Wenn ich fliegen könnte...

von Sasunox
GeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Deidara Itachi Uchiha Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
05.06.2019
11.10.2020
69
227.838
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07.09.2020 3.495
 
So, geht weiter :)  So langsam, müssen sie alle ein wenig erwachsen werden.
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62. Zusammenarbeit



Sasuke saß auf dem Rücksitz von Obitos Wagen und beschäftigte sich mit der Kamera in seinen Händen. Es war nicht so, dass er noch nie eine in der Hand gehalten hätte, doch diese hier hatte eindeutig vielerlei Funktionen.

„Was bedeutet dieses A+ ?“

Kakashi drehte sich zu ihm nach hinten. „Das ist der Automatik-Modus. Das wirst du für dich, am besten so lassen. So musst du die Schärfe nicht selber manuell einstellen. Für Anfänger ist das wirklich am besten, weil der Fokus von der Kamera selbstständig gesetzt wird.“

Sasuke nickte. Er begriff was Kakashi ihm Sagen wollte und versuchte wirklich dessen Aussagen zu verstehen und praktisch zu erkennen.

Obito warf Kakashi einen flüchtigen Blick zu. „Du willst ihn doch nicht ernsthaft Bilder machen lassen?“

„Wieso denn nicht?“ Kakashi lächelte. „Ich brauche ohnehin eine große Auswahl.“

Obito seufzte.

„Du könntest deinem Cousin ruhig etwas zutrauen.“ wies Kakashi ihn zurecht. „Außerdem sollte dir doch klar sein, dass ich diesen Jungen für ziemlich aufgeweckt und klug halte, sonst hätte ich ihm das Stativ in die Hand gedrückt und keine Kamera.“

Obito seufzte wiederum. Es stimmte schon… Kakashi besaß eine recht gute Menschenkenntnis und Sasuke war ja tatsächlich nicht dumm.

„Wie du meinst.“



„Und du bist kürzlich mit deinem Bruder zusammengezogen, ja?“ fragte Kakashi, neugierig an den Jüngeren gerichtet. Er erinnerte sich an einen Umzug, den Obito erwähnt hatte.

„Ja…“

„Genau gesagt, heute.“ ergänzte Obito.

„Ach so…“ Kakashi wirkte ein wenig nachdenklich.


„Wo genau…fahren wir jetzt eigentlich hin?“ fragte Sasuke neugierig.

„Zum Haus eines Abgeordneten, zu dessen Geburtstagsfeier ich eingeladen wurde.“ erklärte Obito. „Er wird Fünfzig, daher wird das Ganze ziemlich Pompös veranstaltet.“

Sasuke schaute ein wenig unsicher an seiner Kleidung hinab. Er trug wie üblich eine schwarze, mit Nieten verzierte Hose und ein ebenso schwarzes Kurzarmhemd.

„Ähm…ist das wirklich in Ordnung, wenn ich da so auftauche?“

Kakashi hatte Sasukes prüfenden Blick im Rückspiegel beobachtet. „Ja, klar. Mach dir darum mal keinen Kopf. Ich hatte sowieso angegeben, das ich einen Praktikanten dabeihaben werde.“

„Was genau ist eigentlich mit dem, wenn ich fragen darf?“ wollte Sasuke neugierig wissen.

Kakashi stöhnte genervt, während Obito lachen musste und dafür einen bösen Blick von seinem Freund kassierte.

„Er ist der Sohn eines guten Freundes, aber er war schon immer ein Faulpelz…keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe.“

„Du bist halt zu nett.“ warf Obito ein.

Kakashi legte die Stirn in Falten. „Muss ja nicht jeder, so egoistisch sein wie du und sich nur um seinen eigenen Kram kümmern.“ grummelte er.

„Naja, aber du weißt doch noch ziemlich gut wie Chouza in der Schule war, was erwartest du dann bitte von seinem Sohn?“

Kakashi sah ihn missmutig an. „Chouji ist ein toller Junge. Er braucht nur…etwas mehr Geduld als andere.“

Obito verdrehte leicht die Augen. „Sind ja deine Nerven und nicht meine…“

„Genau das meine ich mit egoistisch…“

Sasuke schmunzelte ein wenig. Die scheinen echt eine spezielle Freundschaft zu pflegen…klingt ein wenig, wie bei Deidara und mir…



Nach einer Weile, parkte Obito seinen Wagen vor einem riesigen Anwesen. Es gab sogar Platzanweiser, die wuselig zwischen den Autos umherliefen. Sasuke staunte nicht schlecht. Die eindrucksvolle Villa war von Scheinwerfern bestrahlt und auch im Außenbereich, festlich dekoriert.

Er schluckte leicht als sie vor der Türe ankamen und Obito mit einem Bediensteten Sprach, um sie anzukündigen. Kakashi bemerkte seine Nervosität und legte ihm eine Hand auf die Schulter, während er ihn lächelnd ansah. „Kein Grund in Panik zu verfallen. Eigentlich müsste dir ein solches Umfeld, doch recht vertraut sein oder? Ihr Uchihas kommt doch alle mit nem‘ goldenen Löffel zur Welt.“ er lachte leicht.

Sasuke verengte die Augen. „Ich habe mir darauf nie etwas eingebildet…oder mache ich auf sie den Eindruck, dafür viel übrig zu haben?“

Kakashi stutzte wegen des scharfen Tons kurz, sah dann jedoch nachdenklich drein. „Eigentlich nicht…dafür scheinst du dich aber ziemlich darauf auszuruhen.“ er schloss zu Obito auf und ließ Sasuke ein wenig perplex zurück.

Was!? Ich ruhe mich darauf aus?! Was meint der bitte damit?! Vor Obito nimmt er mich in Schutz und dann wirft er mir vor ein Muttersöhnchen zu sein, das nichts auf die Reihe kriegt?!   Sasuke wurde aus dem Kerl nicht schlau…

Leicht verärgert, folgte er den beiden Älteren ins Innere des Hauses. Seine Augen weiteten sich sofort. Er fand sich in einer außerordentlich feinen Gesellschaft wieder….

Wiederrum leicht schluckend zog er ein wenig an Obitos Sakko, der sich daraufhin zu ihm umwandte und fragend dreinsah.

Sasuke druckste ein wenig rum. „Ähm…Obito…-“

„Halt dich einfach an Kakashi. Er weiß mit diesen Leuten hier, genauso gut umzugehen.“ er schaute sich im Raum um und wurde schon von ein paar anderen, lachend zu sich gewunken. „Entschuldigt mich, ich muss arbeiten.“ damit machte Obito sich davon.

Kakashi schnaubte. „Arbeiten…anderen Hallo sagen und Honig ums Maul schmieren…“ er schüttelte leicht den Kopf.

Schließlich schaute er zu Sasuke der den Eindruck eines Rehleins machte, dass während der Jagd Season auf einer Lichtung stand.

„Komm mit.“ wies er ihn an und ging voraus, in eine etwas abgelegenere Ecke.

„So…“ er stellte seinen Rucksack und die Tasche mit dem Stativ ab und kramte eine weitere Kamera hervor, an der er einiges einstellte. Sasuke beobachtete ihn stumm dabei. Als Kakashi fertig war, blickte er zu dem Jüngeren, der sich wieder unschlüssig im Raum umsah. Er legte ein wenig die Stirn in Falten.

„Hör mal…“

Sasuke wandte sich sofort wieder zu ihm.

„…ich habe es ernst gemeint, als ich sagte das ich dir etwas zutraue. Aber…du scheinst dir selber nicht viel zuzutrauen, kann das sein?“

Sasuke sah ihn stutzig an und wich seinem Blick aus, bevor er trotzig zurückschaute. „Was soll ich auch schon groß können? Wo ich mich ja auf allem ausruhe…“

Kakashi begriff den Sarkasmus durchaus, aber er sah ziemlich unbeeindruckt aus. „Verstehe…du bist also wirklich ein verzogenes Kind, das keine Verantwortung tragen will.“

Sasuke wollte schon etwas erwidern, aber der andere unterbrach ihn.

„Was ich damit meine…um es auch für dich begreiflich zu machen. Du hast entschieden mitzukommen, um zu helfen. Dann tue das bitte auch.“ er musterte Sasuke mit schiefgelegtem Kopf. „Du hättest jederzeit, Nein sagen können. Aber nun, bist du hier.“ Kakashi seufzte ein wenig. „Es ist schon erstaunlich…du machst dir Gedanken darüber ob du hier hineinpasst, aber im Endeffekt bist du der einzige, den das kümmert. Dabei erscheinst du mir wie ein kleiner Rebell…aber vermutlich bist du das nur solange, bis du auf Gegenwehr stößt.“

Sasuke wurde wirklich wütend durch diesen Kerl. Er atmete unregelmäßig. Kakashi registrierte das durchaus.

„Was? Willst du gehen? Du weißt, wo es rausgeht. Aufgeben kann jeder, sobald etwas nicht läuft, wie man es will.“ Kakashi wandte sich von ihm ab und kramte wieder in seiner Tasche herum.

Sasuke dachte angestrengt nach. Er…macht das mit Absicht. Er provoziert mich in den Punkten, wo es mich trifft. Wenn ich jetzt gehe…bin ich wirklich jemand ohne Rückgrat, der immer wegläuft. Seine Gedanken flogen urplötzlich zu Naruto…mein Stolz. Es ist mein verdammter Stolz…aber, was wenn-? Wenn ich ihn einmal aufgebe…, wenn ich wirklich, einmal den Ehrgeiz habe-….

„Was soll ich tun? Wie läuft es ab, Bilder für ein Magazin zu machen?“ Sasuke verneigte sich Anstandshalber vor Kakashi, weil er älter war. „Zeigen sie es mir. Bitte.“

Kakashi sah erstaunt zu dem anderen, wegen des plötzlichen Stimmungsumschwungs. Doch er wirkte fast zufrieden. „Gut. Also zu allererst, nenn mich einfach Kakashi…und zu Anfang, suchen wir die nahestehenden Personen des Abgeordneten. Diese, Begrüßen wir höflich und bitten um ein paar Aufnahmen, natürlich mit angemessener Erklärung. Dann sehen wir uns auch schon, nach dem Geburtstagskind persönlich um. Verfolgen ihn, quasi auf Schritt und Tritt. Bei allem. Ansprache, Anschneiden des Kuchens, Glückwünsche von Höherrangigen…etc. im Grunde alles, was wir kriegen können.“

Sasuke nickte bedächtig. „Wie…macht man das, höflich genug?“ fragte er unsicher. Sasuke kannte seine mangelnde Sozialkompetenz durchaus…

Kakashi musterte ihn ein wenig erstaunt. Vielleicht habe ich seinen Charakter ein wenig unbedacht behandelt…er scheint nicht der offenste zu sein...

Ihm ging auf, das Sasuke es nicht böse meinte, sondern wirklich unbeholfen war und unsicher.

„Hm. Ich kann sowas nicht gut erklären…ich übernehme das, aber versuche mich zu beobachten, damit du es lernst, okay?“

Sasuke nickte sofort. Er war dankbar um jede Hilfe darin, er traute sich nur nie das zu erfragen. Sein Freund hatte schon recht, er war wirklich zu stolz…

„Es tut mir leid.“ Sasuke verneigte sich nochmals höflich vor Kakashi, der ihn verwundert ansah. „Ich möchte helfen, aber ich bin ehrlich…ich habe einige Defizite, die ich nicht sofort ausgleichen kann.“

Kakashi hob beschwichtigend die Hände. Diese plötzliche Art von Sasuke überforderte ihn fast. Er nimmt es sich wirklich zu Herzen, wenn man ihn kritisiert…

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Außerdem, hatte ich immer etwas für Rebellen übrig. Und damit meine ich durchaus Leute, die einfach nur anders sind und nicht besonders.“ Kakashi schmunzelte. „Talent ist schön und gut, aber es wird dich nicht durchs Leben bringen. Denn meistens erfordert das, einige Talente. Die hat einer alleine nicht. Deshalb, hat man Freunde.“ Kakashi lächelte ihn zuversichtlich an. „Um es dir leicht zu erklären…es ist vollkommen okay, wie du bist. Der Rest…den Regeln andere, die dich wertschätzen.“

Sasuke sah ihn ein wenig verwirrt an.

Kakashi lachte. „Ganz ehrlich…ohne Obito hätte ich in Mathematik versagt. Grundlegend…erbarmungslos…. vernichtend…“ seine Miene verdunkelte sich immer mehr.

„Okay…“ Sasuke war unschlüssig, wie er reagieren sollte.

„Was ich eigentlich damit sagen will…man sollte nicht alles alleine machen. Es ist vollkommen okay, Hilfe anzunehmen und zu brauchen.“ nickte Kakashi entschieden.

Sasuke nickte. Ja…. Stimmt wohl.

„Trotzdem meinten sie, ich ruhe mich auf etwas aus…“

Kakashi musterte den anderen. „Das beschäftigt dich wirklich, was?“

Sasuke nickte.

„Nun…um ehrlich zu sein, es machte mich etwas stutzig das jemand in deinem Alter mit seinem Bruder zusammenzieht.“

„Ich…hatte viele Probleme mit…meinen Eltern...“

„Versteh mich nicht falsch, auch in dieser Hinsicht ist es gut nicht alles alleine zu stemmen. Aber…es macht den Eindruck, dass du dich sehr auf deinen Bruder stützt.“

Sasuke stockte kurz, aber nickte. „Ja…das stimmt wohl.“

Kakashi sah ihn etwas streng an. „Bürde ihm nicht Zuviel auf… es gibt nichts Schlimmeres als von Menschen enttäuscht zu werden, die man liebt.“

Sasuke sah ihn unsicher an, doch nickte plötzlich entschieden. „Kümmern wir uns um den Job.“

Kakashi nickte ihm anerkennend zu. Er wusste was er von dem anderen verlangte, aber Sasuke würde nicht ewig ein Kind bleiben. Er war es sicher schon lange nicht mehr…. Irgendwie, erinnert er mich ein wenig, an mich selbst...



Kakashi ging schließlich gefolgt von Sasuke, zu einigen wichtigen Persönlichkeiten und machte Fotos. Auch der Jüngere durfte einige Bilder schießen. Letztlich waren sie dem Abgeordneten auf den Fersen, für den diese Feier ausgelegt war…

Sasuke hatte mit der Zeit wirklich Gefallen daran, die verschiedenen Perspektiven auszutesten und die Leute abzulichten. Er stellte sogar mehrfach einige Optionen seiner Kamera um. Kakashi beobachtete besonders fasziniert, wie Sasuke die Frau des Abgeordneten aufnahm und dafür in den manuellen Modus wechselte und die Schärfe einstellte.

Nach geraumer Zeit, schaute Sasuke jedoch fragend auf seine Kamera. „Die Lichtverhältnisse einiger Bilder, gefallen mir nicht…kann man das noch ändern?“

Kakashi sah ein wenig erstaunt zu ihm. Das fällt ihm wirklich auf? Er sieht das?

„Wir…können das im Nachhinein, mit einem Programm bearbeiten.“

„Das ist gut.“ kam es ein wenig erleichtert von Sasuke.

Kakashi musterte den Jüngeren neugierig. Er scheint wirklich ein Gefühl dafür zu haben…



„Na, kommt ihr voran?“

Obito kam lächelnd auf die beiden zu.

„Ja…durchaus. Wir arbeiten schließlich.“ grummelte er leicht.

„Auch wenn du es nicht glaubst, ich arbeite auch.“ zwinkerte Obito.

„Ja, sicher. Mit welcher Tussi darfst du jetzt ins Bett, um gut dazustehen?“

Sasuke sah seinen Cousin mit großen Augen an.

„Niemandem…“ Obitos Miene verdunkelte sich. „…ich sagte dir bereits, sowas läuft nicht mehr. Ich bin vergeben.“

Kakashi seufzte theatralisch. „Und trotzdem willst du mir diese Schönheit nicht mal vorstellen…“

Obito stockte. „Das geht dich eben nichts an…“

„Also echt…als würde ich dir jemanden wegnehmen. Ich bin glücklich verheiratet.“

Obito knirschte ein wenig mit den Zähnen. „Ja…das weiß ich.“

Kakashi seufzte theatralisch. „Du…nimmst es mir doch nicht immer noch übel oder? Rin hat sich nun mal für mich entschieden.“

Obito atmete einmal tief aus. Es hatte ihn damals durchaus sehr verletzt. Aber nun… „Nein. Ich könnte grade nicht glücklicher sein.“ er lächelte ehrlich.



„Das freut mich sehr zu hören, Obito-sama.“

Obito erstarrte. Er drehte sich in Zeitlupe, zu der Stimme die ihn ansprach.

Erstarrt, musterte er denjenigen der ihn ansprach.

Ein Mann mit weißem langem Haar, der in einen ebenso weißen Yukata gekleidet war, sprach ihn an.

Momoshiki….

Obito war wirklich damit überfordert ihn hier zu sehen. Was tut er hier…?



„Guten Tag, Obito-sama.“

Obito beruhigte sich ein wenig als er Pain erkannte, der neben dem anderen stand. Dennoch störte ihn diese Tatsache.

„Können wir uns kurz unterhalten?“ es war kaum eine Frage von Obito, sondern eher eine Anweisung an Pain. Zurecht…nur verstanden Sasuke und Kakashi, dies weniger…

„Natürlich.“

Pain nickte augenblicklich und folgte Obito. Sasuke und Kakashi standen immer noch unlängst bei ihnen, die zwei waren ihnen auf den Fersen geblieben….

„Was tut er hier?“ fragte Obito ungehalten.

„Momoshiki hat die Aufgabe dem Abgeordneten von Konohagakure hier seine Aufwartung zu machen.“ erklärte Pain.

„Wieso? Ihr wisst, wie er zu mir steht.“

„Obito-sama…zeigt Souveränität. Euch aus der Ruhe zu bringen, ist genau sein Ziel. Erlaubt ihm das nicht.“

Obito atmete tief durch. Es störte ihn immens das Momoshiki hier war. Zudem hatte er mitbekommen das er glücklich vergeben war…

„Er wird jeden geeigneten Moment gegen mich nutzen…“ Obito dachte angestrengt nach.

„Dann gebt ihm keinen.“ Pain sah entschieden zu seinem Meister. Auch wenn es Obito schwerfiel, er musste auf unvorbereitete Situationen, ruhig reagieren.



„Obito-sama, entschuldigt wenn ich euch überrumpelt habe...“

Momoshiki hatte sie eingeholt und sprach ihn untertänig an.

Obito sammelte sich bestmöglich. „Nicht doch. Ich war soeben unlängst in Gedanken die mich einnahmen. Verzeiht, meine Verworrenheit.“

Momoshiki lächelte fast boshaft. „Aber natürlich…sicher lagen eure Gedanken, grade bei eurem Liebsten.“

Obito stockte. Er weiß es…er hat es erfahren…. Nagato…was wenn-

Er sammelte sich so gut er konnte. „Möglich…zuweilen ist man etwas nachlässig.“

Momoshiki lächelte böswillig. „Wie dem auch sei. Ich wünsche euch einen wundervollen Abend.“

„Ebenso.“ lächelte Obito scheinheilig.

Pain verneigte sich ebenfalls und ging Momoshiki hinterher.





„Obito…was ist los? Wer war das? “ Kakashi sah nachdenklich zu seinem Freund.

Sasuke beäugte seinen Cousin nur abschätzend. Das hat doch sicher irgendwas mit Otogakure zu tun….

„Obito, hat das etwas mit Oto-“

„Nur Bekannte…“ winkte Obito rasch ab und unterbrach Sasuke. „Und wie weit seid ihr?“ fügte er beiläufig hinzu. Sasuke nahm sowohl den kühlen Ton, als auch den Blick seines Cousins wahr.

Kakashi schien jedoch ebenso zu begreifen, das nachfragen unerwünscht waren und zappte durch seine Kamera. „Wir sollten genügend Material haben…“

Obito nickte. „Gut, ich bin auch soweit durch.“

„Ist sowieso schon sehr spät.“ bekräftigte Kakashi, mit einem Blick auf seine Armbanduhr.

„Ich verabschiede mich nur noch von ein paar wichtigen Leuten. Wir treffen uns an meinem Wagen.“ damit verschwand Obito wieder.



„Na, komm. Du hast ihn gehört…“
Sasuke folgte Kakashi etwas nachdenklich nach draußen. Er stellt es kein bisschen in Frage…als wäre es normal für ihn, das Obito Geheimnisse hat…









Als sie wieder in Obitos Wohnung waren, schien dieser immer noch seinen eigenen Gedanken nachzuhängen.

Kakashi saß indes mit seinem Laptop auf dem Sofa und bearbeitete ein paar Bilder, wobei Sasuke direkt neben ihm saß und ihn mit Argusaugen beobachtete.

„Wie hast du denn jetzt bitte den Hintergrund, derart stark verändern können?“ fragte Sasuke erstaunt.

Kakashi schmunzelte. „Mit dem richtigen Programm ist das alles, überhaupt kein Thema.“ auf Sasukes skeptischen Blick hin, drückte er ihm den Laptop in die Hände und zeigte ihm einige Möglichkeiten an Bildern herumzuexperimentieren.



Obito bekam Kakashis Erklärungen nur am Rande mit. Er grübelte nach wie vor…. diese Umstände gefielen ihm keineswegs. Diese Welt aus Otogakure hatte in seiner, einfach nichts zu suchen….



SURRR!!!

Er schreckte zusammen, als sein Handy vibrierte.

>Ja?

>Obito! Weißt du, wo Sasuke steckt?!

Es war Itachi und er klang ziemlich ungehalten…

>Er…ist hier…bei mir

>Wie bitte?! Habt ihr mal auf die Uhr geschaut?! Sasuke ist sechszehn!

Obito erfasste ein schlechtes Gewissen. Er hatte ebenso wenig wie Sasuke darüber nachgedacht, Itachi wenigstens Bescheid zu geben. Es war bereits elf Uhr….

Sasuke hatte sofort, über den Laptop zu seinem Cousin geschielt, als er Itachis laute Stimme vernommen hatte…

>Wir haben da wohl…beide nicht dran gedac-

>Ich komme ihn sofort abholen.

>Itachi...ich kann ihn auch zu dir fah-

>Nicht nötig!

Itachi hatte aufgelegt.


„Er…ist sauer oder?“ fragte Sasuke vorsichtig.

Obito rieb sich erschöpft über die Schläfen. „Kann man wohl sagen…“

Sasuke schluckte.

Kakashi sah zwischen beiden, fragend hin und her. „Was…ist denn los?“

Sasuke seufzte. „Ich wollte Obito eigentlich nur sein Handy vorbeibringen…-“

„Wir haben seinem Bruder nicht Bescheid gegeben, dass wir zu dieser Gala fahren und es später wird.“ erklärte Obito ergänzend.

„Er wird mich umbringen…“ ließ Sasuke resigniert den Kopf hängen.

Kakashi lachte leicht. „Der beruhigt sich schon wieder.“

„Wir wohnen nicht mal einen Tag zusammen und ich mache ihm schon Proble-“

DING!DONG!



„Am besten gehst du gleich runter.“ meinte Obito.

Sasuke verengte leicht die Augen. „Du hast doch nur keinen Bock, auch eins auf die Mütze zu kriegen...“

„Wieso sollte ich?“ fragte Obito erstaunt.

„Weil du älter bist, als ich.“ streckte Sasuke ihm die Zunge raus und verschwand durch die Wohnungstüre.

Kakashi verschränkte die Arme und musterte Obito tadelnd. „Unrecht hat er nicht…“

„Du hältst dich da raus…“ grummelte Obito.




Sasuke näherte sich etwas bedächtig dem Wagen seines Bruders und öffnete die Beifahrertüre.

„Hey…“

„Steig ein.“

Oh Mann…der klingt echt richtig sauer….

Sasuke nahm rasch neben Itachi Platz und schloss die Türe.

Sie schwiegen die gesamte Fahrt über. Auch als sie beide Zuhause ankamen, folgte Sasuke seinem Bruder stumm, in den Wohnraum. Ihm war beim eintreten durchaus aufgefallen, dass weniger Bretter und Kartons herumstanden….

„Itachi-“

„Was denkst du dir dabei?“

„Ich hab-“

„Ja! Wahrscheinlich denkst du gar nicht! Wieso warst du noch so lange bei Obito?“

„Ich wollte ihm nur helfen…ihm und einem Freund von sich…ich-“

„Helfen, ja?“ unterbrach Itachi ihn mit verengten Augen. „Hast du auch mal daran gedacht, dass ich deine Unterstützung gebraucht hätte?“

„Ich-“

„Spar es dir!“ Itachi fuhr sich ausatmend durch sein Haar und fixierte Sasuke sofort wieder. „Du hast es wirklich noch nicht verstanden oder? Du bist Minderjährig! Unsere Eltern verlassen sich darauf, dass ich die Verantwortung für dich trage! Aber ich sage es dir jetzt einmal so deutlich wie ich kann…“ er legte die Stirn in Falten. „Das hier ist meine Wohnung. Wenn du wiederholt solche Aktionen abziehst, werfe ich dich raus. Dann kannst du gerne zurück zu unseren Eltern oder Izuna gehen. Hast du das verstanden?“

Sasuke biss sich leicht auf die Unterlippe und nickte. Das habe ich nicht gewollt…ich habe Itachi einfach mit allem alleine gelassen….

„E-Es tut mir leid…auch wenn das jetzt keine Rolle mehr für dich spielt…“



Itachi seufzte tief. „Sasuke…versteh doch bitte…ich muss mich auf dich verlassen können. Sonst funktioniert das hier nicht…ich habe mit den anderen, sämtliche Möbel aufgebaut, die wir besitzen.“ er lächelte schwach. „…dass du dich davor drückst, war mir längst klar…aber das ich hier alleine alles einräumen muss und es dich nicht einmal kümmert…und du um elf Uhr Nachts hier aufschlägst-“

„Es lag nie in meiner Absicht, dich alles alleine machen zu lassen.“ bekräftigte Sasuke.

Itachi atmete wieder tief. „Wobei hast du Obito eigentlich geholfen?“ fragte er dennoch neugierig.

Sasuke schilderte seinem Bruder kurz, die Situation in die er geraten war.

Itachi lachte daraufhin leicht. „Verstehe…du konntest also …nicht Nein sagen.“

Sasuke nickte verlegen. „Aber es war echt cool. Man kann bei dieser Arbeit so viele perspektiven sehen und die Bilder so vielseitig bearbeiten.“

Itachi lächelte matt. „Nun, immerhin scheinst du etwas gelernt zu haben und hattest Spaß.“

Sasuke senkte sofort beschämt den Kopf.

„Ich gehe jetzt schlafen…ich habe morgen früh noch ein Gespräch an einer Uni…“ Itachi gähnte herzhaft, bevor er nochmal eindringlich zu seinem Bruder sah. „…morgen vormittags, kommt im Übrigen die Küche. Der Aufbau ist inklusive, aber schau bitte dennoch das dein Zimmer bis dahin fertig ist. Ich habe es nicht gänzlich geschafft…wir müssen jetzt wirklich zusammenarbeiten.“

Sasuke nickte sofort. „Wird erledigt.“

Itachi lächelte wieder matt. „Okay…schlaf gut.“

„Du auch.“

Sasuke nahm sich fest vor, seinen Bruder zu entlasten wo es nur ging. Itachi war eine so gute Seele… er verdiente es, dass man sich um ihn kümmerte…

Ohne ihn wäre ich so oft verloren gewesen….


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Tja, die Uchiha Brüder müssen jetzt anfangen zukunftsorientiert zu denken und sich ein paar Gedanken machen. :-) Thats life.
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