Taison Below  Der Fluch der lilafarbenen Brosche

GeschichteKrimi / P12
31.05.2019
12.07.2019
5
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Kapitel 5 Rätsel über Rätsel
Der junge Polizist stieg in den Wagen und kurvte durch die Kleinstadt bis er vor dem Hotel Chanel auf dem Parkplatz fuhr und mit seiner und Shirleys Tasche ausstieg. Der Parkplatz war groß und kaum ein Wagen stand dort. Das Hotel an sich machte einen sehr freundlichen Eindruck. Draußen standen einige Stühle und Tische, während darüber ein großer Schirm hinweg gespannt war. Mit Abstand war es wohl das einzige und beste Hotel, das modern und keine Schilf oder Strohbedachung besaß. Allerdings lag es dafür mitten am Rande eines Waldes, was für Taison schon eine große Umstellung war. Immerhin war er Hotels mit Blick auf andere Hochhäuser oder Parks gewohnt. Aber ein Hotel, welches einen Blick auf Minihäuser hatte, das war schon etwas anderes. Gemächlich schritt er durch die elektronische Schiebetür und befand sich sogleich im Salon. Ledersessel und polierte Holztische zierten den riesigen Raum, wobei auch einige Bilder von Landschaft, Tiere bis hin zur abstrakten Kunst an den Wänden hingen. Vereinzelt standen auch einige Automaten herum, die mit Getränke und Snacks versehen waren. Taison kümmerte sich nicht drum und ging über den glänzenden Laminatboden zur Rezeption, die in einer Ecke stand.
,,Wie kann ich Ihnen denn helfen Mr. ?", fragte die Frau am Schalter den Beamten.
,,Ich brauche ein Zimmer für zwei Personen. Haben Sie noch etwas frei ?"
Die Frau schaute auf ihrem Computer und nickte.
,,Ja wir haben noch ein Zimmer frei. Wie lange wollen Sie denn bleiben ?"
,, Allerhöchstens eine Woche."
,,Gut, das macht zusammen 350 Pfund."
,,So teuer ?", fragte Taison etwas entsetzt.
,,Nun Sir, Sie bekommen dafür eine Dusche, zwei Betten, einen Fernseher, einen gedeckten Frühstücks und Abendbrotstisch mit Landaufstrich und jeweils ein Glas Mineralwasser.", antwortete die Frau nüchtern, woraufhin Below laut aufseufzte.
,,Was soll's."
Schließlich holte er aus seiner Tasche das Geld raus und legte es der Frau vor.
,,Sie haben die Zimmernummer siebenhundertdreißig. Frühstück ist immer von 7- 9.30 Uhr und Abendbrot von 19 - 21 Uhr. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Aufenthalt im Hotel Chanel.", sagte die Frau und überreichte Taison dabei den Schlüssel, den sie bereits vom Haken genommen hatte.
,,Den werde ich haben.", entgegnete Taison mehr verbittert als freundlich.
Dann nahm er die Taschen und bewegte sich zur Treppe, als er dort plötzlich völlig in Gedanken versunken mit einer jungen Blondine zusammen stieß.
,,Tut mir leid, ich wollte Sie nicht umranmeln.", begann sie sich zu erklären, als Taison ihr noch etwas entgegnete.
,,Ist schon gut Miss…"
In diesem Moment begann die junge Frau zu lächeln.
,,Mein Name ist Nathalie Clear. Ich bin auf Urlaub hier und reise morgen Abend ab. Und Sie sind ?"
Taison blinzelte erst perplex bevor auch er sich erklärte.
,,Ich heiße Taison... Taison Below. Ich bin auch auf Urlaub hier und bin gerade erst angekommen."
,,Nun wenn Sie möchten führe ich Sie morgen noch etwas herum."
Der Beamte begann daraufhin leicht zu lächeln.
,,Das wäre mir ein großes Vergnügen Miss Clear."
,, Dann treffen wir uns morgen um 8 beim Frühstück ?"
,,Mit dem größten Vergnügen Miss Clear."
Die Frau nickte auf Taisons charmanten Worte und verschwand im angrenzenden Fahrstuhl, während Below ihr kurz hinterher sah. Der Polizist fand sie recht sympathisch. Sie hatte etwas graziles und romantisches an sich, das ihn abzog wie ein Magnet. Ihre langen lockigen und blonden Haare, ihre anmutige Figur und ihr zarter Duft nach Lavendel hatten sein Interesse geweckt, obwohl er wusste, dass es für ihn nur eine Frau an seiner Seite gab und das war Sally. Im Zimmer angekommen warf er die Taschen auf eines der Betten und nahm den Telefonkatalog in die Hand, welcher auf dem kleinen Glastisch lag. Er setzte sich hin und blätterte darin bis er den Namen Annie McLeaven fand, um ganz sicher zu gehen.
Er zückte sein Handy und wählte die Nummer. Schließlich meldete sich eine Stimme am anderen Ende der Leitung.
,,Hier ist Annie McLeaven und wer sind Sie?", fragte sie genervt.
,,Guten Tag, mein Name ist Taison Below und ich wollte Ihnen einen kleinen Rat geben. Seien Sie vorsichtig."
,,Wollen Sie mir etwa drohen ?", fragte sie mit scharfer Stimme.
,,Ganz und gar nicht. Es ist nur so, das schon einer aus Ihrer Familie wegen einer bestimmten Sache gestorben ist und ich sehr um die Sicherheit Ihrer Familie besorgt bin."
Auf seine ruhigen Worte, begann die Frau noch wütender zu reagieren.
,,Hören Sie Mr. Ich weiß selbst wie ich mich schütze und ich brauche keinen Rat von Ihnen !"
Plötzlich verwandelte sich ihre Boshaftigkeit in Angst. Sie schrie sogar bis auf einmal dieser Schrei abrupt erstickte.
,,Mrs. Annie McLeaven...sind Sie noch dran? Was ist mit Ihnen ? So antworten Sie doch !"
Auf Taisons verzweifelte Aussage, herrschte eine kurze Stille bis sich Jemand erneut meldete.
,,Ihre Besorgnis können Sie stecken lassen. Sie ist tot und wenn Sie nicht wollen, dass Ihnen dasselbe widerfährt, rate ich Ihnen Mr. Below sich aus dieser Angelegenheit raushalten !"
Danach war die Verbindung abgebrochen.
Der Polizist musste diese Stimme erst einmal im Kopf verarbeiten. Sie war verstellt und dennoch so klar und hell, als hätte eine Frau gesprochen.
Kurz entschlossen verließ er sein Zimmer, schloss ab, gab den Schlüssel an der Rezeption ab, stieg in den Wagen und fuhr zur besagten Adresse von Annie McLeaven.
Dort angekommen, parkte er hinter einem Polizeiwagen und stieg aus.
,,Sieh an, Detective Below. Was haben Sie denn hier zu suchen ?!", fragte Inspektor Brandy, der zu ihm aus dem Haus getreten war und ihm einen missbilligen Blick zu warf.
,,Ich bin hier rein zufällig vorbeigekommen und als ich Sie sah, da dachte ich mir, ich könnte noch etwas in Erfahrung bringen was Sie über Laytons Leiche herausgefunden haben."
,,Ich wiederhole es nicht nochmal Mr. Below, halten Sie sich da raus. Sie und Shirley haben hier nichts verloren !"
Brandys Stimme klang schroff und sein Gesichtsausdruck ähnelte dem eines kläffenden Kampfhundes.
,,Ich werde Ihre Zeit kaum in Anspruch nehmen Brandy, aber was ist denn hier los?"
,,Das geht Sie überhaupt nichts an !"
Der Inspektor drehte Taison eiskalt den Rücken zu und wollte schon gehen, als der junge Polizist ihm ein paar wichtige Bemerkungen machte.
,,Ich weiß vielmehr als Sie denken Brandy. Hier wohnt Annie McLeaven. Sie ist die Tochter von Mary McLeaven, dessen Ehemann verstorben ist. Annies Mann Robert starb auch, allerdings bei einem Autounfall."
,,Woher haben Sie Ihre Informationen bezogen ?", fragte Brandy daraufhin argwöhnisch und wendete sich ihm dabei wieder zu, woraufhin Taison ihn ernst ansah.
,,Das ist meine Sache."
Ein wenig war der New Yorker Polizist stolz auf sich und dennoch ließ er dies Brandy nicht spüren.
Kurz darauf brüllte der Kommissar los.
,,Kessy !"
Keine Minute später, kam eine hübsche Frau aus dem Haus, die ein paar Jahre jünger als Taison zu sein schien und sah Taison schüchtern an.
,,Kessy Melone, das ist Taison Below. Ich möchte, das du mit ihm fürs erste zusammen arbeitest. Er kommt aus New York und ist ebenfalls in dem Fall Layton und der lila Brosche involviert. Wenn du brauchbare Informationen hast oder es zu heikel wird, sagst du mir Bescheid."
,, Natürlich Inspektor Brandy.", meinte Kessy kleinlaut, während Brandy nickte und wieder ins Haus spazierte.
,,Darf ich dich bitten ?", fragte Taison schließlich und zeigte zum Wagen, woraufhin Kessy ein heiseres Kichern aus ihrem Mund entfuhr.
,,Aber natürlich Mr. Below."
,,Nenn mich Taison. Immerhin scheinen wir gleichaltrig zu sein."
,,Ach wirklich ? Wie alt sind Sie denn ?", fragte Kessy, als sie im Wagen Platz nahm und sich anschnallte.
,,Ich bin 25 Jahre alt und Sie ?"
,,Weit gefehlt. Ich bin 22 Jahre alt."
Taison seufzte schwer auf.
,,Ein grober Schnitzer diese Vorurteile."
Dann stieg auch er ein und fuhr los, während Kessy unterwegs Mal hier und Mal da hinaus schaute.
,,Suchst du irgendwen oder machst du das aus Spaß ?", fragte Below, der ihr sonderbares Verhalten auch nicht entgangen war.
,,Nun Taison, ich finde die Gegend hübsch und im Übrigen muss ich dir sagen, das es ziemlich mutig von dir war sich vor  diesem alten Inspektor quer zu stellen. Die meisten meiden ihn lieber."
,,Bei seinem Charakter kann ich das auch verstehen und dennoch war er endlich Mal bereit mit der New Yorker Polizei zusammenzuarbeiten."
,,Mit Zähneknirschen Taison. Du hast ihn mit deinen Informationen ziemlich überrascht. Eigentlich ist Brandy ein netter, aber auch ein mürrischer Mensch. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann muss es auch so durchgeführt werden. Ich habe mich schon einige Male bei ihm quer gestellt und einen Befehl verweigert. Schlussendlich habe ich ihm damit sogar einmal da Leben gerettet."
,,Aha, daher also das duzen."
Kessy sah ihn verwundert an.
,,Kennen Sie das von Ihrem Partner etwa nicht ?"
,,Nun, Inspektor Shirley arbeitet immer gründlich und weist auf ,,übersehenes" gerne hin. Er ist ein Mann der Gerechtigkeit wenn man es so ausdrücken will. Es käme ihn wohl nie in den Sinn das zu tun."
,,Und was für ein Typ bist du ?", fragte Kessy leicht neckisch.
,,Ich ? Tja, ich habe keine Ahnung.", gestand Below gelassen, während Kessy lächelnd zu Boden sah, ehe ihr Blick wieder aus dem Fenster glitt.
,,Du bist mit 25 Jahren genauso grün wie ich mit 22 Jahren."
,,Wie ?", fragte der Polizist verwundert, woraufhin Kessy ihn wieder vergnügt ansah.
,,Du hast keine Kampferfahrung genau wie ich."
,,Woran hast du das erkannt ?"
,,Deine Art und Weise hat es mir verraten. Kein Polizist, auch wenn er im Ausland ist, hätte immer eine Waffe bei sich. Du aber nicht. Also musst du bis zu diesem Tag ein Büromann gewesen sein."
,,Deine Dedektion ist fantastisch Kessy. Fast so gut wie Shirley."
,,Nun ja...aber nun solltest du mir Mal deine Fakten ausbreiten."
Taison seufzte kurz und nickte.
,,Ja, das sollte ich wirklich, aber nur wenn du mir versprichst absolute Geheimhaltung zu bewahren und mir auch von Brandys Leichenschau von Layton und Annie berichtest."
,,Das kann ich."
Kurz darauf sprach Taison wie ein offenes Buch und Kessy hatte das alles für einen üblen Streich halten können, wenn sie nicht in Taisons ernsten Geschichtsausdruck gesehen hätte.
,,Es geht hier also um eine neuartige Bombe, dessen Pläne gestohlen worden sind. Recht interessant wenn man bedenkt , das Marys Mann die Pläne außer Landes und nach Libyen gebracht hat."
,,Ja, aber das hat ihm am Ende auch nichts genützt. Bekomme ich nun die Informationen über Layton ?", schloss Taison seinen Bericht an, woraufhin Kessy nickte.
,,Brandy hat herausgefunden, das enmit einem präzisen Schuss in den Kopf getötet wurde. Wir können wohl davon ausgehen, das es ein Profi war, der ihn umgelegt hat."
,,Hatte Layton einen Gegenstand in seiner Tasche ? Vielleicht einen Zettel ?"
,,Nein...nichts der gleichen. Wir wissen nur, das der Todeszeitpunkt von ihm zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr liegen muss, da Layton das Polizeirevier um 13.40 Uhr verlassen hatte."
,,Wie kannst du dir da so sicher sein, das der Todeszeitpunkt um diese Drehe war? Er könnte doch auch später umgebracht worden sein ?"
Kessy blieb stumm und biss sich auf die Lippen. Taison ahnte, das Kessy ihm etwas verschwieg. Also fuhr er auf einen kleinen Parkplatz am Rande eines Parks und hielt an, bevor er schließlich zu seiner Irländischen Kollegin sah.
,,Also ?"
,,Tut mir leid Taison, aber mehr kann ich dir über Laytons Tod auch nicht sagen."
,,Doch das kannst du."
Erneut sah Kessy den Beamten überrascht an.
,,Und wie ? Ich war nicht einmal am Tatort?!"
,,Du vielleicht nicht, aber dein Partner.", sagte er ernst.
,,Was denn Brandy ?", fragte Kessy und begann zu lächeln. Taison ahnte, das es nur gespielt war und behielt seinen ernsten Gesichtsausdruck.
,, Niemals würde Brandy sich auf Layton einlassen. Zwar waren sie früher Mal Partner, aber seit dem Vorfall vor 7 Jahren hat er keinen Partner mehr gehabt bis ich kam."
,,Und was war der Grund, warum sie sich beruflich getrennt hatten ?"
,,Ich dachte du wolltest noch etwas über Annie erfahren ?", fragte Kessy zögernd, doch Taison ließ sich nicht abwimmeln.
,,Dazu komme ich auch noch. Könntest du mir nun die Fakten mitteilen ?"
Taison legte seine Hand auf die Lehne, woraufhin Kessy laut aufseufzte und schließlich nickte.
,,Ich habe Brandy versprochen niemanden davon etwas zu erzählen und du musst es mir versprechen es auch niemanden weite  zu erzählen."
,,Ich schwöre es Kessy."
Auf seine ehrlichen und warmen Worte, nickte Kessy erneut und begann mit ihrer Erzählung.
,,Am 4.August 2002 wurden Brandy und Layton mit dem Fall betraut einen Killer aufzuspüren und ihn hinter Gitter zu bringen. 3 Monate hatte es gedauert um den Killer, genannt *Foxy be Crown* überhaupt zu finden. Sie beschatten ihn auf Schritt und Tritt bis sie seine Abläufe genau kannten. Dann am 23. Januar 2003 erfuhren sie, das der Killer im drei Tagen im Casino ,,Mail-Cataway" einen Mordanschlag auf einem gewissen Dylan Winslow verüben wollte. Mein Partner sollte Deckung geben, während Layton den Mordanschlag vereiteln sollte. Doch der Plan ging schief. Noch ehe Layton eingreifen konnte, schlug der Killer zu und rammte Dylan ein Messer in die Brust. Der Mann starb noch am Tatort und was *Foxy be Crown* anging. Er entkam. Sicher hatte Layton keine Schuld an diesem Drama, doch Brandy machte ihn für das Versagen verantwortlich und wollte seit diesem Tag nie wieder mit Layton einen Fall bearbeiten und dabei waren sie 20 Jahre lang Partner gewesen !"
,,Kein Wunder, dass Layton sich in seinem Zuhause eingeigelt hat."
,,Ja. Was Annie McLeaven betrifft, sie wurde mit einem Küchenmesser attackiert. Ihr Mörder ist brutal vorgegangen und hat auf ihrem Bauch fünf Einstiche hinterlassen. Einschließlich der Stich, der zum Tode führte. Blutspuren auf dem gebohnerten Belag, zeigten deutlich die Spur eines Kampfes auf. Nicht zu vergessen die Brosche, die wir neben ihr fanden."
,,Irgendwas ist faul an der Sache.", grübelte Taison nach.
,,Wieso faul ?"
,, Layton wurde professionell erschossen, Annie aber nicht."
,,Du meinst, es gibt zwei verschiedene Mörder, aber mit einem Motiv ?", fragte Kessy, die daraufhin hellhörig wurde.
,,So ist es. Zumindest weiß ich, das es sich bei dem einen Mörder, um eine Frau handelt, dessen Identität noch unbekannt ist. Allerdings habe ich noch eine Bitte an dich."
,,Und die wäre ?"
,, Shirley fand es merkwürdig, das in Laytons Wohnung eine Schublade leer war, in der r sonst immer diverse Hinweise zur Fallaufklärung hinein gelegt hat. Ich will deinem Partner nichts vorwerfen Kessy, aber wenn er sich gestern mit Layton getroffen hat und dann am nächsten Tag dort schon wieder aufkreuzt. Kommt dir das denn nicht auch seltsam vor ?"
Daraufhin wurde Kessy sauer.
,, Sagmal was bildest du dir denn überhaupt ein !? Ich habe dir doch gesagt, dass Brandy nicht gestern dort war ! Und sicherlich hat er auch nichts gestohlen ! Er mag zwar streng sein, aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck und nun sind wir quitt !"
Nach diesen letzten Worten wollte Kessy aussteigen, doch Taison hielt sie kurz am Arm fest und zog eine Karte aus seiner Jackentasche hervor und gab sie ihr.
,,Ja wir sind quitt, aber falls dir noch was einfallen sollte, ruf mich an."
Stumm nickte Kessy, nahm die Karte in die Hand und verschwand mit schnellen Schritten über den Parkplatz. Taison sah ihr kurz nach. Er wusste, das er Kessy mit seiner Ahnung sehr verletzt hatte, auch wenn er das eigentlich gar nicht wollte. Die Wahrheit konnte nunmal bitter sein und dennoch hoffte er, das Kessy noch einmal darüber nachdachte und ihm bei der weiteren Recherche half. Mit einem tiefen Seufzer fuhr Taison zurück zum Hotel, auf dessen Parkplatz er seinen Wagen abstellte, dann ausstieg und beinahe ermattet durch die Eingangstür ging und anschließend die Treppe hinauf stieg. Schließlich wollte er gerade seine Zimmertür öffnen, als er plötzlich bemerkte, dass eine Karte in seiner Zimmertür steckte.