Welcome To Our Life

von Rebecci10
GeschichteRomanze, Familie / P18 Slash
OC (Own Character) Santana Lopez
01.06.2019
15.09.2019
18
34022
2
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Santana musste am nächsten Morgen schon früh los und obwohl ich wusste, dass es noch viel zu besprechen gab, bekam ich einen liebevollen Kuss und sie wünschte mir einen schönen Tag, als sie aufbrach.
Abends, nachdem ich den ganzen Tag beim Arzt saß und viel mit dem Verein gesprochen hatte, drängte sich das Gespräch so sehr auf, dass ich es nicht mehr herauszögern konnte. Es war kurz vor 7 und Santana rief immer pünktlich um 7 an.
Diesmal wollte ich es jedoch tun. Deshalb schnappte ich mir mein Handy und wählte meine Lieblingsnummer.
„Hey, ich wollte dich gerade anrufen.“
„Ich weiß. Ich.. Ich muss einfach mit dir reden. Ich will mich einmal erklären, darf ich?“
„Ja ich höre dir zu.“
„Ich… Okay.. Also irgendwie ist das jetzt schwerer als gedacht, aber ich liebe dich und deshalb los. Ich wollte dir erklären, wieso ich mich für dieses Risiko entschieden habe. Nachdem mein Schien- und Wadenbein gebrochen waren, war ich fest darauf eingestellt, dass nach der Pause alles wieder wird wie vorher. Ich würde auf dem Platz stehen und könnte weiter machen wo ich aufgehört hatte.“ Ich machte eine kleine Pause. „Doch durch die Infektion hat sich alles vollkommen verändert. Mein Bein hat darunter stark gelitten und meine Karriere würde wohl beendet sein. Doch es gab da diese eine Chance, dass ich immer noch ein Jahr geschenkt bekommen würde. Es war riskant, ja. Doch in mir schlummert seit 27 Jahren dieser Traum. Ich konnte ihn nicht einfach vergessen, nicht wenn es immer noch eine kleine Chance gab. Ich weiß es war dumm, es war riskant, aber manchmal bin ich so. Ich habe dir nichts gesagt, weil ich genau wusste, wie sehr wir streiten würden, wie sauer du werden würdest und ich wollte den Streit nicht haben, solang ich diese Chance noch hatte. Nun ist es vorbei und ich kann langsam meine Augen öffnen.“
„Du hast noch an mich gedacht und wie sauer ich werden würde, aber einfach mit mir sprechen ging nicht?“
„Nein.“
„Weil ich dir nicht zugehört hätte? Meinst du nicht, ich hätte dich unterstützt in deinem Traum? Wäre mit dir viele Ärzte abgefahren, hätte mich informiert? Ich habe dich doch immer unterstützt, trotzdem begibst du dich einfach so in ein so großes Risiko, dass ich Angst um dein Leben hätte haben müssen.“
„Es war mir nicht bewusst, dass mein Leben so sehr in Gefahr war.“ Flüsterte ich.
„Weil du oft Sachen nicht zu Ende denkst. Julia.“ Santana hustete. „Juli. Ich liebe dich, das weißt du und ich unterstütze dich und ich liebe es, wenn du spielst, doch dass du mit deinem Leben spielst und mit unserer Zukunft kann ich nicht verstehen, noch weniger, da du nicht mit mir gesprochen hast.“
„Es tut mir leid, dass ich blind war. Ich hatte so eine Angst, dass du es mir nur ausreden würdest.“
„Ich finde es schade, dass du mir nicht mehr zutraust.“
„Was hättest du mir denn geraten? Also jetzt mal ganz ehrlich, hättest du mir nachdem du von den Risiken geraten meinen Traum zu verfolgen?“
„Ich hätte dich zumindest über die Risiken nachdenken lassen, die du gänzlich vergessen hast. Wie wollen wir beide Kinder haben, wenn es dich nicht mehr gibt?“
Ich dachte darüber nach, was sie sagte. Das stimmte schon, ich hatte den Großteil der Risiken einfach ignoriert und nicht einmal daran gedacht, was ich Santana damit angetan hatte. Ich hatte unsere Zukunft riskiert. Unsere gemeinsamen Ziele gänzlich vergessen. Natürlich war ein anderer größerer Traum von mir, mit Santana alt zu werden und mit ihr eine Familie zu gründen.
„Es tut mir leid.“
„Das sagtest du schon.“
„Ich…“
„Juli. Ich hasse es mit dir zu streiten, aber ganz ehrlich. Ich bin unfassbar enttäuscht. Nicht mehr sauer auf dich, sondern enttäuscht.“
„Wir streiten auf eine ganz andere Ebene.“ Stellte ich fest.
„Ja. Ich fühl mich ganz schön reif.“ Santana grinste wahrscheinlich gerade und ich wusste, dass sie im Recht war. Doch was konnte ich sagen, um klar zu machen, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Santana wollte nicht nur eine Entschuldigung hören, sondern viel mehr als das. „Hör mal. Ich muss auflegen. Ich habe jetzt noch eine Besprechung.“
„Ich bin noch nicht fertig.“
„Ich weiß, ruf mich nachher nochmal an. Um 9 ungefähr.“ Damit legte sie auf und ich zerbrach mir meinen Kopf. Wenn Worte nicht ausreichten, hatte ich ihr meistens ein Lied gesungen. Ein Lied? Vielleicht war genau das, das was sie wollte. Ich wusste schon was ich singen würde, doch ich musste sie sehen. Ich musste ihr das Live vorsingen und das würde ich. Ich packte schnell eine Tasche und fuhr los.
Obwohl ich erst um 10 Uhr ankam, hatte Santana nicht angerufen. Stattdessen klopfte ich sanft an ihren Wohnwagen.
„Ich wusste du kommst.“ Sie lächelte leicht und lies mich rein.
„Weißt du noch, wie es in der High School war? Du und ich, wenn Worte nicht ausgereicht haben, dann haben wir über unsere Gefühle immer gesungen. Genau das möchte ich. Ich will dir so viel sagen, aber ich kann mich nicht richtig ausdrücken. Deshalb bin ich hier.“
„Ich bin ganz Ohr.“
Ich startete mein iPhone und lies Santana platz nehmen.

Sorry Seems to Be the Hardest Word


„What have I got to do to make you love me
What have I got to do to make you care
What do I do when lightning strikes me
And I wake to find that you're not there?
What have I got to do to make you want me
What have I got to do to be heard
What do I say when it's all over?
And sorry seems to be the hardest word
It's sad, so sad (so sad)
It's a sad, sad situation
And it's getting more and more absurd
It's sad, so sad (so sad)
Why can't we talk it over?
Oh it seems to me
That sorry seems to be the hardest word
It's sad, so sad (so sad)
It's a sad, sad situation
And it's getting more and more absurd
It's sad, so sad (so sad)
Why can't we talk it over?
Oh it seems to me
That sorry seems to be the hardest word
What have I do to make you love me, oh
What have I got to do to be heard
What do I do when lightning strikes me
What have I got to do?
What have I got to do?
When sorry seems to be the hardest word“

Ich hatte wieder Tränen in den Augen, kniete mich vor meine Freundin. „Ich weiß, dass ich dich verletzt und enttäuscht habe. Du hast mit allem was du sagst Recht und ich kann nicht mehr sagen, als Entschuldige bitte. Ich hätte mit dir reden müssen. Du bist meine Partnerin und mir ist klar geworden, dass mein größter Traum nichts mit Fußball zu tun hat. Ich kann ohne den Fußball leben, aber nicht ohne dich. Und ich sehe auch, dass es andersrum genauso ist. Dass ich mein Leben einfach aufs Spiel gesetzt habe, war nicht nur dumm, sondern auch egoistisch und ich möchte mich wirklich von Herzen dafür entschuldigen.“
„Okay. Ich verzeihe dir.“
„Wirklich jetzt?“
„Ja. Ich merke endlich, wie wichtig es dir ist. Ich finde es toll, dass du hier bist und ich habe dir gestern eigentlich schon verziehen. Es tut mir im Herzen weh, dass es dir nicht gut geht und du einen deiner Träume verloren hast. Trotzdem werde ich alles dafür geben, dich wieder glücklich zu machen.“
„Ich liebe dich, Baby.“
Sie zog mich auf ihren Schoss und küsste sanft meine Nase. „Ich liebe dich auch, jetzt versuch endlich nicht mehr zu weinen. Ich will nicht mehr, dass du weinst.“
„Ich versuche es ja.“
„Aber?“
„Aber jetzt bin ich so glücklich, dass ich nicht aufhören kann.“
„Du bist so süß.“ Sie strich mir sanft die Tränen von den Wangen und drückte mich an sich. „Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir einen Meilenstein geschafft haben. Wir haben nicht wie sonst gestritten, oder?“
„Nein wir haben dieses Mal die Kurve bekommen.“
„Meinst du, dass es an der Pause lag?“
„Kann schon sein, danach war auf einmal alles viel sachlicher. Es hat uns gezeigt, dass wir trotz Streit und Sauerseins noch aufeinander aufpassen. Dass du trotzdem für mich da warst und mich unterstützt. Obwohl ich echt Scheiße gebaut habe.“
„Ich liebe dich doch auch.“
„Das hätte früher nicht geklappt.“
„Ich hab mich da verändert. Ich habe es geschafft meinen Zorn zu besiegen und mich in dem Moment zu besinnen. Du hast mich gebraucht und ich habe es geschafft für dich da zu sein. Wirklich. Das war wundervoll. Ich habe mich in dem Moment gefühlt, als wäre gänzlich das Vertrauen wieder da.“
„Mein Vertrauen zu dir ist auch gänzlich wieder da. Ich vertraue dir mit meinem Herzen und meiner Seele.“ Ich küsste Santana erneut, die nun leicht rot wurde.
„Wirklich?“
„Natürlich. Du bist meine ganze Zukunft.“
Wenig später machte Santana mit mir eine Tour über ihr Set und wir machten einige Bilder. Sogar eins davon postete sie auf Instagram und machte ein Herz darunter. Sie zeigte mir ihr Lieblingsdrehort, es war ein kleiner Chorraum, in dem sie schon einige Lieder gesungen hatte. Es gefiel ihr, dass so ein verschiedener Haufen eine Einheit war und mittlerweile mehr oder weniger sogar befreundet waren.
„Singst du mir was?“ Fragte ich plötzlich, obwohl ich das noch nie gefragt hatte.
„Was?“
„Ich weiß nicht, ich hatte gerade Lust dich singen zu hören.“
„Bleib doch bis morgen, da filme ich einen Song ab, wenn du willst. Ich soll nicht mehr singen jetzt, um meine Stimmbänder nicht zu reizen.“
„Okay, gerne.“ Ich lächelte und wenig später lag ich neben Santana im Wohnwagen und kuschelte mich in ihren Arm.
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