Du bist mein Zuhause

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
Venom / Eddie Brock
31.05.2019
27.07.2019
9
9411
10
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Dieses Kapitel
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Hallo meine Lieben

seit langem mal wieder ein Plot der mich nicht los gelassen hat.
Warum sollte eine parisitäre Rasse nicht dazu in der Lage sein zu lieben?
Intensiver als wenn man sich einen Körper teilt kann eine Bindung wohl nicht sein und warum sollte daraus dann nicht auch Liebe entstehen?

Nun wer mich kennt, ich schreibe sehr gerne melancholischen, gefühlsintensiven Kitsch.
Wer hier also irgendeine Art von sexuellen Aktivitäten erwartet, den muss ich enttäuschen, so etwas wird es in dieser Geschichte nicht geben.

Allen anderen wünsche ich auf jeden Fall trotzdem viel Spaß beim Lesen.
Die Geschichte ist schon vollendet und wird im Laufe der nächsten Wochen mit insgesamt neun Kapiteln veröffentlicht

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Eddie, wir haben HUNGER

„Ich weiß Venom, nur,“ Eddie seufzte leise, die kalte Winterluft strömte aus seiner Lunge, bildete eine kleine Wolke vor seinem Gesicht, „halt einfach den Mund.“

Wir wollen was zum Essen, Eddie. JETZT. Wir haben HUNGER

Eddie verdrehte die Augen, jedes Mal, wenn Venom seinen Namen aussprach, stresste es ihn mehr und mehr. Er konnte es leider nicht ändern, aber es ging ihm inzwischen ziemlich auf die Nerven. Venom sprach immer nur übers Essen, oder noch besser Köpfe abbeißen und essen und wenn er nicht darüber sprach, beleidigte er permanent Eddie persönlich.
Es wurde inzwischen langweilig und es war gerade mal ein halbes Jahr seit dem Kampf mit Riot und der großen Explosion an der Startrampe vergangen.

Ignorier uns gefälligst nicht Eddie!

Eddies Temperament und auch seine Geduld waren im Moment nicht sehr ausgeprägt und er war sich absolut sicher, dass Venom das durchaus wusste.
Er konnte immer noch seine Gedanken lesen, warum sollte er sich also die Mühe machen und mündlich antworten.
Er spürte wie sich die Präsenz in seinem Brustkorb anspannte und eine Welle negativer Emotionen überflutete ihn. Er fühlte die Atemnot in seiner Kehle aufsteigen und blieb sofort stehen.

„Würdest du sofort damit aufhören?“ Grunzte er und biss sich selbst auf die Zunge um nicht laut los zu schreien, dies würde die Situation nur noch weiter verschlimmern. Er bekam keine Antwort, stattdessen wirbelte die Präsenz überall in seinem Körper umher, schlang sich um die inneren Organe und sendete lauter kleine schmerzhafte Impulse aus, die Eddie sich vor Schmerzen krümmen ließen.

„Wirklich jetzt?“ Fragte er mit stockendem Atem. „Ich habe so die Schnauze voll von dir!“ Stöhnte er und setzte den Weg zu seinem dreckigen Apartment fort, versuchte die Krämpfe zu ignorieren, die nun viel stärker waren, als davor. „Keine Köpfe für mindestens einen Monat!“ Murmelte er leise, was er aber auch im selben Augenblick schon wieder bitter bereuen sollte.

Plötzliche wurde er gegen eine Hauswand gepresst, konnte sich keinen Millimeter mehr bewegen. Er spürte wie Venom sich langsam aus seiner Burst heraus materialisierte, sein Gesicht genau vor Eddies Kopf erschien. Venoms lange, rasiermesserscharfen Zähne befanden sich nur Millimeter von seiner Nasenspitze entfernt, Eddie drehte sofort seinen Kopf zur Seite und hielt fast, aber nur fast, verängstigt die Luft an.

Was ist es was dich so stört? Wir sind besorgt um uns, deine Gefühle sind total durcheinander

Ein schmerzliches Gefühl, breitet sich in seiner Brust aus, doch dieses Mal kam es nicht von Venom, es fühlte sich unglaublich schwer und traurig an. Seine Augen begannen zu jucken und Tränen sammelten sich in ihnen. „Ich…. Ich weiß es nicht Vee, es ist nur… Ich brauche einfach mal Zeit für mich allein…“ Schwer atmetet Eddie ein und versuchte immer noch die Tränen zurück zu halten.

Wir können es fühlen, dass du überfordert und ängstlich bist. Essen könnte vielleicht helfen

Doch genau dieser letzte Satz, brachte etwas in Eddie zum überkochen, die Wut übermannte ihn. „Ist Essen wirklich alles woran du denken kannst? Es ist einfach unglaublich!“
Dieser plötzliche Stimmungswechsel Eddies überraschte Venom. Er hielt sich zurück um Eddie eine Minute Zeit zu geben, um sich wieder in den Griff zu kriegen. Dieser begann fast zu rennen, eine Millionen Gedanken schossen im durch den Kopf.
Er wünschte sich Venom nie getroffen zu haben, oder noch besser das dieser gar nicht erst existieren würde. Das dieser ganze Scheiß mit Riot niemals passiert wäre. Er wollte seinen Job zurück, er wollte Annie wieder zurück! Seitdem er Venom getroffen hatte, hatte er alles was ihm jemals etwas bedeutet hatte verloren.
Aber mit den stetig abfallenden Temperaturen um ihn, beruhigte sich auch sein erhitztes Gemüt langsam wieder.

Venom verhielt sich den ganzen restlichen Weg über leise, was Eddie mehr als nur gelegen kam.
Sobald sie zuhause angekommen waren, ging Eddie dann aber doch sofort in die Küche, um ein paar Kroketten für sich und Venom in den Ofen zu schieben.
Zu seiner Überraschung blieb Venom, trotz seines Lieblingsessens still.
Eddie fühlte sich durch diese inzwischen so ungewohnte Stille, innerlich seltsam leer, aber er kämpfte dieses Gefühl energisch zurück.
Mit dem Gesicht voran ließ er sich in sein Bett fallen, kugelte sich so fest wie nur möglich zusammen, schloss erschöpft die Augen und gähnte müde. Im Zimmer war es eisig kalt, obwohl die Heizung an war und ein kalter Schauer lief ihm durch den ganzen Körper, jetzt fühlte er sich tatsächlich schrecklich allein.

Er vermisste die Präsenz Venoms, der sich unter der Haut, nah an Eddies Herzen ausruhte, oder dessen Tentakeln die sich beschützend um seine Schenkel schlangen, oder einfach nur um seine Hüfte lagen, fast wie eine Umarmung. Das warme sanfte Gefühl das diese Berührungen in ihm auslösten, fehlten ihm gerade jetzt wie die Luft zum Atmen.
In Gedanken jammerte er leise vor sich hin, als er sich mit seinen eiskalten Armen selbst umarmte, ein kläglicher Versuch sich selbst zu trösten.

Hoffnungsvoll suchte er immer wieder nach Venoms Präsenz in seinem Kopf, oder dem Rest seines Körpers, aber so oft er es auch versuchte, er fühlte einfach nichts.
Doch trotzdem er sich so allein und verlassen fühlte, wie schon lange nicht mehr, fiel er langsam in einen unruhigen Schlaf, vielleicht konnte er so diese beschissene Welt endlich hinter sich lassen
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