Du bist mein Zuhause

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
Venom / Eddie Brock
31.05.2019
27.07.2019
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So meine Lieben es ist endlich vollbracht, hier nun endlich das letzte Kapitel....

Eine kleine Warnung vorweg, wer gegen ultimativen Oberkitsch allergisch ist, sollte jetzt einfach nicht mehr weiter lesen. :)
Die Geschichte ist an und für sich seit dem letzten Kapitel abgeschlossen und dieses Kapitel kann man wohl eher als eine Art Epilog bezeichnen.

Vielen Dank an alle die Eddie, Vee und mich die letzten Wochen begleitet haben, ich hoffe ihr habt die Beiden genauso lieb gewonnen wie ich. <3

Bis bald, liebste Grüße
Eure Miriko


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Als sie dann endlich in ihrem „Zuhause“ angekommen waren, sprang Eddie erst mal unter die Dusche. Er war verschwitzt und fror, dank der vergessenen Jacke, inzwischen erbärmlich und auch Venom konnte ein bisschen Wasser sicher nicht schaden.
Warmes Wasser traf bald angenehm auf seinen immer noch unglaublich verspannten Rücken. Venom hatte Recht die letzten, von tiefer Trauer und Verzweiflung geprägten Wochen hatten einige Spuren an seinem Körper hinterlassen.

Doch bevor Eddie überhaupt verstand was genau geschah, fing Venom schon an, sich wie ein großer, weicher Schwamm sanft über seinen ganzen Körper zu kringeln und sie dabei beide gründlich zu reinigen.
Die zärtlichen Berührungen lösten ein so unglaublich beruhigendes Gefühl in Eddies Körper aus, dass er sich endlich mal wieder vollkommen fallen und seine Verspannung lösen konnte.

Nach dem Duschen, machte sich Eddie dann auch ohne Umwege direkt auf den Weg ins Bett. Das nasse Handtuch wurde vor dem Bett nur unelegant von der Hüfte geschubst und er ließ sich einfach halbtrocken und nackt in sein Bett plumpsen.
Venom schnurrt leise hinter ihm, als er Eddies immer noch vollkommen unverhüllten Körper bemerkte.

„Venom bitte, berühr mich! Lass mich die Angst und die Einsamkeit endgültig vergessen…“ Eddie musste diesen Gedanken nicht mal laut aussprechen, so intensiv und dominant beherrschte dieser alles in ihm, lautes Schreien hätte Venom nicht eher wahrgenommen. Und wer wäre Venom, wenn er Eddie das verweigern würde, was sich dieser im Moment so sehnlichst wünschte und ein triumphierendes Grinsen zog über sein schwarzes Gesicht. Endlich

Nichts lieber als das

Brummte Venom nah an Eddies Ohr, versuchte seine Ungeduld nur noch ein wenig im Zaum zu halten, wollte er ihm doch nicht weh tun. Viel zu lange hatte er jetzt schon in Eddies Körper gewohnt, ohne ihn berühren zu können.

Solange er vollständig innerhalb von Eddies Organismus verschwunden war, waren beide zwar psychisch und mental verbunden, doch den Anderen körperlich wahrzunehmen, zu spüren, anzufassen, zu liebkosen, einfach nur die Haut des Partners auf der eigenen zu fühlen, sich gegenseitig zu halten, war so natürlich nicht möglich.
Sah man sich Venoms parasitäre Lebensform an, waren solche Berührungen auch überhaupt nicht notwendig.

Nun Venom wurde die unfassbare Ironie, sich dennoch nichts sehnlicher zu wünschen, als genau diese zum Überleben absolut unwichtigen Berührungen, schon bei ihrer aller ersten Begegnung schmerzhaft klar. Ein schiefes Grinsen zog über sein Gesicht.

Der nicht-symbiotische Teil in Venom brüllte in Ekstase auf, konnte es nun endgültig nicht mehr erwarten, seine Gier nach Eddies Körper zu stillen.
Jeden Zentimeter von Eddies Haut wollte und würde er nun sanft mit seiner eigenen Haut berühren, erspüren, liebkosen, mit seiner Zunge schmecken, lieben.
Jeden noch so kleinsten Fleck an Eddie würde Venom nun endgültig als „Sein“ markieren.
Solange sehnte er sich nun schon, strikt entgegen dem Naturell seiner Rasse, nach dieser körperlich-emotionalen, menschlichen Beziehung zu Eddie.

Aus Eddies Rücken lösten sich nach und nach immer mehr schwarze Tentakel, formten innerhalb von Sekunden Venoms humanoiden Körper, bis dieser schlussendlich vollständig hinter Eddie zum liegen kam.
Symbiose hin oder her, jetzt gerade war Venom einfach nur Venom und Eddie einfach nur Eddie. Zwei sich liebende, nach Nähe und Zärtlichkeit sehnende, individuelle Hälften eines Ganzen.

Ein einziger winziger Tentakel verband zum Schluss noch Venoms Masse direkt mit Eddies Organismus, nicht dicker als ein Haar und doch vollkommen ausreichend, um ihn am Leben zu erhalten.

Nachdem sich Venom vollständig materialisiert hatte, schlang er sofort seine starken, schwarzen Arme liebevoll von hinten um Eddies Hüfte, zog diesen so nah an sich, das kein Blatt Papier mehr zwischen sie passen würde, seine Beine verschlangen sich mit Eddies. Venoms Kopf vergrub sich tief in dessen Nacken, seine Brut an Eddies Rücken, die Hüfte an dessen Po gepresst. Wie von selbst suchten Eddies Finger wieder Venoms große Händen verwoben sie miteinander, versuchten diesen noch näher an sich zu ziehen.

Eddie seufzte voller Wonne, wie sehr hatte er sich in den vergangenen Tagen und Wochen genau diese Berührungen schmerzhaft ersehnt, fast vollständig unter Venoms starken Körper vergraben, Haut an Haut, geborgen und sich beschützt fühlend.
Wie sehr musste Venom von Anfang an gelitten haben, wenn Eddie diese Sehnsucht schon nach ein paar Wochen fast umbrachte. Wie hatte es Venom bloß all die Zeit geschafft, sein Verlangen nach diesen Berührungen zu beherrschen?

Du bist wichtiger als alles andere. IMMER!

Eine heiße Träne löste sich wortlos aus Eddies Augenwinkel, gefüllt mit unendlicher Reue und Schuld Venom so verletzt zu haben, doch noch viel mehr mit einer Liebe, die er aktuell einfach nicht mit Worten hätte beschreiben können.

Vergeben, Eddie. Ich liebe dich

Sanft wie eine Feder konnte Eddie spüren, wie Venoms Zunge sich an seiner Wange entlang tastet, um vorsichtig eben diese eine Träne aufzufangen.
In dieser würde Venom wohl hoffentlich auch die Antwort darauf finden, was Eddie ihm momentan nicht verbal sagen konnte. Eddies Gedanken zu durchforsten, war Venom im Moment zutiefst zu wider, wollte er doch eine Erwiderung auf seine Worte von Eddie nur aus freien Stücken. Dennoch wollte er nochmal eine Bestätigung von Eddies Gefühlen und zwar jetzt!

Und Venoms Flehen wurde erhört, der reine Geschmack der Träne, vermischte sich sanft mit dem herben Geschmack der Trauer aus Eddies Schuld und ebenso mit der lieblichen Note der tiefen Liebe, die dieser für Venom empfand.
Dieser so unfassbar intensive und absolut einzigartige Geschmack von Eddies Emotionen, ließ den nun doch leicht überwältigten Symbionten vor lauter wilder Erregung und gleichzeitig ebenso großer Befriedigung laut aufstöhnen.
Venom verstand.

Glücklich schmiegte Eddie sich noch näher an den starken Körper hinter sich.
Das Apartment hatte sich ohne seinen Symbionten einfach so unfassbar falsch und leer angefühlt, genauso wie sein Körper und sein Geist.
Nie wieder würde er das hier aufgeben, nie wieder würde er Venom gehen lassen!

Sein


Mein und ebenso dein

Murmelte Venom, Eddies Gedanken lagen nun schlussendlich doch noch vor ihm wie ein offenes Buch, sie waren nun endgültig Eins.
Beiden glitt ein glückliches Lächeln über das Gesicht, sie wussten, dass nun nicht mal mehr der Tod sie voneinander trennen könnte.

Stirbst du, sterbe ich

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