Scherben - Shawn Mendes

von MissLisi
OneshotDrama, Freundschaft / P12
OC (Own Character) Shawn Peter Raul Mendes
30.05.2019
30.05.2019
1
929
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
30.05.2019 929
 
PoV Ellie

Ich war geschockt, was ich da sah.
Er stand mit dem Rücken zu mir, nur in Boxershorts bekleidet. Sein Rücken war breit und muskulös, doch diese schrecklichen, tiefen Striemen auf der Haut zerstörten das perfekte Bild. Wo hat er die her? Er war in letzter Zeit so ruhig, fast ängstlich und immer so müde. Sobald man etwas Falsches sagte oder machte, wurde er wütend, so kannte ich ihn nicht. Er wollte nicht mehr, dass jemand mit zu ihm nach Hause kam. Bei Berührungen zuckte er zusammen. Nur auf der Bühne erkannte ich den alten Shawn den ich so liebte. Ob sein Verhalten etwas mit den Verletzungen zu tun hatte?
Ich bekam Angst... Angst um ihn.
Ich konnte mich kein Zentimeter bewegen, sah ihn einfach nur an, wie er sich die Zähne vor den großen Spiegel putzte.

PoV Shawn

Müde putzte ich meine Zähne. Ich hing fast im Waschbecken, ich hatte einfach keine Kraft mehr...
Als ich mich aufrichten sah ich Ellie im Spiegel. Ihre Augen waren geweitet und sie rührte sich nicht. Langsam drehte ich mich zu ihr um, doch ihr Blick ging durch mich hindurch. Sie sah in den Spiegel. Mein Rücken.
Ich würde wütend und ballte meine Hände zu Fäusten, wusste nicht, warum es mich so wütend machte. Ich fühlte mich so verletzlich. Es sollte doch niemand sehen... Warum hab ich nur vergessen diese verdammte Tür abzuschließen, dass mach ich doch sonst auch immer. Immer, wenn ich mich sicher fühlen wollte. Doch was war diesmal anders, dass ich die Tür nicht verschlossen hatte? Ja, sie! Sie war hier, bei mir zu Hause, wo schon ewig keiner meiner Freunde war, weil ich Angst um sie hatte...nein, ich hatte Angst um mich, dass sie es herausfinden was dieser Arsch mir antut. Aber sie ließ mich Sicherheit fühlen.

Tränen brannten mir in den Augen. Ich schrie Ellie an, sie solle verschwinden, doch sie rührte sich nicht. Ich fing an alles mögliche nach ihr zu werfen. Meine Zahnbürste, Zahnpasta, eine Bürste, selbst meinen Rasierer doch sie rührte sich einfach nicht, dabei sollte sie mich nicht so sehen.

Mittlerweile liefen mir die Tränen über die Wangen. Es reichte mir einfach. Ich nahm die Seifenschale und knallte sie gegen den großen Wandspiegel. Dieser befriedigende Knall ließ meine Wut explodieren. Ich sah, wie die Scherben wie glitzernder Schnee auf den Boden rieselte. Meine Hände entspannten sich wieder. Fahrig wischte ich über mein Gesicht. Ich sah wieder auf. Ellie stand noch immer da. Ich Blick zeigte Mitgefühl und Angst. Auch sie weinte. Ich sah wieder zu Boden. Überall lagen Scherben, ich hatte keine Ahnung wie ich hier wieder wegkommen sollte, ohne meine Füße zu zerschneiden.

Vorsichtig ließ ich mich auf den Boden gleiten und zog meine Beine an die Brust. Meine Augen waren geschlossen, als ich das Knirschen von den Scherben hörte. Eine zierliche Hand legte sich vorsichtig auf meine. Sie sagte nichts, saß einfach neben mir und hielt meine Hand.

PoV Ellie

Wir saßen da, umgeben von Scherben. Es tat weh ihn so zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erhob ich meine Stimme: "Woher?", fragte ich ihn. Alles, was ich hörte, war ein schiefen. Ich lehnte mein Kopf gegen seine Schulter. Seine Haut war so warm an meiner Schläfe. Kurz darauf lehnte er auch sein Kopf an meinem. "Es tut mir leid...", flüsterte er. Ich nickte leicht. Natürlich tat es ihm leid.

Er seufzte. "Es ist erst seit kurzem so. Ich weiß nicht woran es liegt, aber es tut so weh.", erzählte er. Ich wusste nicht, von wem er redet. "Er hat seinen Job verloren. Es wäre doch überhaupt kein Problem. Ich verstehe es einfach nicht.", nuschelt er vor sich hin. Da wurde mir klar, dass er von seinem Vater redet. Ich war fassungslos. Das hatte ich mir nie gedacht. "Warum hast du nichts gesagt?", frag ich ihn.
"Ich fühle mich so schlecht. Ich will ihn nicht weh tun."
Ich sage ihn geschockt an. Er will ihm nicht weh tun, obwohl er ihn schlägt?
"Er hat sich auch entschuldigt." Fügte Shawn noch hinzu.
Ich atme kurz durch, um nicht laut zu werden. "Shawn, das entschuldigt gar nichts! Er verletzt dich. Das darf er nicht, auch wenn er gerade eine schwere Zeit durch macht.", versuchte ich so ruhig wie möglich zu antworten.

Wir schwiegen eine Weile. "Kannst du mir helfen?", fragte er mich. Ich nickte, dann stand ich auf und reichte ihm meine Hand. Er ergriff sie und ich zog ihn mit Schwung hoch. Plötzlich stand er dicht vor mir und sah mich an. "Danke", hauchte er und zog mich in eine Umarmung, die mich fast zerquetschte. Aber es war doch selbst verständlich, schließlich war ich seine beste Freundin.

PoV Shawn

Ich konnte nicht anders und musste sie Umarmen, ihre Wärme spüren, ihren unverwechselbaren Duft ein atmen. Sie war meine Sicherheit, die ich brauchte. Ich war endlich bereit, nach 3 Monaten Hilfe anzunehmen.

-4 Wochen später-
Momentan bin ich wieder auf Tour. Ellie begleitet mich. Das alles hat uns noch mehr zusammen geschweißt. Wir hatten mit meiner Familie geredet und es wird jeden Tag besser. Wir haben eine Therapie angefangen und einen neuen Job hat er auch gefunden. Ich bin echt glücklich. Zum Glück hab ich das beste Mädchen der Welt immer an meiner Seite.
__________________________
Hey mal was kurzes von mir.
Die Kurzgeschichte "Scherben von Marlene Röder" hat mich dabei inspiriert während ich meine Deutsch Prüfung geschrieben hab

Es wird wahrscheinlich noch eine Fortsetzung geben. Mit meeeeehr Love

LG MissLisi