When Hatred Becomes Love [2. WG] Kurzgeschichten Sammlung - Your Wishes

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Gavin Reed OC (Own Charakter) RK800-51-59 Connor RK900 WR400 Traci blauhaarig
30.05.2019
24.08.2019
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Hallo meine lieben Deviant-Connor Fans. :-D

Hiermit melde ich mich mit einer neuen kleinen Kurzgeschichten Sammlung, die auch auf meinem Account in Wattpad zu finden ist unter „Onshot/Kurzgeschichten Sammlung ~ Connor x Fem!Reader *Your Wishes*“ bei DBHDeviant-Connor. Ihr könnt euch die Kapitel der ersten Story auch dort durchlesen. Wenn ihr auch in Wattpad tätig seid, könnt ihr mir dort auch eure Wünsche mitteilen, welche ich dann versuche umzusetzen. Natürlich müsst ihr mir dann auch sagen, ob sie auch in FF veröffentlicht werden darf. Ich hoffe euch gefällt die Geschichte und da sie in Wattpad schon komplett hochgeladen ist, werde ich in ein oder zwei Tagen, dass nächste Kapitel hier schon veröffentlichen. ;-)

So mehr fällt mir gerade nicht, also wünsche ich euch jetzt einfach mal viel Spaß beim Lesen und genießt einen schönen Feiertag.

Viele liebe grüße eure Connor-4-Ever


~*~*~

Legende:

(Y/N) = Vorname
(L/N) = Nachname
(H/C) = Haarfarbe
(E/C) = Augenfarbe
>>???(Gedanken)

Hauptcharaktere:
Reader -
(Du! Oder Protagonistin nach Wahl)
Connor/RK800 -
(Deviant)
Nebencharakter:
Detektive Gavin Reed -
(Dein oder der Cousin der Protagonistin)

~*~*~


Ich war gerade dabei die Sachen von Gavin auf seinem Schreibtisch aufzuräumen. Er hatte sich für einige Zeit freigenommen, da er zurzeit etwas indisponiert war.
Er hatte mir nicht erzählt, was genau passiert war und fragte ich auch nicht nach.
Ich wusste nur zu gut, wenn mein Cousin über etwa nicht sprechen wollte, war es besser seine Entscheidung zu akzeptieren und nicht weiter nachzuhaken.
Ich seufzte leise, als ich den ganzen Saustall von seinem Tisch wegräumte. Überall lag Papier Müll herum.
Eine riesige leere Packung von Dunkin' Donuts und jede Menge anderer Krimskrams, der eigentlich nichts auf dem Tisch eines Polizeibeamten zu suchen hatte, lag verstreut auf dem ohnehin schon viel zu kleinen Tisch herum.
Ich war mittlerweile schon richtig genervt, dass ich wieder Mal den Dreck von anderen beseitigen musste. Erst recht den von Gavin.
Er war schon früher, als wir Kinder waren so gewesen. Er ließ immer alle anderen die Arbeit machen, zu der er selbst keine Lust hatte. Ganz besonders mich, da ich selten einmal Nein sagen konnte.
Wenn er nicht lädiert und anwesend gewesen wäre, hätte ich am liebsten den ganzen Papierkram genommen und ihn über seinem Kopf wieder fallen gelassen. Mit den Worten:

»ab sofort kannst du deinen Dreck selbst wegmachen. Ich bin deine Familie nicht deine Putzfrau, du arroganter fauler Drecksack«

Bei dieser Vorstellung musste ich belustigt grinsen. Es wäre zu interessant wie dumm er dann aus der Wäsche schauen würde, wenn ich so mit ihm sprach. Zumal er das absolut nicht gewohnt wäre.
Aber wahrscheinlich hätte ich mich in der Realität sowieso niemals getraut, so mit Gavin zu reden.
Dafür hatte ich zu großen Respekt vor meinem älteren Cousin. Aber Fantasien durfte man ja hin und wieder Mal haben. Nicht?!
Ich drehte mich mit den Akten, welche Gavin bearbeiten sollte, lächelnd um.
Als ich plötzlich fast gegen eine Person stieß, die direkt hinter mir stand und fragend auf mich herabblickte. Seinen Kopf neigte er etwas zur Seite.
Ich hingegen sah zu der Person auf, die mindestens einen Kopf größer war als ich.

Dabei starrte ich sie, mit leicht geöffnetem Mund an. Man könnte sogar sagen, ich kam aus dem staunen, kaum noch heraus.
So einen hübschen Kerl hatte ich wirklich noch nie gesehen ... Ich bemerkte eine leichte Röte auf meinem Wangen.
Die Akten rutschten mir daraufhin aus den Händen und fielen zu Boden.
„Oh das ... das tut mir leid. Das wollte ich nicht, ich wollte nicht das" ...
Stammelte ich etwas peinlich berührt, und kniete mich herunter, um die Akten wieder aufzuheben.
Der junge Mann kniete sich ebenfalls auf den Boden, um mir dabei zu helfen.
„Nein mir tut es leid. Ich habe Sie wohl erschreckt, das war gewiss nicht meine Absicht!"
Erwiderte er daraufhin, was mich kurz zu ihm aufblicken ließ. Erst jetzt, fiel mir die LED- Leuchte, an seiner rechten Schläfe auf, welche in einem hellen gelbton aufblinkte.
Ich hatte es also mit einem Androiden zu tun ...
Jetzt fiel mir auch sein etwas monotoner Tonfall auf. Kein Mensch sprach so präzise und monoton wie Androiden es taten.
War da aber auch noch etwas anderes, was in seiner Stimme mitschwang.
Nur konnte ich zu diesem Zeitpunkt, noch nicht so wirklich explizieren, was es war.
Ich wusste nur, dass es mir einen angenehmen Schauer über den Rücken jagte.

Seine Hand berührte meine, als wir beide zu derselben Akte greifen wollten. Instinktiv zog ich sie wieder weg und erntete einen verwirrten, teils auch entschuldigenden Blick, des Androiden.
Ich hatte es nicht so mit Berührungen Fremder.
Auch nicht, wenn es unbeabsichtigt geschah. Ich hoffte nur, er dachte nicht, ich hätte es getan, weil er ein Android war.
Erneut spürte ich, die Schamesröte auf meinen Wangen, doch sah ich dann, wie der Android mich mitleidig anlächelte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch überhaupt keine Ahnung, wer der Android war, mit dem ich zusammen auf dem Boden kniete.
Weshalb mir nicht im geringsten bewusst war, dass er mich analysiert und durch meine Nervosität und meiner etwas krampfhaften Körperhaltung, festgestellt hatte, dass ich eher eine schüchterne und zurückhaltende Person war.
Ich war zwar ein Detective und im Dienst, merkte man mir meine Schüchternheit, nicht wirklich sofort an, aber außerhalb der Arbeitszeiten, zog ich mich eher zurück und war in meiner Freizeit, meistens lieber allein.
Der Einzige, den ich dann weitgehend um mich ertragen konnte, war mein Cousin Gavin.
Wusste ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, dass der Android vor mir, verantwortlich für Gavins körperliche Indisponiertheit war, in der er sich befand.

„Es tut mir leid. Ich wollte Sie nicht, mit Absicht berühren!"
Sagte er, nun mit fast schon liebevoller Stimme und hielt mir lächelnd die Akten hin. Zögernd nahm ich sie entgegen.
Wir beide erhoben uns und der Android sah wieder fragend auf mich herab.
„D ... d ... danke"
Stammelte ich verlegen, worauf der Android höflich den Abstand zwischen uns, vergrößerte.
„Ich bin Connor. Der Android von CyberLife. Naja, der Ex-Android von CyberLife ...
Darf ich fragen, wer Sie sind und was Sie am Schreibtisch, von Detective Reed suchen? Sind Sie eine bekannte oder vielleicht sogar seine Lebensgefährtin?"
Wollte er wissen, wobei ich fand, dass er ziemlich neugierig war. Zu neugierig.
Aber erst recht stockte mich die Frage, ob ich Gavins Lebensgefährtin war. Innerlich lachte ich mich fast zu Tode.
Ich liebte meinen Cousin, immerhin war er meine einzige Familie, aber selbst, wenn wir nicht miteinander verwandt gewesen wären, wäre Gavin der Letzte, mit dem ich eine Liebesbeziehung führen wollte. Aber das wusste der Android ja nicht ...

„Oh ähm nein, ich ... ich bin nur seine Cousine. Ich kümmere mich um ihn, solange er verhindert ist.
Mein Name ist (Y/N). Detective (Y/N)(L/N). Schön dich kennenzulernen Connor. Bist du ein Freund von Gavin?"
Wollte ich nun von ihm wissen und sah wie sich ein kleines, aber amüsiertes Lächeln, auf seinen Lippen verirrte.
»Solch wunderschönen wohlgeformten Lippen ...«
War das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?
"Nein nicht wirklich. Er kann mich ehrlich gesagt nicht leiden. Wir haben so unsere Differenzen."
"Oh, das tut mir leid. Ich weiß, Gavin ist manchmal etwas schwierig. Vor allem wenn es um Androiden geht. Aber im Grunde ist er ein netter Kerl."

Sagte ich erntete aber einen ungläubigen Blick des Androiden. Dieser legte seinen Kopf schief, als würde er sich fragen, ob ich noch alle beisammenhatte oder vielleicht doch eher auf den Kopf gefallen war.
"Nun ja, vielleicht ... vielleicht ja auch nur zu mir?", fügte ich noch hinzu. Schließlich war ich ja auch kein Android und mit ihm verwandt.
Stille herrschte für einen kurzen Augenblick zwischen mir und dem Androiden.
Doch brach er das Schweigen kurz darauf wieder. Obwohl er gesagt hatte, dass er und Gavin sich nicht leiden konnten, fragte er nach seinem befinden, was mich wieder zu ihm aufblicken ließ.
"Wie geht es dem Detective? Ich befürchte, ich war etwas zu brutal zu ihm. Das wollte ich nicht, aber da er mich erschießen wollte, musste ich mich verteidigen.
Er hat Ihnen doch sicherlich davon erzählt, wenn sie mit ihm verwandt sind?" Das erklärte alles.
Jetzt wusste ich, warum Gavin nicht darüber reden wollte. Er schämte sich dafür, dass ein Android für seinen jetzigen Zustand, verantwortlich war.
Wie mir jetzt bewusst war, auch noch einer, den er sich als Rivalen ausgesucht hatte.
Typisch Gavin ...
"Ähm nein, eigentlich nicht. Er redet nicht gern mit mir über so etwas. Ich hatte keine Ahnung, dass ein Android ... Er ist, was Androiden angeht, etwas eigen, wie du ja wahrscheinlich bereits weißt ...
Naja, wie die meisten leider."
Ich zögerte kurz, sah etwas schüchtern zu Connor auf. Seine LED blinkte gelb auf, was in mir kurz die Sorge aufkommen ließ, dass er sich mir gegenüber plötzlich feindlich oder distanziert verhalten könnte ...
... Jetzt da er wusste, dass ich mit Gavin verwandt war.

"Es tut mir leid, wenn er dir ärger gemacht hat", fuhr ich fort. "Du hast natürlich recht, wenn er dich angegriffen hat, musstest du dich verteidigen!"
Wieder spürte ich eine leichte Röte in meinen Wangen aufsteigen. Aber Connor schenkte mir wieder ein Lächeln.
"Danke das weiß ich sehr zu schätzen. Aber es ist ja nicht Ihre Schuld. Sie scheinen mir da eher anderer Meinung zu sein, was die negative Meinung bezüglich Androiden betrifft. Hab ich recht?"
Fragte er mich dann und ich war mehr als er erleichtert darüber, dass er sich mir immer noch freundlich gegenüber verhielt.
Zu oft hatte ich es schon erlebt, dass Leute sich mir gegenüber plötzlich merkwürdig verhielten, wenn sie erfuhren, dass Detective Reed mein Cousin war.
Was einer der Gründe war, warum ich im DPD auch nicht allzu viele Freunde hatte.
Denn auch in den anderen Bezirken war Gavin als schwierig, und als riesiges Arschloch, den kaum einer leider konnte, verschrien.
Das war wieder Mal typisch Menschen.
Wenn einer in der Familie ein Arsch war, mussten es seine Verwandten, natürlich auch sein.
Aber so waren sie eben - so viel einfacher wie Androiden hatte ich es in diesem Bereich, auch nicht wirklich. Aber Connor war ja schließlich auch kein Mensch.
Wobei er menschlicher auf mich wirkte, als so mancher, meiner Kollegen.

"Nein ... ich meine ja ... Ich bin da etwas Toleranter, denke ich ... Ich hatte auch ehrlich gesagt, noch nie Probleme mit Androiden von daher ...
Und seit der friedlichen Demonstration von euch finde ich es euch gegenüber ziemlich unfair, wie man euch teilweise behandelt.
Ich meine abgesehen von den ganzen Mordfällen, tut ihr doch niemandem etwas.
Nun ja meistens jedenfalls nicht. Und es sind ja nicht alle Androiden Mörder.
Und wenn man es so sieht, sind wir Menschen doch nicht ungefährlicher. Wenn nicht sogar gefährlicher ...
Aber nun ja, wenn interessiert schon meine Meinung!?"
Sagte ich zum Schluss und der Android belächelte mich daraufhin, als er sah, dass ich wieder errötete.
"ArbeitenSie hier? Ich glaube nicht, dass ich sie hier schon mal gesehen habe."
Wollte er anschließend wissen, aber ich verneinte:
"Ähm nein. Also nicht hier in der Zentrale. Ich bin am Ende der Stadt stationiert.
Ich bin nur hier, weil ich Gavin die Akten seiner letzten Fälle bringen soll. Und nun ja, und um seinen Müll aufzuräumen."

Dabei fiel mein Blick neben mir auf Gavins Tisch. Der Android konnte sicherlich sehen, dass ich davon nicht gerade angetan war.
Aber da Gavin verletzt war, tat ich ihm den Gefallen natürlich.
Wir starrten uns plötzlich nur gegenseitig an. Ich konnte den Blick des Androiden nicht wirklich deuten.
Spürte nur, wie mein Kopf langsam einer Tomate glich. Wie er mich fixierte, als hätte er noch nie einen weiblichen Menschen gesehen.
Ich war es nicht gewohnt, so angestarrt zu werden. Sonst war ich eher der unscheinbare Typ, für den sich kaum jemand interessierte - eben auch wegen Gavin -.
Nicht mal die meisten meiner Kollegen. Aber das mir auch noch ein Android solch eine Beachtung schenkte, machte mich irgendwie nervös.
Auch wenn ich nicht den Eindruck hatte, dass er irgendetwas Böses oder dergleichen im Sinn haben könnte.
Es machte mich irgendwie ganz hibbelig. Ob er analysieren konnte, dass mein Herz im einiges Schneller schlug? ...
Vielleicht kam meine Nervosität auch nur daher, weil ich daran denken musste, wie Gavin zugerichtet war - durch die Hand des Mannes, der vor mir stand und mich immer noch anstarrte.
Mein Blick fiel kurz gen Boden. Fand meine Stimme aber dann Gott sei Dank wieder.

"Naja wie auch immer. Ich ... ich muss jetzt los, bevor er noch einen Tobsuchtsanfall bekommt.
Er hasst es, zu warten ... Also dann Connor, wie gesagt, schön dich kennengelernt zu haben."
Lächelte ich ihm zum Abschied schüchtern zu und machte mich auf den Weg.
"Detective?"
Stoppte er mich und ich drehte mich ihm wieder zu.
"Ja?"
"Werde ich Sie Wiedersehen?", fragte er, worauf mein Puls um einiges schneller pulsierte.
"Mhm!" ...
Nickte ihm mit einem Lächeln zu und machte mich auf den Weg. Den ganzen Weg bis zu Gavins Wohnung, konnte ich einfach nicht aufhören zu grinsen ...

~*~*~


"ICH GEH SCHON!", rief ich, als es an der Tür klingelte. Ich hatte gerade Gavins Wäsche zusammengelegt, da ich mich um ihn und seinen Haushalt kümmerte, solange er krank war.
Obwohl ich mir sicher war, dass Gavin meine Gutmütigkeit nur ausnutzte, um sich nicht selbst darum kümmern zu müssen.
So krank sah er nämlich eigentlich gar nicht mehr aus. Immerhin konnte er schon wieder aufstehen.
Und so schlimm konnte Connor ihn gar nicht vermöbelt haben. So wie er die ganzen Wochen, schon wieder drauf war. Aber so war mein Cousin eben.

Er war ein Meister im Übertreiben. Ich seufzte leise, als ich vor der Tür stand.
Wer mag das wohl sein? So weit ich wusste, hatte Gavin nicht so viele Freunde, die ihn besuchen kamen.
Irgendwie traurig, aber das hatte er sich, meines Erachtens, auch selbst zuzuschreiben.
Wenn er nicht immer so ein Arsch wäre ...

Mein Atem setzte für einen kurzen Moment aus. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
"Connor?! Was ... was machst du ... du hier?", stotterte ich. Was machte der Android hier?
"Guten Tag Detective (L/N). Ich bin hier, um mich nach Detective Reed zu erkundigen.
Da er ja meinetwegen verhindert ist, dachte ich, ich sollte mich bei ihm entschuldigen. Ist er denn zu Hause?"
Zuerst starrte ich den RK800 nur an. Er sah wirklich verdammt gut aus. Er sah genauso aus, wie vor zwei Wochen, wo wir uns zum ersten Mal begegnet waren.

Nur seine Androiden Uniform hatte er abgelegt, trug ein weißes langärmliges Hemd mit einer hellblauen Jeans, die etwas weiter war, als seine Arbeitshose.
Die Krawatte fehlte ebenfalls und sein Kragen war leicht geöffnet. Er sah aus, wie ein normaler Mensch, nur seine LED deutete darauf hin, was er wirklich war.
Erst jetzt wurde es mir auch richtig bewusst - er war ein Abweichler. Nur Abweichler legten seit kurzem ihre Uniformen ab, wenn sie nicht arbeiteten ...
"Ähm ja er ist hier."
Antwortete ich, nachdem ich mich wieder gefangen hatte. "Aber er ist ziemlich mies drauf.
Ich weiß nicht, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wieso kommst du nicht einander mal vorbei?"

Fragte ich etwas nervös, war es nämlich keine zehn Minuten her, dass Gavin wieder seine Schimpftiraden über Androiden und das sie uns die Jobs wegnahmen, gehalten hatte.
Was seines Erachtens, durch die friedliche Demonstration von Markus, noch schlimmer werden würde und die Androiden uns in jeder Hinsicht ersetzen würden.
Solange bis wir Menschen komplett unbrauchbar, wenn nicht sogar ausgelöscht wären.
Hatte ich schon gesagt, dass Gavin gerne mal übertrieb? ...
"Das ist wirklich sehr nobel von dir, aber ich fände es wirklich besser, wenn du einander mal vorbeischaust."
Fuhr ich weiter fort und wollte den Androiden schon aus der Tür schieben - aber Gavin leistete uns bereits Gesellschaft.

»Verdammt!«
Dachte ich und kniff die Augen zusammen.
"Was zum Teufel macht dieser Wichser hier? Du bist hier nicht willkommen. Verschwinde oder willst du mich wieder bewusstlos schlagen?"
Ich hatte schon geahnt, dass so eine Aussage von Gavin kommen würde. Ich war zunächst wie gebannt.
Hoffte mein Cousin, würde nicht gleich auf Connor losgehen.
"Kein Grund zur Aufregung Detective. Ich bin nur gekommen, um mich, wegen dem Dummen, Vorfall vor einigen Wochen, bei Ihnen zu entschuldigen. Ich hätte etwas nachsichtiger sein sollen.

Aber ich hatte keine Wahl, Sie wollten mich erschießen. Dass Sie deswegen nicht mehr arbeiten konnten, war gewiss nicht meine Absicht."
Erklärte der RK800 aber Gavin sah nicht sehr glücklich, über seine Worte aus. Auch ihm fiel auf, dass der Android Alltagskleidung trug und nicht seine übliche Androidenuniform.
Was ihm noch weniger, zu gefallen, schien. Gavin schnaubte daraufhin verächtlich auf, betrachtete den RK800 von oben bis unten.
Die negative Spannung zwischen den beiden Männern, war mehr als deutlich zu spüren.

Ich wollte zu gerne wissen, was zwischen den beiden noch alles vorgefallen war, bevor er zu diesem einen Kampf gekommen war.
Ich wusste, Gavin hasste Androiden aber das er gleich einen von ihnen erschießen wollte ...
"Du bist jetzt, einer von ihnen stimmt's? Ein verdammter Abweichlerwichser! Ich wusste es, schon, indem Moment als du ins Archiv wolltest ...
(Y/N) geh weg von ihm, Abweichler sind gefährlich!
Bevor er dich auch noch bewusstlos prügelt, oder Schlimmeres. Dich umbringt oder zu seiner willigen Gespielin macht."

Gavin griff daraufhin nach meinem Arm und zog mich von Connor weg. Jetzt übertrieb er maßlos. Nicht alle Abweichler waren gefährlich.
Und auch wenn Connor ihn geschlagen hatte, auf mich machte der Android sonst eigentlich, einen ziemlich ruhigen, friedlichen Eindruck.
Auch empfand ich ihn, mehr freundlich als feindselig.
Er war gekommen um Gavin um Verzeihung zu bitten und ich glaubte an seine gute Absicht, sich für seine Tat entschuldigen zu wollen. Gavin war es, der sich wieder mal unhöflich und angriffslustig verhielt.
"Ich versichere Ihnen beiden, dass ich nicht vorhabe, jemandem Schaden zuzufügen. Ich bin hier um sie um Verzeihung zu bitten Detective Reed.
In der Hoffnung, wir können die Vergangenheit ruhen lassen und von vorne anfangen.
Ich bin vielleicht ein Abweichler, aber ich bin nicht gefährlich, das versichere ich Ihnen."

Sagte er, obwohl sein Blick dabei auf mich gerichtet war, nicht auf Gavin. Wieder spürte ich, die Röte in meinen Wangen aufsteigen.
Er schien wieder etwas zu sehr, auf mich fokussiert zu sein, was auch meinem Cousin nicht entging.
Seine Miene wurde um einiges finsterer. Schob mich hinter sich, sodass ich direkt hinter seinem Rücken stand.
"Die Vergangenheit ruhen lassen? Ich werde die Vergangenheit nie ruhen lassen. Und nur damit du es weißt.
Ich bin immer noch dafür, mit euch ein Lagerfeuer zu veranstalten. Euch in Einzelteile zu zerlegen.
Ganz besonders euch Abweichler ...
Ganz besonders 'Dich' du beschissener Müllhaufen!"

"Gavin! Hör auf damit." Bat ich meinen Cousin. Wieso konnte er nicht einmal freundlich und sachlich bleiben? Manchmal schämte ich mich für ihn.
Mein Blick fiel auf Connor. Es war eindeutig zu sehen, wie enttäuscht er über Gavins Reaktion und seinen Worten war.
Meinte ich auch so etwas wie Trauer in seinen Augen zu sehen.
Irgendwie fiel es mir in diesem Moment viel schwerer, Mitgefühl für Gavin aufzubringen, als vielmehr für den Androiden.
"Nein, schon okay Detective (L/N). Es ist zwar Schade, dass Detective Reed die Dinge immer noch so sieht, aber wenigstens habe ich es versucht."
Sagte der RK800 daraufhin gelassen, was nicht wirklich zu seinem Gesichtsausdruck passte ...

Jetzt konnte man seine Enttäuschung sogar in seiner Stimme hören.
Doch Gavin schienen diese Worte, noch mehr gegen Connor aufzubringen.
Wie aus dem nichts, zog Gavin seine Waffe, die er, auch wenn er nicht im Dienst war, bei sich trug, zielte auf den Androiden und ging auf ihn los.
Gavin drängte den RK800 zur Wand, sodass dieser mit dem Rücken dagegen stieß.
"GAVIN, NICHT!", rief ich aber wie immer, in solchen Situationen, ignorierte er mich.

Connors Blick jedoch wirkte unerwartet neutral. Ließ über sich ergehen, dass Gavin ihm die Waffe gegen seine Wange drückte.
"Weißt du, was noch schade wäre? Wenn dein blaues Blut, meine Wand schmücken würde.
Also hau lieber ab, bevor ich dein stinkendes Thirium an der Wand verteile.
Und noch etwas. Halt dich ja fern von meiner Cousine. Sie ist alles, was ich habe und ich lass gewiss nicht zu, dir die Chance einzuräumen, ihr auch nur ein Haar zu krümmen.
Starr sie nie wieder so an. Hast du verstanden du Blechhaufen?"
Dann löste er sich von dem RK800, hielt die Waffe immer noch auf Connor gerichtet -winkte aber dann damit, Richtung Tür.
"Gavin hör auf! Connor warte, er meint es nicht so." mischte ich mich ein und drückte Gavins Arm, mit dessen er die Waffe in der Hand hielt runter. Aber Connor winkte ab.

"Nein! Ist schon gut. Ich gehe."
"Connor nein, warte doch!", versuchte ich ihn weiter vom Gehen abzuhalten, doch der Android war schon an der Tür und ging hinaus. Mein Herz klopfte wie verrückt.
Für einen kurzen Augenblick hatte ich schon befürchtet, Gavin würde Connor erschießen.
Verständnislos sah ich Gavin an und schüttelte meinen Kopf. Auch in meinen Augen spiegelte sich pure Enttäuschung wieder.
Warum musste er sich nur immer wieder so benehmen?
"Warum bist du immer so n Arsch Gavin?" ...

Eilig lief ich aus der Wohnung, dem Androiden hinterher. Ich wollte den RK800 unbedingt erreichen, um mich für das Verhalten meines Cousins zu entschuldigen, bevor er sich endgültig aus dem Staub gemacht hatte.
"HEY (Y/N)!? WO WILLST DU HIN? DU WIRST IHM NICHT FOLGEN HÖRST DU ... KOMM SOFORT ZURÜCK!"
Schrie mir Gavin zwischen Tür und Angel hinterher, doch ich hörte nicht auf ihn.
Ich kannte den RK800 noch nicht wirklich, aber wollte ich die Sache zwischen uns nicht so stehen lassen.
Ich hatte nichts gegen ihn oder überhaupt etwas gegen Androiden und irgendwie wollte ich, dass Connor dies wusste.
Mich wegen Gavins blödes benehmen, ebenfalls nicht leiden konnte. Ehrlich gesagt, konnte ich mir im Moment nichts schlimmeres vorstellen.

"CONNOR! BITTE WARTE!"
Ich sah ihn von Weitem, wie er gerade in ein Taxi steigen wollte. Er hatte sogar extra Geld ausgegeben nur, um hierher zu kommen, um sich bei Gavin entschuldigen zu können.
Und was tat Gavin? - Bedrohte und vergraulte den Androiden.
Connor hatte, meine rufe wohl gehört, da er innehielt und in meine Richtung blickte.
Ich hatte schon Angst, er würde mir einen bösen Blick zuwerfen und in den Wagen steigen, ehe ich ihn überhaupt erreichen konnte.
Doch stattdessen sagte er etwas zu dem Taxifahrer, die Tür schloss sich und das Taxi rauschte davon.
Anders als erwartet, wirkte sein Blick mir gegenüber sogar, irgendwie erwartungsvoll.

"Detective?!", sagte er nur und ich rang mir ein schüchternes Lächeln ab. So sehr ich wollte, ihm mitzuteilen wie leid mir Gavins Reaktion tat, um so mehr wusste ich jetzt nicht was oder wie ich es sagen sollte.
Wenn ich mit ihm alleine war, wurde ich plötzlich wieder ganz schüchtern und hätte mich am liebsten selbst, im Erdboden vergraben.
Seine braunen Augen waren wieder immer regelrecht auf mich fixiert.
Wieder nahm mein Kopf die Farbe einer Tomate an.
"Ich ... Ich wollte mich bei dir für Gavins dämliches Verhalten ent ... entschuldigen. Ich weiß, er ist manchmal n ziemlicher Arsch.
Es war nicht richtig, was er über dich und die anderen Androiden gesagt hat.
Es tut mir wirklich sehr leid. Ich hoffe, du kannst ihm verzeihen?"
Von unten heraus sah ich zu Connor auf. Auch ich blickte ihm nun voller Erwartung, er würde meine Entschuldigung akzeptieren, in sein hübsches Gesicht.

Mein Herz klopfte dabei so stark, dass ich dachte, es würde gleich aus meiner Brust springen.
Doch blickte ich abrupt wieder gen Boden und wartete mit hochrotem Kopf, auf die Antwort des Androiden.
Zuerst kam es mir wie ein Traum vor, als ich die Wärme seiner Hand auf meiner Schulter wahrnahm.
Doch nach gefühlten Minuten schaffte ich es, ihn noch mal anzusehen.
"Ist schon in Ordnung Detective. Es ist nicht Ihre Schuld, sie müssen sich nicht, für das Verhalten Ihres Cousins entschuldigen.
Machen Sie sich keine Sorgen, ich komme schon deswegen klar."
Sagte er, fiel mir auf, dass sich auch auf seinen Wangen, langsam ein bläulicher Schimmer legte. Jetzt war er es, der kurz seinen Blick, gen Boden schweifen ließ.

Irgendwie beschlich mich plötzlich das Gefühl, dass er noch aus einem anderen Grund hergekommen war.
"Ehrlich gesagt bin ich auch in der Hoffnung hergekommen, dass ich Sie hier antreffen würde.
Ich wollte Ihnen nicht hinterherspionieren, und da sie sagten, sie kümmern sich um Ihren Cousin, dachte ich, ich versuche es mal bei ihm, Sie dort möglicherweise anzutreffen.
Ich hoffe dass ist kein Problem für Sie?"
Wollte er dann wissen, aber starrte ich ihn zunächst nur wortlos an. Mein Gefühl hatte sich also doch nicht getäuscht.
Er hatte sich wirklich auch meinetwegen auf den Weg hierher, zu Gavin begeben.

"Nein ...
Nein das ist kein Problem für mich. Ich ... ich wollte dich ehrlich gesagt, a ... auch Wiedersehen.
Schließlich habe ich auch ja gesagt, als du gefragt hast, ob wir uns wieder sehen. Also ..."
Gab ich peinlich berührt zu, schenkte dem RK800 ein kleines Lächeln, welches er erwiderte.
"Das freut mich wirklich sehr Detective. Ich bin froh, dass sie es auch so empfinden."
Sagte er ebenfalls etwas peinlich berührt und entlockte mir durch seinen Blick, ein liebevolles Lächeln. Doch dann wurde ich hellhörig.
Detective ich würde sie gerne etwas fragen. Aber ich habe so etwas noch nie jemanden ...
Hätte ich auch nie gedacht, dass ich mal ... Ach wissen sie was? Das ist nicht so wichtig. Vergessen wir's"
Brach er dann plötzlich ab. Aber wollte ich es jetzt erst recht wissen. Jetzt da er so ein Geheimnis daraus gemacht hatte.

"Nein ... Ich meine ... Frag mich ruhig. Du hast noch nie was?"
Fragte ich behutsam um Antwort und Connor blickte mir wieder ins Gesicht.
"Na schön, wenn sie es wünschen. Nun gut, Detective (L/N), könnten wie uns vielleicht, irgendwann mal ...
Nun ja, uns vielleicht mal miteinander verabreden ... oder so was in der Art?", fragte er mich.
Konnte ich die Hoffnung in seiner Stimme, ich würde ja sagen und er sich nicht komplett zum Idioten zu machen, mehr als deutlich hören. Jetzt nahmen seine Wangen einen noch tieferen Blauton an.
Das war also das erste Mal für ihn - eine Frau nach einer Verabredung zu fragen.
Mein Puls schoss augenblicklich in die Höhe. Auch mich hatte zuvor, noch nie jemand wirklich um eine Verabredung gebeten.
Aber so stark diese Frage auch auf mich eingeschlagen hatte, konnte ich mich dazu durchringen ihm in seine braunen warmen Augen zu sehen, um ihm mit einem schüchternen Lächeln zu vermitteln, dass ich sehr gern mit ihm ausgehen wollte.
"Ja, das... das würde ich sehr gerne. Connor ...
Und weißt du was? Nenn mich doch einfach (Y/N)."
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