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120 Grubs -  Outtakes, One-Shots & Alternate Scenes (120er Projekt)

von Ravaari
SammlungFantasy, Sci-Fi / P16 / Div
Cassie Jake Marco OC (Own Character) Rachel Tobias
02.06.2019
03.04.2021
68
116.270
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
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01.11.2020 561
 
A/N Hier war ursprünglich bereits eine Geschichte mit dem Titel , sie musste schließlich aber diesem Schmuckstück weichen, viel Spaß ^_^)
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Bauchschmerzen waren nichts Ungewöhnliches bei heranwachsenden Menschen.
Zumindest hatte Akram das bisher geglaubt.
Immerhin hatte Anna in ihrem Leben schon oft Schmerz und Unwohlheitsgefühle in dieser Region verspürt, das hatte der junge Yirk relativ schnell herausgefunden nach dem er sich mit dem Verstand  dieses Mädchens verbunden hatte.
Doch dieser Schmerz war von Anfang an anders gewesen, hatte sich viel mehr angefühlt wie krampfartige Wellen, die durch ihren Unterleib wanderten ohne jedoch Übelkeit auszulösen oder in Durchfall zu enden.
Stattdessen war da nur dieses Gefühl gewesen und dann schließlich Blut.
Seit über einer Stunde nichts als Blut das  direkt aus ihrem Körper zu kommen schien, ganz egal wie oft oder gründlich er es wegwischte.

<Bitte Akram, lass uns Mama anrufen, oder sonst irgendjemand, ich will nicht auf dem Klo sterben!>
Flehte Anna wieder wie schon sooft in dieser Stunde. Ihr Verstand schien nur aus frischer kalter Panik zu bestehen...
Akram atmete tief durch. Einerseits weil atmen die Krämpfe linderte die dem Blut vorausgingen, andererseits weil er mindestens so verängstigt war wie das Mädchen, gleichzeitig aber immer noch rationaler denken konnte, als das elfjähriges Junge  einer fremden Wirtsspezies.

<Nein Anna. Wir sind bis jetzt nicht gestorben, dafür ist die Rate und die Menge an Blut die dein Körper verliert zu gering. Sie werden rechtzeitig da sein. Ich habe sie vor erst fünf Minuten verständigt>
Doch sie kamen nicht. Fünfzehn weitere Minuten nicht.

Koval  Neun-Acht-Eins, sein Mityirk im Körper von Annas älterer Schwester fand sie schließlich auf der Toilette.
Zusammengekauert und mit blutigem Papier in der Hand.
Starrte sie an, als wären sie nicht gerade  in akuter Lebensgefahr oder in Begriff an inneren Blutungen zu sterben, sondern allerhöchstens lästig.
„Oh, dein Wirtskörper menstruiert und das jetzt schon? Wie ärgerlich.“
War alles was sie schließlich sagte
„Men-stru-iert?“ Akram sprach das Wort aus, als würde er es zum ersten Mal hören und im Grunde tat er das auch.
Yirks mit älteren weiblichen Wirten hatten dieses Wort das eine oder andere Mal am Poolgelände verwendet und er hatte in den Informationsdateien über die menschliche Spezies die eine oder andere Information dazu am Rande aufgeschnappt, aber in Wahrheit war er viel zu schockiert gewesen als er erfahren hatte was ihm zugeteilt worden war und unter welchen Umständen, um sich näher mit Wirtsanatomie auseinanderzusetzen.
Er hatte Mitleid  gehabt und Nachsicht gezeigt, obwohl das Protokoll weder das eine noch das andere vorgegeben hatte.
Nicht in Annas Fall.

„Ja, das was du gerade durchmachst nennt man Menstruation.“
Kovals braune Menschenaugen verengten sich unter ihrer Kontrolle zu Schlitzen und die Stimme klang eindeutig angeekelt als sie  auf Annas beschmutzte Unterwäsche zeigte und  missbilligend den Kopf schüttelte, immer noch mit dem Haustürschlüssel in der Hand.
„Es ist Teil ihres Fortpflanzungsprozesses und dein Wirtskörper ist ab jetzt Inbegriff zu reifen. Du hättest dich wirklich besser  mit den physiologischen Parametern dieser Menschen befassen sollen bevor du...-“
Koval wollte noch etwas hinzufügen, als sie plötzlich von heulenden Sirenen unterbrochen wurden.
Sie waren doch noch gekommen.
Leider...
Nicht nur Anna dachte das in diesem Moment und zum ersten Mal seit ihrer gewaltsamen Übernahme durch Akram vor fünf Monaten waren sie sich zumindest in einem Punkt einig.

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