Unternehmen Ravenclaw 2.0

GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Minerva McGonagall Pansy Parkinson Severus Snape
01.06.2019
08.02.2020
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Unternehmen Ravenclaw 2.0


Warnung: Hier wird es alles geben, Selbstbefriedigung, heterosexuelle Paare, homosexuelle Paare, der Sex wird nicht im Vordergrund stehen, er wird aber vorkommen, mal mehr, mal weniger detailliert.

Disclaimer: Ich verdiene hiermit kein Geld.



Aufgeflogen


Unruhig warf Harry sich hin und her, fand keinen Schlaf. Er verstand nicht, warum ausgerechnet Ron ihn so hinterging. Sie waren die besten Freunde, waren sechs Jahre unzertrennlich gewesen, außer dem kurzen Moment während des Trimagischen Turniers. Plötzlich war nichts mehr davon zu sehen, von einem Moment auf den anderen schien sie nichts mehr zu verbinden.

Viel früher als sonst stand Harry auf und ging in den Gemeinschaftsraum. Er wusste nichts mit sich anzufangen. Alle anderen schliefen noch, außer die Jungs aus seinem Jahrgang, die noch nicht zurückgekommen waren. So früh standen die Schüler noch nicht einmal unter der Woche auf, am Sonntag würde es noch mehrere Stunden dauern, bis die ersten aufstanden. Ziellos wanderte er durch den Gemeinschaftsraum, überlegte, ob er sich noch mal hinlegen sollte und entschied sich dann, dass er seine Zeit auch nutzen konnte, um sich an seine Hausaufgaben zu setzen.

„Morgen Harry“, begrüßte Hermine ihn.

Lächelnd drehte Harry sich zu ihr um, nicht überrascht, ein Buch unter ihrem Arm zu sehen. „Guten Morgen. Konntest du auch nicht schlafen?“

„Ich steh immer so früh auf und nutze die Zeit, um zu lesen oder mich vorzubereiten. Wieso konntest du nicht schlafen?“

„Ron“, seufzte Harry. „Er und die anderen sind die ganze Nacht nicht im Schlafsaal gewesen. Ich habe keine Ahnung, was sie treiben oder ob ihnen etwas passiert ist. Ich kann mich nicht nach ihnen erkundigen, weil ich sie dadurch direkt verraten würde. Ich versteh das alles nicht mehr. Wir waren so gute Freunde und jetzt erkenne ich uns nicht wieder. Ron beklaut mich, um irgendwo Party machen zu können und riskiert dabei nicht nur seine Prüfung, sondern seine komplette Zukunft. Du sitzt nur noch in der Bibliothek und lernst mehr denn je, obwohl du bereits alles weißt. Du bist nur noch gestresst, denkst nur noch an die Prüfung oder bist mit irgendwelchen Aufgaben als Schulsprecherin beschäftigt. Ich komme mir vor wie ein Aussätziger, der keine Freunde mehr hat und nirgendwo willkommen ist. Für Ron bin ich eine Spaßbremse, weswegen er sich von mir abwendet und dich scheine ich nur noch zu nerven, obwohl ich nicht anders bin als sonst. Was ist mit uns passiert? Es ist unser letztes Schuljahr wir sollten die Zeit miteinander verbringen, lachen, Spaß haben, lernen und einfach unser Leben genießen. Stattdessen sehen wir uns kaum, wissen nicht was die anderen machen und haben Geheimnisse voreinander. Das sind nicht wir.“

Hermine sah betreten zu Boden. Harry hatte recht, so sollte ihr letztes Jahr nicht sein. Sie waren die besten Freunde, teilten alles miteinander. Harry würde die Ravenclaw Mädchen nicht verraten und auch sonst niemanden davon erzählen. Sie öffnete gerade ihren Mund, als das Portrait aufschwang und Ron, Seamus, Dean und Neville hineinkamen. Neville wirkte geknickt, die anderen waren aufgebracht.

„Endlich.“ Harry sprang auf. „Wo wart ihr? Ist was passiert?“

„Kann dir doch egal sein,“ schrie Ron ihn an, während die anderen weiter in den Schlafsaal gingen. „Das ist doch genau das, was du wolltest.“

„Wovon redest du?“ Harry verstand kein Wort. Fragend schaute er zu Hermine, die nur mit den Schultern zuckte.

„Wovon wohl, du hast uns doch verraten, weil du nicht damit leben kannst, dass sich mal nicht alles um dich dreht und andere bessere Ideen haben als du.“

Harry wurde bleich. Erneut schaute er zu Hermine, die unmerklich den Kopf schüttelte. Von ihr hatte niemand etwas erfahren.

„Halte dich einfach von mir fern“, verlangte Ron auf dem Weg zum Schlafsaal.

„Ron, bitte, du bist mein bester Freund.“

„Seit wann?“ verlangte Ron zu wissen. „Ich bin doch nur dein Anhängsel, damit du dich besser fühlst. Ich kann darauf verzichten, dein Schatten zu sein. Ich habe ein eigenes Leben, eigene Interessen. Such dir jemand anderen, den du ausnutzen kannst und der sein Leben für dich riskiert!“

Harry glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. „So denkst du über mich? Ich habe nie irgendetwas von dir verlangt oder dich freiwillig in Gefahr gebracht. Ich wollte dich immer in Sicherheit wissen, weil du mein bester Freund bist, weil du mir viel bedeutest. Du bist mir immer freiwillig gefolgt und wolltest an meiner Seite sein. Zumindest weiß ich jetzt, was ich davon zu halten habe. Ich war dir egal, es ging dir immer nur um meinen Namen. Gut, dass ich es jetzt endlich begriffen haben. Gib mir meinen Umhang zurück und ich werde dich nicht weiter behelligen.“

„Ich habe es nicht nötig, deinen Umhang zu nehmen. Ich betrüge nicht, wie manch anderer in diesem Raum“, regte Ron sich auf.

Harrys Blick verdunkelte sich. „Hör auf zu lügen! Heute Abend liegt er auf meinem Bett, dann vergesse ich, dass du mich bestohlen hast.“

„Ich stehle nicht. Ich habe das nicht nötig.“

Wütend standen die beiden sich gegenüber, nicht bereit nachzugeben oder sich zu entschuldigen. Hermine sah zwischen ihnen hin und her. Sie konnte auf einen weiteren Streit, der die beiden entzweite, verzichten, das hatte sie schon zu oft erlebt. Die beiden waren Hitzköpfe, aber im Grunde ihres Herzens mochten sie sich und konnten sich blind auf den anderen verlassen.

„Bitte, Jungs, beruhigt euch, wir können das doch vernünftig klären“, mischte sie sich ein. „Ron, wenn du dich weiter aus der Schule schleichst, riskierst du es, der Schule verwiesen zu werden, bleib im Schloss, lerne für die Schule und gib Harry seinen Umhang wieder. Harry, Ron ist dein bester Freund, du solltest ihn nicht beschuldigen ein Dieb zu sein, nur weil er sich deinen Umhang geliehen hat.“

„Ist ja klar, dass du zu ihm hältst“, schrie Ron. „Du hast ihn schon immer mehr gemocht als mich. Ich bin mit euch fertig, macht doch was ihr wollt.“ Wütend stürmte er die Treppe zum Schlafsaal hoch und schlug die Tür hinter sich zu.

Seufzend schaute Hermine hinter Ron her. „Er wird sich wieder beruhigen“, murmelte sie. „Das tut er doch immer.“

Harry zuckte mit den Schultern. „Mir egal. Ich muss mich so nicht behandeln lassen. Ich habe seine Freundschaft nicht nötig, es gibt genug andere, die gerne mit mir befreundet sind. Mit mir, nicht mit meinem Namen.“

„Ach, Harry.“ Mitfühlend legte sie ihm eine Hand auf den Arm. „Du wirst sehen, morgen seid ihr schon wieder Freunde und in den Ferien lachen wir darüber.“

Harry zweifelte daran, aber er kam nicht mehr dazu etwas zu sagen, Neville kam zurück in den Gemeinschaftsraum, in seiner Schuluniform gekleidet. Stirnrunzelnd schaute Harry ihn an. „Wir haben Sonntagmorgen, heute ist kein Unterricht.“

„Nachsitzen“, murmelte Neville. „McGonagall hat uns erwischt, als wir zurückgekommen sind. Wenn wir Glück haben, werden wir nicht suspendiert. Ich will nicht von der Schule fliegen, also geh ich jetzt besser.“

„Neville“, rief Hermine ihn zurück. „Wie seid ihr aus dem Schloss gekommen?“

„Desinteresse Zauber, er hält nicht lange, aber lang genug, damit man um die Ecke verschwinden kann. Wir sind unter der peitschenden Weide hindurch in die heulende Hütte und von dort appariert.“
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