Zeldas Ballade

von Tatjana
GeschichteRomanze, Angst / P12
Link Zelda
03.06.2019
30.07.2019
20
12724
4
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Dieses Kapitel
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Hallöchen!

Da bin ich schon wieder mit einem neuen Kapitel! :) Es spielt zwischen „Die fehlende Kraft“ und „Zur Ranelle-Spitze“ und enthält ein paar nicht ganz so subtile Hinweise auf ein oder zwei andere Zelda-Spiele ;D

Viel Spaß!

Liebe Grüße,
Tatjana

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Kapitel 13: Die Legende Nayrus

Gescheitert.

Schon wieder.

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aber trotzdem war ich unglaublich wütend und frustriert über meine fehlenden Fortschritte. Zwar war noch nicht alle Hoffnung verloren, weil immer noch die Quelle der Weisheit ausstand, doch ich bezweifelte, dass diese mir meine lang ersehnte Siegelkraft schenken würde.

So aufgebracht war ich, dass mein Pferd sich weigerte, mich auf seinen Rücken zu lassen, was ich bisher noch nie erlebt hatte. Nachher würde ich Link fragen müssen, ob er mir bei diesem Problem irgendwie helfen konnte, doch bis dahin würde ich mich ans Lagerfeuer setzen und über meine Unfähigkeit nachdenken.

Die Flammen brannten orangefarben und rot, knisterten und flüsterten, hinterließen ein Abbild auf meinen Augen. Nach und nach beruhigte ich mich, atmete tief ein und aus und dachte nach.

Es musste doch einen Grund für all das geben. Für meine fehlenden Kräfte. Für meine jahrelangen Qualen. Doch welchen? Ich dachte an die Göttin Nayru, deren Körper einst von einem Dämon besessen worden war, woraufhin dieser ihre Kräfte nutzte, um Chaos in der Welt zu stiften. War also das vielleicht der Grund, nach dem ich so lange gesucht hatte? Nayru wollte nicht, dass mir das Gleiche passierte, weshalb sie meine Kräfte versiegte?

Der Gedanke war irgendwie tröstlich, obwohl ich trotzdem hoffte, bald Zugang zu meiner Siegelkraft zu erhalten. Vielleicht half es ja, wenn ich wie Nayru meinen Namen änderte? Es hieß, dass sie vor langer, langer Zeit „Nelle“ genannt worden war und all ihre Probleme erst angefangen hatten, als sie ihren wahren Namen Nayru verwendete. Vielleicht würde es mir ja helfen, wenn ich meinen Namen gegen einen anderen tauschte, um mich vor bösen Einflüssen zu schützen? Ich beschloss, Nayru selbst danach zu fragen, sobald Link und ich unsere Reise zur Ranelle-Spitze angetreten und unsere Forschungsreise allgemein beendet hatten.

Aus dem Augenwinkel blickte ich zu ihm hinüber. Er schlummerte, doch er schlief nicht; seine Hand ruhte auf der Scheide und war jederzeit bereit, Dutzende an Monstern dem Erdboden gleichzumachen, sollten sie mich bedrohen. Ob auch er schon mal in Betracht gezogen hatte, seinen Namen zu ändern und anonym durch Hyrule zu wandern? Mich würde es nicht wundern, weil sein Name so ungewöhnlich war, aber andererseits war er gefeit gegen jegliche Dämonen und brauchte diesen Schritt deshalb nicht zu tun.

Ich hingegen … ich überlegte ernsthaft, ob ich Nayru nacheifern und mir einen neuen Namen verleihen sollte in der Hoffnung, dieser möge meine wahren Kräfte hervorbringen. Was hatte ich schon zu verlieren? Eine Weile überlegte ich hin und her, schmeckte den Klang verschiedener Silben auf meiner Zunge, bis ich mich schließlich für einen entschied.

„Tetra“, murmelte ich – und bereute sofort, den Namen überhaupt ausgesprochen zu haben, weil er sich so falsch anfühlte wie eine boshafte Lüge. Sogar Link bewegte sich leicht, als hätte der Name ihm Unruhe verursacht, aber zum Glück wachte er nicht auf. Ich schämte mich sofort, überhaupt in Betracht gezogen zu haben, meine wahre Identität wegzuwerfen – denn was wäre ich dann noch?

Ich war Prinzessin Zelda, mit oder ohne meine Siegelkraft.

Und Nayru würde mir bald zeigen, ob ich dieses Namens würdig war.

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Vielen Dank fürs Lesen!

Ich finde es persönlich interessant, wie „Nelle“ in der deutschen Übersetzung zu Nayrus altem Namen wurde. Ob Din und Farore wohl auch einen haben? XD Bei Zelda genauso: Meint ihr, wir werden Shiek und Tetra je in einem offiziellen Titel wiedersehen?

So oder so: Ihr dürft euch am Montag auf das nächste Kapitel freuen :) Schönes Wochenende bis dahin!

Liebe Grüße,
Tatjana
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