden…

Obito nickte entschieden. „Hör mal, er hat wirklich gezögert bis ich es aus ihm rausgekriegt habe. Er lügt nicht.“ langsam wurde er wirklich sauer. „Warum ist das bitte so wichtig?! Habt ihr mir zugehört?! Nagato ist verschwunden und es deutet, sehr daraufhin, das Orochimaru und Momoshiki dahinterstecken!“

Pain seufzte. „Ihr…solltet sicher sein.“

Obito stutzte.

„Obito…er gehört nun mal zur Familie. Eine solche Anschuldigung, muss Hand und Fuß haben.“ erklärte Toneri.  

„Ihr…ihr glaubt mir nicht?“

„Doch tun wir…“ räumte Pain ein. „…das Problem ist der offizielle Rahmen. Ohne Beweise…mehr als eine Aussage…“ er sah mitleidig zu Hidan. „…wäre ein Vorgehen, das gefundene Fressen für unsere Gegner innerhalb der Familie.“



Obito verstand zwar. Aber das interessierte ihn alles grade nicht…

„Es ist mir vollkommen egal, was hier passiert! Ich will nicht das Nagato etwas geschieht! Zum Teufel mit euren Regeln!“

Toneri verengte erstmalig die Augen in seiner Gegenwart. „Wie… Kaguya…‘zum Teufel, mit allem. Ich liebe ihn!‘ Hauptsache euch geht es gut, nicht wahr?! Eine Stadt, ein Volk, ein Clan…was bedeutet das schon?! ...“

„Toneri-sama...“ Pain sprach beruhigend zu dem Älteren, der in sehr deprimierenden Erinnerungen zu stecken schien.



SUUURRR!!!!!



Obito schreckte auf, als sein Handy vibrierte. Doch die Nummer war ihm unbekannt….

>Hallo?

>Ich bin es, Orochimaru. So wie es aussieht hat Momoshiki Otsutsuki seinen kürzlichen Aufenthalt in Konoha, mit seinem Untergebenen spontan verlängert. Pain dagegen, reiste wohl schon zeitig zurück. Dennoch sagen meine Informanten, dass drei Personen die Stadt verlassen haben. Merkwürdig, oder? Jedenfalls konnten wir Buchungen für ein Hotel in Amegakure zurückverfolgen. Das liegt ja…zufällig gleich neben Otogakure.

>Welches Hotel?

>Es heißt ‚Hanzou‘.

>Ist das wahr?

>Warum sollte ich lügen?

Obito stutzte. Er hörte die Worte am Hörer, doch sah auch zu Hidan. Er traute diesem Jungen wirklich nicht zu, einen Komplott anzuzetteln…

>Orochimaru…ich danke dir.

Obito ließ es mit Absicht so stehen und legte auf. Wenn der andere auch nur das geringste für seine Familie übrig hatte, dann sagte er die Wahrheit….

Er musste es erstmal so stehen lassen. Ihm blieb keine Wahl.

Als er aufgelegt hatte, erklärte er Toneri und Pain, die neusten Informationen und seinen Plan…

Sie waren nicht sehr überzeugt, doch er hatte numal das sagen...

Sogar in dem Wissen, das Orochimaru eigentlich gegen ihn handeln könnte. Er würde Nagato retten. Das hatte oberste Priorität für ihn….

Er würde ihn beschützen, egal ob er noch ein Teil seines Lebens sein könnte oder wollte...


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Hach, ob Obito da so einen guten Plan hat? ....er denkt eh nur an Nagato und das es ihm gut geht...
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