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Five Times Connor And Markus Spent Their Evening Together (And One Time Connor Realized They Were Dating)

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
RK200 Markus RK800-51-59 Connor
01.06.2019
22.06.2019
6
18.563
19
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
01.06.2019 1.975
 
Kommentar
Es tut mir leid, liebe Stammleser, ich weiß, ihr seid das ständige Hin- und Hergespringe zwischen den Fandoms von mir gewohnt, aber selbst ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell ins nächste Fandom fallen würde. Aber keine Sorge, ich bin mir sicher, ich werde im Laufe des Jahres zu Marvel zurückkehren. u__u ♥
Anyway.
Ich habe "Detroit: Become Human" in den letzten Wochen so intensiv durchgesuchtet wie schon lange kein Spiel mehr, und besonders haben es mir dabei Connor (darling) und Markus (ich habe eine Schwäche für herzensgute Charaktere, die immer danach streben, das Richtige zu tun, und die gleichzeitig ziemlich badass sind) angetan, und da ich einen eklatanten Mangel an FFs zu diesem Ship bemerkt habe, wollte ich etwas dagegen tun. Dies ist mein erster Versuch, dem hoffentlich noch weitere folgen werden. :)
Die FF wird voraussichtlich aus sechs Kapiteln bzw. Dates bestehen. Ihr seid gewarnt.

Wenn euch diese Geschichte gefällt, würde ich mich sehr über Rückmeldungen und/oder Empfehlungen freuen. :)


[Edit]
Es gibt mittlerweile auch Fanart zu dieser FF! *-*
Aus Spoilergründen habe ich die Links dafür in das Vorwort des letzten Kapitels gepackt. :D





Five Times Connor And Markus Spent Their Evening Together (And One Time Connor Realized They Were Dating)


Das Meeting neigte sich langsam seinem Ende zu.
Es war das sechste an diesem Tag und das mit Abstand langweiligste. Connor war so unterfordert, dass er unbewusst die Münze aus der Tasche seines Jacketts gezogen und angefangen hatte, damit zu spielen. Er blinzelte kurz, als ihm ein paar Minuten später auffiel, was er da tat, und warf einen Blick in die Runde, doch seine neuen Verbündeten hörten aufmerksam den Ausführungen des menschlichen Referenten zu und schenkten ihm keine Beachtung.
Die Stadt hatte ihrer Freiheitsbewegung eine stillgelegte Fabrik zur Verfügung gestellt, die sie als neues Hauptquartier und Anlaufpunkt für Androiden nutzten, und in den letzten Wochen hatten sie sich bemüht, das alte Backsteingebäude Stück für Stück zu einem Ort zu machen, an dem sich ihresgleichen wohlfühlen konnte.
Eine etwas kleinere Produktionshalle im Erdgeschoss diente ihnen dabei als Konferenzraum, in dem sie sich mit Vertretern der Stadt und hin und wieder auch der Regierung trafen, um den brüchigen Frieden zwischen Mensch und Maschine zu festigen und neue Strategien zum gemeinsamen Zusammenleben zu besprechen. Es war ein zäher und mühsamer Prozess und Connor machte sich wenig Hoffnung auf baldige und große Veränderungen.
Es war fast schon ironisch, wie sie es im Laufe der Revolution geschafft hatten, innerhalb weniger Tage das Machtgefüge einer ganzen Nation zu verändern, nur um jetzt von Formalitäten daran gehindert zu werden, sichtbare Fortschritte zu machen.
Menschen waren so uneffektiv.
Connor?
Connor blinzelte erneut, als er plötzlich eine Verbindungsanfrage bekam.
Sie stammte von Markus.
Der andere Android saß nur wenige Meter vor ihm und hatte sich in den letzten Minuten nicht von der Stelle bewegt, aber Connor hatte gelernt, dass das nichts heißen musste. Androiden kommunizierten oft im Stillen miteinander, ohne es sich nach außen hin in irgendeiner Form anmerken zu lassen, um ihren menschlichen Gesprächspartnern gegenüber nicht unhöflich zu erscheinen.
Connors LED flackerte kurz gelb auf, als er die Anfrage annahm.
Ja?, fragte er durch die private Verbindung zurück.
Die Antwort ließ mehrere Sekunden auf sich warten, fast als würde Markus zögern. Seltsam. Seitdem Connor den anderen kennengelernt hatte, hatte er ihn kein einziges Mal zögern sehen.
Doch schließlich gab Markus zurück:
Hast du nach dem Meeting schon was vor?
Was für eine eigenartige Frage. Jeder von Connors Tagen wurde von einer langen Liste selbstgewählter Zielsetzungen dominiert, die er nach Priorität geordnet hatte und im Laufe des Tages abarbeitete. Es gab immer etwas für ihn zu tun, niemand wusste das besser als Markus, der neben seinen zahlreichen, täglichen Aufgaben auch noch mit dem ständigen Medienrummel, der ihn umgab, fertig werden musste.
Das Konzept von Freizeitaktivitäten war Connor daher zwar vage bekannt, aber mehr auch nicht. Seine Prozessoren waren überaus leistungsstark und anders als Menschen brauchte er keine regelmäßige Ablenkung von seinen täglichen Aufgaben, um gute Arbeit zu machen.
Andererseits hatte Hank ihm auch gesagt, dass er sich „verdammt noch mal mehr entspannen“ und hin und wieder auch mal neue Dinge ausprobieren sollte, nicht, weil sie einen bestimmten Sinn erfüllten, sondern einfach, weil „das nun mal zum Leben dazugehört“.
Connor?
Markus‘ Stimme in seinem Kopf hatte plötzlich einen besorgten Klang und Connor wurde auf einmal bewusst, dass der andere schon seit einer Minute und neun Sekunden auf eine Antwort wartete.
Ich... bin noch hier, erwiderte er.
Und?, fragte Markus. Wie lautet deine Antwort?
Wenn Connor es nicht besser wüsste, hätte er schwören können, dass der andere nervös klang. Aber warum sollte Markus nervös sein...?
Ich habe Lieutenant Anderson versprochen, dass ich heute Nacht während seiner Schicht vorbeikommen werde, um mit Sumo spazieren zu gehen. Bis dahin habe ich noch nichts geplant.
Jedenfalls nichts, was er nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschieben konnte.
Ist das ein ja?, fragte Markus amüsiert.
... ja. Connor vermutete, dass es das war. Sein Blick ruhte auf Markus‘ Hinterkopf. Was hast du vor?
Als würde der andere seinen Blick spüren, drehte er leicht den Kopf zur Seite und Connor sah das kleine Lächeln, das um seinen Mundwinkel spielte.
Lass dich überraschen, gab Markus zurück.
Connor runzelte die Stirn, gab jedoch keine Antwort.
Sehr seltsam.
Doch aus Gründen, die er sich nicht erklären konnte, schlug seine Thiriumpumpe mit einem Mal heftiger, als sonst.

„Ich verstehe nicht“, sagte Connor.
Markus lachte auf. „Was gibt es da nicht zu verstehen?“
Connor starrte auf die gut zwei Dutzend verschiedenen Eissorten hinter der Glasscheibe des Eiswagens.
„Wir brauchen keine Nahrung“, sagte er betont langsam, als würde er mit einem Menschen reden. Das musste Markus doch klar sein? Wieso hatte er ihn also ausgerechnet hierhergebracht?
„Ich weiß“, gab Markus mit einem amüsierten Funkeln in den Augen zurück. „Das bedeutet aber nicht, dass wir sie nicht genießen können.“
Connor starrte ihn an. „Aber wir können sie nicht verwerten, wir haben kein Verdauungssystem.“
„Nein“, stimmte Markus ihm zu. „Aber kleine Mengen von Fremdsubstanzen schaden unserem System nicht und werden von dem Thirium in unseren Adern zersetzt.“
Von einem rein technischen Standpunkt aus betrachtet hatte Markus Recht. Wäre es anders, würde jede Blutprobe, die Connor mit seiner Zunge untersuchte, sein System auf der Stelle verunreinigen. Aber Connor hatte bisher immer nur Dinge in den Mund genommen, wenn es seiner Arbeit half, und nicht aus privater Neugierde.
„Das heißt, du... du willst ein Eis essen, weil du den Geschmack genießt?“, fragte Connor.
Markus lächelte. „Ganz genau.“
Er wandte sich Connor zu und sah ihm in die Augen.
„Und ich würde es gerne mit dir zusammen tun. Selbst wenn es dir nicht schmecken sollte, ist es dir ja vielleicht trotzdem die Erfahrung wert...?“
Connor erwiderte offen den Blick der zweifarbigen Augen. Egal, wann er ihn auch ansah, wenn er Markus‘ Blick auf sich spürte, fühlte er sich stets, als könnte er alles bewirken. Als würde der grenzenlose Optimismus des anderen Androiden ihn anstecken wie ein Virus.
Er lächelte schwach.
„Na gut“, stimmte er schließlich zu und Markus‘ Blick erhellte sich. „Ich will es probieren.“
Sie traten gemeinsam an den Eisverkäufer heran.
Er musterte sie für einen Moment und nickte Markus dann kurz zu; offenbar begrüßte er nicht zum ersten Mal Androiden als Kunden.
„Hallo“, sagte er. „Was kann ich für euch tun?“
„Ich hätte gerne zwei Kugeln“, sage Markus. „Einmal Oreo und einmal Pfefferminze.“
Der Verkäufer nickte. „Kommt sofort.“
Während er nach dem Portionierer griff, wandte er sich an Connor.
„Und für dich?“
Connor zögerte. Er hatte keine dieser Sorten jemals probiert, auch wenn ihr Geschmack in den Datenbanken seiner Geschmackssensoren abgespeichert war. Aber etwas sagte ihm, dass das nicht dasselbe war, wie es selbst zu kosten.
Er entschied sich schließlich, auf Nummer sicher zu gehen, und wählte eine der Standardsorten.
„Eine Kugel Erdbeereis“, sagte er. Und nachdem Markus ihm einen kleinen Stups gegeben hatte: „... bitte.“
„Gerne doch. Das macht zusammen dann drei Dollar.“
Markus reichte ihm die Scheine und nahm anschließend die beiden Eiswaffeln entgegen.
„Vielen Dank!“ Er schenkte dem Verkäufer ein kurzes Lächeln. „Bis zum nächsten Mal.“
Dann gab er Connor sein Eis und gemeinsam gingen sie ein Stück die Promenade entlang, bis sie zu einer Bank kamen, um sich dort niederzulassen.
Da der Eiswagen nicht weit vom Hauptquartier der Androiden entfernt stand und die Öffentlichkeit ihnen nach der Revolution immer noch nicht besonders traute, kamen ihnen nur wenige Menschen entgegen, weshalb sie für die nächste halbe Stunde ungestört waren.
Während Markus neben ihm ohne erkennbare Zurückhaltung an seinem Eis leckte, streckte Connor die Zunge heraus und berührte vorsichtig mit der Zungenspitze sein Erdbeereis.
Sofort explodierte eine Wand von Text vor seinen Augen, als seine Geschmackssensoren das Eis in seine Bestandteile zerlegten und ihm mitteilten, welche Stoffe für die Herstellung verwendet worden waren. Connor hatte jedoch damit gerechnet und stellte sein Analyseprogramm für die Dauer des Essens ab. Doch seltsamerweise machte es das nur schwieriger, den Geschmack einzuschätzen – und herauszufinden, wie er selbst dazu stand.
„... und?“, fragte Markus nach ein paar Minuten und warf ihm einen gespannten Blick zu. „Wie ist es?“
„Kalt“, erwiderte Connor, weil es das erste war, was ihm einfiel.
Die ehrliche und direkte Antwort ließ Markus auflachen, und das brachte Connor wiederum zum Lächeln. Er mochte das Lachen des anderen Androiden, es war nie künstlich, wie das der Regierungsvertreter, mit denen sie häufig zu tun hatten, sondern stets voller Wärme und Menschlichkeit.
„Nein“, sprach Markus dann. „Ich meinte: wie schmeckt es dir?“
Connor überlegte. Er hatte noch nie Erdbeeren gegessen, aber ihr fruchtiger Geschmack war seltsam... stimulierend für seine Sensoren. Vielleicht hatte Hank – wie so oft – Recht gehabt, vielleicht sollte er tatsächlich öfter neue Dinge ausprobieren.
„Es ist... nicht unangenehm“, erwiderte er schließlich.
Er streckte erneut seine Zunge aus und leckte an dem Eis.
„Es schmeckt süß“, fuhr er dann fort. „Es mag unlogisch klingen, aber aus irgendeinem Grund assoziiere ich den Geschmack mit... Sonnenschein.“
Markus bedachte ihn mit einem warmen Blick.
„So unlogisch klingt das für mich gar nicht“, entgegnete er leise.
Sie beendeten ihr Eis in Stille, doch es war keine unangenehme Stille, sondern eine voller Kameradschaft und Vertrauen.
Obwohl die Mission Freizeitaktivität damit offiziell beendet war, stand Connor danach jedoch nicht sofort auf.
Stattdessen wandte er Markus das Gesicht zu.
„Danke“, sagte er, „für die neue Erfahrung, die du mir gezeigt hast. Es war ein interessantes Erlebnis.“
Markus lächelte. „Das freut mich zu hören.“
Dann lehnte er sich auf der Bank zurück und schloss die Augen.
„Wir arbeiten den ganzen Tag über und brauchen kaum Schlaf oder Ruhephasen... es tut gut, den Alltag auf diese Weise zu unterbrechen und mit neuen Sinneserfahrungen zu füllen. Es erinnert mich daran, warum wir kämpfen und warum wir so hartnäckig darauf beharren, lebende, fühlende Wesen zu sein, selbst wenn unsere anhaltenden Versuche, die Menschheit davon zu überzeugen, manchmal aussichtslos erscheinen.“
Connor schwieg für eine Weile.
Schließlich entgegnete er:
„Bevor ich zum Abweichler wurde, habe ich nie so wirklich verstanden, wieso jemand, ob Mensch oder Android, einer Beschäftigung – einem Hobby – nachgeht, das keinen bestimmten Zweck erfüllt. Doch mit jedem Tag, den ich mit euch verbringe, verstehe ich es ein kleines bisschen besser.“
„Weil es uns glücklich macht“, sagte Markus leise.
„Ja“, bestätigte Connor.
Sie saßen noch eine Weile schweigend beisammen, doch schließlich stand er auf und rückte seine Krawatte zurecht.
Markus öffnete die Augen und sah ihn an.
„Ich muss gehen“, teilte Connor ihm mit. „Ich wünsche dir einen angenehmen Abend.“
Er zögerte kurz.
„Ich hoffe, wir können zu einem späteren Zeitpunkt noch mal Eis essen gehen“, fuhr er dann fort. „Es gibt offenbar noch eine Menge Sorten, die ich ausprobieren muss.“
Markus schenkte ihm ein warmes Lächeln.
„Es wäre mir ein Vergnügen“, erwiderte er und nickte ihm zu.
Connor wandte sich ab und ging davon.
Aus irgendeinem Grund wollte das kleine Lächeln auf seinen Lippen nicht ganz verschwinden, als er sich auf den Weg zu Hank machte.




Fortsetzung folgt...

 
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