Wenn ich fliegen könnte...

von Sasunox
GeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Deidara Itachi Uchiha Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
05.06.2019
11.10.2020
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16.08.2020 3.990
 
So, große Familienversammlung. XD haha
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59. Familienversammlung

Madara Uchiha hatte absolut keine Ahnung, warum er hier war. Das Obito ihn angerufen und zu Izuna bestellt hatte, nahm er einfach hin. Er war viel zu froh, dass sein Sohn seit ein paar Tagen wieder mit ihm redete…

Doch nun war er im Wohnraum seines jüngsten Bruders und ihm gegenüber, saßen Hashirama und Mito Senju mit ihrem Sohn. Ebenso saßen links von ihm Fugaku und Mikoto, sowie sein Sohn Obito.

„Was genau…soll ich hier jetzt eigentlich?“



„Vielleicht mal nachdenken, was du für ein Arsch bist…“ grummelte Tobirama. Er stand hinter dem Sessel, in dem Izuna saß.

„Tobirama…“ murrte Izuna seinen Freund an. „…wir wollen hier keinen Zoff.“

Madara war natürlich nicht entgangen, das Tobirama sehr nah bei seinem Bruder stand und von den beiden keinerlei Abneigung ausging. „Fangen wir doch einfach mal damit an, weshalb ihr zwei in solcher Vertrautheit zusammen hier seid, während wir anderen uns argwöhnisch anschauen oder ignorieren…“ er rollte leicht mit den Augen, weil er es sich bereits irgendwie denken konnte…

Izuna nickte trotzdem friedlich. „Ja, du hast recht…vielleicht wäre das ein guter Anfang.“ er atmete tief durch. „Also…um es gleich zu sagen, das hier wird eine kleine Familienintervention. Ob euch das passt oder nicht, ist mir jetzt mal egal…es gibt gute Gründe die dafürsprechen, endlich das Kriegsbeil zu begraben und zumindest einen anständigen Umgang miteinander zu finden. Einer dieser Gründe…“ Izuna schaute zu Tobirama, der zuversichtlich nickte und eine Hand auf seine Schulter legte, die Izuna sofort dankbar ergriff. „…einer dieser Gründe wäre meine Beziehung mit Tobirama…“

Wusste ich es doch…. dachte Madara sofort.

„D-Du willst ernsthaft wieder mit ihm zusammen sein?! Nachdem was er damals mit dir abgezogen hat?!“ Hashirama sah seinen Bruder bestürzt an.

„Vielleicht hast du mehr Verständnis dafür, wenn ich dir erzähle, was genau damals eigentlich abgelaufen ist…“ erklärte Tobirama.

Izuna ließ ein wenig den Kopf sinken, während sein Freund die ganze Geschichte zum Besten gab und alle danach, fassungslos zu Madara schauten. Dieser verschränkte nur die Arme und ignorierte sie alle.

„Und deshalb trifft Izuna, jedenfalls keine Schuld. Zumal wir im Nachhinein beide zu stur waren, uns bei dem anderen zu melden…“

„Verstehe…“ Mito sah sehr nachdenklich zu den Uchihas. Es tat ihr irgendwo leid. Nach der Sache mit Izunas Feier dachte sie, diese ganze Familie sei so anstrengend. Doch nun musste sie erkennen, dass wirklich stets nur Madara für Unruhen gesorgt hatte. Sie schaute traurig zu Mikoto. Sie waren die besten Freundinnen gewesen…

Fugaku der im Gegensatz zu seiner Frau, auch noch nichts von dieser Geschichte gewusst hatte, schüttelte nur den Kopf. Wieso ist mir nie aufgefallen wie selbstgerecht Madara ist und sich ständig von einem Problem ins nächste befördert…?

„Sag mal, merkst du eigentlich noch was?!“ blaffte Hashirama plötzlich Madara an. „Das du mit anderen so umgehst, ist mir ja mittlerweile klar…aber dein eigener Bruder…?“

Madara schnaubte. „Halt den Mund, du weißt nicht worum es mir ging, also spiel dich hier nicht so auf…“

„Ich will es auch gar nicht wissen! Bei deinem kranken denken, kommt eh keiner mit!“

„Oh, ich vergaß…du bist ja die Rechtschaffenheit in Person! Du-“

Madara brach ab, weil Nagato sich plötzlich erhob und den Raum verließ. Obito atmete tief aus und folgte ihm sofort. Madara sah den beiden nachdenklich hinterher…

„W-Was ist denn mit Nagato los?“ fragte Mito verwirrt in die Runde und wunderte sich ebenso darüber, das Obito ihm nachging. Sie hatte sich ohnehin schon gefragt, weshalb Nagato sie gebeten hatte mit hierher zu kommen…

Hashirama hatte auch aufgehört Madara zu fixieren, als sein Sohn weglief und blickte irritiert zur Wohnzimmertüre.

Izuna seufzte hörbar. „Nun und das…wäre der zweite Grund…“

Keiner der Anwesenden verstand, was er damit meinte. Doch Fugaku fiel da etwas ein. „Die zwei…sind Freunde oder?“

Mikoto nickte. „Stimmt. Sie waren doch neulich zusammen mit Deidara bei uns, wegen Itachi. Sie hatten sich Sorgen gemacht.“

Sowohl die beiden Senju, als auch Madara hörten das zum ersten Mal. Izuna und Tobirama hingegen wunderte es wenig...

„Ach so…es geht darum, dass diese beiden Streithähne hier…“ Mito deutete auf ihren Mann und Madara. „…etwas dagegen haben könnten und ihnen das Leben schwer machen, ja?“ die besagten Streithähne, sahen sie daraufhin leicht pikiert an.

Izuna nickte bedächtig. „Kann man so sagen, ja…“

„Zumal die zwei, keine Freunde sind…“ ergänzte Tobirama.

Mito schaute verwirrt. „Aber ihr meintet doch grade-“

„Sie sind nicht nur Freunde… habe ich recht?“ unterbrach Mikoto ihre ehemalige Freundin.

Tobirama nickte, setzte sich auf die Lehne von Izunas Sessel und griff nach einer Hand seines Freundes. Izuna lächelte ihn an und schaute dann vielsagend in die Runde, wobei er strafend zu Hashirama und Madara blickte. Die beiden wussten gar nicht in welcher Situation sich ihre Kinder befanden….



Klopf! Klopf!

„Lässt du mich rein, Nagato?“

Sein Freund hatte sich in Izunas Bad verschanzt, aber er öffnete sofort die Türe als er Obito hörte und warf sich in seine Arme.

Der andere strich ihm beruhigend über den Rücken. „Dir…war das grade schon Zuviel oder?“

Nagato nickte stumm. „Sie…sitzen kaum eine halbe Stunde zusammen und giften sich schon an…“

Obito seufzte. „Ich weiß…aber ohne, dass wir mit ihnen sprechen wird sich nichts ändern.“

Nagato nahm wieder etwas Abstand zu seinem Freund. „Ich…ich kann da jetzt nicht wieder rein gehen…“ er ließ den Kopf sinken.

Obito griff mit einer Hand unter sein Kinn, damit er ihn ansehen musste. „Ich bin doch bei dir.“

Nagato schaute immer noch unsicher drein.

Obito sah ihn nun etwas strenger an. „Nagato Senju…“ der andere bekam wegen des strengen Tons, große Augen. „…du warst mit mir in Otogakure. Du hast dich Leuten gestellt, die einen Dreck auf Moral oder Gesetze geben. Du hast ihnen vollkommen furchtlos die Stirn geboten. Wirst du jetzt wirklich bei unseren Eltern einknicken?“ er war mit jedem Wort, sanfter in seiner Tonlage geworden, aber er blieb nachdrücklich.

„Weißt du…Leute die mich nicht kümmern, wären mir grade echt lieber…“

Obito verstand. Sein Freund konnte leichter mit Menschen umgehen die ihm nichts bedeuteten, doch hier lag der Fall anders…

„Denkst du denn nicht…, dass es auch eine Form der Wertschätzung ist zu anderen ehrlich zu sein? Ich meine… du siehst grade eine wenig auf deine Eltern hinab, indem du sie belügst.“

Nagato legte die Stirn in Falten. „Na toll…das heißt jetzt sind sie vielleicht auch noch sauer, weil ich jetzt erst den Mund aufmache…“ er fuhr sich ausatmend durch sein Haar.

Obito lächelte leicht bei der Geste seines Freundes und strich dem anderen ein paar Haare aus dem Gesicht. „Ich liebe dein Haar…“ wisperte er verträumt.

Nagato sah ihn erst stutzig an, bevor er verlegen den Kopf abwandte.

„Sieh mal…am Ende zählen doch nur wir beide oder?“ räumte Obito nachdenklich ein. „Ich weiß, wie sehr es dir wehtun würde…aber wenn sie dich wirklich von sich stoßen, werde ich dich sofort auffangen. Das schwöre ich dir. Notfalls ziehst du bei mir ein. Ich bin für dich da.“

Nagato atmete tief durch, aber er nickte. Er durfte einfach nicht so feige sein. Er wollte mit Obito glücklich sein. Selbst wenn er sich dafür mit seinen Eltern verkrachen sollte…





„So ist das also…“ Mito nickte verstehend.

Izuna hatte sich die Freiheit genommen, den anderen in der Abwesenheit seines Neffen und Nagatos zu erklären, was zwischen den beiden lief damit sie es alle auch wirklich verstanden. Er hatte auch gleich sein Bestes gegeben, das alles psychologisch zu untermauern. Ebenso hatte er angebracht, dass es Eltern wichtig sein sollte, dass ihre Kinder glücklich sind.

Madara und Hashirama waren seitdem unglaublich ruhig…





„Chrm…“ leicht räuspernd betrat Obito mit Nagato an der Hand, wieder das Wohnzimmer.

Nagato sah niemanden so wirklich an. Obito zog ihn mit sich. Er setzte sich auf das Sofa und manövrierte seinen Freund neben sich. Zuerst hatte er überlegt ihn einfach auf seinen Schoß zu ziehen, aber dann würde Nagato wohl gänzlich die Farbe seiner Haare annehmen und versteinern…



Da eine unangenehme Stille herrschte, ergriff Mito schließlich das Wort.

„Ist alles okay, Liebling?“

Nagato verspannte sich. Nein…nichts ist okay, Mama. Ihr wisst überhaupt nicht was in mir vorgeht…aber, wenn ich es sage…dann hasst ihr mich…  es waren immerhin zwei Dinge die Nagato umtrieben. Er war mit einem Uchiha zusammen, aber das war nur eine Sache… zudem, war dieser ein Mann. Auch das, wurde ja nicht von jedem einfach so simpel hingenommen. Er hatte schon immer beneidet, wie einfach es Deidara und Naruto da, hatten. Sogar Sasuke und Itachi mussten sich nicht wirklich mit ihren Eltern deswegen rumärgern.

Nagato nickte ihr nur zaghaft zu.

Obito griff ein, weil er merkte das sie sonst nicht weiterkämen. „Wir müssen da etwas mit euch bereden…-“

„Spar es dir… Izuna hat uns schon aufgeklärt…“ sein Vater sah ihn abschätzend an.

Obito suchte kurz den Blick seines Onkels, aber er verstand bereits das Izuna nur versucht hatte, den Weg ein wenig für sie freizuräumen.

Während Nagato über diese Verkündung leicht zusammenzuckte, musterte Obito nun seinen Vater. „Und? Hast du ein Problem damit?“ er klang nicht sehr freundlich, aber in seinem Fall musste man nun mal einräumen, dass sein Vater sich eh einiges geleistet hatte…

Madara schnaubte leicht. „Du bist alt genug…ich dachte eben nur, dass dir etwas daran liegen würde eine anständige Familie zu haben…“

Obito war noch nicht über die Handlungen seines Vaters hinweg, deshalb ließ er sich kaum etwas von diesem bieten. „Nun, ich denke…auch eine ‚unanständige Familie‘ kann mir lieber sein, als unsere. Zumal ich zwei davon habe…“

Das brachte Madara tatsächlich kurz ins Stocken. Doch er wusste schließlich welche andere Familie, sein Sohn im Rücken hatte. Ebenso wusste er, dass er es nur Obito zu verdanken hatte, das Orochimaru vor ein paar Tagen verkündete das er keine Drogen mehr für Akatsuki herstellen musste…

„Wie gesagt…du bist alt genug. Tue was du für richtig hältst…“ Madara sah ein wenig resigniert drein. „War das alles… kann ich jetzt gehen?“

„Nein, kannst du nicht!“ rügte Izuna ihn bestimmt. „Ihr sollt das anständig klären…“ er blickte abwartend zu Hashirama. „Was sagst du, denn eigentlich dazu?“

Auch Nagato schielte kurz neugierig zu seinem Vater, doch der schien nicht reden zu wollen.

Mito beäugte ihren Mann ebenfalls nachdenklich. „Hashi-…“

„Ich brauch kurz frische Luft…“ damit erhob sich Hashirama und war unlängst durch die Haustüre.

Nagato ließ den Kopf an Obitos Schulter sinken. Ich hab‘s doch gewusst….

Obito legte indes einen Arm um ihn.

Mito sah ihrem Mann kurz nach, bevor sie zu ihrem Sohn schaute der ziemlich geknickt aussah.

„Nagato…also was mich angeht, ich bin wirklich zufrieden, wenn du glücklich bist. Und wenn es ein Mann ist, der dich glücklich macht dann bin ich damit vollkommen einverstanden.“ sie erhob sich und näherte sich ihm. „Was deinen Vater angeht…gib ihm ein wenig Zeit…“ sie strich Nagato liebevoll durchs Haar. Er blickte etwas vorsichtig zu ihr, aber lächelte sie dankbar an. „Ich werde besser mal nach ihm schau-“

„Ich sehe mal nach, was dieser Schwachkopf treibt…“

Mito starrte leicht entsetzt als Madara sie unterbrach, aufstand und an ihr vorbei ging. Man konnte hören wie die Haustüre, ein zweites Mal ins Schloss fiel.

Mito stand erst unschlüssig im Raum und sah in Richtung des Flures, entschied jedoch das es besser sei Madara zu folgen, als man sie zurückhielt...

„Warte mal…“ Izuna schaute sie bittend an. „…vielleicht, brauchen die zwei das jetzt.“

Sie sah ihn zweifelnd an. „Die schlagen sich doch nur wieder die Köpfe ein…“

„Hm. Vielleicht auch nicht…“ warf Mikoto ein. „…möglicherweise, ist Madara in diesem Fall mal der richtige. Außerdem…ich denke, wenn die beiden etwas aus der Welt schaffen wollen, dann lieber unter sich…“

Fugaku nickte beipflichtend. „Madara ist das mit Sicherheit lieber und ich denke Hashirama sieht das in dieser Situation, vielleicht genauso.“

Mito schaute zu ihrem Schwager, weil sie nicht allein auf das Urteilsvermögen der Uchiha bauen wollte.

„Ich denke, einen Versuch ist es wert.“ nickte Tobirama ihr zu. „Wenn sie in zwanzig Minuten noch draußen sind, schleif ich sie wieder rein.“ beruhigte er Mito.

„Na schön.“ sie setzte sich ein wenig unruhig, wieder zurück auf ihren Platz und schaute nun neugierig zu ihrem Sohn und dessen Freund. „So, aber dann erzählt doch mal. Wie seid ihr zwei denn eigentlich zusammengekommen?“ fragte sie lächelnd.

Nagato setzte sich nun aufrechter hin und wirkte sehr viel ungehemmter als zuvor. Obito nahm das sehr zufrieden wahr und lauschte den Worten seines Freundes, der seiner Mutter grade anfing alles im Detail zu erzählen….





Als Madara aus der Tür trat, sah er Hashirama eine Zigarette rauchend und ein wenig resigniert, an der Hauswand stehen. Innerlich leicht amüsiert, ging er auf ihn zu und stellte sich schweigend neben ihn.

Hashirama warf ihm einen erstaunten Blick zu als er ihn bemerkte, doch sogleich verengte er seine Augen und starrte wieder vor sich hin.

Nach einer Weile, seufzte Madara hörbar. „Diese Jugend von heute…hast du noch eine über?“

Hashirama schielte kurz zu dem anderen. Eigentlich wollte er ihn ignorieren, aber ihm war bewusst das Madara grade ein ähnliches Problem hatte wie er selbst. Innerlich seufzend, hielt er ihm also seine Kippen Packung hin.

„Danke…“ Madara nahm sich eine Zigarette und auch das Feuerzeug, das der andere ihm gleich danach anbot. „Ist schon heftig, wenn der einzige Sohn solche Neigungen hat oder?“ er zog nachdenklich an seinem Glimmstängel. Für gewöhnlich rauchte er nicht, das tat er meistens nur in Stresssituationen. Ebenso, wie Hashirama. Offenbar hatte der andere sich dahingehend ebenfalls nicht verändert, was ihn leicht schmunzeln ließ...

Hashirama atmete tief aus. „Was willst du?“

Madara hörte den genervten Ton, aber ihm war klar wie der andere sich grade fühlen musste. Er wusste selbst kaum, warum er auf ihn zuging…doch als er Hashiramas Blick vorhin gesehen hatte und wie er unter Druck stand, etwas zu sagen…das weckte in ihm seine alten Verhaltensmuster aus ihrer Jungendzeit…



Es war stets so gewesen. Was Hashirama Zuviel gewesen war, hatte er einfach abgefangen. Immer…

„Was stört dich so daran? Ist es meinetwegen?“ fragte er schließlich.

Hashirama schnaubte. „Bild dir mal nichts ein…mein Problem ist eigentlich sehr simpel...“ er überlegte kurz ob er wirklich weitersprechen sollte, doch innerlich wusste er das der andere ihn verstehen würde. „…ich habe eben, auf Enkel gehofft…auf eine Schwiegertochter. Ich wollte das er, es zu etwas bringt. Das ist alles…“

Madara verstand. Sein ehemaliger Freund hatte die gleichen Wünsche für sein Kind gehabt, wie er auch. Doch…er musste mittlerweile einräumen, wie froh er darüber sein konnte das Obito noch Kontakt zu ihm wollte. Nachdem was er sich geleistet hatte…denn auch er selber musste es letztlich einsehen, so schwer es Eltern auch immer fällt, Kinder sind irgendwann keine Kinder mehr…

„Weißt du…mein Sohn ist vierundzwanzig. Und…vor nicht allzu langer Zeit, habe ich ihn sehr…enttäuscht. Deshalb bin ich froh, dass er überhaupt noch mit mir redet.“ Madara seufzte schwer. „Was ich damit sagen will…unsere Kinder gehören uns nun mal nicht. Im Gegenteil…anfangs rennen sie uns hinterher um Aufmerksamkeit zu bekommen und letztlich…tun wir das.“

Hashirama hörte dem anderen erstaunt zu. Seine Auffassungsgabe hat sich kein Stück verändert…bis ins Detail logisch durchdacht…

„Du hast recht…aber Eltern haben auch Gefühle oder?“

Madara nickte. „Natürlich…das lasse ich dabei nicht außer Acht. Aber uns muss bewusst bleiben, dass sie uns nicht brauchen. Und sie emotional unter Druck zu setzen, nur damit sie bei uns bleiben…, dass- das will man seinem Kind doch nicht antun…“

Hashirama fühlte sich grade sehr überfordert. Solche tiefgründigen Themen lagen eher seiner Frau, nicht ihm.

„Madara…abgesehen davon, was zwischen uns ist…. es macht mich wirklich irgendwie fertig, das mein Sohn nie Kinder haben wird oder heiraten wird oder-“

„Warum denn nicht?“ Madara sah ihn mit schief gelegtem Kopf an.

„Ja, weil er mit einem Kerl-“

„Was glaubst du denn, was ich vorhin mit einer richtigen Familie gemeint hatte? Natürlich können sie sowas nicht. Aber …sie können durchaus heiraten und gleichgeschlechtliche Paare können mittlerweile auch Kinder adoptieren. Und dein Sohn kann definitiv auch noch beruflich durchstarten. Die zwei hörten sich zumindest nicht so an, als wollen sie irgendwelche Klischeerollen erfüllen. Dein Sohn wird ganz normal erstmal studieren oder ne Ausbildung machen, bevor sie heimelig werden.“ das musste ja sogar Madara, ein wenig lachend einräumen.



Hashirama fuhr sich fahrig durchs Haar. Es konnte doch nicht sein, das Madara so abgeklärt damit umging und er selber so überfordert von dem Thema war.

„Mal was anderes…“ Madara sah den anderen fragwürdig an. „…was meinst du eigentlich, wie es deinem Sohn grade geht? …nachdem du einfach so abgerauscht bist…“ nicht das er sich plötzlich für Nagato interessierte, doch aus väterlicher Sicht war Hashirama grade dabei seinen Sohn ziemlich vor den Kopf zu stoßen….

Hashiramas Blick wurde leicht entsetzt….

„Ich…“

Madara sah ihn mitfühlend an. „Ich verstehe dich…wirklich… aber dein Sohn muss grade denken, dass du ihn völlig verachtest…“

Nagato…   Hashirama fasste sich an die Stirn und blickte erstmalig offen zu Madara. „Madara…. Ich weiß, wie unentschuldbar unsere Handlungen der Vergangenheit waren… aber du weißt immer noch am besten wie es in mir aussieht, nicht wahr? Sonst wärst du mir nicht nachgekommen…“

Madara stutzte zwar, aber letztlich nickte er sogar ein wenig vorwitzig. „Ich konnte es damals einfach nicht…auf diese Art sehen. Ich konnte nicht stolz darauf sein, jemanden zu unterstützen…. ich wollte selbst der Mittelpunkt sein. Dabei spielt das keine Rolle, wenn die andere Person es wert ist...tja, wir waren eben noch sehr jung…“ er hatte wirklich lange nicht mehr darüber nachgedacht, aber da er sich grade sowieso immer mehr Gedanken über seine Fehler machen musste, konnte er auch zu diesem Schluss kommen.



Hashirama sah seinen ehemaligen Freund sprachlos an. Er…erkennt mich an? Er denkt ich bin jemand…den man unterstützen sollte…? wie sehr er sich damals gewünscht hätte, das sein Freund das so gesehen hätte…

„Madara-….“

„Du bist nach wie vor ein Vollidiot…du lässt sogar deinen eigenen Sohn hängen…wie bist du nur die letzten Jahre ohne mich zurechtgekommen? Irgendeiner muss dir ja sagen, dass du ein trotteliger Vollhorst bist… deine Frau ist viel zu lieb.“ Madara konnte einfach nicht anders mit ihm umgehen, doch er war fast sicher das der andere ihn verstehen würde…

Hashirama musste sich wirklich zusammennehmen. Er könnte grade darüber heulen, das Madara so mit ihm umging. Das es ihn kümmerte wie es ihm und seiner Familie ging... sein Groll gegen Madara, das lag doch hauptsächlich an seiner Ignoranz und der Dinge von damals…

Seinerseits wollte er seinen Freund immer gerne zurückhaben. Sogar trotz der unsäglichen Dinge die dieser getan hatte….

„Ma-Madara…“

„Jetzt mach bloß nicht so ein weinerliches Gesicht…das kotzt mich an.“ Madara verschränkte missgelaunt die Arme, doch wenn man ihn lange genug kannte und das tat Hashirama im Grunde, dann konnte man die Halbherzigkeit in seinen Worten erkennen.



Hashirama lächelte. „Ist gut…, wenn ich deswegen mal wieder zu niedergeschlagen bin, können wir ja einen Trinken gehen.“

Madara konnte den erstaunten Blick nicht unterdrücken, dennoch schnaubte er sogleich. „Je, nachdem was du vertragen kannst.“ grinste er.  

Hashirama erwiderte sein Grinsen sofort.





Tobirama warf einen skeptischen Blick auf seine Armbanduhr. „Hm, ich denke ich schau jetzt besser wirklich mal, was die beiden-“



„Haha, das glaubst du doch wohl selber nicht.“ Hashirama kam grade zurück ins Wohnzimmer, dicht gefolgt von Madara.

„Und ob! Was meinst du, was ich alles schon gebechert habe…haha.“

Unter den absolut verstörten Blicken der anderen, setzten die beiden sich wieder hin.

„Das ist keine Garantie, viel zu vertragen. In meinem Studium, da gab es so einen Typen der war jedes Wochenende auf Achse. Party…etc. Dann beim Abschluss war er der erste, der vom Krankenwagen abgeholt wurde.“ erzählte Hashirama lachend.

„Oh man, hör mir auf mit Abschlussfeier. Das war bei uns eine Katastrophe. Typisch Pharmazie Studenten…haben ein paar Vollidioten da Drogen verteilt. Wir hatten sogar nen Polizeieinsatz.“

„Krasse Sache…“

„Ja…und dann…“

Während Madara seine Geschichte weiter erläuterte, sahen alle Anwesenden merkwürdig zu den beiden. Sie schienen alle dasselbe zu denken…

Was geht hier ab?!

Nagato tippte seinen Freund leicht an und flüsterte ihm ins Ohr. „Was…ist denn mit den beiden los?“

Obito zuckte nur mit den Schultern. Er begriff es auch keineswegs…

Mito fasste sich als erste wieder und stieß ihrem Mann leicht mit dem Ellbogen an.

Der sah daraufhin ein wenig verwirrt zu ihr, weil sie ihn aus seinem Gespräch mit Madara riss.

„W-Was...äh…ist los?“

Mito verengte leicht die Augen. „Also…ich habe zwar keine Ahnung, weshalb ihr beide grade in solcher ‚lass uns mal ein Bier trinken‘ Stimmung seid. Doch könntet ihr eventuell einen Moment nochmal zu dem Thema kommen, weshalb wir hier sind.“ Ihr engelsgleicher Ton wurde immer ungehaltener und sie warf auch Madara einen strengen Blick zu.

Hashirama räusperte sich sofort und suchte den Blick seines Sohnes. Er hatte es wirklich fast vergessen, weil er ewig nicht mehr mit Madara gesprochen hatte.

„J-Ja, natürlich. Also, Nagato…was ich dir sagen möchte…äh-“

„Du willst ihm sagen, dass du ihn trotzdem liebhast! Und wenn er glücklich ist, bist du es auch!“ warf Tobirama ungehalten ein. Ihm war schon die ganze Zeit über eine Ader an den Schläfen pulsiert, weil sein Bruder sich so trottelig verhielt.

„Ja-Ja, genau. Das wollte ich sagen.“ er lächelte seinen Sohn an.

Nagato seufzte innerlich. Sein Vater war wirklich manchmal ein Einfallspinsel und ein Idiot. Das resignierte ihn ein wenig…, wenn er daran zurückdachte, dass er ihn vor Obito damals verteidigt hatte. „D-Danke…“ brachte er etwas kleinlaut hervor.

„Aber sicher doch! Dein Vater steht hinter dir!“ verkündete Hashirama inbrünstig. „Und wenn du irgendwelche Fragen haben solltest. Ich kann mittlerweile super googeln.“

Nagato lehnte sich wieder etwas resigniert an Obitos Schulter, der sich immens das Lachen verkneifen musste.

Madara hingegen sah Kopfschüttelnd zu Hashirama. „Wie ums Himmelswillen, hast du dein Studium geschafft?“

Hashirama legte ein wenig die Stirn in Falten. ,,Ich bin zwar nicht in allem gut, aber wenn mir ein Thema liegt dann läuft es auch. Ich war nie schlechter in der Schule als du, wenn du dich erinnerst.“

„Das…meinte ich auch nicht. Ich meinte eher deine…kurzeitigen Aussetzer und Depri Anfälle…“

Madara erinnerte sich sehr gut an Hashiramas Schwächen und diese Dinge, waren immer seine größten gewesen.

„Hah! Ich komm mittlerweile super zurecht. Außerdem hat Tobirama, ja dasselbe studiert.“

„Ah…daher weht der Wind.“ Madara sah etwas mitfühlend zu dem anderen Senju. „Wie oft, hast du ihn mitziehen müssen?“

Tobirama senkte ein wenig den Kopf, man sah deutlich wie sich seine Miene verdunkelte. „Frag.nicht.“

„Verstehe…“ räumte Madara schmunzelnd ein.

„Hey!“ murrte Hashirama.



Obito sah sich das Ganze amüsiert an. Auch alle anderen schienen die positive Entwicklung darin, langsam zu erkennen.

Nagato lächelte ebenfalls und zog seinen Freund leicht am Ärmel, wieder beugte er sich zu ihm ans Ohr. „Können wir jetzt zu dir fahren. Ich…ähm…will dich…“ er senkte sofort verlegen den Kopf, aber er empfand nun mal so. Außerdem wusste er schließlich, das sein Freund nie von sich aus damit kommen würde, da es sein erstes Mal wäre...


Obito sah seinen Freund erstaunt an. Doch diesmal war ihm die Ernsthaftigkeit der Lage klar. Sie hatten weder etwas getrunken, noch gab es sonst eine Erklärung die Nagatos Absichten in Frage stellen könnte…

Er nickte knapp und erhob sich mit ihm zusammen.

„Wir würden dann langsam gehen…“ erklärte Nagato etwas scheu und verneigte sich leicht vor allen, wie es sich vor Älteren gehörte.

„Wir sind sehr froh darüber, dass ihr unsere Beziehung akzeptiert.“ Obito nickte jedem, lediglich zu. Er war älter als sein Freund und hatte irgendwie ohnehin nie, viel für Traditionen übriggehabt.

Nagato beäugte dies ein wenig fraglich, aber darüber konnten sie immer noch sprechen. Zumal ihm bewusst blieb, das Obito zumindest in Otogakure über allem und jedem stand. Er hoffte nur inständig, das würde seinem Freund nicht zu Kopf steigen.
_____________________________________________________________________________________________________________________Tja, Hashirama und Madara kriegen sich schon wieder ein...  und ihre Söhne, kommen sich immer näher. Ist doch cute oder:-)
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