Wenn ich fliegen könnte...

von Sasunox
GeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Deidara Itachi Uchiha Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
05.06.2019
11.10.2020
69
227.838
26
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Dieses Kapitel
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11.08.2020 3.235
 
Huhu :) nun ein bisschen Nebenpairing stuff. ^^
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58. Hashirama und Madara

„Aber meine Mama ist ganz lieb, Izuna.“

Izuna sah etwas gequält zu Tobiramas Tochter. Er war heute bei dem anderen zu Besuch gewesen und sie hatten sich tatsächlich einen sehr schönen Tag, zu dritt gemacht. Sie waren mit Izuno Eis essen gegangen und Zuhause hatten sie mit ihr Memory gespielt. Später, hatte Izuna sich in Tobiramas kleiner Küche breit gemacht und fürs Mittagessen gesorgt, wobei sie noch einen von Izunos Lieblingsfilmen angesehen hatten.

Allerdings würde Tobiramas Ex Frau, ihre Tochter nun jeden Moment abholen und Izuna wollte der Dame eigentlich ungern über den Weg laufen…

Er hob beschwichtigend die Hände und lächelte. „Ich wollte auch nichts anderes behaupten. Aber…vielleicht ist deine Mama nicht sehr froh, wenn sie mich hier mit deinem Papa sieht…“ versuchte er es zu erklären.

Tobirama beobachtete das Ganze ein wenig amüsiert.

„Ach, das würde sie bestimmt nicht stören.“ lächelte Izuno überzeugt. „Du hast meinen Papa doch einfach ganz doll lieb. Genauso wie Mama immer glücklich ist, wenn Shikaku uns besucht.“

Izuna stockte ein wenig. „Shikaku?“

„Ja.“ lachte Izuno und sah noch breiter grinsend, zu ihrem Vater. „Er hat sie übrigens endlich mal gefragt und Mama hat, ja gesagt.“ sie kicherte vergnügt.

„Das freut mich.“ lächelte Tobirama ehrlich.

Izuna schaute verwirrt zwischen den beiden hin und her. Schließlich verschränkte er die Arme und blickte erwartungsvoll zu Tobirama.

Der erbarmte sich natürlich. „Yoshino ist seit knapp einem Jahr mit Shikaku zusammen. Tja und wie es aussieht, werden sie heiraten.“  

„Ich freu mich schon riesig. Mama hat gesagt, ich darf ein ganz hübsches Kleid tragen.“ berichtete Izuno mit strahlenden Augen. „Dann darf ich sogar Blume-“

DING! DONG!

„Ah, das ist Mama! Ich hole schnell meine Sachen.“ damit sauste die Kleine in ihr Kinderzimmer.

Izuna sah Tobirama etwas pikiert an. „Du hättest mir ruhig erzählen können, dass deine Ex wieder vergeben ist…“

Tobirama schmunzelte. „Hätte ich…allerdings fand ich sehr interessant, wie besorgt du warst, dass sie noch Interesse an mir haben könnte.“

Izuna verengte die Augen und drehte demonstrativ seinen Kopf weg. „Tz…“



Tobirama lachte leicht, während er seine Wohnungstüre öffnete. Die näherkommenden Schritte, ließen jedoch auch Izuna wieder etwas angespannt zur Türe sehen.

„Hallo, mein Lieber.“ die langhaarige brünette Frau die eintrat, umarmte Tobirama freundschaftlich. Sie trug ein rosafarbenes Tanktop und eine helle Jeans, inklusive Sneakers dazu.

„Hey, Yoshino. Glückwünsch, übrigens.“ lächelte Tobirama.

„Haha…konnte unser kleines Temperamentbündel wieder den Mund nicht halten, ja?“ sie wirkte sichtlich amüsiert.

„Nein. Keine Chance.“ lachte Tobirama mit.

„Du bist natürlich auch eingeladen, wenn du magst.“

„Wenn dein Verlobter nichts dagegen hat.“

„Ach, wo denkst du hin.“ Sie winkte ab. „Der hat nicht das geringste Problem mit sowas. Shikaku ist total entspannt und weit entfernt davon, spießig zu sein.“

„Muss ich mich jetzt angesprochen fühlen?“

„Heeey, das hast du gesagt.“ lachte sie mit erhobenem Zeigefinger.



Izuna beobachtete die Vertrautheit der beiden mit gemischten Gefühlen. Ihm war natürlich bewusst gewesen, dass es so sein könnte…die zwei hatten immerhin ein gemeinsames Kind. Dennoch empfand er es als Schlag ins Gesicht, es so lebhaft vor sich zu sehen. Diese Frau kannte Tobirama zurzeit zweifelsohne besser, als er es tat….

„Oh, Hallo. Sorry.“ Yoshino war sehr auf Tobirama fixiert gewesen und nahm Izuna, jetzt erst richtig wahr. Sie streckte ihm lächelnd eine Hand entgegen. „Yoshino. Sind sie ein Freund von Tobirama?“

„Ich-“

„Mama!“ Izuno kam just in diesem Moment auf ihre Mutter zu gerannt und fiel ihr in die Arme.

„Hahaha…mein kleiner Wirbelwind.“ sie erwiderte die Geste liebevoll.

Als Izuno ihre Mutter losließ, sah sie mit vor Freude zusammengekniffenen Augen zu ihr. „Ich hatte einen super tollen Tag! Wir waren Eis essen, haben Memory gespielt und Izuna hat ganz lecker für uns gekocht.“

Yoshino hörte ihrer Tochter lächelnd zu, doch als Izunas Name fiel bemerkte man das sie kurz Stutzte. Dennoch, lächelte sie sogleich wieder. „Das ist schön mein Schatz. Geh doch schonmal runter. Ich hab´ gleich vor der Türe geparkt.“

„Ja, mach ich.“ nickte Izuno eifrig. „Tschüss, Papa! Tschüss, Izuna!“ sie winkte beiden und war flink durch die Türe.

Yoshino sah Izuna etwas nachdenklich an. „Du bist das also…“

Während Izuna leicht schlucken musste, beäugte Tobirama seine Ex Frau etwas merkwürdig.

„Yoshino-…“

Yoshino sah ihren Ex Mann sofort beschwichtigend an und lachte etwas verlegen. „Oh, Sorry. Das sollte jetzt nicht eifersüchtig klingen oder so. Das wäre auch Unsinn.  Ich war nur neugierig und… habe mich grade ein wenig gefragt…wie Izuno damit umgeht…also, wenn ihr zwei wieder…“

Tobirama nickte. Er begriff die Sorgen seiner Ex Frau. „Sie geht eigentlich sehr souverän damit um. Genauso wie bei dir und Shikaku. Wir haben sie dahingehend gut erzogen, denke ich. Sie nimmt es nicht mal als ungewöhnlich hin, dass ein Mann an meiner Seite ist.“

Yoshino nickte zufrieden. „Das ist gut. Es täte mir auch für euch leid, wenn das in Stress ausarten würde.“ Sie suchte nun direkt den Blick von Izuna. „Ich möchte dir wirklich gerne nochmal persönlich danken, dass du meine Tochter neulich aufgelesen und zu ihrem Vater gebracht hast.“

„K-Kein Problem…habe ich gerne gemacht.“

Sie lachte plötzlich offenherzig. „Das glaub ich sofort. Haha…hat dir ja auch was gebracht, nicht?“ zwinkerte sie.

Yoshino wandte sich wieder an Tobirama. „Okay, dann bis zum nächsten Wochenende.“ sie winkte schon und war halb aus der Türe, als sie nochmal anhielt. „Ach und, du kannst ihn zu meiner Hochzeit natürlich gerne mitbringen. Vorausgesetzt, er hat dann nicht so einen Stock im Arsch.“ sie zwinkerte wieder beiden zu und macht sich lächelnd davon. „Bye, Bye.“´



Tobirama schloss die Wohnungstüre und schaute etwas fraglich zu Izuna. Er wusste schließlich wie direkt seine Ex Frau sein konnte…

„Ist…alles okay?“

Izuna atmete innerlich tief durch. „Ja…alles gut…“

Tobirama musterte ihn skeptisch. „Aha…und wirklich?“

„Was willst du hören? Sie ist eben deine Ex.“

Izunas schnippischer Ton, machte den anderen natürlich nicht weniger stutzig.

„Ja…und das wusstest du.“ er seufzte leicht. „Ich weiß das sie etwas gewöhnungsbedürftig sein kann…“

„Sie ist eben sehr quirlig und offen.“ Izuna schaute etwas nachdenklich. „Wundert mich einfach etwas, das du mit so jemandem angebandelt hast.“

Tobirama legte die Stirn in Falten. „Was findest du daran so ungewöhnlich?“

„Naja, du bist…schon eher ein ernster Typ oder?“ Izuna sah ihn etwas fragend an. „Also…zumindest warst du das früher. Eigentlich, könnte sie das wahrscheinlich grade besser beurteilen als ich…“

„Das stört dich also. Es passt dir nicht, dass sie mehr über mich wissen könnte, ja?“ Tobirama musste innerlich schmunzeln. Er fand es unheimlich süß, wenn Izuna unsicher wirkte.

„Irgendwie schon…“ gab sein Freund kleinlaut zu.

„Izuna, wir haben uns über zehn Jahre nicht mehr gesehen.“ Tobirama näherte sich seinem Freund und zog ihn an sich. „Das wird sich auch wieder ändern. Wir müssen uns eben wieder besser kennenlernen.“

Izuna nickte. „Ja, du hast recht.“

„Und fahren wir noch zu dir, wie besprochen?“ fragte Tobirama, während er wieder etwas Abstand zwischen sie brachte.

„Klar.“ lächelte Izuna.

Als Sasuke ihm geschrieben hatte das er noch bis morgen bei seinen Eltern bleiben würde, war ihm sofort die Idee gekommen das Tobirama bei ihm übernachten könnte. Sicher wäre das auch so möglich, aber auf die Art waren sie völlig ungestört und das waren sie sonst nur in Tobiramas Wohnung. Von Ruhe konnte man hier aber leider auch nicht wirklich reden, da sein Freund direkt in der Stadt wohnte, um möglichst schnell zur Arbeit zu kommen…



Izuna fuhr grade an seinem Haus vor und parkte ein, als ihm zwei Gestalten an seiner Haustüre auffielen. Auch Tobirama legte die Stirn in Falten und die zwei tauschten einen Blick aus. Beide stiegen etwas nachdenklich aus, doch als sie näher kamen stutzten sie vollends.

„Obito?“

„Nagato?“

Izuna und Tobirama schauten sich fragend an.

„Ähm, das ist mein Neffe…“ erklärte Tobirama und zeigte auf Nagato.

Izuna wirkte immer noch etwas irritiert. „Ach so, tja…das ist meiner.“ deutete er auf Obito.

Auch Obito und Nagato verstanden die Situation, doch sie schauten noch sehr viel verwirrter drein. „Warum seid ihr denn zusammen hier?“ fragten sie plötzlich synchron.

Izuna lachte daraufhin leicht. „Na, vielleicht gehen wir erstmal rein. Ihr wolltet ja sicher zu mir oder?“

Obito nickte. „Ja, wir müssten etwas mit dir besprechen…“



So saßen sie schließlich gemeinsam in Izunas Wohnzimmer.

„Also, womit kann ich euch denn helfen?“

Nagato sah etwas unschlüssig zu Obito. Das sein Onkel hier war verunsicherte ihn irgendwie.

Da Obito das bemerkte und ihn selber etwas umtrieb, stellte er fürs erste eine andere Frage…

„Seid ihr beide befreundet?“

Izuna schaute etwas abwägend zu seinem Neffen, entschied sich jedoch dafür ehrlich zu sein. Früher oder später bekamen ihre Familien es ohnehin mit. Er griff einfach nach Tobiramas Hand, nahm sie in seine eigene und verhakte ihre Finger miteinander. „Nein, sind wir nicht.“ lächelte er vielsagend.

Nagato fielen fast die Augen aus dem Kopf als er begriff.

„Verstehe…“ Obito verstand es ebenfalls sofort. Er überlegte zwar kurz, aber schließlich tat er es seinem Onkel einfach gleich. Zu Nagatos entsetzen natürlich…

„Meinst du nicht wir hätten erstmal mit ihnen reden sollen?!“ sein strafender Blick, glitt von Obito zu ihren Händen.

Obito lächelte ihn jedoch beruhigend an. „Überleg mal, sie sind doch eigentlich in derselben Situation-“

„Sie sind erwachsen! Denen kann es doch egal sein, ob unsere Väter nicht mehr mit ihnen reden oder so-“

„Darf ich kurz unterbrechen?“ mischte Izuna sich ein. Er hatte die Lage bereits durchschaut und konnte sich den Rest gut denken. „Ihr seid zusammen, aber eure Eltern wissen davon noch nichts, richtig?“

„Ach so ist das…“ murmelte Tobirama neben ihm. „…dann bist du Madaras Sohn…“ ihm war das vorhin, noch nicht ganz klar gewesen.  



„Richtig.“ bestätigte Obito. „Was uns zu unserem Anliegen bringt…warum können sich Hashirama Senju und mein Vater nicht ausstehen?“

Nagato seufzte. „In meiner Familie redet darüber auch niemand…und Itachi meinte, sie können uns vielleicht weiterhelfen…“

Izuna lächelte Nagato freundlich an. „Also erstmal, nenn mich einfach Izuna und zweitens, ich will gerne versuchen euch zu helfen.“

Tobirama schaute etwas entschuldigend zu seinem Neffen. ,,Wenn ich gewusst hätte das diese Sache dich ebenfalls betrifft, hätte ich mal mit dir darüber geredet…“

Nagato schnaubte. „Als ob…du bist das letzte Mal sofort abgehauen nur weil ich gefragt habe, was an den Uchihas denn so schlimm sein soll…“

Izuna warf seinem Freund einen skeptischen Blick zu.

„Schau nicht so, du weißt was damals gelaufen ist…“ murrte Tobirama.

Izuna seufzte. „Jaa…wohl wahr.“

„Und was?“ hakte Obito sogleich nach.

„Diese Sache hat eher Tobirama und mich betroffen…wobei eure Väter schon maßgeblich beteiligt waren.“ überlegte Izuna.

„Wenn es hier spezifisch um Madara und Hashirama geht, fängst du besser ganz von vorne an. Damit sie es auch wirklich verstehen können…“ warf Tobirama ein.

„Da musst du mir aber helfen, unsere Schulzeit liegt ja nun wirklich eine Weile zurück…“ Izuna nickte nachdenklich. „…also zuerst mal solltet ihr Wissen das eure Väter, früher eigentlich mal richtig gut befreundet waren.“

Nagato und Obito sahen ihn ungläubig an.

„Das stimmt wirklich.“ bekräftigte Tobirama. „Allerdings…änderte sich das in ihrem vorletzten Schuljahr…“

Izuna nickte gequält. „Ja, leider.“ er sah ein wenig strafend zu seinem Partner. „Ein bisschen war das aber auch deine Schuld…“

„Zugegeben…ich hätte deinem Bruder nicht diesen Spruch reindrücken sollen…“ räumte Tobirama ein. „…trotzdem sind sie beide einfach stur genug.“

Izuna lächelte matt. „Na schön, also ganz von vorne…Hashirama und Madara waren schon seit ihrem ersten Schuljahr richtig gute Freunde gewesen. Wie Brüder eigentlich. Sie trafen sich häufig, machten zusammen Aufgaben und natürlich ebenso viel Unfug. Dabei gehörten sie zu den besten Schülern der ganzen Schule. Dann als sie um die sechszehn waren, kam es zur Verkündung der Schulsprecherwahl…“

„Der Anfang vom Ende, quasi…“ kommentierte Tobirama.

Izuna warf ihm einen bösen Blick zu. „Wie gesagt…woran du nicht ganz unschuldig bist.“

Tobirama seufzte. „Ja, ja…“

„Jedenfalls, ich erinnere mich noch ganz gut an die Situation…“ fuhr Izuna fort. „…wir saßen alle vier…- nein, alle fünf…Fugaku war auch dabei. Wir saßen in der Schulkantine beim Mittag. Das war keineswegs immer der Fall, unsere Brüder besuchten ja höhere Klassen und hängten nicht ständig mit uns herum. An diesem Tag, war es aber tatsächlich so. Dann kamen wir irgendwie auf das Thema der Schulsprecherwahl und Hashirama erzählte uns das er vorhatte zu kandidieren.  Wir stimmten alle zu, dass es eine gute Idee wäre. Er war recht beliebt, ein guter Schüler und hatte durchaus Führungsqualitäten. Sogar meine Brüder waren beide dieser Meinung. Aber dann fragte Hashirama, ob Madara es nicht auch versuchen wolle…tatsächlich winkte mein Bruder ab und meinte das er sowas nicht brauchen würde. Tja und dann…“ Izuna blickte strafend zu Tobirama.

Dieser hob schon resigniert die Hände. „Jaa…und dann, sagte ich in die Runde das sowieso niemand Madara wählen würde.“ Tobirama seufzte. „Ihr müsst wissen, es war immer so das-…sie waren beide brillante Schüler, aber es ist nun mal eine Tatsache das mein Bruder etwas hatte, das Madara immer fehlte. Hashirama war unglaublich beliebt und sehr anerkannt unter den Schülern. Das lag zum großen Teil daran, das er immer half wo es ging und ein offenes Ohr für jeden hatte. Zudem ließ er es niemals raushängen das er ein Top-Einser Schüler war. Madara…blieb einfach meist für sich oder war eben an der Seite meines Bruders. Es war sicher nie Hashiramas Absicht gewesen, doch sein Freund wurde irgendwie zu seinem…Schatten.“ Tobirama schaute fragend zu Izuna. „Wie dein Bruder reagiert hat, weißt du am besten…“

Izuna nickte. „Madara hat sich nichts anmerken lassen, als wir alle zusammensaßen. Zuhause hat er jedoch getobt…er regte sich immens auf und meinte das er es ihnen zeigen würde. Das…tat er schließlich auch. Er kandidierte hinter Hashiramas Rücken um den Schulsprecherposten und das war der Beginn eines unerbittlichen Kleinkrieges…“ Izuna sah wieder etwas traurig aus. „…sie schenkten sich absolut nichts. Hashirama fühlte sich hintergangen, weil er doch zumindest erwartet hatte das sein Freund ihm das offen mitteilen würde. Nur empfand Madara längst nicht mehr das sie Freunde waren, für ihn war Hashirama ein…Feind. Jemand der versuchte ihn in eine Rolle zu drängen, die er nicht wollte. Mein Bruder hat sich Tobiramas Aussage leider ziemlich zu Herzen genommen…er hatte begriffen das Hashirama etwas besaß, das ihm fehlte. Aber er konnte einfach nicht begreifen, was es war. Er bemühte sich plötzlich um die anderen Mitschüler, er spannte Fugaku und mich ein um Wahlplakate zu fertigen und andere Werbung für ihn zu machen. Er versuchte alles, was Hashirama auch tat…vielleicht war das genau der Fehler. Er probierte zu unnachgiebig,ein neues Bild von sich zu erschaffen…“ Izuna seufzte wieder. „…nun, vielleicht könnt ihr es euch bereits denken, aber es wurde natürlich irgendwann absolut schmutzig. Es kam zu gegenseitigen Sabotage Aktionen und ging mit der Zeit deutlich unter die Gürtellinie… als Hashirama mit Mito Uzumaki zusammen kam, das war tatsächlich zu der Zeit…stellte mein Bruder sofort Nachforschungen über sie an. Letztlich verbreitete Madara das Gerücht, sie sei eine Hexe und würde Nachts auf Friedhöfen irgendwelche dubiosen Rituale durchführen und Tiere opfern und dergleichen…“

Nagato sah schockiert zu Izuna. Dieser Madara ist doch wirklich-

Izuna nahm seinen Blick wahr und sah entschuldigend zu ihm. „Nun, wie gesagt…es lief vollkommen aus dem Ruder. Dennoch…“ er lächelte leicht. „…mit Mitos souveränem Wesen konnte mein Bruder nicht rechnen. Als Hashirama ihr davon erzählte und auch tatsächlich einige Mitschüler ihn anfingen zu kritisieren, besuchte sie eiskalt unsere Schule. Sie stellte sich absolut gelassen, mit an Hashiramas Wahlstand und verkündete laut durch ein Megafon ´Heute ganz exklusiv! Fragen an eine Hexe! Traut euch!´



Nagato fasste sich an die Stirn. Ja…das klingt nach meiner Mutter…

Izuna musste schmunzeln. „Aber tatsächlich, konnte sie somit aufräumen. Viele kamen zu ihnen und hörten ihr auch sehr neugierig zu. Es dauerte kaum ein paar Tage, da war Hashirama wieder oben auf und sogar noch beliebter, weil Mito so eine herzliche Person war. Dennoch…“ er sah nun selber gequält aus. „…ließ Hashirama das natürlich nicht ungesühnt. Ich kam zu der Zeit mit einem Typen aus der Parallelklasse zusammen…bis dahin hatte ich tatsächlich nicht mal meinen Brüdern offenbart, dass ich Bi bin. Nun folglich…verteilte Hashirama Bilder davon wie ich diesen Jungen küsste, weil er uns gesehen hatte…also wusste es bald die ganze Schule. Ich weiß bis heute nicht, wie es meinen Eltern entgehen konnte. Aber…die Lehrer hatten das wohl auch nicht mitbekommen. Es waren die Schüler, die ich seither im Nacken hatte… naja, jedenfalls war Hashiramas Intention dahinter, dass Madara einen gestörten jüngeren Bruder hatte…du kannst dir denken, dass es damit für Madara endgültig vorbei war oder?“ Izuna suchte Obitos Blick.

Dieser nickte sofort. Wenn es um seine Brüder ging, verstand sein Vater absolut keinen Spaß…

„Tja…sagen wir, es gab noch ein paar kleine gegenseitige Attentate…aber das waren wirklich die Höhepunkte.“ fuhr Izuna fort. „Letztlich, gewann Hashirama die Wahl zum Schulsprecher. Er und Madara redeten kein Wort mehr miteinander. Bis…es dazu kam, dass Mito die Verlobte von Hashirama wurde und ihre gute Freundin Mikoto mit Fugaku anbandelte. Zudem verstand sich auch Kaguya recht gut mit den beiden Damen, die ja mittlerweile mit Madara leiert war. Das war quasi der Punkt wo Hashirama und Madara sich zumindest duldeten…also, sie drangen sich zu Begrüßungen und Abschieden durch. Allerdings hielt das nicht lange an, denn dann folgte mein achtzehnter Geburtstag…“

Izuna schilderte das er zu dem Zeitpunkt mit Tobirama zusammen war. Er berichtete wie er auf seiner eigenen Feier ewig auf Tobirama gewartet hatte, dass er sich ziemlich mit Alkohol abgeschossen hatte und wie er von einem Mädel angemacht worden war. Ebenso erzählte er von dem plötzlichen erscheinen seines Freundes, dessen Reaktion und was er am folgenden Morgen von seinem Bruder erfahren musste….

„Tja, dann verließ ich meine Familie…“ schloss Izuna.

Tobirama sah seinen Freund wohl, mit dem größten Schock in den Augen an. So hat Madara das geplant gehabt und durchgezogen!? Ohne auch nur im Geringsten an Izuna zu denken…!? Dieser-

Ihm war ja klar geworden, das Izunas Bruder ihre Beziehung damals sabotiert hatte…aber, dass er so skrupellos gewesen war…

Nagato sah ziemlich niedergeschlagen drein. Unsere Väter hassen sich also wirklich so sehr…

Obito wirkte eher nachdenklich. Das mag für sechszehnjährige damals ne heftige Sache gewesen sein…aber die zwei sind mittlerweile erwachsen. Das müssen sie einsehen… er räusperte sich. „Gut, wenn das alles ist, sollten wir das ja hinkriegen.“

Nagato sah ihn verständnislos an. „Du glaubst doch nicht im Ernst, das wäre so einfach?!“

„Sie sind keine Kinder mehr-“

„Das ändert doch nichts an den Dingen, mit denen sie sich verletzt haben!“

„Sie werden ja wohl einsehen können das es unsinnig ist, dem weiter Raum zu geben. Diese Geschichten sind uralt.“

Die beiden sahen sich missmutig an.

Tobirama musste willkürlich laut lachen. „Da haben wir es doch wieder. Hashiramas Emotionalität trifft auf Madaras Logik.“

Izuna blickte ihn vorwurfvoll an. „Jetzt hetz sie nicht noch auf…“ er seufzte. „…also ich weiß nicht, ob es euch helfen würde aber…im Grunde müssen wir ja auch noch mit den beiden reden.“

Tobirama schnaubte. „Was schwebt dir vor? Eine Familienintervention?“

Izuna legte den Kopf leicht schief. „Warum denn eigentlich nicht?“

Nagato und Obito sahen sich leicht beunruhigt an. Denn wenn diese Familien zusammenkamen, war das meistens ein unglückliches Unterfangen….

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Damit hätten wir auch das mal geklärt. Die zwei, haben sich eben nie was geschenkt. ^^ aber wer weiß... eine Familienversammlung bei denen, stelle ich mir irgendwie lustig bis dramtisch vor. XD
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