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Die schwarze Katze

von Tigi
GeschichteKrimi / P16
30.05.2019
25.08.2020
30
36.452
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30.12.2019 605
 
Seufzend musterte er denn Mann vor sich.
Villeicht war es schon das zweite Opfer und das in so kurzer Zeit.
Es kamm ihn vor als ob es immer mehr Morde wurden.
Als wäre die Gesellschaft von heute gewaltbereiter und grausamer.
Villeicht aber wurde er nur auf seine alten Tage müde.
Und er war alt das wusste er, nicht das es ihn die Menschen ins Gesicht gesagt hätten oder zumindest nicht oft.
Aber er merkte es, wenn er in den Spiegel sah an den grauen Hatten und den Falten um seine Augen und  auf der Stirn.
Auch wenn er nur eine Treppe hinaufgehen musste spürte er seine alten Knochen.

Der Gedanke an den Ruhestand freute ihn, er hatte zwar gelesen das Männer sich oft an ihre Arbeit klammerten konnte das aber nicht verstehen.
Villeicht lag es auch nur an seiner Arbeit.

Momentan lag seine Arbeit wortwörtlich vor ihn.
Kalt, verbrannt und absolut tot.
Und auch sehr unangenehm zumindest für ihn der andere war ja tot.

Als Gerichtsmediziner hatte man es eben nicht  leicht.
Mit gerunzelter Stirn dachte er darüber nach warum er Gerichtsmediziener geworden war.
Verblendung, Dummheit und natürlich auch Geld hatten eine Rolle gespielt.
Und jetzt war er hier, ach wäre er doch nur Chirurg geworden oder Hausarzt.
Die Taten wenigstens noch etwas für ihre Patienten.
Und er?
Er schnippelte sie auf, bevor sie beerdigt wurde, als ob es für die Hinterbliebenen nicht schwierig genug wäre, das eine geliebte Person ermordet worden ist.

Und oft genug nutzten seine Befunde auch nichts.
Natürlich wurden viele Morde gelöst, viele aber auch nicht.
Und der Ermittler in diesem Fall erschien in besonders unfähig.
So wie er aussah in den Zwanzigern, mit dunklen vollen Harren und einen faltenfreien Gesicht um das er ihn beneidete.
Thomas wusste das, das nichts war wofür Georg die Schuld trug.
Seinen Nachnahmen kannte er nicht einmal, da er erwartet hatte ihn niemals zu brauchen, da er für eine Begegnung zu früh in Rente gehen würde.
Schließlich konnte er nichts für sein Alter, aber trotzdem erschien er ihm zu unerfahren.

Und zu arrogant, kein wirklich angenehmer Zeitgenosse.
Der Geruch von verbrannten Fleisch stieg ihn in die Nase.
Die Leiche war nicht vollständig verbrannt, aber nah daran.
Die gesamte äußere Schicht war verbrannt und blätterte ihn schwarzen Streifen ab.
Von der Kleidung waren such nur noch schwarze, teils verbrannte, teils geschmolzene Reste übrig.

Was sind Menschwn für Monster, das wir uns das gegenseitig antun?
Eine Frage die er such immer öfter stellte.
Auf diesen Tisch hatten schon vir seiner Teit Dutzende Leichen gelegen.
Mordopfer, Opfr eines Totschlages, Serienkilleropfer, Auftragsmorde und Vergewaltigungsopfer.
Auch schon Menschen die bei einem Terroranschlag ermordet waren hatten hier gelegen.
Die ganze Halle war voll gewesen.
So ist das Leben, das Leben ist Tod, dachte er bitter.
Nein, nicht Tod überdachte er nur für mich scheint es so.

Er hatte seine Zeit mit den Toten verbracht, seine Kinder hatte er zu selten gesehen.
Seufzend schloss er die Augen.
Er sollte such an die Arbeit machen.
Eine Arbeit die er inzwischen zutiefst bereute.
Traurig erinnerte er sich an die zwei Neulige.
Sie würden villeicht keine Leichen aufschneiden, aber auch Polizisten in der Mordabteilung wurden von ihren Job aufgefressen.

Er kannte seinen eigenen Nachfolger.
Jung, voller Elan mit hellen freundlichen Augen.
Fast immer gut gelaunt, wie würde sie in ein paar Jahren dastehen.
So wie er jetzt?
Würden die zwei Neuen von heute Morgen auch immer demotivierter werden?

Oder war er nur zu schwach?

In dem weißen Raum erschien ihm alles so trist und farblos.
Auch wenn weißes Licht aus allen Farben bestand, kamm es ihm doch kalt vor.
Kalt und gleichgültig.
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