Wenn ich fliegen könnte...

von Sasunox
GeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Deidara Itachi Uchiha Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
05.06.2019
11.10.2020
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227.838
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26.08.2020 4.241
 
Und weiter gehts :-)
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61. Neues Heim



„Alter…ich kann nicht mehr.“ stöhnte Kisame. „Wieso gibt es hier keinen Aufzug?“

„Sei nicht so eine Memme.“ verdrehte Deidara die Augen. „Wir sind doch fast fertig.“

Die beiden schleppten soeben die letzten Kartons in Itachis und Sasukes, neue Wohnung. Itachi hatte erst vor wenigen Tagen eine kurzfristige Zusage erhalten und demensprechend, alle ihre Freunde mobilisiert.

„Was muss dein Freund, auch so viele Bücher haben…“ grummelte Kisame dennoch.

„Tja, manch einer schaut sich eben nicht nur die Bilder darin an…“ murrte Deidara.

„Und das von dem Typ, der Bilderbücher malt.“ kommentierte Sasori, der sie fix mit einem weiteren Karton überholte.

„Ach, geh doch mit deinen Puppen spielen!“ rief er seinem Bruder, verärgert nach und nahm die letzten Stufen bis zur Wohnungstüre.

„So…das war der Rest. Zumindest an Kartons…“ verkündete er und stellte leicht aus der Puste, seinen Karton ab.

„Sehr gut.“ Itachi kam grade aus einem der Zimmer in den Flur, er lächelte Deidara an und gab ihm einen flüchtigen Kuss. „Das war echt viel…danke für deine Hilfe.“ man merkte ihm die Anstrengung durchaus an, egal wie sehr er das verbergen wollte.

„Ist doch klar.“ Deidara schaute sich neugierig um und trat in den Wohnraum. Er hatte bisher nur Erzählungen seines Freundes über diese Wohnung gehört. „Sieht echt geräumig aus.“

Itachi folgte ihm und nickte. „Ja, das ist sie allerdings.“

Sie hatten wirklich richtig Glück mit dieser Wohnung gehabt. Der Flur war ziemlich klein und führte geradeaus, in das Wohnzimmer mit angrenzender Küchennische. Rechts vom Flur lag das Badezimmer und links, eines der Zimmer. Das zweite Zimmer erreichte man, links vom Wohnzimmer aus. Sie hatten sogar einen kleinen Balkon, dessen Ausgangstüre sich neben der Kochnische befand.

Itachi schmunzelte leicht als er daran zurückdachte, wie er Sasuke die Wohnung erstmals zeigte. Insbesondere vom Balkon war der Jüngere kaum wegzukriegen, zumal ihre Wohnung im dritten Stock lag. Der Ausblick über die Dächer der Stadt, hatte es Sasuke sofort angetan. Auch wenn Itachi nicht entgangen war, das sein Bruder viel weiter in die Ferne zum Wald gesehen hatte, wo Izunas Haus lag. Tja, wenn er sich sowas wünscht, wird er dafür erstmal etwas erreichen müssen…

„Itachi! Wo sollen die Bretter für die Bücherregale hin?“ Obito kam grade mit Nagato im Schlepptau, auf ihn zu. Sie waren reichlich bepackt…

„Ähm, ja…Sorry, Moment…die kommen hier links rein.“ er deutete auf das Zimmer neben dem Wohnraum.

Sein Cousin nickte knapp und bog ab, dicht gefolgt von seinem Freund.

Dahingehend hatte Itachi überhaupt keine Diskussion mit Sasuke gehabt, der Jüngere bezog gerne das Zimmer am Wohnungseingang. Er hatte zwar nicht nachgefragt, aber Itachi dachte sich mal, dass sein Bruder es so für leichter hielt sich davonzuschleichen oder spät heimzukommen.

Itachi atmete einmal tief durch. So ein Umzug war schon wirklich stressig...

„Itachi! Ich hab total viele Kartons in meinem Zimmer, wo Bücher von dir drin sind…“ Sasuke kam mit Suigetsu im Schlepptau aus dem Flur, auf ihn zu.

„Kümmert euch doch später darum. Ihr solltet nachher erstmal die Möbel aufbauen, sonst wisst ihr ja eh nicht wohin mit dem ganzen Kram.“ Deidara kam einer Antwort seines Freundes zuvor, weil er dessen Erschöpfung durchaus bemerkte.

„Ja, das stimmt.“ nickte Itachi. „Wir können das immer noch sortieren, Sasuke.“

„Denke ich auch.“ bekräftigte Suigetsu.

Sasuke nickte. Ihm war das alles mittlerweile auch Zuviel und er wusste kaum, wo ihm der Kopf stand. „Ja, klar…sorry.“ damit verschwand er erstmal, wieder in sein neues Zimmer. Ihm setzte es ohnehin zu, dass Naruto und Subaru heute nicht helfen konnten, weil sie eine Messe besuchten bei der es um Berufsberatung ging. Sein Freund bemühte sich indes also wirklich, während er-…sein Kopf war einfach immer noch völlig leer, was seine Zukunft anging…. Umso mehr war er heute froh darum, das Suigetsu Zeit gehabt hatte.



Itachi schloss kurz die Augen, ihm ging auch einiges durch den Kopf. Er hatte noch im Nacken, dass er sich um andere Studienplätze beworben hatte. Ihm war unlängst aufgegangen, was er wirklich tun wollte. Er wollte gerne Menschen helfen, die ähnliche Probleme hatten wie sein Bruder oder auch Gaara... Also strebte er ein Studium in der Sozialen Arbeit an. Itachi sah sich in der Rolle, grade für Jugendliche da zu sein, die nicht mehr weiterwussten oder sehr im Konflikt mit ihrem Elternhaus standen. Am liebsten würde er die Gesellschaftlichen Systeme revolutionieren….

„Hey…“ Deidara umarmte seinen Freund von hinten und legte seinen Kopf an dessen Rücken. „…stress dich nicht so. Du kannst nicht alles alleine schaffen und auch nicht, die Welt retten…“

Itachi lächelte und griff nach einer von Deidaras Händen, die ihn umschlangen. „Danke, dass du bei mir bist.“



„Chrm Chrm…“ räusperte sich Shisui als er in das Wohnzimmer kam. „Ich will euch ja echt nicht stören, aber…wohin sollen die Nähmaschine und dieses…äh…-“

„Es ist ne Schneiderpuppe, Shisui.“ lachte Itachi leicht. „In Sasukes Zimmer bitte…vom Flur aus links.“

Shisui nickte sofort. „Oh man, bin ich blind…ja, alles klar.“



„Es ist wirklich unglaublich…wie aufgeschmissen wir alle, ohne dich sind…“ kam es nachdenklich von Deidara. „Sag mal…was würdest du davon halten, wenn wir beide mal…ein Wochenende wegfahren würden oder so?“ er machte sich diese Gedanken schon eine Weile, seit Naruto ihm erzählt hatte das er mit Sasuke mal ausgespannt hatte. Außerdem fände er das besonders für Itachi gut, weil dieser sich immer viel zu sehr verausgabte.

Itachi drehte sich zu ihm um und musterte ihn nachdenklich. Nach all dem was in letzter Zeit passiert war, würde ihnen das vielleicht wirklich gut tun…

„Gerne.“ lächelte er, Deidara an. „Wo möchtest du denn hin?“

Deidara stutzte. Er hatte tatsächlich nicht damit gerechnet, dass sein Freund so einfach zusagte.  Aber vielleicht war das eine gute Gelegenheit um-…er musste es Itachi ohnehin irgendwie beibringen…vielleicht könnte er ihm diesen Ort zumindest schonmal nahebringen.

„Also...was würdest du von Iwagakure halten?“

Itachi dachte kurz nach. „Diese Stadt…liegt ein gutes Stück entfernt von Konoha.“ er lächelte. „Klingt doch gut. Dann kommen wir mal hier raus.“ er hatte bei Deidara weder erwartet, dass dieser an den Strand wollte, noch irgendwo wandern gehen. Es passte zu seinem Freund, eine neue Stadt mit all ihren Facetten entdecken zu wollen.

„Schön.“ lächelte Deidara, wenn ihm das Herz auch insgeheim sehr schwer war…



„Itachi!-…“

„Stopp!“ jetzt reichte es auch Itachi langsam. „Alle bitte in den Wohnraum! Pause!“

In kürzester Zeit, saßen alle im ziemlich leeren und vollgestellten Wohnzimmer und schauten zu Itachi. Dieser schaute mit einem matten Lächeln in die Runde und atmete tief durch. „So…ich denke wir sind alle ziemlich durch, also…was wollt ihr an Pizzen?“ er lächelte die anderen an.

Alle Anwesenden sahen ihn mit großen Augen an, bevor sie registrierten was er hören wollte. Doch als es ihnen aufging, riefen sie alle ziemlich durcheinander. Aber dank der Hilfe von Deidara und Sasuke, konnte Itachi ihre Wünsche aufnehmen und bestellte Online bei einem Lieferdienst.

„Also echt jetzt…wie kann man so viele Sachen haben…?“ Kisame der gechillt am Boden saß, schaute Kopfschüttelnd zu den Uchihas.

„Muss ja nicht jeder, wie ein Troll hausen…“ murrte Sasuke.

„Alter…dein Bruder hat so viele Bücher, wie ich Eishockey Trikots…“

„Spricht für sich, wer gebildeter ist oder?“

Kisame schnaubte. „Tz. Einbildung ist auch ne Bildung…“

Sasuke verengte die Augen. Was Itachi anging, verstand er keinerlei Spaß…

„Mag sein. Aber auch das, muss man sich erarbeiten. Illusionen sind das schwierigste, was wir uns selber weiß machen können.“ ging Itachi sofort eloquent dazwischen.

Kisame sah ihn perplex an. „Haha…ist es nicht eher leicht, Leuten etwas vorzumachen?“

„Leuten…anderen…ja, durchaus. Aber wenn man es sich selbst gegenüber tut, liegt der Fall anders. Denn in dem Fall, schätzt du dich selbst sehr gering…“ erklärte Itachi.

Kisame legte den Kopf ein wenig schief und grinste. „Mit dir…will ich echt nicht diskutieren…das ist mir zu anstrengend…“

Itachi lachte leicht.

Sasuke schaute skeptisch drein. Er begriff fast nie, wie Itachi so souverän sein konnte. Wieso fühlt er sich nie angegriffen? Warum ist ihm alles so egal? ….

„Kommen Subaru und Naruto eigentlich noch?“ fragte Sasori in die Runde.

„Nee, die haben heute wichtigeres zu tun.“ klärte Sakura auf. „Sie sind auf einer Fachmesse und machen sich mal über einige Berufe schlau.“

„Ach, so…“

Sasuke sah nachdenklich drein. Das würde ihm eigentlich auch mal guttun, aber er hatte sich nicht getraut zu fragen ob er mitdurfte. Er wollte Naruto so viel Abstand lassen wie möglich…außerdem konnte er nicht alle Arbeit Itachi überlassen, wenn sie umzogen.  

Itachi beäugte ihn indes ein wenig besorgt. Er wusste, dass der Abstand zu Naruto seinem Bruder zusetzte. Aber ihm war auch klar, das Sasuke es erhobenen Hauptes ertrug.

„Naja, sollen die zwei Mal machen, besser als wie Nagato völlig in der Luft zu hängen…“ kam es von Kisame.

Nagato verengte indes seine Augen, doch Obito verteidigte ihn. „Nagato wird fürs erste, Philosophie studieren.“

Das war tatsächlich, allen neu.

Nagato senkte seinen Kopf. Er fand es zwar schön das Obito ihn so verteidigte, aber er wusste das allgemein bekannt war, dass ein solches Studium nicht viel brachte….

„Was willst du damit bitte machen?“ lachte Kisame. „Lebensberater werden? Vielleicht noch Karten dazu legen? “ er lachte hemmungslos.

Nagato schwieg. Er wusste nicht wie er erklären sollte, was er wollte…

„Ich…- und wenn?“

Kisame schwieg sehr plötzlich. Er hatte nie darüber nachgedacht, das sein Freund wirklich über so etwas nachdenken könnte….

„Ähm…also, Nagato das ist…kein Beruf. Dass ist kein Job. Das ist nicht Mal ne Laufbahn… du wärst selbstständig und vollkommen in der Luft…immer. Aber gut…mit einem Politiker der dich auffängt, kannst du dir das wahrscheinlich gut leisten…“

Nagato hörte durchaus den neidischen Ton heraus. Aber, so ist das doch nicht…ich will mich sicher nicht auf Obito, als Rückhalt ausruhen…natürlich ist es ein schönes Gefühl nicht völlig alleine dastehen zu müssen, aber trotzdem….  

„Ich…würde das auch tun, wenn ich alleine wäre. Ich finde es interessant Philosophie zu studieren. Dieses Wissen zu erfahren-… mir ist bewusst, dass ich damit nicht sehr weit kommen kann. Aber das verinnerlichen zu können, finde ich wertvoll. Ich habe mich…sehr viel mit dem menschlichen Verstand beschäftigt. Ganz privat…nur für mich. Und auch mit, den pflanzlichen Aspekten vieler Heilkräuter und ebenso mit den vielfältigen Arten des Umganges. Und ja…ich analysiere die bildlichen Aussagen von Karten. Aber ich würde mir nie anmaßen, über jeden Zweifel erhaben zu sein. Ich will nur helfen…“

Nagato versuchte seinen Freunden fast verzweifelt, zu erklären das er nichts böses tat. Im Grunde wollte er Menschen helfen, ebenso wie Itachi es vorhatte. Nur eben…auf seine Art.

„Hast du mal über eine Heilpraktiker Ausbildung nachgedacht? Die beschäftigen sich sehr mit Pflanzenheilkunde und viele von ihnen nehmen Themen wie, Aromatherapie oder auch die spirituelle Lebensberatung mit auf.“ warf Itachi ein. „Wobei ich Philosophie, auch durchaus interessant finde.“

Nagato lächelte ihn dankbar an. Sie waren eben wirklich auf einer Wellenlänge. Itachi war völlig unvoreingenommen.

„Die Idee ist gar nicht so schlecht…“ überlegte Nagato laut. „…ich denke, ich informiere mich darüber mal.“

Shisui seufzte hörbar. „Also als Medizinstudent, sollte ich da jetzt gegensprechen…aber, ich halte es durchaus nicht immer für ratsam gleich mit der harten Chemiekeule um sich zu schwingen…“ lachte er, etwas verlegen.

„Lass das bloß nicht deine Profs hören.“ schmunzelte Obito.

„Ich darf ja wohl ne private Meinung haben.“ grummelte Shisui.

„Sowas kennt Obito bestimmt nicht, er ist ja Politiker.“ lachte Deidara.

Obito legte die Stirn in Falten. „Hn, natürlich dürfen wir das auch alle haben…der Unterschied liegt darin, dass wir umsichtig damit hausieren gehen sollten. Bestenfalls eigentlich gar nicht.“

„Wissen deine Kollegen denn eigentlich, dass du mit nem Kerl zusammen bist?“ fragte Kisame plötzlich neugierig.

Obito stockte tatsächlich einen Moment. Er hatte sich darüber bereits des Öfteren Gedanken gemacht, aber er war noch nicht sicher ob er das offenlegen wollte. Er war nicht verpflichtet dazu…er fragte sich nur manchmal, ob er Nagato damit verleugnete…

„Nein. Wissen sie noch nicht.“

„Es ist ja wohl auch seine Sache, was er privat macht.“ murrte Nagato.

„Ja, sicher. Aber hätte ja sein-“



DING! DONG!



Itachi erhob sich vom Boden und ging rasch zu Türe. Er kam innerhalb von ein paar Minuten mit einem hohen Stapel Pizza Kartons zurück, die er der Reihe nach öffnete und jeweils, wie gewünscht verteilte. Schließlich setzte er sich mit seiner Thunfisch Pizza, wieder neben Deidara.

„Ohhh, es geht nichts über eine heiße Pizza mit Meeresfrüchten.“ schwärmte Kisame, während er genüsslich in ein Stück hineinbiss.

Sasuke unterdrückte indes einen leichten Würgereiz. Er konnte so ein Zeug, nicht mal sehen. Kopfschüttelnd, widmete er sich seiner Fungi Pizza.

„Jedem das seine.“ zuckte Deidara mit den Schultern und vertilgte seine Hawaii Pizza.

„Aber, ihr habt es hier ja echt gut getroffen.“ kam es von Shisui der sich nochmals im Wohnraum umschaute und nebenher seine vierfache Käsepizza aß.

„Ja, das stimmt.“ nickte Itachi. Das Wohnhaus in dem sie nun leben würden, lag in der Yamanaka Allee. Diese Straße war unweit vom Nagoya Viertel entfernt, gehörte jedoch, noch zum Kazegawa Viertel in dem Naruto lebte. Itachi war recht froh gewesen, das weder er noch sein Bruder, weite Wege zu ihren Partnern haben würden. Sofern es dabei blieb…

„Ja, ist doch echt nice hier.“ meinte Kisame sichtlich zufrieden. „Könnt euch ja glatt noch ein Haustier anschaffen, bei der Größe.“

Sakura lachte leicht. „Ja, einen kleinen Hund vielleicht.“

„Ein Aquarium wäre viel zeitsparender.“ nickte Kisame überzeugt.

„Fische sind langweilig…“ erwiderte Sakura sofort.

„Bitte?! Du hast keinen Sinn für die Schönheit dieser Wesen.“ Kisame sah sie gekränkt, theatralisch an.

Während Sakura den Kopfschüttelte, warf Deidara etwas ein. „Ratten. Das sind wirklich niedliche Tiere.“

Itachi beäugte seinen Freund ein wenig merkwürdig.

„Ihhhhh…“ kam es von Sakura, bevor Itachi etwas dazu sagen konnte. „Die sind widerlich…“

„Quatsch. Die sind sehr intelligent und richtig anhänglich und süß, wenn man sich mit ihnen richtig befasst.“ erklärte Deidara bestimmt. „Aber mit nem Bruder, der gegen alles was hat…“ er warf Sasori einen säuerlichen Blick zu.

„Das stimmt so nicht. Ich habe zum Beispiel nichts gegen…Vögel.“ räumte Sasori ein.

„Vögel…“ Deidara verdrehte die Augen. „Wie ätzend…mit denen kann man doch nichts anfangen.“

„Natürlich. Mit entsprechender Geduld und Fürsorge.“ schilderte Sasori bestimmt. Woraufhin Sakura, ihn neugierig musterte. Er hat so ein unglaubliches Feingefühl… das spürt man auch immer an seinen Marionetten. Sie wirken fast wie Menschen, weil er so viel Liebe dahineinsteckt…

„Flugtiere sind faszinierend.“ räumte sie ein und stand ihm damit bei.



„Ne, Schlange wäre cool.“

Sasukes Aussage wurde durchaus wahrgenommen, aber recht verhalten und perplex….

„Dein Ernst?!“ Kisame beäugte ihn merkwürdig. „Wie gestört bist du, Alter?“

Sasuke stockte, er hatte doch nur seine Meinung sagen wollen…

Warum ist…alles was ich sage, immer gleich komisch?... Warum teilt niemand mal meine Meinung?....

„Zugegeben...das ist schon etwas Außergewöhnliches… aber, diese Tiere sind meiner Meinung nach, sehr schön und faszinierend.“ bekräftigte er.

„Hm. Also ich finde sie durchaus schön anzuschauen, aber sie würden mir auch ein bisschen Angst machen.“ überlegte Sakura, bevor sie leicht lachte. „Passt allerdings perfekt zu Narutos skurriler Vorliebe für Kröten.“

Sasuke hob leicht die Augenbrauen, diese Eigenheit seines Freundes war ihm tatsächlich neu.

„Ich denke, wenn man den Umgang richtig raushat und sich eingehend informiert, kann man mit diesen Tieren sicher klarkommen.“ nickte Obito.

Deidara nickte ebenfalls. „Glaub ich auch.“ er wandte sich missgelaunt an Kisame. „Und du… benutz gefälligst mal dein Gehirn, bevor du andere als Gestört bezeichnest. Du bist nämlich der gestörteste von uns allen.“

Kisame hob beschwichtigend die Hände. „Sorry…ich wollte deinen neuen besten Freund nicht beleidigen…“ murrte er.

Deidara verengte die Augen. „Er ist nicht mein neuer bester Freund, mir geht deine Art einfach auf den Keks.“

„Ja, sicher…und das hat bestimmt nichts damit zu tun, dass du dich so bei deinem Freund einschleimen kannst und an der kurzen Leine hängst…“ grummelte er zurück.

Itachi analysierte die Situation und Deidaras innerliches kochen sofort. „Momentan hätten wir für keinerlei Haustiere, genug Geld oder Zeit. Daher ist diese Debatte reine Fiktion…“ beendete er die Diskussion entschieden und alle Anwesenden, akzeptierten seine Bestimmtheit.



„Wie stets eigentlich mit der restlichen Einrichtung? Waschmaschine, Küche und so weiter?“ fragte Obito, um ein neues Thema anzuschneiden. Zudem hatten seine Cousins, sowas bisher ja nie besessen.

Itachis Miene verdunkelte sich jedoch bei seiner Nachfrage, weshalb Sasuke ihrem Cousin antwortete. „Naja, unsere Eltern und Izuna…haben sich nicht davon abbringen lassen uns den Rest zu sponsern.“ er schaute etwas mitleidig zu seinem Bruder. „Itachi hat…ziemlich lange mit ihnen diskutiert. Letztlich konnten sie sich darauf einigen, es unter Weihnachtsgeschenke zu verbuchen. Heißt, da gehen wir dieses Jahr leer aus.“ Sasuke erinnerte sich nur zu gut an dieses Theater. Er hatte sich grade mit ihrem Vater ausgesöhnt, als gleich danach diese Diskussion startete. Er konnte Itachi ja verstehen, aber es half nichts…sie hätten auch schlecht Monate auf all diese Haushaltsdinge sparen können.

„Verstehe…“ Obito hatte in Itachis Gesicht schon ablesen können, dass ihm das nicht wirklich passte.

„Ist doch eigentlich voll lieb.“ kam es von Sakura.

„Kann sicher nicht jeder behaupten, ne halbe Einrichtung zu Weihnachten zu kriegen…reiche Familie halt.“ zuckte Kisame mit den Schultern.

„Stimmt wohl, da liegt die Messlatte für Geschenke bestimmt ohnehin woanders.“ überlegte Sasori. „Wenn ich bedenke, dass ich mit Deidara fast zwei Monate lang ständig in den Waschsalon rennen konnte und den ersten Monat nur Fertigessen drin war…“ er lachte leicht.

Itachi fühlte sich allerdings noch mieser dadurch. Es ist einfach nicht richtig, dass wir alles auf dem Silbertablett bekommen und andere für sowas hart arbeiten müssen….

Deidara griff nach seiner Hand und drückte diese leicht, er hatte sofort bemerkt das sein Freund grübelte. Itachi lächelte ihn daraufhin leicht an.

„Oh, ich muss langsam los.“ Obito hatte willkürlich einen Blick auf seine Armbanduhr geworfen. „Mein Termin ist bald und ich wollte Nagato noch Heimfahren.“

Itachi nickte. Sein Cousin hatte ihm gleich gesagt, dass er heute nicht viel Zeit hätte. „Alles klar. Danke für eure Hilfe.“ wandte er sich an Obito und Nagato.

„Kein Thema.“

„Klar, doch“

Damit machten die beiden sich davon.



„So…und ihr braucht wirklich keine Hilfe mehr beim Möbel aufbauen?“ fragte Suigetsu an die Uchiha Brüder gerichtet.

Itachi schüttelte den Kopf. „Nein, alles gut. Deidara, Sasori und Shisui bleiben ja noch, um zu helfen. Das packen wir.“

„Okay, wie ihr meint.“

„Aber falls was sein sollte, euch Werkzeug fehlt oder so…einfach melden.“ lächelte Sakura.

„Ja, danke.“ nickte Sasuke ihr zu.

Als sie alle aufgegessen hatten, machten sich auch die anderen langsam davon.



„Okay, sollen wir loslegen?“ fragte Deidara in die verbliebene Runde.



„Kann…ich dich vorher mal kurz unter vier Augen sprechen, Itachi?“ Shisui schaute ein wenig unsicher zu ihm.

Itachi wirkte irritiert, nickte jedoch und verschwand mit Shisui in seinem neuen Zimmer. Sein Cousin schloss zudem die Türe hinter ihnen.

Itachi sah ihn fragend an. „Was gibt es denn? ...du wirkst so verschwörerisch.“ Er musste leicht lachen.

Shisui seufzte. „Ja…entschuldige. Ich muss das einfach loswerden, sonst lässt mir das keine Ruhe…“

„Dann erzähl mal.“ Itachi sah ihn abwartend an.

„Also ich…“ Shisui senkte abrupt den Kopf und haute es einfach, ohne Punkt und Komma raus. „Ich treffe mich mit Izumi!“

Itachi sah ihn verwirrt an. „Ähm…und was ist daran jetzt das Pro-“

„Schon eine ganze Weile! Es tut mir leid! Ich weiß, sowas geht gar nicht…ich-“

„Stopp!“ unterbrach Itachi ihn entschieden. „Shisui…was befürchtest du, bitte? Ich bin mit Deidara zusammen…glücklich, zusammen. Ich will nichts von Izumi, das weißt du.“

„Trotzdem…das geht gar nicht!“ Shisui schüttelte entschieden den Kopf. „Du bist mein bester Freund…und mein Cousin…es ist einfach unterste Schublade mit deiner Ex Verlobten…anzubandeln…“

Itachi schüttelte ebenfalls den Kopf. „Unsinn…ich hatte nie etwas mit dieser Verlobung zu tun. Izumi ist wie eine Schwester für mich und ich kann mir nichts mehr wünschen als das sie glücklich wird, nachdem was ich ihr angetan habe…“ er lächelte seinen Cousin ehrlich an. „…es würde mich wirklich für euch beide freuen.“

„E-Ehrlich?“ Shisui sah etwas ungläubig drein.

„Ja, ehrlich.“ bestätigte Itachi nochmals.

Shisui fasste sich erleichtert an den Brustkorb. „Sorry…mir hat das wirklich keine Ruhe gelassen. Ich hatte wirklich Panik, dass du sauer auf mich sein würdest…“

Itachi lächelte matt. „Wie gesagt…dem ist nicht so. Ich wünsche euch alles Glück der Welt, wenn es zwischen euch Funken sollte.“

Shisui erwiderte sein Lächeln. „Bei mir hat es das schon längst…“ er schaute verträumt. „…bei ihr…bin ich noch nicht sicher, sie hat sehr an dir gehangen. Aber ich gebe mein bestes!“ sein Blick wurde entschlossen. „…jetzt kann ich mit gutem Gewissen kämpfen! Nächstes Wochenende kommt sie zu mir und ich habe ihr versprochen zu kochen.“ Er lachte verlegen. „Dafür muss ich mir noch einige Skills aneignen, aber das packe ich!“

Itachi lachte. Er kannte Shisuis Anwandlungen, gelegentlich in seine Gamer Sprache zu verfallen. „Klingt nach einer Grand Quest.“

Shisui nickte. „Auf jeden Fall! Aber die schaffe ich locker!“

„Gut, dann können wir ja jetzt erstmal die Nebenquest: Möbel aufbauen, starten oder?“

Shisui lachte. Er mochte es sehr, wie Itachi auf jeden und seine Eigenheiten eingehen konnte, das machte ihn so authentisch und sympathisch.

„Geht klar.“

Itachi nickte zufrieden. Er war froh das nichts zwischen ihnen stand und wollte grade wieder die Türe öffnen, als ihm etwas ins Auge fiel…

„Ist das…deins?“ er hob ein Handy von einem Stapel Bretter und sah fragend zu Shisui.

„Nein. Meins hab ich in der Hosentasche.“



Itachi ging, gefolgt von Shisui zurück in den Wohnraum und hielt das Smartphone fragend in die Runde. „Vermisst jemand sein Handy?“

Allgemeines Kopfschütteln folgte.

„Das ist glaub ich, Obitos…“ kam es nachdenklich von Sasuke.

„Hm. Okay, dann fahre ich später mal bei ihm vorbei und bringe es ihm…“

„Ich könnte es ihm auch einfach jetzt, schnell vorbeibringen.“ kam es ein wenig hoffnungsvoll von Sasuke.

Itachi sah ihn abschätzend an. „Du willst dich doch nur vorm aufbauen drücken…“

Sasuke zog einen leichten Schmollmund. „Mir liegt dieses grobe Handwerkzeug doch eh nicht so…“

Itachi seufzte. „Na, schön. Von mir aus…“ er hielt seinem Bruder das Smartphone hin, der es sofort entgegennahm und sich aus dem Staub machte.

Deidara beäugte die Situation etwas kritisch. „Du bist viel zu nachgiebig mit ihm…“

Shisui nickte. „Wenn ihr jetzt zusammenwohnt, solltest du das wirklich ein wenig ändern. Sonst bleibt wirklich alles, an dir hängen…“

Itachi nickte. „Ich weiß…das habe ich ihm, bereits klargemacht…“ dennoch lächelte er. „…aber für heute lass ich ihm seine Verzogenheit, nochmal durchgehen…“





Sasuke war wirklich froh, dass sein Bruder eingelenkt hatte. Er mochte es wirklich nicht, zu Schrauben, zu Bohren und all das…es war kein Vergleich zu dem feinfühligen Handwerk des Nähens. Zumal er offenbar zwei linke Hände hatte, sobald es um solche Bauarbeiten ging. Er wusste auch nicht worin der Unterschied für ihn bestand, aber es war tatsächlich so.

Er streckte sich zufrieden, während er durch die Straßen ging. Der Weg zu Obitos Wohnung, war von ihrem neuen Heim ebenfalls nicht sehr weit. Als er schließlich ankam, klingelte er.

>Ja?

>Ich bin‘s Sasuke. Du hast wohl dein Handy vergessen, ich wollt‘s dir nur bringen

>Oh…danke dir. Moment, ich mach dir auf



Sasuke trat sofort ein, als er das vertraute Geräusch des Öffnens vernahm und machte sich auf in den zweiten Stock.

Obito stand im Türrahmen und wirkte ein wenig gestresst.

„Hey, danke dir.“

„Kein Thema.“ Sasuke reichte dem anderen sein Handy.



„Wer ist denn das, Obito? ...“ erklang eine Stimme aus Obitos Wohnung.

„Sei nicht immer so neugierig…“ verdrehte sein Cousin genervt die Augen und sprach ins Innere der Wohnung.

Sasuke schaute ein wenig irritiert drein. Es war immerhin eine männliche Stimme, die sehr vertraut mit Obito sprach. Doch seine Neugier darüber hielt nicht lange an, denn hinter Obito tauchte mit einem Mal, ein etwa gleichaltriger Mann auf. Er hatte silbernes Haar, das leicht sturmbefangen gestylt, in eine Richtung stand. Zudem trug er eine dunkelblaue Hose und ein ebenso blaues Langarmshirt. Skurrilerweise, trug dieser Mann zudem eine schwarze Maske, die seinen Mund und Nase verdeckte.

„Hi.“ begrüßte er, Sasuke lässig.

Obito seufzte tief. „Das ist…Kakashi, ein alter Schulfreund und heute zumal, mein Termin.“ er wandte sich an Kakashi und deutete auf Sasuke. „Das ist mein jüngster Cousin, Sasuke.“

„Freut mich.“ sofern man nach den Augen ging, lächelte Kakashi offenbar.

Sasuke sah ein wenig irritiert zu Obito. „Dein…Termin?“

Obito nickte. „Er ist freiberuflicher Fotograf und heute zufällig für ein Magazin tätig, das die Geburtstagsfeier eines hohen Abgeordneten festhalten will.“

Sasuke nickte verstehend. Er hatte schon leicht befürchtet, dass sein Cousin ein falsches Spiel mit Nagato trieb…

„Sag mal, vielleicht-…kann er uns nicht helfen?“ kam es plötzlich von Kakashi.

Obito sah, perplex zu seinem Freund. „Bitte?“

„Wieso denn nicht? ...du hast dich doch so geärgert, dass ich nicht das volle Equipment mitnehmen kann, weil mein Praktikant abgesprungen ist.“ Kakashi sah Obito schelmisch an. „Wenn er hilft, könnte ich vielleicht so großherzig sein…“

Obito verengte die Augen. „Ich fürchte er hat nicht das notwendige Knowhow dafür…“  

Kakashi lachte leicht und griff nach etwas, das er Sasuke in Sekundenschnelle in die Handgedrückt hatte.

Dieser sah perplex zu dem Gerät in seinen Händen, was er als Kamera identifizierte und wieder hinauf zu Kakashi.

Dieser zwinkerte ihm zu. „Das ist gar nicht so schwer, wie man denkt.“


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So, da  geht also nun einiges voran. XD und Kakashi haben wir auch eingebaut.  Mal sehen was das noch wird. Muss natürlich sagen, das es langsam so zum Ende hingeht. Irgendwo muss ja leider schluss sein. Ich rechne mal mit höchstens siebzig Kapiteln insgesamt
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