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von Shiv
GeschichteFamilie, Suspense / P16 Slash
Josuke Higashikata Jotaro Kujo Keicho Nijimura Noriaki Kakyoin Okuyasu Nijimura Rohan Kishibe
01.06.2019
24.01.2020
6
47339
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Prolog




Die triste, eintönige Straße, eingereiht von endlos wirkenden, weiten Feldern wirkten langweilig und schienen sich noch in unendliche Weiten zu ziehen. Sie rollten wie ein Laufband unter den Autoreifen entlang, zogen vorbei wie ein Film, der einfach viel zu schnell abgespielt wurde. Die vereinzelten Bäume rasten an den Scheiben vorbei und die Landstraße war so gut wie nicht befahren. Unterdessen begann sich der Mangaka bereits zu fragen, in was für einen abgelegenen, weltfremden Ort sein Verleger ihn eigentlich geschickt hatte. Natürlich, dieser Mann behandelte ihn wie einen Sohn, doch ob es wirklich eine gute Idee war, ihn zur hintersten Ecke Japans zu schicken, nur damit er dort für ein Jahr die Leitung eines Kunstworkshops übernehmen konnte, blieb fraglich. Sonderlich interessant klang all das immerhin nicht und wenn Rohan ehrlich sein sollte, konnte er sich auch nicht vorstellen, dass ausgerechnet etwas dergleichen bei seiner Blockade helfen sollte.

Eine solche Blockade war nicht einfach etwas Dahergesagtes, Einfaches, das schnell mit einem Schulterzucken erledigt war – schön wäre es. Für einen Mangaka wie ihn war es eine Krise, wenn die Storyline für ihn selbst einfach nicht mehr ansprechend genug klang, wenn plötzlich einfach nichts mehr Sinn zu ergeben schien und nichts mehr passte. Die fertiggestellten Panels wollten ihm auch einfach nicht mehr gefallen, drückten nicht mehr das aus, was sie in seinen Augen ausdrücken sollten, auch wenn er wusste, dass er sonst nie etwas daran auszusetzen hatte. Sein Verleger hatte ihm zwar Prophezeit, dass jeden Künstler irgendwann einmal eine gezwungene, kreative Pause ereilte, doch dass es – gerade bei ihm – derart schnell gehen würde, irritierte ihn noch immer, selbst wenn er schon fast eine Woche damit versuchte zu koexistieren. Für ihn war dies eine Menge Zeit, welche ihm einfach durch die Finger rann. Es waren verlorene Stunden, welche er eigentlich in die Storyline hätte investieren müssen, auch wenn er durchaus genug vorgearbeitet hatte, um sich auch einmal eine schöpferische Pause gönnen zu können. Dies jedoch, wollte er gar nicht erst in Betracht ziehen. In seinen Augen nahm er diese Strecke von Tokyo zum – für ihn persönlich – anderen Ende der Welt nur auf sich, damit er an einem anderen Ort weiterarbeiten konnte – während er diese Aufgabe erfüllte, welche wenigstens nicht allzu langweilig klang.

Sollte diese Stadt, von welcher er sich nicht einmal wirklich ein Bild machen konnte, so schnell hatte man ihm den Vorschlag unterbreitet, wirklich so weltfremd sein wie sie von den Beschreibungen seines Verlegers klang, hoffte er wenigstens, dass es dort irgendwelche Beschäftigungen gab, welche Sinn ergaben. Anderenfalls würde die Storyline, um welche er sich in diesem einen Jahr kümmern sollte wahrscheinlich die Langweiligste, welche er je gezeichnet hatte. Er ahnte es beinahe.

Natürlich, er hatte Anweisungen, sollte einmal außerhalb der Grenzen denken, sobald er vermutete, dass der richtige Zeitpunkt dafür gekommen war – kurz gesagt, er sollte etwas Verrücktes machen und sehen, was sich daraus entwickelte. Immerhin befand er sich dann in einer fremden Stadt, mit fremden Menschen, wo vielleicht nicht so viele Menschen wie in Tokyo vielleicht seinen Namen aber nicht sein Gesicht kannten und dann sollte er die Tage skizzieren, etwas wie ein lebhaftes Tagebuch schreiben – in Bildformat. Niemand verlangte davon ein Meisterwerk, es sollte im Anschluss nur für ihn sein, etwas, das vielleicht als Erinnerung an dieses Jahr diente und genau das war es auch, was ihn am meisten an dieser Situation störte. Wenn er sich schon die Mühe machte, etwas dergleichen zu machen, dann wollte er auch, dass Menschen es lesen konnten. Er zeichnete doch keine Storyline nur allein für sich und wenn er dafür sorgen musste, dass diese Storyline lesenswert wurde, würde ihm ganz sicher auch etwas einfallen. Den ersten Tag jedoch konnte er schon einmal mit einer Autofahrt quittieren, denn die Anfahrt dauerte ohne die Pausen zwischendurch bereits länger als sieben Stunden. Viele Möglichkeiten, sich einmal umzusehen, schienen somit am ersten Tag nicht zu bleiben. Doch vielleicht konnte er wenigstens schon einmal herausfinden, wo sich dieser Workshop eigentlich befand, welchen er für dieses eine Jahr übernehmen sollte. Wahrscheinlich hatte er in jenem Moment mehr als nur Glück, das er sich nicht auch noch ein Hotel suchen musste, sondern für besagte Zeit im Ferienhaus seines Verlegers leben durfte.



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A/N: Mit diesem Projekt melde ich mich endlich einmal in diesem Fandom mit einer längerfristigen Geschichte zu Wort. Viel möchte ich zu der Geschichte noch nicht verraten - was die geplante Storyline angeht, das meiste ist aus der Kurzbeschreibung abzuleiten - doch ich hoffe, das sie euch schon einmal gefallen hat.
Anmerken möchte ich nur noch schnell, dass ich aufgrund des alternativen Universums das Geschlecht von Rohans Verleger geändert habe, da ich dachte, dass es im Zusammenhang besser passt. Ich hoffe, ihr stört euch nicht daran. Zudem wird es in dieser AU auch nicht um Stands gehen, somit haben einige Charaktere auch eine leicht andere Bindung zueinander.
Die nächsten, folgenden Kapitel werden außerdem auch deutlich länger.
Dennoch werde ich den originalen Charakteren treu bleiben. Jetzt möchte ich euch aber auch nicht länger zutexten und wünsche euch viel Spaß mit der neuen Story in dem kleinen Fandom hier~

Eure Shiv
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