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Wie Pech und Schwefel

von Cisco
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Astoria Greengrass Draco Malfoy
31.05.2019
08.06.2020
17
19.073
8
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25.06.2019 1.098
 
Soooo es geht erstmal hier weiter. Ich bitte um Entschuldigung für meine Trödelei :O wir wechseln mal die Perspektive und hören uns an, was Draco zu sagen hat.



Ich versuche nun immer, mehr Absätze einzubauen, sodass der Text leichter lesbar ist.

Viel Spaß






Geringschätzig inspizierte er die drei Muggel, von denen Astoria flankiert wurde. Draco war versucht die Nase zu rümpfen, verbot sich aber jedwede emotionale Regung seines Gesichtes. Es war kaum nötig, ein guter Leser der menschlichen Körpersprache zu sein, um in ihr Gehabe eine ablehnende, verweigernde Gesinnung zu interpretieren. Sie zog die Schultern hoch, sodass Draco unwillkürlich an seinen alten Hauslehrer denken musste, der solange mit einem Buch auf seinen Schultern herumschlug, bis er sie gerade hielt, wenn er diese Haltung angenommen hatte. Sicher war es in ihren Augen zu früh für seine Anwesenheit hier, doch wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er sie keine Stunde an diesem impertinenten Ort belassen. So war es schließlich seine Mutter gewesen, die ihn angehalten hatte, ihr ihren Freiraum zu lassen. Eine solche Haltung konnte er nur mit Verachtung und Missbilligung strafen, schließlich lief jemand wie sie nicht davon – riss von Zuhause aus wie eine trotzige Göre. Erziehung und Anstand, sowie das Wissen um den eigenen Platz im Gefüge verboten eine solch kopflose, selbstgerechte Handlung.

Offensichtlich war ihr der Ernst der Lage bewusst und der Anlass seines Eintreffens bekannt – wie könnte es auch anders sein. Seine Frau war nicht einfältig du musste gewusst haben, dass ihre Extravaganzen ein Ende zu nehmen hatten. Auch wenn sie sich einige Mühe gemacht hatte ihre Spuren zu verwischen, war es mit seinen Kontakten und ihrer anmutigen Erscheinung ein Kinderspiel gewesen, ihr Versteck ausfindig zu machen. Ein Schwan wie sie stach aus einem Haufen hässlicher Enten einfach heraus – oder eben eine Hexe unter einem Haufen unkultivierter Muggel. Es war ihm nicht zuletzt ein Rätsel, wie sie die Gesellschaft dieser Menschen ertragen konnte. Schlimmer noch, wie stark ihr Streben nach der Durchsetzung ihres eigenen Kopfes sein musste, wenn die diese Einschränkung billigend in Kauf nahm. Astoria presste die Lippen zusammen und wich seinem Blick aus, wie sie es immer tat. Das ärgerte ihn. Sie benahm sich, als habe sie irgendetwas von ihm zu befürchten. Hatte er ihr je Anlass dazu gegeben so vor ihm zurückzuschrecken? Zorn kochte in ihm hoch über ihre Selbstsucht und Ungerechtigkeit.

Überraschenderweise protestierte Astoria: „Ich muss arbeiten. Wenn du reden willst, komm später wieder.“ Ihr Tonfall war ebenso abweisend, wie es ihre Körperhaltung war. Glaubte diese Frau – seine Ehefrau – denn tatsächlich, dass er sich abspeisen ließ, wie ein Kesselvertreter, der zur falschen Zeit an die Tür klopfte? „Ich denke nicht.“, erwiderte er ungerührt. „Wie bitte?“, fragte sie automatisch gegen und schien sich dann zu ärgern, dass sie überhaupt reagiert hatte. Aber würde sie sowieso nicht vom Haken lasen. „Du musst nicht arbeiten. Du hast dich dazu entschieden. Ebenso wie du…“, betonte Draco und unterbrach sich, um einen abfälligen Blick über Leute und Inventar gleiten zu lassen, nur um Astoria dann wieder zu fokussieren. „…dich auch dazu entschieden hast, dich mit all diesen Leuten zu umgeben.“ Astoria schnaubte böse. „Du gehst jetzt besser.“, fauchte sie, aber dennoch um Fassung bemüht. Draco verzog leidend das Gesicht. Scheinbar hatte ihre neue Gesellschaft bereits auf ihre Contenance Einfluss genommen. „Das werde ich nicht, tut mir leid. Meine Absicht ist es, einige Dinge mit dir zu klären und ich bewege mich hier nicht weg, bevor das getan ist.“, ließ er sie wissen, dann zog er eine Augenbraue hoch. „Wenn du es vorziehst, können wir natürlich auch hier diskutieren?“

Ein junger Mann, scheinbar einer ihrer Kollegen, trat nach vorne, um sich einzumischen. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, dass der andere sich aufrichtete, seine Schultern straffte – vielleicht um männlicher zu wirken – und einen stabilen Stand annahm. Draco war amüsiert, denn die Geste war an ihn adressiert und hätte bedrohlich gewirkt, wenn der Mann kein Muggel gewesen wäre. Er hatte offensichtlich die Absicht zu Astorias Schutz einzugreifen. Beinahe hätte Draco aufgelacht, aber selbst ein spöttisches Zucken seiner Mundwinkel konnte er sich verkneifen. Stattdessen blickte er seine Frau noch immer unverwandt an. „Hey, Mann. Wie wäre es, wenn du gehst und Tori sich meldet, wenn es ihr besser passt.“, schlug der andere Mann diplomatisch vor. Dracos Kiefermuskulatur regte sich nur kurz, weil der Impuls die Zähne zornig zusammen zu beißen, für einen Bruchteil übermächtig gewesen war. Dass der Muggel dies bemerkt haben könnte, glaubte er kaum. Geradezu in gemächlicher Langsamkeit wandte Draco seinen Blick von Astoria ab und musterte den Mann demonstrativ von unten nach oben. Als sich ihre Augen trafen, sah er so etwas wie Irritation eine einen Hauch Furcht darin. Der Mann war keine Antwort würdig, auch wenn er die Frechheit besaß ihren Spitznamen zu verwenden, der ihm nicht zustand.

Draco widmete seine Aufmerksamkeit wieder Astoria. „Also?“, fragte er gedehnt. Seine Frau presste wieder wütend ihre Lippen zusammen. Ihre Nasenflügel bebten dabei und er wusste, dass sie lautlos schnauben musste. Für einen kurzen Moement war er versucht seine Fingerspitzen darüber fahren zu lassen, um die Vibration zu spüren, aber der Impuls verflog ebenso jäh, wie er gekommen war. Astoria schien aber nicht daran zu zweifeln, dass er nicht vor einer Diskussion in aller Öffentlichkeit zurückschreckte. Nötigenfalls würde er eben ihre Muggel-Kollegen oblivieren, Verbot hin oder her. „Schön.“, schnappte sie und stapfte an ihm vorbei, um ihn in ein freies Einzelbüro zu führen, das über eine verschließbare Türe verfügte. Er folgte ihr gemächlichen Schrittes und dachte weiterhin nicht daran, den Muggeln, die ihm offensichtlich hinterherstarrten, auch nur die geringste Würdigung zukommen zu lassen. Sein Blick streifte stattdessen im Raum umher, inspizierte ihn flüchtig und desinteressiert.

Energisch riss seine Frau die Türe zu einem freien Zimmer auf und bedeutete ihm unwirsch, ihr voraus einzutreten. Das Büro war spartanisch und recht kahl für seinen Geschmack, aber nicht jeder mochte es dekadent. An ein Arbeitszimmer in Malfoy Manor reichte diese neumodische Klitsche sowieso nicht heran. Astoria verschwendete hier ihre Zeit und lebte unter ihrer Würde. Nicht zuletzt gab sie sich damit ab, sich mit dieser Muggel-Technik zu befassen, die nicht mehr als ein ebenso erbärmlicher, wie kläglich gescheiterter Versuch war, die nicht-magischen Unzulänglichkeiten zu kaschieren. Hinter ihm knallte die Türe zu und er hörte, wie ihre Stimme zwei Zauber zischte: der eine verschloss die Tür gegen ungebetene Gäste und der andere hielt neugierige Ohren davon ab zu lauschen. Er wandte sich ihr zu, während sie energisch ihre haare über die Schultern warf und die Hände in die Hüften stemmte. „Also, was willst du hier? Warum mischst du dich in mein Leben ein?“, eröffnete sie das Gespräch.
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