Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein süßes Geheimnis zum Winterfest Teil 1 von 2

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Catherine Chandler Jacob Wells Joe Maxwell Mary Vincent
30.05.2019
30.05.2019
1
26.080
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
30.05.2019 26.080
 
Ein süßes Geheimnis zum Winterfest


von


Ingrid Hechler




Teil 1 von 2




Die Vorbereitungen für das Winterfest in der zweiten Februarwoche des kommenden Jahres, hatten begonnen. Es waren zwar noch etliche Wochen bis dahin, aber vieles wurde bereits erledigt und viele andere Dinge mussten noch abgearbeitet werden.

Rebekka verbrachte zusätzlich die letzten Wochen damit, die Kerzen für das Winterfest herzustellen. Unter anderem die Kerzen, die die Kinder allen Helfern als Einladung überbringen werden.

Vincent ließ es sich nehmen, auch in diesem Jahr, Catherine ihre Einladungskerze persönlich zu überbringen.

Von früh bis spät war Vincent in den letzten Tagen mit Unterricht und Arbeiten für das Winterfest eingeteilt worden. Es blieb ihm kaum Zeit für sich und daher stahl er sie sich einfach, mit gutem Recht.

Es war bereits weit nach 20 Uhr, als Vincent die Bibliothek betrat, um sich bei Vater abzumelden. Gerade als er die ersten Schritte in Richtung Treppe tat, drehte sich Vater zu ihm, nahm seine Brille ab. Er studierte gerade den Plan für die große Halle, indem das Fest, wie jedes Jahr, stattfinden sollte.

Vater: “Aaah, Vincent. Gut das du kommst. Dich schickt der Himmel. Ich bin hier am Verzweifeln!”

Vincent: “Was ist los, Vater?” Vincent klang müde und geschafft, aber Vater registrierte es nicht.

Vater: “Ich glaube, ich habe mich etwas überschätz, als ich Mary anbot, mich dieses Jahr um die Planung und Tischordnung zu kümmern. Nun ja, jetzt könnte ich deine Hilfe brauchen, mein Sohn.”

Vincent schmunzelte geschafft, trat an ihn heran, legte eine Hand auf Vaters Schulter und warf einen flüchtigen Blick auf den Plan, der weit ausgebreitet vor ihm auf dessen großen Schreibtisch lag.

Vincent: “Es sind noch etliche Wochen bis dahin, Vater. So gern wie ich dir sonst dabei helfen würde, aber das wird bis morgen warten müssen.” entgeistert sah Vater ihn an. In diesem Moment kam Rebekka dazu, die eine Winterfestkerze in der Hand hielt und das Gespräch mitbekam.

Vater: “Wie morgen... du gehst heute noch rauf?”

Vincent: “So ist es, ja.”

Vater: “Wie stellst du dir das vor? Es gibt noch so vieles an Arbeit, die abgearbeitet werden muss! Du kannst jetzt nicht nach oben gehen!”

Vincent: “Vater, weißt du eigentlich wie spät es ist? Seit 6 Uhr morgens stehe ich dir ununterbrochen zur Verfügung. Was soll das?”

Vincent schloss müde genervt seine Augen, ließ seinen Kopf schwer nach vor fallen, um seinen Ärger über Vaters uneinsichtige Reaktion zu unterdrücken. Rebekka trat an Vincent heran, berührte seinen Unterarm, um auf sich aufmerksam zu machen. Tonlos sahen sich die zwei an. Sie wusste und sah ihm an, dass Vincent wegen Vaters Kritik stark angesäuert war. Um etwas Spannung aus dieser Situation zu nehmen richtete sie ihr Wort an Vincent.

Rebekka: “Ich habe hier etwas für dich, um das du mich gebeten hast, großer Bruder. Es ist zwar noch recht früh dafür, aber je eher desto besser, damit unsere Gäste rechtzeitig bescheid wissen und planen können.” Sagte Rebekka mit Nachdruck. Vincent sah sie an, schmunzelte gedämpft und nahm von Rebekka die Kerze entgegen.

Vincent: “Danke Rebekka. Du hast dich dieses Jahr mal wieder selbst übertroffen.” Sie lächelte breit und entgegnete ihm mit Nachdruck:

Rebekka: “Danke du Charmeur. Die bringst du am besten noch heute dahin, wo sie hingehört.” Sie zwinkerte ihm zu. Behutsam steckte er die Kerze in die Innenseite seines Mantels, den er sich anzog, ohne Vaters mürrischem Blick zu kreuzen.

Vincent: “Das werde ich ganz sicher. Keine Sorge.” betonte er mit Nachdruck.

Vater: “Rebekka! Vincent geht heute nirgendwo mehr hin!”

Vincent: “Oh doch, ich bin gleich weg. So schnell kannst du gar nicht schauen, Vater.”

Rebekka: “Das sehe ich ebenso!” Vincent war dabei zu gehen.

Vater: “Vincent, du kannst jetzt nicht gehen! Muss ich es dir erst verbieten?” Völlig überrascht sahen sich Rebekka und Vincent an. Prüfend herausfordernd sah er zu Vater. Sein Blick verfinsterte sich. Vincents Antwort kam mit einem leichten Knurren.

Vincent: “Das meinst du nicht im ernst, Vater!” Darauf blieb Vater still. Rebekka hielt merklich die Luft an. So hatte sie Vincent noch nie mit Vater sprechen hören.

Vincent: “Ich werde mit dir darüber nicht weiter diskutieren.” Vincent versuchte ruhig und sachlich zu bleiben. Atmete tief durch.

Vincent weiter: “Diese Kerze hier ist für Catherine. Ich werde ihr ihre Einladung zum Winterfest persönlich überbringen, ob es dir passt oder nicht. Und übrigens... über meine wenige freie Zeit, entscheide ich immer noch selbst und niemand anderes! Nicht einmal du, Vater.” Rebekkas Augen wanderten abwechselnd von Vater zu Vincent hin und her.

Vater: “Nun gut, dann sei wenigstens in spätestens 2 Stunden wieder hier.” Vincent sah ihn ungläubig mit blitzenden Augen an.

Vincent: “Bitte? Das glaube ich jetzt nicht! Das hast du nicht wirklich eben gesagt!... Um was zu tun! Bis spät in die Nacht hinein Tische und Bänke von einem Platz zum nächsten zu tragen? Wirst du mein Aufpasser sein? Oder soll ich mit dir Schach spielen? Soll ich vielleicht William in der Küche helfen? Ach, warte... um die Uhrzeit ist er gar nicht mehr dort! Womit könntest du mich dennoch beschäftigen, hmm? Ich könnte auch jeden einzelnen hier unten persönlich ins Bett geleiten, Vater... wie wäre das! Bei dir könnte ich noch einen oben drauf legen und einen gute Nacht Tee mit dir trinken. Sag mal, was soll das, Vater! Wie ich dir bereits sagte... ich werde nicht weiter mit dir darüber diskutieren. Wir zwei sind hier fertig!” Sauer und gereizt drehte er sich zu Rebekka, die ihn gespannt und abwartend ansah.

Vincent: “Weiter Atmen, Rebekka... du läufst gleich blau an.” flüsterte er ihr zu.

Rebekka: “Bitte Grüße Catherine ganz lieb von mir.”

Vincent: “Das werde ich, danke Bekka. Wir sehen uns dann morgen.” Rebekka nickte stumm, als Vincent sich zum Ausgang der Bibliothek begab und verschwand. Auch Rebekka zog sich leise zurück und überließ Vater sich selbst, der stumm auf seinen Schreibtisch starrte, ohne tatsächlich zu registrieren was vor ihm lag. Seine Stirn lag in Falten.

Zur selben Zeit kam Catherine in ihre Wohnung. Die letzten Tage waren für sie sehr anstrengend. Vor dem Beginn der Feiertage sollte alles Wichtige abgearbeitet werden. Seit über einer Woche hatte sie Vincent nicht gesehen. Sie vermisste ihn schmerzlich und sehnte sich nach seiner Nähe, seiner Berührung.

Es war zwar erst Anfang November, aber dafür war es noch recht angenehm auf dem Balkon. Catherine zog sich eine leichte Strickjacke über, schnappte sich ein Buch, setzte sich in einen bequemen Sessel, der geschützt an der Wand ihres Balkons stand und begann zu lesen. Doch wirklich auf das Lesen konnte sie sich nicht konzentrieren. Wie sehr sie sich wünschte das Vincent jetzt bei ihre wäre. Er fehlte ihr!

Irgendwann vernahm Catherine ein leises, aber bekanntes Rascheln. Ihr Kopf erhob sich sofort von ihrem Buch und blickte hoffnungsvoll in die Richtung, aus der das Rascheln kam. Ein paar Sekunden später stand er endlich vor ihr... Vincent.

Eilig legte sie ihr Buch beiseite, stand von ihrem Sessel auf und flog in seine Arme. Sie hielten einander fest, atmeten den Duft des anderen ein und sagten vorerst kein Wort.

Nach mehreren Minuten des Schweigens flüsterte Vincent ihr ins Ohr:

Vincent: “Ich habe hier etwas für dich, das ich dir unbedingt persönlich geben wollte.” Voller Vorfreude sah Catherine, wie Vincent aus der Innentasche seines Mantels eine Kerze hervorzog. Ihre Augen weiteten sich.

Catherine: “Vincent...” hauchte sie überrascht.

Vincent: “Deine persönliche Kerze für das kommende Winterfest.”

Catherine: “Die ist bildschön, Vincent, vielen Dank. Rebekka hat sich selbst übertroffen.” schwärmte sie.

Vincent: “Stimmt... das habe ich ihr auch gesagt. Sie hat mich gebeten dir liebe Grüße auszurichten.” Catherine strahlte.

Catherine: “Dankeschön... Bitte richte Rebekka ebenfalls liebe Grüße von mir aus und sage ihr, dass ich mich schon sehr darauf freue sie wieder zu sehen. Vincent... sie ist wie die Schwester, die ich gern schon früher gehabt hätte.”

Vincent: “Das werde ich.” Catherine bemerkte etwas in seiner Stimme. So eine Art Melancholie. Prüfend sah sie ihn an.

Catherine: “Was ist los mit dir? Irgendetwas bedrückt dich.” Erst wollte er ihr nicht antworten. Catherines eindringlicher Blick überredete ihn doch.

Vincent: “Nichts worüber du dir Sorgen machen müsstest.” Catherine ergriff seine Hände, zog ihn zu sich, damit sie ihm direkt in die Augen schauen konnte.

Catherine: “Die mache ich mir bereits, Vincent. Ich sehe es dir an. Komm schon, raus damit.” ermutigte sie ihn.

Vincent: “Ich gehe mal davon aus, dass du nicht eher locker lässt, bis ich dir mein Herz ausgeschüttet habe, oder?” Spielerisch triumphierend lächelte sie ihn an. Vincent schüttelte leicht schmunzelnd den Kopf. Vorerst suchte er nach den richtigen Worten, indem er sich von ihr löste, am Geländer ihres Balkons stand und über die Skyline von New York sah. Catherine kuschelte sich an seine linke Seite, umklammerte seinen Oberarm, lehnte ihren Kopf an seine Schulter.

Vincent: “Ich weiß auch nicht was zu Zeit los ist. Vater und ich... was soll ich sagen... wir sind vorhin nicht gerade im Guten auseinander gegangen.”

Catherine: “Ihr habt euch gestritten?”

Vincent: “Schwer zu sagen… eher eine Meinungsverschiedenheit... Rebekka war auch mit dabei. Sie konnte selbst nicht glauben was sich zwischen Vater und mir abgespielt hat.”

Catherine: “Worum ging es?”

Vincent: “Eigentlich war etwas total banales… jedenfalls für mich. Ich hatte mir erlaubt, mich nach getaner Arbeit bei ihm abzumelden, um nach oben zu gehen. Daraufhin wollte Vater mir allen Ernstes verbieten die Tunnel zu verlassen... Er wollte mich nicht gehen lassen.”

Catherine: Was? Wie bitte? Puuh... du hast recht... das ist schwer zu glauben.”

Vincent: “Ich nahm ihn erst nicht ernst. Ich dachte, er erlaubt sich einen “bösen” Scherz mit mir. Seine Argumente waren, das für das Winterfest noch so viele Dinge zu erledigen wären... Es gibt einiges das erledigt werden muss, das ist richtig, aber nicht bis spät in die Nacht hinein. Und schon gar nicht so viele Wochen vor dem Winterfest. Auch ich habe meine Grenzen und brauche eine Auszeit. Ich habe das Gefühl, er verlangt von mir völlige Aufgabe meiner Privatsphäre und mehr wie 100%, damit ich immer und überall präsent bin, jederzeit für ihn greifbar. Mit dieser Aktion ist er heute eindeutig zu weit gegangen. Ich denke das er es schlussendlich begriffen hat. Es kamen jedenfalls keine weiteren Argumente von ihm. Zum Glück war Rebekka da. Ihre Anwesenheit hat diese brenzliche Situation nicht zu sehr eskalieren lassen. Ich musste mich extrem zusammenreißen.”

Catherine: “So kenne ich Vater gar nicht. Was treibt ihn dazu? War Vater vorher schon einmal so?”

Vincent: “Nein. Jedenfalls nicht so. Sicher ist Vater manchmal etwas gestresst, wenn große Feste anstehen, wegen der Sicherheit und das es zu keinem schlimmen Zwischenfall kommt... siehe letztes Jahr mit Paracelsus, aber so habe ich ihn mir gegenüber nie erlebt.”

Catherine: “Wie hast du reagiert?”

Vincent: “Ich sagte ihm, dass diese Art und Weise nicht sein Ernst sein kann und ich darüber nicht weiter diskutieren werde. Rebekka gab mir vor Vaters Augen die Kerze und wies mich ganz gezielt vor Vater an, sie noch heute zu dir zu bringen. Sie wollte mir damit Luft verschaffen. Nichts desto trotz kam von ihm wieder ein Einwand, den ich erst ignorierte und daraufhin gab er mir 2 Stunden, um in die heimischen Tunnel zurück zu kehren, damit ich meinen Pflichten weiter nachgehen kann.”

Catherine: “Das ist ein Scherz!” sah sie ihn geschockt von der Seite an.

Vincent: “Nein, sein voller Ernst.” entgegnete er ihrem Blick.

Catherine: “Unglaublich... was war deine Antwort darauf?”

Vincent: “Nun ja... mein Sarkasmus ging mit mir durch. Mehr sage ich dazu nicht.” Catherine wurde hellhörig, schmunzelte. Gespannt überrascht sah sie ihn an.

Catherine: “Dein Sarkasmus? Ich wusste gar nicht, dass du sarkastisch sein kannst.” entgegnete sie lächelnd. Schmunzelnd drehte er seinen Kopf in ihre Richtung.

Vincent: “Oh ja..., wenn du wüsstest.” sagte er kleinlaut.

Catherine: “Eine ganz neue Seite an dir, die ich noch nicht kenne. Du steckst voller Überraschungen.” Vincent sagte darauf nichts, sondern nickte still.

Catherine: “Weiß Mary davon?”

Vincent: “Von meinem Sarkasmus weiß sie, ja. Sie hat mich aufgezogen und sie ist selbst davor nicht sicher.“ seine Augen blitzten sie herausfordernd an. Gespielt legte sie ihre Stirn in Falten. Sie konnte nicht glauben, dass er ihr gegenüber frech sein würde. Sie kniff ihn spielerisch in seinen Oberarm, als sie antwortete…

Catherine: “Du frecher Kerl... das meine ich nicht. Das weißt du ganz genau.“ leicht schmunzelte er.

Vincent: “Noch weiß Mary nichts… aber, da diese Situation aus dem Ruder lief, wird wahrscheinlich Rebekka mit ihr darüber reden.”

Catherine: “Trotzdem bin ich sehr froh darüber, dass du jetzt hier bei mir bist.” Catherine drehte ihn zu sich.

Catherine: “Halt mich fest, bitte.” bat sie ihn kleinlaut. Vincent neigte schmunzelnd seinen Kopf, trat einen Schritt an sie heran, umfasste ihre Taille, zog sie sanft an sich heran. Catherines Augen verließen nie seine. Ihre Arme glitten von seiner Brust bis hoch zu seinem Hals. Ihre Finger massierten seinen verspannten Nacken, während sie nun Stirn an Stirn gelehnt da standen. Vincent hatte seine Augen geschlossen, atmete tief durch.

Catherine: “Schhhhh... entspann dich.” Vincent brauchte ein paar Minuten bis sich seine Anspannung löste. Auch Catherine hatte nun ihre Augen geschlossen. Sie genoss seine Nähe.

Catherine: “Beruhige dich, ich bin hier.”

Vincent: “Danke...” war nur ein zartes Flüstern. Catherine schmunzelte leicht in sich hinein. Sie genoss es ihn so nahe bei sich zu haben und dass er diese Nähe zuließ. In den letzten Monaten waren sie sich generell näher gekommen. Die anfängliche Scheu legte Vincent gänzlich ab, nachdem er und Vater in den Tunneln verschüttet wurden. Catherine gestand ihm nach deren Rettung, zum ersten Mal ihre Liebe. Vincent ließ im Gegenzug ab diesem Zeitpunkt mehr körperliche Nähe zu. Er nahm Catherine öfters liebevoll in seine Arme. Auch ließ er sich von Catherine sachte streicheln, während er ihr vorlas.

Diese Gedanken fühlte er, als sie seinen verspannten Nacken zärtlich massierte und wollte es genauer wissen. Er wurde neugierig.

Vincent: “Irgendetwas schmunzelst du in dich hinein und es schein mit dieser Situation zu tun zu haben in der wir uns gerade befinden.” Seine Stimme klang neugierig belustigt, aber auch sehr anziehend und verführerisch. Vincent zog langsam ein paar Zentimeter seinen Kopf zurück, um ihre Antwort abzuwarten. Catherine lächelte breit verlegen und ließ ihre Stirn an seine Schulter fallen.

Vincent: “Was...” Catherine lächelte weiter und sah ihn verliebt an.

Catherine: “Wenn du nur wüsstest wie sehr ich dich liebe, Vincent.” kam in einem sehnsüchtigen Atemzug.

Vincent: “Manchmal möchte ich es dir das fast glauben.” kam im gespielten ernst von ihm zurück. Diesen Gewissen Unterton kannte sie bereits zu gut und spielte mit.

Catherine: “Glaube es ruhig du charmanter Zweifler.” entgegnete sie ihm ebenfalls mit einem schelmischen Unterton, den auch er gut kannte.

Catherine weiter: “Ich liebe dich wirklich... alles von dir... genauso wie du bist.” Ihre Finger zeichneten dabei zaghaft verträumt seine außergewöhnlichen Gesichtszüge nach, atmete tief durch. Vincent reagierte instinktiv. Er sah auf ihre sanften Mund, senkte seinen Kopf, küsste zärtlich ihre süßen wartenden Lippen. Catherine gab sich ihm voll und ganz hin, erwiderte seinen Kuss, ließ ihre Hände mehr um seinen Nacken gleiten, griff in seine dicke weiche Mähne, zog ihn sanft weiter an sich heran, vertiefte sich in diesen leidenschaftlich werdenden Kuss.

Nach gefühlten Minuten löste sich Vincent sanft ein Stück von ihr. Catherines liebevoller Protest folgte sofort.

Catherine: “Noch nicht... bitte... Ich will noch solch einen Kuss von dir, Vincent.” Ihre Stimme klang heiser erregt. Hielt ihn fest.

Catherine: “Bitte...” Vincent ließ sich nicht lang bitten. Er spürte wie ihr Herz mit Liebe und Hingabe ihm gegenüber gefüllt war, welches auf ihn überfloss.

Nach weiteren traumhaften Minuten lösten sie sich etwas voneinander. Catherine strich zart mit ihrem Daumen über seine Unterlippe und strahlte vor Glück.

Catherine: “Wofür war der traumhafte Kuss?” fragte sie lächelnd scheinheilig.

Vincent: “Du hattest mich darum gebeten... soweit ich mich erinnern kann.”

Catherine: “Aaah ja stimmt... und was war der Anlass für den traumhaften Kuss davor?”

Vincent: “Eine Antwort auf deine süße Liebeserklärung.”

Catherine: “Ich will unendlich viele von dir, Vincent.” flüsterte Catherine sehnsüchtig.

Vincent: “So gut wie du schmeckst wird dies ein leichtes und ein Vergnügen sein.” Seine Stimme war sanft, verführerisch. Catherine schmolz dahin, suchte seinen Mund, vergrub ihre Hände in seiner Mähne.

Vincent blieb währenddessen nicht untätig. Seine Hände fuhren langsam und mit einem bestimmten leichten Druck ihren Rücken und an den Seiten entlang, verweilte kurz an ihren Hüften. Ihre Zungen suchten sich, fanden sich und erkundeten sanft den Bereich des anderen.

Nach weiteren Minuten löste er sich sanft von ihrem süßen Mund, sah sie an, küsste ihre Nasenspitze.

Catherine: “Nein... noch nicht... bitte. Ich möchte nicht das es schon endet, Vincent.” Er schmunzelte, legte seinen Kopf leicht zur Seite.

Vincent: “Das möchte ich auch nicht. Du bist so verführerisch wie süßer Honig. Es fällt mir ebenso schwer jetzt zu gehen.” Bei seinen Worten wurde Catherine verlegen.

Catherine: “Dann bleib bei mir, auch wenn Vater dich sobald zurück erwartet. Bitte…” eindringlich flehend blickten ihre Augen ihn an. Vincent hatte Zweifel.

Catherine: “Lass mich dir einen Vorschlag machen.” sanft küsste sie ihn und sprach weiter.

Catherine: “Was hältst du davon, wenn ich uns einen Tee mache, während du im Kamin für ein romantisch loderndes Feuer sorgst.” Nachdenklich abwartend sah Vincent sie an, atmete tief durch. Musterte sie.

Vincent: “So wie ich dich kenne lässt du mich nicht eher gehen, hmm?” herausfordernd lächelnd nickt sie, zog ihn zu sich herunter und küsste ihn innig.

Vincent: “Nun ja... was soll ich dagegen schon tun... Vater bringt mich auf jeden Fall um. Dann hat er wenigstens genug Zeit, um sich die Art und Weise meiner Hinrichtung gründlich zu durchdenken.” kam sarkastisch über seine Lippen.

Catherine: “Dann wird er uns beide hinrichten müssen. Ich weiche nicht mehr von deiner Seite.“ Catherine strahlte über ihr ganzes Gesicht, nahm seine Hände und zog ihn mit sich in ihr Apartment. Vincent schloss die Terrassentüren, nahm die ersten 3 Stufen, sah sich um. Catherines Herz lief fast über vor Glück. Sie himmelte ihn an.

Catherine: “Fühl dich wie zu Hause. Leg einfach alles ab. Holz und Anzünder findest du neben dem Kamin.” Vincent nickte ihr schmunzelnd zu. Während Catherine strahlend glücklich in die Küche ging, um alles für den Tee vorzubereiten, zog er seinen schweren Mantel und seine dicke Weste aus. Zusammen mit seinen Stiefeln legte und stellte er alles beiseite. Sein heller Pullover, den er locker drunter trug, war eher dünn. Dadurch zeichneten sich die Konturen seines muskulösen Oberkörpers hervorragend ab. Vincent entzündete fachmännisch das Feuer im Kamin und war im Handumdrehen damit fertig. Catherine brauchte jedoch länger. Das Wasser wollte und wollte einfach nicht kochen. Oder war sie heute zu ungeduldig?

Unterdessen loderte das Feuer im Kamin genauso wie es sein musste. Vincent wurde neugierig. Durch ihr gemeinsames Band empfing er von Catherine diese ungeduldigen Schwingungen und fragte sich, was Catherine so lange in der Küche machte.

Geschmeidig leise, wie es nun mal seine Art ist, begab er sich zur Küche, lehnte sich an den Türrahmen und ließ seine Augen über das zarte Wesen direkt vor sich wandern. Zuerst war er so leise, dass Catherine ihn nicht wahr nahm. Doch als er sich bewegte und seine Arme ineinander verschränkte, raschelte es hinter ihr. Er hörte und spürte wie sie breit in sich hinein grinste, sich jedoch noch nicht wagte sich zu ihm umzudrehen. Folglich wusste sie, dass er hinter ihr stand und sie beobachtete. Sie wartete ab. Vincent brach als erstes diese spannungsgeladene Stille.

Vincent: “Welch hübscher Anblick.” schwärmte er leise und schmunzelte. Catherine lachte kurz verlegen auf, drehte sich zu ihm um. Ihr stockte der Atem bei diesem Anblick. Dieser riesige Kerl von einem Mann, lehnte sich lässig mit verschränkten Armen gegen den Türrahmen und sein Blick... freudig blitzend, herausfordernd, hungrig. Er wirkte so anziehend. Abwartend sahen sie einander an.

Vincent: “Brauchst du bei irgendetwas Speziellem Hilfe?” Seine tiefe Stimme klang verführerisch rauchig. Catherine Mund wurde trocken. Ihr Pulsschlag und ihre Atmung nahmen rasant zu, als sie stumm nickte. Ihre Hände ergriffen hinter sich den Rand der Arbeitsplatte. Sie musste sich irgendwie anlehnen und dort abstützen. Er raubte ihr den Atem. Vincent musste bei diesem Anblick verlegen grinsen. Alles was er von ihr empfing war Hitze, Spannung, Sehnsucht, Leidenschaft, Liebe. Langsam und ohne ihren Blick zu verlieren, ging er auf sie zu. Als er eine Handbreit vor ihr stand, glitten seine Hände um ihre Hüften, kam ihr so nah, dass sich ihre Lippen um ein Hauch berührten. Jedoch nicht mehr. Ihre Lippen öffneten sich abwartend. So etwas hatte sie bisher noch nie erlebt. Es lag pure Erotik in der Luft. Kein Mann vor Vincent hatte dies in solch einer Art und Weise bei ihr geschafft. Catherines Arme kamen hinter ihrem Rücken hervor. Ihre Hände hielten ihn vorerst an seinen festen Oberarmen, spürten seine Wärme. Mit einem leichten verführerischen Grollen in seiner Stimme, flüsterte er in ihre Lippen:

Vincent: “Und? Wobei kann ich dir behilflich sein?” Catherine schluckte schwer vor Aufregung. Ihre Hände fuhren unter sanften Druck über Vincents breiten muskulösen Brustkorb, als sie ihm mit bebender Stimme antwortete:

Catherine: “Du kannst mir helfen die Wartezeit zu verkürzen.” Ihre Lippen striffen nur einen Flügelschlag über seine. Vincent fuhr mit diesem erotischen Frage - Antwort - Spiel fort.

Vincent: „Ah ja… bis das Wasser kocht?“

Catherine: „Mhm, ja…“ mehr konnte sie eben nicht sagen.

Vincent: “Wie lange, glaubst du, wird es brauchen?”

Catherine: “Ich hoffe lang genug.”

Vincent: “Und bis dahin?” Catherines Aufregung nahm zu.

Catherine: “Liebe mich...” war nur ein Hauch.

Vincent: “Dann lass mich dich Lieben...” Ihre Lippen trafen sich hungrig fordernd immer und immer wieder. Ihre Hände ergriffen seine weiche, aber dicke Mähne und zog ihn fester an sich heran. Vincents Hände glitten zu ihren Oberschenkeln, Pobacken, die er kräftig umfasste, knetete und an sich heran drückte. Hungrig fuhr sein Mund über ihre Wange, zu ihrem Ohr bis runter zum Hals. Knabberte zart an ihrer Halsbeugen, ließ seine Zungenspitze drüber gleiten. Catherine hielt ihre Augen geschlossen, genoss jeden seiner Schritte, schmolz dahin und konzentrierte sich auf ihre Atmung, damit sie nicht hyperventilierte.

Nach und nach begann Catherine mehr an seinem Pullover zu ziehen, diesen hochzuschieben, um mit ihren Händen darunter zu gelangen. Sie wollte seine Haut fühlen, war ungeduldig. Vincent lockerte seinen Griff und ließ sie gewähren. Ihre Hände und Finger tasteten ihn vorerst blind ab. Ihre Stirn lag an seiner Stirn, die Augen geschlossen, der Mund leicht geöffnet und erregend atmend. Catherine erkannte mit ihren Fingern starke feste Muskelstränge, durchtrainierte Bizeps, eine breite muskulöse wohlgeformte Brust mit kurzen dichten weichen Haaren, die bis zum Bauchnabel gingen und dort schmäler wurden, eine schmale glatte Taille, einen flachen Bauch mit einem durchtrainiertem harten Sixpack. Vincent trat ein paar Zentimeter von ihr zurück. Sofort öffneten sich ihre Augen und hatte Angst, dass er eventuell einen Rückzieher machen könnte. Doch seine Mimik verriet etwas anderes. Er ergriff den unteren Saum seines Pullovers, zog diesen über seinen Kopf und warf ihn achtlos zur Seite. Es war beeindruckend ihm dabei zuzusehen, so männlich. Das Spiel seiner Muskeln bei dieser einfachen Aktion. Nur einen Wimpernschlag danach küssten sie sich wieder innig, während Catherines Hände alles von ihm wollten.

Aber was war das für ein störendes Geräusch? Völlig aus ihrem Delirium gerissen suchten sie nach der Ursache. Es war direkt hinter Catherine... das Teewasser kochte! Völlig außer Atem blickten sie zu dem Störenfried.

Catherine: “Das Teewasser...” kurzer Hand, mit einem flinken Griff und ohne von Catherine abzulassen, schaltete Vincent den Herd aus, stellte den Wasserkessel zur Seite und widmete sich wieder ihren Lippen.

Vincent: “Vergiss den Tee...” gegen ihre wartenden Lippen geflüstert.

Vincent: “Ich will von dir trinken.” Sein Mund wanderte zu ihrer Halsbeuge herab bis zur Schulter und dann wieder zurück.

Catherine: “Komm mit...” flüsterte sie in sein Ohr. Ohne ein weiteres Wort zog sie ihn an einer Hand ins Wohnzimmer. Stumm folgte er ihr, bis sie vor der Couch stehen blieb und ihm den Rücken zudrehte, sich weit nach vorn beugte, um eine Decke runter zu nehmen die im Weg war. Vincent nutzte diese Gelegenheit. Seine Hände legten sich von hinten an die Seiten ihres Hinterteils, umfuhren ihre Rundungen, ihre Taille, unter ihre Bluse den Rücken entlang. Sie atmete stark aus und wieder ein, stützte sich auf der Couch ab. Sie atmete so laut und so heftig, dass ihr fast schwindelig wurde. Vincent spürte, dass sie fast hyperventilierte vor Erregung.

Vincent: “Komm hoch.” grollte leise, aber bestimmend aus seiner Kehle. Catherine tat was er verlangte, während er sie weiterhin an ihren Hüften hielt, ihm den Rücken weiter zugewandt. Sie lehnte sich fest an ihn und konnte seine Erregung spüren, die von hinten gegen sie drückte. Vincents Mund küsste ihren Hals, die Halsbeuge, knabberte leicht daran und knöpfte Stück für Stück Catherines Bluse von unten nach oben auf. Catherine ließ ihren Kopf so weit wie es ging zurück an seine Schulter fallen, genoss seine Berührungen, verfolgte seine Hände und Finger mit ihren eigenen, als seine Hände über ihren nackten Bauch streichelten, bis rauf zu ihren weichen Brüsten, die seine Hände sanft umschlossen. Langsam schob Vincent ihr ihre Bluse über die Schultern zurück und ließ sie einfach zu Boden fallen. Catherine griff hinter sich, öffnete ihren Spitzen BH, ließ die Träger an ihren Schultern herunter hängen und entfernte ihn. Vincents Augen blickten über ihre wunderschönen wohlgeformten Brüste. Seine Hände umfassten eine nach der anderen, streichelten sie zärtlich, neckten ihre Brustwarzen. Ihr Hinterteil rieb sich unterdessen immer mehr an seiner Erregung und fühlte sie weiter wachsen. Ihre Hand glitt hinter sie und berührte ihn an seiner intimsten Stelle, sodass er kurz inne hielt, tief durchatmete, seine Augen schloss.

Vincent: “Setz dich... ich will dich sehen...” er war heiser vor Verlangen. Sie drehte sich zu ihm um, sah seine vor Verlangen glühenden Augen, ließ sich zurück auf die Couch fallen. Vincent ging vor ihr in die Knie, packte sie an ihren Kniekehlen, zog sie zu sich, bis sie ganz am vordersten Rand saß... er genau zwischen ihren Knien. Sie schlang ihre Arme um seinen Nacken, zog ihn noch weiter an sich heran, küsste ihn hart, suchte seine raue Zunge, um sich mit ihm weiter zu verbinden. Vincent flutschte aus ihren Armen, knabberte sich langsam, aber bestimmend an ihrem Hals entlang, zu ihrer Kehle, deutete ihr, sie solle sich zurück lehnen und arbeitete sich weiter herab, bis zu ihren warmen weichen Brüsten, die ihm neckisch entgegen sahen. Hände, Mund und Zunge verwöhnten sie... konnten nicht genug von ihr bekommen und wanderte weiter in Richtung Bauch, Bauchnabel. Auf Höhe des Bundes ihrer Jogginghose stoppte Vincent, legte kurzzeitig seine Stirn auf ihren Bauch, atmete tief durch, sah sie anschließend an. Catherine verstand seinen Blick.

Catherine: “Mach dir keine Sorgen. Ich habe schon vor Wochen vorgesorgt, damit wir unsere neue gemeinsame Zeit genießen können, bevor wir uns für ein Kind entscheiden.” Dabei streichelte sie zärtlich lächelnd sein Gesicht. Vincent wollte darauf antworten, aber sie legte ihre Finger sanft auf seine Lippen.

Catherine: “Lass uns ein anderes Mal darüber reden. Das einzigste was ist jetzt will bist du, Vincent. Nichts anderes... nur dich.” Sie kamen einander näher, küssten sich anfänglich zart, steigerten sich jedoch schnell wieder. Vincents Finger zogen an ihrem Hosenbund, sodass Catherine sich hin und her wiegte, bis die Jogginghose an ihren Kniekehlen war und ausgezogen werden konnte. Ihr Slip war bereits mit der Hose herunter gerutscht. Sie lehnte sich zurück in die Couch. Völlig entblößt lag sie nun vor ihm. Seine Augen musterten jeden Millimeter von ihr. Seine Fingerspitzen glitten über ihre sanfte Haut. Der Duft ihrer Erregung wühlte ihn auf. Er setzte fort was er angefangen hatte und küsste sie vom Bauchnabel weiter hinab bis zu ihren Blütenblättern. Catherine streckte ihren Kopf nach hinten, als er ihre empfindlichste Stelle küsste, atmete unregelmäßig und dachte jeden Moment zu zerspringen. Sie öffnete sich weiter für ihn, wollte mehr von diesen Berührungen... und er tat es. Hungrig kostete er von ihrem leicht salzigen Saft. Seine Zunge glitt durch ihre Blütenblätter, neckte ihr geschwollenes Knöpfchen, brachte sie zum keuchen. Ihr Kopf wandte sich von rechts nach links, griff in seine Haare, zog an ihnen, bis sie sich vor ihm aufbäumte und ihren Höhepunkt erreichte. Ihr gesamter Körper vibrierte, zitterte, war angespannt und sackte dann in sich zusammen. Vincent war fasziniert von seiner Auswirkung auf Catherine. Er küsste sie noch einmal auf ihr geschwollenes Knöpfchen, zog sie in eine normal sitzende Position. Vincent kniete noch immer vor ihr, zwischen ihren Beinen. Catherines Hände begannen umgehend seinen Gürtel und seine Jeans zu öffnen. Langsam stand er auf und ließ sich von ihr die Hose soweit herunter ziehen, dass seine Erektion endlich frei lag, die bereits eine beachtliche Größe angenommen hatte. Eine ihrer Hände umfasste seinen Schaft. Die Adern darauf waren deutlich zu sehen, prall gefüllt und pulsierten. Sie küsste seine Spitze, umschloss mit ihren Lippen den vordersten empfindlichen Teil und ließ ihre Zunge darüber gleiten. Vincent schloss seine Augen, warf seinen Kopf zurück. Lang hielt er es jedoch nicht aus. Dann trat er etwas zurück, um seine Hose gänzlich loszuwerden. Gespannt sah Catherine zu, wie er sich ihr näherte, vor ihr in die Knie ging, zwischen ihre Schenkel, sie gezielt in Position brachte, ihr tief in die Augen sah, sie hart küsste und sie Stück für Stück betrat, um ihr keine Schmerzen zuzufügen. Ihr nahm es fast den Atem, als er sie betrat. Catherine entspannte sich, lehnte sich kurz zurück, um ihn besser aufnehmen zu können.

Catherine: “Oh Gott... wie oft habe ich davon geträumt... dich endlich in mir zu haben.” keuchte sie.

Catherine: “Oh bitte... lass dies kein Traum sein...” bettelte sie.

Vincent: “Kein Traum... ich bin hier... bei dir... in dir...” diese Worte machten ihn wild. Er bewegte sich in ihr erst langsam vorsichtig und merkte, dass Catherines Köper sich ihm anpasste. Dann wurden seine Bewegungen schneller, gezielter, mal härter, mal sanfter, teilweise verließ er sie ganz, um sie wieder in voller Länge neu zu betreten. Sie passte sich seinen rhythmischen Bewegungen an. Die Größe seiner Männlichkeit stimulierte sie innerlich soweit, dass sie ihrem nächsten Höhepunkt entgegen sah. Vincent spürte ihre beginnenden Kontraktionen, die immer mehr zunahmen. Er zog sie an sich heran, sodass sie Stirn an Stirn beieinander waren und er sich dennoch weiter in ihr bewegen konnte. Stützte ihren Rücken, hielt sie mit der anderen Hand am Oberschenkel. Als ihr nächster Höhepunkt kam, ließ auch Vincent sich gehen und ergoss sich in ihr. Schwer atmend hielten sie einander fest, beruhigten sich nach und nach, küssten sich immer und immer wieder, lächelten sich glücklich an, streichelten sich gegenseitig, bevor sie eng aneinander auf der Couch lagen.

Catherine: “Du bist ein Traum von einem Mann.” schwärmerisch verliebt sah sie ihn an.

Vincent: “Der Traum bist wohl eher du. Du bist mein Traum. Ich liebe dich.” Catherine schossen Tränen vor Glück in ihre Augen und küsste ihn innig.

Catherine: “Das ist das erste Mal, dass du mir das sagst.”

Vincent: “Ich weiß... das hätte ich dir schon viel früher sagen sollen.”

Catherine: “Heute war genau der richtige Zeitpunkt dafür, mein Schatz.”

Vincent: “Schatz?” Catherine musste lachen über seinen Gesichtsausdruck, nickte, streichelte sanft sein Gesicht.

Catherine: “Ja... Schatz oder Liebling...” kam spielerisch über ihre Lippen.

Vincent: “Aber bitte nur, wenn wir unter uns sind.” sagte er kleinlaut mit einem Schmunzeln.

Catherine: “Ist dir das peinlich?”

Vincent: “Nein… Nicht peinlich... eher ungewohnt. An diese Art von Konversation muss ich mich noch gewöhnen.” Catherines Hand umfasste sein starkes Kinn, sah ihn schelmisch an.

Catherine: “Es darf wohl keiner außer mir wissen, dass in dir `hartem und mit Muskeln bepackten Kerl` ein traumhaft sanfter Romantiker steckt, der es versteht eine Frau mit Leib und Seele glücklich zu machen, hmmmm? Kann das sein?” Vincent versuchte sich ein Grinsen zu unterdrücken, aber seine Augen verrieten ihn.

Vincent: “Außer dir geht es niemanden etwas an, wie es in mir aussieht. Nur du wirst mich in dieser leidenschaftlichen Art und Weise sehen und erleben. Dieser Vincent hier gehört nur dir.”

Catherine: “Du bist so süß.” himmelte sie ihn an. Peinlich gerührt ließ er seinen Kopf nach vorn fallen. Catherine lachte breit. Ließ verspielt ihre Finger durch seine dicke Mähne gleiten.

Vincent: “Ich bin nicht süß.” protestierte er und sah zu ihr.

Catherine: “Oh doch, mein Schatz. Oh doch, sehr sogar. Glaube es mir.” dabei streichelte sie immer wieder sanft sein Gesicht. Vincent konnte nur verlegen seinen Kopf schütteln und schmunzeln.

Catherine: “Wie wäre es jetzt mit einem Tee?”

Vincent: “Meinst du, das Wasser wird genauso lange zum kochen brauchen, wie vorhin?” fragte er in einem frechen Unterton.

Catherine: “Ich denke mal, dass es jetzt etwas schneller gehen wird, da unser erster Hunger vorerst gestillt zu sein scheint.” blitzte es in ihren Augen.

Vincent: “Dein Hunger vielleicht schon, aber nicht meiner. Ich bin sehr hungrig… nach dir.” Wieder sah er ihr voller Leidenschaft in ihre smaragdgrünen Augen, den sie umgehend erwiderte. Ihre Lippen trafen sich hart, ihre Münder öffneten sich für den jeweils anderen, suchende Zungen fanden sich. Vincent setzte sich auf, zog sie zu sich auf seinen Schoß. Seine Männlichkeit wuchs und pochte unter ihr, wollte sie betreten, wollte, dass sie ihn komplett in sich aufnahm und sie tat es. Catherine bewegte sich auf ihm, umschloss ihn ganz und ritt ihn hart bis sie kamen und sie sich zusammen mit ihm fallen lassen konnte. Ihre Beine zitterten vor Anstrengung, waren wie Gummi. Beide rangen nach Luft, Stirn an Stirn ruhend, seinen Nacken fest umklammert mit ihren Händen.

Catherine: “Du bist nicht nur überaus hervorragend ausgestattet, mein Schatz... du bist auch ziemlich standhaft, wenn ich das anmerken darf. Das ist traumhast. Gut zu wissen...”

Vincent: “Du hast eine bemerkenswerte Ausdauer... auch gut zu wissen. Ich muss zugeben, ich hatte Bedenken dir deswegen weh zu tun.” beide lächelten über ihre Kommentare. Hielten einander fest.

Catherine: “Du würdest und könntest mir nie weh tun, Vincent. Und wie du sicherlich bemerkst hast, habe ich mich dir hervorragend angepasst.”

Vincent: “Allerdings...” sanft küsste sie verträumt seine Nasenspitze.

Catherine: “Ich bin mal gespannt, ob ich es bis in die Küche schaffe.”

Vincent: “Dann werde ich nach dem Feuer sehen. Wir können es uns vor dem Kamin gemütlich machen.”

Catherine: “Sehr gerne. Und ich kümmere mich um den Tee.” Sie küssten sich innig.

Catherine schaffte es tatsächlich mit wackeligen Beinen bis zur Küche, um den Tee zuzubereiten, während Vincent im Wohnzimmer für eine gemütliche Atmosphäre sorgte. An der Rückwand der Couch positionierte er diverse Kissen und eine große kuschelige Decke für sie beide. Er machte es sich bereits gemütlich, lehnte sich gegen die Kissen, seinen linken Arm hatte er hinter seinen Kopf verschränkt, das rechte Bein angezogen. Die Decke ruhte an seinen Hüften und die lodernden Flammen ließen ihn gedanklich soweit abschweifen, dass er Catherine erst mitbekam, als sie direkt neben ihm hockte und mit ihm redete.

Catherine: “Penny...” sie riss ihn damit aus seinen Gedanken und schmunzelte. Er schaute etwas verwirrt.

Vincent: “Hm?” Sie reichte ihm lächelnd seine Tasse, kuschelte sich unter der weichen Decke an ihn heran.

Catherine: “Einen Penny für deine Gedanken.” sagte sie sanft lächelnd. Da musste auch er schmunzeln.

Catherine: “Wo warst du gerade? An was hast du gedacht?” Vincent atmete tief durch, schüttelte leicht seinen Kopf.

Vincent: “Eigentlich... habe ich an gar nichts gedacht.”

Catherine: “Das gibt es bei dir? Kaum vorstellbar!” im gespielten ernst.

Vincent: “In der Tat kommt so etwas auch bei mir gelegentlich vor. Nicht oft, aber ab und zu.” stimmte er mit ein.

Catherine: “Kaum zu glauben.” Catherine legte grinsend ihren Kopf auf seine Brust, durchfuhr mit ihren Fingern spielerisch sein dichtes kurzes Brusthaar bis runter zu seinem Bauchnabel, zeichnete verträumt sein Sixpack nach... immer wieder hin und her. Atmete seinen Duft ein. Vincents Finger fuhren ebenso verträumt durch ihre Haare, über ihre Schultern, den Rücken hinunter und wieder zurück.

Catherine: “Das ist so schön.” kam sehnsüchtig. Vincent küsste wortlos ihren Kopf.

Catherine: “Ich habe sooft davon geträumt... allein mit dir... hier vor dem Kamin. Es ist perfekt.”

Vincent: “Ja... es ist perfekt.” hauchte er. Catherine setzte sich etwas auf, sodass sie mit ihm auf einer Augenhöhe war.

Catherine: “Ich möchte keinen Abend und keine Nacht mehr ohne dich sein, Vincent.” erstaunt schmunzelnd sah er sie an.

Vincent: “Mir geht es nicht anders. Nur... wie stellst du dir das vor? Wir haben beide unsere Verpflichtungen.”

Catherine: “Ja ich weiß.” sagte sie bedrückt.

Vincent: “Auch wenn ich mich heute maßlos über Vater geärgert habe und sehr wütend auf ihn war... und es immer noch bin... habe ich morgen Vormittag 3 Klassen zu unterrichten und ab Nachmittag warten Reparaturen oder sonst was auf mich. Ich werde bis zum Abend beschäftigt sein. Dir wird es nicht anders gehen, nehme ich an.” Catherine nickte leicht traurig, ließ ihren Kopf schwer gegen seine Brust fallen.

Catherine: “Das ist nicht fair.” sie klang verzweifelt. Vincent zog sie fester an sich, kraulte sanft ihren Nacken.

Vincent: “Uns wird etwas einfallen. Mach dir keine Sorgen.” entgegnete er in sanftem Ton, streichelte sie zärtlich. Bedrückt sah sie zu ihm rauf. Über diesen Gesichtsausdruck musste er nun doch lächeln. Verdutzt belustigt über seine Reaktion, sah sie ihn fragend an.

Catherine: “Was ist so lustig?”

Vincent: “Süße... du schaust mich an, als würden wir uns nach diesem Abend nie mehr wieder sehen.” bedrückt ließ sie ihren Kopf auf seine Brust fallen, bevor sie ihn wieder ansah. Catherine suchte nach den richtigen Worten.

Catherine: “Irgendwie denke ich noch immer das dies ein Traum ist, der zu schön ist, um wirklich wahr zu sein.” kam wehmütig aus ihr hervor.  Eindringlich entgegnete ihr Vincent:

Vincent: “Wir hatten keinen One - Night - Stand, Catherine. Wir haben in unserer Beziehung einen entscheidenden Schritt getan. Nun liegt es an uns ihn weiter zu führen. Wie und wann wir uns das nächste Mal sehen, werden wir wohl spontan arrangieren müssen.”

Catherine: “Spontan... das würde für mich heißen, dass ich sofort zu dir kommen werde, wenn ich mit meiner Arbeit im Büro fertig bin oder eher... ich aus dem Büro schnellst möglich fliehen werde.” Vincent dachte nach und nickte.

Vincent: “Ja richtig. So in etwa... und da du bereits eine Gästekammer bezogen hast, hätten wir dort genug Privatsphäre. Bei mir platzt andauernd jeder hinein, ob mit Vorhang oder ohne. Unabhängig von der Tageszeit. Bis auf nachts... da werde ich sonst wirklich sauer, das weiß jeder. Die Privatsphäre der Gästekammern werden mehr respektiert.”

Catherine: “Hast du am Wochenende auch Verpflichtungen?”

Vincent: “Unterricht normalerweise nicht. Gelegentlich, wenn es sich anbietet, Schwimmunterricht oder wirklich wichtige Reparaturen, die nicht warten können und meine Anwesenheit dringend erforderlich ist.”

Catherine: “Vielleicht könnten wir die Wochenenden zusammen hier verbringen. Was hältst du davon? Nur du und ich... ” Vincent dachte angestrengt nach, sah sie prüfend an.

Catherine: “Du bist unsicher darüber, wie Vater und die Anderen darauf reagieren werden, wenn du nicht erreichbar bist.” Vincent nickte nachdenklich.

Vincent: “Unter anderem, ja. Sie werden Fragen stellen. Vater wird Fragen stellen. Besonders auf seine Moralpredigten kann ich zurzeit liebend verzichten.”

Catherine: “Wie willst du vorgehen?” Vincent sah sie eindringlich an. Streichelte sanft über ihre Schulter

Vincent: “Ich würde es gern für eine Weile geheim halten. Nur wir zwei. Niemand anderes.” erstaunt lächelnd sah sie ihn an.

Catherine: “Das klingt abenteuerlich, spannend und wird eine Herausforderung für uns beide. Ich hoffe das dir das klar ist, mein Schatz.” sagte sie schelmisch grinsend.

Vincent: “Das glaube ich auch. Dennoch... was sagst du dazu? Es wäre unser Geheimnis. Nur für eine Weile. Wenn wir unseren aktuellen Beziehungsstatus publik gemacht haben, dann können wir das Wochenende hier verbringen.”

Catherine: “Ich mach mit! Dann müssen wir es nur noch schaffen unsere Gefühle im Zaum zu halten. Uns nicht beim Küssen erwischen lassen... keine leidenschaftlichen Berührungen... absolute Stille, wenn es uns dennoch zu einem unpassenden Zeitpunkt überkommt... uuuuuuhhhh... das gefällt mir... wie bei Romeo und Julia... in gewisser Weise verbotene Dinge.” Catherines Augen funkelten. Sie näherte sich seinem Gesicht.

Vincent: “Das scheint dir tatsächlich zu gefallen.” eifrig nickte sie. Ihrem schelmischen Gesichtsausdruck zu folge, hatte er eine interessante Zeit vor sich.

Vincent: “Du wirst uns hoffentlich nicht absichtlich in Schwierigkeiten bringen?” fragte er in einem neckischen Unterton, als er weiter an ihre bereits offenen Lippen kam.

Catherine: “Wenn doch, dann musst du mich eben hinterher eines Besseren belehren.”

Vincent: “So, so... du bist auf Ärger aus?” seine kräftige Hand packte sie an ihrem Oberschenkel, zog sie so zu sich an die Seite, dass sie kurz aufquietschte und auf ihrem Rücken lag. Vincent richtete sich seitlich auf, stützte sich auf seinen Unterarm und ragte über ihr. Seine langen Haare striffen leicht ihre Haut. Es war ein elektrisierendes Gefühl. Sein Blick undefinierbar anziehend.

Catherine: “Ich werde es lieben dich zu ärgern.” Vincent sah ihr tief in die Augen. Seine azurblauen Augen verdunkelten sich, musterten Catherines vor Verlangen bebenden Körper. Er fegte die restliche Decke weg, die auf ihr lag, um sie ganz zu sehen. Weit lehnte er sich zu ihr runter, sprach in ihre Lippen:

Vincent: “Wenn du mich auf diese Weise ärgern willst, wirst du mit Konsequenzen rechnen müssen.” und ließ dabei seine Krallen mit leichtem Druck über ihren Körper gleiten bis runter zu ihrem Schoß, der sich umgehend für ihn öffnete und weiter auf die Innenseite ihrer Oberschenkel. Catherines Körper reagierte überall mit Gänsehaut. Ihre Atmung nahm zu, ihre Lippen öffneten sich weiter, ihre Brustwarzen verhärteten sich, ihr Schoß wurde mehr als nur feucht. Sie bäumte sich ihm entgegen, als er ihre Nippel mit seinem Mund umschloss, um daran zu saugen, seine Zunge drum herum kreisen ließ, griff verstärkt in seine Mähne, zog ihn somit weiter an sich heran. Catherine konnte keinen klaren Gedanken fassen.

Catherine: “Wären das die Konsequenzen?” keuchte sie heiser. Als Antwort darauf sah Vincent sie wieder an und ein leises Grollen kam tief aus seiner Brust mit den Worten:

Vincent: “Ja... genau das... und einiges mehr!” Catherine durchfuhr es wie ein Blitz, als sie seine diesmal kräftige tiefe Stimme mit diesem speziellen Grollen hörte.

Catherine: “Was genau... gib mir einen Vorgeschmack... bitte” bettelte sie.

Vincent: “Wie du willst...” knurrte er. Seine Finger glitten wieder über ihre Haut bis sie erneut überall Gänsehaut bekam. Ein stummer Schrei entglitt ihr, als Vincents Krallen ihre Nippel umfuhren, an denen er immer wieder spielte. Jetzt ging er weiter... ließ seine langen Finger über ihren bebenden Bauch, über ihren Venushügel bis zu ihren geschwollenen Blütenblättern gleiten, die sehnsüchtig auf ihn warteten. Mit leichtem Druck massierte er ihre Mitte. Sie wandte sich unter seiner Hand, wurde kurzatmig, stöhnte leise. Seine Hand fuhr zurück zu ihrem Bauch, ihren Brüsten, als Catherine ihn mit flehenden Augen ansah. Er handelte wohl durchdacht, als seine Hand ihre Schenkel einen nach dem anderen auseinander zog und spreizte, er sich zwischen sie kniete, sich auf sie niederließ, sie tief betrat, bis es ihr fast den Atem nahm. Für ein paar Sekunden verharrte er in dieser Position, als Catherine ihn eindringlich ansah. Sein Blick war besitzergreifend. Seine Augen dunkel vor Erregung. Hart küssten sie sich, knabberten abwechselnd an der Lippe des anderen, hielten sie fest. Vincent begann sich in ihr zu bewegen, als sie ihre Beine um seine Taille schlang, um ihn noch weiter in sich aufzunehmen. Sie passte sich seinem Rhythmus an, fuhr mit ihren Fingernägeln über seinen Rücken, seine Schulter und ließ ihn dieses Mal erschaudern. Seine Bewegungen nahmen zu, wurden rauer, bestimmender. Es dauerte nicht lang, als Catherine das unbeschreibliche Glücksgefühl erreichte, sich ihm weiter entgegen bog, ihn mit sich nahm bis er sich mit ein paar letzten heftigen Bewegungen in ihr entleerte. Vincent wollte sein Gewicht von ihr nehmen, doch Catherine hielt ihn mit Armen und Beinen weiter in dieser Position. Sichtlich geschafft von dieser Aktion sahen sie sich verträumt an.

Catherine: “Deine Augen sind wieder so blau wie der Ozean.” brach sie als erstes das Schweigen. fragend sah er sie an.

Catherine: “Als wir uns liebten waren deine Augen fast schwarz.” streichelte sie ihn.

Vincent: “Gott... dich in Extase zu sehen ist unbeschreiblich. Irgendetwas machst du dann mit mir… es löst etwas in mir aus. Es ist wie... als wenn ich meinem dunkleren ICH ebenfalls erlaube ein Teil davon zu sein.” gestand er ihr und küsste sie zärtlich.

Catherine: “Also mir hat es gefallen. Sehr sogar... es war aufregend, elektrisierend. Ich fand es unsagbar erotisch, als du die Führung übernommen hast. Du hättest alles mit mir anstellen können.”

Vincent: “Wirklich alles?” kam schmunzelnd zurück. Schelmisch nickte sie, zog zu sich herunter und küsste ihn innig.

Eng aneinander gekuschelt verbrachten sie den Rest des Abends vor dem lodernden Kamin, küssten und streichelten sich, liebten sich ein weiteres Mal. Weit nach Mitternacht übermannte Vincent der Schlaf und auch Catherine schlummerte an seiner schützenden Seite ein.

Gegen 5.30 Uhr wurde Vincent wach. Im Kamin glimmten noch die Holzscheite der vergangenen Nacht und es wurde etwas kühl. Catherine lag an seiner Seite, die Decke weit hochgezogen. Vorsichtig, ohne sie zu wecken, wandte er sich von ihr los, suchte seine Sachen zusammen, die bis in die Küche verteilt waren, zog sich an. Er wickelte vorsichtig die kuschelige Decke um Catherine, hob sie vom Boden auf in seine Arme, trug sie Bett, deckte sie zusätzlich mit ihrer Bettdecke zu.

Gerade als er gehen wollte wachte Catherine auf.

Catherine: “Vincent?” kam verschlafen über ihre Lippen.

Vincent: “Ich bin hier.”

Catherine: “Geh nicht... bitte.” sah sie ihn flehend an.

Vincent: “Ich muss. Es wird bald hell sein.” flüsterte er, küsste sanft ihre Lippen.

Catherine: “Sehen wir uns heute Abend?”

Vincent: “Ja... wir sehen uns heute Abend. Ich komme zu dir. Aber es könnte spät werden.”

Catherine: “Hauptsache ich habe dich bald wieder hier bei mir. Ich vermisse dich jetzt schon. Oh Gott… ich könnte heulen.” Vincent lächelte bei ihrem Kommentar, nahm sie in seine Arme.

Vincent: “Ich werde dich ebenfalls vermissen. Bis in ein paar Stunden...”

Catherine: “Ja... bis in ein paar Stunden. Tu mir bitte einen Gefallen und komm einfach rein... vielleicht bin ich zu dem Zeitpunkt gerade in der Küche und mache uns Tee. Du könntest mich überraschen.” Vincent nickte schmunzelnd. Sie küssten sich sehnsüchtig, als Vincent sich fast von ihr wegreißen musste. Sie würde es sonst tatsächlich schaffen ihn hier zu behalten. Schweren Herzens trat Vincent seinen Rückweg an. Was ihn wohl erwarten würde?

Eine dreiviertel Stunde später war er in den heimischen Tunneln mit gemischten Gefühlen angekommen. Es war fast 7 Uhr in der Früh. Sollte er in seine Kammer gehen und sich etwas hinlegen? Was, wenn Vater dort auf ihn warten würde. Vincent zuckte innerlich seine Schultern... was soll´s.… dachte er sich. Selbst wenn Vater dort auf ihn warten würde. Es war ihm egal. Er ging Schnur gerade in seine Kammer, sah sich kurz um, legte seinen Mantel ab, schnappte sich seine Badesachen, begab sich zum großen See. Das kühle Nass tat ihm gut. Mehrere Bahnen schwamm er von einem Ufer zum anderen. Danach schwamm er zu einem geheimen ruhigen Platz an den Wasserfällen, wusch sich und dachte an die letzte Nacht mit Catherine. Ein lächeln huschte ihm übers Gesicht.

Mit frischen Sachen am Leib begab er sich in den großen Essenssaal. Es war bereits nach 8 Uhr. Der Saal war jedoch nur spärlich besetzt. William stand in der großen Küche und bereitete je nach Wunsch das Frühstück. Mit einem stummen nicken grüßte Vincent Pascal, der zusammen mit ein paar anderen am Tisch saß. An einem anderen Tisch saßen Rebekka und Mary, zusammen mit Kanin und Olivia. Rebekka kreuzte seinen Blick und deutete ihm, sich mit seinem Teller zu ihnen zu setzen.

William: “Guten Morgen, Vincent. Gut geschlafen? Du schaust noch leicht verknittert aus.” Vincent schmunzelte.

Vincent: “Guten Morgen, William. Ja ich bin noch etwas geschafft. Du weißt das die letzten Wochen auch für mich sehr anstrengend waren.”

William: “In der tat, ja. Du solltest dir mal eine kleine Auszeit gönnen, mein Junge. Du arbeitest härter und länger als jeder andere von uns.”

Vincent: “Danke William. Das ist schön zu hören.”

William: “Setz dich an den Tisch. Ich bringe dir einen Teller voller leckerer Sachen, damit du weiter vor Kraft strotzt.” William zwinkerte ihm zu, worüber Vincent lachen musste.

Vincent: “Ich weiß das zu schätzen, William, danke. Ich setze mich zu Rebekka und Mary ganz nach hinten.” William nickte und Vincent setzte sich an den besagten Tisch. Strahlend blickte ihn Mary an, begrüßte ihn, drückte ihn.

Mary: “Vincent, Guten Morgen. Na, noch müde?” Vincent nickte.

Vincent: “Guten Morgen alle zusammen.” sein Blick ging in die Runde und auch die anderen am Tisch begrüßten ihn lächelnd.

Rebekka: “Wie geht´s dir?” war ihre erste Frage, die in einem gewissen besorgten Unterton war. Fragend sahen die Anderen abwechselnd von Vincent zu Rebekka. Vincent atmete sichtlich angespannt tief durch.

Mary: “Ist alles in Ordnung mit dir?” sie klang besorgt. Vincent nickte, ohne darüber ein Wort zu verlieren und um abzulenken wechselte er das Thema.

Vincent: “Catherine hat sich überaus gefreut über die Kerze, Rebekka. Ich soll dir viele liebe Grüße von ihr ausrichten.” Rebekka strahlte. Sie merkte aber auch, dass er nicht über das gestrige Thema reden wollte.

Zu Vincents Glück kam William mit seinem Frühstück angelaufen, wünschte ihm einen guten Appetit, gab ihm einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter und begab sich wieder in die Küche.

Am Tisch besprachen sie während des Essens den heutigen Tag, als Vater den Saal betrat. Seine Augen überflogen die besetzten Tische, als er seinen Ziehsohn am hinteren Tisch entdeckte. Mit einem stummen Blick zu William, der zu wissen schien was Vater zum Frühstück wollte, begab er sich zu Vincent und den Anderen an den Tisch. Mary fing Rebekkas Blick zu Vincent auf, der sich merklich unwohl zu fühlen schien und verkrampfte. Vincent atmete tief durch.

Vater: “Guten Morgen, alle miteinander.” Mary sah ihn lächelnd an, wünschte ihm ebenfalls einen guten Morgen. Vaters Blick hing gespannt an Vincent.

Vincent: “Guten Morgen, Vater.” kam leicht reserviert, tonlos, ohne ihn anzusehen. Marys Augen wechselten zwischen Vater und Vincent hin und her. Rebekka starrte Vincent an, der in seinem Frühstück rumstocherte. Doch Vincent hielt es nicht mehr aus. Leicht gereizt ließ er sein Besteck auf den Teller fallen, ließ alles stehen und liegen und war im Begriff wortlos an Vater vorbei zu gehen, um den Tisch zu verlassen, als Vater ihn am gehen hindern wollte, indem er ihn am Oberarm festhielt und eindringlich ansah. Es lag Spannung in der Luft.

Vincent sah finster auf Vaters Hand an seinem Oberarm und ihm anschließend in die Augen.

Mary: “Jacob?” fragend geschockt sah sie ihn an.

Vincent: “Lass augenblicklich meinen Arm los, Vater.” Vincent flüsterte, aber an seiner Stimme erkannte jeder der neben ihm stand, dass es eine ernste Situation war.

Vater: “Wo warst du die ganze Nacht? Ich habe in deiner Kammer auf dich gewartet! Ich sagte dir 2 Stunden!”

Vincent: “Und ich sagte dir, dass ich darüber nicht weiter diskutieren werde!” Vincent riss sich energisch von seiner Hand los und verließ mürrisch den Saal.

Alle Augen am Tisch waren auf Vater gerichtet, der eben von einem ihn anstarrenden William seinen Kaffee und sein Frühstück bekam. Vater setzte sich, bedankte sich bei William, der große Augen machte und wortlos zurück in seine Küche ging, als Mary das Wort ergriff.

Mary: “Kannst du mir bitte erklären, was sich da eben zwischen euch beiden abgespielt hat, Jacob?” Kanin und Olivia verließen sicherheitshalber den Tisch. Rebekka, die gestern diese unschöne Konversation hautnah mitbekam, blieb am Tisch sitzen. Sie aß langsam weiter. Vater senkte kurz seinen Blick, drehte seine Tasse gedankenverloren und gab vorerst keine Antwort. Mary legte ihre Hand auf seine, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Mary: “Jacob, was geht hier vor sich? Habt ihr zwei euch etwa gestritten?” Vater sah zu ihr auf und nickte.

Mary: “Worum ging es? Ich habe Vincent mit dir noch nie so reden hören. Was ist vorgefallen?”

Vater: “Mary, bitte... frag nicht weiter.” doch da mischte sich Rebekka ein.

Rebekka: “Vater, du weißt schon, dass ich gestern auch anwesend war?” entgeistert sah Vater zu ihr. Rebekkas Reaktion war eher trotzig.

Mary: “Rebekka? Kannst du mir sagen was vorgefallen ist?” eindringlich sahen Rebekka und Vater sich an.

Rebekka: “Entweder sagst du es ihr oder ich werde es tun.” stellte sie ihn vor die Wahl.

Vater: “Ich ähm... ich hatte Vincent gestern untersagt die Tunnel zu verlassen.” kam kurz und knapp. Mary sah ihn ungläubig an.

Mary: “Du hast was getan? Bist du noch ganz bei Sinnen?” platzte es aus ihr heraus.

Vater versuchte sie zu beschwichtigen, aber diese kleine Frau wurde Vater gegenüber sauer.

Vater: “Mary bitte, lass mich erklären!”

Mary: “Erklären? Auf diese Erklärung bin ich allerdings gespannt, Jacob Wells!”

Vater: “Ich weiß auch nicht, Mary. Es... es ging damit los, als ich seine Hilfe bei der Organisation in der großen Halle brauchte. Ich sah mir den Plan mit der Tischordnung usw. an und wusste nicht mehr weiter, als Vincent plötzlich zu mir kam. Er wollte es jedoch nicht mehr zu solch später Stunde, sondern heute mit mir besprechen und da war ich wohl enttäuscht.”

Rebekka: “Enttäuscht ist ja wohl das falsche Wort dafür, Vater. Was du ihm an den Kopf geworfen hast... also wirklich.”

Mary: “Jacob, was hast du zu ihm gesagt!” Vater schüttelte seinen Kopf.

Mary: “Rebekka?” diese atmete tief durch.

Rebekka: “Vincent wollte sich nach getaner Arbeit bei ihm abmelden, um sich mit Catherine zu treffen. Die Einladung zum Winterfest wollte er ihr persönlich überbringen. Vater entgegnete ihm, dass er das nicht tun könnte, weil noch so viele Dinge zu erledigen wären. Und um es mal anzumerken... Es war zu der Zeit nach 21 Uhr und Vincent begann in den letzten Wochen mit seiner Arbeit bereits um 6 Uhr in der früh. Von seiner Freizeit, die er von uns allen am meisten braucht, hatte er so gut wie gar nichts, Vater.”

Mary: “Was hast du dazu zu sagen, Jacob?” er konnte sie nicht ansehen.

Rebekka: “Nachdem Vater hörte, dass er Catherine die Kerze zum Winterfest vorbei bringen würde, gab er ihm ´ìmmerhin´2 Stunden, um in die Tunnel zurück zu kehren.”

Mary: “Das hast du nicht wirklich getan, oder?”

Vater: “Mary, wir brauchen ihn hier.” versuchte er sich zu verteidigen.

Mary: “Du kannst ihn nicht hier unten einsperren! Was soll das, Jacob? Was ist nur los mit dir? So kenne ich dich gar nicht.” Mary war so enttäuscht von ihm. Sie schüttelte ungläubig ihren Kopf.

Mary: “Wir sollten in ruhe noch einmal darüber reden, Jacob. Lass uns in deine Kammer gehen. Es muss sein.” Vater nickte und folgte ihr.

Der Weg in Vaters Kammer schien endlos. Beide wechselten kaum ein Wort.

In den Tunneln wurde es allmählich ruhiger, da die Kinder mit ihrem Unterricht begannen und die restlichen Bewohner ihren alltäglichen Arbeiten nachgingen.

Mary und Vater setzten sich an Vaters runden Tisch.

Mary: “Nun? Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?”

Vater: “Mir fehlen die Worte, Mary.”

Mary: “Gestern schien es nicht so gewesen zu sein. Warum warst du so unfair zu Vincent?”

Vater: “Ich habe wohl Angst ihn zu verlieren.”

Mary: “Wenn man Angst hast jemanden zu verlieren, dann verhält man sich nicht so gegenüber dem anderen. Das müsstest du eigentlich von Allen am besten wissen.”

Vater: “Da hast du wohl recht, Mary. Er ist mein Sohn. Ich liebe ihn und möchte ihn um mich haben.”

Mary: “Indem du ihn verjagst?” fragend sah Vater sie an.

Mary: “Jacob... Vincent ist kein kleiner Junge mehr. Er ist ein großer, starker, erwachsener Mann. Er hat eine Freundin, die er von Herzen liebt. Seit er Catherine an seiner Seite hat, ist unser Junge selbstbewusster geworden. Er ist aufgeblüht. Er ist glücklich und größten Teils zufrieden. Er hat sich akzeptiert, weil Catherine ihn so akzeptiert und liebt wie er ist. Er macht sogar Scherze und lacht viel mehr. Er hat sogar mehr Spaß an so vielen Dingen. Wir können uns immer, ohne Ausnahme, auf ihn verlassen. Er beschützt uns, unterrichtet, ist des öfteren mit den anderen Männern tagelang unterwegs, um Reparaturen zu erledigen, wo er ebenfalls dringend gebraucht wird. Und seine wenige Freizeit möchtest du ihm vorschreiben oder verbieten? Möchtest du wirklich, dass er seine gesamte Freizeit bei dir in der Bibliothek oder hier in deiner Kammer oder in seiner Kammer mit Schach spielen und lesen verbringt? Das kannst du nicht wirklich wollen, Jacob!”

Vater: “Mein Gott, Mary... was hab ich getan!” Vater wurde ganz anders um sein Herz herum. Ihm wurde durch diese Aussprache bewusst, wie sehr er Vincent unrecht getan hatte.

Mary: “Du hast etwas getan, was sein Vertrauen in dich zerstört hat. Bist du dir darüber eigentlich im Klaren?” Vater machte große erschrockene Augen, atmete tief durch.

Vater: “Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht, Mary. Wo ist Vincent gerade?”

Mary: “Er unterrichtet gerade. Lass ihm noch etwas Zeit und sprich mit ihm heute Nachmittag. Dann hat er seine 3 Klassen fertig.” Vater nickte und nahm Mary in den Arm.

Vater: “Danke Mary... vielen Dank und es tut mir unendlich leid.”

Mary: “Nicht bei mir musst du dich entschuldigen, Jacob, sondern bei Vincent. Er ist ein toller Junge, ein großartiger Mann.” Vater nickte traurig verlegen.

Vater: “Ich weiß... wie kann ich das nur wieder gut machen. Ich werde heute Nachmittag mit ihm reden. Versprochen!”

Mary: “Das würde ich auch sagen, Jacob. Erwarte jedoch kein Wunder. Du hast ihm damit sehr weh getan. Ich habe ihn noch nie so sauer und wütend auf dich erlebt. Bitte sieh zu, dass das mit euch beiden wieder in Ordnung kommt.”

Vater: “Ja, ja das muss es.” sagte er kleinlaut.

Die Stunden vergingen.

Als es Nachmittag war machte sich Vater auf die Suche nach Vincent. Die Klopfgeräusche an den Rohren wiesen ihm den richtigen Weg. Dieser hatte, nachdem er seine Unterrichtsstunden beendet hatte, mit anderen Arbeiten in der großen Halle weiter gemacht. Vincent hatte Handschuhe an und war gerade dabei den großen Leuchter, der die Halle zum Winterfest erhellen sollte, von der Hallendecke mit einem schweren langen Seil langsam herabzulassen, als Vater die große Halle betrat. Er sah seinen Ziehsohn voller Anstrengung und schwitzend. Der Leuchter war vorsichtig von ihm abgesetzt worden. Die Männer drum herum klopften ihm dankend auf die Schulter, lächelten freudig.

Langsam, aber gezielt, ging Vater auf Vincent zu. Dieser stand mit dem Rücken zu ihm, als Vater seine rechte Hand auf Vincents linke Schulter legte, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Verwundert drehte Vincent sich zu ihm und war überrascht über Vaters Anwesenheit. Sichtlich nicht hoch erfreut sah Vincent ihn an, setzte sich halb auf einen nahen stehenden Holztisch, verschränkte seine Arme. Er sagte vorerst kein Wort, wartet ab. Vater hingegen folgte ihm die paar Meter, suchte nach Worten.

Vater: “Können wir reden?”

Vincent: “Ich wüsste nicht worüber, Vater.” blockte er ab. Vater atmete sichtlich tief durch. Es fiel ihm schwer die richtigen Worte zu finden.

Vater: “Aber ich... hättest du nachher etwas Zeit für mich?” Vincent sah an ihm vorbei, haderte mit sich.

Vater: “Ich bitte dich.” Vincents Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. Er blieb weiter regungslos, sah ihn jedoch an. Vincent war noch immer wütend auf Vater. Er konnte und wollte mit ihm nicht reden. Ohne ein weiteres Wort stand er auf, war im Begriff an Vater vorbei zu gehen, als er stehen blieb, ihn nochmals ansah.

Vincent: “Vielleicht bin ich morgen bereit dazu mit dir zu reden, Vater. Nicht heute... schon gar nicht jetzt. Ich habe noch zu tun.” dann ging er einfach und arbeitete weiter. Vater blieb nachdenklich zurück.

Wieder zurück in Vaters Bibliothek wartete Mary bereits auf ihn und war sichtlich gespannt, was Vater bei Vincent erreicht hatte. Doch an seinem Gesichtsausdruck erkannte sie bereits das Dilemma.

Mary: “Und? Wie ist es gelaufen?” Vater setzte sich an seinen Schreibtisch. Ließ seinen Kopf hängen.

Mary: “Habt ihr miteinander geredet?” bohrte sie weiter nach. Vater schüttelte seinen Kopf.

Mary: “Herr Gott noch mal, Jacob... was dann?” Mary wurde ungeduldig.

Vater: “Vincent wollte nicht mit mir reden.” sagte er kurz und knapp.

Mary: “Das kann ich fast nicht glauben, aber… verstehen kann ich ihn.”

Vater: “Ich werde wohl darauf warten müssen bis er dazu bereit ist.” Vater drehte dabei seine Lesebrille hin und her. Mary gesellte sich an seine Seite und leistete ihm bis zum Rest des Abends Gesellschaft.

Vincent wiederum beendete gegen 20 Uhr seine Arbeit. Er war wieder einer der letzten. Völlig fertig, durchgeschwitzt und schmutzig begab er sich in seine Kammer, schnappte sich frische Sachen und Handtücher und ging zum Bade Pool, den er sich mit Vater teilte. Ein Privileg von spezieller Privatsphäre, das nur ihnen beiden vergönnt war. Der Pool wird durch heiße unterirdische Quellen permanent mit sehr warmem Frischwasser versorgt.

Vincent entkleidete sich, machte es sich im Pool bequem. Das warme Wasser hatte auf ihn eine entspannende Wirkung. Er merkte aber auch, dass ihn die viele schwere Arbeit mit nur wenigen Pausen, heut besonders zusetzte. Sein Nacken und seine Schultern waren sehr verspannt, verhärtet, schmerzten. Etwas mühsam seifte er sich ein, befreite sich von allem unangenehmen und wusch seine lange Mähne. Mit dem Rücken zur Poolwand ließ er dann seinen Kopf nach hinten fallen, schloss seine Augen. Seine langen muskulösen Arme ruhten ausgestreckt am Rand des Pools. Kurz driftete er mit seinen Gedanken davon. Der Gedanke an seine Liebste ließ ihn jedoch bald wach werden. Er spürte ihre Vorfreude... Catherine war zu Hause. Ein lächeln huschte über sein Gesicht. Vincent verließ den Pool, trocknete sich so gut er in der Eile konnte, schlüpfte in saubere bequemere Sachen und machte sich auf den Weg zu Catherine.

Es war fast 22 Uhr. Catherine hatte sich ebenfalls geduscht und lockere Kleidung übergezogen. Sie bereitete frischen Tee zu. Träumerisch schmunzelte sie in sich hinein, als sie dabei an den Abend zuvor dachte, wo sie ebenfalls in der Küche war, um Tee zuzubereiten. Den ganzen Tag im Büro musste sie an Vincent denken. Der Gedanke an ihn ließ ihr Herz höher schlagen, in ihrem Bauch kribbelte es.

Völlig in ihren Gedanken versunken, bemerkte Catherine nicht Vincents Ankunft. Er spürte ihre Harmonie bereits, als er auf ihrem Balkon ankam. Leise und ohne ein Geräusch zu machen öffnete er die Terassentüren, trat ein, verschloss diese wieder, legte leise Mantel, Weste und Stiefel ab. Seine Sinne brachten ihn in Richtung Küche, wo er seine Geliebte gedankenverloren am Herd stehen sah. Kurz beobachtete er sie, erforschte genauer ihre Gedanken. Es ließ ihn in sich hinein lächeln. Langsam und leise näherte er sich ihr von hinten, ließ dann sanft seine Hände um ihre Taille gleiten, legte sein Gesicht ihn ihre Halsbeuge und küsste ihre zarte Stelle. Catherine legte ihren Kopf zurück, schloss ihre Augen. Eine Hand umfasste seinen Nacken, die andere Hand stütze sie an der Arbeitsplatte.

Catherine: “Ich hab dich so vermisst.” Vincents Mund wanderte zu ihrem Ohr.

Vincent: “Das habe ich den ganzen Tag über gespürt.”

Catherine: “Wirklich?”

Vincent:” Mmmhh hmm…” raunte es verführerisch tief aus seiner Kehle, während er sie weiter liebkoste.

Catherine: “Und… ähm… was hast du noch gefühlt?”

Vincent: “Das du nicht sonderlich erschrocken oder überrascht warst, als ich dich vorhin ohne Vorwarnung so gefangen genommen habe.” Catherine lächelte.

Catherine: “Weil ich dich erwartet habe. Ich wusste du kommst zu mir.” Sie drehte sich zu ihm um. Er sah müde und geschafft aus. Ihre Arme umfassten seine Hals, ihre Finger berührten zärtlich seine markanten Konturen, zog ihn zu sich herunter, küsste ihn innig.

Catherine: “Bei dir fühle ich mich sicher, mein Schatz. Ich weiß, dass nur du es sein kannst, der mich so berührt, niemand anderes sonst.” Seine Finger glitten durch ihre weichen Haare, spielten verträumt mit ein paar ihrer Strähnen.

Vincent: “Ich liebe dich… von ganzem Herzen.” flüsterte er ihr zu, als sie Stirn an Stirn da standen.

Catherine: “Ich liebe dich auch, Vincent… mit allem was ich bin.” Dieser Liebesschwur wurde mit einem Kuss besiegelt. Vincent sah interessiert an ihr vorbei und schmunzelte.

Catherine: “Was schmunzelst du?” Sein Blick hing an der Teekanne und es erinnerte ihn an den gestrigen Abend. Als sie sich umdrehte und seine Gedanken erriet, musste auch sie lächeln.

Vincent: “Versuchst du für uns zwei Tee zuzubereiten?” kam in einem belustigten Unterton. Sie versuchte Ernst zu antworten, doch gelang es ihr nicht wirklich.

Catherine: “Ja, in der tat. Immerhin bin ich heute weiter gekommen als gestern. Das kochende Wasser hat es schon bis zum Tee in die Teekanne geschafft und ist bald bereit zum trinken.” Sie spielte dabei mit seinem Pullover, blicket ihn verliebt an.

Vincent: “Das hört sich vielversprechend an.” Zustimmend grinste sie ihn an, lag in seinen Armen. Vincent küsste sanft ihre Schläfe, streichelte über ihre Narbe.

Vincent: “Lass mich dir helfen.” Er nahm die beiden Teetassen, während Catherine den Sud durch ein Sieb in eine Thermoskanne goss. Gemeinsam gingen sie ins Wohnzimmer, setzten sich vor den Kamin, stellten Tassen und Kanne beiseite.

Catherine: “Erzähl mir von deinem Tag.” Sie hörte ihn tief durchatmen. Vincent lehnte sich zurück an die Couch, verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf.

Vincent: “Anstrengend, abwechslungsreich, aber sonst gut. Am Vormittag hatte ich 3 Klassen zu unterrichten und am Nachmittag bis zum Abend waren wir in der großen Halle. Der Kronleuchter, der als Hauptlichtquelle dient, musste an massiven Ketten abgelassen werden zur Reinigung, damit die neuen Kerzen darauf befestigt werden können.” Catherine schmiegte sich an seine rechte Seite, ließ ihre Hand über seine große breite Brust, den flachen harten Bauch und wieder zurück gleiten. Sie fühlte seinen festen Muskeln, die Sehnen konnte sie deutlich mit ihren Händen ertasten. Als ihre Hand seinen Nacken erreichte, verfolgten ihre Fingerspitzen einem verhärteten Muskelstrang, der ihm sichtlich weh tat. Sie konnte es in seinem Gesicht und seiner Reaktion heraus erkennen. Besorgt sah sie ihn an, richtete sich auf.

Catherine: “Bist du verletzt?” Vincent nahm seine Arme nach vorn, versuchte seine verspannt schmerzenden Schultern und den Nacken zu lockern.

Vincent: “Nein, ich bin nicht verletzt, nur verspannt. Ich habe es heute wohl etwas übertrieben.” Versuchte er sie zu besänftigen. Er fasste sich mit seiner rechten Hand an die linke Seite seines Nackens und versuchte selbst die Verspannung zu lösen. Catherine setzte sich auf, rutschte an seine andere Seite und übernahm.

Catherine: “Lass mich…” Vincent ergab sich ihr. Ihre Finger fuhren am Kragen entlang, unter seinen Pullover. Sie ertastete seine harten Muskelstränge. An einem bestimmten Punkt wich Vincent langsam von ihr zurück, verzog sein Gesicht, stöhnte leicht, biss die Zähne zusammen. Es war unangenehm.

Catherine: „Zieh deinen Pullover aus. Du scheinst dir an genau dieser Stelle so eine Art Zerrung zugezogen zu haben. Drumherum ist es verhärtet.“

Vincent: „Ja und schmerzt.“ sagte er verbissen. Vincent zog seinen Pullover aus, ließ ihn an Ort und Stelle liegen. Catherine verfolgte das Spiel seiner Muskeln und atmete tief durch. Sie musste sich jetzt auf seine schmerzende Stelle konzentrieren. Ihre Wangen erröteten bei seinem Anblick. Prüfend sah Vincent sie an, schmunzelte und schüttelte leicht seinen Kopf. Unterwürfig blickte Catherine in seine blauen Augen.

Catherine: „Was soll ich machen… du bist nun mal sehr sexy, und mit freiem Oberkörper noch zusätzlich. Hättest du keine Schmerzen, würde ich augenblicklich über dich herfallen.“ kam in einem unterschwellig entschuldigendem Ton.

Vincent: „Ihr Frauen seid ein Buch mit sieben Siegeln. Diese Art und Weise werde ich wohl nie verstehen.“ resignierte er lächelnd.

Catherine: „Ich versuche mich zusammen zureissen… versprochen. Ich möchte dir helfen.“

Vincent: „Mir helfen…“ Vincent nickte leicht grinsend, sah sie herausfordernd an, rutschte etwas nach vorn, damit Catherine sich hinter ihm positionieren konnte. Sie strich seine lange Mähne so zur Seite, dass sie ungehindert an seinen Nacken und Schultern kam. Ihre Hände tasteten seine Nackenmuskulatur, seine Sehnen ab und strichen die Verhärtungen in Richtung Schulterblätter aus. Vincents Kopf war derweil nach vorn gesunken. Er versuchte sich zu entspannen, wiegte seinen Kopf langsam von einer Seite zur anderen. Catherines Hände massierten jetzt beidseitig an den Schultern und den Nacken rauf und runter, ebenso seine Wirbelsäule entlang. Anhand seiner Atmung konnte sie erkennen, wie relaxt er war. Sie platzierte ihre Lippen gezielt auf seinen Schulterblättern, seinen Nacken… küsste mehrfach diese Stellen. Unter ihren Händen und Lippen konnte Catherine fühlen, wie sich seine Muskeln unter seiner Haut bewegten. Vincents Kopf drehte sich zur Seite.

Vincent: „Gehört das auch zur Massage?“ fragte er verführerisch.

Catherine: „Mmhmmm… dient alles zur Heilung.“ hauchte sie.

Vincent: „Ah ja… das dachte ich mir.“ Ihre Hände glitten an seinen Flanken um ihn herum bis zu seinem Brustbein, umkreisten seine feste Brust und schmiegte sich eng an seinen Körper. Seine große rechte Hand legte sich auf ihre linke, umfasste sie zärtlich. Vincent drehte sich zu ihr, stützte sich seitlich mit seinem linken Arm am Boden ab, suchte ihren Blick, ihre Lippen. Wortlos kam sie ihm entgegen. Vincents rechte Hand löste sich von ihr, umfasste sanft ihren Hinterkopf, zog sie zu sich an seine Lippen. Hungrig nahm er sich was er brauchte, gab ihr was sie brauchte. Sie verloren sich ineinander. Nach und nach entledigten sie sich ihrer noch wenig verbliebenen Sachen und tauchten ein in Liebe, Lust und Leidenschaft.

Im Laufe des späten Abends liebten sie sich mehrmals bis in die Nacht hinein. Jeder der beiden Liebenden übernahm mal die Führung ihres Liebesspiels. Irgendwann übermannte sie der Schlaf.

Gegen 2 Uhr früh wachte Vincent auf, trug Catherines ins Bett. Als sie erwachte griff sie sofort nach ihm… er sollte nicht gehen.

Catherine: „Vincent?“ rief sie schlaftrunken nach ihm.

Vincent: „Schhhhh… ich bin hier.“ flüsterte er von der anderen Seite des Bettes, zog sie an sich heran, schlang seinen linken Arm um sie und hielt sie dicht bei sich.

Catherine: „Bleib bei mir, bitte.“ Sie ergriff seine linke Hand. Vincents Herz war von dieser Geste von Glück erfüllt und bettete sein Kinn über ihren Kopf.

Vincent: „Ich bleibe bis zum Morgengrauen, keine Angst.“

Catherine: „Ich liebe dich, mein Schatz.“ Vincent antwortete nicht, sondern zog sie noch fester an sich heran und küsste ihre Schläfe.

Für beide war es ein erholsamer Schlaf.

Wie am Morgen davor, weckte ihn seine innere Uhr gegen 5. Ein paar Minuten verharrte Vincent neben Catherine und ließ den letzten Abend revue passieren. Das Leben kann so süß sein, dachte er bei sich, lächelte in sich hinein. Catherine wurde wach, drehte sich langsam zu ihm, streichelte sein Gesicht, küsste seinen Hals.

Vincent: „Catherine… ich muss…“ weiter kam er nicht. Ihre Hand wanderte von seiner Brust abwärts in Richtung Bauch und weiter, bis sie am Ziel ankam. Sie umfasste seinen stetig wachsenen Schaft und massierte ihn. Vincent lehnte sich zurück in sein Kissen, schloss die Augen.

Catherine: „Guten Morgen…“ flüsterte sie heiser in sein Ohr.

Vincent: „Oh Gott, Catherine… dir auch einen guten Morgen.“ presste er hervor.

Catherine: „Du wolltest dich doch nicht etwa einfach so aus dem Staub machen, oder?“ kam ihr spielerisch verführerisch über ihre Lippen.

Vincent: „Ich traue mich gar nicht dir eine Antwort darauf zu geben.“ gab er ebenso zurück und schmunzelte.

Catherine: „Das hab ich mir gedacht.“ grinste sie siegessicher. Vincent richtete sich seitlich auf, sein Schaft weiterhin in ihrer Hand.

Vincent: „So sehr ich das hier jetzt gern weiterführen möchte, aber es wird gleich hell.“

Catherine: „Dann sollten wir uns beeilen.“ Sie küssten sich hart, verschlangen ihre Zungen miteinander. Vincent bewegte sich zwischen sie, nahm sie sich, wie selbstverständlich. Es wurde ein schnelles, aber intensives Spiel zwischen ihnen.

Gesättigt und glücklich trennten sie sich voneinander, küssten sich. Vincent zog sich rasch an, ging noch einmal zu ihr ans Bett, beugte sich zu ihr hinunter, küsste sie.

Vincent: „Heute ist Freitag. Was hältst du davon, das Wochenende Below zu verbringen?“ Catherine strahlte, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

Catherine: „Ich freu mich drauf. Bis etwa 17 Uhr bin ich im Büro und komme umgehend runter. Ich kann es kaum abwarten.“

Vincent: „Dann sehen wir uns heute Abend. Bring ein paar Sachen mit.“

Catherine: „Mach ich.“ Zum Abschied küssten sie sich und Vincent verschwand in der Morgendämmerung.

Catherine war so aufgeregt, wegen dem vor ihr stehenden Wochenende zusammen mit Vincent, dass sie kein Auge mehr zu bekam. Sie schnappte sich ihre kleine Reisetasche und packte diese fürs Wochenende, noch bevor es in die Arbeit ging.

Gegen 7 Uhr hatte Vincent den bewohnten Teil der Tunnel erreicht, als Rebekka ihm entgegen kam.

Rebekka: „Guten Morgen, großer Bruder. Müsstest du nicht eigentlich aus der anderen Richtung kommen? Und bevor du antwortest… ich war gerade in deiner Kammer, um dich zum Frühstück zu holen… dein Bett war unberührt.“ Vincent stand vor ihr, schmunzelte sie an.

Vincent: „Guten Morgen, Rebekka. Es freut mich das du dich um mich sorgst. Und ja, du hast recht. Wäre ich in meiner Kammer gewesen, käme ich aus deiner Richtung, aber ich komme aus dem Park und dieser liegt nun mal in jener Richtung. Ist die Befragung damit beendet?“ Kritisch musterte sie ihn.

Rebekka: „Hmm… seit du mit Vater aneinander geraten bist, sieht man dich kaum.“

Vincent: „Was soll das Rebekka. Machst du jetzt ein auf Vaterersatz?“ Rebekka verschränkte mürrisch ihre Arme ineinander und erwartete eine Erklärung. Vincent erkannte, dass er so nicht weiter kam.

Vincent: „Ich frühstücke mit euch, gebe Unterricht, nehme mit euch zusammen das Mittagessen ein, Arbeite an den Vorbereitungen für das Winterfest, repariere zwischendurch defekte Rohre mit den anderen, esse mit euch gemeinsam zu Abend. Rebekka, sage mir bitte, warum man mich nicht sehen sollte.“ Sie ließ traurig ihre Arme zur Seite fallen.

Rebekka; „Ich weiß auch nicht, Vincent. Vielleicht liegt es daran, weil du seit dem Streit mit Vater ihm groß möglichst aus dem Weg gehst. Wir fanden dich öfters am Abend bei ihm Schach spielen.“ sie klang verzweifelt.

Vincent: „Überlege mal was du da eben sagtest. Der Streit mit Vater liegt gerade mal 2 Tage zurück. Du klingst als wären es Wochen.“

Rebekka: „Es tut mir leid, Vincent. Das mit Vater und dir hat uns alle ziemlich mitgenommen. Vorallem ich habe damit zu tun, da ich diese Art und Weise mit anhören musste.“

Vincent: „Ich verstehe dich, kleine Schwester. Und es tut mit ebenfalls leid, dass du dies mitbekommen musstest. Es ändert aber nichts an der Tatsache.“

Rebekka: „Ich mache mir Sorgen um dich, Vincent. Ich möchte nicht das du etwas dummes tust, nur weil du wütend auf ihn bist.“ Vincent musste schmunzeln.

Vincent: „Ich kann dich beruhigen, Bekka. Ich werde keine dumme Handlung in Angriff nehmen. Ich bin sauer und enttäuscht, ja… aber es ist kein Grund etwas Dummes zu tun.“

Rebekka: „Okay.“

Vincent: „Lässt du mich jetzt bitte passieren, damit ich mich baden kann, oder muss ich dir hier weiter Rede und Antwort stehen.“ Rebekka lächelte, drückte ihn und ließ ihn des Weges ziehen, als er sich noch einmal zu ihr umdrehte.

Vincent: „Ach… ähm… Bekka?“

Rebekka: „Ja?“

Vincent: „Catherine kommt heute Abend. Sie bleibt übers Wochenende hier runter. Ich dachte ich sag es dir als erstes.“ Rebekkas Augen weiteten sich vor Freude und sie strahlte.

Rebekka: „Darf ich Mary bescheid geben, damit wir die Gästekammer für sie herrichten können?“ Vincent nickte und begab sich in seine Kammer.

Vincents Tag verlief ähnlich wie der letzte. Nachdem er in seiner Kammer ankam, badete er sich und begab sich anschließend zu den anderen in den Speisesaal zum gemeinsamen Frühstück. Dort besprach er während des Essens den Tagesablauf und machte sich mit den anderen an die Arbeit.

Die Zeit verging wie im Fluge. Vincent war so in seine Arbeit vertieft, dass er die Zeit vergaß. Das erkannte er daran, weil er Catherines Vorfreude und ihr Näherkommen spürte. Vincent stoppte seine Arbeit, horchte genauer in sich hinein… Catherine war auf dem Weg zu ihm. Seine Augen suchten die große Halle nach eines der Kinder ab und fand schließlich Samantha und Geoffrey.

Vincent: „Stephen, Anton… könnt ihr kurz ohne mich weiter machen? Ich bin gleich wieder da.“ Die beiden Männer nickten und Vincent begab sich zu den beiden Kids, die unweit von ihm standen.

Vincent: „Sam? Geoffrey? Könnt ihr mir einen Gefallen tun? Es wäre wichtig.“ Interessiert sahen sie ihn mit großen Augen an.

Geoffrey: „Ja klar, Vincent. Wir helfen gern.“ Eifrig nickte auch Sam. Vincent schmunzelte über diesen kindlichen Anblick.

Vincent: „Ich bin schon ziemlich spät dran und möchte meine Arbeit hier beenden, aber Catherine ist auf dem Weg zu uns. Ich werde es nicht recht zeitig schaffen ihr entgegen zu gehen. Mir würde es sehr viel bedeuten, wenn ihr zwei Catherine entgegen gehen würdet, damit sie sich auf dem Weg hier her nicht verläuft. Würdet ihr das für mich tun?“ beide Kinder strahlten über beide Ohren und nickten freudig.

Samantha: „Oh ja, sehr gerne, Vincent. Ich wusste gar nicht, dass Cathy dieses Wochenende bei uns verbringt. Ich bin so aufgeregt und werde sie mit Geoffrey zusammen sicher runter führen.“ Sie freute sich so sehr über Catherines kommen, dass sie Vincent spontan um den Hals fiel. Geoffrey grinste breit.

Geoffrey: „Du kannst dich auf uns verlassen, Vincent. Wir bringen sie wohlbehalten runter.“ Vincent löste sich von Sam, bedankte sich mit einem coolen Handschlag bei Geoffrey.

Vincent: „Ich habe nichts anderes erwartet, Geoffrey.“ Geoffrey lächelte breit und stolz. Die zwei Kinder machten sich umgehend auf dem Weg, um Catherine bereits am Eingang ihres Kellers abzufangen und sie direkt in die bewohnten Tunnel zu geleiten.

Vincent arbeitete unterdessen weiter. Was er angefangen hatte, wollte er unbedingt zu ende bringen. Einfach alles stehen und liegen lassen, das war nicht seine Art, auch wenn es um Catherine ging.

Samantha und Geoffrey beeilten sich. Nach etwa 30 Minuten erreichten sie den Treffpunkt. Freudestrahlend riefen sie ihr entgegen.

Samantha: „Catherine…“ große Freude konnte Catherine heraushören und strahlte selbst übers ganze Gesicht. Schüchtern grinste Geoffrey.

Catherine: „Hey, ihr zwei. Seid ihr meine Leibgarde, die mich unbeschadet begleitet?“ sagte sie voller Freude und umarmte beide Kinder.

Geoffrey: „So ist es. Schön dich zu sehen, Catherine. Vincent hatte uns gebeten, dich sicher durch die Tunnel zu führen. Mit seiner Arbeit in der großen Halle war er noch nicht fertig.“ Gespannt hörte sie ihm zu.

Samantha: „Stimmt es, dass du das Wochenende bei uns verbringst?“ lachend stimmte sie ihr zu. Samantha fiel Catherine vor Freude um den Hals.

Samantha: „Das ist so schön, Catherine. Wir zwei haben vorhin erst von Vincent erfahren das du kommst. Ich bin so aufgeregt.“

Catherine: „Das ist nicht zu übersehen, Sam. Ich bin ebenfalls sehr aufgeregt und freue mich auf euch alle.“

Geoffrey: „Kommt ihr zwei. Sonst werden wir noch als vermisst gemeldet, wenn wir nicht zurück gehen. Lass mich deine Tasche nehmen, Catherine.“ Galant nahm er ihr ihre Reisetasche ab und ging voran. Sam nahm Catherines Hand und führte sie hinter Geoffrey her.

In den bewohnten Tunneln angekommen, geleiteten die beiden Kids Catherine in ihre Gästekammer. Es waren überall Kerzen aufgestellt, ein kleiner Feuerofen loderte und machte es zu einem gemütlichen Ort. Das große Bett war mit vielen großen weichen Kissen bestückt, ebenso ein paar großen kuscheligen Decken. Catherine verstaute ihre mitgebrachten Sachen in einem nahe gelegenen Kleiderschrank. Als sie damit fertig war, machte sie sich auf den Weg zu Rebekka, die in der Kerzenkammer fleißig Kerzen zog. Leise schlich sie hinein. Rebekka war ganz in ihre Arbeit vertieft.

Catherine: „Störe ich?“ Rebekka drehte schnell zu ihr, lächelte breit, ging ihr entgegen und nahm sie in die Arme.

Rebekka: „Oooh ist das schön dich zu sehen. Lass dich drücken. Hab ich dich vermisst.“

Catherine: „Es ist auch für mich schön endlich wieder hier zu sein, Rebekka. Ich habe dich ebenfalls vermisst. Erzähl, wie geht’s dir?“ Die beiden Damen tauschten Neuigkeiten aus und schnatterten ohne Punkt und Komma. Etwas verdutzt sah Rebekka plötzlich drein, sah suchend hinter Catherine.

Rebekka: „Sag mal, wo ist eigentlich dein 2 Meter großer Schatten abgeblieben? Es wundert mich das er nicht schon hinter dir steht.“ Beide Frauen mussten auf einmal laut los lachen über diesen Kommentar. Catherine setzte sich mit Rebekka zusammen an einen Tisch. Breit lachend kam zur Antwort:

Catherine: „Mein 2 Meter großer Schatten, wie du ihn nennst, hat noch Arbeit zu erledigen. Samantha und Geoffrey haben mich abgeholt und hier her gebracht. Wenn Vincent fertig ist, wird er mich sicherlich hier bei dir vermuten.“

Rebekka: „Da hast du wohl recht. Hast du schon zu Abend gegessen?“

Catherine: „Nein, noch nicht. Aber ich muss zugeben, dass mein Magen etwas zum Essen gebrauchen könnte.“

Rebekka: „Dann würde ich sagen, ich beende noch diese Charge an Kerzen und dann gehen wir zusammen zum Essen.“

Catherine: „Au ja. Das klingt traumhaft.“

Catherine weiter: „Weiß eigentlich Vater das ich übers Wochenende hier unten bin?“ kam eher verhalten. Rebekka sah sie ebenso verhalten an, atmete tief durch.

Rebekka: „Da ich mit Mary zusammen die Gästekammer für dich hergerichtet habe, gehe ich mal davon aus, dass sie es ihm gesagt hat. Nun… von Vincent weiß er es ganz sicher nicht!“ Beide sahen zu Boden.

Catherine: „Herrscht zwischen den beiden so richtig Funkstille?“ Rebekka überlegte.

Rebekka: „Das kann man so nicht sagen, Catherine. Ich weiß, das Mary Vater gehörig den Kopf gewaschen hat und er dann erst wirklich verstanden hat, was er mit dieser Aktion angerichtet hatte. Vincent geht ihm aus dem Weg und Vater? Schwer zu sagen… wie ich mitbekommen habe, hat Vater versucht mit Vincent zu reden, aber er blockte ab.“

Catherine: „Au man… wir müssen das irgendwie wieder reparieren, Bekka.“ Rebekka nickte, stimmte ihr zu.

Rebekka: „Geben wir Vincent und Vater noch ein paar Tage. Die zwei müssen gründlich über alles nachdenken. Ich werde mit Mary reden, damit diese Eiszeit bald vorüber ist.“

Catherine: „Lass es uns langsam angehen. Beide sind stur.“

Rebekka: „Das ist wohl wahr, Cathy. Man könnte fast denken, Vincent ist Vaters leiblicher Sohn. Nicht mal Devon ist so stur.“ Beide lachten und beschlossen die Zusammenführung von Vater und Sohn in die Hand zu nehmen.

Gerade als Rebekka die letzte Kerze zu ende zog, trat Vincent ein. Catherine bekam dies erst nicht mit, aber dafür Rebekka und die lächelte ihm entgegen.

Rebekka: „Ah ja… Catherine, dein 2 Meter großer Schatten ist da.“ Abrupt drehte sie sich um. Als ihre Blicke sich trafen mussten sie sich enorm zurück halten. Catherine musste Gott sei dank über Rebekkas Kommentar wieder Lachen, ging auf ihn zu, schlang ihre Arme um seine Taille und drückte ihn. Vincent umschloss sie mit seinen langen Armen, drückte einen leichten Kuss auf ihren Kopf.

Vincent: „Wie ich sehe bist du unbeschadet hier unten angekommen und hast schon eine Menge Spaß.“

Catherine: „Mmhmmm… ja, allerdings. Wir haben schon viel gelacht. Ich hatte außerdem ein paar qualifizierte und hilfsbereite Begleiter.“

Vincent: „So sollte es auch sein.“ Dabei sahen sie sich unentwegt in die Augen. Rebekka spürte das gewisse Knistern zwischen ihnen und fand sich auf einmal fehl am Platz.

Rebekka: „Ich glaube, ich werde euch zwei Turteltäubchen allein lassen. Wir treffen uns beim Essen, ja?“

Vincent: „Wir kommen gleich nach, Bekka.“

Catherine: „Halt uns zwei Plätze frei.“ sagte sie verschmitzt.

Rebekka: „Mach ich, aber lasst euch nicht zu lange Zeit. Hier unten wird man schnell neugierig, misstrauisch und nach euch wird gesucht.“ Sie zwinkerte beiden verschmitzt zu. Vincent musste verlegen schmunzeln, schaute über Catherine hinweg in eine andere Richtung, während Catherine zu Boden schaute, leicht errötete. Rebekka verließ die Kammer. Beide schmunzelten sich nun gegenseitig verlegen an.

Nachdem Rebekka gegangen war, sahen sie sich prüfend in die Augen. Catherine saß der Schalk im Nacken. Breit grinsend ging sie ganz nah an ihn heran. Sie flüsterte…

Catherine: „Ich glaube, je mehr wir versuchen uns zusammen zu reißen, desto eher verraten wir uns. Kann das sein?“ Vincent zog sie noch näher an sich heran. Catherine legte eine Hand an seinen Nacken, als er verführerisch antwortete:

Vincent: „Das scheint in der tat so zu sein. Doch was können wir tun, damit wir nicht vor all dem Publikum in Versuchung geraten, hmm?“

Catherine: „Hmm, lass mich mal nachdenken…“ sie zog ihn zu sich runter, er kam ihr entgegen und nahm hungrig ihren Mund. Catherines Hand hielt ihn fest am Nacken in Position, öffnete ebenfalls hungrig nach ihm ihren Mund und suchte seine Zunge, verlor sich in ihm. Vincents Hand wanderte ihren Rücken hinauf, zum Nacken und ruhte an ihrem Hinterkopf. Seine Finger griffen sanft in Catherines Haare. Nach ein paar Minuten lösten sie sich voneinander, küssten sich immer und immer wieder, bis sich ihre Blicke trafen. Catherine fand als erstes ihre Stimme wieder.

Catherine: „Sieht so aus, als müssten wir des öfteren solch eine Pause einlegen.“

Vincent: „Mmmhh… sehr gern. Die Idee gefällt mir.“ Hauchte er rauchig an ihr Ohr, das ihr umgehend eine Gänsehaut brachte. Sie schloss ihre Augen genoss seine Liebkosungen.

Catherine: „Gott… ich liebe es, wenn du das mit mir machst.“ Vincent ließ seine Zungenspitz leicht an ihrer Halsbeuge gleiten und küsste diese Stellen unentwegt.

Vincent: „Du schmeckst zu gut. Du bist für mich wie eine Droge.“

Catherine: „Das hoffe ich doch, mein Schatz. Schließlich bist du auch meine ganz persönliche Droge. Dich will ich nie mehr missen. Ich freue mich schon auf unsere gemeinsame Nacht. Wie ich schon sagte, es wird aufregend sein.“

Vincent: „Aufregend, ob man uns zusammen in einem Bett erwischt?“ Ihre Augen funkelten. Vincent küsste sie innig. Catherine schmolz dahin. Vincent musste sich von ihr lösen.

Vincent: „Du bist wie ein Magnet. Ich komme von dir nicht los. Lass uns besser zum Abendessen gehen, sonst kommt uns tatsächlich noch irgendjemand auf die Schliche.“

Catherine: „Okay. Ich habe schon einen Bärenhunger.“

Hand in Hand schlenderten sie durch die bewohnten Tunnel und erreichten nach kurzer Zeit den Essenssaal. Am Eingang blieben sie kurz stehen, ließen ihren Blick durch den Raum wandern. Catherine sah Rebekka, die zusammen mit Mary an einem Tisch saß. Rebekkas Augen entdeckten sie ebenfalls und winkte ihr zu.

Rebekka: „Da sind sie ja endlich.“ an Mary gerichtet, die gleich zum Eingang schaute.

Mary: „Die zwei sehen zufrieden aus, meinst du nicht auch?“

Rebekka: „Genau meine Meinung, Mary. Du hättest sie vorhin in der Kerzenkammer sehen sollen. Ich dachte schon das Kerzenwachs schmilzt nur durch die Anwesenheit dieser zwei.“ kam in einem bestimmten Unterton, den Mary sehr wohl verstanden hatte. Diese machte große Augen, während Rebekka lächelte.

Catherine: „Ah, da hinten ist Rebekka.“

Vincent: „Geh schon vor. Ich bringe uns was zum Essen mit.“ Catherine lächelte ihn an und nickte freudig.

Catherine: „Du bist ein Schatz.“ flüsterte sie ihm leise zu, strich seine Hand.

Vincent: „Bis gleich.“

Während Vincent sich zu William begab, um für sich und Catherine das Essen zusammen zu stellen, ging Catherine direkt zu dem Tisch, an dem Rebekka mit Mary saß. Sogleich stand Mary auf und begrüßte Catherine mit einer dicken mütterlichen Umarmung.

Mary: „Willkommen, mein Kind. Schön dich hier zu sehen. Rebekka sagte mir heute früh, dass du übers Wochenende bleibst.“

Catherine: „Ja, das werde ich. Wenn es euch recht ist natürlich.“

Rebekka: „Soll das ein Witz sein? Nachdem wir erfahren haben das du kommst, hat es gerade mal 2 Stunden gedauert bis die Gästekammer absolut bezugsfertig war.“ alle drei lachten.

Mary: „Ich hoffe es ist alles zu deiner Zufriedenheit, Cathy.“

Catherine: „Oh Mary… mehr als das. Ihr habt euch, wie immer, übertroffen. Es ist traumhaft gemütlich. Es wird mir schwer fallen wieder zu gehen, wenn es soweit ist.“ sagte sie traurig.

Mary: „Ach was. Was hältst du davon, wenn du die Kammer permanent belegst?“ fragend sah Catherine die beiden Damen an.

Catherine: „Wie meinst du das, Mary?“

Mary: „Nun ja… ich gehe mal davon aus, dass du… ähm… sicherlich… des öfteren übers Wochenende bleiben wirst. Kann das sein?“ kam sehr geheimnisvoll über ihre Lippen, mit einem gewissen lächeln.

Catherines Wangen erröteten etwas und sah die zwei leicht verunsichert fragend an, als sie Vincent näherkommen sah. Hilfesuchen blickte sie ihm entgegen. Rebekka musste sich ein schelmisches Grinsen verkneifen. So kannte sie Catherine gar nicht. Sie war angenehm überrascht.

Catherine: „Vincent…“ kam erleichtert über ihre Lippen. Ihre Aufregung und Unsicherheit hatte er bereits wahrgenommen.

Wie selbstverständlich setzte er sich neben Catherine auf die gepolsterte Bank. Er versuchte sich neutral zu verhalten, ungeachtet der empfangenen Gefühle. Sie versuchte sogleich das Thema zu wechseln.

Catherine: „Mein Gott… wer soll das bloß alles essen?“ fragte sie scherzhaft, um ihre Unsicherheit gegenüber den beiden anderen Damen zu überspielen. Vincent blieb gelassen, als er antwortete:

Vincent: „Du sagtest, du hast einen Bärenhunger, und da du generell ein schlechter Esser bist, dachte ich mir, in Gesellschaft wirst du sicherlich besser essen.“

Catherine: „Wie könnte ich da nein sagen. Das sieht überwältigend aus. Hunger habe ich wirklich, Danke...“ Sie sah ihn mit diesem gewissen etwas an, das Mary und Rebekka nicht entging. Vincent lächelte sie stumm an und widmete sich seiner Mahlzeit.

Es wurde während des Essens viel geredet. Mary und Rebekka erzählten von den kleinen Kindern, der vielen Arbeit um die Herstellung der Kerzen für das Winterfest. Vincent von der bereits abgeschlossenen und der noch zu erledigenden Arbeit. Catherine hing an ihren Lippen. Für sie war es spannend zuzuhören und vorallem eine willkommene Abwechslung. Sie wusste genau, dass die komplette Tunnelgemeinschaft hart arbeitete, besonders um das Winterfest für alle so unvergesslich wie nur möglich zu gestalten.

Mary: „So ihr Lieben. Es tut mir leid, aber ich muss euch jetzt verlassen. Für mich wird es Zeit die ersten Kinder ins Bett zu bringen.“

Catherine: „Hast du einen bestimmten Ablauf, wenn du die Kinder ins Bett bringst?“

Mary: „Du meinst, um die Rasselbande ohne Murren zum Schlafen zu bewegen?“ Catherine nickte zustimmend.

Mary: „Kinder brauchen Rituale, Catherine. Von daher sind die Abläufe am Abend wichtig und immer gleich. Zuerst werden alle Kinder für die Nacht fertig gemacht… Baden, Zähne putzen, umziehen… anschließend versammeln sich die Kinder und zwei weitere Erwachsene bei einem freiwilligen Gute-Nacht-Geschichten Erzähler. Das dauert gewöhnlich circa 30 bis 45 min.“ Dann sah Mary zu Vincent.

Mary: „Es sei denn Vincent ist an der Reihe und die Kinder wissen das, dann dauert es um ein vielfaches länger. Er schafft es fast immer die Rasselbande sogar zum schlafen zu bringen.“

Catherine sah prüfend zu ihm. Vincent lehnte sich zurück, zuckte mit den Schultern und schmunzelte.

Catherine: „Wieso überrascht mich das nicht?“ gespielt ernst sah er sie an, mit einem gewissen Schalk in seinen Augen, den Rebekka und Mary seit Jahren nicht mehr gesehen haben.

Vincent: „Hmm, nun ja… was soll ich dazu sagen? Ich bin nur der Geschichtenerzähler.“

Rebekka: „Von wegen nur der Geschichtenerzähler… Du Unschuldslämmchen weißt ganz genau, was deine Stimme mit uns allen hier anstellt, sobald du mit dem Lesen anfängst.“ Vincents Augen funkelten freudig und die drei Damen lachten breit.

Catherine: „Wer ist heute der Freiwillige?“

Rebekka: „Heute ist Vater dran.“ Marys Blick wanderte zu Vincent, der versuchte keine negative Reaktion auf seinem Gesicht zu zeigen. Catherine räusperte sich kurz, um vom Thema abzulenken.

Catherine: „Kann ich dir bei den Kindern helfen, Mary?“ ihre Augen strahlten.

Mary: „Sicher, Kind. Sehr gerne. Vorausgesetzt natürlich, Vincent lässt dich gehen.“ sagte sie verhalten und sah beide prüfend an. Catherine sah zu Vincent, beide lächelten sich an.

Vincent: „Warum denn nicht! Was sollte ich dagegen haben? Wir haben das ganze Wochenende, Mary. Und ich weiß, dass Catherine es lieben wird dir bei den Kindern zu helfen.“ Catherines Hand rutsche unauffällig auf seinen Oberschenkel, strich mehrfach drüber, verweilte dort und lächelte ihn an. Rebekka entging dieser Blick nicht.

Mary: „Dann würde ich sagen, wir machen uns auf den Weg, Catherine.“ Während Mary vom ihrem Platz aufstand und ein paar Worte an Rebekka richtete, stand Catherine ebenfalls auf, küsste Vincent auf seine Wange und flüsterte ihm leise ins Ohr:

Catherine: „Wir sehen uns später…“ ihre Blicke trafen sich, als er ihr leise antwortete:

Vincent: „Ja bis später. Sollte ich später nicht in meiner Kammer sein, dann bin ich beim Schwimmen.“

Catherine: „Gut zu wissen.“ Als sie hinter ihm vorbei ging, ließ Catherine ihre Hand über seinen Rücken laufen. Seine Augen verfolgten Catherine bis sie zusammen mit Mary den Essenssaal verließ.

Rebekka musterte ihn und sah ihn nachdenklich an.

Rebekka: „Okay… Was geht hier vor?“

Vincent: „Was meinst du?“ sie beäugte ihn kritisch.

Rebekka: „Du weißt genau was ich meine, großer Bruder.“

Vincent: „Nicht wirklich, erkläre es mir.“

Rebekka: „Zwischen dir und Catherine. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll… zwischen euch beiden hat sich etwas verändert.“ Vincent wich ihrem Blick aus, lehnte sich zurück, atmete unauffällig tief durch und sah sie gespielt fragend an.

Vincent: „Was soll sich zwischen uns verändert haben?“

Rebekka: „Schon allein die Tatsache, dass du mir meine Fragen mit Gegenfragen beantwortest, macht mich stutzig.“ betonte sie besonders.

Vincent: „Bekka… es gibt nichts worüber du dir Sorgen machen müsstest. Catherine und ich… wir… verstehen uns auch ohne Worte. Schon allein unser gemeinsames Band teilt mir mehr mit als sie mir sagt. Wir harmonieren miteinander. Das ist alles.“

Rebekka: „Hmm… das wird es wohl sein. Das zwischen euch beiden alles okay ist habe ich bemerkt, so ist es ja nicht.“ Vincent wurde es langsam zu brenzlich.

Vincent: „Hör zu, Bekka. Während du weiter nachgrübelst, werde ich mich davon stehlen und ein paar Bahnen durch den großen See schwimmen, einverstanden?“

Rebekka: „Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als dich zu entlassen.“

Vincent: „Da bin ich ganz deiner Meinung, kleine Schwester. Bis später.“

Rebekka: „Bis später, du Charmeur.“

Erleichtert machte sich Vincent auf und davon und ließ eine nachdenkliche Rebekka zurück.

`Das ist noch mal gut gegangen. ` dachte er leise bei sich.

Vincent tat was er zu Rebekka sagte. Er ging in seine Kammer, schnappte sich seine Badesachen und begab sich zum See. Er liebte es am Abend im großen See zu schwimmen. Ruhe kehrte in die Tunnel hinein. Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen zogen sich in ihre privaten Räume zurück.

Catherine half derweil Mary mit den Kindern. Den kleinen Kindern beim Baden und Umziehen zu helfen machte ihr großen Spaß. Dabei ging ihr großes Herz noch weiter auf. Vincent spürte ihre Freude, während er seine Bahnen durch den See zog. Im Anschluss begab sich Kindergruppe in Begleitung von Catherine, Mary und Olivia zu Vater, der sich in seiner Kammer aufhielt und bereits wartete. Sichtlich überrascht Catherine zu sehen, begrüßte er sie.

Vater: „Catherine, welch Überraschung, mein Kind. Dich hatte ich gar nicht erwartet.“

Catherine: „Guten Abend, Vater. Ich hatte noch gar keine Gelegenheit zu dir zu kommen, um dich persönlich zu begrüßen. Entschuldige bitte.“

Vater: „Schon gut, mein Kind. Mach dir darüber keine Sorgen. Was verschafft uns die Ehre deines Besuches?“

Catherine: „Ich bleibe dieses Wochenende hier unten. Ich versuche zu helfen wo ich kann. Und wie du siehst… hier sind wir mit allen Kindern und freue mich auf eine Gute-Nacht-Geschichte.“

Vater: „Dann würde ich sagen, macht es euch bequem, kommt zur Ruhe und hört gut zu.“ Im nu wurde es ruhig und gemütlich. Die Kinder setzten sich auf und vor Vaters Bett mit samt vieler zahlreicher Kissen und lauschten seiner Geschichte.

Vater hatte eine wunderbare Art vorzulesen und zog so die Kinder in seinen Bann. Catherines Gedanken schweiften ab und dachte an den Disput, den Vincent mit Vater hatte. Sie konnte es sich nicht erklären, warum es gerade zwischen diesen beiden so weit kommen musste. Vater und Vincent mussten sich zusammen raufen und wieder vertragen und sie wird dazu beitragen. Zuvor jedoch musste sie Vater anhören und ihm auf den Zahn fühlen. Sie musste wissen was ihn dazu trieb, Vincent gegenüber so unfair zu sein, was ihm nicht im geringsten ähnlich sah.

Nach etwa 45min war Vater am Ende der Geschichte angelangt. Einige Kinder waren eingeschlafen, andere wiederum hatten sich ganz nah an Catherine und Mary gekuschelt und mit müde verträumten Augen. Lächelnd brachte Catherine die Kinder zusammen mit Mary in die Schlafräume. Jedes Kind wurde von ihnen zugedeckt, durch die Haare gestreichelt und mit einem Gute-Nacht-Kuss bis zum nächsten Morgen verabschiedet. Das Licht wurde reduziert. An Mary gewandt:

Catherine: „Kann ich kurz mit dir reden, Mary? Ich habe da etwas auf dem Herzen.“ da Catherine ein besorgtes Gesicht machte, sah Mary ebenfalls besorgt drein. Leise flüsterte sie ihr zu:

Mary: „Natürlich Schatz. Komm, lass uns in meine Kammer gehen. Wir wären ungestört. Dort mache ich uns einen schönen Tee.“ Catherine lächelte. Mary war auch für sie wie eine Mutter geworden.

Der Weg in Marys Kammer war nicht weit weg von den Schlafräumen der Kinder. Schweigend gingen die zwei Frauen nebeneinander her.

In Marys Kammer angelangt, wanderte ihr Blick durch den Raum. Dieser war liebevoll eingerichtet mit etlichen Kerzen und Wandteppichen, vielen persönlichen Dingen und diversem Nähzeug. Mary und ein paar andere Frauen waren ebenfalls dafür zuständig, Kleidung zu reparieren oder neu anzupassen oder generell neu zu nähen.

Mary: „Setz dich, Catherine. Mach es dir bequem. Ich brühe uns erst einmal einen wärmenden Tee.“ Die zwei Frauen lächelten sich an, als Catherine an einem nahegelegenen Tisch Platz nahm.

Catherine: „Du hast es richtig gemütlich, Mary.“

Mary: „Danke, das ist lieb von dir, Liebes. Viele Dinge brachte ich mit aus meinem alten Leben, von denen ich mich nicht trennen konnte.“

Catherine: „Seit wann bist du hier unten? Wenn ich fragen darf, natürlich.“ Mary nickte, überlegte und lächelte in sich hinein.

Mary: „Oh daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Vincent war kurz zuvor gefunden und hierher gebracht worden. Das sind im Januar nächsten Jahres 35 Jahre.“

Catherine: „Doch schon so lang? Wow…“

Mary: „Du sagst es… wow… wie die Kinder sagen würden. Am Anfang war es nicht leicht. Hier stand alles am Beginn und keiner wusste so recht, wie wir überleben werden, aber dann vergingen Tage und Wochen und Monate… und nun ja… wie du siehst… Not macht erfinderisch.“

Catherine: „Hm, dass du Vincent von Anfang an begleitet hast wusste ich gar nicht.“ Sie nickte.

Mary: „Ja und er war auch meine Rettung.“

Catherine: „Deine Rettung? Ich denke er war noch ein Baby.“ kam sehr verwundert über ihre Lippen.

Mary nickte traurig lächelnd.

Mary: „Nun… eben, weil er noch ein Baby war, rettete er mich. Du musst wissen, Catherine… wie soll ich sagen… kurz bevor ich her kam bzw hier runter gebracht wurde, hatte ich mein Baby verloren…“ Mary verstummte und sah Catherine abwartend an. Catherine dagegen sah sie erst geschockt an, sah dann zu Boden, atmete tief durch und schüttelte leicht den Kopf.

Catherine: „Oh Mary… es tut mir so leid… das wusste ich nicht. Ich hätte dich nicht fragen dürfen… entschuldige.“ Mary stand sogleich auf und setzte sich direkt neben Catherine, legte ihre Hand auf die von Catherine.

Mary: „Oh Schatz nein, nein… nicht doch. Es ist alles in Ordnung. Erstens konntest du es nicht wissen und außerdem ist es schon ewig her.“

Catherine: „Bist du sicher, Mary? Ich meine… ich weiß nicht wie ich reagieren würde, wenn ich ein Kind verlieren würde. Ob ich darüber sprechen könnte? Es würde mir immer wieder weh tun.“ Mary tätschelte ihre Hand und machte ihr Mut, lächelte sie an.

Mary: „Das Kind, welches ich verlor, war ein Junge, Wir nannten ihn Benjamin.“

Catherine: „Wir? Du meinst…“ Mary nickte.

Mary: „Ich war zu dem Zeitpunkt noch verheiratet, ja. Mein damaliger Ehemann jedoch, war gewalttätig und schlug mich, vorallem, wenn er getrunken hatte. Als unser Sohn geboren wurde hielt er sich zurück und gelobte Besserung. Als Benjamin 2 Monate alt war, hörte er eines nachts auf zu atmen. Ich bemerkte es erst, als ich selbst wach wurde, um ihn zu Stillen. Doch da war es bereits zu spät. Es war der `plötzliche Kindstod`. Ich weiß nicht, ob du davon schon mal gehört hast. Nun… wie dem auch sei… Mein Mann viel daraufhin in ein emotionales Loch und wurde mir gegenüber wieder aggressiv und gewalttätig. Ich verließ ihn, irrte durch die Straßen bis mich ein Helfer ansprach und mich hier her brachte.“

Catherine: „Wer war der Helfer der dich fand? Weißt du das noch?“

Mary: „Das werde ich nie vergessen. Es war Josef, Wincloes Vater. Josef war auf der Suche nach etwas für seine schwangere Frau. Die zwei mussten aus ihrer Wohnung raus, da Josef seinen Job verlor. Als ich unten ankam, nahm mich Jacob als erstes in den Arm. Diese Kammer hier war von Anfang an fertig und wurde mir zugeteilt.“

Catherine: „Wie hast du Vincent kennengelernt?“

Mary: „Ich kümmerte mich gerade um Wincloes schwangere Frau Theresa, als Anna zu uns stieß mit einem weinendem Bündel im Arm. Jacob kam ihr hinterher und sie suchten nach Lösungen, um ihn zu beruhigen.“

Catherine: „Wie alt war Vincent zu dem Zeitpunkt?“

Mary: „Als Anna ihn fand, hatte er noch die Nabelschnur dran und diese war nicht eingetrocknet. Gefunden wurde er am 12. Januar abends. Folglich musste er theoretisch am selben Tag geboren worden sein. Als ich ankam war er seit 2 Tagen hier. Zwei bis drei Tage alt… mehr nicht.“

Catherine: „Oh mein Gott…“

Mary: „Ich stand sofort auf, ging Anna entgegen, nahm ihr das kleine Bündel ab und sah ihn zum ersten mal. Ich hatte mich sofort in ihn verliebt. Er war so winzig und hilflos und weinte. Als ich zu ihm sprach und versuchte ihn zu beruhigen, hörte er tatsächlich kurz auf und sah mich mit seinen Babyblauen Augen fasziniert an.“ beide lächelten. Mary erzählte es ihr so genau, dass Catherine es sich fast bildlich vorstellen konnte.

Catherine: „Ich hätte ihn so gern als Baby gesehen.“ schwärmte sie.

Mary: „Er war wirklich süß und putzig.“ Catherine grinste nun breiter bei diesem Kommentar.

Catherine: „Wie ging es weiter?“

Mary: „Jacob sagte mir, dass Vincent jegliche Ersatznahrung oder Kuhmilch ablehnte und wenn er es trank, dann nicht vertrug. Sie hatten fast alles versucht.“

Catherine: „Fast?“ Mary nickte

Mary: „Ja fast. Bis auf die normale Muttermilch. Und da ich zuvor meinen Sohn verlor, den ich stillte, hatte ich noch ausreichend eigene Muttermilch produziert. Ich zog mich mit ihm zurück, versuchte ihn zu stillen und es funktionierte. Wir brauchten beide ein paar Anläufe bis der normale Babyreflex zum trinken kam, aber er tat es. Von da an war er mein Sohn.“ Catherine hatte Tränen in den Augen, Freudentränen, die ebenfalls zu Mary übergingen.

Catherine: „Ein happy end.“

Mary: „So kann man es sagen, ja. Unser Vincent heißt nicht einfach nur Vincent, sondern Vincent Benjamin Wells. Vincent, weil er vor dem St. Vincents Hospital gefunden wurde… Benjamin, da ich erstens seine Amme und Ersatzmutter bin und groß zog und Wells, da Vater ihn wie seinen eigenen Sohn aufzog. Auch deshalb ist er für uns etwas ganz besonderes, Catherine.“

Catherine: „Vincent Benjamin Wells… Du und Vater habt ihn wie euren eigenen Sohn aufgezogen. Vincent kann sich wirklich glücklich schätzen.“

Mary: „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ihn groß ziehen konnten… und danke, das hast du schön gesagt.“

Catherine: „Und auch so gemeint.“

Mary: „Vincent war ab dann sehr pflegeleicht… in allen Dingen.“ beide lachten glücklich. Nach ein paar Minuten druckste Catherine herum. Mary hatte Tee nachgegossen und sah ihr fragendes Gesicht.

Mary: „Was hast du auf dem Herzen, Kind?“

Catherine: „Mary… was ist zwischen Vater und Vincent zurzeit?“ Mary sah sie resigniert an, schüttelte leicht ihren Kopf.

Mary: „Wenn ich das nur wüsste, Catherine. Wir haben es hier mit zwei sturen Männern zu tun, die beide einen starken Willen und einen ebenso starken Charakter haben.“

Catherine: „Das ist wahr, ja.“

Mary: „Hier geht es um einen älteren Herren, einen Vater, der seinen Sohn nicht gehen lassen kann. Der es nicht akzeptieren kann, dass sein Sohn nicht mehr jeden oder fast jeden Abend mit ihm verbringt. Egal, ob es um Gespräche wie Literatur geht, oder Schach… auch wenn Vater immer am verlieren ist. Er war für ihn immer greifbar. Catherine, Vincent ging bereits, noch bevor er dich traf, für mehrere Tage weg, weil er den Abstand zwischen sich und seinem Vater brauchte. Wenn er in den Park ging oder Vater am Tag danach erfuhr, dass er die Straßen unsicher machte… du kannst es dir nicht im geringsten vorstellen…“ Mary schüttelte nur ihren Kopf, als sie Catherine dabei ansah.

Catherine: „Vater hatte Angst um ihn.“

Mary: „So ist es, ja.“

Catherine: „Ich glaube ich verstehe… denn dann traf er mich, begab sich meinetwegen in Gefahr.“

Mary: „Ihr habt euch vorallem ineinander verliebt. Vater bemerkte diese Veränderung an Vincent. Speziell dann, wenn ihr zusammen wart. Vater sah ihn noch weniger. Aber aus irgendeinem Grund hatte Jacob vor ein paar Tagen einen gewaltigen Fehler gemacht, den er zu spät einsah, aber auch erst dann, nachdem ich ihn zur Rede stellte.“

Catherine: „Was sagte er dazu?“

Mary: „Du weißt worum es ging?“ Catherine druckste herum.

Catherine: „Ja, das tue ich. Vincent kam am selben Abend zu mir und… nun ja… er rückte nur zögerlich mit der Sprache heraus. Er… er war durcheinander und sauer, wütend, enttäuscht.“

Mary: „Und das mit gutem Recht. Ich habe Vater gehörig den Kopf gewaschen. Das kannst du mir glauben. Im Nachhinein, denke ich, hatte er es verstanden. Vincent jedoch, geht ihm aus dem Weg. Er verweigert das Gespräch mit seinem Vater.“ Catherine atmete leicht besorgt tief durch und überlegte.

Catherine: „Wir müssen etwas tun, Mary. Es sind zwar erst ein paar Tage vergangen, aber je länger die zwei es nicht schaffen miteinander zu reden, desto schwieriger wird es.“

Mary: „Du hast recht, Catherine. Wir müssen Vater und Sohn wieder zusammen bringen. Es schmerzt mir im Herzen diese Situation zu sehen.“

Catherine: „Lass uns einen Plan ausarbeiten. Wir zwei müssen zusammenhalten, Mary und unsere beiden sturen Männer miteinander versöhnen.“ Mary lächelte verlegen.

Mary: „Unsere beiden Männer…“

Catherine: „Was ist?“

Mary: „Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht.“ sagte sie verhalten.

Catherine: „Was meinst du?“

Mary: „Jacob und ich kennen uns seit 35 Jahren. Wir dachten nie darüber nach zusammen zu sein, obwohl wir uns verhalten wie ein altes Ehepaar. Und ihr zwei? Du siehst Vincent als deinen Mann?“ verlegen sah Catherine nach unten, nippte an der Teetasse.

Catherine: „Oh ja… er ist mein Mann. Ich liebe Vincent. Das ist kein Geheimnis, oder?“

Mary: „Nein, das ist kein Geheimnis. Das sieht jeder, Catherine. Die Art wie ihr zwei euch anseht und wie ihr miteinander umgeht… das sagt mehr, als tausend Worte.“ Catherine wurde leicht rot.

Catherine: „Du machst mich ganz verlegen, Mary.“ Mary strich ihr mütterlich über die Wange.

Mary: „Das muss es nicht. Ich freue mich für euch.“

Catherine: „Ich sehe ihn wirklich als meine bessere Hälfte, meinen Partner… meinen Mann.“ sagte sie schwärmerisch verträumt.

Mary: „Weiß Vincent das?“ fragte sie vorsichtig lächelnd.

Catherine: „Ich denke schon, ja.“ sagte sie knapp, ohne sich zu verraten. Beide nippten breit grinsend an ihrem Tee.

In dem Moment kam Vincent herein. Seine lange Mähne war noch nicht ganz trocken.

Mary: „Vincent, komm rein, mein Junge. Trinkst du mit uns beiden einen Tee mit?“

Vincent: „Gern, Mary. So lange ich euer Frauengespräch nicht unterbreche?“

Mary: „Ach was, Catherine und ich haben uns wunderbar unterhalten.“ Catherine strahlte ihn von der Seite an.

Catherine: „Oh ja… und ich hoffe auf diverse Wiederholungen, Mary.“

Mary: „Ich hoffe du hast nichts dagegen, Vincent.“ Verdutzt sah er von Mary zu Catherine und sah ebenso fragend aus. Die Damen lächelten.

Vincent: „Überhaupt nicht. Warum sollte ich was dagegen haben? Es ist schön zu sehen, dass ihr zwei euch versteht und gern habt.“

Catherine: „Ich dachte du könntest vielleicht das Gefühl haben zu kurz zukommen, wenn ich Mary mit den Kindern helfe oder Rebekka mit den Kerzen… oder bei einer Damenrunde.“ Sagte sie sanft und himmelte ihn an. Vincent schmunzelte, sah Catherine mit diesem gewissen Blick an, der Mary nicht entging.

Vincent: „Ich bin der Meinung, dass es genau das ist was du brauchst. Wir nehmen uns die Zeit die wir brauchen.“ Catherine gab ihm diesen gewissen Blick zurück, strich sanft über seine Wange und sein Kinn.

Catherine: „Du bist so süß.“ verlegen senkte Vincent seinen Kopf. Catherine grinste breit, Mary stieg mit ein.

Mary: „Das mag er gar nicht…“ flüsterte sie lächelnd. Vincent schüttelte leicht seinen Kopf.

Catherine: „Ich weiß das er es nicht mag, aber es ist wahr und ich ärgere ihn gern damit.“ flüsterte Catherine lächelnd zurück.

Vincent: „So, so… mich ärgern… Ihr zwei habt es wohl gerade auf mich abgesehen, hm? Habt ihr euch abgesprochen?“

Catherine: „Abgesprochen, nein, aber wir sind derselben Meinung, wie wir eben festgestellt haben.“

Vincent: „Das sehe ich... doch bevor das so weiter geht, werde ich euch zwei besser wieder allein lassen.“ Bedrückt sahen ihn die beiden an.

Mary: „Musst du wirklich schon gehen? Trink wenigstens deinen Tee mit uns.“ Er gab sich geschlagen.

Vincent: „In Ordnung, nur bitte keine Gefühlsausbrüche. Dafür bin ich auf der einen Seite zu müde und auf der anderen Seite nicht der richtige Ansprechpartner. Rebekka oder Olivia wären dafür eher geeignet.“ Mary und Catherine nickten schmunzelnd.

Catherine: „Das ist schließlich kein Männerthema… stimmt´s?“ neckte sie ihn frech.

Vincent: „Muss ich darauf noch was sagen?“ fragte er belustigt herausfordernd.

Catherine: „Nein… musst du nicht. Wir wissen Bescheid.“ kam ebenso belustigt zurück. Vincent nickte zustimmend. Beide schmunzelten sich an, hielten ihren Blickkontakt für eine gefühlte Ewigkeit aufrecht. Mary schmolz fast dahin.

Die drei redeten über die kleineren und größeren Kinder, über das bevorstehende Winterfest und diverse andere Dinge. Vincent neigte irgendwann seinen Kopf hin und her, um seinen verspannten Nacken zu lockern. Er wurde langsam müde und konnte dem Gespräch nicht mehr ganz folgen.

Catherine: „Alles okay mit dir?“ Catherine klang besorgt, legte ihre Hand auf seinen Unterarm.

Vincent: „Hm? Ja, ich bin nur müde und scheine gerade meinen Tiefpunkt erreicht zu haben. Ich muss mich nun doch hinlegen, sonst schlafe ich hier im Sitzen ein.“

Mary: „Geht es dir wirklich gut?“ Vincent schmunzelte leicht, stand auf, ging zu Mary, küsste ihren Kopf.

Vincent: „Keine Sorge, Mary. Ich bin wirklich müde und gehe ins Bett. Gute Nacht.“

Mary: „Dann bin ich beruhigt. Gute Nacht, mein Sohn. Bis morgen und schlaf gut.“ an Catherine gerichtet fragte Vincent sanft:

Vincent: „Sehen wir uns noch?“ ihre Augen strahlten und sie nickte.

Catherine: „Versuch mich davon abzuhalten und du wirst kläglich scheitern.“ Über diesen lieblich frechen Kommentar musste er lächeln.

Vincent: „Das Risiko werde ich sicher nicht eingehen. Bis nachher… und lass dir Zeit.“ Er küsste sanft Catherines Scheitel und zog sich zurück.

Catherine: „Okay, das werde ich… bis später.“ und sah ihm verträumt hinterher, atmete tief durch.

Als Vincent gegangen war lächelten sich Mary und Catherine verlegen an. Die Verliebtheit war Catherine anzusehen.

Mary: „Das ist so schön zu sehen.“ sagte sie sehnsüchtig.

Catherine: „Hm? Was meinst du?“ wurde Catherine aus ihrem Traum gerissen.

Mary: „Die Art und Weise wie ihr zwei miteinander umgeht. So harmonisch, ruhig…“ auf einmal grinste Mary breiter.

Catherine: „Mary? Was geht in deinem Kopf vor?“ fragte sie vorsichtig, verdächtig.

Mary: „Halte mich jetzt bitte nicht für verrückt, aber … man könnte fast denken… ich weiß nicht recht wie ich es sagen soll… man könnte fast denken ihr zwei seid miteinander verheiratet.“ Catherine schluckte erst einmal schwer und wurde leicht rot, dennoch hüpfte ihr Herz vor Rührung.

Catherine: „Das ist mehr als nur ein Kompliment, Mary. Danke… Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so verlegen macht.“ Mary nickte lächelnd, tätschelte ihre Hand.

Mary und Catherine redeten noch eine gewisse Zeit miteinander. Die Zeit verging wie im Fluge.

Es war fast Mitternacht, als Catherine Marys Kammer verließ.

Sie ging geradewegs in Richtung Vincents Kammer. Vor seiner Kammer hatte er bereits eine beleuchtete Laterne gestellt. Sein Kammereingang war mit einem dicken Wandteppich verhangen. Leise schob Catherine den Vorhang zur Seite, damit sie hindurchschlüpfen konnte, verschloss den Eingang wieder. In seiner Kammer brannte eine 24 Stunden Kerze. Es war so romantisch, ruhig und gemütlich. Sie konnte genug sehen, um leise ihre Kleider abzulegen und um sich von Vincent unbemerkt einen Pullover überzuziehen. Sanft und leicht wie eine Feder stieg sie über ihn drüber auf die andere Seite des Bettes, schlüpfte unter seine Bettdecke, ganz nah an ihn heran. Er lag auf seiner linken Seite. Catherine streichelte verträumt sanft sein Gesicht, küsste leicht seinen außergewöhnlichen Mund, seine Stirn. Vincent schlief bereits tief und fest und dennoch legte sich seine rechte Hand, wie selbstverständlich, auf Catherines Taille und blieb dort ruhig liegen. Catherine schwebte im 7. Himmel, lächelte glücklich. Sie schlief das erste Mal zusammen mit Vincent in seiner Kammer, in seinem Bett. Wie sehr hatte sie sich dies bereits in ihren wildesten Träumen vorgestellt. Ihre linke Hand ruhte an seiner breiten Brust. Catherine brauchte den körperlichen Kontakt zu ihm. Eigentlich wollte sie so lange es ging wach bleiben, um diesen Moment zu genießen, um ihn bewusst neben sich wahr zu nehmen, doch der Schlaf übermannte sie schnell.

Am nächsten Morgen, es war noch recht früh, erwachte Vincent mit einer süßen Last in seinem linken Arm. Er musste sich erst orientieren und nahm Catherines lieblichen Duft wahr. Sachte kuschelte er sich an sie heran, vergrub sein Gesicht in ihrem weichen Haar, hielt sie sanft. Diese Nähe beruhigte ihn und Vincent schlief wieder ein.

Etwas später erwachte Catherine in Vincents Armen und lächelte glücklich in sich hinein. Es war für sie ein unbeschreibliches Gefühl in seinem Bett, in seinen Armen aufzuwachen. Weder musste er gehen, um vor Sonnenaufgang zu Hause zu sein, noch musste sie in die Arbeit. Langsam, ohne ihn zu wecken drehte sie sich in seine Richtung und sah in sein entspanntes, schlafendes Gesicht. Wie am Abend zuvor streichelte Catherine sanft sein Gesicht, fuhr mit ihren Fingerspitzen seine markanten Gesichtszüge nach, küsste sachte seinen Mund. Langsam kam Vincent zu sich, öffnete müde seinen Augen und sah in wunderschöne grüne Augen, die ihn anstrahlten.

Catherine: „Guten Morgen.“ flüsterte sie, streichelte ihn sanft weiter. Vincent realisierte, dass es kein Traum war.

Vincent: „Guten Morgen. Bist du wirklich gerade hier oder träume ich das?“ Catherine lachte leise, streichelte ihn weiter.

Catherine: „Ich bin tatsächlich hier, mein Schatz.“

Vincent: „Gut…“ Er strich eine Strähne aus ihrem hübschen Gesicht. Catherine schmolz dahin. Mein Gott, dachte sie sich, selbst diese einfache Geste hatte sie sich schon sooft vor Augen geführt und davon geträumt.

Ohne ihre Hände von ihm zu nehmen rutsche sie ganz nah an ihn heran, knabberte verführerisch an seiner weichen Unterlippe. Seine Hand umfasste ihre Taille und zog sie schräg unter sich, als er sich auf seinen linken Unterarm stützte. Ihre beider Lippen fanden sich immer wieder, vertieften ihren Kuss, verloren sich in einander. Catherines Hände schoben sein Schlafoberteil nach oben, den Vincent sich rasch über den Kopf zog und beiseite warf. Den Pullover, den Catherine von Vincent zweckentfremdet hatte, schob Vincent ebenfalls über ihre Hüften, bis unter ihre Brüste, wobei seine rechte Hand ihre nackte weiche Haut suchte, ihre Brüste abwechselnd umfasste, knete, in Besitz nahm, bis auch Catherine diesen über ihren Kopf zog und beiseite legte. Vincent folgte aufmerksam ihre Bewegung.

Vincent: „Das war nicht zufällig mein Shirt?“ murmelte er in ihre Halsbeuge und küsste sie hungrig.

Catherine: „Mhmm… das war mal dein Shirt… jetzt ist es meins.“ gab sie ihm als verführerische Antwort zurück. Vincent hielt kurz inne, sah sie herausfordernd an, doch sie biss sich sexy auf ihre Unterlippe, sah ihn frech spielerisch an und wartete seine Reaktion ab. Bei diesem Anblick konnte er nicht anders, als sich ergeben.

Vincent: „Gott… mit diesem Blick lass ich dir alles durchgehen… und du brauchst von mir keinen Wiederspruch erwarten.“ antwortete er heiser.

Catherine: „Wirklich? Das gut zu wissen. Sag mir, was ich dir als Gegenleistung geben kann.“ sagte sie leidenschaftlich, spielerisch. Vincent stieg in dieses Spiel mit ein und flüsterte hungrig in ihre Lippen.

Vincent: „Ich brauche nur dich. Ich nehme mir von dir was ich brauche… deinen Duft… deinen Geschmack… deine Haut… deinen Mund… deine Zunge… alles an dir brauche ich.“ Bei diesen Worten kam Catherine fast zum Höhepunkt und atmete schwer, griff so fest in seine Mähne, dass er leicht knurrte. Sie spürte seine Erregung an ihrer Seite, strich auffordernd darüber. Vincent schloss vorerst genussvoll seine Augen, sah sie dann begierig an.

Catherine: „Ich gehöre dir… alles an mir gehört dir… nimm mich…“ Und er tat es! Vincents Körper wanderte leckender und knabbernder Weise an ihrem Körper herunter. An ihrer empfindlichsten Stelle angekommen, öffnete sie sich ihm bereitwillig. Vincent kostete von ihrem Saft, ließ seine Lippen und seine Zunge durch ihre Blütenblätter gleiten. Catherine wandte sich unter ihm, streckte ihren Kopf nach hinten, griff rechts und links in die Kissen, stöhnte heftig.

Catherine: „Oh Gott… bitte, bitte… oh Vincent bitte… gleich… oh Gott…” Catherines Höhepunkt ging ihr durch Mark und Bein, sie atmete stoßweise und fühlte sich, als wäre sie aus Gummi. Vincent schmunzelte und war fasziniert von seiner Wirkung auf Catherine.

Vincent: „Mmmhh… du schmeckst so gut… Gott du bist ein Traum von einer Frau.“ kam über seine Lippen, als er sich wieder in Richtung ihrer Brüste bewegte, die Nippel mit seinem Mund umschloss, daran saugte, leicht reizte und weiter zu ihren wartenden Lippen und sich diese wie selbstverständlich nahm.

Vincent: „Du gehörst mir.“ sagte er leise, aber bestimmend mit seiner tiefen kräftigen Stimme, die bei Catherine immer eine Gänsehaut verursachte.

Catherine: „Ja nur dir…“ Catherine bekam fast kein Wort raus. Vincent positionierte sich zwischen sie, hob leicht ihren Oberschenkel an, betrat sie schnell und bewegte sich in ihr besitzergreifend. Ihre Blicke trafen sich. Sie liebte diesen Ausdruck an ihm. Sie liebte seine dominante Seite, konnte davon nicht genug bekommen und gab sich ihm voll und ganz hin. Vincent spürte die abnehmenden, aber noch vorhandenen Kontraktionen in ihrem inneren, die nach und nach wieder zunahmen. Das machte ihn fast verrückt. Sein Gesicht, sein Blick war wild… seine Berührung fordernd… seine Stöße kräftig, besitzergreifend… seine Atmung schnell und schwer. Catherine wölbte sich ihm entgegen, ihre Atmung nahm zu. Sie packte ihn am Genick, passte sich seinem Rhythmus an. Nach ein paar Minuten war sie wieder so weit. Wie ein Feuerwerk überkam es sie. Ein leichtes Knurren kam aus seiner Kehle, als auch Vincent seinen Höhepunkt erreichte und mit einigen weiteren Stößen sich tief in ihr ergoss.

Völlig außer Atem, blieb er weiter zwischen Catherine, stützte sich auf seine Unterarmen ab. Catherine zog ihn zu sich herunter, sodass er seinen Kopf an ihrer Schulter ruhen konnte, während er nach Luft rang, um sich zu beruhigen. Ihre sanften Hände strichen über seinen Rücken, massierten seine festen Schultern, seinen Nacken, seinen Hinterkopf. Ihre Beine hielten ihn weiter umklammert.

Nach weiteren Minuten hatten sie sich beruhigt. Vincents Puls und Atmung normalisierten sich. Er hob seinen Kopf und Catherine zog ihn für einem sanften Kuss an sich heran.

Catherine: „Ich liebe dich…“

Vincent: „Ich liebe dich auch, my Love.“

Catherine: „Keine Nacht mehr ohne dich, bitte. Ich kann das nicht mehr. Ich brauche dich neben mir.“ flüsterte Catherine sehnsüchtig.

Vincent: „Mir geht es ebenso. Ich muss dich in meiner Nähe wissen, besonders nachts.“ Verliebt sah sie ihn an, war kurz davor ein paar Freudentränen zu vergießen.

Catherine: „Diese Worte von dir zu hören, macht mich unendlich glücklich.“ Vincent antwortete nicht darauf, sondern küsste sie innig, legte sich neben sie, nahm sie in seine Arme.

Eine ganze Weile lagen sie so da, kuschelten, flüsterten sich süße Worte zu, küssten sich.

Vincent: „Bist du heute Nacht eigentlich unbemerkt zu mir gekommen?“ Catherine dachte scharf nach.

Catherine: „Ja, ich denke schon. Es sei denn es gibt Wachposten auf dem Weg von Marys Kammer bis zu dir.“

Vincent: „Wachposten, nein… aber Vaters Kammer ist nur ein paar Meter weiter.“

Catherine: „Hmm, dann sollten wir uns überraschen lassen, meinst du nicht auch?“

Vincent: „Selbst wenn er etwas mitbekommen hätte… was soll er dagegen tun? Darauf ansprechen wird er mich ganz sicher nicht.“

Catherine: „Du redest noch immer nicht mit ihm.“ sagte sie ihm direkt, denn sie wusste es von Mary.

Vincent: „So ist es. Besonders erpicht bin ich nicht darauf mich mit ihm zu unterhalten.“ Catherine streichelte seine Brust.

Catherine: „Gib ihm die Chance sich zu erklären… um sich zu entschuldigen.“ Resigniert lehnte sich Vincent zurück auf den Rücken, sah zur Kammerdecke rauf. Catherine folgte ihm, sah nun auf ihn herab, wartete auf eine Reaktion. Er haderte mit sich.

Catherine: „Sieh mich an.“ flüsterte sie zärtlich. Vincent tat worum sie ihn bat und sah sie mit seinen

azurblauen Augen an. Sie strich sanft sein Kinn. Küsste ihn leicht.

Catherine: „Lass dir nicht zu lange Zeit, mein Schatz. Er ist dein Vater… und… auch wenn ihr zwei diesen Disput hattet… er liebt dich. Ich weiß, dass du ihn auch liebst.“

Vincent: „Ich weiß, dass er mich liebt, Catherine. Es ist nur… er hat mich so sehr enttäuscht… diese Art und Weise hatte ich am wenigsten von ihm erwartet. Das muss ich erst einmal verarbeiten.“

Beide sahen sich eine gewisse Zeit an.

Catherine: „Okay. Mir ist nur wichtig, dass ihr zwei wieder miteinander redet.“ Darauf sagte er nichts, sondern nickte, küsste ihre Stirn.

Catherine: „Was hältst du von Frühstück?“ Sie wollte absichtlich das Thema wechseln, worüber er sehr froh war und stieg sofort mit ein.

Vincent: „Gute Idee. Ich bin am verhungern…“ sagte er ironisch, worüber Catherine lächelte und ihn innig küsste.

Vincent: „Es ist nur…, wenn du so weiter machst, dann kommen wir hier heute gar nicht mehr aus meiner Kammer, geschweige denn aus dem Bett.“

Catherine: „Mmhmmm, wäre das so schlimm?“ kam von ihr mit diesem gewissen Augenaufschlag, dem er nicht widerstehen konnte. Vincent richtete sich abrupt seitlich auf, drückte sie sanft, aber bestimmend in die Kissen zurück, beugte sich über sie, hielt sie mit seiner rechten Hand an ihrer linken Pobacke. Catherine verschlug es den Atem bei dieser Aktion. Sein dominanter Blick… unbeschreiblich anziehend. Mit offenen Lippen sah sie ihn abwartend an. Vincent musterte ihren Körper. Seine Augen nahmen jeden Millimeter in ihres wunderschönen Körpers wahr, während seine spitzen Krallen wie ein Hauch über ihre Haut fuhr. Catherine bekam eine Gänsehaut nach der anderen. Es war ein elektrisierendes Gefühl. Catherine schloss ihre Augen, die Lippen weiterhin geöffnet, ihre Atmung beschleunigte sich.

Vincent: „Du bringst mich völlig um den Verstand…“ sagte er heiser.

Catherine: „Was du mit mir machst ist ebenso unbeschreiblich. In deinen Händen fühle ich mich wie flüssiges Wax. Du kannst alles mit mir anstellen… hauptsache du berührst mich… liebst mich… egal wo… egal wann.“

Vincent: „Egal wo und wann?“ blickte er sie schmunzelnd an. Wieder sah sie ihn mit diesem gewissen Blick an und schmunzelte verführerisch.

Catherine: „Mhmm… mit dir immer und überall…“

Vincent: „So so… du überraschst mich immer wieder. Dann nimm dich besser in acht, wenn du das wirklich ernst meinst.“

Catherine: „Oooh ja, und wie ernst ich das meine. Es wird eine riesen Herausforderung für uns beide. Wir haben zwar schon darüber gesprochen, dass es schwierig werden wird, aber ich glaube es wird noch schwieriger für mich meine Hände von dir lassen.“

Vincent: „Glaubst du es geht mir anders? Als du gestern bei Rebekka warst und ich dazu kam… Gott… ich hatte große Mühe dich nicht einfach an mich zu reißen, um dich zu vor ihren Augen zu küssen. Und… von dem anderen, was ich am liebsten mit dir machen wollte, rede ich schon gar nicht.“

Catherine: „Sooo? Was wolltest du denn mit mir machen?“ fragte sie scheinheilig, ließ dabei ihren linken Zeigefinger von seiner Unterlippe bis runter zu seiner Brust gleiten.

Vincent: „Lass mich nachdenken…“ und küsste sie schritt für schritt. „Als erstes hätte ich dich Stück für Stück ausgezogen…“

Catherine: „Mhmm… und dann?“

Vincent: „Dann… hätte ich dich an mich gezogen… dich so hochgehoben, dass du deine Beine um mich herum schlingst…“ küsste ihren Hals.

Catherine: „Und weiter?“ hauchte sie.

Vincent: „Dann hätte ich dich geliebt… direkt an der nächstgelegenen Wand.“ Vincent küsste sie hart und innig, kam zwischen sie, vereinigte sich mit Catherine und sie liebten sich leidenschaftlich.

Eine Stunde später zwangen sich die beiden Liebenden nur schwerlich aus dem Bett. Immer und immer wieder küssten sie sich, konnten nicht voneinander los lassen.

Vincent: „Wir sollten uns jetzt wirklich anziehen. Unsere Abwesenheit ist mit sicherheit bereits bemerkt worden.“

Catherine: „Du meinst, man wird uns suchen kommen?“

Vincent: „Das könnte durchaus passieren.“

Catherine: „Dann sollte ich schnell in meine Kammer gehen, mich frisch machen und umziehen.“ Vincent: „Auch wenn mir das missfällt, aber… das halte ich für sinnvoll.“

Catherine: „Treffen wir uns beim Frühstück?“ Sie zog sich rasch an, nahm den Rest unter den Arm.

Vincent: „Ja…“ Catherine ging noch einmal zu ihm, küsste ihn zum Abschied.

Catherine: „Bis nachher…“ hauchte sie

Vincent: „Bis später beim Frühstück.“ Als sie die Kammer verließ, sah er ihr sehnsüchtig hinterher und schmunzelte.

Vincent kam als erstes im Speisesaal an.

William: „Vincent… Guten Morgen, mein Junge. Du bist spät dran heute. Aber nach der harten Woche ist es kein Wunder. Es freut mich das du dir endlich Zeit für dich selber nimmt.“ Vincent lächelte ihm leicht entgegen. William füllte seinen Teller mit Rührei, Speck, Obst und frisch gebackenem Brot.

Vincent: „Guten Morgen, William. Ja, die Woche war nicht leicht. Die kleine Auszeit am Wochenende tut wirklich gut. William, dieses Wochenende haben wir hier einen Esser mehr… Catherine verbringt die Tage hier.“

William: „Ah ja gut zu wissen. Ich werde sie mit einplanen. Danke fürs Bescheid sagen. Lass es dir schmecken, Vincent.“

Vincent: „Du bist Gold wert. Danke William.“ William wurde verlegen, schmunzelte.

Gerade als Vincent an einem Tisch platz nahm an dem Cullen saß, kam Catherine mit Olivia, Kanin und klein Luke herein, die sie unterwegs traf, um ebenfalls zu frühstücken. Ihrer beider Blicke trafen sich, hielten kurz einander fest. Seine Augen folgten ihr.

Zusammen mit Olivia, Kanin und Luke… und mit vollgepackten Tellern… begaben sie sich zu Cullen und Vincent an den Tisch, die sich bereits angeregt unterhielten.

Olivia: „Guten Morgen, ihr zwei.“ Die zwei Männer blickten auf.

Vincent: „Guten Morgen, ihr vier. Kommt und setzt euch zu uns.“ sagte er sanft.

Cullen: „Auch von mir einen guten Morgen. Catherine, welch Überraschung. Ich wusste gar nicht das du hier bist.“

Catherine: „Seit gestern Abend bin ich unten. Ich freue mich auch hier zu sein. Das war schon längst überfällig.“

Olivia: „Das ist wohl wahr. Wir dachten schon, dass ihr zwei euch vielleicht getrennt haben könntet.“ fragend sahen Vincent und Catherine zu Olivia, die umgehend schuldbewusst drein sah.

Vincent: „Getrennt… wie kommt ihr denn auf solch eine Idee?“

Olivia: „Nun ja… ist so ein Frauenthema.“ beschwichtigte sie verlegen.

Vincent: „Frauenthema… Du hättest fragen können, oder?“

Olivia: „Ja stimmt. Ich bin jedenfalls heil froh, dass Catherine hier ist. Wir haben dich vermisst.“

Catherine: „Das hast du schön gesagt, danke.“

Olivia: „Wir machen heute Abend so eine Art `Mädchenrunde`.“ sagte sie hinter vorgehaltener Hand zu Catherine, die hellhörig wurde.

Catherine: „Mädchenrunde klingt interessant.“ gab sie ebenfalls interessiert zurück.

Olivia: „Mhmm… wir reden über typische Frauensachen, wie Kochen, Backen, Kinder, Schwangerschaft und … speziell über unsere Männer.“ Vincents Kopf wandte sich umgehend von Cullen zu Olivia und prompt sah er fragend Catherine an, die breit lachen musste über sein geschocktes Gesicht. Vincent wollte gerade protestieren, als Olivia ihre Hand hob, um ihn sofort in Wort und Tat zu stoppen. Gespielt unschuldig, aber triumphierend schmunzelnd und zugleich herausfordernd, lehnte sich Olivia zu ihm vor. Catherine beobachtete diese Konversation zwischen Olivia und Vincent mit großem Interesse. Sie musste dennoch versuchen nicht zu sehr zu Lachen.

Olivia: „Vincent… egal was du jetzt sagst oder gedenkst zu tun… es bringt nichts… da musst du durch. Ihr Männer müsst da alle durch und habt keine Wahl.“ Olivia stellte ihn damit vor vollendete Tatsachen. Hilfe suchend sah er zu Catherine, die ihn versuchte mit ihrem Blick zu trösten. Sie hatte Mitleid mit ihm. Vincent ließ seinen Kopf resigniert nach vorn fallen, atmete tief durch und ergab sich seinem Schicksal.

Vincent: „Mir bleibt wohl nichts anderes übrig.“ Olivia und Catherine strahlten bis über beide Ohren, schüttelten stumm ihre hübschen Köpfe. Cullen bemerkte, dass er irgendwie das Thema wechseln musste.

Cullen: „Tja… also, wenn ich eure Teller so sehe, dann habt ihr alle unbändigen Hunger. Besonders Luke scheint es außerordentlich zu schmecken. An diesem Tisch seid ihr genau richtig.“ Alle drum herum lachten über Cullens Äußerungen.

Kanin: „Habe ich da vorhin etwas von einem verbesserten Sicherheitssystem gehört?“ Kanin klinkte sich sofort in die Gesprächsrunde mit Vincent und Cullen ein, welches sehr umfangreich wurde, wobei Olivia und Catherine sich zusammen um Luke kümmerten. Catherine half Olivia Luke zu Füttern und lachte seelig. Gelegentlich trafen sich die Blicke von Catherine und Vincent, da sie sich dieses Mal schräg gegenüber saßen. Luke saß bei Catherine auf dem Oberschenkel und schien sich sichtlich wohl zu fühlen. Er spielte mit ihren Fingern, ihren langen weichen Haarsträhnen, tatschte ihr unbeholfen ins Gesicht. Vincent beobachtete die zwei für eine kurze Zeit intensiv, hielt teilweise an ihrem Blick fest. Sie wurde verlegen, als ob sie wusste was er ahnte.

Das Frühstück zog sich sehr in die Länge, denn die Männer vertieften ihr Gespräch immer mehr. Die Frauen bewegten sich irgendwann fast lautlos davon. Olivia nahm Catherine mit zu sich in ihre Familienkammer und sie sprachen über so viele Dinge, speziell über Kinder.

Olivia: „Du kannst gut mit Kindern umgehen, Catherine.“ Catherine musste breit lachen.

Catherine: „Ich liebe Kinder.“

Olivia: „Dann solltet ihr zwei mal langsam darüber nachdenken.“ Verdutzt sah Catherine zu Olivia, die prompt lächelte.

Olivia: „Catherine… wir sind nicht blind.“ flüsterte sie ihr zu.

Catherine: „Was meinst du?“ fragte sie vorsichtig und schmunzelte etwas.

Olivia: „Es ist genau dieser Blick, wenn es um Vincent geht.“ verlegen sah sie zu Luke, der vor ihr auf dem Boden saß und spielte.

Olivia: „Genau das habe ich gemeint. Catherine… was sich zwischen dir und Vincent entwickelt hat erfüllt uns alle mit größter Freude. Ihr habt es beide verdient.“

Catherine: „Ich liebe ihn, Olivia.“

Olivia: „Vincent liebt dich ebenfalls. Wenn man euch zusammen sieht, dann ist das offensichtlich.“ Catherine: „Wirklich? Das haben wir gar nicht bemerkt.“

Olivia: „Wie denn auch… ihr habt nur Augen für einander.“ Beide lachten laut.

Catherine: „In seiner Nähe fühle ich mich geborgen, sicher und vorallem geliebt.“

Olivia: „Wünschst du dir Kinder?“ Catherine sah sie abwartend an und grinste breit, aber verlegen.

Catherine: „Ja, das tue ich. Sehr sogar.“

Olivia: „Was hindert dich daran?“

Catherine: „Wir haben über dieses Thema noch nicht eingehend gesprochen. Zwar kurz angeschnitten, aber nicht mehr.“ sagte sie kleinlaut.

Olivia: „Vincent kann sehr gut mit Kindern. Er hat ein Gespür für diese seltsamen Wesen.“

Catherine: „Seltsame Wesen? Ich bin überrascht dies von dir zu hören.“

Olivia: „Du glaubst gar nicht wie seltsam. Wenn sie so da sitzen und spielen und gute Laune haben, dann ist es ein Traum, aber wehe dem… dieses kleine Menschlein hat Hunger oder es passt nicht so wie er es will, dann wird solch ein kleiner Mensch zu einem süßen kleinen Monster.“ Catherines Augen weiteten sich, sie lachte.

Catherine: „Oooh das… das ist sicher sehr nervenaufreibend.“

Olivia: „Auf jeden Fall. Kanin sucht dann jedes mal das Weite und kommt erst wieder, wenn der Krach rum ist und er seinen braven Sohn im Arm halten kann. Vincent dagegen scheint immer genau zu wissen was mit ihm los ist. Er hat irgendwie einen speziellen Sinn für Kinder.“

Catherine: „Das er gut mit Kindern umgehen kann, habe ich schon mehrfach mitbekommen. Die Kinder lieben ihn.“

Olivia: „Durch seine ruhige, sanfte und ausgeglichene Art und Weise schafft er es im Handumdrehen. Er wäre ein toller Vater.“ Catherines Augen strahlten sie an und pflichtete Olivia bei.

Catherine: „Ja… ja das wäre er. Ich hoffe das er diesen Part irgendwann übernehmen wird. Ich wäre unsagbar glücklich und vorallem stolz.“ kam sehnsüchtig über ihre Lippen. Olivia nahm Catherine in ihre Arme. Dann gingen sie mit Luke zu Mary, die sich um die verwaisten Kinder kümmerte und verbrachten dort viel Zeit.

Viel zu schnell waren der Vormittag und der Nachmittag vorbei, den Catherine mit den Frauen und den Kindern verbrachte. Von den Männern jedoch, war weit und breit nichts zu hören oder zu sehen. Die Verbesserung des Sicherheitssystems hatte sie so sehr beschäftigt, dass sie sich alles an Ort und Stelle ansehen und weiter besprechen mussten.

Gegen frühem Abend kamen Cullen, Kanin und Vincent von ihren Exkursionen zurück. Da sie unsagbar verschmutzt waren, badeten sie in den heißen Quellen. Mit frischen Sachen am Laib trennten sich ihre Wege, bis es Zeit zum Abendessen war.

In der Zwischenzeit holte Rebekka Catherine ab, um ihr zu zeigen wie man Kerzen herstellt. Die beiden jungen Damen hatten immens viel Spaß, lachten und benahmen sich wie zwei Schwestern. Vincent ging derweil durch die Gänge auf der Suche nach Catherine. Ihr gemeinsames Band sagte ihm, dass es ihr unsagbar gut ging, sie Spaß hatte, glücklich war. Er lächelte verstohlen in sich hinein. Mary kam ihm entgegen. Hob ihre Arme, drückte ihn mütterlich.

Mary: „Vincent… es ist schön, dass du wieder da bist. Und? Wart ihr erfolgreich?“

Vincent: „In der Tat, ja. Es würde uns eine Menge Arbeit ersparen, wenn wir diese neue Idee umsetzen würden.“

Mary: „Das hört sich vielversprechend an. Catherine hatte übrigens viel Spaß.“  Vincent lächelte leicht.

Vincent: „Ich bin gerade auf der Suche nach ihr.“

Mary: „Sie ist bei Rebekka. Eigentlich müsstest du die beiden bald hören.“ auch Mary lächelte freudig. Fragend sah er sie an.

Vincent: „Du meinst, die zwei sind nicht zu überhören?“

Mary: „So ist es. Man könnte denken, die beiden sind Schwestern. Es ist so schön zu sehen. Rebekka habe ich ewig nicht so freudig und ausgelassen erlebt. Catherine und Rebekka liegen auf der selben Wellenlänge, würde ich sagen.“

Vincent: „Das habe ich auch schon festgestellt. Danke Mary. Sehen wir uns später beim Abendessen?“ Mary nickte.

Mary: „Ich halte euch einen Platz an meinem Tisch frei.“

Vincent ging weiter den gut beleuchteten Gang entlang. Der intensive Duft von Kerzenwachs stieg ihm in die Nase. Er war schon ganz nah, als er Frauengelächter hörte, dessen Stimmen er sofort erkannte. Als er den Eingang passierte, verhielt er sich völlig ruhig. Vincent kam langsam näher, setzte sich auf Tischkante eines massiven Holztisches und beobachtete die zwei bei ihrer Arbeit.

Nach ein paar Minuten sah Rebekka auf und entdeckte Vincent, der entspannt schmunzelte. Catherine jedoch war so sehr in ihre Arbeit vertieft, das sie ihn erst nicht mitbekam.

Rebekka: „Sag mal, großer Bruder, beobachtest du uns schon lange?“ fragte sie freudig. Erst jetzt sah auch Catherine sich um, bis sie ihn auf einem Tisch sitzend entdeckte.

Vincent: „Es ist mir immer eine wahre Freude euch bei der Arbeit zuzusehen.“ Gab er ebenso mit seiner sanften tiefen Stimme zurück. Beide Frauen sahen sich lächelnd an.

Catherine: „Du hättest dich ruhig bemerkbar machen können.“ schmunzelte sie ihm verlegen zu.

Vincent: „Um mir diesen Anblick entgehen lassen? Niemals…“ sagte er herausfordernd. Frech sahen Catherine und Rebekka ihn an.

Rebekka: „Du bist ein Charmeur, weißt du das? Dir kann man noch nicht einmal böse sein. Sieh ihn dir genau an, Catherine. Das gewisse Etwas an ihm bewahrt ihn immer wieder vor Konsequenzen.“ Vincent wurde leicht verlegen und dies spiegelte sich in seinen Augen wieder. Catherine lachte laut auf, ließ alles stehen und liegen, ging zu ihm an den Tisch. Vincent stand auf nahm sie in den Arm, drückte sie. Catherine umklammerte ihn und flüsterte:

Catherine: „Schön das du da bist. Du hast mir gefehlt.“

Vincent: „Wirklich? Nachdem was ich so alles gehört habe, hattest du eine Menge Spaß.“ Catherine kuschelte sich an seine breite Brust, grinste.

Catherine: „Ich hatte sogar sehr viel Spaß und heute Abend bin ich bei einer `Mädchenrunde`.“

Rebekka: „Tja Vincent… sieht schlecht aus für dich. Wir haben heute mehr von Catherine als du.“ Catherine und Vincent sahen sich an und da war es wieder… dieser besondere Blick zwischen ihnen beiden.

Rebekka: „Oh mein Gott… ihr zwei seid das absolute Traumpaar.“ verdutzt sahen beide zu Rebekka.

Rebekka: „Jetzt schaut mich nicht so fragend an. Meint ihr etwa das merkt keiner? Nun ja, wir Frauen merken was zwischen euch beiden läuft. Die Männer sind blind… wie immer.“ Beim letzten Satz sah Vincent gespielt ärgerlich drein, doch Catherine lachte wieder laut auf, legte ihre Hand beschwichtigend auf seine Brust.

Rebekka: „Nichts für ungut, Vincent. Nicht alle Männer sind so, ich weiß, aber die meisten.“

Vincent: „Bekka… du warst bis jetzt meine Lieblingsschwester.“ Vincent im gespielten Ernst. Catherine war noch immer an Vincents rechtem Arm, streichelte so seinen Rücken, das Rebekka es nicht mitbekam. Sie versuchte ihn spielerisch zu beschwichtigen.

Rebekka: „Vincent… du bist nun mal ein Mann. Diese Sache ist genetisch bedingt. Und ein Großteil der Männer ist nun mal blind, um diese Dinge wahrzunehmen. Das ist Frauensache, stimmts Cathy?“ Vincent sah zu Catherine herab, die ihm mitleidig zunickte und Rebekka damit Recht gab.

Catherine: „Da muss ich Rebekka wohl recht geben, mein Schatz.“ Plötzlich wurde Rebekka hellhörig.

Rebekka: „Schatz? Ähm… gibt es etwas das ich übersehen habe oder wissen müsste?“ abwartend und prüfend sah Vincent in Catherines Augen, die sich über ihren Fehler bewusst wurde. Fragend sah sie ihn an.

Vincent: „Catherine? Gibt es etwas das Rebekka wissen müsste?“ fragte er sie scheinheilich.

Catherine: „Nun… ich weiß nicht recht was du meinst.“ kam sehr zurückhaltend.

Rebekka: „Okay ihr zwei… was ist hier los?“ Vincent suchte für seine Augen einen Fluchtpunkt, sah an Catherine vorbei, um auch Rebekkas Blick nicht zu kreuzen. Er atmete tief durch.

Rebekka: „Ich lasse euch nicht eher gehen bis ihr mir sagt was los ist.“

Vincent: „Nichts ist los, Rebekka. Mach dir keine Sorgen.“

Rebekka: „Ich mache mir um euch keine Sorgen, das ist es ja. Es ist da etwas zwischen euch… ich weiß, Vincent… ich sagte dir heute früh bereits, dass sich etwas verändert hat.“ fragend sah Catherine zu Vincent.

Catherine: „In wie weit verändert?“  Rebekka grinst beide triumphierend an.

Rebekka: „Jetzt hab ich euch beide! Genau wie Vincent, beantwortest du mir meine Fragen mit Gegenfragen, Cathy.“ Die zwei Angesprochenen sahen sich abwartend an. Catherine nickte ihm lieb schmunzelnd zu.

Catherine: „Gut… du hast gewonnen, Rebekka.“

Vincent: „Wir wollten eigentlich etwas bestimmtes für eine Weile geheim halten.“

Rebekka: „Bist du schwanger, Catherine?“ breit grinsend sahen sich die drei an.

Catherine: „Nein, Rebekka, ich bin nicht schwanger. Noch nicht jedenfalls, aber… es wird sicherlich…irgendwann soweit sein.“ da sah sie gezielt zu Vincent rauf.

Vincent: „Lass es uns einfach hinter uns bringen.“ kam eher zärtlich, aber bestimmend. Catherine streckte sich zu ihm rauf, Vincent zu ihr runter, umfasste Catherines Nacken und küsste sie vor Rebekkas Augen. Immer und immer wieder trafen sich ihre Lippen, bis sie sich schließlich voneinander trennten, anlächelten und zu Rebekka rüber sahen, die mit offenem Mund da stand.

Vincent: „Nun, du weiß es jetzt. Wir möchten dies noch nicht publik machen.“

Catherine: „Könntest du es bitte für dich behalten?“ sentimental angeschlagen nickte Rebekkas und fand nach ein paar Minuten ihre Sprache wieder.

Rebekka: „Ja, ich werde es für mich behalten. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich für euch zwei freue. Ihr habt es verdient, alle beide.“ Catherine schlang ihre Arme um Vincents Taille, legte ihren Kopf an seine Brust. Vincent küsste ihren Kopf.

Catherine: „Danke…“

Rebekka: „Ich bin gespannt, wann ihr die Bombe platzen lasst.“

Vincent: „Kommt Zeit, kommt Rat.“

Catherine: „Lasst uns zum Abendessen gehen. Ich habe Hunger. Und so wie ich dich kenne, mein Schatz, du ebenfalls.“ Vincent nickte entschuldigend, als Catherine ihre Hand über seinen Magen gleiten ließ. Rebekka schmunzelte Catherine und Vincent entgegen.

Rebekka: „Mein Magen knurrt ebenfalls. William wird sicherlich wieder etwas feines gezaubert haben.“

Hand in Hand gingen Catherine und Vincent zusammen mit Rebekka zum Abendessen.

Bereits am Eingang des Essenssaals lösten sich ihre Hände. Catherine und Rebekka gingen voraus.

Mary wartete bereits am Tisch auf die Dreiergruppe.

Mary: „Guten Abend, ihr drei. Kommt, setzt euch zu mir.“

Catherine: „Hallo Mary. Du scheinst auf uns gewartet zu haben.“

Mary: „So ist es. Vincent war gerade auf der Suche nach dir, als ich ihn traf und ihm sagte, dass ich euch Plätze freihalten werde.“

Kanin und Olivia kamen mit Luke ebenfalls an den Tisch. Es wurde viel geredet und gelacht. Kanins Blick schweifte durch den Saal und entdeckte Vater, der sich von William das Tablett mit seinem Essen bringen ließ. Dieser steuerte geradewegs auf den Tisch zu, an Vincent und die anderen saßen.

Mary: „Jacob, schön dich zu sehen. Komm setz dich.“ Die anderen am Tisch begrüßten ihn ebenfalls, doch Vincent blieb ruhig. Er verfolgte Vater fast emotionslos mit seinen Augen und widmete sich wieder seinem Essen.

Vater: „Es ist schön euch alle zusammen an einem Tisch sitzen zu sehen.“ Und sah dabei verstohlen zu Vincent hinüber, der sich jedoch nicht für Vaters Worte interessierte. Um die Situation aufzulockern, ergriffen die Frauen das Wort und erzählten ihm vom arbeitsreichen Tag mit den Kindern. Er erfuhr auch, dass Catherine allen unter die Arme griff und half wo sie nur konnte. Catherines Augen strahlten, als sie ihr erlebtes kund tat. Vincent wurde allmählich lockerer, als Catherine, Mary und Rebekka ihn absichtlich in die Gespräche mit einbezogen. Ihm blieb keine andere Wahl. Vater wagte vor den anderen am Tisch einen direkten Schritt in Richtung Vincent. Er hoffte, das dieser ihn nicht wieder weg stieß oder einfach ging.

Vater: „Vincent… ich habe von der Exkursion gehört, die du heute mit Cullen, Kanin und Mouse unternommen hast. Wart ihr erfolgreich?“ Vincent lehnte sich tief einatmend zurück. Catherines Hand schob sich unauffällig auf seinen Oberschenkel, um ihn zu beruhigen.

Vincent: „Erfolgreich waren wir, ja.“ kam kurz und knapp von ihm.

Vater: „Ist das irgendwo in den Karten verzeichnet, damit ich mir das ansehen kann?“

Vincent: „Nein, sind sie nicht. Wir werden in den nächsten Tagen noch einmal dorthin gehen, um die Karten zu vervollständigen. Erst dann können wir eine genaue Planung in Angriff nehmen.“

Vater: „Gut, gut… das hört sich vielversprechend an.“

Kurz hielten Vater und Sohn ihren Blickkontakt aufrecht. Verstohlene Blicke huschten von einem zum anderen.

Mary: „Catherine, du bist hoffentlich heute Abend mit bei unserer Mädchenrunde mit dabei.“

Catherine: „Das werde ich mir nicht entgehen lassen, Mary.“

Mary: „Oh schön, ich freue mich. Das wird ein toller Abend. Wir haben jedes Mal eine Menge Spaß.“

Rebekka: „Oh ja… der Spaß kommt nie zu kurz und es gibt immer was zu Lachen.“

Olivia: „Ohne Männer kann man viel besser über Frauenkram reden.“

Es wurde noch eine Weile am Tisch gegessen und geredet, bis sich die Gruppe auflöste.

Catherine und Vincent gingen nach dem Essen in seine Kammer. Sie schoben den dicken Wandteppich vor den Eingang, legten sich aufs Bett und kuschelten. Sie lag in seinem linken Arm, ihre linke Hand ruhte auf seiner Brust und streichelte ihn.

Catherine: „Es freut mich, dass du mit Vater geredet hast.“ Seine linke Hand kraulte ihren Rücken.

Vincent: „Hatte ich eine Wahl?“

Catherine: „Ich denke mal, er wollte unbedingt mit dir reden. Du fehlst ihm, hatte ich das Gefühl.“ Vincent atmete mehrfach tief durch, wurde leicht unruhig. Catherine setzte sich auf, um ihn genau ansehen zu können, musterte ihn.

Catherine: „Gib ihm eine Chance…“ hauchte sie, strich über seine Brust. Angestrengt sah er sie an.

Vincent: „Die hat er heute bekommen.“ kam eher tonlos über seine Lippen.

Catherine: „Wie lange willst du ihn zappeln lassen?“ Vincent antwortete nicht, wich ihrem Blick aus.

Catherine: „Vater ständig aus dem Weg zu gehen, mein Schatz… ist auf die Dauer nicht machbar. Ich weiß, dass du sauer auf ihn bist… du hast auch guten Grund dazu, aber…“ sie brachte Vincent dazu sie endlich anzusehen.

Catherine: „… er ist und bleibt dein Vater. Du kannst ihm das nicht ewig nachtragen. Sicher wird es nicht mehr so sein, wie vor dem Disput… dennoch tut es euch beiden gut, wenn ihr wieder einen Anfang finden würdet.“

Vincent: „Wir werden sehen. Lass uns bitte das Thema wechseln.“

Catherine: „Okay… ich gehe gleich zu meinem ersten Mädchenabend.“

Vincent: „Das wird auf der einen Seite nicht einfach werden.“

Catherine: „Ohne mich zu verraten?“ schmunzelnd nickte er.

Catherine: „Ich werde mich dezent zurück halten… nun ja… ich versuche es zumindest… ohjee… glaubst du ich schaffe das?“

Vincent: „Das werde ich morgen sehen oder hören oder was auch immer… ich lasse mich überraschen, was du heute Abend alles von uns erzählen wirst.“ Catherine ließ ihre Stirn gegen seine Brust fallen, er küsste ihr Haar, kraulte ihren Hinterkopf. Dann sah sie zu ihm. Seine azurblauen Augen leuchteten im Kerzenlicht. Catherine schmolz dahin.

Catherine: „Was hältst du davon, wenn du in meiner Kammer auf mich wartest bis ich wieder komme?“

Vincent: „In deiner Kammer?“

Catherine: „Mhmm…“ kam verführerisch schmunzelnd

Vincent: „Zu welchem Zweck?“ kam ebenso verlockend zurück.

Catherine: „Ich dachte mir, du könntest vielleicht mit mir die Nacht dort verbringen.“

Vincent: „Wir zwei zusammen in deiner Kammer? Ob das gut geht?“ sagte er verführerisch und küsste sie sanft.

Catherine: „Mmmm, wir dürfen uns eben nicht erwischen lassen… oder…“ küsste sie ihn leidenschaftlich zurück.

Vincent: „Oder?“

Catherine: „… zu laut sein…“

Vincent: „Nun… wer hier laut ist, darüber lässt sich streiten. Ich liebe es deine… leidenschaftlichen Laute zu hören, wenn wir uns lieben.“ Vertiefte er seinen Kuss, das ihr fast die Luft weg blieb.

Catherine: „Ich liebe es, wenn du mich dazu bringst diese Laute in mir hervorzurufen.“

Vincent: „Ist das so?“ gespielt fragend. Catherine antwortete ihm, indem sie sich auf den Rücken legte, ihn mit sich zog, ihn an den Kragen seiner Weste packte, um diese von seinen breiten Schultern runter zu ziehen. Vincent half ihr dabei sie abzulegen, ohne von ihrer Seite zu weichen.

Vincent: „Wann triffst du dich mit den anderen?“

Catherine: „Um 8… wir haben noch etwas Zeit.“ sagte sie schwer atmend und heiser.

Vincent: „Ja etwas…“

Catherine: „Ich will dich jetzt… ich will dich schnell…“ sie verschlangen sich ineinander.

Die zwei Liebenden gaben sich einander hin. Es wurde ein schnelles `Stelldichein`… schnell und intensiv. Von ihren Gefühlen überwältigt genossen sie jede Sekunde, bevor Catherine sich von ihm trennen musste. Während sie aus dem Bett glitt und sich anzog, verfolgte Vincent jeden ihrer Bewegung. Dann ging sie zu ihm, setzte sich an den Rand des Bettes, küsste ihn innig.

Catherine: „Wir sehen uns später.“

Vincent: „Bis später in deiner Kammer.“

Catherine: „Ich kann es kaum erwarten dich dort zu verführen.“

Vincent: „Mich verführen… so, so…abwarten.“ breit grinsend entfernte sie sich von ihm und verließ seine Kammer. Vincent lehnte sich derweil zurück in die Kissen, ließ die letzte halbe Stunde revue passieren. Nach ein paar Minuten schnappte er sich seine Badesachen, ging zum großen See, zog dort seine Bahnen und relaxte im Anschluss im privaten heißen Pool.

Catherine wurde derweil von Rebekka erwartet. Zusammen gingen sie in Richtung der Familienkammern und trafen dabei auf Olivia, Lena, Lana und Mary. Die Tunnelfrauen hatten sich eine separate kleine Kammer nur für sich selbst eingerichtet, wo sie ungestört reden konnten. Als Catherine und die anderen den Raum betraten, nahm es ihr fast den Atem. Überall waren Kerzen. Kleine und große, dicke und dünne. Drei große weiche Sofas, dick gepolsterte Sessel. Auf dem Boden waren dicke Teppiche ausgebreitet mit diversen Kissen. Feuer wurde in drei Holzöfen gemacht, wobei es mollig warm wurde. Das Knistern des Holzes war sehr beruhigend und es duftete nach Tee und Gebäck. Catherine kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Es war ein Traum.

Rebekka: „Catherine? Alles okay? “ sie strahlte.

Catherine: “Es ist traumhaft schön hier. Ich bin gerade etwas überwältigt.“

Lena: „Willkommen, Catherine. Du siehst genauso überrascht aus wie ich, als ich das erste Mal her kam.“

Catherine: „Hey Lena. Schön dich zu sehen. Ja, du hast recht. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“

Mary: „Das freut uns, Catherine. Du bist schließlich eine von uns.“ Catherine wurde leicht rot, sah verlegen lächelnd zu Mary.

Catherine: „Danke, Mary. Das hast du schön gesagt. Mein Gott, mir kommen gleich die Tränen.“

Rebekka: „Besser nicht, sonst steht dein 2 Meter Schatten im Eingang und nimmt dich Postwendend wieder mit.“ Catherine musste darüber so herzhaft lachen, dass es die anderen ansteckte und laut mit lachten.

Catherine: „Das könnte durchaus passieren.“ grinste sie weiter.

Die Frauen nahmen sich Tee und Gebäck, verteilten sich auf Sofa, Sessel oder in die Kissen auf dem Teppich. Es wurde eine lustige Runde. Um es Catherine leichter zu machen sich einzugewöhnen, erzählte jede der Frauen ihre Lebensgeschichte. Catherine war sehr überrascht und auch geschockt, als sie von den jeweiligen Schicksalen hörte. Als Catherine an der Reihe war, klebten die Frauen buchstäblich an ihren Lippen. Es war nicht nur der Überfall und die etlichen Schnittwunden, die ihr zugefügt wurden, sondern auch wie Catherine von Vincent gefunden und gerettet wurde, wie sie sich kennen und lieben gelernt haben. Sie musste nur höllisch aufpassen, dass sie sich nicht verriet, was ihren derzeitigen Beziehungsstand anging.

Die Zeit verging viel zu schnell. Auf einmal war es fast Mitternacht. Den meisten vielen fast die Augen zu und gähnten, doch wollte keiner den Anfang machen. Mary nahm sich ein Herz und begann mit dem Auflösen der fröhlichen Damenrunde.

Mary: „So, meine Damen. Da es Mitternacht ist, werde ich mich zurück ziehen und meinen alten Knochen und Gelenken etwas Ruhe gönnen.“ Es gab zwar sanfte Proteste, aber nach und nach willigte eine nach der anderen ebenfalls ein.

Catherine: „Vielen Dank für den schönen Abend. Ich habe es wirklich genossen.“

Olivia: „Du bist jederzeit herzlich Willkommen, Catherine.“

Rebekka: „Ja, das ist wahr. Du gehörst zu uns. Wir sind eine Familie. Für uns bist du unsere Schwester.“

Catherine: „Oh Rebekka… ich fange gleich an zu heulen.“ gegenseitig nahmen sie sich in den Arm.

Rebekka: „Besser nicht… ich bin sehr nahe am Wasser gebaut und fange an, wenn du anfängst.“ Lachend verließen sie die Kammer und begaben sich in ihre eigene private Kammer.

Verträumt lächelnd ging Catherine auf ihre Kammer zu. Sie dachte bereits intensiv an Vincent. Ob er in ihrer Kammer auf sie warten würde? Nach einer weiteren Biegung im Gang wusste sie es genauer. Der Eingang war tatsächlich verdeckt und eine große, beleuchtete Laterne stand davor. Ihr Gesicht fing an zu strahlen, ihr Herz klopfte vor lauter Erwartung. Langsam schob sie den schweren Vorhang beiseite, schlupfte leise hindurch.

Vincent saß mit dem Rücken zum Eingang in einem großen Ohrensessel. Er hatte auf einen nahestehenden Stuhl die Füße hoch gelegt, stützte seinen Kopf mit seiner linken Hand am Tisch ab und las in einem Buch. Das leise Rascheln am Eingang hatte Vincent natürlich vernommen. Sein feines Gehör ließ ihn nie im stich. Anmerken ließ er sich jedoch nichts. Leise schmunzelte er in sich hinein und wartete ab. Nachdem er Catherine wahrnahm versuchte er sich auf den geschriebenen Text zu konzentrieren, doch dies war gar nicht so einfach. Ihr Näherkommen spürte er, fühlte er… bis sie direkt hinter ihm stand. Langsam und ganz zart bewegte sie sich an seine rechte Seite, aber zeigte sich ihm nicht. Catherines rechte Hand legte sich auf Vincents rechte Schulter, glitt unter zärtlichen Druck in Richtung Hals, in die Öffnung seines Leinenhemdes entlang, welches für ihn ungewöhnlich weit offen stand. Ihre Hand wanderte weiter zu seiner warmen, breiten, festen, muskulösen Brust. Mit ihren Fingernägeln fuhr sie durch sein feines kurzes Brusthaar, schmiegte sich an ihn heran, küsste seine Schläfe, atmete seinen Duft ein. Vincent ließ sein Buch langsam auf den Tisch gleiten, legte es dort ab, lehnte sich zurück und hielt seine Augen vorerst geschlossen. Catherine setzte sich auf die Armlehne zu seiner rechten, sodass sie ihm zugewandt war. Vincent sah sie abwartend an, während sie sein Leinenhemd Knopf für Knopf immer weiter öffnete. Sein rechter Arm umfasste ihre Oberschenkel, hielt sie an ihren Hüften, übte leichten Druck auf, massierte gezielt ihre linke Pobacke. Ihre Hände wanderten von seiner Brust zum Hals, Nacken, Hinterkopf und hielt ihre Hände fest in seiner Mähne, zog seinen Kopf an ihre Brust heran. Vincent atmete intensiv ihren Duft ein, öffnete leicht seinen Mund. Catherine spürte seinen warmen Atem an ihrer Kehle, ließ ihren Kopf nach hinten fallen, um ihm ungehinderten Zugang zu ihrem Hals zu ermöglichen, den er umgehend in seinen Besitz nahm, erkundete, liebkoste, knabberte, seine Zungenspitze darüber gleiten ließ, um sie zu schmecken. Als Vincent an ihr Ohr kam, packte er sie kräftiger an ihrer Hüfte, flüsterte ihr aus tiefster Kehle zu…

Vincent: „Zieh dich aus.“ Eine Gänsehaut kroch über Catherines Haut. Diese Situation war so elektrisierend, so erotisch. In ihrem Bauch kribbelte es vor Aufregung. Ihre Blicke trafen sich. Catherines Wangen waren gerötet, ihr Puls raste, ihre Atmung war erregend. Sie fühlte sich wie ein schüchternes Schulmädchen vor ihrer ersten Nacht mit einem Mann. Vincents Gesichtsausdruck war eher herausfordernd, verlockend, abwartend. Seine Augen verrieten ihr, dass er sie wollte. Langsam stand Catherine auf, stellte sich vor ihn und entledigte sich Stück für Stück ihrer Kleidung. Er verfolgte still und ohne jedwede Regung jede ihrer Bewegungen. Nackt stand sie nun vor ihm. Vincents Augen musterten jeden Millimeter ihres zarten Köpers. Schüchtern sah sie seinem Blick entgegen und wartete auf irgendeine Reaktion.

Vincent: „Komm her zu mir…“ sagte er mit fester und tiefer Stimme. Catherines Lippen öffneten sich vor Erregung, trat an ihn heran. Er klang dominierend, fast arrogant. Vincent nahm mit seiner rechten ihre linke Hand, zog sie näher an sich heran. Sein rechtes Bein kam zwischen sie, zog sie noch näher an sich ran. Er richtete sich auf, umfasste ihre Pobacken, presste sein Gesicht zwischen ihre Brüste, atmete tief ihren Duft ein. Catherine durchfuhr immer wieder mit ihren Fingern seine dichte Mähne, griff fest hinein, bis er leicht knurrte. Sein Mund umschloss ihre harten Nippel, saugte dran, ließ die Zunge drum herum gleiten, knabberte dran, nahm ihre Brust weit in den Mund und widmete sich deren Zwilling. Die Laute, die von ihr kamen, erregten ihn. Seine Hände glitten ihren Körper gezielter entlang.

Vincent: „Setz dich auf mich…“ knurrte er erregt, atmete schwer und zeigte ihr den Weg, indem seine linke Hand ihre rechte Kniekehle erreichte und diese zu seiner linken Seite zog. Catherine sollte sich ritt links auf seinen Schoß setzen… und sie tat es. Ihre feuchte Mitte war direkt vor ihm, machte ihn fast verrückt, doch ließ er es sich nicht anmerken. Sein Blick war wild… Gott wie sie es liebte ihn so zu sehen. Fast ungestüm öffnete Catherine sein bereits sehr weit geöffnetes Leinenhemd, zog den Rest des Hemdes aus seiner Hose. Sie wollte sich sofort an seinem Hosenknopf zu schaffen machen, doch seine Hände ergriffen im selben Moment ihre.

Vincent: „Nein…“ Vincent war der Dominante… er ließ ihre Hände nicht los, schob sie hinter ihren Rücken, umfasste ihre beiden Handgelenke mit seiner linken Hand, sah sie eindringlich an.

Catherine: „Ich gehöre dir…“ wimmerte Catherine. Sie rutschte noch weiter an ihn heran, bis sie Stirn an Stirn beieinander saßen, sich gierig küssten, ihre Zungen sich ineinander verschlangen, heftig atmeten. Catherine packte Vincents Unterlippe mit ihren Zähnen, hielt ihn fest bis er sich von ihr befreien konnte. Böse lächelnd sah sie ihn verführerisch an. Vincent antwortete ihr mit einem leichten Knurren, mit einem Blitzen in seinen Augen. Catherine versuchte in einem Moment der Unachtsamkeit ihre Hände befreien, aber Vincent griff sachte nach, schüttelte leicht schmunzelnd seinen Kopf.

Vincent: „So schnell entkommst du mir nicht.“ sagte er herausfordernd verführerisch.

Catherine: „Das werden wir gleich sehen.“ kam im selben Tonfall von ihr zurück und sie räkelte sich nackt vor ihm. Sein Mund küsste gierig ihre Wange, knabberte am Unterkiefer bis zur Halsbeuge und zur Schulter. Sie bewegte sich erotisch elegant auf seinem Schoß, reizte seine stetig wachsene Mitte, die Catherine deutlich unter sich spürte. Ihre reizenden Bewegungen waren fast zu viel für ihn. Er atmete deutlich schwerer, nahm den Duft ihrer Erregung wahr… er musste kurz inne halten. Diesen Augenblick nutze Catherine, um sich langsam von seinen Händen zu lösen, ergriff energisch sein Kinn mit ihrer rechten, küsste ihn hart. Stürmisch fegte sie sein bereits offenes Leinenhemd beiseite, legte Hand an seinen Hosenknopf und sah ihn eindringlich an.

Catherine: „Ich will dich… ich brauche dich… jetzt, Vincent… bitte…“ bettelte sie atemlos. Vincent gab sich geschlagen, lehnte sich zurück, überließ ihr den nächsten Schritt… sah ihre zarten Finger… endlich konnte sie ihm den Druck nehmen.

Größtenteils befreit von störendem Stoff, beobachtete er, wie sich Catherines Unterleib gegen seinen geschwollenen Phallus rieb. Sie bewegte sich exotisch gegen seine große, feste und dicke Männlichkeit… massierte ihn mit ganzer Hand, drückte ihn an ihren Bauch, fühlte seine pulsierenden Adern.

Catherine: „Gott… schon der bloße Gedanke daran, dass du gleich in mir sein wirst, bringt mich zum Höhepunkt.“

Vincent: „Wenn du so weiter machst, kann ich mich nicht mehr zurück halten.“

Catherine: „Dann lass mich nicht warten.“ Vincent packte sie umgehend kräftig um ihre Taille und am Oberschenkel, hob sie kurz an, zog sie an sich, positionierte sie über seiner erigierten Männlichkeit.

Vincent: „Lass mich in dich… ich muss dich nehmen…“ Er wartete ihr Antwort nicht ab, sondern ließ sie auf seinen Schaft gleiten, bewegte sich ihr entgegen, drückte sie weiter zu sich nach unten, bis sie ihn vollständig umschloss. Beide waren fasziniert von der Tatsache, welche Wirkung sie aufeinander haben. Catherine schloss kurz ihre Augen, atmete tief durch, versuchte sich zu konzentrieren, bevor sie sich auf ihm bewegen konnte. Sie war zu sehr erregt.

Catherine: „Ich halte nicht lang durch. Es muss schnell sein, Vincent.“ bettelte Catherine. Vincent verstand sofort, passte sich ihr an.

Vincent: „Beweg dich auf mir…“ beide atmeten schnell und stoßweise. Das gemeinsame Vorspiel hatte sie zu sehr erregt. Vincent stützte ihren Rücken, rockte unter ihr, dass es ihnen fast die Luft nahm. Nach ein paar intensiven Stößen gelangten sie einer nach dem anderen zum Höhepunkt und brachen aufeinander zusammen. Vincents Hände strichen zärtlich über ihren nackten Rücken.

Nach ein paar Minuten der Beruhigung sahen sie sich verliebt lächelnd an, küssten sich verträumt langsam immer und immer wieder. Vincents Finger angelten mit etwas Mühe sein Hemd vom Boden, um Catherines Rücken damit abzudecken. Für ein paar weitere Minuten genossen die beiden das stille Zusammensein, bevor sie sich ins kuschelig weiche Bett verkrochen. Bis zum Morgen schliefen sie eng beieinander tief und fest.

Der Sonntag ging vorbei wie im Fluge. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Bett, verbrachten Catherine und Vincent die letzten Stunden teils am großen See mit Schwimmen, teils mit Lesen am Wasserfall. Von den anderen hielten sie sich eher fern, um ungestört die gemeinsame Zeit zu verbringen, bevor der Alltag sie am nächsten Tag wieder hatte. Catherine blieb in der Nacht von Sonntag auf Montag bei Vincent. Ganz in der früh wurde sie von Vincent sanft geweckt, damit sie genügend Zeit hatte sich in ihrem Apartment für die Arbeit fertig zu machen. Vincent ging ebenso seiner Arbeit nach und dachte noch sehr an die letzten gemeinsamen Tage mit seiner Liebsten.

Ende Teil 1

Fortsetzung folgt
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast