It's Rewind Time

GeschichteAbenteuer, Familie / P12
Albus Dumbledore Harry Potter James "Krone" Potter Lily Potter
04.06.2019
21.06.2019
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Da bin ich wieder, mit brandneuem Lesestoff :)
Erstmal wieder ein großes Dankeschön an Euch! Die Empfehlungen und Favo Listen wachsen stetig und ich kann mich gar nicht satt dran sehen ^^ Und nun, da ich wieder einigermaßen auf den Beinen bin, kann ich endlich wieder weiter schreiben :-)
Allerdings habe ich eine Frage an euch. Im letzten Kapitel haben wir gesehen, wie Lily, Harry und Dumbledore sich eine Erinnerung in "Echtzeit" angesehen haben, also eine war mit Reaktionen und allem drum und dran ausgeschrieben. Ich habe nun die Möglichkeit, das noch ein mal zu tun, also frage ich Euch:

Ihr habt die einmalige Gelegenheit zu entscheiden, welche Erinnerung wir, wenn ihr es überhaupt wollt, ein mal mit Dumbledore und Lily (vor allem Lily) gemeinsam sehen. Egal welche, Hauptsache sie hat mit Voldemort zu tun, ob er nur erwähnt wurde, tatsächlich vorkommt, nur eine passive Rolle spielt, egal was!
Es wäre toll, bis morgen davon zu wissen, denn sonst verzögert sich das nächste Kapitel nur noch weiter... Also, welche Szene hättet ihr gern?


Ich habe übrigend die gesamte Geschichte noch einmal umstrukturiert, heißt es könnte zu Verzögerungen kommen, nur für diejenigen, denen ich schon die große Action in einem oder zwei Kapiteln angekündigt habe ;) Nach meinem jetzigen Stand kommt jetzt noch eins und dann gehts los :)

Also, viel Spaß beim Lesen, ich hoffe ihr gebt mir Verbesserungsvorschläge oder sagt mir, was euch gefallen hat :)


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Harry nutze die Zeit, um seine Gedanken zu sammeln. Es gab noch so viel, dass er Dumbledore fragen wollte! Andererseits wollte er auch nicht den Eindruck erwecken, er würde für jedes Problem zu einem Erwachsenen rennen. Doch diese Frage brannte ihm auf einer Seele.
„Professor, ich habe eine Frage. Wenn ich die Zukunft ändere, wieso kann ich mich dann noch an alles erinnern? Müsste es nicht ungeschehen sein?“
„Wenn es ungeschehen ist, wieso bist du dann noch hier?“, fragte Dumbledore und lächelte mit einem schelmischen Funkeln in den Augen.
„Was bedeutet das? Ist meine Zeitreise umsonst?“
„Nichts ist umsonst, Harry. Du veränderst gerade die Geschichte und rettest hunderten Menschen das Leben. Das ist nichts, was man als umsonst bezeichnen sollte.“ Er warf ihm einen belehrenden Blick über die Gläser seiner halbmondförmigen Brille hinweg zu. „Zeitreisen sind kompliziert und ihre Folgen sind unberechenbar. Wer weiß, vielleicht kehrst du ja in eine Zeit zurück, in der Schweine fliegen können?“ gluckste der alte Zauberer. Harry lächelte. Nach den schweren letzten Stunden war diese Unbeschwertheit in Dumbledores Blick eine willkommene Abwechslung. Und er hatte ihm bestätigt, dass er zurück könnte!
Lily lächelte ihm aufbauend zu, doch sie war sichtlich mit den Gedanken woanders. Severus, wie konnte er nur Dumbledore töten? Dies war nicht mehr der Junge, mit dem sie eine solch innige Freundschaft teilte. Nun konnte sie Harrys Wut auf den Zaubertränkemeister verstehen. Doch Dumbledore blieb auffällig ruhig, was seinen Tod anbelangte, also schien er sich keine Sorgen darum zu machen. Und wenn Dumbledore die Nerven behielt, dann könnte sie das auch. Schließlich war Severus noch kein Mörder… Zumindest nicht Dumbledores. Und man konnte die Geschichte immer ändern, genau deswegen war Harry doch hier! Wäre es nun ihre Aufgabe, Severus von seinem dunklen Pfad zu holen? Eigentlich hatte sie ihren Freund aus Kindheitstagen aufgegeben…
Nein, Lily hatte nun andere Sorgen. Zunächst müsste sie dafür sorgen, dass sie und ihr Mann überlebten. Auch hatte sie nun zwei Söhne, von denen sich einer gern kopfüber in gefährliche Situationen stürzte.

„Lily ich habe mir Gedanken zu eurer Situation mit Peter gemacht. Ihr könnt nicht mehr ungeschehen machen, dass er euer Geheimniswahrer ist, ich fürchte ihr müsstet umziehen und neue Schutzzauber machen.“, meinte Dumbledore nach einer Weile des Schweigens mit einem entschuldigenden Blick. Lily ließ ihre Gabel fallen.
„Schon wieder? Aber wir sind doch erst vor kurzem eingezogen!“. Lily seufzte traurig.
„Ich fürchte ihr habt euer Vertrauen in den Falschen gesetzt. Ihr könntet versuchen mit Peter zu reden, aber wenn er erst dahinterkommt, dass ihr Bescheid wisst, könnte der Angriff jeden Augenblick kommen.“ Lily schüttelte den Kopf, um den Gedanken an eine Versöhnung loszuwerden. Nein, sie konnte nicht das Leben ihres Sohnes aufs Spiel setzen. Sie würden die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen und könnten dann entscheiden, wie sie mit Peter verfahren wollten.
„Sie haben recht Professor, ich werde später mit James darüber sprechen. Vielleicht können wir das Haus seiner Eltern beziehen.“. Harry merkte den traurigen Blick im Gesicht seiner Mutter. Es schien ihr nicht zu gefallen, ihr Eigenheim aufgeben zu müssen. Außerdem konnte es für James auch nicht leicht sein, in das Haus seiner kürzlich verstorbenen Eltern zurück kehren zu müssen.
Dumbledore nickte. „Lasst euch Zeit, wir können uns morgen erneut treffen, dann teilt ihr mir eure Entscheidung mit. Und wir, Harry, planen unseren Ausflug nach Little Hangleton.“
Lily und Harry standen auf. Nun war es Zeit, nach Hause zurückzukehren. Es überraschte Harry, wie leicht er das Haus der Potters bereits als Zuhause bezeichnen konnte.
„Bis morgen Professor, gleiche Zeit, gleicher Ort? Oder sollen Harry und ich direkt zu ihnen kommen?“
„Ich denke das wäre das Beste.“ Dumbledore schenkte ihnen erneut ein freundliches Lächeln, ehe Lily und Harry sich auf den Weg nach Hogsmeade machten. Die Erinnerungen ließen sie im Denkarium, damit der Schulleiter sie sich weiter ansehen konnte, auf der Suche nach weiteren Hinweisen.

Als Lily und Harry Abstand von Hogwarts hatten, drehten sie sich erneut um.
„Hogwarts ist ein magischer Ort, nicht wahr?“, fragte Lily lächelnd und legte ihrem Sohn einen Arm um die Schulter.
„Ja.“ Harry schmunzelte bei dem Gedanken, dass auch für seine Mutter ihre Reise in die Zaubererwelt in Hogwarts anfing. Wie er erfuhr sie an ihrem Geburtstag, dass die zaubern konnte und in eine vollkommen andere Welt gehörte.
Gemeinsam gingen sie also schweigend bis nach Hogsmeade, jeder in seinen eigenen Gedanken versunken, ohne jedoch eine bedrückende Stille aufrecht zu erhalten.

„Schatz, wir sind wieder da!“, rief Lily und hing ihren Mantel in die Garderobe. Harry tat es ihr gleich.
James kam in den Flur gelaufen, gab Lily einen Kuss und grinste Harry an, ehe er seinen Sohn am Handgelenk packte und ins Wohnzimmer zog. Als er Harry losließ, machte er eine einladende Bewegung hin zu einem großen Mann, der mitten im Wohnzimmer stand und den kleinen Harry auf dem Arm trug. Die schwarzen Locken fielen dem jungen Mann in die Stirn und akzentuierten seine ausdrucksstarken grauen Augen. Eben diese starrten Harry groß an.
„Das ist er?“, fragte Sirius Black machte einen großen Schritt auf Harry zu, ehe er ihm seine freie Hand reichte.
„Harry, darf ich dir deinen Paten, Sirius Black vorstellen? Sirius, das ist mein Sohn, Harry.“. Harry und Sirius gaben sich die Hand, beide ein strahlendes Grinsen im Gesicht. Harry hätte nicht gedacht, dass er mit Sirius sofort wieder eine Verbindung schaffen könnte, aber der Mann, der gerade vor ihm stand, war wie ein Spiegelbild seines Paten aus der Zukunft, nur viel gesünder und lebensfroher.
„Freut mich, Harry. Mann siehst du aus wie dein Vater! Nur die Augen, die-“ „Sind Mums Augen, ja.“, meinte Harry mit einem breiten Lächeln. Harry hatte diesen Spruch schon so oft gehört, auch von Sirius, doch gerade von ihm konnte er es nicht oft genug hören.
„Heißt das, ich muss jetzt zwei Mal Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke kaufen?“, fragte Sirius in die Runde. Harry lachte. Diese Unbeschwertheit hatte er vermisst! Auch, wenn er den Sirius aus dieser Zeit gerade erst zum ersten Mal sah, fiel es ihm viel leichter, sein Ich zu dem aus der Zukunft zu verknüpfen und als seinen Paten zu akzeptieren. Auch Lily schien das zu bemerken, denn sie nahm Sirius den kleinen Harry schnell ab, um den beiden etwas Zeit zu geben. Sie nahm James beiseite und flüsterte: „Das war eine super Idee, ich glaube die beiden kommen gut miteinander aus.“. James nickte und gemeinsam sahen sie den beiden zu, wie sie sich kennen lernten.

„James meinte du spielst Quidditch?“
„Ja, ich bin Sucher, du hast mir meinen Besen geschenkt!“, rief Harry lachend.
„Oh, wie ich sehe werde ich nicht nur zweimal zur Kasse gebeten, ich werde auch noch teure Geschenke machen… Harry du machst mich Bankrott.“ Sirius schlug sich gespielt verzweifelt die Hände vors Gesicht und ließ sich in einen Sessel fallen. Harry grinste und setzte sich auf ein Sofa zu Sirius.
„Es war tatsächlich ein sehr teurer Besen, der teuerste und neuste und beste auf dem Markt…“, meinte Harry mit einem entschuldigenden Blick.  „500 Galleonen!“, flüsterte Harry laut, sodass jeder es hören konnte.
„James, ich kündige.“, meinte Sirius und machte Anstalten, aufzustehen, ehe er sich lachend wieder hinsetzte und Harrys Arm entschuldigend drückte.

Es war schön zu sehen, wie unbeschwert Harry und Sirius auf Anhieb miteinander waren, als würden sie sich schon ewig kennen. Doch auch dieser Augenblick musste sein Ende finden, schließlich waren es Zeiten des Krieges und sie mussten alle auf die nächsten Geschehnisse vorbereitet sein. Lily bat James um eine Minute und sie zogen sich in einen nebenstehenden Raum zurück, um zu besprechen, was Lily von Dumbledore erfahren hatte. Sollten sie Sirius als Geheimniswahrer für ihr neues Haus nehmen? Und wie sollten sie ihm die Zukunft beibringen, ohne dass er sofort losstürzte, um auf Peter los zu gehen?

„Was hat mein Vater dir eigentlich alles erzählt?“, fragte Harry derweil interessiert im Wohnzimmer ohne die Abwesenheit seiner Eltern zu bemerken. Sirius verhielt sich nicht wie jemand, der gerade von dem anstehenden Tod seines besten Freundes, dem Verrat seines anderen Freundes und seinem bevorstehenden 12-jährigen Aufenthalt in Askaban erfuhr.
„Nicht viel, ich bin noch gar nicht lange hier. Er hat mir nur gesagt wofür er das Veritaserum brauchte, dass du aus der Zukunft kommst, um Voldemort in den Hintern zu treten und dann hat er nicht aufgehört davon zu schwärmen, wie mutig und gut aussehend und talentiert und bewandert in Quidditch sein Sohn mal werden würde.“ Sirius rollte übertrieben mit den Augen und erneut musste Harry laut auflachen. Er wusste, dass dies keine Beleidigung war, er selbst fand es amüsant, wie er von Sirius beziehungsweise seinem Vater dargestellt wurde. Und es erfüllte ihn mit Stolz zu erfahren, wie sein Vater von ihm dachte.
Auch, wenn er den Moment nicht zerstören wollte, rief eine Stimme in seinem inneren, dass er Sirius von der Zukunft erzählen sollte. Andererseits dachte er, dass seine Eltern das entscheiden müssten, doch wo waren sie? Harry sah sich um. Sirius Schien Harrys Blick richtig zu deuten.
„Sie sind nebenan und sprechen über… umziehen, das Haus von Krones Eltern… Und Peter? Warum reden sie über Peter?“ Harry hatte gar keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie Sirius so gut hören konnte. Bevor Sirius zu viel hören konnte und dann etwas unüberlegtes tat, räusperte Harry sich.
„Sirius wo wohnst du eigentlich im Moment?“, fragte er also. Sirius schien verwirrt.
„In meinem Haus in London, sag nicht ich wohne da nicht mehr in der Zukunft. Das Haus war echt teuer und ist wirklich schön, es wäre eine Schande es herzugeben.“
„Eh, nein also ich habe dich immer im Grimmauldplace gesehen…“ Der Fehler, den Harry mit der Aussage gemacht hatte, wurde ihm sofort bewusst, als er den Gesichtsausdruck seines Paten sah.
„In dieses Loch? Wieso sollte ich je dorthin zurückkehren?“, rief er sichtlich verwirrt. ‚Nachdenken, Harry!‘
„Du erbst es und stellst es dem Orden als Hauptquartier zur Verfügung, ich glaube es war am einfachsten und sichersten dort zu bleiben.“ Harry kratzte sich am Hinterkopf. „Starke Sicherheitszauber“. Er log nicht gern, nicht nur weil er unglaublich schlecht darin war, sondern auch weil ihn die Narbe an seiner Hand immer wieder daran erinnerte, wie wichtig es war, die Wahrheit zu sagen, auch wenn dies schlimme Konsequenzen hätte. Vor allem aber wollte er seine geliebten Menschen nicht hintergehen.
„Hm, das klingt echt mies. Wie lange bleibt Voldemort denn an der Macht? Ich hoffe mal nicht allzu lange. Oder kommt sogar noch etwas schlimmeres?“ Sirius riss aufgeregt die Augen auf und war offenbar vom Thema Grimmauldplace fürs erste abgelenkt.

Lily und James schienen den Lärm im Wohnzimer gehört zu haben, denn sie kehrten bald zurück zu den dunkelhaarigen.
„Sirius, wir müssen dich etwas Wichtiges fragen, aber ich glaube wir müssen dir erst etwas erzählen.“ Lily sah zu Harry, der verstehend nickte.
Es war also Zeit, Sirius einzuweihen.

„Peter, diese Ratte!“, rief Sirius und sprang auf.
„Setz dich, Sirius, das war noch nicht alles.“, meinte Lily beruhigend und legte ihm eine Hand auf den Arm. Sirius setzte sich wieder, allerdings merklich unwillig. Ganz wie Harry erwartet hatte, war sein Pate nicht so ruhig geblieben, wie seine Eltern.
„Sirius, wir müssen wieder umziehen. Wir wollten dich fragen, ob du-“ Sirius seufzte bitter.
„Euch beim Umzug helfen kann, sicher.“, meinte er, woraufhin er einen bösen Blick von Lily zugeworfen bekam. „Tschuldigung.“, murmelte er und lehnte sich mit verschränkten Armen zurück.
„Wir wollten dich fragen, ob du dieses Mal der Geheimniswahrer sein würdest. Niemand wird davon erfahren, auch Peter nicht. Solange keiner etwas ahnt, denkt Voldemort, dass Peter alles weiß und du bist sicher. Wenn alles so läuft, wie geplant, ist er bis zu unserem eigentlichen Todestag tot.“ Sirius nickte.
„Klar, ich mach das.“. Sirius schlug die Hände auf den Tisch und richtete sich auf.
„Also Askaban, huh? Ich schätze ich sollte mich selbst von Peter fernhalten.“, murmelte er und fuhr sich durch das Haar.
„Wenn du ihm begegnest, darfst du dir nichts anmerken lassen! Der einzige Vorteil, den wir haben, ist dass wir wissen, was passieren wird. Sollten sie irgendwie dahinterkommen, dass du etwas vermutest… Wer weiß was dann passieren wird. Bleib einfach… Normal.“
„Ich versuchs ja.“, murrte Sirius und stand auf, um rastlos durch das Wohnzimmer zu laufen.

„Ich kann es nicht fassen. Ich dachte ernsthaft, dass wenn einer euch an Voldemort ausliefern würde, dass es Remus wäre… Aber Peter? Und ich, 12 Jahre in Askaban! Sagt mal, wie könnt ihr nur so ruhig bei dem Gedanken bleiben, bald sterben zu müssen?“, rief er und schaute dabei seine besten Freunde an.
„Es wird ja nicht passieren, jetzt da wir es wissen.“, meinte James leichthin und zuckte mit den Schultern.
„Außerdem, wer sich Sorgen macht, der leidet zweimal.“, kam es von Lily. Sirius hob die Augenbrauen. „Das sagst DU?“, fragte er skeptisch. Lily nickte verzog den Mund.
Sirius blieb mitten im Raum stehe und stemmte die Hände in die Hüfte.
„Harry, wie willst du eigentlich Voldemort zur Strecke bringen? Ist ja nicht so, als würden das nicht ganze Abteilungen von Auroren auf der ganzen Welt versuchen.“. Sirius klang noch immer aufgebracht. Es wunderte Harry, wie sehr Sirius Stimmung kippen konnte.
„Voldemort hat seine Seele gespalten und in Gegenstände, Horkruxe gesteckt. Ich werde sie mit Dumbledore suchen und zerstören, dann ist er sterblich.“. Sirius zog seine Augenbrauen nach oben.
„Wenn es mehr nicht ist.“, meinte der Black bitter und setzte sich mit einem langen Seufzen.

Langsam aber sicher schien sich Sirius zu beruhigen, denn er senkte seinen Kopf ergeben.
„Kann ich euch sonst noch irgendwie helfen? Mit Voldemort?“, er blickte zu Lily „Oder dem Umzug?“. Zum ersten Mal seit etwa einer halben Stunde zeichnete sich wieder ein Lächeln auf seinem Gesicht ab. Lily erwiderte es. „Das wäre toll.“.
Harry wusste nicht, ob dies der geeignete Zeitpunkt dafür war, oder ob es im Sinne Dumbledores war, aber hielt es für die perfekte Gelegenheit.
„Es gäbe da tatsächlich etwas, dass du vielleicht tun könntest.“, meinte Harry und sah seine Mutter an. Sie schien zu verstehen.
„Sirius, dein Bruder…“, fing sie an und erntete einen skeptischen Blick. „Wir vermuten, also es wäre eventuell möglich, dass dein Bruder vor seinem Tod hinter das Geheimnis der Horkruxe gekommen ist und einen in seinen Besitz gebracht hat, um ihn zu zerstören. Hast du irgendeine Idee, wo er ihn versteckt haben könnte?“, fragte Lily vorsichtig. Sie wollte ihm nicht zu nahe treten, vor allem nicht, da er gerade so aufgebracht war.
Sirius schnaufte. „Bestimmt in seinem Zimmer versteckt, würde mich nicht wundern, wenn es in einer Kiste unter seinem Bett steckt. Oder er hat es diesem furchtbaren Hauselfen gegeben.“ „Kreacher?“, fragte Harry und Sirius nickte. „Oh.“ Harry war bewusst, dass wenn Kreacher das Medaillon hatte, es schwierig wäre, an es zu gelangen, vor allem wenn seine geliebte Herrin noch lebte.
„Du weißt nicht zufällig, ob wir irgendwie an es herankommen können?“, fragte Lily erneut.
„Gar nicht, solange meine Mutter noch lebt. Er wird sofort zu ihr rennen und dann wird sie skeptisch. Ich meine theoretisch müsste er auf mich hören, aber ich würde dem Ding zutrauen, sich die Hände zu bügeln, nur um es meiner Mutter verraten zu können.“
„Dann sollten wir diesen Horkrux als letztes holen.“, meinte Harry und erntete die Zustimmung seiner Mutter.

James war die ganze Zeit über erstaunlich still gewesen, während er den schlafenden Harry in seinen Armen hielt.
„Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe Hunger.“ Er stand auf, um Harry in sein Bett zu legen.
„Wir haben in Hogwarts gegessen, aber ich koche euch beiden gern etwas.“ Lily stand auf und ging in die Küche.
James seufzte. „Jetzt müssen wir auch noch umziehen…“ Er sah sich um. „Wir waren keine 3 Monate in diesem Haus.“. In James Blick war noch etwas anderes zu erkennen, als schlichtweg Unwille, erneut umziehen zu müssen. Schließlich hatte er kaum etwas zu tun, während er sich und seine Familie vor den Todessern versteckte. James würde nur höchst ungern in das Haus seiner verstorbenen Eltern zurückkehren. In das Haus, in dem sie starben. Sie wurden zwar nicht ermordet, das machte ihren Tod allerdings nicht einfacher.
„Wann wollt ihr anfangen?“, fragte Harry.
„Am besten heute… Ich schaue mal, wie es dort aussieht, dann können wir vielleicht schon einige Dinge rüberbringen.“. Noch bevor irgendjemand etwas sagen konnte, war James disappariert.
„Er muss damit selbst klar kommen.“, meinte Sirius auf Harrys verwirrten Blick hin. „Es wird gut für ihn sein, sich in Ruhe dort umzusehen. Mr und Mrs Potter waren großartig, ihr Tod hat James sehr mitgenommen.“, fuhr er fort. Harry nickte verstehend. Er wünschte, er hätte die Möglichkeit bekommen, sie kennenzulernen, aber er hatte keinen Zweifel an Sirius Aussagen, wenn er an die herzlichen Abbilder seiner Großeltern im ersten Stock dachte.
Und so kam es, dass Harry sein erstes richtiges Zuhause bereits nach zwei Tagen verlor.


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Ich hoffe sehr, dass es euch gefallen hat, das wird einer der letzten ruhigeren und familiären Momente der story sein :)
Ich bitte sehr um feedback und die Antwort auf meine Frage von oben ^^ Ihr habt die Wahl!
Bis zum nächsten Mal (hoffentlich Donnerstag/Freitag)
Anika
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